Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon Audi » Di 19. Nov 2019, 12:14

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Nov 2019, 12:09)

Wo sind dann die Panzer? Ein Sturmangriff auf die Universität ist bereits misslungen und ein gepanzertes Fahrzeug, das Feuer fing, legte den Rückwärtsgang ein.

Die Uni ist überwiegend verlassen. Nur noch 100 Leute sind drin
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Nov 2019, 12:23

Audi hat geschrieben:(19 Nov 2019, 12:14)

Die Uni ist überwiegend verlassen. Nur noch 100 Leute sind drin

Bei der Schlacht an den Thermopylen haben einst 300 Griechen zigtausende Perser aufgehalten. ;)

Hinzu kommt, die Unterstützung der Bevölkerung für die Demokratie-Bewegung ist nach wie vor sehr hoch, auch für die belagerten Studenten.
Der Versuch, sie von außen zu entsetzen, könnte wiederholt werden. Bei entsprechender Masse wäre Hongkong der Kessel, der den Polizeikessel umringt.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon Audi » Di 19. Nov 2019, 13:12

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Nov 2019, 12:23)

Bei der Schlacht an den Thermopylen haben einst 300 Griechen zigtausende Perser aufgehalten. ;)

Hinzu kommt, die Unterstützung der Bevölkerung für die Demokratie-Bewegung ist nach wie vor sehr hoch, auch für die belagerten Studenten.
Der Versuch, sie von außen zu entsetzen, könnte wiederholt werden. Bei entsprechender Masse wäre Hongkong der Kessel, der den Polizeikessel umringt.

Traum weiter :D
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Di 19. Nov 2019, 14:12

Audi hat geschrieben:(19 Nov 2019, 13:12)

Traum weiter :D

Die stoischen Regime und Diktaturen begehen immer den gleichen Fehler. Sie verstehen nicht, dass die Mechanik von Gewalt weniger wert ist als die Dynamik der Moral.
In aller Regel gehen sie dadurch unter.

Beispiel Altes Südafrika. Das Regime war nicht mechanisch am Ende, wohl aber zunehmend dadurch, weil ein einzelner Mann im Gefängnis zur Stimme der Nation wurde.
Die Idee ist das entscheidende, nicht das Gewicht von Stahl.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon naddy » Di 19. Nov 2019, 17:31

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Nov 2019, 14:12)

Die stoischen Regime und Diktaturen begehen immer den gleichen Fehler. Sie verstehen nicht, dass die Mechanik von Gewalt weniger wert ist als die Dynamik der Moral. In aller Regel gehen sie dadurch unter.


Angesichts der aktuellen weltpolitischen und wirtschaftlichen Lage hat Xi Jinping allerdings noch wenig Anlaß zu derartigen Befürchtungen. Daran wird sich vermutlich auch so schnell nichts ändern, da selbst in dieser uralten Kulturnation der Einfluß von Sterndeutern und Hofpropheten deutlich zurückgegangen ist. In Sachen Vergangenheit kann man den Chinesen eh' nichts vormachen, inzwischen fangen sie auch an die Zukunft zu erobern - und sind dabei schon ein gutes Stück vorwärts gekommen. Mal sehen.

Was mich nachdenklicher stimmt ist die Beobachtung, dass sich unter den Protestierenden neben friedlichen Demonstranten und maskierten, mit Pfeil und Bogen auf Polizisten schießenden und molotowcocktail-schmeißenden Profi-Krawallmachern auch 13-14-jährige Kinder aus der "Generation Smartphone" befinden. Jedenfalls zeigen das die medial übertragenen Bilder. Wenn sich darin ein neuer Trend ankündigen sollte, hielte ich das für extrem gefährlich. Denn die Einen wissen was sie tun, die Anderen eher nicht. In vermutlich bester Absicht mit-protestierende Kinder zum Werkzeug gewalttätig durchgesetzter Interessen gemacht - eine grauenhafte Vorstellung. Da reichen mir die in einschlägigen IS-Videos vorgestellen 10-jährigen, die mit Kalaschnikows den Gottesstaat erkämpfen sollen, wirklich mehr als aus.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon unity in diversity » Mi 20. Nov 2019, 01:00

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Nov 2019, 12:09)

Wo sind dann die Panzer? Ein Sturmangriff auf die Universität ist bereits misslungen und ein gepanzertes Fahrzeug, das Feuer fing, legte den Rückwärtsgang ein.

