China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

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zollagent
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon zollagent » Fr 26. Jul 2019, 11:05

Das Problem, das China dabei hat, ist, daß es seine gehaltenen US-Staatsanleihen nicht als Druckmittel einsetzen kann, ohne sie zu entwerten. Und damit die eigene Situation noch schwieriger zu machen. Genauso ist es mit seinen Exporten. Es kann da an kleineren Stellschrauben drehen, aber massiv mit ihrer Hilfe Druck auszuüben, beraubt sie dann einer wichtigen Einnahmequelle. Da sind die chinesischen Probleme ganz ähnlich den Russischen.
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Europa2050
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon Europa2050 » Fr 26. Jul 2019, 12:21

zollagent hat geschrieben:(26 Jul 2019, 11:05)

Das Problem, das China dabei hat, ist, daß es seine gehaltenen US-Staatsanleihen nicht als Druckmittel einsetzen kann, ohne sie zu entwerten. Und damit die eigene Situation noch schwieriger zu machen. Genauso ist es mit seinen Exporten. Es kann da an kleineren Stellschrauben drehen, aber massiv mit ihrer Hilfe Druck auszuüben, beraubt sie dann einer wichtigen Einnahmequelle. Da sind die chinesischen Probleme ganz ähnlich den Russischen.


Wo ist für die USA das Problem, wenn die FED die Anleihen den Chinesen abkauft?
Dann haben die Chinesen viele Dollar und die FED hat Staatsanleihen, so wie die EZB und die Japaner auch. Wären die USA in Fremdwährung in China verschuldet sähe das anders aus.

Aber so?

Und wenn die Chinesen versuchen, die Dollar zu verkaufen, dann sinkt der Dollar eben im Kurs. Schlecht für Dollarbesitzer. Gut für die US-Wirtschaft.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 26. Jul 2019, 13:26

Es ist schwierig für mich, die eigentliche wirtschaftliche Stärke, gemessen in Exportkraft, Innovatitvität usw. und die Tücken des chinesischen und internationalen Finanzsystems auseinanderzuhalten. Aber rein instinktmäßig glaube ich, dass eine gute Volkswirtschaft immer auch mit einem ungünstigen Finanzsystem klarkommt und dass, umgekehrt, eine eigentlich unproduktive Volkswirtschaft auf Dauer auch nicht durch Finanztricks über Wasser gehalten werden kann. In der Türkei schmiss man jüngst einfach den Notenbankchef raus. Das wird ihnen am Ende aber auch nix nützen, wenn der Tourismus nicht läuft, nix exportiert wird und der Wirtschaftsboom vor allem in einem Bauboom besteht. In der SUmme muss ein land doch vor allem Produkte und Dienstleistungen nach außen verkaufen können, oder?
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon Adam Smith » Fr 26. Jul 2019, 14:05

schokoschendrezki hat geschrieben:(26 Jul 2019, 13:26)
In der SUmme muss ein land doch vor allem Produkte und Dienstleistungen nach außen verkaufen können, oder?


Der Binnenmarkt ist entscheidend. Dazu natürlich noch gut ausgebildete Arbeitskräfte (Universitäten). Auslandsinvestionen und gut ausgebildete Einwanderer (Chinesen) sind auch wichtig.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Au%C3%9Fenhandelsquote

Die USA haben einen grossen Binnenmarkt.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 20. Sep 2019, 21:44

China macht ernst Xi Jing Ping drückt auch beim Thema Klima auf Tempo, bis2049 ( 100 Geburtstag der VR China) will Peking es schaffen völlig Klima neutral zu Wirtschaften . Ein ehrgeiziges Unterfangen und neben her läuft noch Pekings Seidenstraße Projekt.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon unity in diversity » Sa 21. Sep 2019, 12:21

Alpha Centauri hat geschrieben:(20 Sep 2019, 21:44)

China macht ernst Xi Jing Ping drückt auch beim Thema Klima auf Tempo, bis2049 ( 100 Geburtstag der VR China) will Peking es schaffen völlig Klima neutral zu Wirtschaften . Ein ehrgeiziges Unterfangen und neben her läuft noch Pekings Seidenstraße Projekt.

Wenn denen die halbe Welt gehört, schalten die außerhalb ihrer Grenze alles ab, was CO2 freisetzt.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon Alpha Centauri » Sa 21. Sep 2019, 22:37

unity in diversity hat geschrieben:(21 Sep 2019, 12:21)

Wenn denen die halbe Welt gehört, schalten die außerhalb ihrer Grenze alles ab, was CO2 freisetzt.



