Kleine Stilkunde für Israelkritiker
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Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Hier ein wenig Nachhilfeunterricht für die hier in letzter Zeit angeschwemmten neuen Stümper.
Frage an die Diskurs - Erfahrenen: Wurde noch ein wesentlicher Punkt vergessen?
DER EWIGE ISRAELI
Haben Sie vom Nahostkonflikt keine Ahnung, aber eine Meinung zu bieten? Wollten Sie schon immer mal für mutig gehalten werden, weil Sie etwas aussprechen, was sowieso alle denken? Dann schreiben Sie doch einfach einen israelkritischen Text! Im Folgenden präsentiert Ihnen die Wahrheit eine kleine Handreichung, wie solch ein Text aussehen könnte, sowie ein paar – nennen wir sie: Stolpersteine, die Sie unbedingt beachten sollten, damit Ihre Publikation auch tatsächlich als israelkritisch wahrgenommen wird und nicht etwa als … na, Sie wissen schon.
1. Der Kronzeuge
Zitieren Sie einen israelkritischen Juden, denn wer einen Juden zitiert – das liegt in der Natur der Sache –, der kann die Juden nicht hassen. Bedienen Sie sich dabei der Einfachheit halber aus dem übersichtlichen Pool „kritischer Juden“, die auch von anderen israelkritischen Texten immer wieder gern zitiert werden.
2. Konzentration
Erwähnen Sie in Ihrem Artikel nicht die Hamas – oder wenn, dann nur nebenbei, alles andere würde nur ablenken von Ihrem Thema: Schließlich geht es Ihnen in Ihrem Text um Israel!
3. Anschaulichkeit
Wählen Sie anschauliche Vergleiche, damit diejenigen, die noch weniger Ahnung haben als Sie, sich gleich ein Bild machen können. Vergleichen Sie den Gazastreifen mit dem Warschauer Ghetto und den israelischen Staat mit dem Apartheidregime. Wenn Sie literarischen Ehrgeiz besitzen, können Sie es auch mit Umschreibungen probieren: Bezeichnen Sie Gaza als „ein Gefängnis, ein Lager“, in dem die Menschen zusammengepfercht sind. Hoffen Sie auf einen „Nelson Mandela“ für Israel. Große Prosa entsteht, wenn der Leser die Leerstellen füllt.
4. Im Zweifel links
Lassen Sie durchblicken, dass Sie Linker sind oder zumindest über eine linke Vergangenheit verfügen. Denn wer links ist, ist bekanntlich gegen Nazis und kann also überhaupt gar nicht gegen Juden sein. Es sei denn (und Achtung!, jetzt wird es etwas kompliziert!): Die Juden verhalten sich selber wie Nazis. In diesem Fall können Sie zeigen, wie schlimm Sie den Holocaust finden, indem Sie ihn mit den Verbrechen Israels auf eine Stufe stellen.
5. Moralisches Erbe
Betonen Sie unbedingt und gebetsmühlenartig, dass gerade Sie als Deutscher und Linker die Pflicht haben, israelkritisch zu sein, da Sie zu neuem Unrecht nicht schweigen dürften.
6. Grundsätzlichkeit
Bleiben Sie in Ihren Vorwürfen gegen Israel möglichst pauschal, da zu viele Fakten den Leser verwirren. Gerade bei so einer hochkomplexen Materie darf man sich nicht in den Details verlieren. Nehmen Sie außerdem Abstand von konkreten Quellen – Sie sind hier schließlich der Nahostexperte! Sie sind die Quelle!
7. Kritische Verbundenheit
Schreiben Sie auf jeden Fall, dass Sie nur das Beste für Israel wollen: dass Sie im Gegensatz zu den „vorgeblichen Freunden Israels“ (Jakob Augstein) sein wahrer Freund sind oder dass Sie, wie Harald Martenstein es im Tagesspiegel formuliert hat, sogar für Israel „beten“ würden.
8. Ahnungsvolles Andeuten
Wenn Sie etwas schreiben wollen, für das Sie keine Belege haben, von dem Sie aber trotzdem glauben, dass es stimmt (die wahren Interessen Israels, der jüdische Griff nach der Weltherrschaft, die jüdische Kontrolle von Medien und Politik): Formulieren Sie es als Frage oder Andeutung! Fragen Sie zum Beispiel mit Jakob Augstein: „Wem nützt die Gewalt?“ Und antworten Sie sich selbst: „Und dieses Mal auch – wie nebenbei – den US-Republikanern und der israelischen Regierung.“ In diesem, wie nebenbei gesetzten, „wie nebenbei“ kann der Leser alles lesen, was Sie meinen (siehe auch Punkt 3: „Leerstellen lassen“).
9. Immunisierung
Behaupten Sie, man dürfe Israel nicht kritisieren, ohne als antisemitisch abgestempelt zu werden. Damit unterstreichen Sie zum einen Ihren eigenen Mut; zum anderen machen Sie Ihren Text unangreifbar, weil jegliche Kritik an ihm Ihre These bestätigt.
10. Selbstkontrolle
Lesen Sie Ihren Text zum Schluss noch mal durch. Achten Sie darauf, dass Sie – auch wenn es schwerfällt – immer „Israel“ geschrieben haben, anstatt „die Juden“. Sie werden doch mit Ihrem antirassistischen Arsch nicht einreißen, was Sie so mühsam aufgebaut haben.
http://www.taz.de/Die-Wahrheit/!107442/
Frage an die Diskurs - Erfahrenen: Wurde noch ein wesentlicher Punkt vergessen?
DER EWIGE ISRAELI
Haben Sie vom Nahostkonflikt keine Ahnung, aber eine Meinung zu bieten? Wollten Sie schon immer mal für mutig gehalten werden, weil Sie etwas aussprechen, was sowieso alle denken? Dann schreiben Sie doch einfach einen israelkritischen Text! Im Folgenden präsentiert Ihnen die Wahrheit eine kleine Handreichung, wie solch ein Text aussehen könnte, sowie ein paar – nennen wir sie: Stolpersteine, die Sie unbedingt beachten sollten, damit Ihre Publikation auch tatsächlich als israelkritisch wahrgenommen wird und nicht etwa als … na, Sie wissen schon.
