EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

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Svi Back

Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Svi Back » Sa 25. Jun 2016, 07:29

http://www.cicero.de/weltbuehne/britisches-referendum-was-merkel-mit-dem-brexit-zu-tun-hat

"Zum Verhängnis wurde ihm dabei die deutsche Kanzlerin. Deren Performance in der Flüchtlingsfrage im vergangenen Spätsommer/Frühherbst hat diese Ängste aufkommen lassen. In Europa herrschte Kontrollverlust, Unordnung. Im Zentrum dieses vorübergehenden Kontrollverlustes eines Staatsgebildes und einer Staatengemeinschaft: Deutschland.

Dieses Thema, die Migration und das vorübergehende Flüchtlingschaos in Europa, dominierte deshalb den gesamten Wahlkampf um den Brexit. Deswegen, abermals sorry to say: Dieser Brexit ist auch Merkels Brexit."


ich bleibe jedoch auch dabei, dass auch ein Cameron der Rautengängerin nicht öffentlich und deutlich die rote Karte gezeigt hat. Das wäre zum Nutzen Europas mehr als notwenig gewesen.
Zuletzt geändert von Svi Back am Sa 25. Jun 2016, 07:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Kibuka » Sa 25. Jun 2016, 07:37

Wasteland hat geschrieben:(25 Jun 2016, 00:22)

Im Prinzip hast du Recht. 17 Millionen bestimmen über 16 Millionen. Aber so ist Demokratie....


Ich halte das Referendum für einen schweren Fehler. Wenn man über Jahrzehnte das Volk nicht direkt mitbestimmen lässt und dann plötzlich einen Volksentscheid mit der Frage alles oder nichts ansetzt, dann kann das gründlich in die Hose gehen. Vorallem, wenn dann noch eine Migrationskrise stattfindet.

In einem hochemotionalen Umfeld müssen Menschen eine Entscheidung treffen, die noch in Jahrzehnten nachwirken wird.

Volksentscheide muss man lernen. Die Schweiz versteht das. Sie rufen die Bevölkerung kontinuierlich zur Wahl und beteiligen diese an der Politik. Jeder Schweizer hat gelernt verantwortungsvoll mit seiner Stimme umzugehen.

GB ist jetzt ein gespaltenes Land. Keine guten Aussichten.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Fadamo » Sa 25. Jun 2016, 07:39

Andrea-Perula hat geschrieben:(25 Jun 2016, 01:12)

Schön Deinen anscheinend Abgrundtiefen Hass hier zu erleben darüber dass die Briten es gewagt haben was in nächster Zeit viele andere Europäische Staaten auch tun werden!


Dafür gibt es hier noch mal eine DANKE an die Briten!




Andere staaten werden aber erst abwarten,wie es den briten ergehen wird.Sind die nachteile gering,dann werden und sollten auch andere staaten den ausstieg aus der eu machen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Mari » Sa 25. Jun 2016, 07:43

Svi Back hat geschrieben:(25 Jun 2016, 07:29)

http://www.cicero.de/weltbuehne/britisches-referendum-was-merkel-mit-dem-brexit-zu-tun-hat

"Zum Verhängnis wurde ihm dabei die deutsche Kanzlerin. Deren Performance in der Flüchtlingsfrage im vergangenen Spätsommer/Frühherbst hat diese Ängste aufkommen lassen. In Europa herrschte Kontrollverlust, Unordnung. Im Zentrum dieses vorübergehenden Kontrollverlustes eines Staatsgebildes und einer Staatengemeinschaft: Deutschland.

Dieses Thema, die Migration und das vorübergehende Flüchtlingschaos in Europa, dominierte deshalb den gesamten Wahlkampf um den Brexit. Deswegen, abermals sorry to say: Dieser Brexit ist auch Merkels Brexit."


Stimmt, Merkel, die Mutter des Flüchtlingschaos, hat den Brexitbefürwortern die entscheidenden Prozente geliefert.
LG Mari
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Jun 2016, 07:44

Nomen Nescio hat geschrieben:(25 Jun 2016, 02:53)

aus brüssel kommen gerüchte, daß die EU schnellstens jetzt alles abhandeln will. und plötzlich hat GB alle zeit. dies trägt nicht dazu bei um die EU versöhnlich zu machen. was können menschen manchmal schrecklich dumm sein.
oder ist dies eine taktisch kluge maßnahme von cameron um in seinem land zu retten was er noch kann: wieder ein referendum.



