Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

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Ger9374

Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Ger9374 » Sa 13. Jul 2019, 07:37

Wähler hat geschrieben:(13 Jul 2019, 07:20)

Spiegel 12. Juli 2019 Europas Sozialdemokraten stellen Bedingungen für Wahl von der Leyens
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 77053.html
"So müsse die neue Kommission eine ehrgeizige Strategie vorlegen, um die Uno-Ziele zur nachhaltigen Entwicklung zu erreichen.
Für den Kampf gegen den Klimawandel sollen im neuen mehrjährigen Finanzrahmen, der derzeit für die Jahre 2021 bis 2027 verhandelt wird, wenigstens 30 Prozent der Mittel bereitgestellt werden.
Problematisch für von der Leyen: Die Sozialdemokraten bekräftigen ihre Forderung nach einer flexiblen Anwendung der Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts, mit dem Defizitsünder unter den EU-Mitgliedsländern überwacht werden sollen. Eine solche Forderung ist gerade bei von der Leyens eigenen Leuten nicht populär.
Die Forderung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach einem üppig ausgestatteten Eurozonenbudget, um Wirtschaftskrisen zu überwinden, taucht in dem Katalog genauso auf wie die Forderung nach einer europäischen Strategie zur Armutsbekämpfung.
Auch beim Thema Rechtsstaat verlangen die Sozialdemokraten eine harte Hand der neuen EU-Kommission. Diese müsse einen "umfassenden Rechtsstaatsmechanismus" einführen, heißt es in dem Schreiben. Für den Fall von Verstößen schlagen die Sozialdemokraten vor, Regionalfördermittel für die betreffenden Länder zu kürzen."

Es dürfte eng für von der Leyen werden, wenn sie zu wenig auf die Forderungen der SPE eingeht.




Simple Strategie, man stellt hohe Anforderungen , deren Erfüllung scheitern werden! Wobei die deutsche SPD selbst solche Anforderungen auch nicht erfüllen kann, als Groko Steigbügelhalter!
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Wähler » Sa 13. Jul 2019, 07:45

Wähler hat geschrieben:(13 Jul 2019, 07:20)
Spiegel 12. Juli 2019 Europas Sozialdemokraten stellen Bedingungen für Wahl von der Leyens
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 77053.html
"So müsse die neue Kommission eine ehrgeizige Strategie vorlegen, um die Uno-Ziele zur nachhaltigen Entwicklung zu erreichen.
Für den Kampf gegen den Klimawandel sollen im neuen mehrjährigen Finanzrahmen, der derzeit für die Jahre 2021 bis 2027 verhandelt wird, wenigstens 30 Prozent der Mittel bereitgestellt werden.
Problematisch für von der Leyen: Die Sozialdemokraten bekräftigen ihre Forderung nach einer flexiblen Anwendung der Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts, mit dem Defizitsünder unter den EU-Mitgliedsländern überwacht werden sollen. Eine solche Forderung ist gerade bei von der Leyens eigenen Leuten nicht populär.
Die Forderung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach einem üppig ausgestatteten Eurozonenbudget, um Wirtschaftskrisen zu überwinden, taucht in dem Katalog genauso auf wie die Forderung nach einer europäischen Strategie zur Armutsbekämpfung.
Auch beim Thema Rechtsstaat verlangen die Sozialdemokraten eine harte Hand der neuen EU-Kommission. Diese müsse einen "umfassenden Rechtsstaatsmechanismus" einführen, heißt es in dem Schreiben. Für den Fall von Verstößen schlagen die Sozialdemokraten vor, Regionalfördermittel für die betreffenden Länder zu kürzen."

Es dürfte eng für von der Leyen werden, wenn sie zu wenig auf die Forderungen der SPE eingeht.

