Europawahl 2019

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Klopfer
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Klopfer » Di 2. Jul 2019, 21:27

Ger9374 hat geschrieben:(02 Jul 2019, 21:09)

Pest gegen Cholera, Gott lass es schnell Vorbeisein;-))

Vorbei sein? Das hat erst begonnen!
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Orbiter1
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Orbiter1 » Di 2. Jul 2019, 21:59

Senexx hat geschrieben:(02 Jul 2019, 20:00)

Macron hat das Spitzenkandidatensystem erfolgreich gekillt.

Er kriegt eine erprobte Null als Kommisionspräsidentin, die immerhin auf Französisch seine Anweisungen entgegennehmen kann.

Sein Lakai Michel wird Ratspräsident.

Und die EZB ist mal wieder in den Klauen Frankreichs.

Sieg an allen Fronten.

Que tout le monde parle francais!
Da schließe ich mich ausnahmsweise mal ihrer Einschätzung an. Großen Schaden kann v.d.L trotzdem nicht anrichten. Es gibt immer noch den Europäischen Rat der die wichtigen Entscheidungen trifft und bei sehr wichtigen Entscheidungen Einstimmigkeit erfordert. Sind die Osteuropäer bei den Posten komplett leer ausgegangen?
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Julian
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Julian » Di 2. Jul 2019, 22:16

Was für ein würdeloses, antidemokratisches Geschacher. Da wünschte man sich fast, man hätte gar nicht gewählt, denn die relative hohe (wenn auch sehr mäßige) Wahlbeteiligung wurde ja im Nachhinein als Unterstützung für dieses dysfunktionale EU-System gewertet.

Eine alte Regel hat sich mal wieder bestätigt: Erfolglose B-Politiker schiebt man am besten nach Brüssel ab, ob das nun ein Bangemann, ein Oettinger oder eine von der Leyen ist. Zumindest gilt das für Deutschland.

Frankreich dagegen weiß, wie man machtvolle Positionen mit begabten eigenen Leuten besetzt. Diese dienen natürlich nicht der EU, sondern setzen eiskalt die Interessen Frankreichs durch.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Schlettow » Di 2. Jul 2019, 22:29

Eine größere Peinlichkeit als Frau von der Leyen kann man sich kaum ausmalen.

Ich sehe aktuell aber nicht woher die Mehrheit im Parlament kommen soll. Sozialisten, Grüne, Kommunisten und Rechte lehnen sie ab. EVP und ALDE haben zusammen keine Mehrheit. Es dürfte aber auch in der EVP viele Gegenstimme geben, die eine Umgehung des Spitzenkandidatenprinzips kritisieren und loyal zu Manfred Weber stehen.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Orbiter1 » Di 2. Jul 2019, 22:40

Schlettow hat geschrieben:(02 Jul 2019, 22:29)

Eine größere Peinlichkeit als Frau von der Leyen kann man sich kaum ausmalen.
Verkehrsminister Scheuer?
Ich sehe aktuell aber nicht woher die Mehrheit im Parlament kommen soll. Sozialisten, Grüne, Kommunisten und Rechte lehnen sie ab. EVP und ALDE haben zusammen keine Mehrheit. Es dürfte aber auch in der EVP viele Gegenstimme geben, die eine Umgehung des Spitzenkandidatenprinzips kritisieren und loyal zu Manfred Weber stehen.
Das Europaparlament stimmt erst in 2 Wochen über den Kommissionspräsidenten ab. Bis dahin dürften die Staats- und Regierungschefs (die sich im Europäischen Rat einstimmig für vdL als Kommissionspräsidentin ausgesprochen haben) ihre Europaabgeordneten ausreichend bearbeitet haben.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Alpha Centauri » Di 2. Jul 2019, 22:42

Ger9374 hat geschrieben:(02 Jul 2019, 20:12)

Die EZB hätte dringend einen Deutschen gebraucht . Ob la Garde sich den Wünschen der Französischen Seite widersetzen wird, sie ist ja eigentlich eine Frau mit Rückrad.Frau Merkel hat bei diesem Deal verkackt!
Deutschland hat an Einfluss verloren, Macron gewonnen!?


