Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

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Wähler
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Wähler » Mo 20. Feb 2017, 15:49

jack000 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 13:02)
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 72325.html
- Jeder darf kommen
- Jeder darf bleiben
- Wer das bezahlen soll ist nicht so wichtig, irgendwem wird man das Geld schon wegnehmen können.
- Eltern schon Beamte
- Noch nie in der Privatwirtschaft gearbeitet
- Keinerlei Bezug zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Privatwirtschaft
- Geld regnete immer vom Himmel, sie hat es nie erwirtschaftet
- Reine Berufspolitikerin
Natürlich spricht ja nichts gegen den öffentlichen Dienst, im Gegenteil. Aber m.E. ist die Befürwortung für Flüchtlinge eher gegeben bei:
- Beamten/ÖD
- Unternehmern/Selbstständige (Die auch über Umwegen auf Aufträge hoffen)
- Vermietern (Die nun Wohnungen teuer vermieten können)
Und eher nicht gegeben bei:
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Privatwirtschaft
Seht ihr ebenso diese Tendenz oder hängt es davon gar nicht ab?

Du bist echt mutig, das heiße Eisen anzupacken, und dringst zu Recht auf Differenzierung.
Ich beobachte im alternativen Wohnungsbaugenossenschafts-Milieu, dass es eine Reihe von Menschen git, denen es mit der intensiven Hilfe für die Flüchtlinge wirklich Ernst ist. Der öffentliche Dienst hat ein erhebliches Wort mitzureden, ob und wie die vielen jungen Flüchtlinge ausbildungsmäßig gefördert werden. An langfristigen Verhältnissen wie in den Banlieues Frankreichs kann keinem von uns gelegen sein. Im Bundestagswahlkampf werden alle versuchen, das Thema Integration der Flüchtlinge zu umgehen. Außen-und europapolitisch sind zu viele Unabwägbarkeiten im Spiel.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Dark Angel
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Feb 2017, 16:31

jack000 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 13:02)

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 72325.html

Wie man sieht eine völlig weltfremde Sicht der Dinge:
- Jeder darf kommen
- Jeder darf bleiben
- Wer das bezahlen soll ist nicht so wichtig, irgendwem wird man das Geld schon wegnehmen können.

Das weiß ein jeder, dass dieses zu einer Katastrophe führen würde. Jetzt stellt sich aber die Frage wie man so eine Ansicht vertreten kann. Daher mal ein Blick in ihren Lebenslauf:

https://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Uekermann

- Eltern schon Beamte
- Noch nie in der Privatwirtschaft gearbeitet
- Keinerlei Bezug zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Privatwirtschaft
- Geld regnete immer vom Himmel, sie hat es nie erwirtschaftet
- Reine Berufspolitikerin

Natürlich spricht ja nichts gegen den öffentlichen Dienst, im Gegenteil. Aber m.E. ist die Befürwortung für Flüchtlinge eher gegeben bei:
- Beamten/ÖD
- Unternehmern/Selbstständige (Die auch über Umwegen auf Aufträge hoffen)
- Vermietern (Die nun Wohnungen teuer vermieten können)

Und eher nicht gegeben bei:
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Privatwirtschaft

Seht ihr ebenso diese Tendenz oder hängt es davon gar nicht ab?

Ich lasse mal Zahlen für sich sprechen:
Für den Bundeshaushalt 2017 sind Einnahmen von 314,9 Mrd € geplant.
Nach dem Haushaltsentwurf sollen die Ausgaben im Jahr 2017 auf 328,7 Mrd. Euro steigen; das sind 11,8 Mrd. Euro und damit 3,7 % mehr als das Soll 2016. Bei den Steuereinnahmen ist ein Zuwachs von 4,8 % auf 301,8 Mrd. Euro eingeplant.
Allein im Haushaltsentwurf 2017 erreichen die flüchtlingsbezogenen Mehrausgaben und Mindereinnahmen nach Angaben der Bundesregierung knapp 19 Mrd. Euro. Bis zum Ende des Finanzplanungszeitraums rechnet die Bundesregierung mit flüchtlingsbezogenen Leistungen von 77 ½ Mrd. Euro.