Ger9374 hat geschrieben:(13 Jul 2019, 07:37)
Simple Strategie, man stellt hohe Anforderungen , deren Erfüllung scheitern werden! Wobei die deutsche SPD selbst solche Anforderungen auch nicht erfüllen kann, als Groko Steigbügelhalter!
Durchsichtig , Arm und billig!
Nicht Mal das kriegt die SPD noch gebacken!
vdl kann sich auf sowas nicht einlassen, höchstens als absichtserklärung, und selbst das stinkt gewaltig!

SPE ist nicht gleich SPD. Die Grünen im EU-Parlament dürften die Forderungen mittragen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 13. Jul 2019, 08:36

Wähler hat geschrieben:(13 Jul 2019, 07:20)

Es dürfte eng für von der Leyen werden, wenn sie zu wenig auf die Forderungen der SPE eingeht.
Offenbar hört man noch nicht einmal bei den Brüdern und Schwestern der SPE auf die SPD. Für die SPD-Schmutzkampagne, die eine Wahl von VdL grundsätzlich verhindern soll, scheint man sich dort nicht zu interessieren.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Wähler » Sa 13. Jul 2019, 09:02

Wähler hat geschrieben:(13 Jul 2019, 07:20)
Spiegel 12. Juli 2019 Europas Sozialdemokraten stellen Bedingungen für Wahl von der Leyens
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 77053.html
"So müsse die neue Kommission eine ehrgeizige Strategie vorlegen, um die Uno-Ziele zur nachhaltigen Entwicklung zu erreichen.
Für den Kampf gegen den Klimawandel sollen im neuen mehrjährigen Finanzrahmen, der derzeit für die Jahre 2021 bis 2027 verhandelt wird, wenigstens 30 Prozent der Mittel bereitgestellt werden.
Problematisch für von der Leyen: Die Sozialdemokraten bekräftigen ihre Forderung nach einer flexiblen Anwendung der Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts, mit dem Defizitsünder unter den EU-Mitgliedsländern überwacht werden sollen. Eine solche Forderung ist gerade bei von der Leyens eigenen Leuten nicht populär.
Die Forderung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach einem üppig ausgestatteten Eurozonenbudget, um Wirtschaftskrisen zu überwinden, taucht in dem Katalog genauso auf wie die Forderung nach einer europäischen Strategie zur Armutsbekämpfung.
Auch beim Thema Rechtsstaat verlangen die Sozialdemokraten eine harte Hand der neuen EU-Kommission. Diese müsse einen "umfassenden Rechtsstaatsmechanismus" einführen, heißt es in dem Schreiben. Für den Fall von Verstößen schlagen die Sozialdemokraten vor, Regionalfördermittel für die betreffenden Länder zu kürzen."

Es dürfte eng für von der Leyen werden, wenn sie zu wenig auf die Forderungen der SPE eingeht.

Orbiter1 hat geschrieben:(13 Jul 2019, 08:36)
Offenbar hört man noch nicht einmal bei den Brüdern und Schwestern der SPE auf die SPD. Für die SPD-Schmutzkampagne, die eine Wahl von VdL grundsätzlich verhindern soll, scheint man sich dort nicht zu interessieren.

Die Forderungen stammen von der SPE im Europäischen Parlament und werden von der Gruppe der SPD innerhalb der SPE unterstützt und wohl auch von der Fraktion der Grünen im EU-Parlament.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Senexx » Sa 13. Jul 2019, 09:14

Wähler hat geschrieben:(13 Jul 2019, 09:02)

Die Forderungen stammen von der SPE im Europäischen Parlament und werden von der Gruppe der SPD innerhalb der SPE unterstützt und wohl auch von der Fraktion der Grünen im EU-Parlament.

