arbeiten bis 70-71 ??

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jorikke
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon jorikke » Fr 2. Okt 2015, 11:05

Realist2014 » Do 1. Okt 2015, 23:43 hat geschrieben:
in der Ökonomieklasse

wer ein höheres Gehalt hat- der hat einen höheren Lebensstandard- und bezahlt auch höhere Beiträge in die RV

Logischerweise bekommt er auch dann eine höhere Rente- um diesen Standard bei zu behalten

Das nennt man Äquivalenzprinzip

wie man auf die "Gleichmacherei" beim Bezug der Rente kommt- bleibt ein Rätsel..


So rätselhaft ist das gar nicht.
Man kann sich doch ohne weiteres ein System vorstellen, das bei gleichen Beiträgen eine gleich hohe Rente bezahlt.
Besserverdienende die eine höhere Rente wollen, können die gesparten Beiträge dann zum Aufbau einer privaten Altersrente nutzen.
Das erscheint mir jedenfalls sinnvoller als der Vorschlag, Selbstständige und Menschen die über der Bemessungsgrenze liegen als weitere Beitragszahler zu requirieren.
Die würden dann auch Rente beziehen und gewonnen wäre nichts.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 11:26

moderliese » Fr 2. Okt 2015, 08:32 hat geschrieben:Arbeiten bis zum Tod, dann braucht's keine Rente. War ja unter Bismark so, wie du schreibst.
Nein, Spass bei Seite, es ist ein Trauerspiel dass die Menschen in Anbetracht der enorm gestiegenen Produktivität immer länger arbeiten sollen.
Die Mittel wären auf alle Fälle da die Rente zu gewährleisten, nur in den falschen Händen.

PS. für mich persönlich, ich bin jetzt 55, ist in 5 - 7 Jahren jedenfalls Schicht im Schacht. :D



soso

in welchen Händen sind die denn- bei unserem Umlagesystem?

und was soll das immer mit der Produktivität? Die gehört denen, die sie aktuell erbringen... ( AN & AG)
Und davon werden ja die Beiträge entrichtet

Sollen also jetzt die Beiträge erhöht werden- um den aktuellen Rentnern höhere Renten zahlen zu können? Da werden die aktuellen AN schon was dagegen haben. Auch die, die aktuell 55 Jahre alt sind- oder?
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 11:28

jorikke » Fr 2. Okt 2015, 10:05 hat geschrieben:
So rätselhaft ist das gar nicht.
Man kann sich doch ohne weiteres ein System vorstellen, das bei gleichen Beiträgen eine gleich hohe Rente bezahlt.
Besserverdienende die eine höhere Rente wollen, können die gesparten Beiträge dann zum Aufbau einer privaten Altersrente nutzen.
Das erscheint mir jedenfalls sinnvoller als der Vorschlag, Selbstständige und Menschen die über der Bemessungsgrenze liegen als weitere Beitragszahler zu requirieren.
Die würden dann auch Rente beziehen und gewonnen wäre nichts.



hm- also eine Rentenkürzung bei den jetzigen Rentnern mit einer Rente oberhalb von 1200 Euro? Also Aufhebung des Äquivalenzprinzips?
Das wird sicher politisch nicht durchsetzbar sein. Denn es widerspricht dem Leistungsprinzip. Zum Schutz vor Altersarmut wurde ja die Grundsicherung im Alter eingeführt.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon jorikke » Fr 2. Okt 2015, 11:45

Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 11:28 hat geschrieben:

hm- also eine Rentenkürzung bei den jetzigen Rentnern mit einer Rente oberhalb von 1200 Euro? Also Aufhebung des Äquivalenzprinzips?
Das wird sicher politisch nicht durchsetzbar sein. Denn es widerspricht dem Leistungsprinzip. Zum Schutz vor Altersarmut wurde ja die Grundsicherung im Alter eingeführt.


Von den jetzigen Rentnern war wo die Rede?
Ich war der Meinung lediglich ein denkbares anderes System erwähnt zu haben.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nathan » Fr 2. Okt 2015, 12:05

Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 08:58 hat geschrieben:
niemand zwingt heute irgend jemanden in D bis zum Regelrentenalter zu "arbeiten".

