PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 17:26

Platon » Sa 15. Aug 2015, 14:58 hat geschrieben:Wieso sind die Huthis denn jetzt Terroristen?



Sie zerstören die nationale Einheit Jemens und töten viele Zivilisten.

Edit: Dass sie den Rest ignoriert haben, zeigt mir dass sie mir beim Rest zustimmen. Dass die Hisbollah Terroristen sind und Assad Terroristen hilft und der Iran das fördert!
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Platon » Sa 15. Aug 2015, 17:47

UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 17:26 hat geschrieben:

Sie zerstören die nationale Einheit Jemens und töten viele Zivilisten.

Es hat im Jemen so etwas wie eine nationale Einheit nie gegeben und Zivilsten töten die Saudis auch in nicht geringer Zahl. De facto sind die Houthis nur eine von mehreren Bürgerkriegsparteien, die durch ein Bündnis mit dem alten Präsidenten Saleh zur dominanten Macht im Lande wurden. Die Saudis versuchen mit ihrer Luftwaffe das rückgängig zu machen, bisher wohl recht erfolglos. Ich sehe die Houthis als legitime Partei im jemenitischen Chaos, es war ja ohnehin eher so, dass die Huthis Opfer von Terrorismus wurden, als umgekehrt. Ich weiß gar nicht ob sie überhaupt mal so etwas wie Anschlagsserien, gar auf zivile Ziele gemacht haben.
Edit: Dass sie den Rest ignoriert haben, zeigt mir dass sie mir beim Rest zustimmen. Dass die Hisbollah Terroristen sind und Assad Terroristen hilft und der Iran das fördert!

Die Hisbollah gelten allgemein als Terrororganisation. Sie sind natürlich mehr als das, aber das ändert ja nichts daran, dass sie Terror betrieben haben und gegenüber Israel auch nach wie vor Terror betreiben bzw. betreiben würden, wenn sie die Gelegenheit dazu hätten. Die Beziehung Assads und Irans zur Hisbollah sind allgemein bekannt.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 17:56

Platon » Sa 15. Aug 2015, 16:47 hat geschrieben:Es hat im Jemen so etwas wie eine nationale Einheit nie gegeben und Zivilsten töten die Saudis auch in nicht geringer Zahl. De facto sind die Houthis nur eine von mehreren Bürgerkriegsparteien, die durch ein Bündnis mit dem alten Präsidenten Saleh zur dominanten Macht im Lande wurden. Die Saudis versuchen mit ihrer Luftwaffe das rückgängig zu machen, bisher wohl recht erfolglos. Ich sehe die Houthis als legitime Partei im jemenitischen Chaos, es war ja ohnehin eher so, dass die Huthis Opfer von Terrorismus wurden, als umgekehrt. Ich weiß gar nicht ob sie überhaupt mal so etwas wie Anschlagsserien, gar auf zivile Ziele gemacht haben.

Die Hisbollah gelten allgemein als Terrororganisation. Sie sind natürlich mehr als das, aber das ändert ja nichts daran, dass sie Terror betrieben haben und gegenüber Israel auch nach wie vor Terror betreiben bzw. betreiben würden, wenn sie die Gelegenheit dazu hätten. Die Beziehung Assads und Irans zur Hisbollah sind allgemein bekannt.


Keine Anschlagsserien aber sie töten bei ihren Gefechten viele Zivilisten! Mir erscheinen die Huthis in dieser ganzen Sache als destabilisierender Faktor.


Ungeachtet der Versicherungen der jemenitischen Exil-Regierung, die südliche Stadt Aden wieder unter Kontrolle zu haben, halten die Kämpfe dort an. Allein im umkämpften Stadtteil Dar Saad im Norden der Hafenstadt seien bei Raketen- und Mörsergranatenangriffen der Huthi-Rebellen 57 Zivilisten getötet und mehr als 200 weitere verletzt worden, teilte der Chef der örtlichen Gesundheitsdienste, Al-Chadr Laswar, am Sonntag mit.
Zu den 57 zivilen Todesopfern zählten demnach zwölf Kinder. Mehr als 215 Menschen seien verletzt worden, darunter 25 Kinder. Zunächst hatte Laswar von 43 Todesopfern und 112 Verletzten in Dar Saad gesprochen. "Wohngebiete im Viertel Dar Saad zu bombardieren, ist ein selbstmörderischer Akt der Huthis", sagte der Übergangs-Gouverneur von Aden, Najef al-Bakri.