Kannst du dieses Aussage mal konkretisieren???

Xis Pläne auch hinsichtlich des Klima , betreffen ja mal zunächst primär China selbst.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon unity in diversity » So 22. Sep 2019, 06:33

Alpha Centauri hat geschrieben:(21 Sep 2019, 22:37)

Kannst du dieses Aussage mal konkretisieren???

Xis Pläne auch hinsichtlich des Klima , betreffen ja mal zunächst primär China selbst.

Entwicklungskonzeptionen und Standortbeurteilungen wird Xi kaum für Erika und Max Mustermann nachlesbar rausrücken.
Das geht solange leise, bis unumkehrbare Tatsachen geschaffen sind.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon Alpha Centauri » So 22. Sep 2019, 21:28

unity in diversity hat geschrieben:(22 Sep 2019, 06:33)

Entwicklungskonzeptionen und Standortbeurteilungen wird Xi kaum für Erika und Max Mustermann nachlesbar rausrücken.
Das geht solange leise, bis unumkehrbare Tatsachen geschaffen sind.


Ja natürlich schafft China Tatsachen dass ist beim Projekt NEUE Seidenstraße erkennbar , wo Peking ganz klar einen Keil ( und dass erfolgreich) zwischen den EU Mitgliedsstaaten zu treiben.

Und auch in Sachen Klimaschutz wird Xi keine halben Sachen machen , China will bis 2049 in sämtlichen Bereich Nummer 1 sein das geht über militärische Stärke , KI Technologie bis hin zum Umwelt- und Klimaschutz.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon unity in diversity » Mo 23. Sep 2019, 03:30

Die Eintrittspforten für den chinesischen Spaltervirus, schafft die EU aber selber.
Dann muß man bedenken, daß es zum internationalen Reputationsmanagement im Zeitalter der grünen Bekenntnisethik gehört, einen gefühlten Spitzenplatz beim Klimaschutz einzunehmen. Das ist ein weiterer Türöffner.
In China ist der Zweck des Umweltschutzes die Verfeinerung des Überwachungsstaates.
Der BTC ist daher offiziell verboten, aber die meisten Kraftwerke zum Mining stehen immer noch in China, weil das Regime mitverdient.
Ein CO2 Preis auf Bitcoins steht noch aus, sowohl in China, wie auch global.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon Orbiter1 » Fr 27. Sep 2019, 09:02

An China kommen viele Staaten einfach nicht vorbei. Damit wächst der Einfluss von China stetig.

"Der Premierminister von Malaysia, Mahathir Mohamad, hat in einer Rede in New York eingeräumt, dass sein Land China um die Realisierung von Infrastrukturprojekten bitten muss. Allein könnte sich Malaysia teure Schnellbahnstrecken nicht leisten." / Quelle: https://news.guidants.com

Das sieht langfristig nach einer neuen Blockordnung aus und ich fürchte der US-Block wird, falls Trump weitere AMERICA FIRST! Präsidenten folgen sollten, nur ein kleines Blöckchen sein.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon schokoschendrezki » Fr 27. Sep 2019, 09:18

Ich komme nach wie vor verständnismäßig nicht klar mit dem Widerspruch zwischen der gewaltigen Innenverschuldung Chinas und dem gleichzeitig sehr hohen Exportüberschuss. Als Ganzes ist Chinas Wirtschaft klar auf der Gewinner-Seite. Nach Innen scheint es eine tickende Verschuldungs-Zeitbombe zu geben. Die mit der Überalterung der Bevölkerung noch dramatischer wird. Ich frage mich aber auch, ob "Schulden" in einem autoritären Regime wirlklich dasselbe sind wie in einer Marktwirtschaft und Demokratie. Handelt es sich um reine Buchungswerte oder um tatsächlich einforderbare Geldwerte?
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon Teeernte » Fr 27. Sep 2019, 11:04

schokoschendrezki hat geschrieben:(27 Sep 2019, 09:18)

Ich komme nach wie vor verständnismäßig nicht klar mit dem Widerspruch zwischen der gewaltigen Innenverschuldung Chinas und dem gleichzeitig sehr hohen Exportüberschuss. Als Ganzes ist Chinas Wirtschaft klar auf der Gewinner-Seite. Nach Innen scheint es eine tickende Verschuldungs-Zeitbombe zu geben. Die mit der Überalterung der Bevölkerung noch dramatischer wird. Ich frage mich aber auch, ob "Schulden" in einem autoritären Regime wirlklich dasselbe sind wie in einer Marktwirtschaft und Demokratie. Handelt es sich um reine Buchungswerte oder um tatsächlich einforderbare Geldwerte?


