Islam - Islamismus?

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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Kanzlerqualle » Mi 21. Jan 2015, 14:25

Olifant » Mi 21. Jan 2015, 14:23 hat geschrieben:Und Du hast es natürlich erfasst. Grandios.

.. danke dir .. man kann es aber auch nur erfassen , wenn man denken kann und nicht mit vernebelten Augen durch die Gegend schleicht , so wie es viele tun ...
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Olifant » Mi 21. Jan 2015, 14:27

Kanzlerqualle » Mi 21. Jan 2015, 15:25 hat geschrieben:.. danke dir .. man kann es aber auch nur erfassen , wenn man denken kann und nicht mit vernebelten Augen durch die Gegend schleicht , so wie es viele tun ...

Natürlich ganz klar. Gut, dass wie Leute wie Dich haben, die uns mit Ihrem beeindruckendem geistigen Horizont den Blick für das Ganze eröffnen.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 14:28

Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 12:08 hat geschrieben:Du findest immer tausend Gründe, die rechtfertigen, warum in der islamischen Welt etwas nicht funktioniert.


Ja, weil es für alles auch Gründe gibt, surprise, suprise.

Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 12:08 hat geschrieben:Aber das es an gutem Willen mangelt, diese Möglichkeit schließt du aus.

Für dich sind alle Menschen nur das Produkt ihrer Umstände, für nichts verantwortlich, und immer sind die anderen Schuld.


Klar, da gibts ein paar Milliarden Menschen, die setzen sich hin und haben einfach keine Lust. Vermutlich sind sie auch noch faul und dumm.
Wenn man die Welt nur oberflächlich betrachtet, dann kann man sicherlich zu solchen Schlüssen kommen, ansonsten eher nicht.
Produkt ihrer Umstände sind natürlich alle Menschen oder warum wurde das Internet noch nicht in der Römerzeit erfunden?
Weil die Umstände es nicht hergaben.
Das Sein bestimmt das Bewusstsein. Wenn es nicht so wäre, warum gibt es dann Dinge wie Mentalität, Gruppendynamik, Kultur?
Der Mensch müsste ja dann frei davon sein, wenn die Umstände ihn nicht beeinflussen. Jeder einzelne Mensch würde sich völlig unterschiedlich entwickeln, sein Umfeld hat ja keinen Einfluss darauf.
Wie kommt man dann allerdings darauf das ganze Gruppen von Menschen den selben Willen oder die selben Gedanken haben? Wenn das Umfeld keinen Einfluss hat, dann macht es auch keinen Sinn das einer ganzen Gruppe der gute Wille fehlt, das der Islam als Gruppe gefährlich ist. Den auch er beeinflusst dann ja nicht sein Umfeld und die Umstände.
Alleine das ist schon absurd und widersprüchlich.
Warum soll jemand der nicht nach Syrien geht und nicht gewalttätig ist denselben Mangel an gutem Willen haben wie jemand der es tut? Etwa nur weil er zur selben ethnischen Gruppe gehört?

Warum soll jemand wie der hier http://en.wikipedia.org/wiki/Elias_Zerhouni

Dieselben Verhaltensweisen und Gedanken haben wie der hier

http://de.wikipedia.org/wiki/Ch%C3%A9rif_Kouachi

Irgendwas ist dafür verantwortlich das sie sich entwickelt haben wie sie es taten und verraten kann ich dir eines: Ihre gemeinsame Herkunft war es schonmal nicht.

Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 12:08 hat geschrieben:
Halten wir also fest:
Keiner ist für irgendwas verantwortlich, weder Pegida, noch IS, noch sonstwer.
Alle sind lediglich das Produkt von Mißständen, die von anderen verursacht worden sind.

Diese anderen, die dafür verantwortlich sind, sind ebenfalls das Produkt ihrer Sozialisation und Lebensumstände, können also auch nicht dafür.

Resultat:
Keiner ist für irgendwas zuständig, oder verantwortlich.


Wie gesagt, du verstehst offenbar nicht das Konzept wie menschliche Gesellschaften funktionieren und gesellschaftliche Zusammenhänge entstehen.
Das alles hat viele Ursachen, guter Wille ist allerdings keine davon. Oder kennst du Menschen die gerne in Krieg und Armut leben?
Vermutlich glaubst du das auch noch, die wollen das so.


