Die Kurden

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bakunicus
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Re: Die Kurden

Beitragvon bakunicus » So 2. Aug 2015, 02:14

JFK » So 2. Aug 2015, 02:05 hat geschrieben:
Bei allem Respekt weiß ich deine Solidarität mit der Kurdischen Bevölkerung zu schätzen, nur muss du die 2. Seite der Medaille auch durchleuchten.

Es waren nicht die Türken die in Ostantolien mit ihren unnötigen Herrschafts Ansprüchen ein Keil in die Funktionierende multi ethnische Gesellschaft getrieben hat, und Türken Zaza sowieso Unpolitisch bzw Gläubige Kurden die sich der PKK distanziert haben, terrorisiert haben.

Als dann türkische Lehrer hingerichtet, und die PKK Anhänger in ihren Dörfern gegen eine hoheitliche Staatsgewalt in Form von Dorfschützern widersetzt haben, kam es eben zu diesen Eskalationen.

Es kommt nicht von ungefähr, das viele MHP Wähler dieser Region entsprungen sind.


ja ja ...

ich begreife bis heute nicht was an separatismus grundsätzlich ein verbrechen sein soll.
wenn die kurden einen eigenen staat haben wollen, oder autonomie haben wollen in der südost-türkei, dann muß man eben ein referendum durchführen.
ist eine mhrheit dafür, dann sollen sie das bekommen, ist eine mehrheit dagegen sollte sich diese frage eigentlich erledigt haben.

hat man das seitens ankara getan ?
nein hat man nicht, stattdessen hat man die kurden unterdrückt, und als das dann eskaliert ist haben die waffen und der terror gesprochen, von beiden seiten.
da gab und gibt es keine guten und bösen.

und heute genau das gleiche ...
wenn erdogan die stellungen der kurden im irak bombardieren lässt, welche antwort erwartet man dann seitens der kurden ?
die dürfen dagegen ja noch nicht mal auf der straße demonstrieren ...

http://www.labournet.de/internationales ... egen-isis/
“Schlag gegen die linke Opposition in der Türkei” von Peter Nowak am 26. Juli 2015 bei telepolis externer Link, worin es heißt “Die Razzia vom letzten Freitag, bei der nach Angaben linker Anwaltsvereine über 300 vermeintliche Aktivisten der radikalen Linken verhaftet worden sind, forderte auch ein Todesopfer. – “Unsere Mandantin Günay Özarslan wurde von der Polizei erschossen”. Diese Erklärung veröffentlichte der linke “Anwaltsverein des Volkes” in der Türkei vor zwei Tagen. Dort ist auch das Foto der Frau zu sehen, die in Istanbul erschossen worden war. Sie war eine seit Jahren bekannte Aktivistin der außerparlamentarischen Linken in der Türkei. Mittlerweile sprechen viele Menschenrechtsorganisationen vom Mord an Günay Özarslan. Die Polizei behauptet, sie habe Widerstand gegen ihre Festnahme geleistet“.

“Istanbul: Behörden verbieten Friedensmarsch der HDP” redaktioneller Beitrag am 25. Juli 2015 in neues deutschland externer Link, worin es unter anderem heißt “Die Behörden in Istanbul haben derweil den für Sonntag geplanten Friedensmarsch der linken HDP verboten. Zur Ausrede hieß von Seiten der Stadtverwaltung, es müsse mit »starkem Verkehr« gerechnet werden, zudem seien die Sicherheit gefährdende »Provokationen« zu befürchten. Die HDP hatte zu dem Protest gegen die Gewalt des IS aufgerufen. Auch der Linken-Politiker Andrej Hunko wollte an dem Protest teilnehmen. Er war nach eigenen Worten von der HDP dazu eingeladen worden. Hunko äußerte in einer Erklärung »Besorgnis über die Eskalation in der türkisch-syrischen Grenzregion«. Am Freitagabend war die Polizei bereits massiv mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Regierungskritiker vorgegangen“.
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Re: Die Kurden

