Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

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William
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon William » Di 2. Feb 2016, 20:22

H2O hat geschrieben:(02 Feb 2016, 20:16)

Aha! Mag natürlich sein, daß wir in
Deutschland sehr unterschiedliche
Arten des Landlebens kennen...


Durchaus. Aber gerade deshalb macht es keinen Sinn es zu pauschalisieren. Zumindest in Bezug auf weite Teile von Bayern stimmen deine Aussagen schon zu 80% nicht.
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frems
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon frems » Di 2. Feb 2016, 20:39

H2O hat geschrieben:(02 Feb 2016, 20:14)

Also, dann fehlen noch die Vergleiche mit anderen
Ländern ohne unsere mitteleuropäischen Dörfer,
um das Gemeinsame zu erkennen. Wer weiß darüber
etwas? USA: Das glaube ich sofort!

Sowas? http://www.bauernverband.de/37-agrarstr ... -vergleich

Die drchschnittlichen Betriebsgrößen variieren ziemlich stark. Im Schnitt haben sie 14 Hektar. In der Tschechei sind es aber über 150: http://media.repro-mayr.de/39/560339.jpg

Doch, das Dorfleben war schon sehr angenehm. Ich
kenne das aus den 50er Jahren und Ferien auf dem
Lande bei den Großeltern. Die verlebten dort ihre
Alten Tage; das ging ganz gut, alles Notwendige noch
vor Ort. Kleine Bauern, aber zu Essen und zu Trinken
genug, und für Geräte beim Schmied und etwas Bau-
material reichte es auch. Abends Besuche bei Nachbarn,
nachdem das Vieh versorgt war. Auto gab's nicht; Trecker
übrigens auch nicht. Nur eine Dreschmaschine. Einmal
am Tag ein Bus in die nächste Kleinstadt. Sehr beschei-
denes Leben, aber nicht griesgrämig.

Aber ist das repräsentativ? Als Kind dort zu spielen oder als Rentner das LEben zu genießen, ist ja noch was anderes, als bei Wind und Wetter anzupacken, sich ums Vieh zu kümmern und zu knüppeln. (in den 50ern dürfte die Automatisierung noch nicht so weit vorangeschritten sein.)

Alles weg, das Dorf und seine Menschen, verstreut in alle
Winde. Das Nachbardorf auch. Die Armut war zu offen-
sichtlich, als die große Motorisierung einsetzte... 60er Jahre.
Heute gibt es dort noch zwei Gehöfte mit sehr viel Land drum
herum.

Die Motorisierung war auch der größte und vermutlich einzig relevante Grund, warum die Peripherie nochmal einen Schub bekam. Aber da muss man auch differenzieren. Ein kleines Nest, das nur drei Kilometer von der Grenze zur Millionenstadt entfernt ist, hat andere Wechselwirkungen als ein ähnliches großes Nest im Niemandsland.
Labskaus!

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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Welfenprinz » Di 2. Feb 2016, 20:56

Ja, daran müsste man erstmal definieren was "land" ist.
In meinem 800 Seelen-Dorf 15 km vor Hannover bin ich von gar nix abgekoppelt. Der ÖPNV Takt ist natürlich nicht mit city zu vergleichen , aber für die ganz normalen Lebensverrichtungen reichts allemale.
Und meine Geschäfte sind eher und näher erreichbar als in den EFH-Steppen Altonas.
Sterben kann nicht so schlimm sein,sonst würden es nicht so viele tun.
Lt. griinpissstudien stirbt eine Ratte, wenn ihr ein 200l-Fass Glyphosat auf den Kopf fällt.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon H2O » Di 2. Feb 2016, 21:05

frems hat geschrieben:(02 Feb 2016, 20:39)

Sowas? http://www.bauernverband.de/37-agrarstr ... -vergleich

Die drchschnittlichen Betriebsgrößen variieren ziemlich stark. Im Schnitt haben sie 14 Hektar. In der Tschechei sind es aber über 150: http://media.repro-mayr.de/39/560339.jpg


Aber ist das repräsentativ? Als Kind dort zu spielen oder als Rentner das LEben zu genießen, ist ja noch was anderes, als bei Wind und Wetter anzupacken, sich ums Vieh zu kümmern und zu knüppeln. (in den 50ern dürfte die Automatisierung noch nicht so weit vorangeschritten sein.)