Deiner Logik zufolge können wir also festhalten:

Der Islam ist nicht zuständig für die Zustände in Nahost, denn er beeinflusst die Umstände nicht. Nichts tut das. Jeder Mensch ist ein isoliertes Individuum.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 14:38

Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 14:28 hat geschrieben:
Das alles hat viele Ursachen, guter Wille ist allerdings keine davon. Oder kennst du Menschen die gerne in Krieg und Armut leben?
Vermutlich glaubst du das auch noch, die wollen das so.


Ja, ich glaube, in der islamischen Welt liebt man die starken Männer, das Martialische, das Heilige, die Kraft und die Waffen.
In den USA liebt man diese Dinge übrigens stärker als in Europa.

Tatsache ist und bleibt, daß keinen Staat auf dieser Welt gibt, als anfassbares Objekt, wie eine Tasse, oder ein Kühlschrank.
Ein Staat existiert nur als Spiegelung in den Köpfen der Menschen, die sich konsensual auf eine Verfassung einigen, und das gemeinschaftlich so wollen.
Also ein Fetzen Papier, mit Paragraphen, Stempel und Unterschrift, und als Überschrift Verfassung oder Grundgesetz.
Und eine Bevölkerung, die diesen Fetzen Papier mit ihrem Willen zum Leben erwecken, weil sie es so wollen.

Das ist dann aber nur der Anfang, das Grundgerüst.
Dann fangen die Probleme erst an.
Also die tausenden kleinen Teufel im Detail.
Vom Schlagloch über Stromnetz, Wasser und Abwasser, Schulsystem muß man sich dann in mühlseliger Kleinarbeit kümmern.

In der islamischen Welt fehlt dazu der Wille, sich dieser Mühsal zu stellen.
Die Denken, eine Demokratie ist wie eine Ölquelle, da sprudelt das Glück heraus, und die Sache ist ein Selbstläufer.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Kanzlerqualle » Mi 21. Jan 2015, 14:39

Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 14:28 hat geschrieben:Irgendwas ist dafür verantwortlich das sie sich entwickelt haben wie sie es taten und verraten kann ich dir eines: Ihre gemeinsame Herkunft war es schonmal nicht.

.

.
.. es sind Menschen die sich weder in ihrem Heimatland integrieren konnten , noch in dem ausgewählten Gastland , was sie aber alle haben , ist der haßerfüllte Koran aus ihrem Heimatland also ihrer Herkunft und dazu kommen die gewalttätigen "Glaubensbrüder" und alles zusammen ergibt einen explosionsartigen Menschen ...
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Kanzlerqualle » Mi 21. Jan 2015, 14:40

Olifant » Mi 21. Jan 2015, 14:27 hat geschrieben:Natürlich ganz klar. Gut, dass wie Leute wie Dich haben, die uns mit Ihrem beeindruckendem geistigen Horizont den Blick für das Ganze eröffnen.

.. dan hoffe ich doch sehr , daß du es dir nun einprägst ... :thumbup:
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 14:46

Kanzlerqualle » Mi 21. Jan 2015, 15:39 hat geschrieben:.
.. es sind Menschen die sich weder in ihrem Heimatland integrieren konnten , noch in dem ausgewählten Gastland , was sie aber alle haben , ist der haßerfüllte Koran aus ihrem Heimatland also ihrer Herkunft und dazu kommen die gewalttätigen "Glaubensbrüder" und alles zusammen ergibt einen explosionsartigen Menschen ...


Hast du den Link angeklickt?
Der andere war ein erfolgreicher muslimischer Radiologe und Forscher, der keine Probleme gehabt hat.
Selbe Herkunft, selbe Religion. Woran liegts?
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 14:49

Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 15:38 hat geschrieben:
Ja, ich glaube, in der islamischen Welt liebt man die starken Männer, das Martialische, das Heilige, die Kraft und die Waffen.
In den USA liebt man diese Dinge übrigens stärker als in Europa.

Tatsache ist und bleibt, daß keinen Staat auf dieser Welt gibt, als anfassbares Objekt, wie eine Tasse, oder ein Kühlschrank.
Ein Staat existiert nur als Spiegelung in den Köpfen der Menschen, die sich konsensual auf eine Verfassung einigen, und das gemeinschaftlich so wollen.
Also ein Fetzen Papier, mit Paragraphen, Stempel und Unterschrift, und als Überschrift Verfassung oder Grundgesetz.
Und eine Bevölkerung, die diesen Fetzen Papier mit ihrem Willen zum Leben erwecken, weil sie es so wollen.

