Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

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Schnitter
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Schnitter » Do 28. Mär 2019, 19:21

Asrael hat geschrieben:(28 Mar 2019, 10:59)
Diejenigen die das bewerten sind selbst nicht frei.


Also ausnahmsweise mal wieder Aluhut.

Warum habe ich das wohl bereits geahnt ? :D
Trifels
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Trifels » Di 2. Apr 2019, 18:24

Meisten roten Punkte = meiste Zuwanderung. Relativ und absolut

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 60796.html

Ergibt Fragen. Zutreffende Antworten ?
Denkanstoß. Gesicherte Quelle/Info -> take it or leave it.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Trifels » Mo 8. Apr 2019, 14:27

Neue Aufgaben, neue tolle Aussichten, neue Verkaufsinitiative:

info 1:

https://www.zeit.de/2019/15/migration-a ... serlaubnis

Info 2:

https://www.bmbf.de/de/institut-fuer-ge ... -7044.html

:-)
Denkanstoß. Gesicherte Quelle/Info -> take it or leave it.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Dampflok94 » Mi 10. Apr 2019, 09:56

Trifels hat geschrieben:(02 Apr 2019, 18:24)

Meisten roten Punkte = meiste Zuwanderung. Relativ und absolut

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 60796.html

Ergibt Fragen. Zutreffende Antworten ?

Wenn Du sagst, welche Fragen sich für dich daraus ergeben, bekommst Du vielleicht auch eine Antwort.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Misterfritz » Mi 10. Apr 2019, 22:29

Es dürfte allgemeiner Konsens sein, dass Sprache ein wichtiger Punkt bei der Integration ist.
Mal ein kleines Beispiel - aus dem wahren Leben.
Familie aus dem Kosovo. Erst kommt der Mann, dann sein Bruder nach Deutschland. Nachdem sich erster Mann hier ein wenig ausgetobt hat, holt er seine Frau und seinen Sohn hierher.
Heute möchte der Sohn eine Arbeitsbescheinigung für seine Mutter, in der bestätigt wird, dass Mutter in Schichtarbeit bei uns ist und weder vormittags, noch nachmittags oder abends an Integrationskursen teilnehmen kann. Sie hat wohl schon 7 Monate so einen Kurs gemacht, mit Erfolg ziemlich gleich Null.
Die Begründung, die ich für diese "Verweigerung" des Kurses bekam, war, dass die Frau nicht tagsüber arbeiten und abends Kurs machen könnte, wenn sie für die Prüfung lernen müsste. Ich habe freundlich geantwortet (mit anderen Worten), dass ich diese Begründung für Schwachsinn halte.
Ich kann die Frau nicht mal fragen, ob sie das genauso will - ok, ich könnte sie fragen, sie würde es nicht verstehen.
Für mich sieht es einfach so aus, dass die männlichen Familienmitglieder entschieden haben, dass arbeitende Mutter ohne Sprachkenntnisse besser ist.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Domingo » Sa 13. Apr 2019, 10:24

Die Frau arbeitet Schicht und hat Familie! Sie muss auch mal schlafen! :p
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Misterfritz » Sa 13. Apr 2019, 11:38

Domingo hat geschrieben:(13 Apr 2019, 10:24)

Die Frau arbeitet Schicht und hat Familie! Sie muss auch mal schlafen! :p
Was natürlich völlig falsch ist,
sie arbeitet bei uns tatsächlich fast nur Frühschicht. Und wenn sie sagen würde, ich mache dann und dann immer Sprachkurs, dann würden wir sie dann nicht einsetzen. Uns ist es nämlich wichtiger, dass sie Deutsch kann.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon jack000 » Sa 13. Apr 2019, 21:34

Domingo hat geschrieben:(13 Apr 2019, 10:24)

Die Frau arbeitet Schicht und hat Familie! Sie muss auch mal schlafen! :p

Das ist eher nicht lustig. Ich teile da die Vermutung von Mr. Fritz:
Für mich sieht es einfach so aus, dass die männlichen Familienmitglieder entschieden haben, dass arbeitende Mutter ohne Sprachkenntnisse besser ist.

