Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Do 17. Sep 2020, 08:18

Europa2050 hat geschrieben:(16 Sep 2020, 15:00)

Die Brandstifter von Moria dürfen nach Deutschland? Ich dachte, die griechische Polizei hat die am Wickel?


Pst, du störst das wohlige Weltuntergangsgefühl der Irrationalen mit deinen rationalen Fragen. ;)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Europa2050 » Do 17. Sep 2020, 09:29

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2020, 08:18)

Pst, du störst das wohlige Weltuntergangsgefühl der Irrationalen mit deinen rationalen Fragen. ;)


Immer gern ... :D

Ich scheine sie aber sehr verwirrt zu haben, ist so ruhig :cool:
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Do 17. Sep 2020, 09:57

Europa2050 hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:29)

Immer gern ... :D

Ich scheine sie aber sehr verwirrt zu haben, ist so ruhig :cool:


Es ist halt mühselig und zeitraubend zu versuchen einen Beleg dafür zu finden, dass die Brandstifter angeblich der seitens der griechischen Justiz der deutschen Justiz überstellt werden sollen. ;)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Do 17. Sep 2020, 09:57

Europa2050 hat geschrieben:(17 Sep 2020, 09:29)

Immer gern ... :D

Ich scheine sie aber sehr verwirrt zu haben, ist so ruhig :cool:


Es ist halt mühselig und zeitraubend zu versuchen einen Beleg dafür zu finden, dass die Brandstifter angeblich seitens der griechischen Justiz der deutschen Justiz überstellt werden sollen. ;)
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Do 17. Sep 2020, 10:11

Lehnen die Visegradstaaten eigentlich grundsätzlich die Aufnahme von Flüchtlingen ab?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Do 17. Sep 2020, 10:32

Mal eine Frage in die Runde:
Welchen konkreten Part des ursprünglichen Asylgedankens hat der Asyl-Status in 2020 in Europa eigentlich noch?
Eine Abschaffung dieses Extra-Standards für Migration würde schlagartig die Gesamtsituation völlig normalisieren, denn die nun nicht mehr benutzbaren Vorteile von "Asyl" nähmen die Möglichkeit der Manipulation, des Betruges, der Schlepperkriminalität, würden gigantische Ressourcen an Bürokratie unnötig machen ....
Wenn sowieso 60% der Asylanträge abgelehnt werden, kann man doch die restlichen 40% ebenfalls in die Schiene "Einwanderung" verlagern und damit endlich eine völlig übersichtliche Einwanderungspolitik gestalten.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Do 17. Sep 2020, 10:43

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:32)

Mal eine Frage in die Runde:
Welchen konkreten Part des ursprünglichen Asylgedankens hat der Asyl-Status in 2020 in Europa eigentlich noch?
Eine Abschaffung dieses Extra-Standards für Migration würde schlagartig die Gesamtsituation völlig normalisieren, denn die nun nicht mehr benutzbaren Vorteile von "Asyl" nähmen die Möglichkeit der Manipulation, des Betruges, der Schlepperkriminalität, würden gigantische Ressourcen an Bürokratie unnötig machen ....
Wenn sowieso 60% der Asylanträge abgelehnt werden, kann man doch die restlichen 40% ebenfalls in die Schiene "Einwanderung" verlagern und damit endlich eine völlig übersichtliche Einwanderungspolitik gestalten.


Du bist offensichtlich anderer Meinung, aber für mich ist die Trennung der Kategorien Asyl und Migration unverzichtbar.

Wenn ich dich richtig verstehe, dann plädierte du für eine Erweiterung des EU Rechts der Arbeitnehmerfreizügigkeit, basierend auf EU-Richtlinie 2015/54/EU auf internationale Basis?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Keoma » Do 17. Sep 2020, 10:44

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:43)

Du bist offensichtlich anderer Meinung, aber für mich ist die Trennung der Kategorien Asyl und Migration unverzichtbar.

Wenn ich dich richtig verstehe, dann plädierte du für eine Erweiterung des EU Rechts der Arbeitnehmerfreizügigkeit, basierend auf EU-Richtlinie 2015/54/EU auf internationale Basis?