Das ist dann aber nur der Anfang, das Grundgerüst.
Dann fangen die Probleme erst an.
Also die tausenden kleinen Teufel im Detail.
Vom Schlagloch über Stromnetz, Wasser und Abwasser, Schulsystem muß man sich dann in mühlseliger Kleinarbeit kümmern.

In der islamischen Welt fehlt dazu der Wille, sich dieser Mühsal zu stellen.
Die Denken, eine Demokratie ist wie eine Ölquelle, da sprudelt das Glück heraus, und die Sache ist ein Selbstläufer.


Und wieso denken sie deiner Meinung nach so, wenn die Umstände vor Ort (also auch ihre Kultur) sie nicht geformt haben?
Wie kommst du dann zu dem Schluss, das 1,5 Milliarden Menschen das gleiche denken, wenn sie alle losgelöste Individuen sind, die von nichts was von aussen kommt beeinflusst werden?
Zuletzt geändert von Wasteland am Mi 21. Jan 2015, 14:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Olifant » Mi 21. Jan 2015, 14:53

Kanzlerqualle » Mi 21. Jan 2015, 15:39 hat geschrieben:.
...und alles zusammen ergibt einen explosionsartigen Menschen ...

Genial :thumbup:
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 14:54

Olifant » Mi 21. Jan 2015, 15:53 hat geschrieben:Genial :thumbup:


Ja, mich wundert auch schon nichtsmehr.
Als nächstes kommt das man denen das von aussen ansieht, eventuell an der Schädelform. :D
Zuletzt geändert von Wasteland am Mi 21. Jan 2015, 14:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Olifant » Mi 21. Jan 2015, 14:59

Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 15:54 hat geschrieben:
Ja, mich wundert auch schon nichtsmehr.
Als nächstes kommt das man denen das von aussen ansieht, eventuell an der Schädelform. :D

Aber unterhaltsam sind se schon... Wenn man so gar nicht merkt, dass man sich zum Vollhonk macht, hat das ja auch was...
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Gutmensch » Mi 21. Jan 2015, 14:59

Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 15:49 hat geschrieben:
Und wieso denken sie deiner Meinung nach so, wenn die Umstände vor Ort (also auch ihre Kultur) sie nicht geformt haben?
Wie kommst du dann zu dem Schluss, das 1,5 Milliarden Menschen das gleiche denken, wenn sie alle losgelöste Individuen sind, die von nichts was von aussen kommt beeinflusst werden?



Warum du immer so empfindlich reagierst, sollte dir mal zu denken geben. Es ist ein Fakt, dass islamische Länder generell in Bezug auf Nicht-Muslimische Länder unterentwickelt sind und dass dort extrem viel Gewalt herrscht. Diese Gewalt wird auch auf Europa und die USA, auf Australien und Afrika exportiert. Ich weiss, dass du der Meinung bist das habe so gar nichts mit dem Islam zu tun und du eine Liste von vereinzelten, extrem seltenen Anschlägen reflexartig heraus zuckst, die von Christen, Juden und Budhisten verübt worden sein sollen.

Deine Wahrnehmung ist bezüglich der Dimensionen extrem verschoben, denn im Namen des Islam werden seit Jahrzehnten inzwischen Millionen Menschen exekutiert, verfolgt, vertrieben und vergewaltigt. Aus islamischen Ländern hört man aber nur Protest, wenn ein kleines Blättchen in Europa eine Karikatur von Mohammed abdruckt. Islamisch dominierte Länder haben ein Problem, das ist der Islam und seine Dominanz.
the NSA is watching you! :D
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 14:59

Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 14:49 hat geschrieben:
Und wieso denken sie deiner Meinung nach so, wenn die Umstände vor Ort (also auch ihre Kultur) sie nicht geformt haben?


#Gut, nehmen wir an, es gäbe keinen freien Willen, wir sind nur das Produkt unserer Umstände.

Das ändert nichts daran, daß ein demokratischer Staat nur als Willensgemeinschaft (ob dieser nun frei ist oder nicht) entstehen kann.
Also ein Fetzen Papier, und der Wille, das umzusetzen->ergibt einen demokratischen Staat.