Weiterlesen: http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Politik/d/7003700/dutzende-zivilisten-von-huthis-getoetet.html

Welche Rolle spielt eigentlich Al Qaids im Jemen? Wie stehen die zur Regierung und zu den Huthis?
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Platon » Sa 15. Aug 2015, 18:01

UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 17:56 hat geschrieben:Keine Anschlagsserien aber sie töten bei ihren Gefechten viele Zivilisten! Mir erscheinen die Huthis in dieser ganzen Sache als destabilisierender Faktor.

Sie führen halt Krieg, es wäre mir aber neu, dass sie besonders brutal gegen Zivilisten vorgehen.
Welche Rolle spielt eigentlich Al Qaids im Jemen? Wie stehen die zur Regierung und zu den Huthis?

Die Huthis werden als Schiiten (5er Schiiten, auch Zaiditen genannt, also keine 12er wie im Iran oder Nusairis wie Assad) natürlich gehasst. Der IS hat ja mit zwei großen Anschlägen vor ich glaube ein paar Monaten ein paar Hundert von ihnen getötet.

Es gibt im Jemen keine Regierung bzw. die Huthis sind die Regierung.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 18:04

Platon » Sa 15. Aug 2015, 17:01 hat geschrieben:Sie führen halt Krieg, es wäre mir aber neu, dass sie besonders brutal gegen Zivilisten vorgehen.

Die Huthis werden als Schiiten (5er Schiiten, auch Zaiditen genannt, also keine 12er wie im Iran oder Nusairis wie Assad) natürlich gehasst. Der IS hat ja mit zwei großen Anschlägen vor ich glaube ein paar Monaten ein paar Hundert von ihnen getötet.

Es gibt im Jemen keine Regierung bzw. die Huthis sind die Regierung.


Wenn es keine Regierung gibt, wem helfen dann die Saudis? Und wem ist jemenitische Armee unterstellt?
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Platon » Sa 15. Aug 2015, 20:04

UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 18:04 hat geschrieben:
Wenn es keine Regierung gibt, wem helfen dann die Saudis? Und wem ist jemenitische Armee unterstellt?

Die Saudis helfen dem Präsidenten Hadi der 2011 nach Protesten Saleh abgelöst hat. Der ist als die Huthis Sana'a erobert haben zu den Saudis geflohen.

Die Armee steht zum Teil auf der Seite Hadis, Teile der Armee - die loyal zu Saleh stehen - haben sich mit den Huthis verbündet, weswegen diese weite Teile des Landes erobern konnten.

Im Jemen laufen die Uhren etwas anders. Das heißt es überlagern sich viele Loyalitäten und Konfliktlinien, seien sie tribal, religiös, internationaler oder sonstiger Natur. Da man von außen nur schwer Einblick in die Dynamik dieser Loyalitäten erhalten kann, ist es schwer die Situation zu durchschauen.

Habe gerade gesehen, es gibt einen langen deutschen Wiki-Artikel zum Thema:
https://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3% ... Jemen_2015
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 20:18

Platon » Sa 15. Aug 2015, 19:04 hat geschrieben:Die Saudis helfen dem Präsidenten Hadi der 2011 nach Protesten Saleh abgelöst hat. Der ist als die Huthis Sana'a erobert haben zu den Saudis geflohen.

Die Armee steht zum Teil auf der Seite Hadis, Teile der Armee - die loyal zu Saleh stehen - haben sich mit den Huthis verbündet, weswegen diese weite Teile des Landes erobern konnten.