Zum Glück hat Frankreich seinen Einfluss spielen lassen hoffentlich wird unter La Garde die rigoroser deutsche Fetisch Spardiktatur. , die Religion der schwarzen Null endgültig beendet.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Orbiter1 » Di 2. Jul 2019, 23:03

Alpha Centauri hat geschrieben:(02 Jul 2019, 22:42)

Zum Glück hat Frankreich seinen Einfluss spielen lassen hoffentlich wird unter La Garde die rigoroser deutsche Fetisch Spardiktatur. , die Religion der schwarzen Null endgültig beendet.
Das wird definitiv so kommen und die Entscheidung für Lagarde als EZB-Präsidentin ist auch weitaus wichtiger für das Schicksal der EU als die Entscheidung von vdL als EU-Kommissionspräsidentin. Gegen Lagarde wird Draghi als finanzpolitisch erzkonservativer Falke und Geizkragen betrachtet werden. So hohe Zinsen wie aktuell wird es lange nicht mehr geben.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Alpha Centauri » Di 2. Jul 2019, 23:19

Orbiter1 hat geschrieben:(02 Jul 2019, 23:03)

Das wird definitiv so kommen und die Entscheidung für Lagarde als EZB-Präsidentin ist auch weitaus wichtiger für das Schicksal der EU als die Entscheidung von vdL als EU-Kommissionspräsidentin. Gegen Lagarde wird Draghi als finanzpolitisch erzkonservativer Falke und Geizkragen betrachtet werden. So hohe Zinsen wie aktuell wird es lange nicht mehr geben.


So ist es, Macron ist ja nicht dumm,daher soll der wichtige EZB Posten ja französisch besetzt werden, mit einer Von der Leyen als Kommissionspräsident kann er auch gut leben sie spricht ja auch fließend Französisch wie es sich gehört, die Frage wird sein wie verhält das EU Parlament zu den Vorschlägen.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Orbiter1 » Di 2. Jul 2019, 23:22

Macron hat in seiner Pressekonferenz betont dass alle Personen auf den Top-Positionen (Lagarde, vdL, Michel, Barrell) perfekt französisch sprechen. Dann passt ja alles, zumindest aus französischer Sicht.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Julian » Di 2. Jul 2019, 23:24

Orbiter1 hat geschrieben:(02 Jul 2019, 23:22)

Macron hat in seiner Pressekonferenz betont dass alle Personen auf den Top-Positionen (Lagarde, vdL, Michel, Barrell) perfekt französisch sprechen. Dann passt ja alles, zumindest aus französischer Sicht.


Dazu kommt der Brexit, der das Französische ebenfalls stärkt. Man möchte wieder Verhältnisse wie in den Siebzigerjahren haben, als Französisch in Bruxelles, Luxembourg und Strasbourg (zufälligerweise alles Orte, in denen Französisch wichtigste Amtssprache ist...honi soit qui mal y pense) unangefochten war und Deutsch allenfalls am Katzentisch gesprochen wurde.

Inhaltlich wird es nun ebenfalls in diese Richtung weitergehen. Deutschland wird gemolken werden. Mit Leuten wie von der Leyen wird man der französischen Dominanz nichts entgegenzusetzen haben.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Alpha Centauri » Di 2. Jul 2019, 23:29

Julian hat geschrieben:(02 Jul 2019, 23:24)

Dazu kommt der Brexit, der das Französische ebenfalls stärkt. Man möchte wieder Verhältnisse wie in den Siebzigerjahren haben, als Französisch unangefochten war und Deutsch allenfalls am Katzentisch gesprochen wurde.



Im 18 Jhr. wurde in Europa bevorzugt die Kultursprache Französisch gesprochen , gehört zum guten Ton und selbst der Preuße Friedrich. der Zweite ,sprach lieber Französisch als Deutsch , was ich rein vom Klang der Sprachen her völlig verstehen kann
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Orbiter1 » Di 2. Jul 2019, 23:45

Alpha Centauri hat geschrieben:(02 Jul 2019, 23:29)

Im 18 Jhr. wurde in Europa bevorzugt die Kultursprache Französisch gesprochen , gehört zum guten Ton und selbst der Preuße Friedrich. der Zweite ,sprach lieber Französisch als Deutsch , was ich rein vom Klang der Sprachen her völlig verstehen kann
Meinetwegen, inzwischen sind wir aber im 21, Jahrhundert.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Senexx » Mi 3. Jul 2019, 00:11

Alpha Centauri hat geschrieben:(02 Jul 2019, 23:29)

Im 18 Jhr. wurde in Europa bevorzugt die Kultursprache Französisch gesprochen , gehört zum guten Ton und selbst der Preuße Friedrich. der Zweite ,sprach lieber Französisch als Deutsch , was ich rein vom Klang der Sprachen her völlig verstehen kann

Das zeigt, dass sie Französisch bestenfalls radebrechen.