Ich halte auch an der Trennung fest, nur funktioniert sie in der Praxis nicht.
Auch Moralapostel sollten, aus Gründen der Abschreckung, dann und wann gekreuzigt werden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Do 17. Sep 2020, 10:47

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:11)

Lehnen die Visegradstaaten eigentlich grundsätzlich die Aufnahme von Flüchtlingen ab?


Vielleicht hilft dir dieser Artikel weiter.

https://www.deutschlandfunk.de/visegrad ... _id=421469
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Do 17. Sep 2020, 10:54

Keoma hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:44)

Ich halte auch an der Trennung fest, nur funktioniert sie in der Praxis nicht.

Ja, das ist das Problem. Wer es einmal in die EU geschafft hat, der kann kaum noch rückgeführt werden, wenn er sich nicht völlig blöde anstellt. Und das ist eben nicht Sinn und Zweck von Asyl und Schutz nach GK.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Do 17. Sep 2020, 10:54

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:43)

Du bist offensichtlich anderer Meinung, aber für mich ist die Trennung der Kategorien Asyl und Migration unverzichtbar.

Wenn ich dich richtig verstehe, dann plädierte du für eine Erweiterung des EU Rechts der Arbeitnehmerfreizügigkeit, basierend auf EU-Richtlinie 2015/54/EU auf internationale Basis?


Nein, denn wir reden doch nur über die Einwanderung, deren 1. Ziel ist, den Status "Asyl bewilligt" zu bekommen.
Ich sehe doch, dass die Trennung, die ja mal völlig berechtigte Gründe hatte, in 2020 eine völlig andere Bedeutung in der PRAXIS hat und somit zum nichtfunktionierenden Witz degradiert wird.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Do 17. Sep 2020, 10:55

Keoma hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:44)

Ich halte auch an der Trennung fest, nur funktioniert sie in der Praxis nicht.


...deshalb ja meine Frage, ob man diesen offensichtlichen Unsinn immer weiter laufen lässt ....
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Do 17. Sep 2020, 10:56

Keoma hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:44)

Ich halte auch an der Trennung fest, nur funktioniert sie in der Praxis nicht.


Sagen wir, sie funktioniert nicht stringent entlang der Richtlinien. Von daher halte ich es für notwendig, diese zu konkretisieren, um Grauzonen soweit als möglich zu reduzieren und verlässliche Sicherheit im Umgang mit allen angrenzenden Themen, wie Integration, Ausbildung, wie auch Verabschiedung zu garantieren.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Do 17. Sep 2020, 10:56

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:47)

Vielleicht hilft dir dieser Artikel weiter.

https://www.deutschlandfunk.de/visegrad ... _id=421469

Danke.

Warum setzt man sich dann nicht mit den aufnahmewilligen Staaten an einen Tisch und findet eine einvernehmliche Regelung zur Verteilung von Flüchtlingen ohne die Visegradstaaten? Die müssen dann halt keine Flüchtlinge aufnehmen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Do 17. Sep 2020, 10:59

ThorsHamar hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:54)

Nein, denn wir reden doch nur über die Einwanderung, deren 1. Ziel ist, den Status "Asyl bewilligt" zu bekommen.
Ich sehe doch, dass die Trennung, die ja mal völlig berechtigte Gründe hatte, in 2020 eine völlig andere Bedeutung in der PRAXIS hat und somit zum nichtfunktionierenden Witz degradiert wird.


Dann erkläre mir doch bitte detailliert, wie du dir die Aufhebung von Asyl zugunsten allgemeiner Migration vorstellst und welche Folgen, negativ wie positiv, sich daraus deiner Meinung nach für die EU Staaten ergeben.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon JJazzGold » Do 17. Sep 2020, 11:01

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:56)

Danke.

Warum setzt man sich dann nicht mit den aufnahmewilligen Staaten an einen Tisch und findet eine einvernehmliche Regelung zur Verteilung von Flüchtlingen ohne die Visegradstaaten? Die müssen dann halt keine Flüchtlinge aufnehmen.