Im Jemen laufen die Uhren etwas anders. Das heißt es überlagern sich viele Loyalitäten und Konfliktlinien, seien sie tribal, religiös, internationaler oder sonstiger Natur. Da man von außen nur schwer Einblick in die Dynamik dieser Loyalitäten erhalten kann, ist es schwer die Situation zu durchschauen.

Habe gerade gesehen, es gibt einen langen deutschen Wiki-Artikel zum Thema:
https://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3% ... Jemen_2015


Danke für die Infos
Laut dem Wikipedia Eintrag ist sogar der IS dort präsent und nimmt an den Kämpfen teil.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Kardux » Sa 15. Aug 2015, 22:34

Jekyll hat geschrieben:Tue ich nicht. Ich versuche nur Ihnen klar zu machen, dass es keinen Sinn macht, sich über andere Völker und Kulturen aufzuregen (oder zu hetzen), nur weil diese in der Geschichte (!) viel erfolgreicher waren als die Kurden. Das ist nicht nur sinnlos, sondern zeugt auch von einem schlechten Stil.


Ich hetze gegen Araber, Türken und Perser weil ich von ihrer Unterdrückung gegenüber den Kurden schreibe ? Mich interessiert es nicht ob die Türken "erfolgreicher" in ihrer Geschichte waren als die Kurden (im Abschlachten anderer Völker), es geht darum das die Türkei ihre Fremdherrschaft über die Kurden beenden soll. Es ist also schlechter Stil das ich das Selbstbestimmungsrecht eines Volkes fordere ?

Ihre Argumente sind wirklich erdrückend.

Jekyll hat geschrieben:Sowas habe ich nicht geschrieben, mein Äußerunge bezogen sich auf Ihre Hasstiraden, die sie gegen Türken, Araber und Perser richteten. Und Ihr Begriffswahl zeugt auch nicht gerade von einer gesunden, seriösen Lebenseinstellung ("Kolonialisierung Kurdistans")....


Die Unterdrückung der Kurden seitens dieser Völker ist tausendfach belegt. Lesen Sie Artikel und Berichte der "Gesellschaft für bedrohte Völker" oder von Amnesty- International. Die Unterdrückung der Kurden ist eine Tatsache ! Das hat doch mit einer Hasstirade nichts zu tun. Meine Lebenseinstellung ist mehr als nur gesund und seriös, darüber können Sie gar nicht richten. Die Begriffswahl "Kolonialisierung Kurdistans" ist vollkommen gerechtfertigt. Die Siedlungsgebiete der Kurden werden gegen ihren Willen ausgebeutet, die Ausübung ihrer Sprache und Kultur wird ihnen verwehrt, sie wurden und werden von den Kolonialherren abgeschlachtet, etc. Nordkurdistan (Südostanatolien) dient als sehr gutes Beispiel für diese Begriffswahl. Eines der signifikantesten Merkmale der Kolonialisierung ist der Umgang der Herrschenden gegenüber den Beherrschten. Die Herrscher sehen nämlich im autochthonen Volk Menschen zweiter Klasse. Die Herrscher sehen sich als Herrenrasse, ihre Sprache und Kultur überlegen. Dies haben die Osmanen zwar nicht getan, aber sehr wohl die modernen Türken. Speziell zwischen der Staatsgründung und bis Anfang der 1960er Jahre wurde in der Türkei solch eine rassistische Politik betrieben, indem Kurden in einer Art und Weise diskreditiert wurden und als Halbmenschen degradiert wurden das seinesgleichen im Nahen Osten sucht. Das erinnert eben an die EUropäer im Umgang mit den farbigen Einheimischen. Dieser türkische Rassismus hat sich in die Köpfe der Türken aber auch der Kurden eingefressen. Es gibt einige Kurden die schämen sich Kurdisch zu sprechen oder über ihre kurdische Herkunft zu sprechen. Woher kommt das ? In der Wissenschaft bezeichnet man das "internalized racism".

Sie selber verdeutlichen doch diesen herablassenden Umgang mit den Kurden. Sie schreiben von den minderwertigen Kurden die in ihrer Geschichte nichts geschafft haben, und nicht erfolgreich sind. Ich mein, alleine die Argumentation das ein Volk erfolgreich ist und das andere nicht ist fragwürdig. Woran wird Erfolg gemessen ? Das man Ländereien anderer Völker raubt ? Und überhaupt, heben Sie die Türken deutlich als Volk von den Kurden ab. Es ist bezeichnend.