Nur gibt es halt - bis auf Ausnahmen- ab diesem Zeitpunkt erst die Rentenzahlung.


Tja...das ist sozusagen ein Sachzwang. Außerdem verhält es sich doch etwas anders:

Jeder könnte aktuell mit 63 in Rente gehen, müsste sich aber empfindliche Abschläge von der Rente gefallen lassen. Die sind deswegen so heftig, weil ein "Frührentner" doppelt belastet. Einmal fällt er für zwei Jahre als Einzahler weg und außerdem kassiert er auch noch zwei Jahre früher. Das kommt für mich nicht in Frage.
Bis vor kurzem gab es noch die "Altersteilzeit" in Kooperation Staat- Arbeitgeber, bei der man bis 65 offiziell beschäftigt war, aber nur bis 64 gearbeitet hat. Unternehmen und Staat teilten sich in die Kosten. Das Programm ist beendet. Vielleicht kommt es ja mal wieder. Das würde ich sofort machen.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon John Galt » Fr 2. Okt 2015, 12:08

Die Rentenversicherung ist an sich eine Risikoversicherung, die das Risiko der Langlebigkeit absichern soll.

Wenn man den Beitrag nicht erhöht, muss man also einfach Bezugsdauer reduzieren, also später Zahlungen starten.

Allerdings machen die Leute etwas gewaltig falsch, wenn sie mit 40-50 nicht genug Kohle verdient haben oder sie sind einfach gierig, dann interessiert die Rente aber auch niemanden.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 12:13

jorikke » Fr 2. Okt 2015, 10:45 hat geschrieben:
Von den jetzigen Rentnern war wo die Rede?
Ich war der Meinung lediglich ein denkbares anderes System erwähnt zu haben.


naja- das war ja auch mehr ein Frage von mir- wie das zu verstehen wäre.

Also nur "nach vorne" ?

Trotzdem sehe ich da aber ein massives Problem...
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 12:17

Nathan » Fr 2. Okt 2015, 11:05 hat geschrieben:
Tja...das ist sozusagen ein Sachzwang. Außerdem verhält es sich doch etwas anders:

Jeder könnte aktuell mit 63 in Rente gehen, müsste sich aber empfindliche Abschläge von der Rente gefallen lassen. Die sind deswegen so heftig, weil ein "Frührentner" doppelt belastet. Einmal fällt er für zwei Jahre als Einzahler weg und außerdem kassiert er auch noch zwei Jahre früher. Das kommt für mich nicht in Frage.
Bis vor kurzem gab es noch die "Altersteilzeit" in Kooperation Staat- Arbeitgeber, bei der man bis 65 offiziell beschäftigt war, aber nur bis 64 gearbeitet hat. Unternehmen und Staat teilten sich in die Kosten. Das Programm ist beendet. Vielleicht kommt es ja mal wieder. Das würde ich sofort machen.



das Grundproblem ist die steigende Lebenserwartung.

Daher wurde ja schon die "Rente mit 67" eingeführt.

Fakt ist, vor 30 Jahren betrug die durchschnittliche Rentenbezugszeit ca. 10 Jahre.
Mittlerweile nähern wir uns 20 Jahren...
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 12:18

John Galt » Fr 2. Okt 2015, 11:08 hat geschrieben:Die Rentenversicherung ist an sich eine Risikoversicherung, die das Risiko der Langlebigkeit absichern soll.

Wenn man den Beitrag nicht erhöht, muss man also einfach Bezugsdauer reduzieren, also später Zahlungen starten.

Allerdings machen die Leute etwas gewaltig falsch, wenn sie mit 40-50 nicht genug Kohle verdient haben oder sie sind einfach gierig, dann interessiert die Rente aber auch niemanden.



wie sollen "die Leute" - also der Durchschnittsverdiener ( 35tsd € Brutto) - das mit 40 erreicht haben?
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon John Galt » Fr 2. Okt 2015, 12:41

Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 11:18 hat geschrieben:

wie sollen "die Leute" - also der Durchschnittsverdiener ( 35tsd € Brutto) - das mit 40 erreicht haben?


Geht ganz einfach, wenn man sich dass als Ziel setzt.

Jeder Hartzi ohne Berufsausbildung kann in 5-10 Jahren 300k Kapital erreichen und mit den ewigen Kapitalerträgen daraus jeden Eckrentner neidisch machen.

