Wie das IS-Problem bzw. die Flüchtlingsproblematik lösen?

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Lösungsmöglichkeiten

IS-Staat bilden lassen (Grenzen ziehen/abschotten)
2
6%
Auf dem Verhandlungsweg lösen.
2
6%
Westlichen Lebensstandard in den betroffenen Ländern aufbauen
7
19%
Vorhandene Streitkräfte mit Luftschlägen unterstützen.
7
19%
Bodentruppen befristet schicken und später wieder abziehen.
3
8%
Bodentruppen dauerhaft dort belassen (vgl. USA in Deutschland)
6
17%
Asylanten(Freiwillige)ausbilden und als Bodentruppen einsetzen.
6
17%
Etwas anderes ...
3
8%
 
Abstimmungen insgesamt: 36
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MoOderSo
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Re: Wie das IS-Problem bzw. die Flüchtlingsproblematik lösen

Beitragvon MoOderSo » Sa 5. Sep 2015, 18:22

Grenzen dicht scheint selbst für syrische Flüchtlinge eine denkbare Lösung:
Sind sie der türkischen Regierung dankbar, dass sie hier aufgenommen wurden? Ayda schüttelt den Kopf. „Wären die Grenzen dicht gewesen, hätten unsere Männer kämpfen müssen und wir hätten vielleicht gewonnen“, sagt sie. „Dann müssten wir nicht hier sein.“
http://www.taz.de/!5020898/
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
Andrea-Perula

Re: Wie das IS-Problem bzw. die Flüchtlingsproblematik lösen

Beitragvon Andrea-Perula » Sa 5. Sep 2015, 18:26

Leider war vorheriges nur meine Meinung und es sollte nicht unerwaehnt bleiben, dass Russland auf Grund der Sanktionen auch Interesse egen koennte dass die Fluechtlingsstroeme nach Westeuropa weitergehen, weil auch diese einen tiefen Einschnitt in der westl Wirtschaft verursachen.

Aber fuer Russen ist es immer Wichtig ihr "Gesicht" zu wahren und da dieses gerade immensen Schaden erlitten hat denke ich auch fuer Putin waere dieses ein neuer Anfang und wuerde Russland neben der Aussetzung von Sanktionen auch wieder Ansehen bringen.

Das die Russen z.Z. einiges daran setzen das Poblem in Syrien zu loesen findet ihr hier:

http://www.sueddeutsche.de/politik/buer ... -1.2634597

http://www.info-direkt.at/russland-will ... ingreifen/

http://www.nzz.ch/international/russisc ... 1.18607570


Und dass die Vereinigten Staaten nach mehr oder weniger "erfolglosem" Einsatz / Luftangriffe sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben und somit
gewiss keinen Alleingang Russlands, ohne selbst etwas vom "Ruhm" zu erhaschen, hinnehmen werden, steht auch (fuer meine Sicht) ausser Frage.

Wir stehen vor Veraenderungen welche noetig sind, einen weiteren Fluechtlingsstrom in Groessenordnungen wie zu Zeiten der "Voelkerwanderung"
wird und kann Europa nicht verkraften ohne innenpolitisch grosse Probleme zu bekommen. Und da beide Seiten USA - Russland an einem stabilem Europa interessiert sein muessen (mal abgesehen davon dass beide nicht unbedingt ein wirtschaftlich zu starkes Europa wollen) sehe ich, auch auf Grund der Medienberichte unserer Tage, die Moeglichkeit das es sich genau so zutragen wird.

Europa ist angewiesen auf Rohstoffe und die USA und Russland sind derzeit (bei Russland seit den Sanktionen nicht mehr so stark) sehr daran interessiert
das dieser Markt erhalten bleibt.



Ein zu starkes China (als Reich der Mitte) kann weder Russland noch den USA gelegen sein.
Zuletzt geändert von Andrea-Perula am Sa 5. Sep 2015, 18:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie das IS-Problem bzw. die Flüchtlingsproblematik lösen

Beitragvon schelm » Mo 7. Sep 2015, 07:10

holymoly » Sa 22. Aug 2015, 11:36 hat geschrieben:Variante 1...alles andere ist Mumpiz.

Nein, hier irrst du.

http://www.express.co.uk/news/world/601 ... urnt-alive

So etwas darf nicht siegen.
Denk ich an D in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht, Heinrich Heine.
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King Kong 2006
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Re: Wie das IS-Problem bzw. die Flüchtlingsproblematik lösen

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 7. Sep 2015, 12:41

Der iranische Außenminister lässt Dampf ab. Er verweist daraufhin, daß während des Krieges mit Saddam der Iran mehrere Millionen afghanische Flüchtlinge aufgenommen hat. Lobt Deutschlands Hilfe, übt Kritik in Anwesenheit eines ungarischen Vertreters.

Für Zarif sollte gemeinsam entschieden gegen den IS vorgegangen werden. Natürlich wird dabei Assad ausgeklammert. Allerdings soll sich dieser Wahlen und einer "nationalen Versöhnung" stellen.

Iran fordert gemeinsamen Kampf gegen IS

Zarif übt scharfe Kritik an EU-Flüchtlingspolitik – Damaskus kritisiert Frankreich und Großbritannien wegen Angriffsplänen

Teheran – Der iranische Präsident Hassan Rohani hat die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) für das Leid der vielen syrischen Flüchtlinge verantwortlich gemacht. Das Problem müsse daher an der Wurzel gepackt und gelöst werden. "Das macht mehr denn je einen gemeinsamen Kampf gegen die IS-Terroristen notwendig", sagte Rohani am Sonntag.