1. Der Kronzeuge
Zitieren Sie einen israelkritischen Juden, denn wer einen Juden zitiert – das liegt in der Natur der Sache –, der kann die Juden nicht hassen. Bedienen Sie sich dabei der Einfachheit halber aus dem übersichtlichen Pool „kritischer Juden“, die auch von anderen israelkritischen Texten immer wieder gern zitiert werden.
2. Konzentration
Erwähnen Sie in Ihrem Artikel nicht die Hamas – oder wenn, dann nur nebenbei, alles andere würde nur ablenken von Ihrem Thema: Schließlich geht es Ihnen in Ihrem Text um Israel!
3. Anschaulichkeit
Wählen Sie anschauliche Vergleiche, damit diejenigen, die noch weniger Ahnung haben als Sie, sich gleich ein Bild machen können. Vergleichen Sie den Gazastreifen mit dem Warschauer Ghetto und den israelischen Staat mit dem Apartheidregime. Wenn Sie literarischen Ehrgeiz besitzen, können Sie es auch mit Umschreibungen probieren: Bezeichnen Sie Gaza als „ein Gefängnis, ein Lager“, in dem die Menschen zusammengepfercht sind. Hoffen Sie auf einen „Nelson Mandela“ für Israel. Große Prosa entsteht, wenn der Leser die Leerstellen füllt.
4. Im Zweifel links
Lassen Sie durchblicken, dass Sie Linker sind oder zumindest über eine linke Vergangenheit verfügen. Denn wer links ist, ist bekanntlich gegen Nazis und kann also überhaupt gar nicht gegen Juden sein. Es sei denn (und Achtung!, jetzt wird es etwas kompliziert!): Die Juden verhalten sich selber wie Nazis. In diesem Fall können Sie zeigen, wie schlimm Sie den Holocaust finden, indem Sie ihn mit den Verbrechen Israels auf eine Stufe stellen.
5. Moralisches Erbe
Betonen Sie unbedingt und gebetsmühlenartig, dass gerade Sie als Deutscher und Linker die Pflicht haben, israelkritisch zu sein, da Sie zu neuem Unrecht nicht schweigen dürften.
6. Grundsätzlichkeit
Bleiben Sie in Ihren Vorwürfen gegen Israel möglichst pauschal, da zu viele Fakten den Leser verwirren. Gerade bei so einer hochkomplexen Materie darf man sich nicht in den Details verlieren. Nehmen Sie außerdem Abstand von konkreten Quellen – Sie sind hier schließlich der Nahostexperte! Sie sind die Quelle!
7. Kritische Verbundenheit
Schreiben Sie auf jeden Fall, dass Sie nur das Beste für Israel wollen: dass Sie im Gegensatz zu den „vorgeblichen Freunden Israels“ (Jakob Augstein) sein wahrer Freund sind oder dass Sie, wie Harald Martenstein es im Tagesspiegel formuliert hat, sogar für Israel „beten“ würden.
8. Ahnungsvolles Andeuten
Wenn Sie etwas schreiben wollen, für das Sie keine Belege haben, von dem Sie aber trotzdem glauben, dass es stimmt (die wahren Interessen Israels, der jüdische Griff nach der Weltherrschaft, die jüdische Kontrolle von Medien und Politik): Formulieren Sie es als Frage oder Andeutung! Fragen Sie zum Beispiel mit Jakob Augstein: „Wem nützt die Gewalt?“ Und antworten Sie sich selbst: „Und dieses Mal auch – wie nebenbei – den US-Republikanern und der israelischen Regierung.“ In diesem, wie nebenbei gesetzten, „wie nebenbei“ kann der Leser alles lesen, was Sie meinen (siehe auch Punkt 3: „Leerstellen lassen“).
9. Immunisierung
Behaupten Sie, man dürfe Israel nicht kritisieren, ohne als antisemitisch abgestempelt zu werden. Damit unterstreichen Sie zum einen Ihren eigenen Mut; zum anderen machen Sie Ihren Text unangreifbar, weil jegliche Kritik an ihm Ihre These bestätigt.
10. Selbstkontrolle
Lesen Sie Ihren Text zum Schluss noch mal durch. Achten Sie darauf, dass Sie – auch wenn es schwerfällt – immer „Israel“ geschrieben haben, anstatt „die Juden“. Sie werden doch mit Ihrem antirassistischen Arsch nicht einreißen, was Sie so mühsam aufgebaut haben.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Na, ist doch klar: wer über Israel schreibt, ohne es nicht mindestens drei Mal pro Satz zu loben, ist ein eliminatorischer Antisemit, nach Art der Nazis und ihrer Vollstrecker.
Tja, und diese miesen Palästinenser stören doch nur. Was wollen die da überhaupt? Die sollen sich gefälligst verziehen. Weit weg. Auf den Mond, oder so.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Ist das jetzt ein Beispiel für Punkt 9 ?pittbull » Mo 17. Dez 2012, 13:46 hat geschrieben:Na, ist doch klar: wer über Israel schreibt, ohne es nicht mindestens drei Mal pro Satz zu loben, ist ein eliminatorischer Antisemit, nach Art der Nazis und ihrer Vollstrecker.
Tja, und diese miesen Palästinenser stören doch nur. Was wollen die da überhaupt? Die sollen sich gefälligst verziehen. Weit weg. Auf den Mond, oder so.

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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Ich habe das gute, demokratische, rechtsstaatliche und humanistische Israel doch gar nicht kritisiert. So etwas würde mir nie in den Sinn kommen. Dass sich Israel gegen die bösartigen Palis wehrt, die es vernichten wollen, ist doch ganz normal. Daran gibt es überhaupt nichts zu kritisieren. Aber rein gar nichts.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Ich würde sagen, es ist eine erweitere Abwandlung von Punkt 9,
Antisemitismus ins Lächerliche zu ziehen, als gäbe es keinen. Gleichzeitig den Spieß umdrehen und Palästinenserhass unterstellen.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Sie sollten eine Reise nach Israel machen.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 13:58 hat geschrieben:
Ich habe das gute, demokratische, rechtsstaatliche und humanistische Israel doch gar nicht kritisiert. So etwas würde mir nie in den Sinn kommen. Dass sich Israel gegen die bösartigen Palis wehrt, die es vernichten wollen, ist doch ganz normal. Daran gibt es überhaupt nichts zu kritisieren. Aber rein gar nichts.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Und dann schreibe ich ein Buch darüber, z.B. wie mich heldenhafte IDF-Soldaten aus der Gewalt palästinensischer Terroristen befreiten, die schon den Krummsäbel ansetzten um mich zu enthaupten. Natürlich gingen die Soldaten dabei völlig gewaltfrei vor, aber das weiß ja sowieso jeder. In den Gewehren sind nur Platzpatronen. Das muss man aber nicht extra erwähnen.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 14:00 hat geschrieben:
Sie sollten eine Reise nach Israel machen.