Hängt natürlich auch davon ab, wie Hardcore man an die Sache rangehen will.
Man muss sich Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht zu Nutze machen. Maximal sparen und vernünftig investieren.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 12:46

John Galt » Fr 2. Okt 2015, 11:41 hat geschrieben:
Geht ganz einfach, wenn man sich dass als Ziel setzt.

Jeder Hartzi ohne Berufsausbildung kann in 5-10 Jahren 300k Kapital erreichen und mit den ewigen Kapitalerträgen daraus jeden Eckrentner neidisch machen.

Hängt natürlich auch davon ab, wie Hardcore man an die Sache rangehen will.
Man muss sich Arbeits-, Sozialversicherungs- und Steuerrecht zu Nutze machen. Maximal sparen und vernünftig investieren.


wie soll das gehen?

mit 35tsd Euro Brutto-Einkommen?
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 2. Okt 2015, 14:38

Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 07:53 hat geschrieben:gibt es für diese Behauptung irgend einen Beleg?
ja, natürlich gibt es die. ich sauge nicht an einen großen daum. :mad2:
De voorstellen gelden alleen voor die pensioenfondsen die geld in kas hebben. Terwijl een heleboel landen regelingen hebben waarbij beloftes gedaan worden maar geen geld wordt ingelegd.
http://nos.nl/artikel/647161-geen-bemoeienis-eu-pensioenen.html
die vorschläge gelten nur für pensionskassen die geld haben. eine menge länder hat dagegen regelungen wobei versprechungen getan werden, aber wo kein geld gespart wird.
Europa komt uw pensioen nivelleren
http://langleveeuropa.nl/2014/05/europa-komt-uw-pensioen-nivelleren/
europa will euer rente nivellieren.
ANBO ondersteunt daarmee de gele kaart die de Nederlandse 'pensioenrapporteur' Pieter Omtzigt vandaag afgeeft . En waarmee hij de Tweede Kamer oproept om te voorkomen dat de EU-plannen doorgaan.
http://www.anbo.nl/belangenbehartiging/inkomen/nieuws/eu-handen-af-van-pensioen-nl
ANBO unterstützt damit die gelbe karte die der NL 'rentenberichterstatter' pieter omtzigt (mitglied des parlamentes) heute zeigte. und womit er das parlament aufruft zu verhindern daß die pläne der EU realisiert werden.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 2. Okt 2015, 14:39

Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 07:55 hat geschrieben:Die Rentenrücklagen in den Niederlanden sind ausschlie9lich im Zugriff des niederländischen Staates.

Genau so ist es mit dem deutschen Rentensystem, das eine rein deutsche Angelegenheit ist.

es sei, die EU kommt wieder mit einer überstaatlichen regelung.
Zuletzt geändert von Nomen Nescio am Fr 2. Okt 2015, 14:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 2. Okt 2015, 14:45

moderliese » Fr 2. Okt 2015, 08:32 hat geschrieben:Arbeiten bis zum Tod, dann braucht's keine Rente. War ja unter Bismark so, wie du schreibst.
es gab aber endlich eine grenze. nur soll diese grenze geändert werden.
war es unter bismarck so, daß man noch kein jahr statistisch genießen konnte, heute ist das dagegen fast ein drittel der länge des arbeitslebens (stell ich arbiträr auf 45 jahre).
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 2. Okt 2015, 15:01

Realist2014 » Fr 2. Okt 2015, 10:28 hat geschrieben:hm- also eine Rentenkürzung bei den jetzigen Rentnern mit einer Rente oberhalb von 1200 Euro? Also Aufhebung des Äquivalenzprinzips?
Das wird sicher politisch nicht durchsetzbar sein. Denn es widerspricht dem Leistungsprinzip. Zum Schutz vor Altersarmut wurde ja die Grundsicherung im Alter eingeführt.

