Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

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tarkomed
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon tarkomed » Fr 25. Sep 2020, 12:43

Senexx hat geschrieben:(25 Sep 2020, 12:31)

Würde man hierzulande die Österreicher wirklich beobachten, würde man sich wohl ein Beispiel an der dortigen Flüchtlingspolitik nehmen.

Gerade weil man sie beobachtet – besonders die letzte Regierung und den letzten Wahlkampf – will man es ihnen nicht nachmachen. Wenn die Mehrheit in Deutschland so denken würde wie du, hätten wir längst eine Regierung in Deutschland mit Beteiligung der AfD.
Gib dich nicht so, dass alle andern dich für etwas halten, was du nicht sein willst.
Wenn sie es trotzdem tun, dann bist du es...
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Tom Bombadil
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 25. Sep 2020, 13:01

naddy hat geschrieben:(25 Sep 2020, 12:39)

Es geht der "hohen Politik" auch nicht "um die paar Flüchtlinge", sondern darum, diese zu instrumentalisieren um "ein Zeichen" in Richtung ihres jeweiligen Klientels zu setzen. Das trifft auf Orban genauso zu, wie auf Merkel und alle Anderen.

Das wird dann aber auf dem Rücken der Menschen ausgetragen, denen unsere Hilfe zustehen würde.

Zugewanderte oder "Eingelassene" halten sich nachprüfbar nicht an Aufenthaltsbeschränkungen, sondern ballen sich dort, wo sich bereits andere Angehörige ihres Kulturkreises befinden.

Dem kann man ganz einfach entgegenwirken: Wohung und Geld gibt es nur dort, wo man hingeschickt wird. Wird man andernorts aufgegriffen, wird man zurück geschafft. Wer öfter auffällt, muss mit Auflagen und Strafen rechnen.

In gehobener Wohnlage ist zwar der iranische Kinderarzt willkommen, das zugewanderte Prekariat aber eher weniger.

Wenn es demokratisch abgestimmte Regeln gibt, dann muss auch das "zugewanderte Prekariat" in gehobener Wohnlage akzeptiert werden.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon naddy » Fr 25. Sep 2020, 13:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Sep 2020, 13:01)

Das wird dann aber auf dem Rücken der Menschen ausgetragen, denen unsere Hilfe zustehen würde. ...Wenn es demokratisch abgestimmte Regeln gibt, dann muss auch das "zugewanderte Prekariat" in gehobener Wohnlage akzeptiert werden.

Müßte. Das verhindert aber die Bigotterie, die in der Politik allgegenwärtig ist. Ich habe ein passendes Beispiel aus meinem persönlichen Bekanntenkreis erst kürzlich hier geschildert. Die Diskrepanz zwischen "Sein" und "Scheinen" dominiert das ganze Geschehen.

Dem kann man ganz einfach entgegenwirken: Wohung und Geld gibt es nur dort, wo man hingeschickt wird. Wird man andernorts aufgegriffen, wird man zurück geschafft. Wer öfter auffällt, muss mit Auflagen und Strafen rechnen.

Eine Wuschvorstellung, die an der poltischen Realität scheitert. Was glaubst Du denn würden Linkspartei und die GRÜNEN zu einer derartigen Regelung sagen?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Realist2014 » Fr 25. Sep 2020, 13:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Sep 2020, 13:01)



Wenn es demokratisch abgestimmte Regeln gibt, dann muss auch das "zugewanderte Prekariat" in gehobener Wohnlage akzeptiert werden.


zu teuer....
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Fr 25. Sep 2020, 13:24

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Sep 2020, 13:01)

Wenn es demokratisch abgestimmte Regeln gibt, dann muss auch das "zugewanderte Prekariat" in gehobener Wohnlage akzeptiert werden.


Das kann sich doch gehobene Wohnlagen gar nicht leisten.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 25. Sep 2020, 13:43

naddy hat geschrieben:(25 Sep 2020, 13:20)

Was glaubst Du denn würden Linkspartei und die GRÜNEN zu einer derartigen Regelung sagen?

Die Linkspartei ist irrelevant und ich würde auf genug Einsicht bei den Grünen setzen, weil das den Menschen helfen würde. Im Endeffekt ist es aber sowieso egal, weil die Vorschläge eh nicht umgesetzt werden. Gilt auch für die "gehobene Wohnlage".

Ich habe ein passendes Beispiel aus meinem persönlichen Bekanntenkreis erst kürzlich hier geschildert.

