Rente mit 70

In diesem Forum werden Themen rund um die sozialen Sicherungsysteme diskutiert.
Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Arbeitslosengeld 2 (HartzIV), Rentenversicherung, Sozialgesetzbuch.

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jorikke
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Re: Rente mit 70

Beitragvon jorikke » Di 10. Mai 2016, 21:35

H2O hat geschrieben:(10 May 2016, 21:30)

Ihr Hochmut ist überhaupt nicht gerechtfertigt! Die Horrorzahlen kann sich jedermann ausrechnen. 43% vom letzten netto für einen "Eckrentner" verheißen für Erwerbstätige mit kleinen Einkommen wahrlich nichts Gutes. Da bleibe ich lieber bei meinem "Horrorgemälde"!

Ihre Zahlen können Sie gegen wiki prüfen: https://de.wikipedia.org/wiki/Demografie_Deutschlands

Erwerbsfähig heißt nicht unbedingt erwerbstätig, und Kinder unter 20 wird es hoffentlich dann auch noch geben. Ich warne davor, diese Vorschau auf die leichte Schulter zu nehmen!


Hochmut?
Geht´s noch?
Bursche, du hast schlichten Mist geschrieben.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Di 10. Mai 2016, 21:48

hallelujah hat geschrieben:(10 May 2016, 21:07)

Verstehe ich richtig, daß die Rentenkasse in Wirtschaftsunternehmen investieren soll?
womit?
Wieviel soll die Rentenkasse investieren? Welchen Gewinn erwartest Du? Wieviel Gewinn ist nötig?

Versteh mich bitte nicht falsch und es ist wirklich nicht persönlich gemeint. In solchen Diskussionsforen ist es aber immer so, daß jeder meint, er hätte die ultimative Lösung parat und die Doofköppe aus der Politik hätten noch nie über Alternativen nachgedacht.
Ich bin mir sicher, die haben das. Aber vermutlich haben die ihre Ideen schon mal durchrechnen lassen...


Nun, wenn Menschen mit privater Vorsorge eine auskömmliche Altersversorgung ergänzend ansparen sollen (!), dann sehe ich durchaus die Möglichkeit, diese Angelegenheit auch verbindlich von Staats wegen zu organisieren. Die private Vorsorge hat sicher jemand durchgerechnet... Riester vielleicht?

Was will ich denn? Ich will, daß die private Entscheidung, etwa nicht für eine auskömmliche Rente vor zu sorgen, nicht am Ende beim Steuerzahler landet, der die zu geringe Rente auf Grundsicherung anheben soll. Dazu muß heute etwas getan werden, damit morgen keine Massenbedürftigkeit einsetzt. Alles andere ist verantwortungslos.

Mit Ihrer Grundhaltung laufen wir genau in die Falle, die so klar vorher zu sehen ist. Ihr Vertrauen in die derzeitige Generation der Politiker ist ja wirklich ungebrochen :) Aber die genannten Zahlen haben doch genau die in die Welt gesetzt. Und nun, lieber Mitbürger, tue etwas, damit wir als Staat nichts tun müssen. Diese Fürsorglichkeit ist nicht zu toppen!

Ja, der Seehofer Horst hat das Rententhema inzwischen entdeckt, die SPD will damit in den Wahlkampf 2017 gehen. Das machen diese Leute sicher, weil ihnen auch etwas Schlimmes schwant!
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Di 10. Mai 2016, 21:52

jorikke hat geschrieben:(10 May 2016, 21:35)

Hochmut?
Geht´s noch?
Bursche, du hast schlichten Mist geschrieben.


Wen wollen Sie mit solchen Ungehörigkeiten beeindrucken? Sich selbst? Nun denn!
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Re: Rente mit 70

Beitragvon jorikke » Di 10. Mai 2016, 21:59

H2O hat geschrieben:(10 May 2016, 21:52)

Wen wollen Sie mit solchen Ungehörigkeiten beeindrucken? Sich selbst? Nun denn!


Ich will mich beeindrucken?
Oh Kerle.
Wir machen das jetzt so, du kannst schreiben was du willst und ich nehme das nicht mehr zur Kenntnis.
Du bist offensichtlich drüber hinaus.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Di 10. Mai 2016, 22:11

jorikke hat geschrieben:(10 May 2016, 21:59)

Ich will mich beeindrucken?
Oh Kerle.
Wir machen das jetzt so, du kannst schreiben was du willst und ich nehme das nicht mehr zur Kenntnis.
Du bist offensichtlich drüber hinaus.


