Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

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jack000
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Sa 9. Apr 2011, 23:50

Die Schülerin: „Ich dachte, er wolle noch mal reden. Aber er fiel über mich her. Als ich auf der Seite lag, beugte er sich über mich – und biss mir ins linke Ohr ...“

Stefanie: „Es tat höllisch weh, überall war Blut. Auf dem Teppich fand ich das abgebissene Ohrstück, das Mike ausgespuckt hatte.“ Die Ärzte konnten es nicht wieder annähen.

Das Landgericht Dessau verurteilte den bissigen Ex zu einem Jahr Haft auf Bewährung. Außerdem muss er 1600 Euro an Stefanie zahlen. Mike J. („Ich war das nicht!“) will Einspruch einlegen.

http://www.bild.de/news/2009/trennung/v ... .bild.html

Na, dann hat sie halt ein Stück Ohr weniger ... ist doch nicht so schlimm.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon hafenwirt » Di 12. Apr 2011, 00:01

2009???

Nicht böse gemeint, aber wie kommst du auf solche Meldungen? Recherche nach Kuscheljustiz...ist das nen Hobby? ;)

Ansonsten: Die Eltern sind schuld, bei dem Namen ist ein Biss ins Ohr doch prädestiniert! :D
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Tantris » Di 12. Apr 2011, 03:13

hafenwirt » Di 12. Apr 2011, 00:01 hat geschrieben:2009???

Nicht böse gemeint, aber wie kommst du auf solche Meldungen? Recherche nach Kuscheljustiz...ist das nen Hobby? ;)

Ansonsten: Die Eltern sind schuld, bei dem Namen ist ein Biss ins Ohr doch prädestiniert! :D


Ob es wirklich sinnvoll ist, jugendliche sehr lange wegzusperren, darüber könnte man auch mal nachdenken.

Aber, wenn schon olle kamellen, dann können wir doch auch die mauerschützen nehmen. Von denen hat bisher jeder bewährung oder nichtmal das gekriegt. Auch prügelnde polizisten gehen fast immer straffrei aus, auch wenns tote gab. Und wenn juristen angeklagt sind, dann wird sehr gerne "unter brüdern" was eher kuscheliges geurteilt.


Ich glaube nicht,dass sich das unterschichtenproblem im deutschen osten lösen lässt, indem man einfach alle wegsperrt und sonst gar nichts ändert.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Do 14. Apr 2011, 11:31

hafenwirt » Mo 11. Apr 2011, 23:01 hat geschrieben:2009???

Nicht böse gemeint, aber wie kommst du auf solche Meldungen? Recherche nach Kuscheljustiz...ist das nen Hobby? ;)


Das ist mir durch Zufall untergekommen. Wenn ich recherchieren würde, dann hätte der Strang viele viele Beiträge mehr ;)
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Do 14. Apr 2011, 11:36

Tantris » Di 12. Apr 2011, 02:13 hat geschrieben:
Ob es wirklich sinnvoll ist, jugendliche sehr lange wegzusperren, darüber könnte man auch mal nachdenken.

ja, das sollte man in der Tat. Die Seitenlangen Tatenlisten der "Intensivtäter" beweisen, dass Bewährung & CO nicht funktionieren => Vielmehr gibt es deutliche Erfolge bei 1. Warnschuss, 2. Wegsperren: "Ermittler gegen junge Intensivtäter in Essen haben mit Konsequenz Erfolg" http://www.derwesten.de/staedte/essen/E ... 62697.html

Aber, wenn schon olle kamellen, dann können wir doch auch die mauerschützen nehmen. Von denen hat bisher jeder bewährung oder nichtmal das gekriegt. Auch prügelnde polizisten gehen fast immer straffrei aus, auch wenns tote gab. Und wenn juristen angeklagt sind, dann wird sehr gerne "unter brüdern" was eher kuscheliges geurteilt.

Dafür ist dieser Strang da, somit empfehle ich Beispiele zu posten.