Beitragvon Jekyll » So 2. Aug 2015, 02:26

bakunicus » So 2. Aug 2015, 01:14 hat geschrieben:und heute genau das gleiche ...
wenn erdogan die stellungen der kurden im irak bombardieren lässt, welche antwort erwartet man dann seitens der kurden ?
Die PKK hat Anschläge verübt, ohne zuvor von der Türkei provoziert worden zu sein, obwohl die Türkei mit der PKK eine Friedensprozess begonnen hatte...welche Antwort erwartet man in so einem Fall seitens der Regierung? Postkarten und Glückwünsche?
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Re: Die Kurden

Beitragvon bakunicus » So 2. Aug 2015, 02:27

Jekyll » So 2. Aug 2015, 02:26 hat geschrieben:Die PKK hat Anschläge verübt, ohne zuvor von der Türkei provoziert worden zu sein, obwohl die Türkei mit der PKK eine Friedensprozess begonnen hatte...welche Antwort erwartet man in so einem Fall seitens der Regierung? Postkarten und Glückwünsche?


das ist dann ein fall für die polizei, für den staatsanwalt, aber nicht für die luftwaffe ...
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Re: Die Kurden

Beitragvon Jekyll » So 2. Aug 2015, 02:31

Egal welche Fehler die früheren türkischen Regierungen begangen haben mögen - die PKK ist längst zu einem Selbstläufer geworden. Mit diesen Leuten kann man nicht mehr verhandeln. Eine Einigung und Versöhnung mit der kurdischen Bevölkerung kann nur noch ohne sie erzielt werden.
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Re: Die Kurden

Beitragvon bakunicus » So 2. Aug 2015, 02:33

provokatuerk » So 2. Aug 2015, 02:30 hat geschrieben:Warum haben USA und Deutschland nicht die Polizei eingeschaltet, als es darum ging, Bin Ladin in Afghanistan zu verhaften, sondern griffen statt dessen das ganze Land an?


hat die PKK flugzeuge in türkische hochhäuser gelenkt mit 3.000 toten ?

wann genau soll das denn gewesen sein olum ?
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Re: Die Kurden

Beitragvon Jekyll » So 2. Aug 2015, 02:35

bakunicus » So 2. Aug 2015, 01:27 hat geschrieben:
das ist dann ein fall für die polizei, für den staatsanwalt, aber nicht für die luftwaffe ...
Du willst Polizisten und Staatsanwälte gegen tausende bis an die Zähne bewaffnete Guerilla-Kämpfer schicken, die sich ungünstigerweise auch noch in bergigen Gegenden Süd-Ost-Anatoliens verstecken? Kein guter Plan.
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Re: Die Kurden

Beitragvon JFK » So 2. Aug 2015, 02:39

bakunicus » So 2. Aug 2015, 02:14 hat geschrieben:
ja ja ...

ich begreife bis heute nicht was an separatismus grundsätzlich ein verbrechen sein soll.
wenn die kurden einen eigenen staat haben wollen, oder autonomie haben wollen in der südost-türkei, dann muß man eben ein referendum durchführen.
ist eine mhrheit dafür, dann sollen sie das bekommen, ist eine mehrheit dagegen sollte sich diese frage eigentlich erledigt haben.

hat man das seitens ankara getan ?
nein hat man nicht, stattdessen hat man die kurden unterdrückt, und als das dann eskaliert ist haben die waffen und der terror gesprochen, von beiden seiten.
da gab und gibt es keine guten und bösen.

und heute genau das gleiche ...
wenn erdogan die stellungen der kurden im irak bombardieren lässt, welche antwort erwartet man dann seitens der kurden ?
die dürfen dagegen ja noch nicht mal auf der straße demonstrieren ...

