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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Di 10. Apr 2018, 08:17
von Liegestuhl
Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(09 Apr 2018, 20:56)

Deutschtürke ist typisch eine Fremdzuschreibung.


Was ist negativ an einer Fremdzuschreibung und welche Bezeichnung wäre repräsentativ, ohne dass sie sich im Biologismus verrennt?

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Di 10. Apr 2018, 09:03
von imp
Liegestuhl hat geschrieben:(10 Apr 2018, 08:17)

Was ist negativ an einer Fremdzuschreibung

Das muss dir jemand anderes beantworten. Das Thema Fremdzuschreibung bringe ich auf, weil ein Teilnehmer die Beschriebenen für den Begriff in Verantwortung nehmen will. Es sind Türken (Ausländer) in Deutschland oder Deutsche, je nach dem. Evtl haben sie auch zwei Staatsbürgerschaften, da kennt das Recht aber viele Einschränkungen, sodass dies eher weniger wird. Deutsche weiter zu differenzieren, ist im Recht nicht vorgesehen. Der Begriff Deutschtürken ist auch sonst schwierig, weil man nicht weiß, was man davon halten soll:

- Kurden dabei oder nicht?
- Andere Türkei-Minderheiten dabei oder nicht?
- Angehörige von Drittstaaten, die türkischer Herkunft sind und schon lange in Deutschland leben dabei oder nicht?
- Deutsche mit dabei oder nicht?

Auch kulturell zerfallen die Einwanderer und ihre Nachfahren in sehr viele verschiedene Milieus, Subkulturen, Religionen und Brauchtumstraditionen. Der Begriff taugt im Wesentlichen für unspezifische Totschlagdebatten.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Di 10. Apr 2018, 09:22
von H2O
Zunder hat geschrieben:(10 Apr 2018, 01:42)

Aydan Özoguz: Leider hat es in jeder Gruppe hier in Deutschland und anderswo immer Nationalisten gegeben. Das ist keine Besonderheit der Deutsch-Türken, so wenig es uns gefallen kann.
https://www.saarbruecker-zeitung.de/pol ... id-1861411

In Bezug auf Deutsch-Türken ist Aydan Özoguz eine typische Fremde.


Ich halte diese Aussage von Frau Özoguz über türkische/kurdische/arabische Zuwanderer für einen ziemlichen Unsinn! Was in erster und zweiter Generation in sich abschwächender Form für "normal" gehalten werden kann, das wird doch in der 3. bis 5. Generation zum Blödsinn. Wenn der Nationalismus mit einem Lachen im Gesicht kultiviert wird, dann ist er sicher leicht zu ertragen... aber mit Ingrimm vertreten wirkt er schon sehr merkwürdig. Ich halte diese Zuwanderer immer gegen unsere Jugoslawen, Polen, Ungarn. Die kann man günstigenfalls noch am Familiennamen rückvollziehen; ansonsten sind das Deutsche geworden, die sich in nichts von unserer Lebensart und unserem Zugehörigkeitsgefühl unterscheiden.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Di 10. Apr 2018, 09:27
von imp
H2O hat geschrieben:(10 Apr 2018, 09:22)

Ich halte diese Aussage von Frau Özoguz über türkische/kurdische/arabische Zuwanderer für einen ziemlichen Unsinn! Was in erster und zweiter Generation in sich abschwächender Form für "normal" gehalten werden kann, das wird doch in der 3. bis 5. Generation zum Blödsinn.

In wievielter Generation bist du denn deutscher Nationalist?

Wenn der Nationalismus mit einem Lachen im Gesicht kultiviert wird, dann ist er sicher leicht zu ertragen...

Man sieht die Staatenlenker auf jedem Gipfelfoto lachen, und doch sind sie alle so brutal.

Ich halte diese Zuwanderer immer gegen unsere Jugoslawen, Polen, Ungarn.

Nicht wenige "Jugoslawen" möchten heute doch lieber Serbe, Kroate oder sonst was heißen, Hauptsache nicht Jugoslawe. Gibt auch das Gegenteil, aber doch.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Di 10. Apr 2018, 09:37
von H2O
Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Apr 2018, 09:27)

In wievielter Generation bist du denn deutscher Nationalist?

