Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Sa 1. Feb 2020, 13:30

Dieter Winter hat geschrieben:(01 Feb 2020, 10:39)

Bei seiner Rentenreform scheint er sich relativ wenig um die Meinung der Bürger zu scheren. Wobei insofern die französischen Verhältnisse, verglichen mit den deutschen, paradiesisch anmuten.


Den Nachrichten zufolge ist in Frankreich ein Wust von Vergünstigungen entstanden, für die es in unserer Arbeitswelt keine besonders guten Begründungen mehr gibt... außer der Besitzstandswahrung. Und dafür kämpfen die Gewerkschaften gegen den Rest der Mitbürger. Manchmal erinnert mich der Streit an unser häufig neidgetriebenes Gerede von Altersrentnern gegenüber Beamtenpensionen. Ich bin gar nicht neugierig zu erfahren, was sich in Deutschland abspielen würde, wenn diese Strukturen angefaßt werden würden. :p
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Dieter Winter » Sa 1. Feb 2020, 14:13

H2O hat geschrieben:(01 Feb 2020, 13:30)

Ich bin gar nicht neugierig zu erfahren, was sich in Deutschland abspielen würde, wenn diese Strukturen angefaßt werden würden. :p


Da würde vergleichsweise wenig passieren Die Agenda 2010 löste zwar ein gewisses Missfallen aus, aber letztlich hat es der Michel geschluckt. Da sind die Franzosen, schon aus Tradition, aus anderem Holz.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Sa 1. Feb 2020, 17:29

Dieter Winter hat geschrieben:(01 Feb 2020, 14:13)

Da würde vergleichsweise wenig passieren Die Agenda 2010 löste zwar ein gewisses Missfallen aus, aber letztlich hat es der Michel geschluckt. Da sind die Franzosen, schon aus Tradition, aus anderem Holz.


Wenn's den Leuten an den "sozialen Besitzstand" geht dann werden sie wohl doch böse. In 2004 schmierte unser Land für alle Welt sichtbar durch viel zu hohe Sozialkosten ab. Da hätte man streiken können, um schneller am Ziel an zu kommen. :thumbup:
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Dieter Winter » Sa 1. Feb 2020, 18:12

H2O hat geschrieben:(01 Feb 2020, 17:29)

Wenn's den Leuten an den "sozialen Besitzstand" geht dann werden sie wohl doch böse. In 2004 schmierte unser Land für alle Welt sichtbar durch viel zu hohe Sozialkosten ab.


Das kann man jetzt glauben, oder auch nicht:

https://causa.tagesspiegel.de/politik/b ... -2010.html
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Sa 1. Feb 2020, 20:02

Meinungsverschiedenheiten gab es auch 2004. Aber die genannten Zahlen sprechen für sich.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 15. Feb 2020, 13:07

Auf der Sicherheitskonferenz in München fordert Macron erneut den Dialog über die Zukunft der EU zu intensivieren.

"Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sieht für Europa "den Moment der Wahrheit" gekommen. Bei der 56. Münchner Sicherheitskonferenz plädiert er im Gespräch mit Konferenzleiter Wolfgang Ischinger für ein "Kerneuropa", ohne den Begriff selbst direkt in den Mund zu nehmen. ....

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnt außerdem davor, dass das deutsch-französische Tandem in der EU scheitern könnte. Das wäre ein „historischer Fehler“, sagt er. Nach Finanz- und Migrationskrise hätten viele Menschen den Glauben an die Demokratie verloren. Die EU - und auch das deutsch-französische Tandem - müsse Antworten darauf geben, wie die Perspektive in 20 oder 30 Jahren sei . Nachdem es auf seine Vorschläge der vergangenen Jahre häufig keine Antwort aus Berlin gegeben habe, sei er nicht frustriert, aber ungeduldig ." Quelle: https://amp.tagesspiegel.de/politik/mac ... 46700.html

Vielleicht sollte Macron versuchen mit anderen EU-Staaten das Projekt Europa voranzutreiben wenn von Deutschland weiter keine Bereitschaft besteht sich da einzubringen. Möglicherweise hat er aber auch inzwischen die richtigen Ansprechpartner in Deutschland gefunden. Die können aber erst nach der Bundestagswahl aktiv werden.