Falls Peking die Prinzipien der militärischen und nichtmilitärischen Standortbereinigung übernommen hat, eilt es nicht.
Man hält den Konflikt am Schwelen und legt etwas nach, bevor er etwa ausgeht.
Hinterher erklärt man dem aufmüpfigen Volke, was es alles kaputt gemacht hat und wo die Arbeitsplätze jetzt sind.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon Alpha Centauri » Mi 20. Nov 2019, 11:19

DarkLightbringer hat geschrieben:(19 Nov 2019, 12:23)

Bei der Schlacht an den Thermopylen haben einst 300 Griechen zigtausende Perser aufgehalten. ;)

Hinzu kommt, die Unterstützung der Bevölkerung für die Demokratie-Bewegung ist nach wie vor sehr hoch, auch für die belagerten Studenten.
Der Versuch, sie von außen zu entsetzen, könnte wiederholt werden. Bei entsprechender Masse wäre Hongkong der Kessel, der den Polizeikessel umringt.


Absolut und eben der massive Rückhalt der Bevölkerung Hong Kongs für die Demokratie Bewegung, dürfte mit ein Grund sein, weshalb Lam ja darüber nachdenkt die geplanten Wahlen in Hong Kong zu verschieben.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Nov 2019, 13:01

Alpha Centauri hat geschrieben:(20 Nov 2019, 11:19)

Absolut und eben der massive Rückhalt der Bevölkerung Hong Kongs für die Demokratie Bewegung, dürfte mit ein Grund sein, weshalb Lam ja darüber nachdenkt die geplanten Wahlen in Hong Kong zu verschieben.

Wong soll ja eh nicht an den Wahlen teilnehmen dürfen, was wiederum als Provokation seitens der Lam-Regentschaft wahrgenommen werden kann.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Nov 2019, 13:21

naddy hat geschrieben:(19 Nov 2019, 17:31)

Angesichts der aktuellen weltpolitischen und wirtschaftlichen Lage hat Xi Jinping allerdings noch wenig Anlaß zu derartigen Befürchtungen. Daran wird sich vermutlich auch so schnell nichts ändern, da selbst in dieser uralten Kulturnation der Einfluß von Sterndeutern und Hofpropheten deutlich zurückgegangen ist. In Sachen Vergangenheit kann man den Chinesen eh' nichts vormachen, inzwischen fangen sie auch an die Zukunft zu erobern - und sind dabei schon ein gutes Stück vorwärts gekommen. Mal sehen.

Was mich nachdenklicher stimmt ist die Beobachtung, dass sich unter den Protestierenden neben friedlichen Demonstranten und maskierten, mit Pfeil und Bogen auf Polizisten schießenden und molotowcocktail-schmeißenden Profi-Krawallmachern auch 13-14-jährige Kinder aus der "Generation Smartphone" befinden. Jedenfalls zeigen das die medial übertragenen Bilder. Wenn sich darin ein neuer Trend ankündigen sollte, hielte ich das für extrem gefährlich. Denn die Einen wissen was sie tun, die Anderen eher nicht. In vermutlich bester Absicht mit-protestierende Kinder zum Werkzeug gewalttätig durchgesetzter Interessen gemacht - eine grauenhafte Vorstellung. Da reichen mir die in einschlägigen IS-Videos vorgestellen 10-jährigen, die mit Kalaschnikows den Gottesstaat erkämpfen sollen, wirklich mehr als aus.

Die Umlagerten der Universität haben keine Wahl, Carrie Lam vermittelt nicht. 10 Jahre Haft sind ja schon ganz offiziell geboten, immer wieder gibt es Berichte über Misshandlungen. Gerüchten zufolge werden Studenten massenhaft in "Konzentrationslager" verbracht. Manche erwarten den Tod und einige Wenige haben sich in der Tat mit Pfeil, Bogen und Speer gerüstet. Das ist bisher aber die absolute Ausnahme und keinesfalls mit den rund 7 Millionen Einwohner von Hongkong gleichzusetzen.
Joshua Wong, eines der zentralen Gesichter der Demokratie-Bewegung, sagt, das Regime habe die Kontrolle über ihre Polizeigewalt verloren.