http://www.labournet.de/internationales ... egen-isis/


Da hast du recht, ein Referendum hätte den Kurden einiges an Leid erspart, außer das die in der Minderheit stehenden Türken in diesen Regionen enteignet und vertrieben worden wären, dessen Vorfahren eins dieses Land erobert haben.
Zudem hätten andere Minderheiten die Souveränität angezweifelt und eine Welle wäre somit losgetreten.
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Re: Die Kurden

Beitragvon bakunicus » So 2. Aug 2015, 02:45

Jekyll » So 2. Aug 2015, 02:35 hat geschrieben:Du willst Polizisten und Staatsanwälte gegen tausende bis an die Zähne bewaffnete Guerilla-Kämpfer schicken, die sich ungünstigerweise auch noch in bergigen Gegenden Süd-Ost-Anatoliens verstecken? Kein guter Plan.


natürlich nicht ... :rolleyes:
sondern gegen PKK-terroristen die in der türkei menschen umbringen.
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Re: Die Kurden

Beitragvon Jekyll » So 2. Aug 2015, 02:47

Laut dem User Kardux, der sich selber als "kurdischer Nationalist" und "PKK-Sympathisant" bezeichnet, ist Deutschland de facto ein Hauptbetätigungsfeld für die PKK:
Kardux » Sa 1. Aug 2015, 18:45 hat geschrieben:[...] kommen halt mit dem Argument das die Türkei sehr wohl bedroht wird, nämlich von den PKK- Lagern im Nordirak. Wenn man dieser Logik folgen würde, so könnte die Türkei morgen auch Deutschland angreifen. Immerhin organisiert sich die PKK ausschliesslich in Deutschland. Von Deutschland aus wird die PKK in Wahrheit geführt. Deutsche Städte wie Berlin oder Frankfurt sind Zentren der PKK für Rekrutierung und Spendengelder aus ganz Europa.

Danke, Kardux, für diese überaus aufschlussreichen Informationen. (Er als Insider muss es ja wissen.)


Deutschland hat sich mit den Terroristen anscheinend längst arrangiert.
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Re: Die Kurden

Beitragvon Jekyll » So 2. Aug 2015, 02:51

bakunicus » So 2. Aug 2015, 01:45 hat geschrieben:
natürlich nicht ... :rolleyes:
sondern gegen PKK-terroristen die in der türkei menschen umbringen.
Läuft auf dasselbe hinaus. Solange das Haupt der Schlange nicht zertreten wird, werden immer wieder neue Terrorzellen sprießen und ihr Unwesen treiben. Das ist generell so mit Terrororganisationen. Rein juristische Maßnahmen würden zu sinnloser Sisyphos-Arbeit ausarten (und das Morden weitergehen).
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Re: Die Kurden

Beitragvon UncleSams_Berater » So 2. Aug 2015, 13:31

Damit Kurden in der Türkei friedlich leben können und es endlich zu einem Dialog kommt muss die PKK weg.
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Re: Die Kurden

Beitragvon UncleSams_Berater » So 2. Aug 2015, 13:46

provokatuerk » So 2. Aug 2015, 12:39 hat geschrieben:Die marxistisch-leninistisch-stalinistische PKK hat bei allen deutschen Parteien, besonders bei der CDU viele Anhänger.
Es gibt schon die merkwürdigsten Vögel in Europa, die jeden Idioten unterstützen, sobald es gegen den Nato-Staat Türkei geht.
Die USA ticken da etwas anders, die Begeisterung für die kommunistischen Terroristen hält sich bei ihnen in Grenzen.


Ich bin im allgemeinen kein Freund von Erdogan aber wenn man sich anguckt wem die PKK am meisten in den letzten Jahren geschadet hat, dann war es den Kurden selbst. Man sollte endlich eine politische Lösung finden aber dazu muss erst die PKK weg.
Die meisten Deutschen Politiker sollte man in außenpolitischen Themen gar nicht ernst nehmen, weil sie keine Ahnung haben.
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Re: Die Kurden

Beitragvon Kardux » So 2. Aug 2015, 13:46

Jekyll hat geschrieben:Laut dem User Kardux, der sich selber als "kurdischer Nationalist" und "PKK-Sympathisant" bezeichnet, ist Deutschland de facto ein Hauptbetätigungsfeld für die PKK:


Sind das etwa Neuigkeiten für Sie ?