Und nebenbei schieße ich noch Fotos von den überglücklichen Bewohnern des Gazastreifens, um die infamen Lügen dieser Menschenrechtsorganisationen zu widerlegen.
Zuletzt geändert von pittbull am Montag 17. Dezember 2012, 13:12, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Aber nein. Siehe die deutsche Enthaltung beim UN-Votum zu Palästina. Das war blanker Antisemitismus. Deutschland gehört dafür geächtet!Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 13:59 hat geschrieben:
Ich würde sagen, es ist eine erweitere Abwandlung von Punkt 9,
Antisemitismus ins Lächerliche zu ziehen, als gäbe es keinen.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Nun, man wird in diesem Strang das Rad nicht neu erfinden. Natürlich gibt es Meinungsverschiedenheiten der am Nahostkonflikt beteiligten Parteien.
Es gibt aber auch Antisemitismus - sei er von links, rechts oder politreligiös - welcher sich der o. g. Stilfibel mehr oder weniger bedient.
Es gibt aber auch Antisemitismus - sei er von links, rechts oder politreligiös - welcher sich der o. g. Stilfibel mehr oder weniger bedient.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Interessant wäre auch herauszufinden, welche Aussagen über Israel möglich sind, ohne mit der Antisemitismuskeule Bekanntschaft zu machen. Denn die sitzt ja unglaublich locker, wie wir alle wissen.DarkLightbringer » Mo 17. Dez 2012, 14:36 hat geschrieben:Nun, man wird in diesem Strang das Rad nicht neu erfinden. Natürlich gibt es Meinungsverschiedenheiten der am Nahostkonflikt beteiligten Parteien.
Es gibt aber auch Antisemitismus - sei er von links, rechts oder politreligiös - welcher sich der o. g. Stilfibel mehr oder weniger bedient.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
pittbull » Mo 17. Dez 2012, 14:31 hat geschrieben:
Aber nein. Siehe die deutsche Enthaltung beim UN-Votum zu Palästina. Das war blanker Antisemitismus. Deutschland gehört dafür geächtet!
Hat jemand, außer Ihnen, behauptet die Enthaltung Deutschlands entsprang aus antisemitischen Motiven heraus?
Zuletzt geändert von Gutmensch am Montag 17. Dezember 2012, 14:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Nein, Sie würden vielleicht etwas weniger pauschal über Israel hetzen.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 14:12 hat geschrieben:
Und dann schreibe ich ein Buch darüber, z.B. wie mich heldenhafte IDF-Soldaten aus der Gewalt palästinensischer Terroristen befreiten, die schon den Krummsäbel ansetzten um mich zu enthaupten. Natürlich gingen die Soldaten dabei völlig gewaltfrei vor, aber das weiß ja sowieso jeder. In den Gewehren sind nur Platzpatronen. Das muss man aber nicht extra erwähnen.
Und nebenbei schieße ich noch Fotos von den überglücklichen Bewohnern des Gazastreifens, um die infamen Lügen dieser Menschenrechtsorganisationen zu widerlegen.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Das wäre interessant, es müßte für Sie ganz einfach sein ein Beispiel für die Anwendung der Antisemitismuskeule zu erbringen. Ich bin ganz Ohr.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 14:44 hat geschrieben:
Interessant wäre auch herauszufinden, welche Aussagen über Israel möglich sind, ohne mit der Antisemitismuskeule Bekanntschaft zu machen. Denn die sitzt ja unglaublich locker, wie wir alle wissen.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Und das hier vergessen wir einfach: http://www.spiegel.de/politik/ausland/i ... 55488.htmlGutmensch » Mo 17. Dez 2012, 15:07 hat geschrieben:
Nein, Sie würden vielleicht etwas weniger pauschal über Israel hetzen.
^^ sind ja alles nur antisemitische Propagandalügen.

Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Das ist nahezu beliebig. Beispiel: Israel ermordet Unschuldige. Und zack, kommt die Keule.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 15:11 hat geschrieben:
Das wäre interessant, es müßte für Sie ganz einfach sein ein Beispiel für die Anwendung der Antisemitismuskeule zu erbringen. Ich bin ganz Ohr.
Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Mit Sicherheit. In Deutschland gehört die bedingungslose Unterstützung Israels zur Staatsräson. Was die Israelis mit den Palis anstellen, ist diesbezüglich irrelevant. Allein diese Aussage trieft nur so vor Antisemitismus.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 15:06 hat geschrieben:
Hat jemand, außer Ihnen, behauptet die Enthaltung Deutschlands entsprang aus antisemitischen Motiven heraus?
Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Ziemlich albern der Text, impliziert er doch, es gäbe keine berechtigte Israelkritik.Bukowski » Mo 17. Dez 2012, 13:07 hat geschrieben: http://www.taz.de/Die-Wahrheit/!107442/
Das viele "Kritiker" einige dieser Punkte mittlerweile automatisch einbauen, ist auch nur verständlich. Viel zu schnell wird schließlich die Antisemitismuskeule geschwungen.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Die Anti-Antisemitismuskeule, auch Immunisierung gennant (siehe Punkt 9), scheint ja nicht minder locker zu sitzen. Das schenkt sich dann nicht viel.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 14:44 hat geschrieben:
Interessant wäre auch herauszufinden, welche Aussagen über Israel möglich sind, ohne mit der Antisemitismuskeule Bekanntschaft zu machen. Denn die sitzt ja unglaublich locker, wie wir alle wissen.