Ich erkenne in der islamischen Welt keinen ausreichenden Willen zur Demokratie.
Es reicht in den allermeisten Fällen nicht, um einen Staat zu formen.

Deine Schlußfolgerung:
Der Westen ist als Babysitter dafür zuständig, die Gehirne in der islamischen Welt so zu transformieren, daß das funktioniert.


#Du sagst ja immer, alles was zu 99% friedliebend ist, geht in Ordnung.
Nur ist Pegida auch zu 99% friedliebend, geht also für dich auch in Ordnung.
Alle Welt ist zu 99% friedliebend, das gilt sogar für Bürgerkriegsgebiete.
Würden nur 1% aller Deutschen einen Mord begehen, hätten wir 800 tausend Tote.
Pinochet, der Schah, Gaddafi, praktisch alle Diktatoren wären dann friedliebend.
Zuletzt geändert von Córdoba am Mi 21. Jan 2015, 15:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 15:20

Gutmensch » Mi 21. Jan 2015, 15:59 hat geschrieben:

Warum du immer so empfindlich reagierst, sollte dir mal zu denken geben. Es ist ein Fakt, dass islamische Länder generell in Bezug auf Nicht-Muslimische Länder unterentwickelt sind und dass dort extrem viel Gewalt herrscht. Diese Gewalt wird auch auf Europa und die USA, auf Australien und Afrika exportiert. Ich weiss, dass du der Meinung bist das habe so gar nichts mit dem Islam zu tun und du eine Liste von vereinzelten, extrem seltenen Anschlägen reflexartig heraus zuckst, die von Christen, Juden und Budhisten verübt worden sein sollen.

Deine Wahrnehmung ist bezüglich der Dimensionen extrem verschoben, denn im Namen des Islam werden seit Jahrzehnten inzwischen Millionen Menschen exekutiert, verfolgt, vertrieben und vergewaltigt. Aus islamischen Ländern hört man aber nur Protest, wenn ein kleines Blättchen in Europa eine Karikatur von Mohammed abdruckt. Islamisch dominierte Länder haben ein Problem, das ist der Islam und seine Dominanz.


Das gerade du mit einer solchen Antwort mir eine verschobene Wahrnehmung vorwirfst, das hat schon etwas.
Du liest offensichtlich nicht richtig was ich schreibe, sondern formulierst dir die Antworten die du denkst das du sie bekommen wirst selber.
Ich habe eigentlich schon immer gesagt, das eine Religion die Summe dessen ist was alle ihre Anhänger daraus machen, die Aussage das etwas nichts mit der Religion nichts zu tun habe also ein irrelevanter Nebenkriegsschauplatz ist, da alles was sich auf die Religion bezieht auch mit ihr zu tun hat.
Aber hauptsache man hat sich diese Keule mal wieder selber über den Kopf gezogen, damit man gegen irgendwas argumentieren kann.
Zu der Sache mit den Terroristen: Wer eben danach fragt, bekommt auch eine Antwort. Wem das nicht passt oder wer das verharmlost oder nicht wahrnehmen möchte oder wer nicht willens Gemeinsamkeiten zu analysieren um vielleicht die Ursachen für Terrorismus zu ergründen, der muss sich fragen warum. Jemand antwortete mir mal ganz ehrlich: "Wir haben eben keine Hindus hier in Deutschland, daher interessiert mich das auch nicht."
Hinduismuskritiker oder Judentumskritiker, die sich auf das radikale Judentum beziehen gibt es jedenfalls ziemlich wenige in Deutschland, genau aus jenem Grund.
Für mich sind Religionen soziale Gebilde die in Wechselwirkung mit Kultur und historischen und politischen Ereignissen stehen und dadurch ziemlich austauschbar sind. Gute oder schlechte Religionen gibt es da in meinen Augen nicht, sie haben alle dasselbe Potential.
Man hört aus den islamischen Ländern derweil eine ziemliche Kakophonie an verschiedenen Stimmen, die unterschiedliches wollen und zum Ausdruck bringen. Nur du nicht. Du hörst nur Protest. Vermutlich ist es das was du hören möchtest. Ist ja nicht das einzige wo du Dinge ausblendest.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 15:31

Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 15:59 hat geschrieben:
#Gut, nehmen wir an, es gäbe keinen freien Willen, wir sind nur das Produkt unserer Umstände.