Jekyll hat geschrieben:Deutschland hat sich mit den Terroristen anscheinend längst arrangiert.


Deutschland hat sich mit niemandem arrangiert. Auch der deutsche Staat hat eine Ahnung über den Kurden- Türken- Konflikt.

Die PKK ist nur ein Akteur der beliebig austauschbar ist. Was bleibt ist jedoch die Unterdrückung der Kurden in der Türkei.

Welches Land auf der Welt leugnet denn die Existenz einer Volkgruppe im Land, die ca. 20 % der Bevölkerung ausmacht ?
Welches Land außer die Türkei tut das ?

Ein interessanter Bericht:

Türkische 'Rasse': Die Schüler von Mustafa Kemal Atatürk
Falih Rifki Atay war Journalist, Schriftsteller und ein Gefolgsmann von Mustafa Kemal Atatürk. Er war zu Zeiten von Atatürk, und auch später, so etwas wie ein Hofjournalist, mit sehr privilegierten Beziehungen. Er berichtete über die Ideologie, die als Kemalismus bekannt ist und bis heute als offizielle Staatsideologie der Türkei festgehalten wird.

Falih Rifki Atay hat 29 Bücher verfasst, die meisten davon verherrlichen die kemalistische Ideologie. Sein letztes Buch 'CANKAYA' hat 586 Seiten und erzählt seine Erlebnisse mit Kemal Atatürk und seinen Nachfolgern, die den Kemalismus mit aufgebaut und durchgeführt hatten. Natürlich schrieb er auch über seine Auslandstreffen.

Auf Seite 319 heißt es:
"Am 50. Jahrestag besuchten wir mit einer Delegation Hitler. Der wahnsinnig von Stolz besessene Hitler sagte: 'Mustafa Kemal hat uns bewiesen, dass er ein Mann war, der einem von allen Mitteln entblößtes Volk geholfen hat sich zu retten, und ihm erneut die Schaffung aller Mittel ermöglicht hat.
Sein erster Schüler ist Mussolini, sein zweiter bin ich.'"

Später schreibt Falih Rifki Atay (S.451):
"Hitler lobte Atatürk und sagte: Wenn ein Volk auch von allen Mitteln entblößt ist, kann es sich die erforderlichen Maßnahmen zu seiner Rettung schaffen. Dies hat er (gemeint ist Mustafa Kemal Atatürk, HI) unter Beweis gestellt." (...) "Wenn man an das Türkentum in den Jahren 1923-1924 denkt, muss man Hitler ein zweites Mal Recht geben."

Atatürk, der selbst albanischer Abstammung war, befahl, die Eigenschaften der türkischen Rasse zu untersuchen. Nachdem die Merkmale der türkischen Rasse nicht gefunden wurden, sagte er, wir repräsentieren die arische Rasse.

Viele Wissenschaftler behaupten, dass die "Rasse der Türken" in der Türkei nur ein paar Prozent ausmacht. Aber trotzdem wird eine staatlich gelenkte Türkentümelei propagiert.

Seit achtzig Jahren rauben die Kemalisten den Menschen ihre Identität, um alle Menschen in der Türkei als Türken zu bestimmen. Ob man Kurde, Jude, Armenier, Assyrer, Lase, Tscherkesse ist, zählt bei dieser Ideologie nicht. "Wer nicht Türke ist, hat nur ein Recht in der Türkei, den Türken zu dienen", sagte der Justizminister der Türkei Mahmut Esat Bozkurt. Die größte türkische Zeitung Hürriyet hat ein Logo auf der Titelseite: "Türkei den Türken!"