Die Motorisierung war auch der größte und vermutlich einzig relevante Grund, warum die Peripherie nochmal einen Schub bekam. Aber da muss man auch differenzieren. Ein kleines Nest, das nur drei Kilometer von der Grenze zur Millionenstadt entfernt ist, hat andere Wechselwirkungen als ein ähnliches großes Nest im Niemandsland.


Nein, ich glaube nicht, daß wir in Europa eine typische
Struktur für eine künftige Landwirtschaft finden werden.
Die Umstellung von kollektivierter Landwirtschaft in
heutige Großbetriebe könnte einen Hinweis liefern. Aber
mir wäre schon eine Musterstruktur lieber, die sich unter
Marktbedingungen heraus gebildet hat.

Wieder nein; natürlich war das Leben auf dem Lande
(Bereich südlicher Hunsrück) armselig, und natürlich war
kein Geld verfügbar für kostspielige Landmaschinen. Das
war harte Arbeit, aber sie war möglich, und Hunger gab
es dort auch nicht. Die Arbeit wurde mit Kühen (!) vor
Pflügen und Gespannen vom Stellmacher und Eisenreifen
vom Schmied geleistet... heute kaum noch vorstellbar.
Aber griesgrämige Gesichter gab es da nicht. ich konnte
das noch aus der Nahansicht erleben. Liegt vielleicht auch
am Menschenschlag dort.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon H2O » Di 2. Feb 2016, 21:12

Welfenprinz hat geschrieben:(02 Feb 2016, 20:56)

Ja, daran müsste man erstmal definieren was "land" ist.
In meinem 800 Seelen-Dorf 15 km vor Hannover bin ich von gar nix abgekoppelt. Der ÖPNV Takt ist natürlich nicht mit city zu vergleichen , aber für die ganz normalen Lebensverrichtungen reichts allemale.
Und meine Geschäfte sind eher und näher erreichbar als in den EFH-Steppen Altonas.


Sie leben im sogenannten "Speckgürtel" einer schon
recht großen Stadt. Man darf nie aus dem Blick
verlieren, daß Riesenstädte wie Berlin oder Hamburg,
oder Köln schon Innenstadtentfernungen von 20 bis
30 km enthalten.

Ich vermute, daß von den 800 Menschen ihres "Dorfes"
mindestens die Hälfte täglich nach Hannover fährt. Und
daß davon vermutlich wieder die Hälfte erst vor 20 Jahren
und kürzerer Zeit dort ihre Häuschen gebaut hat.

Dort entbehrt niemand etwas!
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon frems » Di 2. Feb 2016, 21:15

Welfenprinz hat geschrieben:(02 Feb 2016, 20:56)

Ja, daran müsste man erstmal definieren was "land" ist.
In meinem 800 Seelen-Dorf 15 km vor Hannover bin ich von gar nix abgekoppelt. Der ÖPNV Takt ist natürlich nicht mit city zu vergleichen , aber für die ganz normalen Lebensverrichtungen reichts allemale.
Und meine Geschäfte sind eher und näher erreichbar als in den EFH-Steppen Altonas.

Sag ich ja seit Ewigkeiten, aber darauf hört leider niemand. Die administrative bzw. statistische Einheit ist in der Raumordnung eher unbedeutend, wenn man sich Entitäten wie Dörfer anschaut. Wir können auch jeden Stadtteil Hamburgs in eine eigene Stadt umwandeln. An der bebauten Struktur, den täglichen Verkehr, der Nahversorgung etc. ändert sich aber nichts.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon frems » Di 2. Feb 2016, 21:19

H2O hat geschrieben:(02 Feb 2016, 21:05)

Nein, ich glaube nicht, daß wir in Europa eine typische
Struktur für eine künftige Landwirtschaft finden werden.
Die Umstellung von kollektivierter Landwirtschaft in
heutige Großbetriebe könnte einen Hinweis liefern. Aber
mir wäre schon eine Musterstruktur lieber, die sich unter
Marktbedingungen heraus gebildet hat.