Übt ein Obama nicht auch Kritik, ohne Israel-Kritik als vordringliche und einzig mögliche Aufgabe anzusehen ?
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
pittbull » Mo 17. Dez 2012, 15:17 hat geschrieben:
Und das hier vergessen wir einfach: http://www.spiegel.de/politik/ausland/i ... 55488.html
^^ sind ja alles nur antisemitische Propagandalügen.
Nein, es gibt selbstverständlich berechtigte Kritik an Israel.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Wie kommst du darauf? Ist Israelkritik ohne die genannten Punkte etwa nicht möglich?Marcin » Mo 17. Dez 2012, 14:30 hat geschrieben:
Ziemlich albern der Text, impliziert er doch, es gäbe keine berechtigte Israelkritik.
Weil diese ominöse Antisemitismuskeule so schnell geschwungen wird, werden Doppelstandards, Delegitimierung und Dämonisierungen "verständlich"? Erklär mal!Das viele "Kritiker" einige dieser Punkte mittlerweile automatisch einbauen, ist auch nur verständlich. Viel zu schnell wird schließlich die Antisemitismuskeule geschwungen.
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"Das Volk ist immer da, wo das große Maul, die heftigste Phrase ist." Alfred Döblin
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Da erfindet jemand den Antisemitismus neu. Antisemitismus ist die bedingungslose Unterstützung Israels als Staatsräson. Eine Staatsräson, die es so in Deutschland übrigens gar nicht gibt.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 14:30 hat geschrieben:
Mit Sicherheit. In Deutschland gehört die bedingungslose Unterstützung Israels zur Staatsräson. Was die Israelis mit den Palis anstellen, ist diesbezüglich irrelevant. Allein diese Aussage trieft nur so vor Antisemitismus.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Vielleicht darf Obama manchmal vorsichtig Kritik üben. Dafür lässt er dann ein paar Milliarden US$ nach Israel rüberwachsen und alles ist wieder gut.DarkLightbringer » Mo 17. Dez 2012, 15:41 hat geschrieben:
Übt ein Obama nicht auch Kritik, ohne Israel-Kritik als vordringliche und einzig mögliche Aufgabe anzusehen ?
Zuletzt geändert von pittbull am Montag 17. Dezember 2012, 14:51, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Genau betrachtet ist sogar der Zionismus antisemitisch. Was Israel sich da leistet, fällt letztlich auch auf die Juden zurück. Viele können das nicht trennen.Kopernikus » Mo 17. Dez 2012, 15:48 hat geschrieben: Da erfindet jemand den Antisemitismus neu. Antisemitismus ist die bedingungslose Unterstützung Israels als Staatsräson. Eine Staatsräson, die es so in Deutschland übrigens gar nicht gibt.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
pittbull » Mo 17. Dez 2012, 15:20 hat geschrieben:
Das ist nahezu beliebig. Beispiel: Israel ermordet Unschuldige. Und zack, kommt die Keule.
Vielleicht liegt es daran, wie man an das Thema herangeht und wie man die Ermordung von Unschuldigen darstellt.
Wenn jemand sagt, "Juden fressen Kinder", dann würden selbst Sie erkennen, dass in dieser Aussage etwas antisemitisches enthalten ist.
Wenn man Israel als ein Land darstellt, das Unschuldige aus niederen Instinkten heraus tötet, so kann das aus Wut und aus emotionaler Unsachlichkeit wegen eines Einzelfalls passieren. Wenn man das aber ständig und immer wieder macht, dann muß schon was anderes dahinter stecken als nur spontane Wut auf ein Ereignis. Das ist schon Fixierung. Diese kann zufällig sein, sie kann aber auch mit dem jüdischen Staat zusammenhängen, der Israel nun einmal ist.
Tauschen Sie die Begriffe "Juden" mit "Israel" aus, dann stellen Sie fest, dass dieselben Attribute verwendet werden, wie um 1933 gegenüber Juden, um Israel zu charakterisieren. Es muß nicht antisemitisch sein, es kann aber und das ist es auch oftmals.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Obama ist ja nur ein Beispiel - nicht jeder ist Präsident und verfügt über strategische Budgets in Milliardenhöhe.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 15:50 hat geschrieben: Vielleicht darf Obama manchmal vorsichtig Kritik üben. Dafür lässt er dann ein paar Milliarden US$ nach Israel rüberwachsen und alles ist wieder gut.

Nehmen wir als anderes Beispiel den syrischen Schriftsteller Rafik Schami, weder Präsident noch Milliarden schwer - auch dieser lehnt Rassismus entschieden ab.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Hab ich ja auch schon mehrmals verlinkt, passt aber hier wieder gut rein:Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 15:00 hat geschrieben:
Vielleicht liegt es daran, wie man an das Thema herangeht und wie man die Ermordung von Unschuldigen darstellt.
Wenn jemand sagt, "Juden fressen Kinder", dann würden selbst Sie erkennen, dass in dieser Aussage etwas antisemitisches enthalten ist.
Wenn man Israel als ein Land darstellt, das Unschuldige aus niederen Instinkten heraus tötet, so kann das aus Wut und aus emotionaler Unsachlichkeit wegen eines Einzelfalls passieren. Wenn man das aber ständig und immer wieder macht, dann muß schon was anderes dahinter stecken als nur spontane Wut auf ein Ereignis. Das ist schon Fixierung. Diese kann zufällig sein, sie kann aber auch mit dem jüdischen Staat zusammenhängen, der Israel nun einmal ist.
Tauschen Sie die Begriffe "Juden" mit "Israel" aus, dann stellen Sie fest, dass dieselben Attribute verwendet werden, wie um 1933 gegenüber Juden, um Israel zu charakterisieren. Es muß nicht antisemitisch sein, es kann aber und das ist es auch oftmals.
"Man wird ja wohl Israel noch kritisieren dürfen...?!" - Über legitime Kritik, israelbezogenen Antisemitismus und pädagogische Interventionen [PDF]Schon 2004 stellte das Bielefelder Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltfor-
schung fest: »Eine des Antisemitismus unverdächtige Kritik an Israel ist möglich, aber
selten. Nur 10% der Befragten, die im GMF [Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit]-
Survey 2004 eine Kritik an Israel ohne antisemitische Anleihen äußerten, signalisierten
keine Zustimmung zu mindestens einer weiteren Facette des Antisemitismus.