England wird jetzt ganz schnell merken das die EU eben nicht sehr zuvorkommend reagieren wird und man den Wunsch nach Austritt ernst nimmt. Das was die Brexit Gegener versprachen wird nicht 1:1 eintreten. Quasi alle Vorteile weiterhin geniessen, aber dafür keine Gegenleistungen geht nicht.Ich akzeptiere die Entscheidung der Engländer auf jeden Fall. Ich denke aber die haben sich das zu rosig vorgestellt. Wie die Meinung am Finanzplatz London wird es keine Änderungen geben. Das ist naiv. Der Brexit wird für England mehr negative Folgen haben als für die EU wirtschaftlich gesehen.

Dazu kann England sich darauf einrichten das wenigstens die Schotten auch nochmals eine Abstimmung ins Leben rufen zeitnah.
Immer wieder grüßt das Murmeltier

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Re: Nach dem Brexit ... Quo vadis EU ?

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Jun 2016, 07:47

Kennister hat geschrieben:(25 Jun 2016, 01:03)

Es klingt so, als würde man die Handelsbeziehungen zu Großbritannien erschweren wollen, aufgrund der EU-Richtlichtlinien gegenüber Nicht EU-Mitgliedstaaten.
Und die 5-10% der Exporte sind keine kleine Prozentzahl. Und das stelle ich in Frage.


Warum ? England ist raus aus freien Stücken. Alle Verträge mit der EU hat man neu zu verhandeln und es ist dann Sache der EU was man akzeptiert. Einen gemeinsamen Nenner zu finden dürfte jeweils schwerer werden. Aber warum sollte man England besser stellen als andere Länder die nicht in der EU sind ?
England wollte raus, nun darf es das. Aber dann komplett und es darf sich genauso wie andere Länder auch um die EU bemühen
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Svi Back » Sa 25. Jun 2016, 07:49

Mari hat geschrieben:(25 Jun 2016, 07:43)

Stimmt, Merkel, die Mutter des Flüchtlingschaos, hat den Brexitbefürwortern die entscheidenden Prozente geliefert.


und was dann auch wieder typisch ist, dies wird in den deutschen Medien-bisher-, bis auf wenige nicht thematisiert. Dabei ist es derart offensichtlich.
Letzendlich müsste Merkel, bzw die gesamte Regierung permanent damit konfrontiert werden.
Aber es werden ja schon wieder reichlich Nebelkerzen gezündet um genau dies schon im Keim zu ersticken.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Kibuka » Sa 25. Jun 2016, 07:53

Svi Back hat geschrieben:(25 Jun 2016, 07:29)

http://www.cicero.de/weltbuehne/britisches-referendum-was-merkel-mit-dem-brexit-zu-tun-hat

"Zum Verhängnis wurde ihm dabei die deutsche Kanzlerin. Deren Performance in der Flüchtlingsfrage im vergangenen Spätsommer/Frühherbst hat diese Ängste aufkommen lassen. In Europa herrschte Kontrollverlust, Unordnung. Im Zentrum dieses vorübergehenden Kontrollverlustes eines Staatsgebildes und einer Staatengemeinschaft: Deutschland.

Dieses Thema, die Migration und das vorübergehende Flüchtlingschaos in Europa, dominierte deshalb den gesamten Wahlkampf um den Brexit. Deswegen, abermals sorry to say: Dieser Brexit ist auch Merkels Brexit."


ich bleibe jedoch auch dabei, dass auch ein Cameron der Rautengängerin nicht öffentlich und deutlich die rote Karte gezeigt hat. Das wäre zum Nutzen Europas mehr als notwenig gewesen.


Ich bin auch der Ansicht, dass Frau Merkel hier signifikant mitverantwortlich ist. Ihre permanenten Alleingänge und ihre stille Arroganz haben verbrannte Erde hinterlassen.

Sie hat es nicht geschafft die EU in das 21. Jahrhundert zu führen. Stattdessen hat sie den Kontinent gespalten. In Österreich ist der Unmut gegenüber Deutschland auch groß.