Die wollen also im Umweg über Europa durchsetzen, wofür sie national keine Mehrheiten zustande kriegen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 13. Jul 2019, 09:46

Wähler hat geschrieben:(13 Jul 2019, 09:02)

Die Forderungen stammen von der SPE im Europäischen Parlament und werden von der Gruppe der SPD innerhalb der SPE unterstützt und wohl auch von der Fraktion der Grünen im EU-Parlament.
Die SPD fährt also eine Doppelstrategie. Die Wahl VdL per Schmutzkampagne verhindern und falls sie doch gewählt wird, SPD-Forderungen durchbringen. Wieso die in Deutschland immer noch über 5% kommt ist mir mittlerweile ein Rätsel.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Wähler » Sa 13. Jul 2019, 10:02

Wähler hat geschrieben:(13 Jul 2019, 07:45)
SPE ist nicht gleich SPD. Die Grünen im EU-Parlament dürften die Forderungen mittragen.

Senexx hat geschrieben:(13 Jul 2019, 09:14)
Die wollen also im Umweg über Europa durchsetzen, wofür sie national keine Mehrheiten zustande kriegen.

Die Fraktion der SPE im Europaparlament wird auf Grund des schlechten Wahlergebnisses der SPD inzwischen von Spaniern und Italienern dominiert.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Wähler » Sa 13. Jul 2019, 10:04

Wähler hat geschrieben:(13 Jul 2019, 07:45)
SPE ist nicht gleich SPD. Die Grünen im EU-Parlament dürften die Forderungen mittragen.

Orbiter1 hat geschrieben:(13 Jul 2019, 09:46)
Die SPD fährt also eine Doppelstrategie. Die Wahl VdL per Schmutzkampagne verhindern und falls sie doch gewählt wird, SPD-Forderungen durchbringen. Wieso die in Deutschland immer noch über 5% kommt ist mir mittlerweile ein Rätsel.

Die Fraktion der SPE im Europaparlament wird auf Grund des schlechten Wahlergebnisses der SPD inzwischen von Spaniern und Italienern dominiert.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Fliege » Sa 13. Jul 2019, 13:57

Orbiter1 hat geschrieben:(13 Jul 2019, 08:36)
Offenbar hört man noch nicht einmal bei den Brüdern und Schwestern der SPE auf die SPD. Für die SPD-Schmutzkampagne, die eine Wahl von VdL grundsätzlich verhindern soll, scheint man sich dort nicht zu interessieren.

Wieso macht die deutsche SPD eine Schmutzkampagne? Ist Laien denn eine Sauberfrau?
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Ger9374 » So 14. Jul 2019, 02:10

Fliege hat geschrieben:(13 Jul 2019, 13:57)

Wieso macht die deutsche SPD eine Schmutzkampagne? Ist Laien denn eine Sauberfrau?



Die einen schildern sie als taffe macherin und überzeugte Europäerin.
Andere werfen ihr Unfähigkeit bei der BW und ihre ausufernden Beraterverträge mit evtl. Familienbezug vor. Meine meinung
steht schon lange , ich Wanke nur weil ich befürchte Deutschland könnte bei Ablehnung von vdl den Posten an andere Staaten verlieren.Ist aber unrealistisch das E.U Machtgefüge würde ohne Deutschen Spitzenposten wanken.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » So 14. Jul 2019, 08:00

Ger9374 hat geschrieben:(14 Jul 2019, 02:10)

Die einen schildern sie als taffe macherin und überzeugte Europäerin.
Andere werfen ihr Unfähigkeit bei der BW und ihre ausufernden Beraterverträge mit evtl. Familienbezug vor. Meine meinung
steht schon lange , ich Wanke nur weil ich befürchte Deutschland könnte bei Ablehnung von vdl den Posten an andere Staaten verlieren.Ist aber unrealistisch das E.U Machtgefüge würde ohne Deutschen Spitzenposten wanken.


Ihre Unsicherheit teile ich nicht; da erliegen Sie eher dem Ränkespiel von Medienvertretern, die ungefragt eben auch politischen Einfluß ausüben möchten. Aber Sie haben Recht: Der dümmste deutsche Streich wäre wohl, die Bewerberin VdL den EU-Parlamentariern nachdrücklich madig zu machen.

