EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Ger9374
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Sa 24. Aug 2019, 13:50

Das Staatsvolk der Deutschen wird auch trotz mancher Politiker mit Grenzdebilen Anzeichen seinen Weg gehen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 24. Aug 2019, 14:11

Ger9374 hat geschrieben:(24 Aug 2019, 13:50)

Das Staatsvolk der Deutschen wird auch trotz mancher Politiker mit Grenzdebilen Anzeichen seinen Weg gehen.


Dabei ist zu beachten, daß sich das deutsche Volk inzwischen zu 23,6% erneuert hat.
https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen- ... tergrund-i
In Bremen sogar um 32%... und seit ich ausgewandert bin, noch höher....
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Ger9374
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Sa 24. Aug 2019, 14:27

H2O hat geschrieben:(24 Aug 2019, 14:11)

Dabei ist zu beachten, daß sich das deutsche Volk inzwischen zu 23,6% erneuert hat.
https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen- ... tergrund-i
In Bremen sogar um 32%... und seit ich ausgewandert bin, noch höher....




Ja der Migrationshintergrund ist erstaunlich.Und das lief die letzten Jahrzehnte relativ schmerzfrei.
Warum dieses nicht so weiterlaufen konnte ist mir ein Rätsel?!
Gesteuerte Zuwanderung hatte sich doch bewährt!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 24. Aug 2019, 14:37

Ger9374 hat geschrieben:(24 Aug 2019, 14:27)

Ja der Migrationshintergrund ist erstaunlich.Und das lief die letzten Jahrzehnte relativ schmerzfrei.
Warum dieses nicht so weiterlaufen konnte ist mir ein Rätsel?!
Gesteuerte Zuwanderung hatte sich doch bewährt!


Ich glaube ganz fest daran, daß sich diese Fremdelei in 10 Jahren erledigt hat. Das war eben ein bißchen viel Zuwanderung aus der EU, Familiennachzug aus allen Herkunftsländern, Flüchtlingselend. Aber ich glaube mit der Kanzlerin: "Wir schaffen (auch) das!" Vor allem werden wir daraus neue Begabungen und Kräfte schöpfen, denn daß damit ein Zustrom der Tüchtigen verbunden war und ist, das ist ganz gut zu erkennen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon sünnerklaas » Sa 24. Aug 2019, 14:44

Ger9374 hat geschrieben:(23 Aug 2019, 12:34)

Die Rechnung für den Brexit kann man seriös erst lange nach dem Vollzug machen.Der Rest ist Wahrsagerei;-))


Bild halt - und somit Springer.
Der chaotische Brexit fällt nicht vom Himmel. Vieles wird von den Unternehmen in der EU bereits eingepreist sein.
Sehr viel problematischer dürften die Folgen wohl eher für die normale britische Bevölkerung werden.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eulenwoelfchen » Sa 24. Aug 2019, 15:47

Misterfritz hat geschrieben:(24 Aug 2019, 09:31)

Sie wissen aber, dass sie weder das norwegische noch das schweizer Modell haben wollen - und was sie sonst noch alles NICHT wollen. Das hilft weder den Briten noch der EU.


Nicht nur das.

Ausserdem wäre damit das Grenzproblem Irland/Nordirland (EU-Aussengrenze zu GB) weiterhin nicht gelöst. Denn diese Grenzfrage umfasst ja auch Personenkontrollen.
Will man da auch wie bei LKWs maschinell lesbare Chips einpflanzen?

Der Ansatz ist einfach Mumpitz, auch weil damit nicht geklärt ist, welche Zollbestimmungen künftig zwischen der EU und GB gültig sein sollen?

Die Überwachung von Zoll-/Ein- Ausfuhrbestimmungen auf beiden Seiten bedingt ja zunächst ein gültiges Abkommen über diese.

Die Backstop-Frage ist im übrigen mit elementaren, existenziellen EU-Werten verknüpft, die im Falle ihrer Aufgabe die gesamte EU
in Frage stellen würden ... und werden. Falls man diese an Boris Johnson ohne konkrete und juristisch verbindliche künftige Regelung (der bisher nicht gelösten backtop-Frage) opfert und aufgibt.