Habe ich nicht gesagt. Natürlich gibt es freien Willen.
Nur ist unser Handlungsrepertoire auf die Dinge begrenzt die wir erfahren und lernen, diese resultieren aus den Umständen in denen wir leben, was wir erleben, unseren Lernerfahrungen.
Du bestätigst das ja sogar ohne es zu merken, weil du Muslimen vorwirfst durch den Islam auf eine bestimmte Weise gleichgeschaltet und sozialisiert zu sein.
Dein Widerspruch geht also gegen dein eigenes Argument.

Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 15:59 hat geschrieben:Das ändert nichts daran, daß ein demokratischer Staat nur als Willensgemeinschaft (ob dieser nun frei ist oder nicht) entstehen kann.
Also ein Fetzen Papier, und der Wille, das umzusetzen->ergibt einen demokratischen Staat.

Ich erkenne in der islamischen Welt keinen ausreichenden Willen zur Demokratie.
Es reicht in den allermeisten Fällen nicht, um einen Staat zu formen.

Deine Schlußfolgerung:
Der Westen ist als Babysitter dafür zuständig, die Gehirne in der islamischen Welt so zu transformieren, daß das funktioniert.


Ganz im Gegenteil. Das kann nur aus der islamischen Welt selber kommen. Aber das wiederrum glaubst du ja nicht, hältst du nicht für möglich. Du wundertest dich nur warum die Babysitterei (Irakkrieg mit anschliessender Verfassung) nicht funktioniert hat.
Ich dagegen wundere mich nicht, denn das funktioniert eben nicht. Menschen lernen aus individuellen Erfahrungen, Völker, Nationen oder Kulturen aus historischen.
Wie möchtest du diesen Widerspruch in den du dich verstrickt hast auflösen?

Ich habe gesagt das die gegenwärtigen Zustände eine Demokratie nicht hergeben. Es müssen neue Staaten geformt und Diktaturen beseitigt werden bevor man daran denken kann. Wirtschaftliche Entwicklung und bessere Bildung sind die nächsten wichtigen Schritte.
Guter Wille reicht aber nicht um Diktaturen zu beseitigen. Das hat auch bei uns nicht geholfen. Das haben bei uns die Amis gemacht.

Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 15:59 hat geschrieben:#Du sagst ja immer, alles was zu 99% friedliebend ist, geht in Ordnung.
Nur ist Pegida auch zu 99% friedliebend, geht also für dich auch in Ordnung.


Ja natürlich, was denn sonst. Habe ich schon 1000mal gesagt. Aber ich sage es auch gerne für dich nochmal.

Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 15:59 hat geschrieben:Alle Welt ist zu 99% friedliebend, das gilt sogar für Bürgerkriegsgebiete.
Würden nur 1% aller Deutschen einen Mord begehen, hätten wir 800 tausend Tote.
Pinochet, der Schah, Gaddafi, praktisch alle Diktatoren wären dann friedliebend.


Hä? :D

Du meinst sie waren zu 99% friedlich oder was? :D

Jetzt hast du dich aber völlig verrannt. Massenmörder können nie friedlich sein. Ein System, eine Idee oder eine Religion kann aber durchaus friedlich verstanden werden. Gerade bei Religionen ist das der Fall, weil da jeder das hineinliest was er möchte und es dadurch zig verschiedene Ergebnisse gibt, von denen einige in Ordnung sind, andere nicht.
Der freie Wille spielt hier eben auch eine Wahl. Jeder Mensch ist eben immernoch ein Individuum, wie du ja selber es auch sagst. In Kollektiven auf religiöser Basis zu denken ist somit Unsinn. Es ist ein Widerspruch zu deiner eigenen Prämisse.
Zuletzt geändert von Wasteland am Mi 21. Jan 2015, 15:32, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Córdoba » Mi 21. Jan 2015, 15:45

Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 15:31 hat geschrieben:
Du bestätigst das ja sogar ohne es zu merken, weil du Muslimen vorwirfst durch den Islam auf eine bestimmte Weise gleichgeschaltet und sozialisiert zu sein.


Von Gleichschaltung habe ich nicht gesprochen.
Damit Demokratie überhaupt funktioniert, bräuchte man so etwas wie eine Gleichschaltung, einen Konsens, eine gesellschaftliche Übereinkunft.
Die existiert nicht.