Viel schlimmer als die dahinter stehende Mauschelei im EU-Ministerrat bewerte ich die Unfähigkeit des EU-Parlaments, sich auf einen ihrer Spitzenkandidaten mit guter Mehrheit zu einigen. Spätestens am 1. Gesprächstag des EU-Ministerrats hatte das Parlament einen der drei Spitzenkandidaten vorschlagen müssen, weil da schon erkennbar war, daß der EU-Ministerrat sich vielleicht nicht über den Wunsch des Parlaments hinweg setzen würde, wohl aber gegen das Konzept "Spitzenkandidat"... "und nun ernennt gefälligst einen davon, weil wir nicht wissen, wen wir vorschlagen sollen!" Da kommt unsereiner aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr heraus.

Jetzt wird das Frau VdL; die schlechteste Bewerberin ist sie sicher nicht, zumal die Königin von Europa keine hohen Ämter mehr anstrebt.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Orbiter1 » So 14. Jul 2019, 08:12

H2O hat geschrieben:(14 Jul 2019, 08:00)

Aber Sie haben Recht: Der dümmste deutsche Streich wäre wohl, die Bewerberin VdL den EU-Parlamentariern nachdrücklich madig zu machen.
Sollte die Schmutzkampagne der SPD von Erfolg gekrönt sein und VdL als EU-Kommissionspräsidentin verhindern sowie eine Krise der EU-Institutionen auslösen ist die SPD endgültig obsolet. Die wird dann hoffentlich bei Wahlen hierzulande unter der 5%-Schwelle landen.
Viel schlimmer als die dahinter stehende Mauschelei im EU-Ministerrat bewerte ich die Unfähigkeit des EU-Parlaments, sich auf einen ihrer Spitzenkandidaten mit guter Mehrheit zu einigen.
Ja, das erinnert einen irgendwie an das britische Unterhaus. Da gibt es auch nur Mehrheiten für das was man nicht will. Ihr hochgelobtes EU-Parlament ist womöglich schon dabei sich selbst in die Bedeutungslosigkeit zu befördern.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » So 14. Jul 2019, 08:36

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Jul 2019, 08:12)

Sollte die Schmutzkampagne der SPD von Erfolg gekrönt sein und VdL als EU-Kommissionspräsidentin verhindern sowie eine Krise der EU-Institutionen auslösen ist die SPD endgültig obsolet. Die wird dann hoffentlich bei Wahlen hierzulande unter der 5%-Schwelle landen.
Ja, das erinnert einen irgendwie an das britische Unterhaus. Da gibt es auch nur Mehrheiten für das was man nicht will. Ihr hochgelobtes EU-Parlament ist womöglich schon dabei sich selbst in die Bedeutungslosigkeit zu befördern.


So weit würde ich in meinem Ärger denn auch wieder nicht gehen! Im günstigsten Fall hat das Parlament als Organ der EU nachhaltig gelernt, daß es nur als Organ erfolgreich Macht gewinnen kann, nicht als durcheinander quirlende Hammelherde.

Wie man ersten Äußerungen der Bewerberin vdL entnehmen kann, will sie durchaus dazu beitragen, daß das EU-Parlament ein starkes Vorschlagsrecht zugestanden bekommt. Das wäre auch notwendig, wenn wir eine demokratisch legitimierte EU-Kommission haben möchten. Insofern lobe ich das EU-Parlament weiterhin, auch wenn es derzeit kein Ruhmesblatt abgeliefert hat.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Senexx » So 14. Jul 2019, 09:14

H2O hat geschrieben:(14 Jul 2019, 08:00)
Aber Sie haben Recht: Der dümmste deutsche Streich wäre wohl, die Bewerberin VdL den EU-Parlamentariern nachdrücklich madig zu machen.