Übrigens passt die Broschüre sehr gut zum Thema und ist äußerst lesenswert.
http://kartoffeln-im-netz.tumblr.com/
"Das Volk ist immer da, wo das große Maul, die heftigste Phrase ist." Alfred Döblin
http://www.youtube.com/watch?v=xwsOi0ypuSI
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Oh Mann, du hast echt nicht den blassesten Schimmer wovon du da quatschst. Sag doch gleich, dass die Juden am Antisemitismus selbst schuld sind.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 14:59 hat geschrieben:
Genau betrachtet ist sogar der Zionismus antisemitisch. Was Israel sich da leistet, fällt letztlich auch auf die Juden zurück. Viele können das nicht trennen.

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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Zionismus ist eine politische Bewegung, Juden sind ein Volk.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 15:59 hat geschrieben:
Genau betrachtet ist sogar der Zionismus antisemitisch. Was Israel sich da leistet, fällt letztlich auch auf die Juden zurück. Viele können das nicht trennen.
Mir kommt es vor als würden Sie den Juden die Schuld zusprechen, dass es Antisemitismus gibt, weil die Zionisten den jüdischen Staat Israel gründeten. Habe ich Sie da richtig verstanden?
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Kopernikus » Mo 17. Dez 2012, 16:05 hat geschrieben: Hab ich ja auch schon mehrmals verlinkt, passt aber hier wieder gut rein:
"Man wird ja wohl Israel noch kritisieren dürfen...?!" - Über legitime Kritik, israelbezogenen Antisemitismus und pädagogische Interventionen [PDF]
Übrigens passt die Broschüre sehr gut zum Thema und ist äußerst lesenswert.
Vielen Dank, sehr informativ!
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Es ist das jahrzehntelange und nahezu unsanktionierte Dahinmeucheln und Misshandeln unschuldiger Zivilisten, dessen sich Israel schuldig macht. Ein schreiendes Unrecht, das sehr bedrückend wirkt. Zumal Israel ein westlich orientierter Staat ist, dessen philosophische und gesellschaftliche Grundlagen wir teilen, und der auch noch bemüht ist, seine Verbrechen zu vertuschen. Das macht alles noch viel schlimmer.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 16:00 hat geschrieben: Wenn man Israel als ein Land darstellt, das Unschuldige aus niederen Instinkten heraus tötet, so kann das aus Wut und aus emotionaler Unsachlichkeit wegen eines Einzelfalls passieren. Wenn man das aber ständig und immer wieder macht, dann muß schon was anderes dahinter stecken als nur spontane Wut auf ein Ereignis.
Mit dem Unterschied, dass die damaligen Juden keiner Fliege etwas zuleide taten. Das Gemetzel und die Unterdrückung der Menschen in den von Israel kontrollierten Gebieten ist aber real.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 16:00 hat geschrieben: Tauschen Sie die Begriffe "Juden" mit "Israel" aus, dann stellen Sie fest, dass dieselben Attribute verwendet werden, wie um 1933 gegenüber Juden, um Israel zu charakterisieren.
Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Du machst es dir zu einfach. Wenn du in einer feindseligen Umgebung sozialisiert wurdest, entwickelst du ganz automatisch eine andere Einstellung zur Gewalt. Sprich: Ohne Hamas&Co lassen sich die Verbrechen der Israelis nicht buchstabieren. Eine fatale Wechselwirkung findet da mMn statt.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 16:20 hat geschrieben: Mit dem Unterschied, dass die damaligen Juden keiner Fliege etwas zuleide taten. Das Gemetzel und die Unterdrückung der Menschen in den von Israel kontrollierten Gebieten ist aber real.
„Ich knüpfe mein Schicksal als Parteivorsitzender der CDU an diese Antwort“
Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Nein, Antisemitismus ist schon viel älter als das neugegründete Israel. Der einfach gestrickte Geist zieht nur falsche Schlüsse aus der Tatsache, dass 3/4 der Israelis Juden sind und dem aggressiven Verhalten der Israelis den Palästinensern gegenüber. Er meint eine angeborene Boshaftigkeit in den Juden zu erkennen. Und das ist die Grundlage des Antisemitismus.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 16:10 hat geschrieben: Mir kommt es vor als würden Sie den Juden die Schuld zusprechen, dass es Antisemitismus gibt, weil die Zionisten den jüdischen Staat Israel gründeten.
Nee, aber dein Verlangen nach der Keule ist groß. Du möchtest, dass ich dir einen Anlass gebe, sie zu zücken.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 16:10 hat geschrieben: Habe ich Sie da richtig verstanden?
Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Das ist vollkommen richtig. Und das sollte man auch nicht aus den Augen verlieren.Unité 1 » Mo 17. Dez 2012, 16:27 hat geschrieben: Wenn du in einer feindseligen Umgebung sozialisiert wurdest, entwickelst du ganz automatisch eine andere Einstellung zur Gewalt. Sprich: Ohne Hamas&Co lassen sich die Verbrechen der Israelis nicht buchstabieren. Eine fatale Wechselwirkung findet da mMn statt.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Israel ist kein Mensch, Israel ist ein Staat auf dem viele Menschen leben. Die Menschen, die in Israel leben, können gut oder böse sein, wie in jedem Staat. Ich halte nichts davon, Israel pauschal als ein handelndes Subjekt zu beschreiben, das Unschuldige meucheln und mishandeln würde.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 16:20 hat geschrieben: Es ist das jahrzehntelange und nahezu unsanktionierte Dahinmeucheln und Misshandeln unschuldiger Zivilisten, dessen sich Israel schuldig macht.
Ein schreiendes Unrecht, das sehr bedrückend wirkt. Zumal Israel ein westlich orientierter Staat ist, dessen philosophische und gesellschaftliche Grundlagen wir teilen, und der auch noch bemüht ist, seine Verbrechen zu vertuschen. Das macht alles noch viel schlimmer.