Jekyll hat geschrieben:Barsani ist da anderer Meinung.

Wann soll er gesagt haben, das die PKK kein Teil der kurdischen Nation ist ? Wann soll er die PKK vom kurdischen Volk in der Türkei getrennt haben ?

Jekyll hat geschrieben:Sie möchten bestätigen, dass HDP und die Terrororganisation PKK im Prinzip zusammengehören? Dann hat Erdogan gewonnen. (Wieder einmal.)


Ich habe mehr als einmal betont das die HDP zur PKK gehört. Die Sache ist nur das die HDP in vielen Punkten eine andere Meinung als die PKK und speziell als die HPG (militärischer Arm der PKK) vertritt. Die HDP ist quasi ein legales Sprachrohr der PKK, das ähnlich wie Abdullah Öcalan den Friedensprozess als einzige Lösung betrachtet. Die Partei spricht sich gegen Gewalt aus, ist aber trotzdem an kurdischen Rechten und den Interessen anderer Minderheiten interessiert. Die Kriminalisierung der HDP ist nur ein Mittel um die Kurden mundtot zu machen.

Erdogan hat erst kürzlich seine empfindlichste Niederlage wegstecken müssen. Haben Sie etwa die letzten Wahlen ausgeblendet ? Der Kriegsausbruch mit der PKK ist einzig und allein das Resultat dieser Wahlniederlage, als die HDP der AKP die absolute Mehrheit aus den Händen riss...

Jekyll hat geschrieben:Ich habe ein sehr gutes Argument, das Sie einfach nicht kontern können: Die Türken sind ein Mischvolk aus einzelnen Ethnien, die friedlich koexistieren und sich als "Türken" definieren. Ganz ohne Terrorismus und Zwist und Streit. Wieso ist das bei den Kurden so ganz anders?

Weil Kurden Terrorismus lieben. Sie lieben Zwist und Streit. :?

Also Ihr sogenanntes Todschlagargument ist schon wirklich dürftig. Die Türken sind ein Mischvolk, ja das stimmt. Und wie genau wurden sie zum Mischvolk ? Nicht etwa als sie Anatolien gewaltsam eroberten und die Byzantiner ablösten ? Glauben Sie das die genetische Veränderung der türkischen Nation friedlich geschah ? Neben dem Landraub vermischte man sich auch mit der dort ansäßigen Bevölkerung. Das ist zwar historisch nichts Außergewöhnliches, aber von einer friedlichen Koexistenz kann auch nicht die Rede sein. Die alten Tugenden (hohe Kampfmoral und Disziplin) der Oghusen behielten die Türken hingegen, auch wenn ihre Gene nun vermischt waren.

Abgesehen davon ergibt Ihr "Argument" gar keinen Sinn. Die Kurden sind eine Realität. Sind sie das etwa nicht ? Die Kurden wollten sich nicht mit dem "friedlichen" Mischvolk der Türken verschmelzen. Ist das etwa ein Verbrechen wenn man seine Identität wahren will ? Sie werfen dem kurdischen Volk hier Terrorismus und alle möglichen schlechten Eigenschaften vor, nur weil sich die Kurden nicht wie Oströmer, Lazen, Tscherkessen, usw. haben türkisieren lassen...
Das ist also Ihr Todschlagargument ?

Nun, bekomme ich jetzt auch eine Erklärung von Ihnen zu meinen Argumenten:

Die türkische Republik hat den Kurden pauschal alle Rechte abgesprochen. Hier geht es nicht um die PKK ! Als euer Republiksgründer die kurdische Existenz in Luft auflöste und seine teils rassistische Verfassung schuf gab es keine PKK ! Als euer gefeierter Putschgeneral Kenan Evren 1980 die türkische Verfassung noch einmal verschärfte und das Leben der Kurden noch verschlechterte hatte die PKK ihren Kampf gegen die Türkei noch nicht einmal begonnen, sondern war lediglich nur eine kleine linke Partei unter vielen.