"Rund drei Stunden hat sich der französische Präsident Zeit genommen , um sich am Vorabend seines Auftritts bei der Sicherheitskonferenz mit den Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck in München zu einem ausgiebigen Abendessen zu treffen . „Es war ein langes, intensives, zugewandtes Gespräch über die deutsch-französischen Zusammenarbeit und die unterschiedlichsten europäischen Fragen“, sagte eine Grünen-Sprecherin dem Tagesspiegel. Über alles Weitere sei Stillschweigen vereinbart worden."
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Senexx » Sa 15. Feb 2020, 13:27

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Feb 2020, 13:07)

"Rund drei Stunden hat sich der französische Präsident Zeit genommen , um sich am Vorabend seines Auftritts bei der Sicherheitskonferenz mit den Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck in München zu einem ausgiebigen Abendessen zu treffen . „Es war ein langes, intensives, zugewandtes Gespräch über die deutsch-französischen Zusammenarbeit und die unterschiedlichsten europäischen Fragen“, sagte eine Grünen-Sprecherin dem Tagesspiegel. Über alles Weitere sei Stillschweigen vereinbart worden."

Die Grünen wollen Amtomwaffen?

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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Kohlhaas » Sa 15. Feb 2020, 13:39

Senexx hat geschrieben:(15 Feb 2020, 13:27)

Die Grünen wollen Amtomwaffen?

Wäre mir neu.

Wo steht da was von Atomwaffen?
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Kohlhaas » Sa 15. Feb 2020, 13:46

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Feb 2020, 13:07)Vielleicht sollte Macron versuchen mit anderen EU-Staaten das Projekt Europa voranzutreiben wenn von Deutschland weiter keine Bereitschaft besteht sich da einzubringen. Möglicherweise hat er aber auch inzwischen die richtigen Ansprechpartner in Deutschland gefunden. Die können aber erst nach der Bundestagswahl aktiv werden.

Andere EU-Staaten einzubinden, ist auf jeden Fall eine gute Idee. Es gibt ja auch einige, die bei einem "Projekt Kern-Europa" mitmachen würden oder es in Ansätzen schon tun. Aber ohne Deutschland wird das nicht gehen. Deutschland und Frankreich sind das "Herz" der EU. Ohne diese beiden geht gar nichts. Mir ist nicht ganz klar, warum Italien da nicht als "Dritter" dazugekommen ist, aber es ist halt so. Macron ist jedenfalls auf Unterstützung aus Deutschland angewiesen. Und die wird er leider nicht bekommen, solange in Berlin eine große Koalition regiert. Diese Koalition mag in Deutschland einige Erfolge erreicht haben, aber bezüglich Außen- und Europapolitik ist die Groko eine Katastrophe. Da sind die Interessen von SPD und CDU schon fast gegensätzlich. Die können sich nur auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner einigen. Es wird Zeit, dass diese Groko endlich endet.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Sa 15. Feb 2020, 13:48

@ Orbiter1:

Sie müssen einfach sehen, daß DIE GRÜNEN auch weitaus mehr von einem Gestaltungswillen getrieben sind als die konservative CDU. DIE GRÜNEN sind auf ihre Weise auch "en marche". Den Konservativen muß man zugute halten, daß sie die deutsch-französische Aussöhnung als Teil ihrer Lebensgeschichte sehen, ohne sie aber mit einer Vorwärtsstrategie zu verbinden.

Leider sind DIE GRÜNEN im Bundestag noch zu schwach, um über den guten Willen hinaus etwas Europäisches bewegen zu können. Ich selbst habe auf meine Weise einiges ganz erfolgreich mit Franzosen angeschoben. Als das dann ganz gut lief, gab es eine Firmenübernahme... und damit eine Konkurrenzsituation im eigenen Hause, und schon war wieder Funkstille. Aus der Erfahrung heraus weiß ich aber, daß ganz grundsätzlich eine freundliche und offene Zusammenarbeit mit französischen Partnern möglich ist... ganz ohne gegenseitige Beherrschungsgelüste.

Eine weitere Erfahrung war dabei, daß die sichere Beherrschung der französischen Sprache im persönlichen Bereich wahre Wunder wirkt. Darum steht es heute wohl nicht mehr so gut wie in der guten alten Zeit... auf beiden Seiten des Rheins versucht man sich mit dem Englischen... wie auch in Polen. Aber das ist etwas seelenfern, wenn Leute sich in einer beiden Seiten nicht sehr vertrauten Sprache begegnen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Wähler » So 16. Feb 2020, 10:08

SZ 15. Februar Es ist eine Tour d'Horizon über Europas Rolle in der Welt, die Frankreichs Präsident seinen Zuhörern auf der Sicherheitskonferenz bietet
https://www.sueddeutsche.de/politik/mue ... duced=true
"Europa müsse seine Souveränität in der Informationstechnologie zurückgewinnen, fordert Macron mit Blick auf den Streit über die Beteiligung chinesischer Konzerne am Aufbau der neuen, schnellen 5G-Mobilfunknetze. Gemeinsame Antworten brauche es auch auf die Fragen des Klimawandels, bei der Migration und eben auch bei der Verteidigung Europas...
Macron verlangt, die Entscheidungsmechanismen in der EU zu reformieren und sich für weitere Politikbereiche vom Prinzip der Einstimmigkeit zu verabschieden - ein Problem, auf das Macron seit seiner Rede vor der Sorbonne im September 2017 immer wieder hinweist."