Für 2016 beliefen sich die Kosten für Flüchtlingshilfe auf 22,1 Mrd. €(!) gegenüber 2015 6,2 Mrd.€ und sie sollen (geplant) im Jahr 2017 eine Höhe von 27,6 Mrd € erreichen.(Quelle destatis) Das bedeutet, dass allein 8,3% des Bundeshaushaltes sind für die Kosten eingeplant, die durch Flüchtlinge entstehen.
Und bitte nicht vergessen - den geplanten Einnahmen in Höhe von 314,9 Mrd.€ stehen Ausgaben in Höhe von 328,7Mrd € gegenüber.
Mag sich bitte jeder ein Bild darüber machen, wie realistisch die politischen Forderungen von Jusos, Grünen und Linken sind - auch Asylbewerber ohne Bleibeberechtigung nicht abzuschieben.
Die von mir gelieferten Quellen kann zudem keiner als unseriös oder räächts abqualifizieren.

Mir fällt dazu eigentlich nur noch der Text eines alten "Gassenhauers" ein:
"wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld, wer hat so viel pinke-pinke - wer hat das bestellt"
kein weiterer Kommentar!
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Adam Smith » Mo 20. Feb 2017, 17:32

Die Regierung plant mit Einnahmen von 329.1 Mrd. Euro für das Haushaltsjahr 2017.
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Feb 2017, 17:47

Adam Smith hat geschrieben:(20 Feb 2017, 17:32)

Die Regierung plant mit Einnahmen von 329.1 Mrd. Euro für das Haushaltsjahr 2017.

Quelle?
Gegen die menschliche Dummheit sind selbst die Götter machtlos.

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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Adam Smith » Mo 20. Feb 2017, 18:09

Dark Angel hat geschrieben:(20 Feb 2017, 17:47)

Quelle?


Hier:

Bundeshaushalt 2017 tritt abermals ohne neue Schulden in Kraft

Der Deutsche Bundestag hat am 22. November 2016 den Bundeshaushalt 2017 mit Ausgaben in Höhe von 329,1 Milliarden Euro und ohne Neuverschuldung beschlossen. Die Ausgaben steigen im Vergleich zum Regierungsentwurf 2017 insgesamt um rund 0,4 Milliarden Euro. Mit dem beschlossenen Bundeshalt 2017 wird die stabilitätsorientierte Linie der vergangenen Jahre fortgesetzt.


http://www.bundesfinanzministerium.de/W ... _2017.html

https://www.bundeshaushalt-info.de/#/20 ... lplan.html
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Sozialdemokrat » Mo 20. Feb 2017, 18:17

jack000 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 13:02)

http://www.focus.de/politik/deutschland ... 72325.html

Wie man sieht eine völlig weltfremde Sicht der Dinge:
- Jeder darf kommen
- Jeder darf bleiben
- Wer das bezahlen soll ist nicht so wichtig, irgendwem wird man das Geld schon wegnehmen können.

Das weiß ein jeder, dass dieses zu einer Katastrophe führen würde. Jetzt stellt sich aber die Frage wie man so eine Ansicht vertreten kann. Daher mal ein Blick in ihren Lebenslauf:

https://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Uekermann

- Eltern schon Beamte
- Noch nie in der Privatwirtschaft gearbeitet
- Keinerlei Bezug zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Privatwirtschaft
- Geld regnete immer vom Himmel, sie hat es nie erwirtschaftet
- Reine Berufspolitikerin

Natürlich spricht ja nichts gegen den öffentlichen Dienst, im Gegenteil. Aber m.E. ist die Befürwortung für Flüchtlinge eher gegeben bei:
- Beamten/ÖD
- Unternehmern/Selbstständige (Die auch über Umwegen auf Aufträge hoffen)
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Seht ihr ebenso diese Tendenz oder hängt es davon gar nicht ab?

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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Feb 2017, 18:20


Tja - irgendwer lügt bzw beschönigt hier. Entweder das, Herrn Schäuble unterstehende, Finanzministerium oder der Bundesrechnungshof als unabhängiges Prüf- und Kontrollorgan. Letzterer kommt nämlich zu dem Schluss, dass die (geplanten) Ausgaben, die (geplanten) Einnahmen übersteigen werden und auf Rücklagen aus dem Jahr 2015 zugegriffen werden muss.
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Adam Smith » Mo 20. Feb 2017, 18:28

Dark Angel hat geschrieben:(20 Feb 2017, 18:20)

Tja - irgendwer lügt bzw beschönigt hier. Entweder das, Herrn Schäuble unterstehende, Finanzministerium oder der Bundesrechnungshof als unabhängiges Prüf- und Kontrollorgan. Letzterer kommt nämlich zu dem Schluss, dass die (geplanten) Ausgaben, die (geplanten) Einnahmen übersteigen werden und auf Rücklagen aus dem Jahr 2015 zugegriffen werden muss.