Jede Firma die da von Kapitalisten hingestellt wurde - ist zu 51 % Chinesisch - ohne einen Finger zu rühren.

Wenn die Chinesen mal ALLE "Ausgang" haben wollen - ist der stärkste Börsencrash ein laues Lüftchen.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon unity in diversity » Sa 28. Sep 2019, 20:23

schokoschendrezki hat geschrieben:(27 Sep 2019, 09:18)

Ich komme nach wie vor verständnismäßig nicht klar mit dem Widerspruch zwischen der gewaltigen Innenverschuldung Chinas und dem gleichzeitig sehr hohen Exportüberschuss. Als Ganzes ist Chinas Wirtschaft klar auf der Gewinner-Seite. Nach Innen scheint es eine tickende Verschuldungs-Zeitbombe zu geben. Die mit der Überalterung der Bevölkerung noch dramatischer wird. Ich frage mich aber auch, ob "Schulden" in einem autoritären Regime wirlklich dasselbe sind wie in einer Marktwirtschaft und Demokratie. Handelt es sich um reine Buchungswerte oder um tatsächlich einforderbare Geldwerte?

Welchen Wert die globale Fiat-Zettelwirtschaft noch hat, legen Länder fest, in denen Wertschöpfung stattfindet.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon Adam Smith » Sa 28. Sep 2019, 21:13

unity in diversity hat geschrieben:(28 Sep 2019, 20:23)

Welchen Wert die globale Fiat-Zettelwirtschaft noch hat, legen Länder fest, in denen Wertschöpfung stattfindet.


Und damit legt China, die Werkbank der Welt, fest wie viel Wert die eigene Währung hat.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon schokoschendrezki » Di 1. Okt 2019, 22:01

unity in diversity hat geschrieben:(28 Sep 2019, 20:23)

Welchen Wert die globale Fiat-Zettelwirtschaft noch hat, legen Länder fest, in denen Wertschöpfung stattfindet.

Ja. NUn kann man aber keineswegs behaupten, in China finde keine tatsächliche Wertschöpfung statt.

Gerade heute an diesem Jahrestag. Man muss doch einfach mal die alten Erzählungen revidieren. Eine der "alten Erzählungen" lautet: Planwirtschaft, Kommunismus, Etatismus führen zu Armut, Öde, Erfolglosigkeit, grauen Plattenbaulandschaften,wirtschaftlichem Stillstand ... usw. usf. Damit kommt man nicht mehr weiter! Mit China beweist der Kommunismus sein extremes Wirtschaftserfolgspotenzial. Und Festlandchina ist ein kommustisches Land. Mit einer kommunistischen Führungspartei. Diese NÖP-Phase ist seit einiger Zeit vorbei. China unter Jinping ist kommunistisch und nicht irgendwie pseudoraubtierkapitalistisch. Irgendeine Idee von Westen, Demokratie, Parlamentarismus, Humanismus, Freiheit usw. usf, wird sich auf Dauer nicht einfach durch Berufung auf Wirtschaft, Innovationskraft und Wohlstand selbst legtimieren können. Die Chinesen werden zum Mars fliegen, weiterhin gigantische Städte bauen, schwache künstliche Intelligenz mehr voranbringen als der demokratische Westen. Da ist ein Neubesinnung fällig. Vielleicht ist es den FFF-Schülern gar nicht so bewusst, wie sehr sie eine historische Notwendigkeit und Zwangsläufigkeit sind.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon unity in diversity » Mi 2. Okt 2019, 01:44