Wird es eine angemessene Antwort erst während der deutschen Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte geben?
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Di 24. Mär 2020, 08:48

Die Aufnahme der Westbalkanstaaten in die EU wird sich evtl im Rahmen der Coronavirus-Pandemie von selbst erledigen. Denen bietet sich China an.

"Es war ein bizarrer Auftritt, als der serbische Präsident Aleksandar Vucic am 15. März den Ausnahmezustand erklärte. Tränen in den Augen, zwischen Rührung und Wut schwankend, rief er die Bürger auf, zu Hause zu bleiben. Dann setzte er nach: Der europäische Traum sei ausgeträumt. Jetzt, in der Zeit der Not, sei es klar. «Es gibt keine Solidarität Europas. Es ist ein Märchen auf Papier.

Die EU sitze auf ihren Medikamenten und dem Material, das vor dem Virus schützen soll. Helfen könne jetzt nur einer: «Ich habe einen Brief an Xi Jinping geschrieben, ich habe ihn nicht Freund genannt, sondern Bruder, nicht meinen persönlichen Freund, sondern den Freund und Bruder meines Landes. Nur China kann uns helfen!» ....

Der Kontrast könnte nicht grösser sein. Während Tschechien Lieferungen von Schutzmasken an Italien für sich abzweigt und die europäischen Länder Schutzmasken und Beatmungsgeräte horten, landet in Athen der Flug CA 863 und bringt chinesische Hilfsgüter. Gleichzeitig spenden chinesische Firmen in Belgrad Hunderttausende von Masken. Im Fernsehen sieht man das chinesische Fahnenmeer und Vucic, der dem «Bruder» dankt und die «stählerne Freundschaft» hochleben lässt." Quelle: https://www.nzz.ch/meinung/china-nutzt- ... ld.1547994

Na hoffentlich kommt es auch so. Dann können sich die Westbalkanstaaten die Mühen eines EU-Beitritts sparen und so korrupt, nationalistisch und nach Autokratie strebend bleiben wie sie sind. Und die EU spart sich viel Geld und jede Menge Ärger.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Frodobert » Di 24. Mär 2020, 09:38

Die Nationalisten haben eben den vollen Durchblick. Vir kurzen tönte es noch so in Serbien. Aber nun ist natürlich die EU schuld. Ich werde freudig zum Abschied winken.

Zuerst war es "das lächerlichste Virus in der Weltgeschichte". Der Autor dieses in Serbien berühmten Satzes, Prof. Dr. Branimir Nestorović, machte während einer Pressekonferenz Witze über das Coronavirus, riet Männern sogar, ihren Frauen Geld fürs Shopping in Mailand zu geben, da nun alles so günstig sei. Der Kinder- und Lungenarzt meinte, das Coronavirus existiere vor allem auf Facebook. Die Beschaffung zusätzlicher Schutzmasken und Virustests sei überflüssig.


https://www.google.com/amp/s/www.mdr.de ... 0~amp.html
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon sünnerklaas » Di 24. Mär 2020, 10:10

Frodobert hat geschrieben:(24 Mar 2020, 09:38)

Die Nationalisten haben eben den vollen Durchblick. Vir kurzen tönte es noch so in Serbien. Aber nun ist natürlich die EU schuld. Ich werde freudig zum Abschied winken.



https://www.google.com/amp/s/www.mdr.de ... 0~amp.html


Nationalisten galten ja schon immer als die nicht allerhellsten Leuchten am Firmament. Und natürlich wird herumgeopfert und die Schuld bei anderen gesucht.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon TheManFromDownUnder » Di 24. Mär 2020, 10:27

Orbiter1 hat geschrieben:(24 Mar 2020, 08:48)

Die Aufnahme der Westbalkanstaaten in die EU wird sich evtl im Rahmen der Coronavirus-Pandemie von selbst erledigen. Denen bietet sich China an.

"Es war ein bizarrer Auftritt, als der serbische Präsident Aleksandar Vucic am 15. März den Ausnahmezustand erklärte. Tränen in den Augen, zwischen Rührung und Wut schwankend, rief er die Bürger auf, zu Hause zu bleiben. Dann setzte er nach: Der europäische Traum sei ausgeträumt. Jetzt, in der Zeit der Not, sei es klar. «Es gibt keine Solidarität Europas. Es ist ein Märchen auf Papier.