Es war gerade diese Frage, die letztlich zur backtop-Vereinbarung führte. Weil sich über mehr als zwei Jahre auch in den Austrittsverhandlungen
keine Lösung dafür abzeichnete, die auch nur eine Ahnung davon realistisch gemacht hätte, wie diese künftigen Handels-und Zollbeziehungen und die Regelungen
der EU-Aussengrenze zu dem ausgetretenen UK dann aussehen könnten. Und vor allem auch GB gefallen würden. Die Briten wussten und wissen das meiner Meinung nach bis heute nicht.
Johnson klammert sich deshalb an den no-deal. Da muss er dann sein Hirn nicht unnötig - wie bisher - anstrengen. Und das brit. Parlament hält sich daran fest,
die Johnson-Lösung nicht zu wollen. Beiden gemeinsam ist allerdings, das alle vernunftbegabten Lösungsmöglichkeiten und Vorstellungen auf britischer Seite damit erschöpft sind.


Genau deshalb klammerte man mit dem sog. backstop diese völlig ungelöste Frage (und die damit verbundene begrenzte Lösungsbefähigung GBs) seitens der EU vornehm aus. Zumindest,
so dezent, als man damit das Gerücht beidseitig bedienen konnte, Großbritannien ringe in einem großartigen Beispiel demokratischer Willensbildung mit sich selbst, ohne dabei andere
mit hineinziehen zu wollen. Mit der Rest-EU als lernfähigem und staunendem Publikum, das diesem großartigen, demokratischen Vorbild an verantwortlicher Entscheidungsfindung und Lösungskompetenz nacheifern könne, wenn es wolle.

Kurzum, man vertagte sich dazu auf bessere Tage in der Zukunft.
Will heissen, beidseitig ernsthaft bemüht innerhalb von zwei Jahren nach dem Austritt GBs eine gemeinsam tragbare Lösung zu finden und zu
vereinbaren. Und sollte das länger dauern... :D sollte eben der backtop weiterhin gelten. Nicht nur für die EU, sondern auch für's Borisland.

Wohl klar, dass der Boris das nicht will und seine "bauernschlauen" Brexitheinis. Sie wissen nämlich genau, wie schwierig und womöglich
nicht abschätzbar lange Jahre das dauern könnte. Vielleicht nie eine Einigung zustande käme. Zumindest in menschlichen (bzw. britisch) - und nicht
erdgeschichtlich - zugrundeliegenden Zeitdimensionen. :D
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Maikel » Sa 24. Aug 2019, 18:15

H2O hat geschrieben:(24 Aug 2019, 09:56)

Was den Briten wirklich helfen könnte, das wären Neuwahlen unter dem Hauptthema "BREXIT oder Mitglied der EU". Eine solche Entscheidung wäre dem Ernst der Entscheidung angemessen, einmal unabhängig davon, was dabei am Ende heraus kommt.

1. Eine solche Parlamentswahl gab es, Monate NACH dem Brexitreferendum. Die Zusammensetzung des jetzigen Parlaments basiert auf dieser Wahl.
2. Würden auch die von dir vorgeschlagenen Neuwahlen nur schwerlich die Frage klären, können "wenn Brexit, welcher Brexit?".
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 24. Aug 2019, 21:15

Maikel hat geschrieben:(24 Aug 2019, 18:15)

1. Eine solche Parlamentswahl gab es, Monate NACH dem Brexitreferendum. Die Zusammensetzung des jetzigen Parlaments basiert auf dieser Wahl.
2. Würden auch die von dir vorgeschlagenen Neuwahlen nur schwerlich die Frage klären, können "wenn Brexit, welcher Brexit?".


Ich muß sagen, daß mir die Art des BREXITs inzwischen schnurzpiepegal ist, wenn die Briten nach dieser ausgedehnten öffentlichen Diskussion in freien und geheimen Wahlen auf "BREXIT" bestehen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Wähler » So 25. Aug 2019, 07:29

H2O hat geschrieben:(24 Aug 2019, 09:56)
Was den Briten wirklich helfen könnte, das wären Neuwahlen unter dem Hauptthema "BREXIT oder Mitglied der EU". Eine solche Entscheidung wäre dem Ernst der Entscheidung angemessen, einmal unabhängig davon, was dabei am Ende heraus kommt.

Maikel hat geschrieben:(24 Aug 2019, 18:15)
1. Eine solche Parlamentswahl gab es, Monate NACH dem Brexitreferendum. Die Zusammensetzung des jetzigen Parlaments basiert auf dieser Wahl.
2. Würden auch die von dir vorgeschlagenen Neuwahlen nur schwerlich die Frage klären, können "wenn Brexit, welcher Brexit?".

