EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Fr 16. Aug 2019, 20:39

Carravaggio hat geschrieben:(16 Aug 2019, 20:31)

Italia ist paese fondatore - wir werden nie EU verlassen,


Dann werden Italiener die Amtssprache Englisch auf Gemeinschaftsebene übernehmen. Was sie ja auch schon längst gemacht haben. Ich sehe natürlich einen europäischen Kern, der Mitglieder aufnimmt. Italien wäre derzeit aus meiner Sicht kein Bewerber, der Aussicht auf Mitgliedschaft hat. Zu unsolide und unzuverlässig.
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Julian
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Fr 16. Aug 2019, 20:42

Kohlhaas hat geschrieben:(16 Aug 2019, 19:00)

Ich wollte eigentlich nicht darauf antworten, aber ich habe Angst, dass ich heute Nacht nicht entspannt schlafen kann, wenn ich DAS unkommentiert lasse....

Adolf wollte Europa vereinigen??? In welcher Welt lebst Du? Der wollte Deutschland vergrößern und all die „Untermenschen“ um uns herum vertreiben oder umbringen. Stichwort: Lebensraum im Osten und so!


Dass Hitler Europa vereinigen wollte, ist doch nicht von der Hand zu weisen. Natürlich wollte er das unter seiner Führung tun. Viele, die von der Vereinigung Europas reden, meinen damit ja eigentlich, dass sie Macht bei sich konzentrieren wollen und mit Europa einen größeren Hebel als mit einem einzelnen europäischen Staat haben.

Ein Nationalist war Hitler eigentlich weniger; seine Überlegungen beruhten eher auf dem Konzept der Rasse als auf dem der Nation. Das zeigt seine Gleichgültigkeit Deutschland gegenüber: Ob das nun altes deutsches Kulturland war, das er verscherbelte (Bsp.: Südtirol), oder das deutsche Volk insgesamt, auf dessen Lebensgrundlagen er 1945 keine Rücksicht mehr zu nehmen müssen glaubte, da es sich den siegreichen "Ostvölkern" als unterlegen gezeigt habe: Immer zeigt sich die Irrationalität dieses Mannes, dem die Grenzen und die Begrenzung des Nationalstaates (Bismarck: "Deutschland ist saturiert") fremd waren.

Kohlhaas hat geschrieben:(16 Aug 2019, 19:00)
Wann soll Napoleon jemals auch nur ansatzweise solche Ziele formuliert haben?

Hitler in eine Linie mit Napoleon zu stellen, zeugt schon von einem SEHR dubiosen Weltbild!


Wir diskutieren hier über das Vereinigte Königreich und seinen Austritt aus der EU. Zum Verständnis der Beweggründe der Briten ist unabdingbar zu verstehen, dass viele Briten ihre Inseln als Inseln der Seligen, oder besser, der Vernünftigen sehen, gegenüber einem Europa, das zu blutigen Revolutionen und Kriegen neigt, häufig unter der Knute von Diktatoren wie Napoleon oder Hitler, die Europa auf ihre spezielle Art vereinigen wollten und daran letztlich nur von Großbritannien gehindert wurden.

Die Briten wollten immer ein Gleichgewicht der Mächte auf dem Kontinent erhalten; niemand sollte zu stark werden, ob das nun Frankreich, Deutschland oder Russland war oder ist. Dass man die Vereinigungs- und Allmachtsphantasien Napoleons, Hitlers und Brüssels gleichsetzt, mag ein bisschen grob geschnitzt sein, dennoch mag man auch in dieser Übertreibung einen Kern an Wahrheit erkennen, oder zumindest einen Denkanstoß, über den man in einer schlaflosen Nacht einmal nachdenken könnte.

Kohlhaas hat geschrieben:(16 Aug 2019, 19:00)
Genauso Deine Aussagen zu dem „sich selbst begrenzende, rationale, aufgeklärte Nationalstaat“, der angeblich der „Heilsbringer“ ist: Wann gab es so einen Staat denn schonmal??? Der von Dir heiliggesprochene „Nationalstaat“ hat Europa die verheerendsten Kriege eingetragen, die es je in der Geschichte der Menschheit gegeben hat! Deutschland war Jahrhunderte lang kein Nationalstaat, sondern ein Sammelsurium aus mehreren Dutzend „souveränen“ Fürstentümern. Genau deshalb war Deutschland Jahrhunderte lang ein Kriegsgebiet. Nach der Nationalstaatsgründung haben dann endlich die innerdeutschen Kriege aufgehört. Und die „übernationalen“ Kriege fingen an. Der letzte davon hat die halbe Welt in Schutt und Asche gelegt.