Wieder nein; natürlich war das Leben auf dem Lande
(Bereich südlicher Hunsrück) armselig, und natürlich war
kein Geld verfügbar für kostspielige Landmaschinen. Das
war harte Arbeit, aber sie war möglich, und Hunger gab
es dort auch nicht. Die Arbeit wurde mit Kühen (!) vor
Pflügen und Gespannen vom Stellmacher und Eisenreifen
vom Schmied geleistet... heute kaum noch vorstellbar.
Aber griesgrämige Gesichter gab es da nicht. ich konnte
das noch aus der Nahansicht erleben. Liegt vielleicht auch
am Menschenschlag dort.

Naja, ich würde ländlichen Raum nun nicht mit Bauerntum gleichsetzen. Es gibt auch kleine Zentren in der Uckermark mit 10.000 Einwohnern (Tendenz stark fallend), wo so gut wie niemand in der Landwirtschaft tätig ist. Die größten Arbeitgeber heißen dort dann Sparkasse, Supermarkt, Altenheim und Arbeitsamt.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon H2O » Di 2. Feb 2016, 21:26

Ja, das meinte ich auch damit, daß mir mehr
mit Musterstrukturen gedient wäre, die sich
durch die Wirkungen des Markts gebildet haben.
In der Uckermark sehen wir den Übergang von
einer kollektiven Landwirtschaft mit angeschlos-
senen Dienstleistungen... und heute eben fast
nur noch Dienstleistungen in kleinen Zentren.
Die werden vermutlich verschwinden... In Argen-
tinien oder Australien würde ich solche Lebens-
formen nicht erwarten. Aber ich weiß das natürlich
nicht!

Nein, Bauerntum erwarte ich in der Zukunft über-
haupt nicht, sondern industrialisierte Landwirtschaft.
Vielleicht noch "Nischenkulturen".
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon frems » Di 2. Feb 2016, 21:29

Die Länder haben auch keinen Sozialstaat, der sowas mit zig Milliarden im Jahr bezuschussen könnte bzw. wollen würde.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon H2O » Di 2. Feb 2016, 21:32

Genau das denke ich auch... und diese
Mittel werden auch in den Städten gebraucht,
die sicher auch ihre sozialen Brennpunkte
haben... und die Masse der Wähler!
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon frems » Di 2. Feb 2016, 21:39

Geht so. Die Probleme der Städte waren -- jedenfalls in Deutschland -- früher größer, gerade weil die Mittelschicht abgewandert ist. Mieten fielen, sorgten für entsprechenden Zuzug von schwieriger Klientel, den Städten fehlte mangels Hochqualifizierten Steuergeld (Ölkrise war auch schlecht), dazu noch planerische Fehler usw. Das ist heute nicht mehr so schlimm. Ansonsten würden sich junge Familien heute nicht scharenweise in solchen Städten ansiedeln und mit ihrer Kaufkraft dann wiederum jene "vertreiben", die (bzw. ihre Eltern) vor 40 Jahren in die Quartiere zogen.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon H2O » Di 2. Feb 2016, 21:48

Ist diese Erscheinung nicht wieder eine Folge der
zu hoch gewordenen Kosten für 2 bis 3 PKW einer
Familie im Speckgürtel?
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon frems » Di 2. Feb 2016, 22:01

Nur bedingt. Da muss man auch wieder die Miet- bzw. Eigentumskosten in Relation stellen. Dann nimmt es sich wieder nicht so viel. Die Speckgürtel der Großstädte wachsen ja auch noch, weil aus dem ländlichen Raum in die Agglomerationen gezogen wird, da es dort für sie Jobs gibt und sie zugleich die Angebote der Städte nutzen möchten. Zugleich flüchteten früher ja auch viele nicht nur vor Kriminalität, sondern schlechten Lebensbedingungen. Im Ruhrpott konntest Du selten Deine Wäsche mal länger draußen hängenlassen, wenn sie nicht schwarz werden soll. Auch war der Lärm generell höher und die Wohnstandards niedriger. In den 50ern wohnte man noch in kaputten Wohnungen mit Kohleöfen und Gemeinschafts-Bad auf dem Hausflur, in den 60ern ging's in die moderne Großwohnsiedlung (Fernwärme! Nachtspeicher! Schalldämmung!) und dann auch rasch zum "Haus im Grünen", weil das Kfz kein Luxus mehr war. Solche Lebensbedingungen findet man heute nicht mehr, ob in Essen, München, Frankfurt, Stuttgart oder sonstwo.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Teeernte » Di 2. Feb 2016, 22:52

frems hat geschrieben:(02 Feb 2016, 21:19)

Naja, ich würde ländlichen Raum nun nicht mit Bauerntum gleichsetzen. Es gibt auch kleine Zentren in der Uckermark mit 10.000 Einwohnern (Tendenz stark fallend), wo so gut wie niemand in der Landwirtschaft tätig ist. Die größten Arbeitgeber heißen dort dann Sparkasse, Supermarkt, Altenheim und Arbeitsamt.