=> Und das ist keine Seltenheit und zu bedenken ist, dass ja Kinder dann in so einem Umfeld aufwachsen bei dem die Mutter kein Deutsch spricht und von solchen Vätern ist als Vorbild eh nicht viel zu erwarten.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon jack000 » Sa 13. Apr 2019, 21:38

Integration findet statt, aber wohin?
Verstärkt geht die Polizei in NRW gegen kriminelle Clans vor. Nun warnt Innenminister Reul vor neuer Gefahr durch kriegserfahrene, junge Männer.

Bei der Clan-Kriminalität wie dem Rauschgifthandel wollen nach Einschätzung von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) neue, vermutlich noch gewaltbereitere Gruppierungen mitmischen. Es gebe Anzeichen dafür, bestätigte Reul dieser Redaktion, dass sich Großfamilien aus dem irakisch-palästinensisch-syrischen Bereich formiert hätten, die vor allem im Rauschgiftbereich bereits versuchten, die Macht zu übernehmen. Zuerst hatte der „Kölner Stadtanzeiger“ darüber berichtet.

„Das sind oft junge Männer, die bisher Handlanger einer Clan-Familie waren, nun aber selbst ins Geschäft einsteigen wollen“, sagt Reul. Unter ihnen seien viele mit Kriegserfahrung aus den Konflikten in Syrien und im Irak. Und ganz anders als etwa die italienische Mafia, hätten die Clans viel weniger Scheu vor der Öffentlichkeit. Außerdem seien sie wegen ihrer militärischen Ausbildung vermutlich noch „gewaltbereiter“.

https://www.waz.de/politik/reul-anzeich ... -bS3K2Rrak

Nun, das konnte man ja vorher nicht ahnen. Allein die Tatsache, dass die eine solche Schiene einschlagen bedeutet, dass so oder so kein Interesse an einer Integration vorliegt und jegliche Bemühungen umsonst sind. Diese Personen aber werden i.d.R. ja anerkannt und somit stehen denen alle Möglichkeiten offen.
=> Ich bin gespannt, wann (nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist) wieder die Rede von den Fehlern ist, die wir gemacht haben ...
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon sunny.crockett » So 14. Apr 2019, 09:08

jack000 hat geschrieben:(13 Apr 2019, 21:38)

=> Ich bin gespannt, wann (nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist) wieder die Rede von den Fehlern ist, die wir gemacht haben ...


Da wird aus "Wir schaffen das" dann ein "Wir sind schuld"

Weil Flüchtlinge oft bei Deutschkursen nicht mal das Mindestniveau B1 schaffen, müssen wir hier nachbessern und eine Qualitätsoffensive mit mehr "finanziellen Anreizen" schaffen.

Wegen des hohen Anteils von Migranten, die Deutschkurse nicht bestehen, dringen die Integrationsminister der Länder auf passgenauere Angebote.
Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage des AfD-Abgeordneten René Springer hervorgeht, haben im vergangenen Jahr 51,5 Prozent der 172 471 Migranten, die erstmalig am Deutsch-Kurs teilnahmen, das Kursziel «Sprachniveau B1» nicht erreicht.
Wer den «Deutsch-Test für Zuwanderer» mit B1 abschließt, weist laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) nach, dass er auf der unteren Stufe des Bereichs «Selbstständige Sprachverwendung» Probleme des Alltags flexibel bewältigen kann.
Gerade für «Menschen aus bildungsfernen Schichten» sei es nicht einfach, das Sprachniveau B1 zu erreichen. Für Menschen, die nie eine Schule besucht hätten, sei es schon ein Erfolg, wenn sie das niedrigere Niveau A2 erreichen.


https://www.welt.de/regionales/berlin/a ... sitesearch

Sprache lernt man immer am Besten, wenn man sich mit der einheimschen Bevölkerung einläßt, sich integriert. Das ist aber dann wieder das Problem, wenn die Zuwanderer größtenteils in ihrere Parallelgesellschaft leben wollen und Kontakt scheuen.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Uffhausen » So 14. Apr 2019, 13:31

sunny.crockett hat geschrieben:(14 Apr 2019, 09:08)
Sprache lernt man immer am Besten, wenn man sich mit der einheimschen Bevölkerung einläßt, sich integriert. Das ist aber dann wieder das Problem, wenn die Zuwanderer größtenteils in ihrere Parallelgesellschaft leben wollen und Kontakt scheuen.