Als ich im Jahre 1950 in eine Internatschule kam, hat unser Lehrer mit einem Maßband die Köpfe der Schüler gemessen. Als ein Kurde für ihn unakzeptable Kopfmaße hatte, schüttelte unser Lehrer seinen Kopf und sagte: "Oh Gott warum hast du nicht die Maße der Türken?" Der Kemalismus wollte eine türkische Rasse aus den Völkern schaffen, die fleißig, intelligent und natürlich sehr tapfer sein muss. "Sei stolz, Türke sein zu können!" "Ein Türke ist dem Universum gleich!" etc. Diese Sprüche wurden weiß mit riesigen Buchstaben besonders an den kurdischen Berghängen geschrieben.

Die Lehrer erzählten: Die türkischen Männer sind die stärksten der Welt. Da sie gerne ringen, haben die Männer durch den Mutationsprozess einen Körperbau erhalten, der den Löwen ähnlich ist. Die Beine wurden kürzer, der Oberkörper länger und die Schultern breiter.

Es gibt Türken, die im Krankenhaus ihr reines türkisches Blut nicht mit anderem vermischen wollten. Nach einer Erdbeben-Katastrophe in Izmit vor etwa zwei Jahren verweigerte es der türkische Gesundheitsminister, die Blutkonserven der Griechen aufzunehmen, da die Struktur des reinen türkischen Blutes nicht mit unreinem vermischt werden durfte.

In den geheimen roten Büchern des Staates werden die Kurden als innere Feinde, und alle anderen Nachbarvölker der Türkei als äußere Feind definiert. Der Spruch: "Für Türken gibt es keinen Freund außer Türken" wird von den türkischen Nationalisten oft gebraucht.

Die Türkei braucht in allen Bereichen des Lebens grundlegende Reformen. Primär muss die Türkei einen Prozess für die "Entnationalisierung" durchführen. Sie muss ihr Schulprogramm vollkommen an die europäischen Werte anpassen. Wenn in den Schulbüchern die türkische Rasse verherrlicht wird, werden andere Völker in der Türkei ignoriert. Deshalb denke ich, es ist eine Farce von Gleichberechtigung, Demokratie und Freiheiten zu sprechen. Solange das Militär als Wächter des Kemalismus nicht mal das Flattern eines Blattes duldet, wie schafft man dann die erforderliche Demokratie? Der Kampf zwischen Gut und Böse würde entschieden, wenn die europäischen Politiker ehrlich wären. Schließlich haben sie dieses System achtzig Jahre lang unterstützt.


http://www.haydar-isik.com/content/view/25/58/
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Re: Die Kurden

Beitragvon Kardux » So 2. Aug 2015, 13:56

UncleSams_Berater hat geschrieben:Ich bin im allgemeinen kein Freund von Erdogan aber wenn man sich anguckt wem die PKK am meisten in den letzten Jahren geschadet hat, dann war es den Kurden selbst. Man sollte endlich eine politische Lösung finden aber dazu muss erst die PKK weg.


Und was dann ? Wenn die PKK dann aufgelöst wurde, ist dann Friede- Freude- Eierkuchen in der Türkei ?

Das die PKK in ihrer Geschichte und Gegenwart den Kurden geschadet hat (dem Image am meisten) ist richtig, aber wie konnte denn überhaupt die PKK entstehen?
Gehen die jungen Kurden zum Spass in die Berge ? Wie wurden die Kurden vor dem bewaffneten Kampf der PKK in der Türkei behandelt ?

Das heute in Diyarbakir, Wan, Cizire, Merdin, usw. noch Kurdisch gesprochen wird ist ein Verdienst der PKK, und das zählt für mich aus kurdischer Sicht am meisten.
Die Türkei treibt seit ihrer Staatsgründung eine Vernichtungspolitik gegenüber den Kurden, das hat doch mit der PKK nichts zu tun...
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Re: Die Kurden

Beitragvon UncleSams_Berater » So 2. Aug 2015, 14:05

Kardux » So 2. Aug 2015, 12:56 hat geschrieben:
Und was dann ? Wenn die PKK dann aufgelöst wurde, ist dann Friede- Freude- Eierkuchen in der Türkei ?