Ein Haushalt ist dann solide, wenn er ohne Neuverschuldung oder dem Verkauf von Tafelsilber auskommt. Er ist nicht solide, wenn es nur einen Primärüberschuss gibt.

Steuereinnahmen in Milliardenhöhe verhelfen den Verantwortlichen in Athen zu einem überraschenden Primärüberschuss. Im Januar übertrifft die Zentralregierung den Planwert um 670 Millionen Euro.


http://www.handelsblatt.com/politik/int ... 92928.html
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Selina » Mo 20. Feb 2017, 18:29

relativ hat geschrieben:(20 Feb 2017, 15:09)

Als wenn jemand froh ist, wenn ein Mensch flüchten muss/will. Total Hirnrissig.


Genau :thumbup:
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Umetarek » Mo 20. Feb 2017, 18:35

Alles relativ, ich verspreche mir als Vermesser keine Aufträge von Asylbewerbern, weder direkt noch indirekt, aber ich werde im Falle eines Falles sehr froh sein, wenn ich flüchte und aufgenommen werde.

Wenn ich mir ansehe, dass dem Asylantrag von den befreundeten Kopten immer noch nicht stattgegeben wurde, dann kommen einem ab und an Zweifel.

Jaaaa Ägypten ist sicher, also für mich auf jeden Fall, aber wenn meiner Tochter dort eine Waffe an den Kopf gehalten worden wäre, während der Unruhen und meine Kirche (wäre ich denn gläubig) abgebrannt worden wäre und die christliche Schule abgebrannt worden wäre, dann wollte ich da auch nicht wieder hin, davon ab, dass mein bißchen Geld für die Flucht draufgegangen wäre.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... ten-gewalt

Nicht jeder Flüchtling kann bleiben, aber es sollte trotzdem bei jedem hingesehen werden, man kann sich nicht einfach auf sichere Herkunftsländer zurückziehen, die gibt es im Einzelfall nicht.
Mutter des Wahnsinns und Harmoniebeauftragte des Forums, sowie geprüfte Völkermörderin!
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Adam Smith » Mo 20. Feb 2017, 18:35

Dark Angel hat geschrieben:(20 Feb 2017, 18:20)

Tja - irgendwer lügt bzw beschönigt hier. Entweder das, Herrn Schäuble unterstehende, Finanzministerium oder der Bundesrechnungshof als unabhängiges Prüf- und Kontrollorgan. Letzterer kommt nämlich zu dem Schluss, dass die (geplanten) Ausgaben, die (geplanten) Einnahmen übersteigen werden und auf Rücklagen aus dem Jahr 2015 zugegriffen werden muss.


Die Regierung plant 6,7 Mrd. aus Rücklagen zu entnehmen. Der Haushalt schließt demnach mit einem Verlust ab. Das ist richtig. Nur muss der Staat auch irgendwann die Rücklagen verringern.

https://www.bundeshaushalt-info.de/#/20 ... 35901.html


2017
Einnahmen
in Tausend Euro

6.734.426

Entnahmen aus Rücklage zur Finanzierung von Belastungen im Zusammenhang mit der Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen


https://www.bundeshaushalt-info.de/file ... df#page=25

Die Rücklage wurde im Jahr 2016 gebildet.

http://www.bundesfinanzministerium.de/C ... -pm02.html
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Dark Angel » Mo 20. Feb 2017, 19:14

Adam Smith hat geschrieben:(20 Feb 2017, 18:35)

Die Regierung plant 6,7 Mrd. aus Rücklagen zu entnehmen. Der Haushalt schließt demnach mit einem Verlust ab. Das ist richtig. Nur muss der Staat auch irgendwann die Rücklagen verringern.

https://www.bundeshaushalt-info.de/#/20 ... 35901.html



https://www.bundeshaushalt-info.de/file ... df#page=25

Die Rücklage wurde im Jahr 2016 gebildet.