Wer auf Gewalt anstelle einer politischen Lösung setzt, so wie das Regime, der übersieht, dass er selbst die Eskalation herbei ruft. Und er begeht den klassischen Denkfehler, wonach sich der Geist der Freiheit niederknüppeln ließe.
Nelson Mandela hatte keinen einzigen Panzer zur Verfügung, keine Armee, nichts, und war zudem eingesperrt. Doch bevor er zum Vater des neuen Südafrikas wurde, war er schon die Stimme Südafrikas. Man vergleiche auch Mahatma Gandhi, ein alter Mann mit Spinnrad, und doch die größte Herausforderung für das britische Empire seinerzeit.

Das Volk ist wie das Wasser. Ein römischer Kaiser soll mal einen Feldzug gegen Neptun befohlen haben, er ließ Legionäre auf das Wasser einschlagen und Muscheln als Trophäe des Sieges erbeuten.
Dieser Kaiser war verrückt.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon naddy » Mi 20. Nov 2019, 14:24

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Nov 2019, 13:21)

... und einige Wenige haben sich in der Tat mit Pfeil, Bogen und Speer gerüstet. Das ist bisher aber die absolute Ausnahme und keinesfalls mit den rund 7 Millionen Einwohner von Hongkong gleichzusetzen.


??? Mein Punkt war, dass unter dem gewaltbereiten Teil der Demonstranten auch Kinder sichtbar wurden, meine Vermutung, dass es sich dabei um harmlose Kids der "Generation Smartphone" handelt, die lediglich dem aktuell "viralen" Trend folgen, für alles Mögliche auf die Straße zu gehen. Darin sehe ich auch kein Problem, haarig wird es aber dann, wenn sich friedliche Demonstranten, Kinder und Militante vermischen. Die Ersteren haben ein Anliegen, den Zweiten macht die Aktionsform Spaß und den Dritten geht es ausschließlich um Krawall. Auch bei uns kein unbekanntes Phänomen. Da sich der Effekt von geworfenen Molotowcocktails im Einzelfall nur grob abschätzen läßt - besonders im zu beobachtenden Tohuwabohu - halte ich die Anwesenheit von Kindern in besagtem Szenario eben für bedenklich.

Wer auf Gewalt anstelle einer politischen Lösung setzt, so wie das Regime, der übersieht, dass er selbst die Eskalation herbei ruft.


Leider offenbar nicht nur das Regime, sondern eben auch Teile der sogenannten Demonstranten. Wer da letztlich am längeren Hebel sitzt, ist unschwer zu erraten. Besonders da man seit Erdogan weiß, dass sich auch die Verhaftung von Hunderttausenden noch als "Demokratie" verkaufen läßt. Das haben die Chinesen aber gar nicht vor, sie pfeifen einfach darauf und lassen im Zweifelsfall ihre Muskeln spielen.

Ein römischer Kaiser soll mal einen Feldzug gegen Neptun befohlen haben, er ließ Legionäre auf das Wasser einschlagen und Muscheln als Trophäe des Sieges erbeuten.


Wenn mich meine Erinnerung nicht völlig im Stich läßt war das kein römischer Kaiser, sondern Xerxes I., nachdem seine Flotte im Sturm untergegangen war. Kann mich aber täuschen, denn mein letzter Geschichtsunterricht muß nach einem kürzlichen Befund meines jüngsten Sohnes "irgendwann kurz nach'm Mittelalter" stattgefunden haben. :cool: ;)
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon unity in diversity » Mi 20. Nov 2019, 15:13

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Nov 2019, 13:01)

Wong soll ja eh nicht an den Wahlen teilnehmen dürfen, was wiederum als Provokation seitens der Lam-Regentschaft wahrgenommen werden kann.

Senat und Abgeordnetenhaus wollen Trump ein wenig anschieben und aktivieren:
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 97337.html
Jetzt ist Stunde der Diplomaten angesagt, Bälle über die Köpfe der Hongkonger zu spielen.
Mal sehen, ob es hilft, bzw. überhaupt helfen soll.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Nov 2019, 16:50

naddy hat geschrieben:(20 Nov 2019, 14:24)

??? Mein Punkt war, dass unter dem gewaltbereiten Teil der Demonstranten auch Kinder sichtbar wurden, meine Vermutung, dass es sich dabei um harmlose Kids der "Generation Smartphone" handelt, die lediglich dem aktuell "viralen" Trend folgen, für alles Mögliche auf die Straße zu gehen. Darin sehe ich auch kein Problem, haarig wird es aber dann, wenn sich friedliche Demonstranten, Kinder und Militante vermischen. Die Ersteren haben ein Anliegen, den Zweiten macht die Aktionsform Spaß und den Dritten geht es ausschließlich um Krawall. Auch bei uns kein unbekanntes Phänomen. Da sich der Effekt von geworfenen Molotowcocktails im Einzelfall nur grob abschätzen läßt - besonders im zu beobachtenden Tohuwabohu - halte ich die Anwesenheit von Kindern in besagtem Szenario eben für bedenklich.