Ich glaube nicht,dass sich das unterschichtenproblem im deutschen osten lösen lässt, indem man einfach alle wegsperrt und sonst gar nichts ändert.

Was ist dein Vorschlag ? (Bei dem hier angeschrieben Fall)
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Do 14. Apr 2011, 11:54

TV-Börsenguru kommt mit Bewährungsstrafe davon

Ex-Börsenguru Frick vor dem Berliner Landgericht: 20.000 Anleger beeinflusst
"Make Money" hieß die Sendung, die Finanzexperte Markus Frick im Fernsehen moderierte. Das Motto setzte er selbst ohne Rücksicht in die Tat um: Das Berliner Landgericht verurteilte ihn nun zu einer Bewährungsstrafe, weil er Anleger in seinem Börsenbrief bewusst getäuscht hat.

[...]
Viele Kleinanleger sollen ihre gesamten Investitionen verloren haben. Die Staatsanwaltschaft stellte 80 Millionen Euro sicher.

[...]
Dennoch blieb das Gericht weit unterhalb des von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmaßes. Sie hatte für den 38-Jährigen eine Haftstrafe von drei Jahren beantragt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,756937,00.html

Gerade nach den Erfahrungen mit der Finanzkrise sollte solchen Machenschaften mit hohen Gefängnistrafen geahndet werden.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon miss marple » Do 14. Apr 2011, 13:49

dem denkenden menschen muss doch klar sein, dass der sühnegedanke völlig daneben ist, egal, wie viel nun bei der verurteilung rauskommt.

noch nie dran gedacht?
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Bukowski » Do 14. Apr 2011, 14:24

jack » Do 14. Apr 2011, 10:36 hat geschrieben:ja, das sollte man in der Tat. Die Seitenlangen Tatenlisten der "Intensivtäter" beweisen, dass Bewährung & CO nicht funktionieren => Vielmehr gibt es deutliche Erfolge bei 1. Warnschuss, 2. Wegsperren: "Ermittler gegen junge Intensivtäter in Essen haben mit Konsequenz Erfolg" http://www.derwesten.de/staedte/essen/E ... 62697.html



aus Deinem Link:

Die Zahlen schienen zuweilen gegen die Ermittler zu sprechen. 108 Intensivtäter hat die Ermittlungsgruppe im Jahr 2010 betreut. 19 von ihnen sind ein Jahr straffrei geblieben und aus dem Programm entlassen worden, 24 sind in Haft gegangen. Eine frustrierende Bilanz? Ach wo, sagt Kielbassa. „Wir machen das wirklich gerne, weil es erkennbar sinnvoll ist. Wir sehen, dass wir Erfolg haben.“

Hier, der Andreas Müller, super Typ, habe neulich eine Sendung mit und über ihn im Radio gehört:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/es-br ... 77118.html


Und selbstverständlich ist Sühne richtig und wichtig.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon hafenwirt » Di 19. Apr 2011, 17:33

miss marple » Do 14. Apr 2011, 13:49 hat geschrieben:dem denkenden menschen muss doch klar sein, dass der sühnegedanke völlig daneben ist, egal, wie viel nun bei der verurteilung rauskommt.

noch nie dran gedacht?


Denken kostet Zeit und Kraft. Der Mensch muss sich dies in diesen Zeiten gut einteilen. :) Deswegen wird er ab und an emotional und haut seine Wünsche ins Internet.

Ich kann mir jedenfalls kaum vorstellen (jetzt werd ich ja schon wieder persönlich :| ) das auch nur ein kleiner Teil in der Realität daran Interesse hätte, jemanden auf den Dorfplatz zu jagen und selbst mal Hand anzulegen.

...Zumindest hoffe ich, das teeren, federn, köpfen, Penis kürzen, "Tierversuche" für Menschen u.ä. nur in der Phantasie der Menschen existiert...