Man kann es machen aber die Zielsetzung müsste Ihnen klar sein. Es ist die Delegitimation der Existenz des jüdischen Staates, weil es sich durch und durch verbrecherisch verhält. Ist das in Ihrem Sinne? Ich denke nicht.
Die heutigen Juden sind anders als die damaligen? Heute metzeln und unterdrücken sie Menschen? Ist das so Ihre Meinung?Mit dem Unterschied, dass die damaligen Juden keiner Fliege etwas zuleide taten. Das Gemetzel und die Unterdrückung der
Menschen in den von Israel kontrollierten Gebieten ist aber real.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
pittbull » Mo 17. Dez 2012, 16:32 hat geschrieben: Nein, Antisemitismus ist schon viel älter als das neugegründete Israel. Der einfach gestrickte Geist zieht nur falsche Schlüsse aus der Tatsache, dass 3/4 der Israelis Juden sind und dem aggressiven Verhalten der Israelis den Palästinensern gegenüber. Er meint eine angeborene Boshaftigkeit in den Juden zu erkennen. Und das ist die Grundlage des Antisemitismus.
Nee, aber dein Verlangen nach der Keule ist groß. Du möchtest, dass ich dir einen Anlass gebe, sie zu zücken.
Sie bestätigen nichts weiter als meine Fragestellung. Sie behaupten also die Juden sind am Antisemitismus schuld, weil es zionistische Juden gibt, die "aggressiv" gegen Palästinenser vorgingen. Ist Ihnen bekannt, dass es ein uraltes, antisemitisches Klischee ist, die Juden selbst für die Existenz des Antisemitismus zu beschuldigen?
Zuletzt geändert von Gutmensch am Montag 17. Dezember 2012, 15:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Israel hat eine demokratisch gewählte Regierung, was bedeutet, dass die Mehrheit seiner Bürger weitestgehend mit dem übereinstimmt, was dort passiert.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 16:40 hat geschrieben: Israel ist kein Mensch, Israel ist ein Staat auf dem viele Menschen leben. Die Menschen, die in Israel leben, können gut oder böse sein, wie in jedem Staat. Ich halte nichts davon, Israel pauschal als ein handelndes Subjekt zu beschreiben, das Unschuldige meucheln und mishandeln würde.
Ein Staat kann sich ändern, z.B. durch einen politischen Machtwechsel. Einem Staat das Existenzrecht abzusprechen, ist völlig absurd.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 16:40 hat geschrieben: Man kann es machen aber die Zielsetzung müsste Ihnen klar sein. Es ist die Delegitimation der Existenz des jüdischen Staates, weil es sich durch und durch verbrecherisch verhält. Ist das in Ihrem Sinne? Ich denke nicht.
Lies mein Posting im Zusammenhang, dann wirst du verstehen, was ich sagte. Dieses Spielchen: "wir basteln uns einen Antisemiten, indem wir seine Aussagen entsprechend deuten", finde ich ja richtig spannend.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 16:40 hat geschrieben:
Die heutigen Juden sind anders als die damaligen? Heute metzeln und unterdrücken sie Menschen? Ist das so Ihre Meinung?

Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Ja, dieses Verhalten der Israelis schürt den Antisemitismus auf der Welt.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 16:44 hat geschrieben:
Sie bestätigen nichts weiter als meine Fragestellung. Sie behaupten also die Juden sind am Antisemitismus schuld, weil es zionistische Juden gibt, die "aggressiv" gegen Palästinenser vorgingen.
Klar, was aber damals wie heute auf Fehlschlüssen und Verschwörungstheorien beruht, die natürlich absoluter Quatsch sind.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 16:44 hat geschrieben: Ist Ihnen bekannt, dass es ein uraltes, antisemitisches Klischee ist, die Juden selbst für die Existenz des Antisemitismus zu beschuldigen?
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Wann und wo wurde von Israel ein Morden, Metzeln und Meucheln von Unschuldigen durchgeführt? Haben Sie ein Beispiel oder wollen Sie weiter Position No.6 "Grundsätzlichkeit" bestätigen.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 16:54 hat geschrieben: Israel hat eine demokratisch gewählte Regierung, was bedeutet, dass die Mehrheit seiner Bürger weitestgehend mit dem übereinstimmt, was dort passiert.
Bisher haben Sie viel Anklage und Israel maximal verdammt aber sie konnten nicht ein einziges Beispiel zeigen, das ihre Anklagen nachweisen würden.
Ob absurd oder nicht, Israel steht unter Bedrohung von den umliegenden islamischen Staaten und von der Hamas, früher auch von der PLO und der Fatah. Israels Recht auf Existenz wird von der Mehrheit in islamischen Ländern nicht anerkannt. Ein Krieg gegen Israel ist dort sehr populär, wie auch die Hetze gegen Juden und Israel.Ein Staat kann sich ändern, z.B. durch einen politischen Machtwechsel. Einem Staat das Existenzrecht abzusprechen, ist völlig absurd.
Lies mein Posting im Zusammenhang, dann wirst du verstehen, was ich sagte. Dieses Spielchen: "wir basteln uns einen Antisemiten, indem wir seine Aussagen entsprechend deuten", finde ich ja richtig spannend.![]()
Ich habe Ihr Posting gelesen, ich will nur Gewissheit, wie Sie das meinen. Sie ziehen es aber vor Pos. 6. Grundsätzlichkeit
weiterhin zu bestätigen.
Vielleicht hilft Ihnen ein Themenwechsel, warum wünschen Sie sich so sehr, dass Sie endlich einer mal als Antisemiten bezeichnet?
Zuletzt geändert von Gutmensch am Montag 17. Dezember 2012, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Wie sollen sich Israelis Ihrer Meinung nach verhalten, damit sie nicht weiteren Antisemitismus in der Welt verursachen?pittbull » Mo 17. Dez 2012, 17:02 hat geschrieben:
Ja, dieses Verhalten der Israelis schürt den Antisemitismus auf der Welt.