Könntest du das noch einmal verlinken?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon naddy » Fr 25. Sep 2020, 14:00

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Sep 2020, 13:43)

Die Linkspartei ist irrelevant und ich würde auf genug Einsicht bei den Grünen setzen, weil das den Menschen helfen würde. Im Endeffekt ist es aber sowieso egal, weil die Vorschläge eh nicht umgesetzt werden. Gilt auch für die "gehobene Wohnlage".

Das dürfte weitgehend zutreffen. Mir sind aber persönlich auch Ausnahmen bekannt, die sich hochgearbeitet haben und nur noch durch ihr "normabweichendes" Äußeres Interesse erregen, wenn sie auf Grillpartys eingeladen werden. ;)

Könntest du das noch einmal verlinken?

Hier.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 25. Sep 2020, 14:43

naddy hat geschrieben:(25 Sep 2020, 14:00)

Hier.

Danke!
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Atue001 » Fr 25. Sep 2020, 22:13

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 Sep 2020, 10:06)

Gibt es dazu Quellen?


Ich würde meinen, dass sich diese Menschen von der Regierung nicht mehr vertreten fühlen.


Diese Meinung würde ich auch meinen - und als Ursache für deren irrige Annahme sehe ich fehlendes Verständnis für die Zusammenhänge. Das zeugt von fehlender Bildung.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 26. Sep 2020, 09:22

Atue001 hat geschrieben:(25 Sep 2020, 22:13)

Das zeugt von fehlender Bildung.

Mag sein, ich kann das nicht einschätzen, ich kenne niemand, der so drauf ist. In meiner Jugend gab es eine handvoll stadtbekannte Neonazis, das waren in der Tat nicht die hellsten Kerzen auf der Torte.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Europa2050 » So 27. Sep 2020, 09:55

Tom Bombadil hat geschrieben:(26 Sep 2020, 09:22)

Mag sein, ich kann das nicht einschätzen, ich kenne niemand, der so drauf ist. In meiner Jugend gab es eine handvoll stadtbekannte Neonazis, das waren in der Tat nicht die hellsten Kerzen auf der Torte.


Extremisten jedweder Art - egal ob faschistisch, kommunistisch, trumpistisch, covidiotisch, grün, religös oder ... sind nie die „hellsten Kerzen auf der Torte“.

Schließlich sind sie ja Extremisten, weil sie sich in einer Welt des „ja, aber“, der Widersprüche, der Kompromisse nicht zurechtfinden.

Was wiederum eine gewisse Intelligenz erfordern würde...
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Neandertaler » Di 29. Sep 2020, 21:12

relativ hat geschrieben:(25 Sep 2020, 11:43)

Stimmt,aber den Vorteil/Hauptforderung keine Flüchtlinge aufnehmen zu muessen ,haben diese Staaten doch schon, als Kompromissvorschlag vorliegen. Frage, wieso wollen sie jetzt noch mehr. Antwort?


Man kann es natürlich bin dieser Seite betrachten, bei einem Kompromiss sollten sich beide Seiten in der Mitte treffen von dieser Richtung betrachtet sind die visagrad Staaten unbeweglich und Kompromislos. So wird es ja auch gern mit n Deutschland dargestellt.

Man kann es aber auch anders sehen:

Von einem Kompromiss sollte aber für beide Seiten eine Verbesserung zum Status quo darstellen, und von dieser Seite betrachtet sind das sehr faule Kompromiss die (indirekt) Deutschland vorschlägt, von denen es einseitig profitieren

Ein anderer Punkt ist, betrachtet man das Kleingedruckte ist es ja gar nicht so das die Visagrad Staaten
gar keine Flüchtlingsquoten bekommen, sie sollen Abschiebungen durchführen und wenn dies nicht gelingt diese Migranten aufnehmen. Sie sollen also im Zweifelsfall die aufnehmen die Deutschland nicht will. Und es ist hier zu bedenken das Deutschland, mit größeren Vorhanden Möglichkeiten als die Visagrad Staaten, diese Abschiebungen oft nicht gelingen.

Ausgegoren scheinen mir diese Vorschläge alle nicht.

Man kann den schwarzen Peter also auch der anderen Seite zur schieben, ich denke aber den Schwarzen Peter zuschreiben ist aber auch nicht sehr europäisch.

Was spräche eigentlich dagegen, wenn jedes Land die Migranten aufnimmt die es aufnehmen will und die die es nicht will selber abschiebt. Warum sollen eigentlich andere für Deutschland die Drecksarbeit übernehmen, damit der humanitäre Schein gewahrt wird?