Der Iran wolle zusammen mit Russland und einem neuen Friedensplan für Syrien diese Tragödie beenden. Über interne Verhandlungen und demokratische Wahlen soll danach eine nationale Versöhnung in dem Bürgerkriegsland ermöglicht werden. Der Iran und Russland sind die letzten Verbündeten der syrischen Regierung von Präsident Bashar al-Assad.

"Menschliche Verpflichtung"

Es sei eine menschliche Verpflichtung aller Staaten, diesen heimatlosen Menschen zu helfen, sagte Rohani. Er lobte Länder wie Deutschland, die sich für die Rettung der Flüchtlinge einsetzen. "Die anderen Länder sollten ihren Standpunkt diesbezüglich korrigieren", sagte er bei einem Treffen mit dem neuen ungarischen Botschafter in Teheran. Laut Rohani sollten sich besonders die Europäer auch an ihr eigenes Schicksal vor und nach den beiden Weltkriegen erinnern.

Rohani berichtete dem ungarischen Diplomaten auch von den Millionen afghanischen Flüchtlingen, die der Iran trotz eigener Probleme in den 1980er-Jahren beherbergt hat. Nach der Invasion der Sowjetunion in Afghanistan waren damals die Menschen scharenweise in den benachbarten Iran geflohen. Zu dem Zeitpunkt führte der Iran gleichzeitig auch einen Krieg gegen das irakische Regime von Saddam Hussein.

Kritik an Flüchtlingspolitik

Der iranische Außenminister Mohammed Javad Zarif übte heftige Kritik an der Flüchtlingspolitik einiger EU-Länder. "Wir im Iran haben damals Millionen Afghanen aufgenommen, nun haben einige Länder Probleme mit der Aufnahme einer kleinen Anzahl von Menschen in höchster Not", sagte er.

Zarif warf dem Westen und einigen Ländern in der Region vor, mit einer falschen Politik in Syrien den Weg für Gewalt, Krieg und besonders den Vormarsch der Terrormiliz freigemacht zu haben. Das jetzige Flüchtlingsdrama zeige, dass diese Politik niemandem in der Welt genützt habe, sagte Zarif bei einer Pressekonferenz in Teheran.

Großbritannien und Frankreich erwägen unterdessen eine Beteiligung am US-Militäreinsatz in Syrien. Auch der britische Finanzminister George Osborne sagte, das Problem müsse an seiner Wurzel angegangen werden. Diese seien jedoch die "böse Führung um Syriens Präsident Bashar al-Assad" sowie der IS. Frankreichs Präsident Francois Hollande will sich am Montag dazu äußern.

Als Reaktion auf die Überlegungen warf Syrien Frankreich und Großbritannien eine "kolonialistische" Einstellung vor. Das syrische Außenministerium kritisierte die britischen Überlegungen in einem Brief an die Vereinten Nationen scharf. Es handle sich um eine Einmischung in syrische Angelegenheiten, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur SANA. (APA, 6.9.2015)

http://derstandard.at/2000021805044/Ira ... f-gegen-IS


Interessant die Forumlierung aus London "böse Führung um Syriens Präsident". Assad ist also gar nicht so bös? Klingt danach, daß man mit Assad rechnen muß. Im Vorfeld ihn zu dämonisieren wäre dann unklug. Wie will man mit jemanden verhandeln, den man im Vorfeld als nicht verhandlungswürdig offiziell einstuft? Allerdings ist die Formulierung generell nicht so glücklich, denn genau diese "böse Führung um den Präsidenten" wird Assad nachfolgen. Assad ist nicht die syrische Armee. Es sind die Machtstrukturen und Gesellschaften dahinter. Die nicht-Salafisten, nicht-Kurden, sondern der kleine Rest ethnisch-konfessionelle "Rest". Alaviten, Christen, Schiiten uvm. die sich in der syrischen Armee gesammelt haben. Die haben bei den anderen Fraktionen keinen Platz.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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relativ
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Re: Wie das IS-Problem bzw. die Flüchtlingsproblematik lösen

Beitragvon relativ » Mo 7. Sep 2015, 13:21

GrünLinker » So 23. Aug 2015, 14:05 hat geschrieben:Die Leute da werden nicht dauerhaft eine ungläubige besatzerarmee akzeptieren.

kruzfristig ja, aber niemals dauerhaft.

und deswegen riskierst du einfach uinnötig das leben von soldaten, die dann schlicht und ergreifen dauerterror ausgesetzt sind.

dann musst du zum "IS 2" werden, und jeden widersacher brutal ausmerzen.

Sie werden muessen, genauso wie wir Deutschen es nach dem 2. Weltkrieg mussten.
Nur so und über Generationen kann man eine dauerhafte Lösung finden, alles andere ist m.M. nur Halbseiden. Nur wer findet sich da, denn so ein Einsatz kostet viel Geld und natürlich wohl auch Menschenleben.
Das Banale braucht man nicht zu schälen.
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Re: Wie das IS-Problem bzw. die Flüchtlingsproblematik lösen

Beitragvon garfield336 » Mo 7. Sep 2015, 13:26

Ich denke der IS ist froh über den Islam Export nach Europa.
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Re: Wie das IS-Problem bzw. die Flüchtlingsproblematik lösen

Beitragvon Hassad » Fr 11. Sep 2015, 17:00

palulu » Sa 5. Sep 2015, 15:44 hat geschrieben:Ihr wollt keine Flüchtlinge? Dann unterstützt die Türkei bei der Installation einer Pufferzone in Syrien, in welche die Flüchtlinge angesiedelt werden.


Die flüchtlinge müssen da angesiedelt werden wo sie herkommen in Syrien. Dem IS und den bekannten terrorsponsoren (türkei Sau.arabien katar) muß der garaus gemacht werden . Auf dem wiedergewonnenen terretorium können dann die flüchtlinge hin.

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