Das verstehe ich auch nicht. Ich bin überzeugt davon, dass sich auf Basis einer Vereinbarung von Aufnahmewilligkeit auf der einen Seite und entsprechende Finanzierungsbeteiligung auf der anderen Seite eine umfassende Lösung bietet.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Do 17. Sep 2020, 11:08

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:43)

Du bist offensichtlich anderer Meinung, aber für mich ist die Trennung der Kategorien Asyl und Migration unverzichtbar.


Asylanten sind immer Im
migranten


Holt man Aslyanten ins Land hat man immer Migration und die damit verbunden Probleme. Sie lösen sich ja nicht in Luft auf.
Zuletzt geändert von Senexx am Do 17. Sep 2020, 11:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Do 17. Sep 2020, 11:16

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:59)

Dann erkläre mir doch bitte detailliert, wie du dir die Aufhebung von Asyl zugunsten allgemeiner Migration vorstellst ...

Von "Aufhebung von Asyl" kann doch keine Rede sein, das Asylrecht ist im Grundgesetz verankert und das ist auch gut so. Es muss aber bereits an den Grenzen der EU entschieden werden, ob jemand Anrecht auf Asyl oder Schutz hat oder eben nicht. Und das muss schnell entschieden werden, ohne monatelange Wartezeit und es muss auch möglich sein, Menschen, denen Asyl oder Schutz nicht zusteht, abzuweisen. Das ist nicht unmenschlich oder inhuman, sondern ein essentieller Bestandteil des Asylrechts.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Do 17. Sep 2020, 11:17

JJazzGold hat geschrieben:(17 Sep 2020, 10:59)

Dann erkläre mir doch bitte detailliert, wie du dir die Aufhebung von Asyl zugunsten allgemeiner Migration vorstellst und welche Folgen, negativ wie positiv, sich daraus deiner Meinung nach für die EU Staaten ergeben.


Ohne die legendären Vorteile der Einreise als Asylbewerber, beginnend mit den Stories von "du brauchst keine Papiere" über "Du bekommst jeden Monat Geld, einfach so" und " Haus, Auto, Weiber" usw.... würden sich extrem weniger chancenlose Menschen auf den Weg machen, um Asylbewerber zu werden.
Die gesamte Abwicklung einer Einreise wird ohne den Asyleingang unkompliziert, da niemand diesbezüglich betrügen muss und niemand diesbezüglich Betrug vermuten muss.
Menschen, die aus Asylgründen kommen, werden nach der Einreise zu Organisationen begleitet, die ihnen konkret helfen können, z.B. Homosexuelle finden so gleich Vereine und Menschen, die wissen, was zu tun ist.
Der gesamte Komplex "Asylbetrug" wird arbeitslos, weil es keine Möglichkeit mehr gibt, einen vermeintlichen Vorteil verkaufen zu können.
Der gesamte Komplex "Abschiebung" wegen abgelehnter Asylanträge wird aufgelöst.
Letztlich ist ein update der Einwanderungspolitik auch ein Beitrag zum sozialen Frieden, denn eine reale oder gefühlte Bevorteilung von Asylbewerbern fällt weg.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon ThorsHamar » Do 17. Sep 2020, 11:22

Tom Bombadil hat geschrieben:(17 Sep 2020, 11:16)

Von "Aufhebung von Asyl" kann doch keine Rede sein, das Asylrecht ist im Grundgesetz verankert und das ist auch gut so. Es muss aber bereits an den Grenzen der EU entschieden werden, ob jemand Anrecht auf Asyl oder Schutz hat oder eben nicht. Und das muss schnell entschieden werden, ohne monatelange Wartezeit und es muss auch möglich sein, Menschen, denen Asyl oder Schutz nicht zusteht, abzuweisen. Das ist nicht unmenschlich oder inhuman, sondern ein essentieller Bestandteil des Asylrechts.


Da dieser Part praktisch NIE erfüllt werden kann, ist das Asylrecht eben faktisch unsinnig!
Das GG kann diesbezüglich geändert werden.
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