Es könnte aber die Frage klären, ob Harter Brexit oder kein Harter Brexit. Es gibt ja auch noch die 7 Unterhausabgeordneten der Sinn Fein, die ihre Sitze wegen des Treueschwurs auf die Queen nicht besetzt haben. Sie könnten eine Regierungsmehrheit der Opposition im Unterhaus bewirken, das in seiner Mehrheit ja auch keinen Harten Brexit will.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » So 25. Aug 2019, 17:59

G7-Treffen in Biarritz
US-Präsident kündigt Handelsvertrag mit Großbritannien an
US-Präsident Trump ist beim G7-Gipfel erstmals mit dem neuen britischen Premierminister Johnson zusammengekommen - und stellte einen "sehr großen" Pakt der beiden Länder in Aussicht.

US-Präsident Donald Trump kam zunächst mit dem britischen Premierminister Boris Johnson zu einem Arbeitsfrühstück zusammen.

"Wir werden bald ein Handelsabkommen abschließen können", sagte Trump, einen "sehr großen" Pakt. "Es gibt riesige Chancen für Großbritannien auf dem US-Markt", betonte der britische Premierminister. Er räumte allerdings ein, dass die Verhandlungen mit Washington schwierig würden.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 83549.html

Schwierig, jaaa, denn die irischstämmigen Parlamentarier haben ja schon Widerstand angekündigt.
Ausserdem kann ich mir schlecht vorstellen, dass Trump Handelsverträge abschliesst, die die USA nicht bevorteilt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 25. Aug 2019, 18:13

Ich kann mir vorstellen, daß die US Administration einen Preis bezahlt, um die EU wirksam zu zerlegen. Durchaus vorstellbar, daß GB eine Vorzugsbehandlung angeboten wird, die ansonsten keinem anderen Handelspartner zugestanden wird.

Die EU muß mit solchen im Grunde feindseligen Maßnahmen rechnen, die auch andere EU-Mitglieder nachdenklich stimmen könnten.

Man muß ganz einfach zur Kenntnis nehmen, daß mit der EU eine Wirtschaftsmacht entsteht, die die Vormachtstellung der USA für den Welthandel in Dollar aufweichen könnte. Die Vormachtstellung ermöglicht umfangreiche Finanzdienstleistungen, mit denen sicher gut verdient wird... in den USA.

Ein zaghafter Versuch zur Ablösung der EU von US Finanzdienstleistern wurde ja schon gemacht, um den Druck der USA auf den Wirtschaftsverkehr mit Iran zu dämpfen. Ich hielte es für einfältig, wenn solche Aussichten in Washington nicht sehr kritisch bewertet würden.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Vongole » So 25. Aug 2019, 18:21

Misterfritz hat geschrieben:(25 Aug 2019, 17:59)

Schwierig, jaaa, denn die irischstämmigen Parlamentarier haben ja schon Widerstand angekündigt.
Ausserdem kann ich mir schlecht vorstellen, dass Trump Handelsverträge abschliesst, die die USA nicht bevorteilt.

Außerdem wird GB dann sicher daran gehindert, Handelsverträge mit Staaten abzuschließen, die nicht "passen", wie China z.B.
Der Vertrag, wenn er denn käme, kompensiert bestimmt nicht den Ausfall fast aller Handelsverträge, die die EU geschlossen hat,
plus den Zugang zum EU-Binnenmarkt.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Misterfritz » So 25. Aug 2019, 19:08

H2O hat geschrieben:(25 Aug 2019, 18:13)

Ich kann mir vorstellen, daß die US Administration einen Preis bezahlt, um die EU wirksam zu zerlegen. Durchaus vorstellbar, daß GB eine Vorzugsbehandlung angeboten wird, die ansonsten keinem anderen Handelspartner zugestanden wird.

Die EU muß mit solchen im Grunde feindseligen Maßnahmen rechnen, die auch andere EU-Mitglieder nachdenklich stimmen könnten.

Man muß ganz einfach zur Kenntnis nehmen, daß mit der EU eine Wirtschaftsmacht entsteht, die die Vormachtstellung der USA für den Welthandel in Dollar aufweichen könnte. Die Vormachtstellung ermöglicht umfangreiche Finanzdienstleistungen, mit denen sicher gut verdient wird... in den USA.

Ein zaghafter Versuch zur Ablösung der EU von US Finanzdienstleistern wurde ja schon gemacht, um den Druck der USA auf den Wirtschaftsverkehr mit Iran zu dämpfen. Ich hielte es für einfältig, wenn solche Aussichten in Washington nicht sehr kritisch bewertet würden.

Nur, wenn die USA die EU schwächen, spielen sie China und Russland in die Hand - kann irgendwie auch nicht in deren Interesse sein.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » So 25. Aug 2019, 19:17

Misterfritz hat geschrieben:(25 Aug 2019, 19:08)

Nur, wenn die USA die EU schwächen, spielen sie China und Russland in die Hand - kann irgendwie auch nicht in deren Interesse sein.