Und jetzt kommst Du daher und willst uns erzählen, dass der Nationalstaat den Frieden gesichert hätte??? Denkst Du noch, oder „funktionierst“ Du bloß? Wir leben in einem Land, in dem seit Jahrhunderten in jeder Generation mindestens ein Krieg stattfand. Geändert hat sich das erst, seit es die EU gibt. Erst die EU als Organisation, die nationale Egoismen einzudämmen versucht, leben wir in Europa in Frieden.

Und jetzt kommst Du daher und willst uns erzählen, dass doch eigentlich die Nationalstaaten der Garant des Friedens seien??? Und willst uns erzählen, dass Hitler doch nur „Europa vereinigen“ wollte???


Man merkt, dass Sie in Deutschland zur Schule gegangen sind und dort eingebleut bekommen haben, wie schrecklich doch der Nationalstaat sei.

Dabei ist es doch Konsens, dass der Nationalstaat Voraussetzung für Demokratie und Liberalismus war und sehr oft damit einherging. Ist es etwa Zufall, dass die Demokratien gerade in Frankreich und England entstanden sind, und nicht in irgendwelchen Großreichen oder Vielvölkerstaaten? Ist es etwa Zufall, dass die liberale Bewegung in Deutschland eng einherging mit der nationalen Bewegung, und dass die Fürsten die nationale Einigung hintertrieben, bis es nicht mehr möglich war?

Um den Machthabern im Lande, Königen, Fürsten, Adligen, Klerikern und sonstigen Despoten, etwas entgegenzusetzen, braucht es eben ein Volk, das sich als solches empfindet, das eine gemeinsame Identität hat, das sich als Schicksalsgemeinschaft empfindet. Nur so kann den Machthabern jemand entgegentreten, der Widerhall in der Bevölkerung findet, und der auch bereits ist, etwas für seine Idee zu opfern. In Vielvölkerstaaten, in tribalistisch organisierten Staaten werden die Mächtigen immer die unterschiedlichen Ethnien gegeneinander ausspielen können. Solidarität gibt es in solchen Staaten nur begrenzt, und Erfolg erklärt sich nicht durch Leistung, sondern dadurch, dass man der richtigen Ethnie angehört.

Auch heute noch ist die Demokratie, unser Rechtsstaat, ganz wesentlich im Nationalstaat abgebildet, und nicht etwa auf der europäischen Ebene, die von ungewählten Beamten und Intransparenz geprägt ist. Wie soll auch auf europäischer Ebene eine Demokratie entstehen, wenn es keine entsprechende Öffentlichkeit, kein Bewusstsein, keinen Demos gibt?

Den Nationalstaat immer weiter aufzulösen - und darauf läuft es in der EU ja offenbar hinaus - könnte damit enden, dass wir auch unsere Freiheit und politische Partizipation verlieren. Wenn Sie das nicht verstanden haben, werden Sie die Motive für den Brexit erst recht nicht verstehen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon imp » Fr 16. Aug 2019, 20:46

Carravaggio hat geschrieben:(16 Aug 2019, 11:20)

Thema ist UK.

Johnson wird bald gestürzt.

Besser gestern als morgen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Fr 16. Aug 2019, 20:54

H2O hat geschrieben:(16 Aug 2019, 20:14)

Italien trägt sich ohnehin mit dem Gedanken, sich aus dem Euro und dem Kern der EU ab zu seilen. Die Regelung beträfe Italien also gar nicht.


Die Regelung beträfe dann wohl niemand außer Deutschland selbst, denn kein Land in Europa außer Deutschland hat Lust darauf, sich selbst aufzugeben und bewusst und gewollt unterzugehen. Die Deutschen leiden offenbar immer noch an Schuldkomplexen und verstehen deswegen die gesunde Beziehung, die andere Völker zu ihrer Kultur, ihrer Mentalität, ihrer Sprache und ihrem Land haben, nur sehr begrenzt oder gar nicht.