wie das bei euch organisiert ist, ist euer sache. bei uns wird die staatliche prämiezahlung, die für alle gleich ist, durchs steueramt besorgt. je nach einkommen zahlt man mehr oder minder. wie gesagt, empfangen wird aber denselben betrag. einzelpersonen bekommen ungefähr 1100 €; partner p.p. ± 700 €.
ab einem bestimmten betrag gilt für das mehrere verdiente freistellung dieser prämiezahlung.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Nomen Nescio » Fr 2. Okt 2015, 17:04

ahaaa :D
Blickwinkel » Mo 15. Dez 2014, 11:01 hat geschrieben:Es wird immer mehr zum niederländischen Modell werden, was im Endeffekt auch unausweichlich ist.
http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=46&t=49831#p2881044

ich wußte nicht, das es diesen strang gab. vllt können sie zusammengefügt werden.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 2. Okt 2015, 18:31

Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 20:22 hat geschrieben:natürlich kann das pleite gehen. wenn die lasten zu hoch werden und die zinsen zu niedrig sind um die auszahlungen wett zu machen. je länger die menschen leben, je mehr an sie ausbezahlt werden muß. alle aktuariellen berechnungen die damals gemacht wurden haben nicht in betracht gezogen, daß menschen soviel jahre länger leben als z.b. 1950.


Die Höhe des Zinses spielt keine Rolle, da es sich bei der deutschen Rente um ein Umlagesystem handelt.
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(Friedrich Schiller)
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Orwellhatterecht » Fr 2. Okt 2015, 18:34

Nomen Nescio » Do 1. Okt 2015, 21:26 hat geschrieben:dann siehst du (und anderen mit dir) nicht was der punkt ist. die aufzubringen beträge werden höher. müssen aber durch minder menschen aufgebracht werden (auch das stabilisiert sich noch nicht).
wenn das so weiter geht, müssen sie ein großteil ihres lohnes aufbringen für renten. dann rede ich noch nicht einmal über das gesundheitswesen, das verteuert.
wie lange kann die »jugend«, bzw will sie, das noch aufbringen. ihr wißt mehr von ökonomie als ich. da muß einer doch ausrechnen können, wann die 50% grenze überschritten wird. ich dachte einmal gelesen zu haben das es ein urteil euer BVG gibt, das nie mehr als 50% »abgenommen« werden darf.



bevor wir weiter diskutieren, merke dies. wir haben (hatten) kein umschlagsystem, sondern ein SPARsystem. bei uns sparte man also für seine eigene rente. kein anderer zahlte daran mit.
vor etwa 20-30 jahren wurde gemerkt, daß die rentenausgaben (wegen längeres leben) zu groß wurden. darum kam daneben ein umschlagsystem. der staat zahlt dann jedem ein minimum. das mehrere kommt aus dem alten sparsystem. immerhin ist diese »belastung« für die verdienenden leuten nicht zu groß. der löwenteil kommt noch immer vom selbst gesparten geld.



Nein, bereits 1957 wurde das Umlagesystem eingeführt. Adenauers berühmtester Spruch in dem Zusammenhang war: "Kinder kriegen die Leut immer!". Aber damals wurde die Rentenkasse geplündert, das Geld wurde Zweck entfremdet für den Aufbau der Bundeswehr eingesetzt.
Zuletzt geändert von Orwellhatterecht am Fr 2. Okt 2015, 18:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon jack000 » Fr 2. Okt 2015, 18:40

Umetarek » Do 1. Okt 2015, 21:45 hat geschrieben:Mein Onkel arbeitet immer noch, mit 75, ich denke nicht, dass das bei mir wesentlich anders sein wird, außer ich werde schwer krank...

Bedenke das du selbstständig bist, da ist die Motivation eine ganz andere.

Aber das funktioniert in vielen Berufen nicht, wenn man seinen Körper dabei aufbraucht ist irgendwann Schluß. Da hilft auch kein Heraufsetzen des Rentenalters.

Ich habe einen Bürojob aber werde mit 63 in Rente gehen, egal welche Abzüge kommen.
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Re: arbeiten bis 70-71 ??

Beitragvon Adam Smith » Fr 2. Okt 2015, 18:45

jack000 » Fr 2. Okt 2015, 18:40 hat geschrieben:Ich habe einen Bürojob aber werde mit 63 in Rente gehen, egal welche Abzüge kommen.


Ich kannte mal einen der wollte mit 60 in Rente gehen. Das müsste jetzt der Fall sein. Müsste mal schauen, ob er in Rente ist.

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