Die „kommunistische“ Partei Chinas strebt keine Weltrevolution an, stattdessen soll die Globalisierung an chinesische Interessen angepaßt werden. Dazu das Projekt Seidenstraße.
Internationalismus spielt nur eine Rolle, wenn es sich um eine stärkere Einbindung Chinas in globale Wirtschafts- und Finanzgremien handelt. Man will die militärische Zurückhaltung aufgeben und nicht mehr nur an Blauhelmeinsätzen teilnehmen. Das Profil der Weltpolitik soll verändert und auf chinesische Interessen zentriert werden.
Ausgangspunkt jeder Überlegung und jedes Argumentes ist der chinesische Traum, eine immer stärkere Nation werden zu wollen.
Eine gerechte globale Verteilung von Ressourcen, Standorten und Wohlstand, läuft dem Traum, eine respektable Großmacht werden zu wollen, zuwider.
Demokratische Verhältnisse würden diesen Entwicklungsprozeß aufhalten, darum darf die Konkurrenz ruhig demokratisch sein.
Dann kann man sie quer und längs teilen und besser gegeneinander ausspielen.
Gretas Klimalemminge sind willkommene Werkzeuge bei der globalen Standortbereinigung mit nichtmilitärischen Mitteln.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon Adam Smith » Mi 2. Okt 2019, 06:05

schokoschendrezki hat geschrieben:(01 Oct 2019, 22:01)

Ja. NUn kann man aber keineswegs behaupten, in China finde keine tatsächliche Wertschöpfung statt.

Gerade heute an diesem Jahrestag. Man muss doch einfach mal die alten Erzählungen revidieren. Eine der "alten Erzählungen" lautet: Planwirtschaft, Kommunismus, Etatismus führen zu Armut, Öde, Erfolglosigkeit, grauen Plattenbaulandschaften,wirtschaftlichem Stillstand ... usw. usf. Damit kommt man nicht mehr weiter! Mit China beweist der Kommunismus sein extremes Wirtschaftserfolgspotenzial. Und Festlandchina ist ein kommustisches Land. Mit einer kommunistischen Führungspartei. .


https://de.statista.com/statistik/daten ... -in-china/

China ist weitaus kapitalistischer als Deutschland.
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon Ger9374 » Mi 2. Okt 2019, 06:39

China ist der wirtschaftlich erfolgreichste Kommunistische Staat den es je gab.
Die Kombination von Kommunistischer Ideologie mit Kapitalistischen Wirtschaften ist erstaunlich erfolgreich . Zumal der Kapitalismus erst mit Deng Xiao Ping vorsichtig Einzug hielt(1976?) .
Der Tod Maos machte den Weg frei hierfür!
Eine wohl einmalige Erfolgsstory eines ehemals Sozialistischen Wirtschaftssystems.
Jede meinung ist wichtig,sofern man eine eigene hat!
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Re: China, ein Land mit dem Willen zur Supermacht?!

Beitragvon schokoschendrezki » Mi 2. Okt 2019, 08:40

Adam Smith hat geschrieben:(02 Oct 2019, 06:05)

https://de.statista.com/statistik/daten ... -in-china/

China ist weitaus kapitalistischer als Deutschland.

Ja die STaatsquoten alles westlicher Staaten sind höher als die in China. Das ist aber formal gerechnet. Ein internationaler Technologie-Riese wie Huawei ist formal kein Staatskonzern oder "Volkseigener Betrieb". Und dennoch vollständig unter Kontrolle der KP CHinas. Das Modell ist ein etwas anderes als in den Wirtschaftsstrukturen des ehemaligen SU-beherrschten Ostblocks. Und dennoch handelt es sich nicht um Kapitalismus. SOndern (inzwischen) um eine durch und durch zentral gesteuerte Wirtschaft. Es sitzen durch und durch partei-ergebene Wirtschaftsbosse in den Unternehmensleitungen. Sie sind nur eben nicht nur chinesische Patrioten und parteitreu sondern klug, gerissen, ehrgeizig, ungemein felißig und arbeiten am Aufstieg statt sich wie Breshniew oder Harry Tisch mit Alkohol zu benebeln.

Ich sehe einfach nicht, dass der Westen als Westen sein Selbstverständnis weiter mit Idealen wie "Effizienz", "Leistung", "Innovativität" weiter verteidigen kann. Das werden die chinesischen Parteitreuen immer mehr besser und besser können. Die MIlitärparade in CHina sollte nicht einfach nur durch ihre Stärkepräsenz beeindrucken sondern durch ihre technologische Unabhängigkeit.

Alles hat seine Zeit. Wie es so schön heißt. Der westliche, marktwirtschaftliche Kapitalismus kommt an seine Grenzen und die Frage ist, was danach.
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