Rußland ist bisher nicht gerade als Freund des europäischen Projekts in Erscheinung getreten... spielt aber auch wirtschaftlich keine wichtige Rolle. Und China baggert die EU an in Südeuropa (Griechenland, Balkanländer), was man sehr vernünftig finden kann, sieht aber in der EU auch einen unangenehmen Wettbewerber auf Drittmärkten. Mich würde nicht überraschen, wenn die Staatsführung in Peking insgeheim schmunzelt, daß die USA einen weltweit antretenden Wettbewerber schwächen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon lili » Mi 28. Aug 2019, 17:43

,,Was sind unsere geistreichen und gebildeten Subjekte größenteils? Hohnlächelte Sklavenbesitzer und selber - Sklaven." Das unwahre Prinzip unserer Erziehung"

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Mi 28. Aug 2019, 18:19

Die Brexit Soap geht weiter.Scheiss auf Games of Thrones, Johnson macht es spannend. Inzwischen ist auch die Queen
involviert.Was das Parlament jetzt noch bis zur 2.September Woche dagegen machen kann ist mir noch nicht ganz klar. Seit 1948 gab es so etwas auf der Insel nicht mehr.
Am einfachsten klingt das Misstrauensvotum gegen den PM.
Kommt drauf an wie viele Abweichler sich auf die Seite der Opposition ziehen lassen .
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Wähler » Mi 28. Aug 2019, 18:21

SZ 28. August 2019 Was es mit der Vertagung des Parlaments auf sich hat
https://www.sueddeutsche.de/politik/joh ... -1.4579081
"Im konkreten Fall bedeutet das, die Abgeordneten können nach der "prorogation" keine Gesetzesvorlagen mehr einbringen, um einen "No-Deal-Brexit" am 31. Oktober zu stoppen..Allerdings könnte das Parlament die Regierung vor der Vertagung am Mittwoch noch mit einem Misstrauensvotum stürzen - bislang gab es für einen solchen Schritt aber keine Mehrheit.
Vermutlich wird die "prorogation" auch ein Fall für die Gerichte - der frühere Premierminister John Major etwa hatte im Juli bereits gedroht, er werde vor Gericht ziehen, falls Johnson das Unterhaus vertage. Er sehe keine denkbare Rechtfertigung dafür, das Parlament in Zwangsurlaub zu schicken, um dessen Eigenständigkeit zu umgehen...
Am Dienstag hatte die Opposition nun angekündigt, sie wolle ein Gesetz verabschieden, dass Johnson einen EU-Austritt ohne Deal verbieten würde. Sollte es bis 31. Oktober keinen Deal geben, hätte diese Gesetz ihn gezwungen, eine Verschiebung des Brexits zu beantragen. Die Chancen der Opposition, das Gesetz mit Hilfe einiger Tory-Abweichler durchzubringen, würde mit einer Vertagung wohl deutlich sinken."

Will Boris Johnson seinen Sturz und damit Neuwahlen herbeiführen?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Eiskalt » Mi 28. Aug 2019, 18:25

Finde ich gut. Zack, harter Brexit und dann ist das erledigt. Dann kann man sich anderen Dingen wieder widmen.
Memento mori
-Römisches Sprichwort
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 28. Aug 2019, 18:34

Die Queen stimmt Johnsons "Parlamentspause" zu? King Charles I. ordnete auch einen shutdown des englischen Parlaments an, damit es nicht merkwürdige Beschlüsse fassen konnte.

Auf mittlere Sicht für ihn keine gute Idee.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Maikel » Mi 28. Aug 2019, 18:36

lili hat geschrieben:(28 Aug 2019, 17:43)

Queen stimmt Johnsons Brexit-Schachzug zu.

Das hatte ich nicht erwartet; daß man eine/diese parlamentarische Demokratie so leicht aushebeln kann.
Liegt wohl auch daran, daß GB keine geschriebene Verfassung hat. Aber umso mehr müßte die Queen eigentlich aufpassen.
Immerhin kann Boris Johnson jetzt in Brüssel wieder glaubhafter mit einem No-Deal-Brexit drohen.

Aber egal ob Brexit mit oder ohne Deal: Im Frühjahr war doch schon seitenweise durchdekliniert worden, daß GB nach jeder Brexit-Entscheidung noch einige Wochen braucht, um Gesetze für Übergangsregelungen zu verabschieden, sowie Gesetze als Ersatz für EU-Regelungen, die dann nicht mehr in GB gelten würden. Also kann der Brexit zum 31.Okt. eigentlich nicht mehr funktionieren.

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