Auf den ersten Blick mag diese "Entweder/Oder"-Denkschiene stimmig sein - aber es gibt auch die "Trotzdem"-Variante. Uns selbige düfte mMn sogar die Mehrheit repräsentieren.

Mit "Trotzdem"-Variante meine ich, dass die Zugewanderten u. a. sehr wohl ausreichend bis sehr gut deutsch sprechen und somit Integrationsvoraussetzungen erfüllen - aber eben trotzdem keinerlei Gebrauch davon machen bis machen wollen. Das muss nicht zwingend bedeuten, dass sie Integration in die neue/andere Gesellschaft bewusst ablehnen oder dieser feindlich gesinnt sind; vielleicht sehen z. B. einfach keine entsprechende Notwendigkeit dazu. Bspw. weil ausreichend Landsleute vorhanden sind (= Parallelgesellschaften), unter welchen man sich bewegen kann.

Letztes Jahr hatte ich diesbezüglich mal ein mir zufällig bewusst gewordenes Erlebnis, als ich im Aldi war und mir gleich nach Betreten des Ladens auffiel, dass die anderen Kunden sich nur in Sprachen unterhielten, welche ich nicht verstand. Und tatsächlich hörte ich erst an der Kasse, von der Kassiererin, erst wieder deutsche Worte. Ansonsten konnte ich während meines ca. 20 minütigen Aufenthalts "erhören": Russisch, Türkisch, Arabisch, Italienisch, Griechisch irgendeine jugoslawische Sprache, Chinesisch, Englisch.

Hinterher habe ich mir darüber Gedanken gemacht: Können die alle kein deutsch, oder wollen die kein deutsch sprechen? Und wenn sie deutsch sprechen können, warum machen sie dann keinen Gebrauch davon?
Kommen sich diese Menschen nicht "komisch" vor, in Deutschland (womöglich noch als deutsche Staatsbürger!) nicht die deutsche Sprache zu sprechen? Wie wäre das in deren Heimatländern, wenn dort Zugewanderte sich der jeweiligen Landessprache "verweigerten"?

Und abseits von bestimmten Orten, bspw. eben einem Aldi, wo viele Menschen aufeinandertreffen, erschreckt mich auch immer wieder diese "Selbstverständlichkeit", wie Zugewanderte, oder Deutsche mit Migrationshintergrund, ihre Fremdsprachigkeit "ausleben". Sie unterhalten sich bspw. lautstark über die Straße hinweg und es kümmert sie dabei offenbar herzlich wenig, dass sie damit im Grunde die allein deutschsprachige Gesellschaft ausschließen. Diese "Normalität" ist mir nicht geheuer...

Andererseits gehört Fremdsprache auch irgendwie dazu - z. B., wenn ich zum Italiener Essen gehe und das Personal dort würde nicht via italienischer Sprache eine ganz bestimmte Atmosphäre schaffen, dann wäre es einfach nicht mehr dasselbe. Aber es kann dagegen nicht sein, dass bestimmte Gruppen von Zugewanderten oder Deutschen mit Migrationshintergrund uns Deutschen, bspw. infolge der Flüchtlingsaufnahme, Vorhaltungen machen bzgl. Integration, weil sie Angst haben vor "Identitätsverlust" aufgrund neuer fremder/ausländischer Einflüße (z. B. eben Sprache), aber selbst nicht einmal gewillt sind, in Deutschland deutsch zu sprechen (sondern nur, wenn es nötig ist), weil sie sich in der Regel unter Landsleuten bewegen und ganzheitliche Integration nur bedingt/temporär notwendig erscheint.

Ich meine diesbezüglich im Besonderen die Russen - in meiner Stadt gibt es zwei Russenviertel und bei den vergangenen Landtags- und Bundestagswahlen kamen aus diesen Vierteln ~50-70% Stimmen für die AfD (während es ansonsten nirgendwo mehr als ~15% waren!); also herrscht unter der russischstämmigen Bevölkerung meiner Stadt die größte Angst vor Flüchtlingen und fremden Einflüßen (unbedingt erwähnt sei hier, dass unsere örtliche AfD die Russen gezielt auf kyrillisch umwarb!). Aber selbst haben sich bereits in den 90ern in eben diesen Vierteln "zusammengerottet" und eine Parallelgesellschaft gebildet. Im unserem russischen Supermarkt ist es nicht erwünscht, dass deutsch gesprochen wird - das war auch schon lange vor der der Flüchtlingskrise so. Ein Tanzlokal mit russischen Eigentümern darf nur von russischen Staatsbürgern betreten werden, bei entsprechender Security müssen die Ausweise vorgezeigt werden. Deutschen Staatbürgern wird der Zutritt damit verweigert - auch das ist keine Folge der Flüchtlingskrise, sondern bereits seit Anfang der Nullerjahre die (hiesige russische) Regel.