Die Deutschen haben sich schon immer in unrealistischen Träumereien ergangen. Während sie von der Kaiserkrone träumten in ihrem heiligen Reich, haben andere ganz konkret und pragmatisch ihre Staaten errichtet und Machtpolitik betrieben. Und jetzt scheinen die Deutschen mal wieder von einem Superstaat Europa zu träumen, für den sie gerne bluten wollen, zumindest finanziell.

Wenn dann am Ende der Traum zerbricht, werden die dummen Deutschen sich wieder wundern, wie sie wieder einmal als die Idioten der Geschichte dastehen werden, während sich die Klügeren entweder rechtzeitig abgeseilt haben (Großbritannien) oder das System über ungesicherte Kredite, die von Deutschland großzügig ausgegeben werden und Grundlage des lächerlichen Titels "Exportweltmeister" sind, ausnutzen (Italien).

Warum wohl sind die Italiener reicher als die Deutschen? Sie wissen, wie das System funktioniert. Der deutsche Michel freut sich in seiner mickrigen Zweizimmerwohnung darüber, dass er schuften darf bis 67 und dass er "Exportweltmeister" ist, während man es in anderen Ländern lockerer angehen lässt und sich nach dem Essen noch einen Espresso gönnt. L'Allemagne payera!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 17. Aug 2019, 08:07

Warum wohl sind die Italiener reicher als die Deutschen? Sie wissen, wie das System funktioniert. Der deutsche Michel freut sich in seiner mickrigen Zweizimmerwohnung darüber, dass er schuften darf bis 67 und dass er "Exportweltmeister" ist, während man es in anderen Ländern lockerer angehen lässt und sich nach dem Essen noch einen Espresso gönnt. L'Allemagne payera!


Aus diesem Lügenbericht entnehme ich, daß Sie noch nie Italien südlich von Rom gesehen haben. Dort habe ich beruflich fast 2 Jahre und dann auch mit Familie im Urlaub zugebracht. Mit den Menschen dort über deren Sorgen reden... keine Schwierigkeiten. Die Partei 5 Stelle hat ihr Herz entdeckt für die Menschen dort, die weder Sozialhilfe noch auskömmliche Renten beziehen (bezogen haben). Diesen Sozialanspruch und Rentenanspruch muß man aber als Vermögenswert betrachten, und dann läßt der deutsche Arbeitnehmer seinen süditalienischen Kollegen sehr deutlich hinter sich. Die Wohnpaläste in Syrakus, Palermo, Catania oder in Tarent und Bari müssen Sie sich einmal näher ansehen, wenn Sie sich hier schon über deutsche Wohnungen mit Bad und Innentoilette auslassen.

Daß in Italien einiges aus dem Ruder gelaufen ist, das erkennen selbst Blinde mit dem Krückstock, aber in Ihrer Verblendung geht das natürlich nicht.

Ja, ich unterstütze eine Politik, die die zur Karikatur eines Nationalstaats entarteten Ansichten unbelehrbarer Kreise auslöschen will... überall in Europa, aber auch in Deutschland. Daran kann ich nichts Schreckliches erkennen: Im Gegenteil kommt unser Land und kommen seine Nachbarn zur Ruhe, können sich durch Bildung, Forschung und Entwicklung neue Grundlagen schaffen, um weitere 70 Jahre Frieden genießen zu können. Mit offenen Grenzen, Niederlassungsrecht, dem Recht, überall in der EU Grund und Boden erwerben zu können, und Arbeitsaufnahme überall in der EU haben wir Europäer durch eine bisher noch nie dagewesene Zusammenarbeit einen fast schon unverschämt hohen Wohlstand erarbeitet.

Alles das reden Sie mit Ihren Lügenmärchen in Grund und Boden. Nicht zu fassen!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 17. Aug 2019, 09:11

Kohlhaas hat geschrieben:(16 Aug 2019, 19:00)

Ich wollte eigentlich nicht darauf antworten, aber ich habe Angst, dass ich heute Nacht nicht entspannt schlafen kann, wenn ich DAS unkommentiert lasse....

Adolf wollte Europa vereinigen??? In welcher Welt lebst Du? Der wollte Deutschland vergrößern und all die „Untermenschen“ um uns herum vertreiben oder umbringen. Stichwort: Lebensraum im Osten und so! Wann soll Napoleon jemals auch nur ansatzweise solche Ziele formuliert haben?