Wenn ich nicht gerade polnischer Nationalist bin, dann entscheide ich mich für Deutschland. Der gute Rat des Herrn Kostolany: NIe alle Eier in einem Korb aufbewahren!
Man sieht die Staatenlenker auf jedem Gipfelfoto lachen, und doch sind sie alle so brutal.

Die lachen doch nicht: Die zeigen nur Ihre Zähne.
Nicht wenige "Jugoslawen" möchten heute doch lieber Serbe, Kroate oder sonst was heißen, Hauptsache nicht Jugoslawe. Gibt auch das Gegenteil, aber doch.

Tja, so gesehen bin ich Lothringer oder Pommer und ansonsten sehr wichtig bis übergewichtig. Aber danach fragt mich sonst niemand.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Di 10. Apr 2018, 09:40
von imp
H2O hat geschrieben:(10 Apr 2018, 09:37)

Wenn ich nicht gerade polnischer Nationalist bin, dann entscheide ich mich für Deutschland. Der gute Rat des Herrn Kostolany: NIe alle Eier in einem Korb aufbewahren!

Das ist doch gar nicht so anders als bei unseren reingeschmeckten :)

Die lachen doch nicht: Die zeigen nur Ihre Zähne.

Auch wieder wahr.

Tja, so gesehen bin ich Lothringer oder Pommer und ansonsten sehr wichtig bis übergewichtig. Aber danach fragt mich sonst niemand.

Ein Land Lothringen gibt's jetzt aber schon eine Weile nicht mehr. Selbst unsere Bayern betrachten sich ganz überwiegend als Deutsche.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Di 10. Apr 2018, 09:49
von H2O
Sole.survivor@web.de hat geschrieben:(10 Apr 2018, 09:40)

Das ist doch gar nicht so anders als bei unseren reingeschmeckten :)

Aber mir reibt das niemand unter die Nase, seit 80 Jahren nicht!

...

Ein Land Lothringen gibt's jetzt aber schon eine Weile nicht mehr. Selbst unsere Bayern betrachten sich ganz überwiegend als Deutsche.

Denen eifere ich in dem Sinne nach.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Di 10. Apr 2018, 18:46
von H2O
Roady66 hat geschrieben:(10 Apr 2018, 17:39)

Da hast du recht. Du solltest dich aber mit der Problematik des Minderwertigkeitskomplexes näher beschäftigen. Der hat sich im Hiersein der Neubürger gepflegt twecks Nutzung als Bebachteiligungsparameter eingenistet. Der wird von außerhalb Deutschlands noch befeuert. Wird mit Duldung Deutschlands noch gepflegt . Das Dagegen wird rassistisch oder vergangenheitsbehaftet abgetan. Der hier Lebende hat die A-Karte sich selber reingezogen.

Nachbarn hier in meiner kleinen Straße haben ihren Familiennamen direkt aus dem Russischen ins Deutsche ( Ururopa) zurücksetzen lassen. Der Ümerzükürzkümmer hält den seinen noch für hier förderlich. Und der Erdi gibt ihm dazu noch volle Kanne Gas.

So geht mit dem Deutsch-Türken.


Das kenne ich aber auch anders. Der junge Mann (Türke 2. Generation) hat den Namen seiner deutschen Frau angenommen. Und damit war dann Schluß mit allen eingebildeten oder vermittelten Minderwertigkeiten. Der junge Mann war (ist) aber auch hochgebildet (Ingenieur RWTH Aachen). Auch so geht das mit Deutsch-Türken. Da wurde auch nicht gemuselt.

Oder die junge Frau heiratete einen deutschen Mann... und Schluß mit dem schwierigen Namen. Den Fall kenne ich gleich zweimal. Ansonsten Verlauf wie oben, ganz ohne Muselei und heiligen Bimbam.