http://www.bundesfinanzministerium.de/C ... -pm02.html

Wie gesagt: irgendwer lügt - entweder das Bundesfinanzministerium oder der Bundesrechnungshof - denn lt Bericht des BRH stammen die Rücklagen aus 2015 und eben nicht aus 2016.
"Allein im Haushaltsentwurf 2017 erreichen die flüchtlingsbezogenen Mehrausgaben und Mindereinnahmen nach Angaben der Bundesregierung knapp 19 Mrd."(Quelle: Link BRH)
Lt destatis haben sich die flüchtlingsbezogenen Ausgaben 2016 mit 22,1 Mrd € gegenüber 2015 mehr als verdreifacht und für 2017 ist eine weiterer Anstieg der Ausgaben geplant.
Richtig - der Staat muss irgendwann die Rücklagen verringern. Eine Reduzierung der Staatsverschuldung wäre aber sinnvoller, als die Rücklagen in ein Fass ohne Boden fließen zu lassen
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon schelm » Mo 20. Feb 2017, 22:37

Wähler hat geschrieben:(20 Feb 2017, 15:49)

Du bist echt mutig, das heiße Eisen anzupacken, und dringst zu Recht auf Differenzierung.
Ich beobachte im alternativen Wohnungsbaugenossenschafts-Milieu, dass es eine Reihe von Menschen git, denen es mit der intensiven Hilfe für die Flüchtlinge wirklich Ernst ist. Der öffentliche Dienst hat ein erhebliches Wort mitzureden, ob und wie die vielen jungen Flüchtlinge ausbildungsmäßig gefördert werden. An langfristigen Verhältnissen wie in den Banlieues Frankreichs kann keinem von uns gelegen sein. Im Bundestagswahlkampf werden alle versuchen, das Thema Integration der Flüchtlinge zu umgehen. Außen-und europapolitisch sind zu viele Unabwägbarkeiten im Spiel.

http://www.focus.de/politik/ausland/fn- ... 74864.html

Es übersteigt offen gesagt meine Phantasie, wie eine solche Entwicklung verhindert werden könnte, wenn die Flüchtlinge dauerhaft bleiben. Wir hatten und haben auch ohne Flüchtlinge bereits relevante Integrationsprobleme, trotz besserer ausgänglicher Bedingungen, wie Arbeitsmigration und Sozialisierung der Folgegenerationen innerhalb unserer Gesellschaft. Diesmal fehlt beides und die kulturelle Ferne großer Teile dürfte eher stärker ausgeprägt sein, insbesondere von Flüchtlingen aus Ländern wie Afghanistan, Irak oder Nordafrika.
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Uffhausen » Mo 20. Feb 2017, 23:16

jack000 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 13:02)
Natürlich spricht ja nichts gegen den öffentlichen Dienst, im Gegenteil. Aber m.E. ist die Befürwortung für Flüchtlinge eher gegeben bei:
- Beamten/ÖD
- Unternehmern/Selbstständige (Die auch über Umwegen auf Aufträge hoffen)
- Vermietern (Die nun Wohnungen teuer vermieten können)

Und eher nicht gegeben bei:
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Privatwirtschaft

Seht ihr ebenso diese Tendenz oder hängt es davon gar nicht ab?

Hm. Dann müsste als prominentestes Beispiel ja der olle Trump ja ein absoluter Flüchtlingsbefürworter sein, oder? Und kein Mauer-Bauer! :D
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon think twice » Di 21. Feb 2017, 06:11

jack000 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 13:02)

Wie man sieht eine völlig weltfremde Sicht der Dinge:
- Jeder darf kommen
- Jeder darf bleiben
- Wer das bezahlen soll ist nicht so wichtig, irgendwem wird man das Geld schon wegnehmen können.

Das weiß ein jeder, dass dieses zu einer Katastrophe führen würde. Jetzt stellt sich aber die Frage wie man so eine Ansicht vertreten kann. Daher mal ein Blick in ihren Lebenslauf:

https://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_Uekermann

- Eltern schon Beamte
- Noch nie in der Privatwirtschaft gearbeitet
- Keinerlei Bezug zu sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Privatwirtschaft
- Geld regnete immer vom Himmel, sie hat es nie erwirtschaftet
- Reine Berufspolitikerin

Natürlich spricht ja nichts gegen den öffentlichen Dienst, im Gegenteil. Aber m.E. ist die Befürwortung für Flüchtlinge eher gegeben bei:
- Beamten/ÖD
- Unternehmern/Selbstständige (Die auch über Umwegen auf Aufträge hoffen)
- Vermietern (Die nun Wohnungen teuer vermieten können)

Und eher nicht gegeben bei:
- Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Privatwirtschaft

Seht ihr ebenso diese Tendenz oder hängt es davon gar nicht ab?