Er kennt den Unterschied zwichen Erobern, Unterwerfen und Vereinigen nicht.

Das ist sein Problem.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Ger9374 » Sa 17. Aug 2019, 09:19

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(17 Aug 2019, 09:11)

Er kennt den Unterschied zwichen Erobern, Unterwerfen und Vereinigen nicht.

Das ist sein Problem.



Hitler als Beispiel für einen Eroberer greift nicht wirklich , erst Vernichtung der unwerten alten Bevölkerungsschichten, dann neubesiedelung mit lebenswerten Rassen. Das ist mit Eroberern geschichtlicher Größe nicht in Einklang zu bringen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 17. Aug 2019, 09:24

H2O hat geschrieben:(17 Aug 2019, 08:07)



Ja, ich unterstütze eine Politik, die die zur Karikatur eines Nationalstaats entarteten Ansichten unbelehrbarer Kreise auslöschen will... überall in Europa, aber auch in Deutschland. Daran kann ich nichts Schreckliches erkennen: Im Gegenteil kommt unser Land und kommen seine Nachbarn zur Ruhe, können sich durch Bildung, Forschung und Entwicklung neue Grundlagen schaffen, um weitere 70 Jahre Frieden genießen zu können. Mit offenen Grenzen, Niederlassungsrecht, dem Recht, überall in der EU Grund und Boden erwerben zu können, und Arbeitsaufnahme überall in der EU haben wir Europäer durch eine bisher noch nie dagewesene Zusammenarbeit einen fast schon unverschämt hohen Wohlstand erarbeitet.

Alles das reden Sie mit Ihren Lügenmärchen in Grund und Boden. Nicht zu fassen!


Ich schliesse mich deinen Ausfuehrungen 100% an.

Die Luegenmaerchen sind die Folge von Minderwertigkeitskomplexen und Aengsten von Leuten, die glauben das sie abgehaengt sind. Sie leben in einer Welt die mit der deutschen Realitaet sehr wenig zu tun hat. In ihrer beschraenkten Sichtweise bringen alles was du aufgefuehrst hast ihnen keinerlei persoenlichen Vorteile. Genau darauf zieht die Politik der Rechts und National Populisten ab. Sie machen Politik von losers fuer losers.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 17. Aug 2019, 09:25

Ger9374 hat geschrieben:(17 Aug 2019, 09:19)

Hitler als Beispiel für einen Eroberer greift nicht wirklich , erst Vernichtung der unwerten alten Bevölkerungsschichten, dann neubesiedelung mit lebenswerten Rassen. Das ist mit Eroberern geschichtlicher Größe nicht in Einklang zu bringen.


Auch das stimmt.

Vereinahmen, Vernichten, Unterwerfen alles andere als Vereinigen!
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Haegar » Sa 17. Aug 2019, 10:13

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(17 Aug 2019, 09:24)

Ich schliesse mich deinen Ausfuehrungen 100% an.

Die Luegenmaerchen sind die Folge von Minderwertigkeitskomplexen und Aengsten von Leuten, die glauben das sie abgehaengt sind. Sie leben in einer Welt die mit der deutschen Realitaet sehr wenig zu tun hat. In ihrer beschraenkten Sichtweise bringen alles was du aufgefuehrst hast ihnen keinerlei persoenlichen Vorteile. Genau darauf zieht die Politik der Rechts und National Populisten ab. Sie machen Politik von losers fuer losers.


Und wenn es nichts mehr auszugrenzen bleibt und trotzdem nicht mehr verschleiern kann, dass es um das Vollstopfen des persönlichen Rachen ging, dann wird ein äußerer Feind gefunden, der Schuld ist...die alte Leier die der kleine Mann auszubluten hat.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Sa 17. Aug 2019, 10:36

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(17 Aug 2019, 09:11)

Er kennt den Unterschied zwichen Erobern, Unterwerfen und Vereinigen nicht.

Das ist sein Problem.


Und Ihr Problem ist, dass Sie die Motive für den Brexit nicht wahrhaben wollen.

The European Union is pursuing a similar goal to Hitler in trying to create a powerful superstate, Boris Johnson says.

In a dramatic interview with the Telegraph, he warns that while bureaucrats in Brussels are using “different methods” from the Nazi dictator, they share the aim of unifying Europe under one “authority”.