Ich spreche perfekt Französisch. Ich liebe Französisch.

Aber ihre Aussage ist Müll.
Ich verwende niemals "copy+paste". Jede Zeile ist selbst verfasst.
Zusatzhinweis: Trollbeiträge und ad-personam und Spam werden von mir ignoriert.
Nieder mit dem Extremismus: Wider SED, AfD und Grüne!
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Ger9374 » Mi 3. Jul 2019, 00:21

Französisch ist nicht nur eine Sprache,
trotzdem missfällt mir das geschinche
was sich da die Merkel und Macron anmassen.Das E.U Parlament ist meine letzte hoffnung. Hat der Wählerwille überhaupt keinen Wert mehr!!!?
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Schlettow » Mi 3. Jul 2019, 00:23

Orbiter1 hat geschrieben:(02 Jul 2019, 22:40)
Das Europaparlament stimmt erst in 2 Wochen über den Kommissionspräsidenten ab. Bis dahin dürften die Staats- und Regierungschefs (die sich im Europäischen Rat einstimmig für vdL als Kommissionspräsidentin ausgesprochen haben) ihre Europaabgeordneten ausreichend bearbeitet haben.


Das glaube ich nicht. Die Wahl im Parlament ist geheim. Sozialisten. Kommunisten, Grüne und Rechte werden gegen Frau von der Leyen stimmen. Und auch in der EVP und ALDE gibt es viele, die hinter dem Spitzenkandidatenprinzip stehen und es nicht einsehen eine Person abzunicken, die bei der Europawahl keine Rolle gespielt hat.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Klopfer » Mi 3. Jul 2019, 05:45

Senexx hat geschrieben:(03 Jul 2019, 00:11)

Das zeigt, dass sie Französisch bestenfalls radebrechen.

Ich spreche perfekt Französisch. Ich liebe Französisch.

Aber ihre Aussage ist Müll.

Und was, bitte was, hat deine persönliche Einschätzung und Wertschätzung mit dem Thread zu tun? Deine Französichkenntnisse interessieren hier keine alte Sau.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Klopfer » Mi 3. Jul 2019, 05:46

Schlettow hat geschrieben:(03 Jul 2019, 00:23)

Das glaube ich nicht. Die Wahl im Parlament ist geheim. Sozialisten. Kommunisten, Grüne und Rechte werden gegen Frau von der Leyen stimmen. Und auch in der EVP und ALDE gibt es viele, die hinter dem Spitzenkandidatenprinzip stehen und es nicht einsehen eine Person abzunicken, die bei der Europawahl keine Rolle gespielt hat.

Prinzip Hoffnung, als letzter Anker. Sonst stehen uns schlimme Zeiten bevor. Wir werden bluten.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon JJazzGold » Mi 3. Jul 2019, 07:18

Ger9374 hat geschrieben:(03 Jul 2019, 00:21)

Französisch ist nicht nur eine Sprache,
trotzdem missfällt mir das geschinche
was sich da die Merkel und Macron anmassen.Das E.U Parlament ist meine letzte hoffnung. Hat der Wählerwille überhaupt keinen Wert mehr!!!?


Was wäre denn der Wählerwille gewesen?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon Eulenwoelfchen » Mi 3. Jul 2019, 07:35

Eiskalt hat geschrieben:(02 Jul 2019, 21:04)

Hatte die für ihre Kinder nicht ne Nanny die das für Sie gemacht hat?
Und wo hat Sie Ihr Ministerium in den Griff bekommen??? :?:


"ne Nanny" ... eher eine für jeden Ableger. UvdL ist ja keine Arme.
Das Märchen von der siebenfachen Mutter, die nebenbei politisch Karriere macht und Ministerjobs erledigt,
mit "ein wenig Unterstützung", ist zwar gut, aber nur was für Yellowpress.