Jekyll hat geschrieben:Im Osmanischen Reich haben sich die Kurden mit den Armeniern bekriegt, untereinander sind sie auch uneins und zerstritten, es gab nie ein kurdisches Reich oder Nation in der Geschichte, und mit Türken wollt oder könnt ihr auch nicht...sind am eigenen Unglück immer nur die anderen Schuld, Kardux, nie man selber?


Wir haben uns mit den Armeniern bekriegt, aber nicht ihre Vernichtung geplant und systematisch ausgeführt. Wir waren nur die dummen Handlanger der Jungtürken.

Das die Kurden untereinander zerstritten sind ist wahr, aber was soll das nun bedeuten ? Haben wir deshalb kein Recht auf Selbstbestimmung ? Haben wir deshalb kein Recht auf unsere Sprache und Kultur ? Ihre sogenannten Argumente sind sehr schwämmrig und Ihre Geschichtskenntnisse lassen sehr zu wünschen übrig. Ich mein, ich erkenne bei Ihnen schon große Defizite in der türkischen Geschichte, wie wollen Sie dann über die kurdische Geschichte urteilen ?

Sofern man der Mehrheit der Kurdologen und anerkannten Orientalisten (Minorsky z.B.) Glauben schenken darf, stammen die Kurden von den Medern ab. Das Medische Reich kennen Sie wohl, oder ? Die kurdischen Dynastien der Marwaniden, Hassanwaihiden, und besonders der Ayyubiden (unter Sultan Saladin) sind vielleicht Ihnen kein Begriff, aber sehr wohl Geschichtskennern. Das Reich der Ayyubiden erstreckte sich vom heutigen Ägypten bis zur Levante, dem Westen der arabischen Halbinsel und dem kurdischen Nordirak. Das Reich war zwar mehrheitlich von Arabern bewohnt, aber von der kurdischen Familie Saladins geführt. Die kurdisch- lurische Zand- Dynastie (speziell unter Kerim Khan Zand) herrschte eine Zeit lang über ganz Persien.

Und die Kurden hatten sogar einmal in ihrer Geschichte einen freien Staat, nämlich die kurdische Republik Mahabad (im Jahr 1946), die wie Südaserbaidschan von den Russen ins Leben gerufen wurde.

Und überhaupt, was meinen Sie mit "es gab niemals eine kurdische Nation" ? Existieren wir für Sie etwa nicht ?

Das wir heute ohne eigenen Staat dastehen ist gewiss unsere eigene Schuld, das will ich gar nicht abstreiten, aber man kann den türkischen Imperialismus auch nicht einfach schönreden. Erdogan meinte einst das er sogar ein Kurdistan ablehnen würde das neben Argentinien ausgerufen würde. Das spricht schon Bände, oder ? Spricht es auch nicht Bände das viele Türken alleine das Wort Kurdistan nicht ertragen ? Oder stimmt das nicht ?
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Vizegott » Sa 15. Aug 2015, 22:43

UncleSams_Berater » Fr 14. Aug 2015, 11:19 hat geschrieben:Die PJAK sollte man unterstützen, iranische Soldaten sind keine Menschen den man hinterher trauern sollte



Im Unterstützen von Terrororganisationen haben die Amis ja einige Erfahrung. Auch dann wenn es die eigenen Landsleute trifft.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 22:47

Vizegott » Sa 15. Aug 2015, 21:43 hat geschrieben:

Im Unterstützen von Terrororganisationen haben die Amis ja einige Erfahrung. Auch dann wenn es die eigenen Landsleute trifft.


Solchen Schwachsinn wie ihren Beitrag gerade nehme ich gar nicht ernst.
Die USA haben nie Terroristen unterstützt
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon Vizegott » Sa 15. Aug 2015, 22:52

UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 21:47 hat geschrieben:
Solchen Schwachsinn wie ihren Beitrag gerade nehme ich gar nicht ernst.
Die USA haben nie Terroristen unterstützt



Sie würden nicht antworten wenn Sie mich nich ernstnehmen würden.