But the EU’s “disastrous” failures have fuelled tensions between member states and allowed Germany to grow in power, “take over” the Italian economy and “destroy” Greece, he warns.

Napoleon, Hitler, various people tried this out, and it ends tragically. The EU is an attempt to do this by different methods.

Mr Johnson invokes Winston Churchill’s war-time defiance, urging the British people to be “the heroes of Europe” again, set the country free and save the EU from itself by voting to leave in the referendum next month.

The former mayor of London, who is a keen classical scholar, argues that the past 2,000 years of European history have been characterised by repeated attempts to unify Europe under a single government in order to recover the continent’s lost “golden age” under the Romans.

“Napoleon, Hitler, various people tried this out, and it ends tragically,” he says.

“The EU is an attempt to do this by different methods. But fundamentally what is lacking is the eternal problem, which is that there is no underlying loyalty to the idea of Europe. There is no single authority that anybody respects or understands. That is causing this massive democratic void.”

https://www.telegraph.co.uk/news/2016/0 ... itler-did/
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Sa 17. Aug 2019, 10:51

H2O hat geschrieben:(17 Aug 2019, 08:07)

Aus diesem Lügenbericht entnehme ich, daß Sie noch nie Italien südlich von Rom gesehen haben. Dort habe ich beruflich fast 2 Jahre und dann auch mit Familie im Urlaub zugebracht. Mit den Menschen dort über deren Sorgen reden... keine Schwierigkeiten. Die Partei 5 Stelle hat ihr Herz entdeckt für die Menschen dort, die weder Sozialhilfe noch auskömmliche Renten beziehen (bezogen haben). Diesen Sozialanspruch und Rentenanspruch muß man aber als Vermögenswert betrachten, und dann läßt der deutsche Arbeitnehmer seinen süditalienischen Kollegen sehr deutlich hinter sich. Die Wohnpaläste in Syrakus, Palermo, Catania oder in Tarent und Bari müssen Sie sich einmal näher ansehen, wenn Sie sich hier schon über deutsche Wohnungen mit Bad und Innentoilette auslassen.

Daß in Italien einiges aus dem Ruder gelaufen ist, das erkennen selbst Blinde mit dem Krückstock, aber in Ihrer Verblendung geht das natürlich nicht.


Sie stützen sich auf persönliche Erlebnisberichte, ich auf Zahlen. Die Deutschen sind die armen Schlucker in Europa, aber die Legende von ihrem Reichtum muss weiter aufrechterhalten werden, um sie fortgesetzt auspressen zu können. Bei Ihnen wirkt die jahrzehntelange Propaganda ja offenbar sehr gut.

Das mediane Haushaltsvermögen war in Italien (174.000 €) im Jahr 2013 gemäß der Europäischen Zentralbank mehr als dreimal so hoch als in Deutschland (51.000 €).

Das Nettovermögen der Masse der deutschen Haushalte ist nach Daten der Europäischen Zentralbank niedriger als in jedem anderen Euroland. Das Medianvermögen beträgt hierzulande 51.400 Euro – in Zypern 266.900 Euro.
[...]
Angesichts der vielen Milliarden Euro an Stabilisierungshilfen für Länder wie Griechenland, Portugal und Zypern bergen solche Zahlen einigen politischen Sprengstoff. Das sei auch ein Grund, warum die EZB die Veröffentlichung der Daten so lange hinausgezögert habe, bis das Stabilisierungsprogramm für Zypern beschlossen wurde, heißt es in Notenbankkreisen.

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 42944.html

Auch eine spätere Erfassung zeigt, dass der durchschnittliche Italiener immer noch weit reicher ist als der durchschnittliche Deutsche, trotz Ihrer Tränendrüsengeschichte:

Die meisten Bundesbürger besitzen deutlich weniger als andere Europäer. Das geht aus einer Studie der europäischen Zentralbank (EZB) hervor. Danach sammelt der mittlere deutsche Haushalt ein Nettovermögen von 60 000 Euro an, die Bürger im Schnitt von 18 Euro-Staaten dagegen mehr als 100 000 Euro. Weil das mittlere Vermögen unter anderem in allen Euro-Krisenstaaten höher ausfällt als in Deutschland, könnten die Ergebnisse vor der Bundestagswahl 2017 scharfe Kontroversen auslösen.