Gut so!

http://doku.iab.de/forschungsbericht/2013/fb1013.pdf
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Re: Rente mit 70

Beitragvon hallelujah » Di 10. Mai 2016, 22:36

H2O hat geschrieben:(10 May 2016, 21:48)

Nun, wenn Menschen mit privater Vorsorge eine auskömmliche Altersversorgung ergänzend ansparen sollen (!), dann sehe ich durchaus die Möglichkeit, diese Angelegenheit auch verbindlich von Staats wegen zu organisieren. Die private Vorsorge hat sicher jemand durchgerechnet... Riester vielleicht?

Was will ich denn? Ich will, daß die private Entscheidung, etwa nicht für eine auskömmliche Rente vor zu sorgen, nicht am Ende beim Steuerzahler landet, der die zu geringe Rente auf Grundsicherung anheben soll. Dazu muß heute etwas getan werden, damit morgen keine Massenbedürftigkeit einsetzt. Alles andere ist verantwortungslos.

Mit Ihrer Grundhaltung laufen wir genau in die Falle, die so klar vorher zu sehen ist. Ihr Vertrauen in die derzeitige Generation der Politiker ist ja wirklich ungebrochen :) Aber die genannten Zahlen haben doch genau die in die Welt gesetzt. Und nun, lieber Mitbürger, tue etwas, damit wir als Staat nichts tun müssen. Diese Fürsorglichkeit ist nicht zu toppen!

Ja, der Seehofer Horst hat das Rententhema inzwischen entdeckt, die SPD will damit in den Wahlkampf 2017 gehen. Das machen diese Leute sicher, weil ihnen auch etwas Schlimmes schwant!



du wirst dich schon entscheiden müssen. willst du staatliche Bevormundung mit zwangsweise höheren Abgaben oder willst du Menschen Entscheidungsfreiheiten lassen?
Der Staat soll immer alles machen. Er soll das Rundumsorglospaket schnüren und jedem die allerhöchste Freiheit und Selbstentscheidung ermöglichen. Das funktioniert nicht!
Natürlich ist die Rente ein Problem. Es wird aber KEINE Partei Wahlerfolge erzielen können, wenn sie den Menschen deine Art Lösungsvorschlag schmackhaft machen will.

Was du willst, weiß ich ja, das brauchst du mir nicht ständig erklären zu wollen. Hatte ich beim ersten Mal schon verstanden.
Aber weißt du, Forderungen stellen und Wünsche äussern ist einfach. Andere sollen es umsetzen. Wie die es machen sollen, weißt du zwar nicht, aber sie sollen.

Das hat nichts mit ungebrochenem Vertrauen in die Politik zu tun, sondern ganz einfach nur mit Zahlengefühl und Logik.
Ich habe eine Vorstellung davon, wieviel Kapital benötigt wird, um eine auskömmliche Rente zu finanzieren. Du anscheinend nicht. Wie die Zwischenfinanzierung gewuppt werden soll, wenn du die RV umstellen willst, Stillschweigen deinerseits.
Und nun zur Logik: unsere Parteien haben genügend Experten und Leute, die die Dinge durchrechnen. Und du glaubst wirklich nicht, die suchen nach allen Möglichkeiten???
Wenn eine Partei die eierlegende Wollmilchsau aus der Schublade ziehen könnte, dann würden sie es machen! Das wäre für einen Wahlkampf wie ein 6er im Lotto!
Gäbe es einen Gott, hätte er keine Religionen erschaffen.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Di 10. Mai 2016, 23:18

hallelujah hat geschrieben:(10 May 2016, 22:36)

du wirst dich schon entscheiden müssen. willst du staatliche Bevormundung mit zwangsweise höheren Abgaben oder willst du Menschen Entscheidungsfreiheiten lassen?
Der Staat soll immer alles machen. Er soll das Rundumsorglospaket schnüren und jedem die allerhöchste Freiheit und Selbstentscheidung ermöglichen. Das funktioniert nicht!
Natürlich ist die Rente ein Problem. Es wird aber KEINE Partei Wahlerfolge erzielen können, wenn sie den Menschen deine Art Lösungsvorschlag schmackhaft machen will.

Was du willst, weiß ich ja, das brauchst du mir nicht ständig erklären zu wollen. Hatte ich beim ersten Mal schon verstanden.
Aber weißt du, Forderungen stellen und Wünsche äussern ist einfach. Andere sollen es umsetzen. Wie die es machen sollen, weißt du zwar nicht, aber sie sollen.