Denn mit Blutspritzern lässt' es sich auch nicht gut auf Konferenzen gehen. Oder sagen wir: Offensichtlichen Blutspritzern. ;)

Vorwärts immer, rückwärts nimmer! :)
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Di 19. Apr 2011, 18:28

hafenwirt » Di 19. Apr 2011, 16:33 hat geschrieben:...Zumindest hoffe ich, das teeren, federn, köpfen, Penis kürzen, "Tierversuche" für Menschen u.ä. nur in der Phantasie der Menschen existiert...

Zwischen Kuscheljustiz und deinen Ausführungen gibt es also nichts?
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon hafenwirt » Di 19. Apr 2011, 23:52

jack » Di 19. Apr 2011, 18:28 hat geschrieben:Zwischen Kuscheljustiz und deinen Ausführungen gibt es also nichts?


Zumindest nichts, was "einfach so ohne weiteres" und auch realistisch umsetzbar wäre.

Ich hab da ehrlich gesagt keine Ahnung, was da juristisch einfach durch Gesetzesänderung möglich ist, kann mir aber nicht vorstellen, dass Richtern eine "Pflichtmindeststrafe" vorgeschrieben werden kann.

Strafmaß an sich höher setzen, bringt ja nichts, da ja doch (aus deiner Sicht) eh große Teile der Richter Alt-68er-Hippies sind.

Bleibt also noch das Absetzen von den Geburtenjahrgängen 50-60, aber da fehlt wohl der Nachwuchs und ne Grundlage. ;)

Aber ich brauch mir ja weniger Gedanken machen, mir ist das System ja recht, ;) :

Was ist umsetzbar, ohne dabei die Verfassung, politische Ordnung oder eine instabile Gesellschaft in Kauf zu nehmen?
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Tantris » Mi 20. Apr 2011, 05:09

Tja, früher lagen die hippies bekifft im park unterm baum.

Jetzt studieren sie jura, machen einser-examen und dann nix wie ab ins richteramt.

Wie sich die zeiten ändern!

Hat der "lange marsch durch die institutionen" doch geklappt?
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon RayBan » Mi 20. Apr 2011, 10:26

Heuzutage läuft das vielfach ein wenig anders vor Gericht ab, als sich das der gemeine Bürger vorstellt...

Unter dem Stichwort "Ökonomisierung der Justiz" werden gerne Deals zwischen Richter, Staatsanwalt und Verteidigung abgekaspert, noch bevor die Verhandlung überhaupt eröffnet wird. Das Problem sind hierbei oftmals die Schöffen. Denen wird von Richterseite präsentiert, das man sich auf ein Strafmaß in der Spanne von x-y geeinigt hat und die Schöffen inklusive Richter jetzt nur noch die Höhe der Strafe ausknobeln müssen. Fällt diese allerdings zu niedrig aus, so redet der Richter seinen Schöffen während der Mittagspause bei Würstchen und Kartoffelsalat ins Gewissen, die Strafe doch ein wenig höher anzusetzen, da der Staatsanwalt sich ansonsten gegen derartige Deals sperren könnte...

Der gemeine Bürger/Laienrichter soll also nur noch Abnicken was die Herren Richter/Staatsanwälte und Verteidigung ausgekungelt haben...

Ein feines System... :|
Zuletzt geändert von RayBan am Mi 20. Apr 2011, 12:15, insgesamt 1-mal geändert.
Aufgegeben wird höchstens ein Brief
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon SIRENE » Fr 29. Apr 2011, 12:51

Ich fürchte, wenn nicht gleichzeitig die Chancen genannt werden, die eine der besten Rechtsordnungen der Welt bietet, um Rechtsuchenden ermöglichen, sich gegen Willkür und Machtmißbrauch in der Justiz zu wehren, gerät dieser Strang mehr zu einer Bestätigung juristischer Allmacht, was letztlich mehr das Gegenteil von dem bewirkt als das, was vermutlich beabsichtigt ist ...