Die Daten bestätigen die Tendenz einer EZB-Studie von 2013. Somit ist die Bundesrepublik zwar seit Langem Europas wirtschaftlicher Motor. Bei einem Großteil der Bevölkerung kommt davon aber wenig an. Die Hälfte der deutschen Haushalte besitzt nach Abzug von Schulden null bis höchstens 60 000 Euro. In den Euro-Krisenstaaten Zypern und Italien, das gerade wegen Bankenproblemen im Fokus steht, liegt das mittlere Vermögen bei 170 000 beziehungsweise knapp 150 000 Euro. Franzosen kommen auf knapp doppelt so viel wie die Deutschen. Selbst Portugal und Griechenland weisen einen höheren Wert auf als die Bundesrepublik.

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.3308252

Es ist ein großer Propagandaerfolg, dass diese doch sehr klaren Zahlen in Deutschland gar nicht wahrgenommen werden und man als Deutscher selbstverständlich bereit ist, für die EU zu bluten - weil ja Deutschland angeblich der Hauptprofiteur der EU sei und es einem ja so gut und den armen Südländern so schlecht gehe.

Es ist u.a. die Unehrlichkeit dieses Ponzi-Schemes, die die Briten aus der EU getrieben hat. Sie wollten einfach nicht mehr, dass ungewählte Beamte in Brüssel ihr hart verdientes Geld an die reichen, korrupten Südländer verteilen.

H2O hat geschrieben:(17 Aug 2019, 08:07)
Ja, ich unterstütze eine Politik, die die zur Karikatur eines Nationalstaats entarteten Ansichten unbelehrbarer Kreise auslöschen will... überall in Europa, aber auch in Deutschland. Daran kann ich nichts Schreckliches erkennen: Im Gegenteil kommt unser Land und kommen seine Nachbarn zur Ruhe, können sich durch Bildung, Forschung und Entwicklung neue Grundlagen schaffen, um weitere 70 Jahre Frieden genießen zu können. Mit offenen Grenzen, Niederlassungsrecht, dem Recht, überall in der EU Grund und Boden erwerben zu können, und Arbeitsaufnahme überall in der EU haben wir Europäer durch eine bisher noch nie dagewesene Zusammenarbeit einen fast schon unverschämt hohen Wohlstand erarbeitet.

Alles das reden Sie mit Ihren Lügenmärchen in Grund und Boden. Nicht zu fassen!


Dann werden Sie hoffentlich nicht das Kind (Demokratie und Rechtsstaat) mit dem Bade (Nationalstaat, Souveränität) ausschütten. Vielleicht ist Ihnen das aber gar nicht so wichtig, weil Ihnen die EU ein Selbstzweck ist, für den man auch gerne auf solche überholten Dinge wie politische Partizipation, Demokratie, Transparenz, politische Verantwortlichkeit, sichere Grenzen etc. verzichtet.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 17. Aug 2019, 11:26

Haegar hat geschrieben:(17 Aug 2019, 10:13)

Und wenn es nichts mehr auszugrenzen bleibt und trotzdem nicht mehr verschleiern kann, dass es um das Vollstopfen des persönlichen Rachen ging, dann wird ein äußerer Feind gefunden, der Schuld ist...die alte Leier die der kleine Mann auszubluten hat.


Ja die alte Leier "Der kleine Mann" unddiejenigen die sich den Rachen vollstopfen.

Niemand den ich in Europa kene und ich kenne viele stopfen sich den Rachen voll und sind nichtsdetoweniger ueberzeugt das die Vorteile der Eu den "Nachteilen" bei weitem uebersteigen. Kurzum sie fuehlen sicht gut in der europaeischen Gemeinschaft aufgehoben.

Was du als "Kleinen Mann" bezeichnest sind verbitterte Noergler, die auch in einem Nationalstaat rumnoergeln weil sie es zu Nichts bringen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 17. Aug 2019, 11:28

Julian hat geschrieben:(17 Aug 2019, 10:36)

Und Ihr Problem ist, dass Sie die Motive für den Brexit nicht wahrhaben wollen.


https://www.telegraph.co.uk/news/2016/0 ... itler-did/


Und du nimmst jetazt fuer bare Meunze was dieser Posh Stiff Upper Lip Populist vom Stapel laesst.