Ich kann freilich nicht für alle Russen in Deutschland sprechen und betrifft ganz bestimmt auch nicht ausschließlich die Russen in Deutschland, aber man kann sich tatsächlich auch trotz erfolgreicher integrativer Massnahmen der endgültigen Integration verweigern. Und wenn wir schon den Integrationswillen der Flüchtlinge hinterfragen, sollten wir selbiges auch mal bei unseren sonstigen ausländischen Mitbürgern und jenen, mit Migrationshintergrund, tun. Aber bitte sachlich und unaufgeregt - also nicht auf AfD-Niveau! :?
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon aleph » So 14. Apr 2019, 14:05

sunny.crockett hat geschrieben:(14 Apr 2019, 09:08)

Da wird aus "Wir schaffen das" dann ein "Wir sind schuld"

Weil Flüchtlinge oft bei Deutschkursen nicht mal das Mindestniveau B1 schaffen, müssen wir hier nachbessern und eine Qualitätsoffensive mit mehr "finanziellen Anreizen" schaffen.



https://www.welt.de/regionales/berlin/a ... sitesearch

Sprache lernt man immer am Besten, wenn man sich mit der einheimschen Bevölkerung einläßt, sich integriert. Das ist aber dann wieder das Problem, wenn die Zuwanderer größtenteils in ihrere Parallelgesellschaft leben wollen und Kontakt scheuen.


beim ersten anlauf heisst es. daraus folgt, dass es mehrere anläufe geben kann. ich bin zuversichtlich, dass die meisten es schaffen, wenigstens rudimentäre sprachkenntnisse zu erwerben. im übrigen gibt es diese probleme auch wo anders. beispielsweise können sehr viele ladinos in den usa kaum englisch. auch können viele deutsche ihre muttersprache eher schlecht als recht.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon sunny.crockett » So 14. Apr 2019, 20:19

aleph hat geschrieben:(14 Apr 2019, 14:05)

beim ersten anlauf heisst es. daraus folgt, dass es mehrere anläufe geben kann. ich bin zuversichtlich, dass die meisten es schaffen, wenigstens rudimentäre sprachkenntnisse zu erwerben. im übrigen gibt es diese probleme auch wo anders. beispielsweise können sehr viele ladinos in den usa kaum englisch. auch können viele deutsche ihre muttersprache eher schlecht als recht.


Klar sind die Latinos in den USA auch sprachlich oft dem Englischen zu wenig mächtig. Allerdings bekommen da die Latinos auch keine kostenlose Integrationskurse oder Sprachkurse, sind meist illegal und müssen als Eigenschutz eher unter dem Radar bleiben. Und bei deiner Aussage bezüglich Muttersprachler bei den Deutschen meinst du wohl eher die mit Migrationshintergrund ?!

Wenn der Großteil der Flüchtlinge nur diese rudimentären Sprachkenntnisse erlangen, sind sie auf dem Arbeitsmarkt fast wertlos, können dort nur mit anderen Hilfsarbeitern konkurieren, oder eben Sozialfall werden.

Wenn man sich mal ältere Ausagen zur Bildung der Flüchtlinge anschaut, dürfte mittlerweile jeder objektive Betrachter einen Lachanfall bekommen

Einwanderer in die Bundesrepublik verfügen einer Studie zufolge inzwischen über ein höheres Bildungs- und Qualifikationsniveau als Deutsche ohne Migrationshintergrund.
So haben heute 43 Prozent der Neuzuwanderer zwischen 15 und 65 Jahren einen Meisterbrief, Hochschul- oder Technikerabschluss. Bei den Deutschen ohne Migrationshintergrund gilt dies nur für 26 Prozent, heißt es in einer Studie des Arbeitsmarktforschers Herbert Brücker im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung.