Politisch hielt und halte ich sie für eine Labertante, die in keinem ihrer Ministerämter wirklich nennenswertes
zustande brachte. Ihr Vorteil ist allerdings, dass sie unendlich sülzen kann. Ihr Reformumbau
der Bundeswehr zu einer familienfreundlichen Kindergarden - und Elternzeitarmee ist zwar sehr
mainstream-konform... Aber man kann auch die Frage stellen, ob zig Millionen sinnloser Beraterhonorare,
eine völlig desolate Situation bei der Personalstärke und einsatzfähiger Waffentechnik neben der immer noch völlig ungeklärten Schlüsselfrage, ob die Bundeswehr in ihrer Kernaufgabe
eine defensiv ausgerichtete Armee zur Landesverteidigung sein oder bleiben soll oder eine weltweit agierende, militärische Eingreifarmee,
nicht doch wichtiger sind, als besonders viele Kitaplätze für Berufssoldaten und -innen.
Eine Armee, die sich vor allem auch ernsthaft um all jene Soldaten und -innen kümmert, die nach teils traumatischen Auslandseinsätzen
viel mehr Unterstützung seitens der Armee und der gesamten Gesellschaft dauerhaft bekommen müssten. Gemessen an dem, was sie für uns alle aushalten und erledigen mussten,
und dafür ihren Kopf hinhalten.

Diese Schlüsselfrage über die Kernaufgabe und den tatsächlichen Daseinszweck der Bundeswehr, die so richtig durch Herrn von und zu Guttenberg
auf's Tablet kam, leider in Richtung internationale Kommando- und Eingreiftruppe lief und bis heute läuft, statt
die Bundeswehr eindeutig als Armee zur Landesverteidigung zu erklären oder viel mehr wieder dazu zu machen, wich VdL genauso aus wie ihre Gesinnungsschwester und
Verbündete Angela Merkel.

Ich sehe die Nominierung von VdL vor allem als einen letzten intriganten und pöstchensichernden Schachzug von der Kanzlerin.
Sozusagen als Entschädigung dafür, dass VdL als Nachfolgerin von Merkel im Kanzleramt nicht gelang. Und Merkel ihr nun eben
als Karriere- und Prestigehöhepunkt entschädigenderweise den Posten als EU-Regierungschefin verschaffen will.

Die Gelegenheit war günstig. VdL ist allseits beliebt als Schwafeltante und EU-Geschoß, die im Grunde
mit jedem kann. Viel redet, aber wenn es um wirkliche und tatkräftige Umsetzung von Reformen oder Strukturen geht,
eine lahme Ente ist. Dass sie selbstredend dafür nie und nimmer verantwortlich ist, sondern immer nur die Vorgänger und -innen,
die ihr einen Saustall hinterließen, der einfach Jahrzehnte ihres dynamischen Aufräumwillens braucht und sie mit diesem
Selbstentschuldigungsmärchen bisher immer durchkam, ist bemerkenswert. Aber für die Position des EU-Regierungschefs
eine besondere Qualifikation und "Kompetenz".

So ist jedenfalls sichergestellt, dass in Sachen EU alles so bleibt, wie es ist. Und zur Freude von Macron das
Spitzenkandidatenmodell oder auch eine stärkere, mit tatsächlicher parlamentarischer Entscheidungsmacht ausgestattete
Europäische Union, die Vereinigten Staaten von Europa, ein unerfülltes Träumchen bleibt. Für Fetischisten wie mich zum Beispiel.

Kurzum:
UvdL als neue EU-Kommissionspräsidentin ist die in Beton gegossene Reformverhinderung der EU. Dagegen war J.C. Juncker ein Revoluzzer.
Kein Wunder, dass sich u.a. die ganzen nationalistischen Visegaard-Staaten für Mutter Ursula aussprachen. Wer es mit sieben Kindern kann,
der kann es auch mit 27 oder 28. Und das mit nur einer Nanny! :p
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Re: Europawahl 2019

Beitragvon JJazzGold » Mi 3. Jul 2019, 09:22

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(03 Jul 2019, 07:35)

"ne Nanny" ... eher eine für jeden Ableger. UvdL ist ja keine Arme.
Das Märchen von der siebenfachen Mutter, die nebenbei politisch Karriere macht und Ministerjobs erledigt,
mit "ein wenig Unterstützung", ist zwar gut, aber nur was für Yellowpress.