Das sind genau die populistischen Luegen und Parolen auf die simpletons reinfallen
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Sa 17. Aug 2019, 11:40

TheManFromDownUnder hat geschrieben:(17 Aug 2019, 11:28)

Und du nimmst jetazt fuer bare Meunze was dieser Posh Stiff Upper Lip Populist vom Stapel laesst.

Das sind genau die populistischen Luegen und Parolen auf die simpletons reinfallen


Immerhin ist der Mann Altertumswissenschaftler und seit neuestem Premierminister. Und er ist nicht allein damit, solche Parallelen zu ziehen. Hier Victor Davis Hanson - wieder ein Altertumswissenschaftler - von der Stanford University:

The more things change in Europe, the more they stay the same.

The island of Britain is, and is not, a part of Europe — carefully pulling out when things heat up, terrified that it will be pulled back in when things boil over.
[...]
Like clockwork every few decades, some self-described European “visionaries” swear that the continent can either live in peace under utopian protocols or, more darkly, be united under one grand — and undemocratic — system, willingly or not. But for all the noble pretensions of the Congress of Vienna and the European Union — and the nightmarish spread of Napoleon’s Continental System and the Third Reich — and for all the promises of European-born fascism, Communism, and socialism, the result is always the same: disunion, acrimony, and infighting.

https://www.nationalreview.com/2011/12/ ... is-hanson/

Almost everything French president Emmanuel Macron has said recently on the topic of foreign affairs, the United States, and nationalism and patriotism is silly. He implicitly rebukes Donald Trump for praising the idea of nationalism as a creed in which citizens of sovereign nations expect their leaders to put the interests of their fellow citizens first and those of other nations second. And while critiquing nationalism, Macron nonetheless talks and acts as though he is an insecure French chauvinist of the first order.

The French president suffers from the usual dreams of some sort of European “empire” — Caesar, Napoleon, Hitler . . . Brussels? He probably envisions a new Rome steered by French cultural elites whose wisdom, style, and sophistication would substitute for polluting tanks and bombers, and who would play Greece’s robed philosophers to Europe’s Roman legions: “It’s about Europe having to become a kind of empire, as China is. And how the U.S. is.”
[...]
What had nearly ruined Western civilization by 1918 was not nationalism per se, but rather authoritarian militarism, as embodied by Kaiser Wilhelm’s assumptions that Germany was economically, culturally, and militarily superior to its neighbors. In its cost-benefit analysis, Berlin therefore thought it would be profitable to take by force what Germany felt it naturally deserved.

Twenty years later, the very absence of British and French nationalism — whether symbolized by the Oxford Union debate of 1933 or the reluctance of French schools in the 1930s to reference the bloody heroics at Verdun — led to appeasement and a fatal reliance on a weak and a morally neutered League of Nations, a series of unenforceable arms-limitations treaties, and “international opinion.”
[...]
What saved Europe a second time, in World War II, was a rediscovery during the Blitz that the British were singular and proud people who were capable of rallying to the nationalist spirit of Winston Churchill; they no longer relied on the failed and appeasing internationalist diplomacy of Stanley Baldwin, Neville Chamberlain, and the Earl of Halifax. What later restored continental Europe was the mobilized Americans who arrived confident in their country’s values and empowered by their national economic strength and frenzied patriotic civilian efforts at home.

https://www.nationalreview.com/2018/11/ ... kpot-idea/

Man kann ja gerne gegen den Brexit sein, sollte sich aber schon mit der grundlegenden Argumentation der Brexit-Befürworter auseinandersetzen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon TheManFromDownUnder » Sa 17. Aug 2019, 12:02

Julian hat geschrieben:(17 Aug 2019, 11:40)

Immerhin ist der Mann Altertumswissenschaftler und seit neuestem Premierminister. Und er ist nicht allein damit, solche Parallelen zu ziehen. Hier Victor Davis Hanson - wieder ein Altertumswissenschaftler - von der Stanford University:





Alterumswissenschaftler! Brotlose Kunst fuer Eton Educated Brats! Und Realitaetsfremd!

Deine Obrigkeitsglauebigkeit ist seltsam.

Glaubst du nur weil jemand Premier Minister ist hat er Recht? Hast du so wenig Selbstvertrauen auf dein eigenes Urteilsvermoegen? Oder hast du keines?
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Kohlhaas » Sa 17. Aug 2019, 12:55

Carravaggio hat geschrieben:(16 Aug 2019, 20:31)

Italia ist paese fondatore - wir werden nie EU verlassen,

Davon gehe ich auch aus.