Jahr 2013: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.1679780

Die Integration von Zuwanderern macht Fortschritte und ihr Bildungsniveau steigt. Mittlerweile ist der Akademikeranteil unter Einwanderern höher als unter Deutschen. Das geht aus der Studie "Zur Lage der Integration in Deutschland" des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung hervor.

Jahr 2014: https://www.t-online.de/nachrichten/deu ... sche-.html

Oberschul- oder UniversitätsabschlussUN-Studie: 86 Prozent der syrischen Flüchtlinge sind hochgebildet
Das Ergebnis: 86 Prozent von ihnen haben einen Oberschul- oder Universitätsabschluss. Die größten Gruppen stellen Studenten und Fachkräfte, darunter Lehrer, Rechtsanwälte, Ärzte, Bäcker, Designer, Friseure und IT-Fachleute.

Jahr 2015: https://www.focus.de/politik/videos/obe ... 41480.html

Studie zur Lage von Flüchtlingen Demokratisch wie die Deutschen
96 Prozent der Befragten, fast exakt der Prozentsatz der Deutschen, sprachen sich für die Demokratie als politisches System aus.

Jahr 2016: https://www.tagesspiegel.de/politik/stu ... 45662.html
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Julian
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Julian » Fr 19. Apr 2019, 09:30

So allmählich nimmt man sogar im Staatsfernsehen war, dass die Einwanderung sogenannter Roma aus Rumänien und Bulgarien ein Problem in vielen deutschen Städten, etwa in Hagen oder in Halle, darstellt. Andere Sitten und Gebräuche, Vermüllung, Lärm, Sozialbetrug - eben die ganze Palette.



Man kann aber nichts machen, weil Deutschland nicht souverän entscheiden kann, sondern die rechtliche Oberhoheit der EU anerkennen muss. So darf der deutsche Staat beispielsweise nicht unterscheiden zwischen eigenen Staatsbürgern und EU-Ausländern.

Dies wird meiner Meinung nach den deutschen Sozialstaat langfristig zerstören. Unbegrenzte, unkontrollierte Zuwanderung geht eben nicht mit einem voll ausgebauten Sozialstaat wie in Deutschland zusammen.

In Rumänien sind einige Leute - das geht aus dem Video hervor - nicht ganz unglücklich, dass Deutschland so großzügig ist und Rumänien viele hilflose, kaum integrierbare Menschen abnimmt. Das entlastet dort auch die Sozialkassen und trägt zur Lösung, oder besser: Verlagerung von Problemen nach Deutschland bei, die in Südosteuropa seit vielen Jahrzehnten mit dieser Minderheit bestehen.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon sunny.crockett » Fr 19. Apr 2019, 10:29

Alles wird gut...

Geflüchtete Lehrkräfte sollen dem Lehrermangel in Nordrhein-Westfalen entgegenwirken. An den Universitäten Bielefeld und Bochum laufen bereits Programme, um geflüchtete Lehrkräfte auf den deutschen Schulunterricht vorzubereiten.

Gebauer verwies darauf, dass die Universitäten Bielefeld und Bochum bereits das Programm „Lehrkräfte plus“ speziell für Geflüchtete anbieten. Diese auf ein Jahr angelegten Qualifizierungsprogramme beinhalteten neben einem Intensivsprachkurs in Deutsch vor allem pädagogisch-interkulturelle Schulungen. Der Einblick in das nordrhein-westfälische Schulsystem werde über Hospitationen und ein integriertes Mentoringprogramm sichergestellt.

Neben der Anerkennung von Lehramtsabschlüssen sei für Geflüchtete auch „ein Seiteneinstieg“ mit berufsbegleitendem Vorbereitungsdienst möglich, erläuterte die Ministerin. Zudem könnten Zuwanderer aus Drittländern auch für den herkunftssprachlichen Unterricht, für Vertretungsunterricht und für den offenen Ganztag eingestellt werden, bevor eine Anerkennung ihrer vollen Lehramtsbefähigung vorliege.