Das war nicht dumm, sondern hat Methode. Diese politischen Extremisten von Rot und Grün sind kompromisslos. Das nationale Interesse zählt nicht. Sie sind als Vertreter unseres Landes ungeeignet. Genauso, wie Sie die deutsche Autoindustrie auf die Schlachtbank führen wollen, so agieren sie in Brüssel.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » So 14. Jul 2019, 10:11

Senexx hat geschrieben:(14 Jul 2019, 09:14)

Das war nicht dumm, sondern hat Methode. Diese politischen Extremisten von Rot und Grün sind kompromisslos. Das nationale Interesse zählt nicht. Sie sind als Vertreter unseres Landes ungeeignet. Genauso, wie Sie die deutsche Autoindustrie auf die Schlachtbank führen wollen, so agieren sie in Brüssel.


Nein, dieses Manöver wird diesen Grüppchen mißlingen. Da hätten sie früher aufstehen müssen, als noch Herr Timmerman als Ergebnis von Randbesprechungen auf dem G20-Gipfel vorn lag. Nix auf die Reihe bringen und die Klappe groß aufreißen, das wird doch nichts! Ich sehe gar kein nationales Interesse darin, Frau vdL unbedingt an der Spitze der EU-Kommission ein zu setzen. Mich ärgert der Mangel an politischem Gespür und der durch Dummheit verlorene Grundsatz, daß das EU-Parlament einen Spitzenkandidaten ernennt und damit einen Machtgewinn einstreicht. Vergossene Milch!

Nochmals nein: Eine Ansammlung von Betrügern möchte ich nicht damit belohnen, daß sie weiter ihre Vorzugsbehandlung erfährt. Einen so hohen Ansehensverlust von "Made in Germany" habe ich noch nie erlebt! Den technischen Fortschritt mit Betrügereien aufhalten, das ist so ziemlich das Gemeinste, was ein Ingenieur sich zuschulden kommen lassen kann. Und dann gleich die gesamte einschlägige Industrie, vom Zulieferer bis zum Abnahmeverfahren!
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Fliege » So 14. Jul 2019, 11:17

Ger9374 hat geschrieben:(14 Jul 2019, 02:10)
ich Wanke nur weil ich befürchte Deutschland könnte bei Ablehnung von vdl den Posten an andere Staaten verlieren. Ist aber unrealistisch das E.U Machtgefüge würde ohne Deutschen Spitzenposten wanken.

Ob der Begriff "deutsche Interessen" unter aktuellen Regierungspolitkern bekannt ist, ist mir nicht bekannt, dennoch fürchte ich, dass dieser Begriff in diesen Kreisen mindestens für uninteressant gehalten wird.
Medienversagen: "für den gehobenen Moralbedarf"; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Kohlhaas » So 14. Jul 2019, 14:16

Orbiter1 hat geschrieben:(14 Jul 2019, 08:12)

Sollte die Schmutzkampagne der SPD von Erfolg gekrönt sein und VdL als EU-Kommissionspräsidentin verhindern sowie eine Krise der EU-Institutionen auslösen ist die SPD endgültig obsolet. Die wird dann hoffentlich bei Wahlen hierzulande unter der 5%-Schwelle landen.

Eine Krise der EU-Institutionen haben wir doch im Grunde schon. Das Tauziehen zwischen Rat und Parlament kommt in der Bevölkerung nicht gut an.

Ich kann auch nicht erkennen, warum die SPD in Deutschland abgestraft werden sollte, wenn sie sich gegen von der Leyen ausspricht. Sie würde damit doch nur die Stimmung in der Bevölkerung aufnehmen. Umfragen zufolge ist hierzulande eine breite Mehrheit der Bürger dafür, dass das Parlament den Spitzenkandidaten benennen sollte. Und nur ein Drittel der Deutschen hält von der Leyen für geeignet. Der Widerstand gegen die Wahl könnte der SPD als eher Sympathien einbringen.