Das hat nichts mit ungebrochenem Vertrauen in die Politik zu tun, sondern ganz einfach nur mit Zahlengefühl und Logik.
Ich habe eine Vorstellung davon, wieviel Kapital benötigt wird, um eine auskömmliche Rente zu finanzieren. Du anscheinend nicht. Wie die Zwischenfinanzierung gewuppt werden soll, wenn du die RV umstellen willst, Stillschweigen deinerseits.
Und nun zur Logik: unsere Parteien haben genügend Experten und Leute, die die Dinge durchrechnen. Und du glaubst wirklich nicht, die suchen nach allen Möglichkeiten???
Wenn eine Partei die eierlegende Wollmilchsau aus der Schublade ziehen könnte, dann würden sie es machen! Das wäre für einen Wahlkampf wie ein 6er im Lotto!



Ja, ich will staatliche Bevormundung in so grundlegenden Frage wie Altersversorgung oder Schulpflicht oder Krankenversicherung. Hat sich ganz einfach so bewährt. Von Rundumsorglospaket kann wohl nicht die Rede sein, wenn es darum geht, eine Rente deutlich über der Grundsicherung erarbeiten zu können.

Na prima, warum lassen Sie dann nicht die Forengemeinde an Ihren Vorstellungen teilhaben, etwa wieviel Vermögen gebildet werden muß, um die Umlagerente so zu ergänzen, daß sie deutlich über der Grundsicherung liegen wird. Wieviel muß dann also angesammelt werden?

Nein, die Parteien werden ihren Wählern keine Opfer zumuten, das ist klar. Deswegen haben sie die private Altersvorsorge empfohlen, die sich aber viele Leute schlicht verkneifen. Der reine Wein ist eingeschenkt: 43% Erstrente für den Eckrentner in 2030. Das ist noch ganz lange hin.

Eine eierlegende Wollmilchsau erwarten nur Traumtänzer; aber ich erwarte, daß vorhersehbare Probleme und denkbare Lösungsansätze dazu öffentlich besprochen werden, damit die Mitbürger mitdenken können und Wahlentscheidungen treffen können. Wenn die politischen Parteien das unterlassen, dann muß das eben in öffentlichen Foren behandelt werden. Die Notwendigkeit wundert mich allmählich sehr. Alles kein Problem... oder doch?
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Positiv Denkender » Mi 11. Mai 2016, 12:40

Die von dir geforderte Rundumversorgung gibt es ja schon . Nur die führt dazu ,dass immer mehr Menschen diese Versorgung ohne Gegenleistung für selbstverständlich entgegennehmen .
Auf Grund der demografischen Entwicklung ist die Eigenvorsorge unumgänglich . Was ist ein Eckrentner ? Eine Erfindung von Dir ? Rente wird nach Betragszeiten und Betragshöhe
berechnet .Am Anfang der Berufskarriere sind die Beträge nun mal geringer als in der Mitte oder am Ende . Die Bemessungsgrenzen sind zu hoch angesetzt .
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Fadamo » Mi 11. Mai 2016, 13:51

Realist2014 hat geschrieben:(10 May 2016, 09:27)

deine Erwartungshaltung kommt aus dem System, in dem du aufgewachsen bist.

In unserer sozialen Marktwirtschaft kommt zuerst die Eigenverantwortung- und DANN erst der Staat.

Die Mehrheit will KEINE "staatliche Bevormundung". Du aber anscheinend schon


Kümmern hat nix mit Bevormundung zu tun.
Der Staat (Regierung) will sich doch um die Belange des Volkes kümmern.
Dafür wollen sie doch gewählt werden.
Ansonsten können wir gleich den Staat abschaffen,dann muss der Bürger sich selber um alles kümmern.
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mai 2016, 14:15

Fadamo hat geschrieben:(11 May 2016, 13:51)

Kümmern hat nix mit Bevormundung zu tun.
Der Staat (Regierung) will sich doch um die Belange des Volkes kümmern.
D.



"das Volk" besteht aber aus über 80 Millionen Bürgern

und DIE haben NICHT alle die gleichen Interessen wie du...

Und bei der Rente "kümmert" sich der Staat darum, dass die Renten nach dem Äquivalenzprinzip und der Rentenapassungsformel bezahlt werden
Zuletzt geändert von Realist2014 am Mi 11. Mai 2016, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Orwellhatterecht » Mi 11. Mai 2016, 14:21

H2O hat geschrieben:(10 May 2016, 21:48)

Nun, wenn Menschen mit privater Vorsorge eine auskömmliche Altersversorgung ergänzend ansparen sollen (!), dann sehe ich durchaus die Möglichkeit, diese Angelegenheit auch verbindlich von Staats wegen zu organisieren. Die private Vorsorge hat sicher jemand durchgerechnet... Riester vielleicht?