Die SPD-Opposition hatte kritisiert, dass die „kostbare Ressource“ von geflüchteten Lehrkräften von der NRW-Landesregierung weitgehend nicht genutzt werde.


https://www.welt.de/regionales/nrw/arti ... mpfen.html

Was meint man mit "herkunftssprachlichen Unterricht" ? Werden dann Arabisch oder irgendwelche afrikanischen Sprachen zu einem Lehrfach? Nimmt man Abschied von Englisch, Französisch, Spanisch...?

Interessant ist auch in dem Artikel, dass die SPD das schlechte Schulsystem mit viel zu wenigen Lehrern bei der jetzigen (1,5 Jahre amtierenden) FDP Bildungsministerin reklamiert. Die SPD hatte dieses Ministerium über 40 Jahre in NRW inne und dürfte hier klar mitverwantwortlich an dem maroden Schulsystem in NRW sein.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon jack000 » Fr 19. Apr 2019, 12:31

KEINER MACHT WAS - AUSSER DER HAUSMEISTER UND DER HELFERKREIS

Asylbewerberunterkünfte vermüllen - keiner räumt auf

Bald soll es an den Asylbewerber-Unterkünften in der Gemeinde Poing eine Aufräumaktion geben, bei der insbesondere die Außenflächen sauber gemacht werden.

Poing – Das kündigte Bürgermeister Albert Hingerl in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates an. Die Verwaltung habe das Landratsamt, das für die Unterkunft an der Gruber Straße in Poing (das ehemalige Arbeiterwohnheim) zuständig ist, unlängst auf die teilweise Vermüllung der Unterkünfte bzw. deren Umfeld hingewiesen. Für die Unterkunft (Container) in Grub ist die Regierung von Oberbayern verantwortlich.

Helferkreis kommt zum Aufräumen
Nun habe die Kreisbehörde geantwortet, informierte Hingerl. Zitat: „Um Abhilfe zu schaffen, wird in allen dezentralen Unterkünften im Gemeindegebiet unter der Leitung des Landratsamtes mit Bewohnern, dem Helferkreis und der Gemeinde Poing zeitnah eine Aufräumaktion der Außenflächen durchgeführt werden.“ Generell, so heißt es in dem Schreiben des Landratsamtes weiter, seien die Asylbewerber für die Abnutzung und Sauberkeit der Unterkünfte selbst verantwortlich. Dies sei laut Kreisbehörde ein wichtiger Teil der Integration.

https://www.merkur.de/lokales/ebersberg ... 92776.html
Soso, ... wichtig für die Integration, aber die funktioniert nicht. Was haben wir denn da schon wieder falsch gemacht?

Die Lösung:
Allerdings, so Hingerl weiter, weise das Landratsamt auch darauf hin, „dass die Bewohner teilweise ein anderes Selbstverständnis bezüglich Sauberkeit und Ordnung haben, die hygienischen Zustände in den Unterkünften nicht an unserem Standard gemessen werden sollten und sich die Unterkünfte in keinem schlechten hygienischen Zustand befänden; Hausmeister seien mehrere Stunden wöchentlich vor Ort.“

Darüber hinaus gäbe es dem Landratsamt zufolge „keine Sanktionsmöglichkeiten, um die Bewohner anzuhalten, die Putzpläne einzuhalten und für Sauberkeit zu sorgen.“


Und dann räumen die Vollpfosten von Helfern denen auch noch den Müll weg. Man sollte stattdessen auch noch den Hausmeister von diesen Aufgaben entbinden und diese Leute in ihrem Müll verschimmeln lassen. Solange denen hinterhergeräumt wird, denken die doch gar nicht daran irgendwas selbst zu machen.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon jack000 » Fr 19. Apr 2019, 12:33

Julian hat geschrieben:(19 Apr 2019, 09:30)

So allmählich nimmt man sogar im Staatsfernsehen war, dass die Einwanderung sogenannter Roma aus Rumänien und Bulgarien ein Problem in vielen deutschen Städten, etwa in Hagen oder in Halle, darstellt. Andere Sitten und Gebräuche, Vermüllung, Lärm, Sozialbetrug - eben die ganze Palette.



Man kann aber nichts machen, weil Deutschland nicht souverän entscheiden kann, sondern die rechtliche Oberhoheit der EU anerkennen muss. So darf der deutsche Staat beispielsweise nicht unterscheiden zwischen eigenen Staatsbürgern und EU-Ausländern.