Merkel ist keine große Politikerin. Sie fährt auf Sicht und hat keine Visionen für die Zukunft der EU. Aber sie ist nur ein Puzzlestück im Gesamtbild. Leute, wie Schulz oder Juncker sind auch Teil des Problems.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Svi Back » Sa 25. Jun 2016, 08:04

Kibuka hat geschrieben:(25 Jun 2016, 07:53)

Ich bin auch der Ansicht, dass Frau Merkel hier signifikant mitverantwortlich ist. Ihre permanenten Alleingänge und ihre stille Arroganz haben verbrannte Erde hinterlassen.

Sie hat es nicht geschafft die EU in das 21. Jahrhundert zu führen. Stattdessen hat sie den Kontinent gespalten. In Österreich ist der Unmut gegenüber Deutschland auch groß.

Merkel ist keine große Politikerin. Sie fährt auf Sicht und hat keine Visionen für die Zukunft der EU. Aber sie ist nur ein Puzzlestück im Gesamtbild. Leute, wie Schulz oder Juncker sind auch Teil des Problems.


Völlig ohne Zweifel haben Leute wie Schulz und Junker auch einen erheblichen Anteil, da sie quasi zu Erfüllungsgehilfen von Merkel gemacht wurde. Trotzdem, hätte Cameron gegen diese Politik vehement interveniert, hätte er etwas erreichen können. Wie man mit Orban umgesprungen ist, hätte man sich das mit Cameron niemals getraut. Weder in Brüssel noch in Berlin.
Man hat sich lieber von Merkel in x Krisengimpfeln totquatschen lassen.
Da hätte die Faust auf den Tisch gehört und ein gescheidiges "so nicht, Mädel aus der Uckermark" ausgesprochen. Aber man hat ja lieber Bussis verteilt.
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Re: Nach dem Brexit ... Quo vadis EU ?

Beitragvon HugoBettauer » Sa 25. Jun 2016, 08:10

Es steht jedem frei, sich mehr einzubringen und dann auch mehr mitzureden, wo es lang gehen soll. Oder auf kleiner Flamme zum kleinen Preis mit dabei sein als einer von vielen. Das ist Gleichberechtigung. Was nicht geht, ist Sonderrabatte wollen und dann das große Wort führen.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon DarkLightbringer » Sa 25. Jun 2016, 08:12

"Auf Sicht" fahren jetzt erstmal die Briten, und das dazu noch im Nebel.

Ein witziger Kommentar des "Independent":
"Wir haben mit der EU gebrochen, der Premier ist zurückgetreten, Nigel Farage hat freien Lauf, die Märkte sind zusammengebrochen, Schottland will ein neues Unabhängigkeitsreferendum, 52 Handelsabkommen müssen neu verhandelt werden - und ein Mann ist Favorit, der neue Premier zu werden ... Willkommen auf Boris Island"
http://www.tagesspiegel.de/politik/brex ... 72346.html
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[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Jun 2016, 08:15

Kibuka hat geschrieben:(25 Jun 2016, 07:53)

Ich bin auch der Ansicht, dass Frau Merkel hier signifikant mitverantwortlich ist. Ihre permanenten Alleingänge und ihre stille Arroganz haben verbrannte Erde hinterlassen.

Sie hat es nicht geschafft die EU in das 21. Jahrhundert zu führen. Stattdessen hat sie den Kontinent gespalten. In Österreich ist der Unmut gegenüber Deutschland auch groß.

Merkel ist keine große Politikerin. Sie fährt auf Sicht und hat keine Visionen für die Zukunft der EU. Aber sie ist nur ein Puzzlestück im Gesamtbild. Leute, wie Schulz oder Juncker sind auch Teil des Problems.


Bei allem Respekt die Flüchtinge sind nicht der Hauptaspekt behaupte Ich für das Brexit. Der Inselstaat grenzte sich doch immer schon in einigen Bereichen strikt von der EU ab und spielte nicht nach den Regeln der EU. Großbritannien schloss sich beispielsweise nicht der Währungsunion an. Man blieb beim Pfund. So blieb England stets unabhängig von den fiskal- und wirtschaftspolitischen Entscheidungen der EU inkl. der Europäischen Zentralbank. Das hatte aber auch negative Folgen. Dann mal ein Wort zu den Flüchtlingen. Großbritannien war nie Teil des Schengenraums. Selbst jeder EU-Bürger muss sich also bei seiner Ein- und Ausreise ausweisen. An der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligt sich der riesige Inselstaat fast überhaupt nicht in Zahlen. Gerade einmal 20.000 Migranten - und auch nur aus Syrien - wolle man bis 2020 aufnehmen. Da sind Zahlen der brit. Regierung. Deutschland nahm alleine im Jahr 2015 über eine Millionen geflüchtete Menschen auf.