Richtig, Riester hat seine eigene Rente natürlich richtig durchgerechnet. Heraus kommt dabei etwas mehr als beim sog. Eckrentner.


http://www.welt.de/politik/article19837 ... Rente.html
Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen!“
(Friedrich Schiller)
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Fadamo » Mi 11. Mai 2016, 14:25

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2016, 14:15)

"das Volk" besteht aber aus über 80 Millionen Bürger

und DIE haben NICHT alle die gleichen Interessen wie du...

Und bei der Rente "kümmert" sich der Staat darum, dass die Renten nach dem Äquivalenzprinzip und der Rentenapassungsformel bezahlt werden



Es geht nicht um meine Interessen sondern um die Interessen von Minderheiten.
Was meinst denn du, warum ganz Deutschland über das Rentensystem diskutiert und Frau Dr. Merkel davon nix wissen will?
Es ist ein unangenehmes Thema für deine Kanzlerin.
Politik ist wie eine Hure,die kann man nehmen wie man will
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mai 2016, 14:29

Fadamo hat geschrieben:(11 May 2016, 14:25)

Es geht nicht um meine Interessen sondern um die Interessen von Minderheiten.
Was meinst denn du, warum ganz Deutschland über das Rentensystem diskutiert und Frau Dr. Merkel davon nix wissen will?
Es ist ein unangenehmes Thema für deine Kanzlerin.


welche "Minderheiten"?

es die Berechnung der Rente ist für ALLE Rentenbezieher GLEICH
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Mi 11. Mai 2016, 14:59

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2016, 14:29)

welche "Minderheiten"?

es die Berechnung der Rente ist für ALLE Rentenbezieher GLEICH


Da waren wir doch aber schon einmal bei der "Lebensleistungsrente": Wenn am Ende eines Arbeitslebens ein Mensch, der im Erwerbsleben immer zuverlässig seine Arbeitskraft erbracht hat, eine Altersversorgung unterhalb der Grundsicherung nach Rentenformel berechnet bekommt, dann ist das Konzept der RV unbrauchbar geworden. Alterssicherung ist aus meiner Sicht keine reine Privatsache; am Ende soll der Steuerzahler dafür aufkommen, was an der Altersrente zur Grundsicherung fehlt... und ein lebenslanger Sozialfall bekommt weiterhin die selbe Grundsicherung, ohne jemals im Leben einen Beitrag zum Gelingen der Gemeinschaft erbracht zu haben...

Da hilft aus meiner Sicht die Gleichheit des Rechenvorgangs nicht weiter!
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mai 2016, 15:17

H2O hat geschrieben:(11 May 2016, 14:59)

Da waren wir doch aber schon einmal bei der "Lebensleistungsrente": Wenn am Ende eines Arbeitslebens ein Mensch, der im Erwerbsleben immer zuverlässig seine Arbeitskraft erbracht hat, eine Altersversorgung unterhalb der Grundsicherung nach Rentenformel berechnet bekommt, dann ist das Konzept der RV unbrauchbar geworden.!


das sind zu viele unpräzise Formulierungen drin

auch Selbständige und Unternehmer erbringen ihre Arbeitskraft- bekommen aber trotzdem nichts aus der RV

Schwarzarbeiter ebenso

es ist schlicht und einfach so, daß die BEZUGSZEITEN der Renten zu lange sind für die während des Erwerbslebens bei Vollzeit aber Niedriglohn in 45 Jahren erworbenen Anwartschaften. Wobei das HEUTE ja noch gar nicht der Fall ist

Da beißt die Maus keinen Faden ab


und auch mit der LLR wird es immer noch so sein, daß diejenigen , die eben nur 30 Beitragsjahre haben und damit eine Rente UNTER der Grundsicherung haben, eben AUCH nicht mehr bekommen als diejenigen, die Grundsicherung bekommen und NIE Rentenbeiträge bezahlt haben.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Mi 11. Mai 2016, 17:13

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2016, 15:17)

das sind zu viele unpräzise Formulierungen drin

auch Selbständige und Unternehmer erbringen ihre Arbeitskraft- bekommen aber trotzdem nichts aus der RV

Schwarzarbeiter ebenso

es ist schlicht und einfach so, daß die BEZUGSZEITEN der Renten zu lange sind für die während des Erwerbslebens bei Vollzeit aber Niedriglohn in 45 Jahren erworbenen Anwartschaften. Wobei das HEUTE ja noch gar nicht der Fall ist

Da beißt die Maus keinen Faden ab


und auch mit der LLR wird es immer noch so sein, daß diejenigen , die eben nur 30 Beitragsjahre haben und damit eine Rente UNTER der Grundsicherung haben, eben AUCH nicht mehr bekommen als diejenigen, die Grundsicherung bekommen und NIE Rentenbeiträge bezahlt haben.