Dies wird meiner Meinung nach den deutschen Sozialstaat langfristig zerstören. Unbegrenzte, unkontrollierte Zuwanderung geht eben nicht mit einem voll ausgebauten Sozialstaat wie in Deutschland zusammen.

In Rumänien sind einige Leute - das geht aus dem Video hervor - nicht ganz unglücklich, dass Deutschland so großzügig ist und Rumänien viele hilflose, kaum integrierbare Menschen abnimmt. Das entlastet dort auch die Sozialkassen und trägt zur Lösung, oder besser: Verlagerung von Problemen nach Deutschland bei, die in Südosteuropa seit vielen Jahrzehnten mit dieser Minderheit bestehen.

Wer dafür verantwortlich ist, dass diese Leute hier Stütze beziehen können gehört in den Knast!
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Milady de Winter » Fr 19. Apr 2019, 13:51

jack000 hat geschrieben:(19 Apr 2019, 12:31)

https://www.merkur.de/lokales/ebersberg ... 92776.html
Soso, ... wichtig für die Integration, aber die funktioniert nicht. Was haben wir denn da schon wieder falsch gemacht?

Die Lösung:


Und dann räumen die Vollpfosten von Helfern denen auch noch den Müll weg. Man sollte stattdessen auch noch den Hausmeister von diesen Aufgaben entbinden und diese Leute in ihrem Müll verschimmeln lassen. Solange denen hinterhergeräumt wird, denken die doch gar nicht daran irgendwas selbst zu machen.

Da muss ich Dir widersprechen. In einer Einrichtung in Hessen wollten Bewohner ihr verstopftes Waschbecken selbst reparieren, weil niemand kam, um das zu erledigen. Sie baten lediglich um Werkzeug dazu - bekamen es nicht. Ebenso wollten Bewohner ihre Zimmer und den Flur wischen - baten um Ausrüstung dazu. Bekamen sie nicht. Alles mit dem Argument, man hätte dafür ja Einsatzkräfte und wolle nicht, dass die Bewohner das selber machen. Da kann ich nur sagen: hausgemachte Probleme und Bürokratie, wo sie völlig unangebracht ist.
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon jack000 » Fr 19. Apr 2019, 19:35

Milady de Winter hat geschrieben:(19 Apr 2019, 13:51)

Da muss ich Dir widersprechen. In einer Einrichtung in Hessen wollten Bewohner ihr verstopftes Waschbecken selbst reparieren, weil niemand kam, um das zu erledigen. Sie baten lediglich um Werkzeug dazu - bekamen es nicht. Ebenso wollten Bewohner ihre Zimmer und den Flur wischen - baten um Ausrüstung dazu. Bekamen sie nicht. Alles mit dem Argument, man hätte dafür ja Einsatzkräfte und wolle nicht, dass die Bewohner das selber machen. Da kann ich nur sagen: hausgemachte Probleme und Bürokratie, wo sie völlig unangebracht ist.

Es gibt immer solche oder solche ... die Frage ist nur welche anteilmäßig überwiegen.
=> Woher hast du die Informationen von den Hessen?
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Re: Sammelstrang "Integration - Probleme und Hindernisse"

Beitragvon Billie Holiday » Fr 19. Apr 2019, 19:54

Milady de Winter hat geschrieben:(19 Apr 2019, 13:51)

Da muss ich Dir widersprechen. In einer Einrichtung in Hessen wollten Bewohner ihr verstopftes Waschbecken selbst reparieren, weil niemand kam, um das zu erledigen. Sie baten lediglich um Werkzeug dazu - bekamen es nicht. Ebenso wollten Bewohner ihre Zimmer und den Flur wischen - baten um Ausrüstung dazu. Bekamen sie nicht. Alles mit dem Argument, man hätte dafür ja Einsatzkräfte und wolle nicht, dass die Bewohner das selber machen. Da kann ich nur sagen: hausgemachte Probleme und Bürokratie, wo sie völlig unangebracht ist.


Konnten die ansässigen Nachbarn nicht aushelfen? Also wenn mich jemand nach Werkzeug oder Putzzeug fragt, und er ist bedürftig, dann geh ich und kauf ihm das verflixte Zeug, kostet nicht die Welt. :cool:
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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