Das kann nur aus der islamischen Welt selber kommen.


Gut, also Nichteinmischung ist das Beste.

Aber das wiederrum glaubst du ja nicht, hältst du nicht für möglich. Du wundertest dich nur warum die Babysitterei (Irakkrieg mit anschliessender Verfassung) nicht funktioniert hat.


Die Verfassung wurde von einem aus Irakern zusammengesetzten Rat verfasst, und per Plebiszit angenommen.
Meinetwegen, das war Einmischung, funktioniert also nicht.

Guter Wille reicht aber nicht um Diktaturen zu beseitigen.


Guter Wille ist die Grundvorraussetzung Demokratie, sonst funktioniert die nicht.
Es ist keine hinreichende, aber notwendige Vorraussetzung.

Wenn der gute Wille da ist, dann kann die Demokratie kommen.
Aber vorher muß man die Diktatur beseitigen.
Dies darf aber, wie du bereits gesagt hast, nicht durch Einmischung passieren, die lehnst du ja ab.


Ich habe gesagt das die gegenwärtigen Zustände eine Demokratie nicht hergeben.


Es fehlt der Wille, sage ich die ganze Zeit, das ist mein Hauptkritikpunkt........

Wo kein Wille, da kein Weg.


Du meinst sie waren zu 99% friedlich oder was?


Mehrere tausend Tote im Irak ist weniger als 1% der Bevölkerung, also 99% friedlich.
Pegida ist auch zu 99% friedlich.
Zuletzt geändert von Córdoba am Mi 21. Jan 2015, 15:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Marie-Luise » Mi 21. Jan 2015, 15:51

Wasteland » Mi 21. Jan 2015, 13:58

du hängst dich ja generell an die Rockzipfel jener die das aussprechen was du dich nicht traust.


Falsch.

Ich bin nicht so eloquent und bewundere Andere, die das aussprechen, was ich meine. Würde ich mich nicht trauen, würde ich bestimmten intelligenten, eloquenten Menschen kein Lob aussprechen oder ihnen zustimmen.
Marie-Luise

Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Marie-Luise » Mi 21. Jan 2015, 16:05

Gutmensch » Mi 21. Jan 2015, 14:59

Warum du immer so empfindlich reagierst, sollte dir mal zu denken geben. Es ist ein Fakt, dass islamische Länder generell in Bezug auf Nicht-Muslimische Länder unterentwickelt sind und dass dort extrem viel Gewalt herrscht. Diese Gewalt wird auch auf Europa und die USA, auf Australien und Afrika exportiert. Ich weiss, dass du der Meinung bist das habe so gar nichts mit dem Islam zu tun und du eine Liste von vereinzelten, extrem seltenen Anschlägen reflexartig heraus zuckst, die von Christen, Juden und Budhisten verübt worden sein sollen.

Deine Wahrnehmung ist bezüglich der Dimensionen extrem verschoben, denn im Namen des Islam werden seit Jahrzehnten inzwischen Millionen Menschen exekutiert, verfolgt, vertrieben und vergewaltigt. Aus islamischen Ländern hört man aber nur Protest, wenn ein kleines Blättchen in Europa eine Karikatur von Mohammed abdruckt. Islamisch dominierte Länder haben ein Problem, das ist der Islam und seine Dominanz.


Man könnte fast meinen, Wasteland wäre das Sprachrohr der islamischen Welt, so hängt er sich für sie ins Zeug.
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Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Olifant » Mi 21. Jan 2015, 16:06

Marie-Luise » Mi 21. Jan 2015, 17:05 hat geschrieben:
Man könnte fast meinen, Wasteland wäre das Sprachrohr der islamischen Welt, so hängt er sich für sie ins Zeug.

Wohingegen zweifelsfrei klar ist, wessen Sprachrohr Du bist...
Marie-Luise

Re: Islam - Islamismus?

Beitragvon Marie-Luise » Mi 21. Jan 2015, 16:09

Olifant » Mi 21. Jan 2015, 16:06

Wohingegen zweifelsfrei klar ist, wessen Sprachrohr Du bist...


Oh mei, einer der berühmten Halbzeiler des Olifanten.

"Auf der Mauer, auf der Lauer ..." - if you know what I mean.

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