Ja das war ein Fehler in der Art und Weise, aber eine Überflutung wie die Brexit Gegener behauptet hatten fand nie statt. Seit Anfang 2016 hatte Großbritannien zudem eine "Notbremsen"-Funktion: Steigt die Zuwanderung auf ein "ungewöhnliches Maß" an, kann ein "Schutzmechanismus" beantragt werden, wobei hierbei die Kürzung als auch die Streichung von Sozialleistungen für EU-Ausländer möglich wären - das war ein Zugeständnis aus Brüssel an Cameron und seine Kampagne. Also bitte auch hier nicht behaupten die EU habe England nur in die Pfanne gehauen. Ich seh gewaltige Nachteile für England, auch für die EU.

Der Handel mit anderen Nationen innerhalb der EU wird eingeschränkt, was eine deutliche Rezession der Wirtschaft mit sich bringen würde. Die Bayern LB geht von einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Großbritannien um zwei Prozent aus - statt zwei Prozent Wachstum. Außerdem stützt die englische Wirtschaft sich auch auf junge Migranten. Das wird jetzt viel schwerer. Eine nicht zu kalkulierende Folge des Austritts ist der damit verbundene Wegfall des freien Zugangs zum EU-Binnenmarkt. Ich hab keine Ahnung wo man das berechnen könnte. Spätestens zwei Jahre nach dem Austritt muss Englande diesen wohl verlassen und weltweit neue Freihandelsabkommen verhandeln.Weltweit. Das könnte Jahre in Anspruch nehmen wie die Geschichte zeigt. Auch eine baldige Rückkehr in den Binnenmarkt der EU halten Experten für nicht wahrscheinlich. Brüssel wird die Briten schließlich zappeln lassen müssen, um so andere austrittswillige Staaten abzuschrecken und keinen Unmut bei anderen Staaten aufkommen zu lassen wo einen schweren Prozess durchschreiten mussten bevor man "Partner" wurde auf einer Ebene. Den roten Teppich für England kann sich die EU nicht erlauben. Aber selbst angenommen in 1-2 Jahren dürften die Engländer wieder am Binnenmarkt wie Norwegen teilnehmen wäre nichts gewonnen. Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gelten die Regeln der EU für alle Teilnehmer beitreten. In dem EWR gelten rund 80 Prozent der Vorschriften des EU-Binnenmarkts - nur, dass Großbritannien dann auch kein Mitspracherecht mehr besitzen würde. Also man würde dümmer dastehen wie vorher, Ausnahmen kann die EU nicht machen sonst gibts mit anderen Ländern massiven Ärger.

Wirtschaftlich werden alle Seiten leiden, politisch auch. Ich akzpetiere die Enscheidung von England. Nur bitte nicht in 4 Jahren wenn es mies läuft kommen und .....oh oh bitte wieder anders. Da muss die EU hart bleiben. England darf wieder rein wenn es sich wie jeder Bewerber verhält.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon freigeist » Sa 25. Jun 2016, 08:16

Cobra9 hat geschrieben:(25 Jun 2016, 07:44)

England wird jetzt ganz schnell merken das die EU eben nicht sehr zuvorkommend reagieren wird und man den Wunsch nach Austritt ernst nimmt. Das was die Brexit Gegener versprachen wird nicht 1:1 eintreten. Quasi alle Vorteile weiterhin geniessen, aber dafür keine Gegenleistungen geht nicht.Ich akzeptiere die Entscheidung der Engländer auf jeden Fall. Ich denke aber die haben sich das zu rosig vorgestellt. Wie die Meinung am Finanzplatz London wird es keine Änderungen geben. Das ist naiv. Der Brexit wird für England mehr negative Folgen haben als für die EU wirtschaftlich gesehen.

Dazu kann England sich darauf einrichten das wenigstens die Schotten auch nochmals eine Abstimmung ins Leben rufen zeitnah.