Von willen aufzwingen war immer nur die falsche Rede,

Klingt durchsetzen besser? Findest du also es sollte kein Druck in dieser Angelegenheit auf die Visagrad Staaten ausgeübt werden? Es geht doch aber nicht darum ein Stimmungsbild in der EU aufzunehmen und danach zu entscheiden.
Ich bin linksliberal, ich habe mich testen lassen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Neandertaler » Di 29. Sep 2020, 21:15

relativ hat geschrieben:(25 Sep 2020, 11:43)
Tatsache ist und war, daß es niemals einen deustchen Alleingang gab, es waren und sind immer auch andere Staaten, oder die EU involviert. Der angebliche deutsche Alleingang ist eine große Lüge , der hier immer wieder aufgetischt wird. Das man bei einer Notaufnahme von 1500 Menschen von einem Alleingang faselt gehört zu diesen Lügenkonstrukt, welches die fordernde Gegenseite aufgebaut hat.
Ich finde Lüge ist hier ein zu großes Wort, und wieso hängt die Definition von Alleingang von der Anzahl der Menschen abhängig? Aber Mann kann Deutschland doch schon als treibende Kraft sehen, oder?

Nunja sicherlich geht es auch um Wahlen und befriedigungen der wählerschichten. Das Fatale ist m.M.eben dabei, daß es in einigen Ländern schon undemokratische politische Ausrichtungen gibt , die Mittelfristig die gesamte Demokratie dort in Frage stellen könnten. Ich als Europäer möchte aber nicht, daß solche Regime meine Partner sind, die auch noch die Möglichkeit haben, EU- Politik und Kompromisse maßgeblich negativ zu beeinflussen.

Geht es wirklich um undemokratisch Tendenzen oder um eine nicht genehme politischen Ausrichtung?
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relativ
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 30. Sep 2020, 07:51

Neandertaler hat geschrieben:(29 Sep 2020, 21:12)

Man kann es natürlich bin dieser Seite betrachten, bei einem Kompromiss sollten sich beide Seiten in der Mitte treffen von dieser Richtung betrachtet sind die visagrad Staaten unbeweglich und Kompromislos. So wird es ja auch gern mit n Deutschland dargestellt.
Woanders nicht? Wie wird es denn da dargestellt?

Man kann es aber auch anders sehen:

Von einem Kompromiss sollte aber für beide Seiten eine Verbesserung zum Status quo darstellen, und von dieser Seite betrachtet sind das sehr faule Kompromiss die (indirekt) Deutschland vorschlägt, von denen es einseitig profitieren
Erkläre mal bitte.

Ein anderer Punkt ist, betrachtet man das Kleingedruckte ist es ja gar nicht so das die Visagrad Staaten
gar keine Flüchtlingsquoten bekommen, sie sollen Abschiebungen durchführen und wenn dies nicht gelingt diese Migranten aufnehmen. Sie sollen also im Zweifelsfall die aufnehmen die Deutschland nicht will. Und es ist hier zu bedenken das Deutschland, mit größeren Vorhanden Möglichkeiten als die Visagrad Staaten, diese Abschiebungen oft nicht gelingen.
Kleingedruckte? Die Visegrad Staaten, haben sich bisher jeden Kompromiss der EU entgegengestellt. Btw. Wenn sie Quoten Aufnehmen brauchen sie den Job des Abschieberes ja auch nicht machen.

Ausgegoren scheinen mir diese Vorschläge alle nicht.
Nunja ausgegoren sind halt nur die Pläne der "Zaunbauer" und Lagererrichter ausserhalb der EU, but wait....ähm erzähl mal bitte wie ausgegoren diese Vorschläge sind?

Man kann den schwarzen Peter also auch der anderen Seite zur schieben, ich denke aber den Schwarzen Peter zuschreiben ist aber auch nicht sehr europäisch.
Nunja wer sich seit 2016 jedeweden Kompromissvorschlages erwert, der muss sich nicht wundern, wenn er in den Augen anderer das schwarze Scharf ist.

Was spräche eigentlich dagegen, wenn jedes Land die Migranten aufnimmt die es aufnehmen will und die die es nicht will selber abschiebt. Warum sollen eigentlich andere für Deutschland die Drecksarbeit übernehmen, damit der humanitäre Schein gewahrt wird?
Weil das Flüchtlingsproblem, auch wenn diese gerne mal ein bestimmter EU Regierungschef dies behauptet, kein deustches Problem ist, sondern ein EU und sogar weltweites Problem.
Also wieso soll Deutschland da alleine stehen , oder diejenigen Länder die menschenwürdige Lösungen wollen.
Was wäre denn die andere Alternative? Eben Menschen sehendes Auges verrecken lassen und glaub mir, es verrecken schon genügend dieser Menschen "ungesehendes Auges".