Gratuliere. Besser kann man Vorurteile und Schubladendenken nicht in einem einzigen Beitrag zusammen fassen. :D :thumbup:
Duldsamkeit heißt nicht, dass ich auch billige, was ich dulde.
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon watisdatdenn? » Di 21. Feb 2017, 06:44

jack000 hat geschrieben:(20 Feb 2017, 13:02)
- Vermietern (Die nun Wohnungen teuer vermieten können)

man kann jetzt tatsächlich preislich anziehen, seit die flüchtlinge in den wohnungsmarkt strömen, das stimmt. das ist aber auch der einzige positive effekt der flüchtlingskrise und geld ist nicht das einzige was zählt..

ich denke viele vermieter denken eher langfristig.. und langfristig ist die negative entwicklung durch flüchtlinge klar (siehe frankreich).
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon Wähler » Di 21. Feb 2017, 08:28

Wähler hat geschrieben:(20 Feb 2017, 15:49)
Du bist echt mutig, das heiße Eisen anzupacken, und dringst zu Recht auf Differenzierung.
Ich beobachte im alternativen Wohnungsbaugenossenschafts-Milieu, dass es eine Reihe von Menschen git, denen es mit der intensiven Hilfe für die Flüchtlinge wirklich Ernst ist. Der öffentliche Dienst hat ein erhebliches Wort mitzureden, ob und wie die vielen jungen Flüchtlinge ausbildungsmäßig gefördert werden. An langfristigen Verhältnissen wie in den Banlieues Frankreichs kann keinem von uns gelegen sein. Im Bundestagswahlkampf werden alle versuchen, das Thema Integration der Flüchtlinge zu umgehen. Außen-und europapolitisch sind zu viele Unabwägbarkeiten im Spiel.

schelm hat geschrieben:(20 Feb 2017, 22:37)
http://www.focus.de/politik/ausland/fn- ... 74864.html
Es übersteigt offen gesagt meine Phantasie, wie eine solche Entwicklung verhindert werden könnte, wenn die Flüchtlinge dauerhaft bleiben. Wir hatten und haben auch ohne Flüchtlinge bereits relevante Integrationsprobleme, trotz besserer ausgänglicher Bedingungen, wie Arbeitsmigration und Sozialisierung der Folgegenerationen innerhalb unserer Gesellschaft. Diesmal fehlt beides und die kulturelle Ferne großer Teile dürfte eher stärker ausgeprägt sein, insbesondere von Flüchtlingen aus Ländern wie Afghanistan, Irak oder Nordafrika.

Solange anerkannte Asylbewerber sich hier aufhalten dürfen, sollten wir sie ausbilden, fördern und sie auch für den späteren Wiederaufbau in ihren Heimatländern motivieren. Abgeschoben werden darf nur im Rahmen der verfassungsrechtlich geprüften Gesetze. Ungeklärt ist wohl noch der Punkt der unbefristeten Niederlassungsfreiheit für Flüchtlinge im Vergleich zu herkömmlichen Einwanderern aus Nicht-EU-Staaten.
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon jack000 » Di 21. Feb 2017, 09:25

think twice hat geschrieben:(21 Feb 2017, 06:11)

Gratuliere. Besser kann man Vorurteile und Schubladendenken nicht in einem einzigen Beitrag zusammen fassen. :D :thumbup:

Bist du denn sozialversicherungspflichtig in der Privatwirtschaft beschäftigt?
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon relativ » Di 21. Feb 2017, 09:27

Kern der Frage, wer oder was sind denn jetzt Flüchtlingsbefürworter?
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Flüchtlingsbefürworter - Was sind das für Leute?

Beitragvon jack000 » Di 21. Feb 2017, 09:45

relativ hat geschrieben:(21 Feb 2017, 09:27)

Kern der Frage, wer oder was sind denn jetzt Flüchtlingsbefürworter?

Personen, die es gut finden das so viele Flüchtlinge gekommen sind/Teddybärenwerfer, bzw. die wollen dass alle von denen bleiben können (Ok, ich hätte den Ausdruck besser wählen können).
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