Vote Leave hat nie versprochen, dass sie sich weiterhin die Rosinen herauspicken dürfen. Weiß nicht, woher du diese Information her hast.

Nach aktuellem Stand soll sich an der Fusion Frankfurt-London nichts groß ändern. Zumindest hört man dies aus der City.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/u ... 05899.html
https://www.energyvoice.com/oilandgas/e ... st-enough/

Man wird sehen, wie sich das weiterentwickelt. Die ganzen ausdiskutierten Folgen basieren auf Spekulation.
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http://henryjacksonsociety.org/ http://openeurope.org.uk/
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Kibuka » Sa 25. Jun 2016, 08:16

Svi Back hat geschrieben:(25 Jun 2016, 08:04)

Völlig ohne Zweifel haben Leute wie Schulz und Junker auch einen erheblichen Anteil, da sie quasi zu Erfüllungsgehilfen von Merkel gemacht wurde. Trotzdem, hätte Cameron gegen diese Politik vehement interveniert, hätte er etwas erreichen können. Wie man mit Orban umgesprungen ist, hätte man sich das mit Cameron niemals getraut. Weder in Brüssel noch in Berlin.
Man hat sich lieber von Merkel in x Krisengimpfeln totquatschen lassen.
Da hätte die Faust auf den Tisch gehört und ein gescheidiges "so nicht, Mädel aus der Uckermark" ausgesprochen. Aber man hat ja lieber Bussis verteilt.


Naja. Merkel wurde ja von Hollande und Renzi unterstützt. Selbst Obama lobte unsere Bundeskanzlerin. Natürlich waren weder Obama, noch Hollande bereit uns Migranten oder Flüchtlinge abzunehmen. Außer eine kleine symbolische Anzahl. Auch lieferten sie keine Antworten auf den Umgang mit den Migrationsströmen in Zukunft.

Aber sie klatschten Beifall für Frau Merkel. Und Cameron ist kein Churchill und keine Thatcher. Er ist farblos.

Nein. Es waren vorallem Juncker, Schulz und Konsorten, die zugesehen haben, wie Frau Merkel im Alleingang vollendete Tatsachen schafft ohne die EU zu fragen. Wahrscheinlich ist sogar, dass sie selbst unter Größenwahn leiden oder schlichtweg inkompetent sind.
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Re: Nach dem Brexit ... Quo vadis EU ?

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Jun 2016, 08:16

HugoBettauer hat geschrieben:(25 Jun 2016, 08:10)

Es steht jedem frei, sich mehr einzubringen und dann auch mehr mitzureden, wo es lang gehen soll. Oder auf kleiner Flamme zum kleinen Preis mit dabei sein als einer von vielen. Das ist Gleichberechtigung. Was nicht geht, ist Sonderrabatte wollen und dann das große Wort führen.


Ich hab das Gefühl das England unter einer Brexit Regierung meint es hat den gleichen Status gegenüber der EU direkt wie die Schweiz, Norwegen usw.
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Re: Nach dem Brexit ... Quo vadis EU ?

Beitragvon HugoBettauer » Sa 25. Jun 2016, 08:19

MG-42 hat geschrieben:(24 Jun 2016, 23:25)

Zum Quo Vadis: Die Briten müssen wie die Schweizer einen Handelsvertrag mit der EU aushandeln und vermutlich Geld zahlen für den freien Zugang und sich immer noch an die EU Richtlinien beim Import halten, ohne sie selber mitzubestimmen. Es wird nicht einfach sein.

Man wird viele Reformen am EWR schaffen, sie auchbfür die Briten gelten, wenn sie sie nicht mehe verhindern können und nur noch mitbezahlen. Das ist eine gute Sache auch für England. Die können nur noch schlucken oder raus und die Entscheidung liegt jedes mal in London. Nicht auf dem Kontinent. Das zerstört den Populismus
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Re: Nach dem Brexit ... Quo vadis EU ?

Beitragvon HugoBettauer » Sa 25. Jun 2016, 08:20

Cobra9 hat geschrieben:(25 Jun 2016, 08:16)

Ich hab das Gefühl das England unter einer Brexit Regierung meint es hat den gleichen Status gegenüber der EU direkt wie die Schweiz, Norwegen usw.