Und an Sprachbarrieren wird das sicher nicht scheitern ;-)
https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/ ... hen-der-eu

Der Einfachheit halber wird natürlich trotzdem oft Englisch gesprochen -- und das wird auch so bleiben, nachdem die Briten die EU verlassen haben.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon H2O » Sa 17. Aug 2019, 14:30

Dann werden Sie hoffentlich nicht das Kind (Demokratie und Rechtsstaat) mit dem Bade (Nationalstaat, Souveränität) ausschütten. Vielleicht ist Ihnen das aber gar nicht so wichtig, weil Ihnen die EU ein Selbstzweck ist, für den man auch gerne auf solche überholten Dinge wie politische Partizipation, Demokratie, Transparenz, politische Verantwortlichkeit, sichere Grenzen etc. verzichtet.


Das sind nun sehr bösartige Unterstellungen, die Sie da gegen mich richten; selbst das Thema sichere Grenzen wird eine funktionierende Gemeinschaft wuppen. Deshalb bemühen wir Europäer uns schließlich mit Erfolg um stetig vertiefte Zusammenarbeit.

Ihre Lügengeschichten mit Zahlen beeindrucken doch höchstens jemanden, der nicht weiß, welche Rand- und Rahmenbedingungen damit erfaßt oder bewußt weg gelassen wurden. Unfug bleibt das allemal.

Mir ist wohl bekannt, daß der eine oder andere Deutsche in Italien seine alten Tage verbringt und dort bei meist gutem Wetter seine deutsche Rente verzehrt. Auch der eine oder andere Deutsche ist ausgewandert seiner italienischen Liebsten zuliebe. Aber daß dort eine rege Zuwanderung aus Deutschland eingesetzt hätte, um endlich auch italienischen Wohlstand zu erwerben... davon ist mir nichts bekannt geworden Die Zuwanderer kommen eher aus Afrika, und sie wollen rasch weiter nach Norden..

Nee, nee, je mehr Sie da zusammenschreiben, desto abwegiger wird das nur.
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Juan
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Juan » Sa 17. Aug 2019, 18:31

Kohlhaas hat geschrieben:(16 Aug 2019, 19:00)

...Wir leben in einem Land, in dem seit Jahrhunderten in jeder Generation mindestens ein Krieg stattfand. Geändert hat sich das erst, seit es die EU gibt. Erst die EU als Organisation, die nationale Egoismen einzudämmen versucht, leben wir in Europa in Frieden.

Diese Aussage wird immer wieder als Rechtfertigung für das derzeitige EU-Konstrukt herbeigezogen und ist zu einem Cliché geworden. Es ist der gemeinsame Handel unter den europäischen Nationen, den ich als friedensfördern sehe und nicht z.B. die Streitereien um eine verordnete, gemeinsame Gesinnung in der Flüchtlingspolitik , die eher Unfrieden stiftet. Die Kultur und Gesinnung verschiedener Nationen kann nicht durch eine EU-Zentrale gleichgeschaltet werden. Das geht auf Dauer nicht gut.
Die Brexitbefürworter sehen das auch so.
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Julian
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Julian » Sa 17. Aug 2019, 18:40

Juan hat geschrieben:(17 Aug 2019, 18:31)

Diese Aussage wird immer wieder als Rechtfertigung für das derzeitige EU-Konstrukt herbeigezogen und ist zu einem Cliché geworden. Es ist der gemeinsame Handel unter den europäischen Nationen, den ich als friedensfördern sehe und nicht z.B. die Streitereien um eine verordnete, gemeinsame Gesinnung in der Flüchtlingspolitik , die eher Unfrieden stiftet. Die Kultur und Gesinnung verschiedener Nationen kann nicht durch eine EU-Zentrale gleichgeschaltet werden. Das geht auf Dauer nicht gut.
Die Brexitbefürworter sehen das auch so.


Den Frieden sichert die NATO, sprich die USA, nicht die EU. Dass sich die EU diese Lorbeeren selbst aufsetzt, ist verwunderlich und etwas peinlich.

Wer hat denn den Krieg in Jugoslawien beendet? Die EU war's auf jeden Fall nicht, die hat hilflos zugesehen und nach dem großen Bruder gerufen.
Victrix causa deis placuit, sed victa Catoni

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