Im Internet gibt es viele Fälle, die juristisches Versagen belegen. Da mit solchen Veröffentichungen immer auch das Risiko verbunden ist, daß die Veröffentlichung von Juristen ausradiert wird, kann man davon ausgehen, daß sie den Tatsachen sehr nahe sind. Den erschlagendsten Beweis dafür, daß wir was mit unsere Demokratie falsch gemacht haben, liefern aber Dauerarbeitslosigkeit, Schuldberge, Vermögensschere und nicht zuletzt die offensichtliche Präsenz unverschämter Selbstherrlichkeit von Juristen, die auch mit sehr vielen Internetbeiträgen Einfluß nehmen auf die Meinungsfreiheit politisch engagierter Bürger und damit auch seit vielen Jahren die nachweislich effektivsten und einfachsten Möglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger verhindern, sich zu rasch und nachhaltig zu entlasten und damit dafür zu sorgen, daß aus unserer Gesellschaft was Rechtes wird, in der sich die meisten wohl fühlen, sicher sind und keine Angst mehr vor der Zukunft haben.

Hier ein Fall, der so gut dokumentiert, analysiert und gerichtstauglich bewiesen ist, daß international agierendes Litigationsmanagenemt aufmerksam geworden ist und großes Interesse hat, mit dem dahinter steckenden Wissen sehr viele und extrem hohe Regreßansprüche von inzwischen im Ausland lebenden fähigen Menschen zu realsieren, die Deutschland den Rücken gekehrt haben, weil es zu viel Willkür und Machtmißbrauch in der Justiz gibt: INSTANZENWEG - Der JaCobi-Prozess Zusammenfassung lesen genügt. Wer's genau wissen möchte, kann sogar Nachweise anfordern, wenn sein Interesse begründet ist.

Falls hier nur "klassisches Täter-Opfer-Justizgekuschele" aufgehängt werden soll, werde ich gerne einen Strang starten, in dem Rechtsverletzer die Hauptrolle spielen, die mehr Einfluß haben auf unsere Wirtschaft (und damit auf alles andere) als Straftaten, die letztlich oft nur durch entsprechend "schlecht justierte Umstände" entstehen. Oft sitzen im Grunde arme Schweine auf den Anklagebänken der Strafjustiz, weil sie Opfer von Tätern wurden, die nicht mal zivilrechtlich belangt werden ... Im JaCobi-Fall haben sich mittlerweile viele weitere Staatsdiener und Juristen strafbar gemacht durch vorsätzliche Rechtsbeugung. Rechtsbeugung ist ein Strafdelikt, und wendet man Vorsatz so an, wie das Juristen oft tun, um beispielsweise Bußgelder zu kassieren und ggf. auch durch Androhung von Erzwingungshaft zu erpressen, sieht man sicherlich auch, daß die Möglichkeiten, Juristen zur Veranwortung zu ziehen längst nicht so eingeschränkt sind, wie das Juristen gerne behaupten ... Die Justiz hat eine so verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen, daß es eigentlich nicht viel geben darf, was nicht vorsätzlich passiert ...
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon hafenwirt » Fr 3. Jun 2011, 20:14

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0 ... 22,00.html

Gegen den 24-Jährigen wird am Freitagnachmittag Haftbefehl erlassen. Die Polizei möchte über den Mann keine weiteren Angaben machen, sagt nur eines: Er war extrem betrunken. "Drei Stunden nach der Tat hatte er noch einen Atemalkohol von rund 1,7 Promille", sagt eine Polizeisprecherin SPIEGEL ONLINE. Laut Staatsanwaltschaft war der Mann jedoch nicht orientierungslos. Er ist der Polizei bereits wegen kleinerer Gewaltdelikte bekannt, hat jedoch keine Vorstrafen.