Können sie erlangen. Das kostet aber evtl mehr als einfach drin bleiben. Wieder rein kommen ist auch teurer. Umkehr ist noch eine ganze Weile möglich.
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Mari » Sa 25. Jun 2016, 08:30

Svi Back hat geschrieben:(25 Jun 2016, 07:49)

und was dann auch wieder typisch ist, dies wird in den deutschen Medien-bisher-, bis auf wenige nicht thematisiert. Dabei ist es derart offensichtlich.
Letzendlich müsste Merkel, bzw die gesamte Regierung permanent damit konfrontiert werden.
Aber es werden ja schon wieder reichlich Nebelkerzen gezündet um genau dies schon im Keim zu ersticken.


Erstaunlicherweise titelt ausgerechnet "Die Welt" heute:

"Die Briten haben auch Merkel abgewählt"

und weiter:

"Großbritannien verläßt die EU, weil ein Mehrheit das politische Versagen der Gemeinschaft nicht länger hinnehmen will.
Dazu hat die Bundeskanzlerin mit ihren Alleingängen in der Flüchtlingspolitik maßgeblich beigetragen."
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Re: EU-Mitgliedsschaft Großbritanniens

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Jun 2016, 08:31

freigeist hat geschrieben:(25 Jun 2016, 08:16)

Vote Leave hat nie versprochen, dass sie sich weiterhin die Rosinen herauspicken dürfen. Weiß nicht, woher du diese Information her hast.

Nach aktuellem Stand soll sich an der Fusion Frankfurt-London nichts groß ändern. Zumindest hört man dies aus der City.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/u ... 05899.html
https://www.energyvoice.com/oilandgas/e ... st-enough/

Man wird sehen, wie sich das weiterentwickelt. Die ganzen ausdiskutierten Folgen basieren auf Spekulation.


Ich beziehe mich auf die Inhalte und Aussagen wie von Nigel Farage. Ein elementares Versprechen wurde schon gebrochen:
350 Millionen Pfund sollten statt an die EU künftig ins staatliche Gesundheitswesen fließen, hieß es in der Brexit-Kampagne.
Das könne er nicht garantieren, sagt Farage. Auch die Zahl 350 Millionen Pfund war falsch.
http://www.sueddeutsche.de/politik/ukip ... -1.3049615



Also keine 350 Millionen für das britische Gesundheitssystem. Boris Johnson versprach Wirtschaftswachstum durch eine bessere Handelspolitik und bessere Verträge mit anderen Ländern. Nur wie soll das gehen ? Die USA sagen klar:

Unser Hauptinteresse (Anmerkung: das der USA) gilt dem großen Block, der EU. Wenn Großbritannien alleine wäre, stünde es in der Schlange ganz hinten
http://www.zeit.de/politik/ausland/2016 ... it/seite-2



Im Sozialsystem erwartet man auch Probleme.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 97166.html


Ich bin der Meinung die Engländer haben sich verschätzt und das wird Folgen haben.


Ich kenn keine Land das sich viel anders geäußert hätte und England den roten Teppich ausrollt. England alleine will bessere Konditionen anbieten als die EU ?
Da bin Ich doch mal gespannt wie das gehen soll. Wirtschaftsverträge können Jahre brauchen, England hat 24 Monate. Open Europe hat da interessante Zahlen.
1,6 mehr Leistungskraft und mit Pech ein minus von 2,2 plus Vermögensverluste. Die britische Wirtschaft ist stark auf Exporte in den EU Raum abgestimmt. Das wird interessant.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaf ... tr.C3.B6me
http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... uropa.html
http://diepresse.com/home/politik/eu/46 ... sse-Risken
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Re: Nach dem Brexit ... Quo vadis EU ?

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Jun 2016, 08:33

HugoBettauer hat geschrieben:(25 Jun 2016, 08:20)

Können sie erlangen. Das kostet aber evtl mehr als einfach drin bleiben. Wieder rein kommen ist auch teurer. Umkehr ist noch eine ganze Weile möglich.


Klar Sie können den gleichen Status erlangen wie die Schweiz usw. ohne Probleme, wenn Sie die Auflagen erfüllen. Es fällt nur weg das Sie dann Mitspracherecht haben, wie bisher. Dazu gelten 80% der EU Binnenmarkt Bestimmungen auch für die Wirtschaftspartner in der Form.
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