Das die PKK in ihrer Geschichte und Gegenwart den Kurden geschadet hat (dem Image am meisten) ist richtig, aber wie konnte denn überhaupt die PKK entstehen?
Gehen die jungen Kurden zum Spass in die Berge ? Wie wurden die Kurden vor dem bewaffneten Kampf der PKK in der Türkei behandelt ?

Das heute in Diyarbakir, Wan, Cizire, Merdin, usw. noch Kurdisch gesprochen wird ist ein Verdienst der PKK, und das zählt für mich aus kurdischer Sicht am meisten.
Die Türkei treibt seit ihrer Staatsgründung eine Vernichtungspolitik gegenüber den Kurden, das hat doch mit der PKK nichts zu tun...


Mag sein dass sich einiges verbessert hat und meiner Meinung nach hat auch die türkische Politik eine Riesen Mitschuld an dieser ganzen Lage.
Aber bei allem Respekt, der PKK Terrorismus bringt die Kurden jetzt nicht mehr weiter! Jetzt muss politisch verhandelt werden.

Die Türkei hat sich auch verändert und ist nicht mehr so wie früher
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Re: Die Kurden

Beitragvon Kardux » So 2. Aug 2015, 14:14

UncleSams_Berater hat geschrieben:Aber bei allem Respekt, der PKK Terrorismus bringt die Kurden jetzt nicht mehr weiter! Jetzt muss politisch verhandelt werden.

Die Türkei hat sich auch verändert und ist nicht mehr so wie früher


Politisch verhandelt werden ? Erdogans Hauptintention war es doch die HDP zu kriminalisieren um die kurdischen Vertreter aus dem Parlament zu kegeln. Erdogan möchte seine absolute Mehrheit wieder zurück, und das auf Kosten der kurdischen Vertretung.

Wie soll man ohne politische Vertretung denn verhandeln ?

In der Türkei hat sich nichts verändert. Die Türkei ist weiterhin ein rassistischer Polizeistaat. Alles wie gehabt.
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Re: Die Kurden

Beitragvon Jekyll » So 2. Aug 2015, 14:26

Kardux » So 2. Aug 2015, 13:14 hat geschrieben:
Politisch verhandelt werden ? Erdogans Hauptintention war es doch die HDP zu kriminalisieren um die kurdischen Vertreter aus dem Parlament zu kegeln. Erdogan möchte seine absolute Mehrheit wieder zurück, und das auf Kosten der kurdischen Vertretung.

Wie soll man ohne politische Vertretung denn verhandeln ?
Ihrer selektiven Betrachtungsweise fehlt ein ganz entscheidender Faktor: die PKK als Unruhestifter und Kriegstreiber.

In der Türkei hat sich nichts verändert. Die Türkei ist weiterhin ein rassistischer Polizeistaat. Alles wie gehabt.
Der Grund für solche extremen Wahrnehmungsverzerrungen und der daraus resultierenden absurden Schlussfolgerungen könnte in der Tat Ihre linksextremistische Indoktrination sein, der Sie ganz offensichtlich zum Opfer gefallen sind. Befreien Sie sich davon und Sie werden die Welt mit ganz anderen Augen sehen.
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Re: Die Kurden

Beitragvon Jekyll » So 2. Aug 2015, 14:30

Kardux » So 2. Aug 2015, 12:46 hat geschrieben:Sind das etwa Neuigkeiten für Sie ?
Nein, natürlich nicht. Aber ich werde es trotzdem zu schätzen wissen, wenn ein bekennender PKK-Sympathisant und kurdischer Nationalist quasi als Insider höchstpersönlich diese Informationen der staunenden Forengemeinde zur Verfügung stellt. Einem Außenstehenden hätte man ja Unkenntnis oder gar antikurdische Propanda unterstellen können, aber bei Ihnen...?
Zuletzt geändert von Jekyll am So 2. Aug 2015, 14:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Kurden