Wie kann es sein, dass es trotz kleinerer Gewaltdelikte keine Vorstrafe gibt? :?:

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) forderte einen konsequenteren Umgang mit alkoholisierten Gewalttätern. Obwohl die Hemmschwelle in den letzten Jahren gesunken sei und Überfälle immer brutaler würden, führe die Alkoholisierung von Tätern mitunter dazu, dass Gerichte von einer Verurteilung nach schwersten Straftaten absehen, hieß es in einer Pressemitteilung.
Zuletzt geändert von hafenwirt am Fr 3. Jun 2011, 20:14, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon USA TOMORROW » Sa 4. Jun 2011, 13:52

hafenwirt » 3. Jun 2011, 20:14 hat geschrieben:http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,766522,00.html



Wie kann es sein, dass es trotz kleinerer Gewaltdelikte keine Vorstrafe gibt? :?:



Die Tatsache, dass Alkoholisierung sich strafmildernd auswirkt ist wirklich ein Unding.
"It is incorrect to say that biological data cannot be decisive. It is scientifically correct to say that an individual human life begins at conception."

Professor Micheline Matthews-Roth
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Sa 4. Jun 2011, 22:51

hafenwirt » Fr 3. Jun 2011, 20:14 hat geschrieben:http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,766522,00.html



Wie kann es sein, dass es trotz kleinerer Gewaltdelikte keine Vorstrafe gibt? :?:

Siehe Strangthema ;)
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Shoogar » So 5. Jun 2011, 00:02

hafenwirt » Fr 3. Jun 2011, 20:14 hat geschrieben:Wie kann es sein, dass es trotz kleinerer Gewaltdelikte keine Vorstrafe gibt? :?:


Keine Ahnung.
Ich schätze mal, daß alle Äußerungen hier, darüber, was "kleinere Gewaltdelikte" sind , dem Reich der Spekulation angehören.
Drum mag ich auch nicht darüber mutmaßen, wieso in diesem Fall deswegen keine Vorstrafen vorliegen.
Das Leben auf der Erde mag teuer sein, aber eine jährliche Rundreise um die Sonne ist gratis mit dabei.
http://www.politik-forum.eu/viewtopic.php?f=27&t=353
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon jack000 » Di 7. Jun 2011, 12:37

Benjamin (18) wegen Handy totgeprügelt

Wie kaltblütig und verroht können Menschen sein? Im Streit um ein kaputtes Handy haben fünf Jugendliche ihren Bekannten Benjamin (18) totgetreten – so lautet die Anklage der Kölner Staatsanwaltschaft.

Wipperfürth im November 2009. Vor dem Toom-Markt in der Innenstadt finden Passanten gegen 3.30 Uhr in der Nacht den toten Benjamin D. Grausam zugerichtet in einer Blutlache liegend.


http://www.express.de/regional/koeln/be ... index.html

Ergebnis:

Da es sich bei der schweren Körperverletzung mit Todesfolge eigentlich nur um eine "Abreibung" gehandelt habe, wurden nach Ansicht des Vaters des getöteten 18-jährigen Bennys aus Wipperfürth "lächerliche Urteile" gesprochen.

Der Haupttäter erhält eine zweijährige Strafe, die zur Bewährung ausgeschrieben ist. Ein Mittäter muss sich für acht Monate Bewährungsauflagen unterwerfen und gegenüber den anderen drei Angeklagten wurde eine Verwarnung ausgesprochen.

Begründet werden die Strafen unter anderem dadurch, dass "das Geschehen (...) aus dem Ruder gelaufen" sei. Eigentlich sollte es sich bei der Tat, die vor 15 Monaten geschah, nur um die Abreibung für ein beschädigtes Handy handeln. Der Vater des toten Jungen will sich mit seinem Anwalt besprechen.

http://www.shortnews.de/id/875706/Laech ... -Jaehrigen

Eine kleine Rangelei wegen einem Handy ... da kann sowas schonmal passieren ...
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Re: Der Kuscheljustiz-Urteile Strang

Beitragvon Kaukas » Di 7. Jun 2011, 15:03

Gibt es in solchen Fällen ein vergleichbares Mittel wie z.B. einer Dienstaufsichtsbeschwerde, also einer Art Anzeige ggn den Richter, oder bleibt in solchen Fällen nur mehr so etwas wie ein 'Verwaltungsakt', also eine Revision o.ä.? Wäre dies mein Kind, hätte ich auch Probleme mit diesem Urteil, ohne jetzt die Details zu kennen.

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