Nebenbei würde ich nicht von Schmutzkampagne reden. Die Bundeswehr ist in einem beklagenswerten Zustand. Dafür sind von der Leyen und ihre christdemokratischen/-sozialen Amtsvorgänger verantwortlich. Die Dame hat sich in ihrem Amt als Verteidigungsministerin ganz sicher nicht mit Ruhm bekleckert oder gar für das höchste Amt in der EU empfohlen.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon H2O » Mo 15. Jul 2019, 10:18

Kohlhaas hat geschrieben:(14 Jul 2019, 14:16)

Eine Krise der EU-Institutionen haben wir doch im Grunde schon. Das Tauziehen zwischen Rat und Parlament kommt in der Bevölkerung nicht gut an.

Ich kann auch nicht erkennen, warum die SPD in Deutschland abgestraft werden sollte, wenn sie sich gegen von der Leyen ausspricht. Sie würde damit doch nur die Stimmung in der Bevölkerung aufnehmen. Umfragen zufolge ist hierzulande eine breite Mehrheit der Bürger dafür, dass das Parlament den Spitzenkandidaten benennen sollte. Und nur ein Drittel der Deutschen hält von der Leyen für geeignet. Der Widerstand gegen die Wahl könnte der SPD als eher Sympathien einbringen.

Nebenbei würde ich nicht von Schmutzkampagne reden. Die Bundeswehr ist in einem beklagenswerten Zustand. Dafür sind von der Leyen und ihre christdemokratischen/-sozialen Amtsvorgänger verantwortlich. Die Dame hat sich in ihrem Amt als Verteidigungsministerin ganz sicher nicht mit Ruhm bekleckert oder gar für das höchste Amt in der EU empfohlen.


In drei von vier Bundesregierungen mitregiert, und plötzlich schlägt auf europäischer Ebene das Gewissen? Ich befürworte Neuwahlen zur Klärung des Volkswillens. Hoffentlich kommen dann Kräfte zum Vorschein, die mehr Wert auf eine funktionierende Regierung legen.

Natürlich ist es auch aus meiner Sicht höchst ärgerlich, daß nicht ein vom EU-Parlament ernannter Spitzenkandidat des EU-Parlaments zur alleinigen Auswahl stand. Dem EU-Ministerrat eröffnete dieses Unvermögen die altbekannte Kungelei, die gar nichts mit Europa-Wahlen am Hut hat. Dem Parlament ist der Vorwurf zu machen, daß es im engstirnigen Klein-Klein schwelgt... und auch weiterhin dieser Linie folgt, wenn es nun im Zorn eine Bewerberin beschädigt, aber immer noch keinen eigenen Gegenkandidaten anbieten kann.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Ger9374 » Mo 15. Jul 2019, 19:02

Eine quengelnde absterbende SPD, das schlecht dastehende Brüsseler 2 Kammer System( Staatschefs und Parlament).
Das ist schlecht zu durchschauen, dann die Widrigkeiten innerhalb der Staatschefs.
Schlechte Vorraussetzungen für eine vdl.
Dann das Spitzenkandidaten Modell?
Jeder mag sich selbst eine Meinung bilden.
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Re: Sammelstrang: Quo vadis, Europa und EU?

Beitragvon Fliege » Mo 15. Jul 2019, 19:11

Ger9374 hat geschrieben:(15 Jul 2019, 19:02)
Eine quengelnde absterbende SPD, das schlecht dastehende Brüsseler 2 Kammer System( Staatschefs und Parlament).
Das ist schlecht zu durchschauen, dann die Widrigkeiten innerhalb der Staatschefs.
Schlechte Vorraussetzungen für eine vdl.
Dann das Spitzenkandidaten Modell?
Jeder mag sich selbst eine Meinung bilden.

Als ersten Schritt, stelle ich mir vor, Laien abzulehnen; als zweiten Schritt, dass sich bei einer Verfassungskrise das Parlament durchsetzt; als dritten Schritt einen EU-Kommissionspräsidenten zu wählen, der das für den Fortbestand der EU bedrohliche Migrationsproblem zu lösen bereit ist.
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