Klingt durchsetzen besser? Findest du also es sollte kein Druck in dieser Angelegenheit auf die Visagrad Staaten ausgeübt werden? Es geht doch aber nicht darum ein Stimmungsbild in der EU aufzunehmen und danach zu entscheiden.

Welche Politik beruht denn nicht auf durchsetzen? Die Frage ist doch wie Kompromissbereit ist man. Kompromissbereitschaft gehört eben zu Demokratien, wo unterschiedliche Meiningen aufeinandertreffen. Um nicht in Stillstand zu verharren gibt es Kompromisse.
Mir wird da viel zu wenig Druck gemacht, bedenkt man, daß wir das Thema jetzt schon so lange mit und rum schleppen. Die Stimmung ist in der EU entscheidend, wie es weiter gehen soll. Ich orakelmal, gibt es weiterhin keine Lösung für das Flüchtlingsproblem, werden die auflösungserscheinungen in der EU weiter zunehmen, Natürlich wird dann wieder versucht Deutschland den schwarzen Peter zuzuschieben, aber das ist mir dann auch egal.
Hauptsache wir sind dann diese Länder los. Die können sich dann wieder zum Putin orientieren, oder wählen halt ihre Heinis ab.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 30. Sep 2020, 08:00

Neandertaler hat geschrieben:(29 Sep 2020, 21:15)

Ich finde Lüge ist hier ein zu großes Wort, und wieso hängt die Definition von Alleingang von der Anzahl der Menschen abhängig? Aber Mann kann Deutschland doch schon als treibende Kraft sehen, oder?
Nein ist es nicht. Was heisst treibende Kraft. Die deutsche Regierung hält sich da an die Verträge. Wenn anderen Ländern diese verträge nicht wichtig sind, ist das doch nicht die Schuld der deutschen Regierung. Es ist btw. auch eine Lüge, daß die deutsche Regierung nicht versucht hätte von Anfang an hier eine europäische Lösung herbeizuführen. Nur andere haben eben nicht mitgemacht, auch als es gar keien Alternativen gab. Denn die Lager in Lybien ect. gab es nicht und gibt es immer noch nicht. Der deal mit der Türkei ist alles was es gibt und gab. Den ist die EU nur deshalb eingegangen, weil sich die Visegrad Staaten und der nützliche Trottel Kurz gegen jedwede anderen realistischen Vorschlag gestemmt haben.


Geht es wirklich um undemokratisch Tendenzen oder um eine nicht genehme politischen Ausrichtung?
Eine undemokratische Ausrichtung ist eben undemokratisch. Allein das Beispiel der Pressefreiheit sollte dir da die Augen öffnen.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Mi 30. Sep 2020, 08:47

relativ hat geschrieben:(30 Sep 2020, 08:00)

Nein ist es nicht. Was heisst treibende Kraft. Die deutsche Regierung hält sich da an die Verträge.


Welche Verträge?
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon relativ » Mi 30. Sep 2020, 12:43

Senexx hat geschrieben:(30 Sep 2020, 08:47)

Welche Verträge?

Wurde hier zwar schon etliche male verlinkt und geschrieben, aber bei gewissen Leuten muss man eben auf die Wiederholtaste drücken, damit sie nachher schön wieder ihre eigene Reset Taste drücken können.
https://dejure.org/gesetze/EU/Praeambel.html
schöpfend aus dem kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas, aus dem sich die unverletzlichen und unveräußerlichen Rechte des Menschen sowie Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit als universelle Werte entwickelt haben,
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Senexx » Mi 30. Sep 2020, 12:53

Ah, Ja.

Und in welchem Punkt "hält sich (die deutsche Regierung) da an Verträge?"

Bitte doch etwas genauer spezifizieren, damit wir das beurteilen können.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 30. Sep 2020, 17:04

An den Vertrag von Maastricht hat sich Deutschland schonmal nicht gehalten.
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Re: Europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik

Beitragvon H2O » Mo 5. Okt 2020, 08:20

Tom Bombadil hat geschrieben:(30 Sep 2020, 17:04)

An den Vertrag von Maastricht hat sich Deutschland schonmal nicht gehalten.


Auf Dauer, oder aus augenblicklicher Not?

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