Die USA haben in Südamerika und in Afghanistan Terroristen unterstützt. Aber das wissen Sie ja... :)
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 22:58

Vizegott » Sa 15. Aug 2015, 21:52 hat geschrieben:

Sie würden nicht antworten wenn Sie mich nich ernstnehmen würden.

Die USA haben in Südamerika und in Afghanistan Terroristen unterstützt. Aber das wissen Sie ja... :)


Damals waren die Taliban Freiheitskämpfer die gegen die unmenschlichen roten Besatzer aus der UdSSR gekämpft haben, damals war es notwendig ihnen zu helfen.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 15. Aug 2015, 23:01

UncleSams_Berater » Fr 14. Aug 2015, 12:19 hat geschrieben:Die PJAK sollte man unterstützen, iranische Soldaten sind keine Menschen den man hinterher trauern sollte


Also sollte man die PKK/PJAK unterstützen? Warum machen die USA das nicht? :)

Sowieso nur ein trolliger Kommentar von dir. :cool:
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 23:04

King Kong 2006 » Sa 15. Aug 2015, 22:01 hat geschrieben:
Also sollte man die PKK/PJAK unterstützen? Warum machen die USA das nicht? :)

Sowieso nur ein trolliger Kommentar von dir. :cool:


Nein nur die PJAK.
Das ist mein ernst, man sollte den Iran destabilisieren oder zumindest so viele Verluste zu fügen wie es möglich ist.
Der Iran ist Schuld daran dass viele US Soldaten im Irak gestorben ist, da freut es mich wenn die PJAK iranische Soldaten tötet
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon palulu » Sa 15. Aug 2015, 23:06

UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 23:04 hat geschrieben:
Nein nur die PJAK.
Das ist mein ernst, man sollte den Iran destabilisieren oder zumindest so viele Verluste zu fügen wie es möglich ist.
Der Iran ist Schuld daran dass viele US Soldaten im Irak gestorben ist, da freut es mich wenn die PJAK iranische Soldaten tötet


Mich freut es auch, wenn der IS PKK-Terroristen tötet. Ist das für dich noch hinnehmbar?
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 15. Aug 2015, 23:07

UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 23:04 hat geschrieben:
Nein nur die PJAK.
Das ist mein ernst, man sollte den Iran destabilisieren oder zumindest so viele Verluste zu fügen wie es möglich ist.
Der Iran ist Schuld daran dass viele US Soldaten im Irak gestorben ist, da freut es mich wenn die PJAK iranische Soldaten tötet


Warum machen die USA das nicht? Schon unter Bush? Fehlen den US-Administrationen das strategische Verständnis dafür?
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 23:09

King Kong 2006 » Sa 15. Aug 2015, 22:07 hat geschrieben:
Warum machen die USA das nicht? Schon unter Bush? Fehlen den US-Administrationen das strategische Verständnis dafür?


Obama ist halt ein Versager, aber die USA braucht es nicht dazu. Die PJAK scheint ja selbst gut zu recht zu kommen.
Jeder iranische Soldat der fällt ist ein Toter mehr für die Gerechtigkeit
Zuletzt geändert von UncleSams_Berater am Sa 15. Aug 2015, 23:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 23:11

palulu » Sa 15. Aug 2015, 22:06 hat geschrieben:
Mich freut es auch, wenn der IS PKK-Terroristen tötet. Ist das für dich noch hinnehmbar?


Wenn sie Türke sind ist das verständlich, denn immerhin tötet die PKK türkische Soldaten.
Nicht hinnehmbar wäre es für mich wenn sie die Peschmerga meinen
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon UncleSams_Berater » Sa 15. Aug 2015, 23:15

Iran hat Terror gegen US Soldaten im Irak unterstützt, jetzt soll der Iran man selbst erfahren wie es ist Soldaten zu verlieren
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Re: PKK-Arm tötet über 30 iranische Sicherheitskräfte

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 15. Aug 2015, 23:18

Kardux » Fr 14. Aug 2015, 22:08 hat geschrieben:
Die Frage nach dem Timing ist berechtigt. Die Meldung kam auch für mich überraschend, da die PKK mit dem Iran eigentlich einen Waffenstillstand ausgemacht hat und vom Iran auch gestützt wird im Kampf gegen den IS.