Große Teile der Bevölkerung Hongkongs steht hinter der Demokratie-Bewegung. Das ist seit Monaten zu beobachten, vielleicht auch gerade weil die Polizeigewalt außer Kontrolle geraten ist.
Glaube, es war erst heute, als sich im Geschäftsviertel Angestellte solidarisch zeigten, ganz unvermummt, im Anzug. Die sog. Polizei riegelte ab, damit die Straße nicht überquert werden kann.

Leider offenbar nicht nur das Regime, sondern eben auch Teile der sogenannten Demonstranten. Wer da letztlich am längeren Hebel sitzt, ist unschwer zu erraten. Besonders da man seit Erdogan weiß, dass sich auch die Verhaftung von Hunderttausenden noch als "Demokratie" verkaufen läßt. Das haben die Chinesen aber gar nicht vor, sie pfeifen einfach darauf und lassen im Zweifelsfall ihre Muskeln spielen.
Die sog. Polizei hat jedenfalls Unmengen an Leute zu verhaften, zumal alles mögliche als Solidaritätsbekundung gilt.

Meine Empfehlung an die Demokratie-Bewegung wäre, jetzt eine Untergrund-Regierung zu bilden.

Wenn mich meine Erinnerung nicht völlig im Stich läßt war das kein römischer Kaiser, sondern Xerxes I., nachdem seine Flotte im Sturm untergegangen war. Kann mich aber täuschen, denn mein letzter Geschichtsunterricht muß nach einem kürzlichen Befund meines jüngsten Sohnes "irgendwann kurz nach'm Mittelalter" stattgefunden haben. :cool: ;)

Kann sein. Bei Wiki steht was davon. Er soll das Meer durch Auspeitschen bestraft haben - weil der erste Brückenbau-Versuch am Hellespont scheiterte und hernach die Brücke durch ein Unwetter zerstört worden ist. Poseidon war also schuld, weil er sich auf die Seite der Griechen stellte.
Erinnert schon ein wenig an die heute handelsüblichen Verschwörungstheorien. Poseidon ist schließlich einem Seebund wohlgesonnen oder auch nicht. ;)
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 20. Nov 2019, 16:53

unity in diversity hat geschrieben:(20 Nov 2019, 15:13)

Senat und Abgeordnetenhaus wollen Trump ein wenig anschieben und aktivieren:
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 97337.html
Jetzt ist Stunde der Diplomaten angesagt, Bälle über die Köpfe der Hongkonger zu spielen.
Mal sehen, ob es hilft, bzw. überhaupt helfen soll.

Peking ist jedenfalls fast ausgerastet, als sich Maas inofiziell mit Wong traf. Mit dem Dalei Lama soll man sich auch nicht treffen, wie schon länger bekannt.

China und Huawei erheben besondere Ansprüche.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon naddy » Mi 20. Nov 2019, 19:25

DarkLightbringer hat geschrieben:(20 Nov 2019, 16:53)

Mit dem Dalei Lama soll man sich auch nicht treffen, wie schon länger bekannt.


Das hat Tradition. Der ehemalige Außenminister Kinkel ist schon 1994 und 1996 vor den Chinesen eingeknickt. In einem besonders rühmenswerten Fall hat er also bei einer Konferenz zum Thema "Menschrechte" einen Friedensnobelpreisträger auf Wunsch einer Regierung ausgeladen, die das Tian'anmen-Massaker zu verantworten hatte. Chapeau, das nenne ich konsequente "Realpolitik". Seitdem gehört das formelle Anmahnen der "Menschenrechte" zum offiziellen Protokoll bei Staatsbesuchen in China.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon unity in diversity » Do 21. Nov 2019, 01:30

Peking ist an keiner friedlichen Lösung interessiert:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/men ... 97238.html
Mit einer je nach dem Politik, wird beliebig eskaliert, oder taktisch/temporär deeskaliert.
Es gibt keine klare, nachvollziehbare Strategie der westlich/labilen Entwertungsgemeinschaft, das Chaos einvernehmlich zu beenden.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon naddy » Do 21. Nov 2019, 14:00

unity in diversity hat geschrieben:(21 Nov 2019, 01:30)

Peking ist an keiner friedlichen Lösung interessiert:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/men ... 97238.html
Mit einer je nach dem Politik, wird beliebig eskaliert, oder taktisch/temporär deeskaliert.