Ja, das ist der nächste Juckepunkt aus meiner Sicht; natürlich sollten Selbständige und Unternehmer zu einer staatlich gesicherten Rente mit Beiträgen gemäß Einkünften beitragen. Wenn das nicht genügt, dann eben privat weiter machen. Ein Unding, wenn gescheiterte Unternehmer oder Selbständige auf Kosten der Steuerzahler mit Grundsicherung unterstützt werden müssen. Auch da muß dringend ein neues Konzept für die Altersversorgung der Mitbürger entwickelt werden... aus meiner Sicht ganz klar.

An der Rentenformel sollten Sie nicht immer wieder entlang denken. Daran will ich gar nichts ändern. Wohl aber an dem Konzept der umlagefinanzierten Rente. Das verliert seinen Sinn, wenn dabei Leute nach einem langen Arbeitsleben wegen des demographischen Faktors unterhalb der Sozialhilfe landen.

Daß man mit 30 Arbeitsjahren nicht 25 gute Rentenjahre erwerben kann, das ist ja wohl klar! Da setzt die "Lebensleistungsrente" an.
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mai 2016, 17:18

H2O hat geschrieben:(11 May 2016, 17:13)

Ja, das ist der nächste Juckepunkt aus meiner Sicht; natürlich sollten Selbständige und Unternehmer zu einer staatlich gesicherten Rente mit Beiträgen gemäß Einkünften beitragen.


Nö- sollen sie natürlich NICHT

die machen das nämlich ANDERS

blos davon wirst du wenig Sachkenntnisse haben ( können) , wen du nie selbständig warst.

nur war das auch nicht der Punkt- es ging um deine Formulierung

Es ist im Bezug zur Rente völlig EGAL - ob jemand "sein ganzes Leben gearbeitet hat"

Er muss BEITRÄGE bezahlt haben
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mai 2016, 17:20

H2O hat geschrieben:(11 May 2016, 17:13)



n der Rentenformel sollten Sie nicht immer wieder entlang denken. Daran will ich gar nichts ändern. Wohl aber an dem Konzept der umlagefinanzierten RenteA. Das verliert seinen Sinn, wenn dabei Leute nach einem langen Arbeitsleben wegen des demographischen Faktors unterhalb der Sozialhilfe landen.

Daß man mit 30 Arbeitsjahren nicht 25 gute Rentenjahre erwerben kann, das ist ja wohl klar! Da setzt die "Lebensleistungsrente" an.



Es gibt heute nicht einen einzigen Rentner , der ein "langes Arbeitsleben" im Sinne von 45 Beitragsjahren mit VOLLZEIT-Jobs hatte, dessen Rente unterhalb der Grundsicherung ist.

So ist die Faktenlage
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Re: Rente mit 70

Beitragvon Realist2014 » Mi 11. Mai 2016, 17:22

H2O hat geschrieben:(11 May 2016, 17:13)

Ein Unding, wenn gescheiterte Unternehmer oder Selbständige auf Kosten der Steuerzahler mit Grundsicherung unterstützt werden müssen..



Interessante Aussage....


DIE haben aber immer STEUERN auf ihr Einkommen bezahlt

WARUM sollen DIE dann KEINE Grundsicherung bekommen, die aus STEUERMITTELN bezahlt wird?
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Re: Rente mit 70

Beitragvon H2O » Mi 11. Mai 2016, 17:24

Realist2014 hat geschrieben:(11 May 2016, 17:20)

Es gibt heute nicht einen einzigen Rentner , der ein "langes Arbeitsleben" im Sinne von 45 Beitragsjahren mit VOLLZEIT-Jobs hatte, dessen Rente unterhalb der Grundsicherung ist.

So ist die Faktenlage


Es geht nicht um die Faktenlage jetzt, sondern um die in 15 Jahren, die rententechnisch klar vorhersehbar ist... 43%... Es geht auch nicht um eine sofortige Umstellung, sondern um eine gleitende Systemveränderung.

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