Beitragvon bakunicus » So 2. Aug 2015, 14:49

provokatuerk » So 2. Aug 2015, 14:42 hat geschrieben:
Von TAZ bis FAZ von ARD bis NTV schreiben und reden alle deutschen Medien inzwischen so, dass PKK das kurdische Volk sei.
Wenn bei einem Angriff auf Kandil ausschliesslich bewaffnete Terroristen sterben, heisst es in Deutschland einhellig und einmütig,
Türkei greift Kurden an. Türkei tötet Kurden. PKK= Die Kurden.

PS, der Witz ist dbei, die selben Ignoraten verlangen von Erdogan zu differenzieren. :D :D :D


offenbar ist die türkische justiz jedenfalls genau dieser meinung.

http://www.tagesschau.de/ausland/tuerke ... s-103.html

Der Chef der Kurdenpartei HDP, Demirtas, soll 2014 bei Protesten Demonstranten aufgewiegelt haben. Daher ermittelt die türkische Staatsanwaltschaft gegen ihn. Demirtas wehrt sich gegen den Vorwurf, Kontakte zur PKK zu haben. Dies sei "schmutzige Propaganda".

Der Vorsitzende der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP, Selahattin Demirtas, bestreitet den Vorwurf, er unterhalte Kontakte zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und bekomme Anweisungen von ihr. "Wir haben zur PKK überhaupt keine Beziehungen", sagte er im ZDF-"heute journal". Dies sei "schmutzige Propaganda" des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die HDP bekomme "von niemandem Anweisungen - auch nicht von der PKK".
24 Jahre Haft drohen

Gestern hatte die türkische Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen ihn eingeleitet. Ihm wird vorgeworfen, Bevölkerungsgruppen zur Bewaffnung provoziert und gegeneinander aufgewiegelt zu haben. Sollte es zur Anklage kommen, drohten Demirtas 24 Jahre Haft.

Es geht dabei um gewalttätige Kurdenproteste im Oktober vergangenen Jahres. Damals wurden zahlreiche Menschen getötet, nachdem Kurden gegen die Weigerung der türkischen Regierung protestiert hatten, die syrischen Kurden gegen die IS-Miliz im Kampf um Kobane zu unterstützen.

Erdogan forderte das Parlament in dieser Woche auf, die Immunität für Abgeordnete aufzuheben, denen er Verbindungen zur PKK unterstellt. Dies zielt auf die HDP, die bei der Wahl Anfang Juni überraschend stark abgeschnitten und Erdogans islamisch-konservative AKP um die absolute Mehrheit gebracht hatte.


wer noch zweifel daran hat worum es also wirklich geht, der muß sich nur das vor augen führen.
erdogans AKP will die HDP kriminalisieren und aus dem parlament werfen, um wieder die absolute mehrheit zu bekommen, um so die geplanten verfassungsreformen durchsetzen zu können, die erdogan zum faktischen superpräsidenten machen.
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Re: Die Kurden

Beitragvon Jekyll » So 2. Aug 2015, 14:50

provokatuerk » So 2. Aug 2015, 13:42 hat geschrieben:
Von TAZ bis FAZ von ARD bis NTV schreiben und reden alle deutschen Medien inzwischen so, dass PKK das kurdische Volk sei.
Wenn bei einem Angriff auf Kandil ausschliesslich bewaffnete Terroristen sterben, heisst es in Deutschland einhellig und einmütig,
Türkei greift Kurden an. Türkei tötet Kurden. PKK= Die Kurden.

PS, der Witz ist dabei, die selben Ignoraten verlangen von Erdogan zu differenzieren. :D :D :D
Ja, ist schon eigenartig. Sogar die Kurden selber scheinen mit dieser notwendigen Differenzierung so ihre Probleme zu haben (wie etwa hier Kardux, oder die Demirtas-Brüder...).
Sie schufen eine Wüste und nannten es...Frieden.

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