Vielleicht deshalb weil es die sunnitischen Belutschen und Kurden unterdrückt ?



Das zumindest stimmt. Immer muss Erbil Verantwortung tragen. Als Kobanê vor dem Fall stand war es mitunter auch der Diplomatie Erbils zu verdanken das dies abgewendet wurde. Aber das Erbil immer als Unruheherd gilt (aus türkischer und iranischer Sicht) liegt auf der Hand. So eine kurdische Autonomieregion wird immer ein Rückzugsgebiet für andere Kurden sein. Da braucht sich niemand Illusionen zu machen.


Natürlich entwickeln sich diese durch die politischen Verhältnisse Krisen, siehe die Kurden in der Türkei, Irak und Iran. Das sorgte u.a. dafür, daß die PKK/PJAK entstand. Wobei die PJAK im Grunde genommen nur ein Anhängsel der PKK ist, die währende des Irakkrieges 2003 Form annahm. Der Ableger der PKK im Iran ist praktisch bedeutungslos. Ebenso die Jundullah in Sistan-Belutschistan. Nur muß man dennoch sagen, daß diese Gruppen, die auch als Terroristen klassifiziert sind (wir wissen, das ist Ansichtssache und temporär) inzwischen schwerkriminelle mafiöse Gruppierungen sind, die auch unter sich selbst gnadenlos agieren können. Die Jundullah sind Hardcore Islamisten wie die ISIS und Taliban. Das sind alles keine Freiheitskämpfer. Die haben Endvorstellungen, die damit nicht gut konform gehen.

Dennoch stimmt es, daß in Krisen und durch Menschrechtsverletzungen der Boden für solche Gruppierungen entstehen können. Ist bei der Hisbollah, oder Hamas nicht anders. Die fallen alle nicht vom Himmel. Oder entstehen aus Langeweile.

Im aktuellen Falle, hier in diesem Thread, sehe ich den großen Verlieren eher bei der KRG. Der Iran wird nicht erschüttert und die PKK/PJAK wird auch nicht verschwinden.

Interessant, das kurz vorher Rouhani in der Provinz Kordestan war.

Choosing Kurdistan province as the first place to visit right after the nuclear deal with the West shows the importance of Kurdistan and its people during the Islamic Revolution and their role in protecting Iran,” Rouhani told the press upon his arrival at Sina airport.

Rouhani later in a public speech at a football stadium in Sina said Iran had strong ethnic equality. He said the Iranian government views Kurds, Arabs, Baluchis and Persians equally, irrespective of their religious orientations.

“Sunni and Shiite are all brothers, we are all equal,” he said. “Kurdistan is the eye of Iran.”

He also said Iran works to eradicate terrorism from the region. He added that Iran not only cares about Kurds within its borders but also other Kurds in the region.

“Iran protects Erbil and Baghdad the same as it protects Iranian Kurdistan,” he said. “Without Iran’s help Erbil and Baghdad would be in the hands of terrorist groups right now. The way we protect Sanandaj we also protect Sulaimani and Duhok.”

http://rudaw.net/english/middleeast/iran/26072015


Natürlich will Rouhani Schönwetter machen, aber in der Tat nimmt Teheran die KRG und hier die Kurden Irans ernst. Viele irakische Kurden und Gruppen sind Waffenbrüder seit dem 1. Golfkrieg. Bis jetzt in dem gemeinsamen Kampf gegen die IS.

Ich glaube nicht, daß es kurz,- wie mittelfristig im Interesse Erbils ist die Beziehungen zu Teheran mit der PKK/PJAK zu belasten.
Zuletzt geändert von King Kong 2006 am Sa 15. Aug 2015, 23:19, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
- Frank Herbert, Die Kinder des Wüstenplaneten

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