Die EU sitze auf ihren Medikamenten und dem Material, das vor dem Virus schützen soll. Helfen könne jetzt nur einer: «Ich habe einen Brief an Xi Jinping geschrieben, ich habe ihn nicht Freund genannt, sondern Bruder, nicht meinen persönlichen Freund, sondern den Freund und Bruder meines Landes. Nur China kann uns helfen!» ....

Der Kontrast könnte nicht grösser sein. Während Tschechien Lieferungen von Schutzmasken an Italien für sich abzweigt und die europäischen Länder Schutzmasken und Beatmungsgeräte horten, landet in Athen der Flug CA 863 und bringt chinesische Hilfsgüter. Gleichzeitig spenden chinesische Firmen in Belgrad Hunderttausende von Masken. Im Fernsehen sieht man das chinesische Fahnenmeer und Vucic, der dem «Bruder» dankt und die «stählerne Freundschaft» hochleben lässt." Quelle: https://www.nzz.ch/meinung/china-nutzt- ... ld.1547994

Na hoffentlich kommt es auch so. Dann können sich die Westbalkanstaaten die Mühen eines EU-Beitritts sparen und so korrupt, nationalistisch und nach Autokratie strebend bleiben wie sie sind. Und die EU spart sich viel Geld und jede Menge Ärger.


Die Chinesen sind clever! Conquer and divide!

Dieser Aleksandar Vucic ist ein Beispiel eines unfaehigen machtbesessenen Idioten.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Bobo » Di 24. Mär 2020, 13:25

Dieter Winter hat geschrieben:(01 Feb 2020, 18:12)

Das kann man jetzt glauben, oder auch nicht:

https://causa.tagesspiegel.de/politik/b ... -2010.html


Gut geschrieben und definitiv zutreffend. :thumbup: Man muss nur erkennen, dass der Kaiser nackt ist.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Mi 25. Mär 2020, 01:12

Dieter Winter hat geschrieben:(01 Feb 2020, 18:12)

Das kann man jetzt glauben, oder auch nicht:

https://causa.tagesspiegel.de/politik/b ... -2010.html


Mich hinterläßt der Artikel ziemlich ratlos: Rein wissenschaftlich gesehen ist diese tiefgreifende Reform der Vorsorgung Arbeitsloser also ein Flop. Praktisch gesehen beschäftigt die Wirtschaft unseres Landes heute mehr Menschen als je zuvor. Da muß doch im bestehenden System ein ziemlich dummer Fehler verborgen sein.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Mo 30. Mär 2020, 17:42

Polen und Ungarn nutzen die Coronakrise um den Umbau in Richtung Autokratie massiv voranzutreiben. Die EU erwartungsgemäß im Tiefschlaf. https://www.sueddeutsche.de/politik/pol ... 860970!amp und https://www.sueddeutsche.de/politik/ung ... 862238!amp Mal sehen welche weiteren EU-Mitglieder die Gelegenheit nutzen um das Demokratie-Gedöns loszuwerden.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Do 2. Apr 2020, 09:10

Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die Europaminister nun den Beginn der Beitrittsverhandlungen für Albanien und Nordmazedonien genehmigt. Ab jetzt heißt es Augen fest verschließen und durchwinken damit maximal korrupte und nationalistische Staaten die EU weiter nach unten ziehen. Die EU ist nicht bereit aus Fehlern zu lernen und manövriert sich in die totale Handlungsunfähigkeit da viele Entscheidungen Einstimmigkeit erfordern.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Do 2. Apr 2020, 10:22

"Polen, Ungarn und Tschechien haben nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs in der Flüchtlingskrise gegen EU-Recht verstoßen. 2015 hatten die EU-Staaten in zwei Mehrheitsentscheidungen die Umverteilung von bis zu 160.000 Asylbewerbern aus Italien und Griechenland in andere EU-Staaten entschieden. Ungarn, Polen und Tschechien Länder hatten sich geweigert, den Beschluss der EU-Staaten zur Umverteilung umzusetzen. Die drei Länder hätten sich nicht weigern dürfen, urteilten jetzt die Luxemburger Richter." Quelle: https://www.zeit.de/amp/politik/ausland ... verstossen

Das interessiert kein Schwein. In der EU darf jeder Staat nach Belieben gegen die Verträge verstoßen. Folgen hat es keine. Wann kommt endlich das Ende der Schrott-EU?

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