Ja, nur dieser "Quatsch" hat dazu geführt, dass 6.000.000 Menschen bestialisch ermordet und gequält wurden. Vielleicht sollte man ihn ("den Quatsch") angesichts der Geschichte etwas ernster nehmen, meinen Sie nicht auch?Klar, was aber damals wie heute auf Fehlschlüssen und Verschwörungstheorien beruht, die natürlich absoluter Quatsch sind.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Die kritische Berichterstattung gegen Obama, weil er Israel kritisiert, wird unterbunden, weil Obama Milliarden rüberwachsen läßt?pittbull » Mo 17. Dez 2012, 15:50 hat geschrieben: Vielleicht darf Obama manchmal vorsichtig Kritik üben. Dafür lässt er dann ein paar Milliarden US$ nach Israel rüberwachsen und alles ist wieder gut.
Donnerwetter, damit schlagen Sie gleich zwei Klassiker mit einer Klappe. Geldgier und Mediendominanz. Sie kommen in Fahrt!
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Mach dich nicht lächerlich. 10 Sekunden googlen: http://www.channel4.com/news/israeli-so ... eanse-gazaGutmensch » Mo 17. Dez 2012, 17:24 hat geschrieben: Wann und wo wurde von Israel ein Morden, Metzeln und Meucheln von Unschuldigen durchgeführt? Haben Sie ein Beispiel
Und du glaubst, das gibt ihnen das Recht, wehrlose Menschen zu massakrieren?Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 17:24 hat geschrieben: Ob absurd oder nicht, Israel steht unter Bedrohung von den umliegenden islamischen Staaten und von der Hamas, früher auch von der PLO und der Fatah.
Es zeigt mir jedes Mal, wie dumm Israel-Fanboys doch sind. Gewisse Aussagen bringen sie sofort in den Keulenschwinger-Modus. Sie sind wie kleine Pawlowsche Hunde, die mit einfachen Schlüsselreizen zu triggern sind. Ich finde das sehr faszinierend, wie wenig es bei manchen braucht, um ihr Hirn in einen temporären Ruhezustand zu versetzen.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 17:24 hat geschrieben: warum wünschen Sie sich so sehr, dass Sie endlich einer mal als Antisemiten bezeichnet?
Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Mit der Achtung der Menschenrechte der Palis wäre schon viel gewonnen.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 17:32 hat geschrieben: Wie sollen sich Israelis Ihrer Meinung nach verhalten, damit sie nicht weiteren Antisemitismus in der Welt verursachen?
Es waren vermutlich noch viel mehr. Diese Zahl ist nur eine Näherung aufgrund nachweisbarer Tötungsaktionen.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 17:32 hat geschrieben: Ja, nur dieser "Quatsch" hat dazu geführt, dass 6.000.000 Menschen bestialisch ermordet und gequält wurden.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Der Titel passt aber gut: "Israeli soldiers ordered to 'cleanse' Gaza"pittbull » Mo 17. Dez 2012, 17:43 hat geschrieben:
Mach dich nicht lächerlich. 10 Sekunden googlen: http://www.channel4.com/news/israeli-so ... eanse-gaza
Erkennen Sie die Hetze in der Schlagzeile? Wahrscheinlich nicht.
Nun bringen Sie mal die reale Welt mit der Überschrift Ihres Artikels in Einklang. Im Gaza leben ca. 1,8 Millionen Palästinenser. Wieviele wurden denn "gesäubert", was ist mit dem Begriff genau gemeint und warum ist die IDF einmarschiert?
Butter bei die Fische.
Nein, das gibt ihnen nicht das Recht dazu. Die Juden massakrieren auch keine wehrlosen Menschen. Kommen Sie irgendwann über Pos. No. 6 Grundsätzlichkeit hinaus? Wo massakrieren die Juden wehrlose Menschen.Und du glaubst, das gibt ihnen das Recht, wehrlose Menschen zu massakrieren?
Butter bei die Fische.
Es zeigt mir jedes Mal, wie dumm Israel-Fanboys doch sind.
Ahso.
Das soll jetzt meine Frage beantworten, warum Sie sich so sehr wünschen als Antisemiten bezeichnet zu werden?Gewisse Aussagen bringen sie sofort in den Keulenschwinger-Modus. Sie sind wie kleine Pawlowsche Hunde, die mit einfachen Schlüsselreizen zu triggern sind. Ich finde das sehr faszinierend, wie wenig es bei manchen braucht, um ihr Hirn in einen temporären Ruhezustand zu versetzen.
"Weil die anderen dumm sind... "

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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Da deiner Meinung nach der Zionismus selbst antisemitisch ist ebenso wie eine nicht existente deutsche Staatsräson, die du dir ausgedacht hast, zeigst du doch sehr deutlich, dass es ziemlich egal ist, ob Israel Menschenrechte achtet oder nicht. Das wiederum zeigt nämlich sehr deutlich, worum´s eigentlich geht im Eingangsartikel wie auch bei der Frage nach dem Status Quo der sog. Israelkritik: Es ist im Grunde ziemlich schnuppe, was konkret Israel macht. Irgendwas findet sich immer. Genauso war es auch schon immer im Nahen Osten: Weder Hamas noch der Iran oder die Hsibollah wären weniger antisemitisch, wenn Israel nicht im Wesjordanland siedeln würde. Es geht einfach nur darum, dass der "Fremdkörper im Völkergefüge" so ausgetilgt wird, wie schon die Juden aus Europa während des Holocaust. Und wer den Zionismus verachtet, denkt im Kern nicht anders. Allenfalls weniger konsequent.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 16:51 hat geschrieben: Mit der Achtung der Menschenrechte der Palis wäre schon viel gewonnen.
Zuletzt geändert von Kopernikus am Montag 17. Dezember 2012, 17:02, insgesamt 2-mal geändert.
http://kartoffeln-im-netz.tumblr.com/
"Das Volk ist immer da, wo das große Maul, die heftigste Phrase ist." Alfred Döblin
http://www.youtube.com/watch?v=xwsOi0ypuSI
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
pittbull » Mo 17. Dez 2012, 17:51 hat geschrieben: Mit der Achtung der Menschenrechte der Palis wäre schon viel gewonnen.
Sie bleiben weiter auf Kurs, No.6 Grundsätzlichkeit.
Wo werden die Menschenrechte der Palästinenser nicht beachtet, welche Rechte sind das genau und wie kam es dazu, d.h. welchen Grund könnten Israelis haben die Rechte der Palästinenser einzuschränken?