Nach der Analyse Buschmanns (Interviewter im verlinkten Artikel) ist es in taktischer Hinsicht aber mehr als dumm, durch militante Aktionen der Gegenseite die passenden Bilder zur Rechtfertigung ihres Vorgehens zu liefern. Dabei ist es völlig unerheblich, ob dafür nur ein verschwindend geringer Teil der Demonstranten verantwortlich ist. In welchem Maße selbst ein Bild die öffentliche Meinung beeinflussen kann, ist spätestens seit My Lai bekannt - und wurde in der Folge von nahezu jeder beliebigen Interessengruppe als taktisches Mittel eingesetzt.

Interessant noch: Um mich mittels einer kleinen Google-Tour näher über Andy Buschmann zu informieren, stieß ich unter anderem auf diese Seite. Da ich kein Iphone besitze, war mir die Technik "Airdrop" bisher unbekannt. Wieder ein kleines Puzzleteil zum besseren Verständnis aktueller Phänomene. :)
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Nov 2019, 15:55

naddy hat geschrieben:(20 Nov 2019, 19:25)

Das hat Tradition. Der ehemalige Außenminister Kinkel ist schon 1994 und 1996 vor den Chinesen eingeknickt. In einem besonders rühmenswerten Fall hat er also bei einer Konferenz zum Thema "Menschrechte" einen Friedensnobelpreisträger auf Wunsch einer Regierung ausgeladen, die das Tian'anmen-Massaker zu verantworten hatte. Chapeau, das nenne ich konsequente "Realpolitik". Seitdem gehört das formelle Anmahnen der "Menschenrechte" zum offiziellen Protokoll bei Staatsbesuchen in China.

Das wollen ja viele Bürger - sich raushalten, engagierteren Freunden aber Zensuren erteilen, von Menschenrechten und Frieden reden, aber vor Diktaturen kuschen.
Es ist längst an der Zeit, die jahrzehntelange Scheckbuch-Diplomatie zu überdenken.

Fight for Freedom. Stand with Hongkong.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Do 21. Nov 2019, 16:01

China hat nach Beschlüssen des US-Kongresses zur Unterstützung der Demokratiebewegung in Hongkong einen “Gegenschlag” angedroht.
https://www.24matins.de/topnews/eins/ch ... -an-193380

Jashua Wong, die Stimme der Demokratie-Bewegung, appellierte unterdessen an die EU, sich stärker zu engagieren.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon unity in diversity » Fr 22. Nov 2019, 10:54

Die Wahlen, am Sonntag, sind noch nicht abgesagt.
Jetzt herrscht angespannte Ruhe, weil das ein Referendum gegen Lam und Xi werden könnte.
Diese Chance sollte sich der Protest auf keinen Fall verbauen.
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Re: Hongkonger wollen Arbeit niederlegen

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 22. Nov 2019, 18:46

unity in diversity hat geschrieben:(22 Nov 2019, 10:54)

Die Wahlen, am Sonntag, sind noch nicht abgesagt.
Jetzt herrscht angespannte Ruhe, weil das ein Referendum gegen Lam und Xi werden könnte.
Diese Chance sollte sich der Protest auf keinen Fall verbauen.

Wenn die Kandidaten der Bewegung nicht zur Wahl zugelassen werden, würde ich an deren Stelle eine Untergrundregierung bilden.

Unterdessen nimmt Mr. Trump für sich in Anspruch, Hongkong gerettet zu haben. Zitat:
„Ohne mich wäre Hongkong innerhalb von 14 Minuten vernichtet worden“
https://www.focus.de/finanzen/boerse/wi ... 81162.html

Washington und Peking verhandeln derzeit über Handelsabkommen. Xi sei ein Freund von ihm, sagt Trump. Ob er die Gesetzentwürfe des US-Kongresses zur Unterstützung der Demokratie-Bewegung unterzeichnen wird, ist noch unklar. Für diesen Fall droht Peking mit Gegenmaßnahmen.
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