Die industrialisierte Landwirtschaft benötigt 3 Arbeiter und ein paar Automaten für 10.000 Kühe. ....und 2 mal im Jahr Maschinen auf dem Acker - aus Polen - da ist die Förderung der Maschine höher.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon pikant » Di 2. Feb 2016, 23:04

Teeernte hat geschrieben:(02 Feb 2016, 22:52)

Die industrialisierte Landwirtschaft benötigt 3 Arbeiter und ein paar Automaten für 10.000 Kühe.


das muessen Sie den Hunderttausenden Betrieben sagen, die mehr als 3 Arbeiter und ein paar Automaten haben
Sind das alles Idioten oder ist ihre Aussage komplett wirr?
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon H2O » Di 2. Feb 2016, 23:22

pikant hat geschrieben:(02 Feb 2016, 23:04)

das muessen Sie den Hunderttausenden Betrieben sagen, die mehr als 3 Arbeiter und ein paar Automaten haben
Sind das alles Idioten oder ist ihre Aussage komplett wirr?


Ich vermute folgenden Zusammenhang:

Kapitalgesellschaften investieren in die industrialisierte Landwirtschaft,
und sie kommen fortan mit sehr wenigen Mitarbeitern über die Runden.
Die Anzahl "3" lassen wir einmal ruhen... ich kann diese Zahl gar nicht
beurteilen!

Mit dieser gestiegenen Produktivität machen sie gute Gewinne, während
die noch mehr bäuerlich geführten Betriebe gegen ihren Untergang
kämpfen... schon weil sie weder die Ackerflächen noch die Gebäude
noch die technischen Einrichtungen erwirtschaften können, die Risiken
ihnen auch unheimlich sind... Millionenbeträge immerhin, so vermute ich.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Teeernte » Di 2. Feb 2016, 23:24

pikant hat geschrieben:(02 Feb 2016, 23:04)

das muessen Sie den Hunderttausenden Betrieben sagen, die mehr als 3 Arbeiter und ein paar Automaten haben
Sind das alles Idioten oder ist ihre Aussage komplett wirr?



....die gehen in den nächsten Jahren PLATTTTTT. Oder arbeiten sich und ihrer Familie den AAAAAAAA - ab! Ohne Urlaub. 25 Stundenarbeitstag !
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon pikant » Di 2. Feb 2016, 23:30

Teeernte hat geschrieben:(02 Feb 2016, 23:24)

....die gehen in den nächsten Jahren PLATTTTTT. !


jo!
Realitaetsverlust in den Foren ist nichts neues.
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon Teeernte » Di 2. Feb 2016, 23:39

pikant hat geschrieben:(02 Feb 2016, 23:30)

jo!
Realitaetsverlust in den Foren ist nichts neues.


Von außen sieht das Ganze harmlos aus. Sechs Baracken liegen da still und einsam zwischen Kiefernwäldern auf sandigem Heideboden. Wir stehen vor Deutschlands größter Schweinemastanlage in Sandbeiendorf bei Magdeburg. 65.000 Schweine werden hier gehalten,

Dutzende Computer steuern die Fütterung, 35 Angestellte waten in Gummistiefeln bei Kunstlicht und Ammoniakgestank durch enge Ställe und Desinfektionswannen,

Aus den jährlich anfallenden 60.000 Kubikmetern Gülle produziert die Biogasanlage Strom für rund eine Million Euro im Jahr....


Vorn ist das Licht !!
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Re: Den ländlichen Raum ausbluten lassen?

Beitragvon frems » Di 2. Feb 2016, 23:46

Teeernte hat geschrieben:(02 Feb 2016, 23:39)

Vorn ist das Licht !!

Wären ca. 20 (Deine Behauptung) und nicht 35 (Dein Zitat). Aber vielleicht findest Du ja noch eine andere Branche, wenn es mit den Schweinen nicht klappt. (Sind übrigens keine Kühe, aber nunja.)
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