Butter bei die Fische.
Es waren vermutlich noch viel mehr. Diese Zahl ist nur eine Näherung aufgrund nachweisbarer Tötungsaktionen .
Umso mehr ein Grund "den Quatsch" ernst zu nehmen und zum Beispiel bei heutigen Vernichtungswünschen gegenüber den Juden. Siehe Hamas, siehe Ahmadineschad, Muslimbrüder, Hisbollah usw.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Du solltest den ganzen Artikel lesen und vielleicht das Video dazu anschauen. Die Schlagzeile ist nur Blickfang.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 17:57 hat geschrieben:
Der Titel passt aber gut: "Israeli soldiers ordered to 'cleanse' Gaza"
Erkennen Sie die Hetze in der Schlagzeile? Wahrscheinlich nicht.
Nun bringen Sie mal die reale Welt mit der Überschrift Ihres Artikels in Einklang. Im Gaza leben ca. 1,8 Millionen Palästinenser. Wieviele wurden denn "gesäubert", was ist mit dem Begriff genau gemeint und warum ist die IDF einmarschiert?
Es geht nicht um "die Juden", sondern um israelische Sicherheitskräfte und Siedler, die Palis misshandeln und umbringen. Mit falschen Verallgemeinerung zu "den Juden", schüttest du nur Wasser auf die Mühlen des Antisemitismus.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 17:57 hat geschrieben: Nein, das gibt ihnen nicht das Recht dazu. Die Juden massakrieren auch keine wehrlosen Menschen.
Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Guckst du: http://www.amnestyusa.org/our-work/coun ... erritoriesGutmensch » Mo 17. Dez 2012, 18:05 hat geschrieben:
Wo werden die Menschenrechte der Palästinenser nicht beachtet,
Vernichtungsphantasien gegenüber dem Feind sind nichts Ungewöhnliches. Ich würde auch nicht so weit gehen, die Verbrechen der Israelis an den Palis mit dem Holocaust zu vergleichen.Gutmensch » Mo 17. Dez 2012, 18:05 hat geschrieben: Umso mehr ein Grund "den Quatsch" ernst zu nehmen und zum Beispiel bei heutigen Vernichtungswünschen gegenüber den Juden. Siehe Hamas, siehe Ahmadineschad, Muslimbrüder, Hisbollah usw.
Zuletzt geändert von pittbull am Montag 17. Dezember 2012, 17:41, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Faktisch ist es aber nicht egal. Wenn, dann vielleicht aus der Täterperspektive. Aus der Sicht der Geschundenen wäre es geradezu ein Segen, würde Israel nicht weiterhin seine palästinensischen Nachbarn mißhandeln.Kopernikus » Mo 17. Dez 2012, 17:59 hat geschrieben: Da deiner Meinung nach der Zionismus selbst antisemitisch ist ebenso wie eine nicht existente deutsche Staatsräson, die du dir ausgedacht hast, zeigst du doch sehr deutlich, dass es ziemlich egal ist, ob Israel Menschenrechte achtet oder nicht.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Ja, ich habe alles gelesen und das Video geschaut. Trotzdem hasse ich deswegen nicht ganz Israel und unterstelle die Absicht einer ethnischen Säuberung. Ich halte die Dämonisierung Israels für exakt dasselbe Phänomen, wie die Dämonisierung der Juden. Es ist der "reinste" (ein Euphemismus) Antisemitismus.pittbull » Mo 17. Dez 2012, 18:34 hat geschrieben: Du solltest den ganzen Artikel lesen und vielleicht das Video dazu anschauen. Die Schlagzeile ist nur Blickfang.
Es geht nicht um "die Juden", sondern um israelische Sicherheitskräfte und Siedler, die Palis misshandeln und umbringen. Mit falschen Verallgemeinerung zu "den Juden", schüttest du nur Wasser auf die Mühlen des Antisemitismus.
Sie meinen die israelischen Sicherheitskräfte und die Siedler sind also keine Juden? Warum machen Sie es sich so einfach pauschal gegen Israelis zu hetzen und bei Juden werden Sie plötzlich vorsichtig? Ich dachte Sie wollen so gerne als Antisemiten bezeichnet werden, dann müssen Sie sich mehr anstrengen.
Leider haben Sie jede meiner Nachfragen auf konkrete Zusammenhänge mit weiteren anklagenden Verallgemeinerungen beantwortet. Sie kommen aus Ihrem Hamsterrad einfach nicht heraus.
Und nein, Antisemitismus entsteht nicht, wenn ein israelischer Soldat ein Verbrechen begangen haben soll. Das Feindbild ist schon vorher vollständig und allgegenwärtig vorhanden.
Ein Antisemit sucht nach Nachrichten, damit am Ende das Feindbild bestätigt bleibt. Er ist bestens informiert und kann Ihnen von 2000 v.Chr. bis heute alles Mögliche über Juden rezitieren (deswegen fallen Sie schon mal aus dem Grundmuster).
Es gibtniemanden, der antisemitisch wird, wenn er von israelischen Verbrechen hört.
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Re: Kleine Stilkunde für Israelkritiker
Haben Sie eine Erklärung warum palästinensische Gebiete besetzt sind? Sind die Juden böse Menschen?pittbull » Mo 17. Dez 2012, 18:41 hat geschrieben: Guckst du: http://www.amnestyusa.org/our-work/coun ... erritories
Das wäre auch eine Täter-Opfer Umkehr, denn es existiert der Wunsch Israel zu vernichten. Umgekehrt gibt es nicht den Wunsch von Israel andere Völker zu vernichten. Offenbar haben Sie aber großes Verständnis für den Genozid-Wunsch gegenüber Israel, denn es ist Ihrer Meinung nach nichts Ungewöhnliches. Ich finde schon, dass es sehr ungewöhnlich von einem Perser ist, Israel vernichten zu wollen. Was hätte er denn davon, wissen Sie es?Vernichtungsphantasien gegenüber dem Feind sind nichts Ungewöhnliches. Ich würde auch nicht so weit gehen, die Verbrechen der Israelis an den Palis mit dem Holocaust zu vergleichen.
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