Politisch hielt und halte ich sie für eine Labertante, die in keinem ihrer Ministerämter wirklich nennenswertes
zustande brachte. Ihr Vorteil ist allerdings, dass sie unendlich sülzen kann. Ihr Reformumbau
der Bundeswehr zu einer familienfreundlichen Kindergarden - und Elternzeitarmee ist zwar sehr
mainstream-konform... Aber man kann auch die Frage stellen, ob zig Millionen sinnloser Beraterhonorare,
eine völlig desolate Situation bei der Personalstärke und einsatzfähiger Waffentechnik neben der immer noch völlig ungeklärten Schlüsselfrage, ob die Bundeswehr in ihrer Kernaufgabe
eine defensiv ausgerichtete Armee zur Landesverteidigung sein oder bleiben soll oder eine weltweit agierende, militärische Eingreifarmee,
nicht doch wichtiger sind, als besonders viele Kitaplätze für Berufssoldaten und -innen.
Eine Armee, die sich vor allem auch ernsthaft um all jene Soldaten und -innen kümmert, die nach teils traumatischen Auslandseinsätzen
viel mehr Unterstützung seitens der Armee und der gesamten Gesellschaft dauerhaft bekommen müssten. Gemessen an dem, was sie für uns alle aushalten und erledigen mussten,
und dafür ihren Kopf hinhalten.

Diese Schlüsselfrage über die Kernaufgabe und den tatsächlichen Daseinszweck der Bundeswehr, die so richtig durch Herrn von und zu Guttenberg
auf's Tablet kam, leider in Richtung internationale Kommando- und Eingreiftruppe lief und bis heute läuft, statt
die Bundeswehr eindeutig als Armee zur Landesverteidigung zu erklären oder viel mehr wieder dazu zu machen, wich VdL genauso aus wie ihre Gesinnungsschwester und
Verbündete Angela Merkel.

Ich sehe die Nominierung von VdL vor allem als einen letzten intriganten und pöstchensichernden Schachzug von der Kanzlerin.
Sozusagen als Entschädigung dafür, dass VdL als Nachfolgerin von Merkel im Kanzleramt nicht gelang. Und Merkel ihr nun eben
als Karriere- und Prestigehöhepunkt entschädigenderweise den Posten als EU-Regierungschefin verschaffen will.

Die Gelegenheit war günstig. VdL ist allseits beliebt als Schwafeltante und EU-Geschoß, die im Grunde
mit jedem kann. Viel redet, aber wenn es um wirkliche und tatkräftige Umsetzung von Reformen oder Strukturen geht,
eine lahme Ente ist. Dass sie selbstredend dafür nie und nimmer verantwortlich ist, sondern immer nur die Vorgänger und -innen,
die ihr einen Saustall hinterließen, der einfach Jahrzehnte ihres dynamischen Aufräumwillens braucht und sie mit diesem
Selbstentschuldigungsmärchen bisher immer durchkam, ist bemerkenswert. Aber für die Position des EU-Regierungschefs
eine besondere Qualifikation und "Kompetenz".

So ist jedenfalls sichergestellt, dass in Sachen EU alles so bleibt, wie es ist. Und zur Freude von Macron das
Spitzenkandidatenmodell oder auch eine stärkere, mit tatsächlicher parlamentarischer Entscheidungsmacht ausgestattete
Europäische Union, die Vereinigten Staaten von Europa, ein unerfülltes Träumchen bleibt. Für Fetischisten wie mich zum Beispiel.

Kurzum:
UvdL als neue EU-Kommissionspräsidentin ist die in Beton gegossene Reformverhinderung der EU. Dagegen war J.C. Juncker ein Revoluzzer.
Kein Wunder, dass sich u.a. die ganzen nationalistischen Visegaard-Staaten für Mutter Ursula aussprachen. Wer es mit sieben Kindern kann,
der kann es auch mit 27 oder 28. Und das mit nur einer Nanny! :p


Deine persönliche Meinung über vdL und die über mich als Yellowpresstante sei dir unbenommen.

Mich würde interessieren, wer Deiner Meinung nach als Junckernachfolger hätte dem Willen des EU Volkes gemäß hätte nominiert und durch das EU Parlament etabliert werden müssen?
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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