Sie nehmen Anstoß an sehr einfachen Leuten, die es in der Tat schwer haben, in der Normalgesellschaft sehr einfacher Leute anerkannt zu werden. Das dauert mindestens 100 Jahre; aber so alt wird Erdogan sicher nicht. :p

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Di 10. Apr 2018, 19:03
von H2O
Roady66 hat geschrieben:(10 Apr 2018, 18:55)

Genau , das ist super so. Einer meiner IT Leute ( Deutsch- Türke und gut drauf) hat vor seiner Hochzeit seinen Familienanen in Grün umschreiben lassen für die Heiratsurkunde. Die Familie heißt jetzt nach Info Lohnkonto Herbertz- Grün. Fand ich toll. Das ist das, was Deutschland braucht.

Kein Kopftuch und keine Erdoganisten :-)


Das sind die kleinen Erfolge der Integration von Zuwanderern. Die Störung geht immer aus von Leuten, die nichts anderes zu bieten haben außer ihrem Deutschtum oder Türkentum. Da hilft nur eine Prise Mitleid und entspannte Freundlichkeit. Dann klappt zumindest das unmittelbare Miteinander Tür an Tür.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 17:26
von holymoly
Allein dieser Thread ist Beweis dafür, dass sich die ehemaligen Gastarbeiter und die folgenden Generationen nicht so integriert haben, wie es wünschenswert wäre.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 18:05
von think twice
holymoly hat geschrieben:(01 Aug 2018, 17:26)

Allein dieser Thread ist Beweis dafür, dass sich die ehemaligen Gastarbeiter und die folgenden Generationen nicht so integriert haben, wie es wünschenswert wäre.

Schreiben hier ehemalige Gastarbeiter oder nachfolgende Generationen?
Dieser Thread ist Beweis dafür, dass deutsche Rassisten nicht aussterben. Welcome back.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 18:17
von Teeernte
think twice hat geschrieben:(01 Aug 2018, 18:05)

Schreiben hier ehemalige Gastarbeiter oder nachfolgende Generationen?
Dieser Thread ist Beweis dafür, dass deutsche Rassisten nicht aussterben. Welcome back.


Vergiss hierbei bitte die türkischen Rassisten nicht - .....die würden sich sonst unterdrückt fühlen...

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 18:18
von think twice
Teeernte hat geschrieben:(01 Aug 2018, 18:17)

Vergiss hierbei bitte die türkischen Rassisten nicht - .....die würden sich sonst unterdrückt fühlen...

Wenn mal welche hier auftauchen, werden sie selbstverständlich integriert.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 18:33
von Teeernte
think twice hat geschrieben:(01 Aug 2018, 18:18)

Wenn mal welche hier auftauchen, werden sie selbstverständlich integriert.


Geht nicht ....die fi... für Erdogan...

Er forderte die in Europa lebenden Türken auf, ihren Einfluss auszubauen – indem sie mehr Kinder zeugen. „Macht nicht drei, sondern fünf Kinder“, sagte Erdogan..

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 18:36
von think twice
Teeernte hat geschrieben:(01 Aug 2018, 18:33)

Geht nicht ....die fi... für Erdogan...

Danke für den Beleg meiner Rassisten-These. :thumbup:

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 18:42
von Teeernte
think twice hat geschrieben:(01 Aug 2018, 18:36)

Danke für den Beleg meiner Rassisten-These. :thumbup:


Immer Gern..."Ausländer" bilden dabei die grösste Gruppe..

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 22:21
von Jekyll
holymoly hat geschrieben:(01 Aug 2018, 17:26)

Allein dieser Thread ist Beweis dafür, dass sich die ehemaligen Gastarbeiter und die folgenden Generationen nicht so integriert haben, wie es wünschenswert wäre.
Wie sehen denn Ihre Wünsche in dieser Hinsicht aus, Herr Gastgeber?

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Mi 1. Aug 2018, 22:32
von Jekyll
Also, ich wünsche mir vor allem kultivierte, rücksichtsvolle Gastgeber. Die habe ich am liebsten.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Do 2. Aug 2018, 08:00
von Keoma
Jekyll hat geschrieben:(01 Aug 2018, 22:32)

Also, ich wünsche mir vor allem kultivierte, rücksichtsvolle Gastgeber. Die habe ich am liebsten.


Und ich würde mir ebensolche Gäste wünschen.
Aber das Leben ist eben kein Wunschkonzert.

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Verfasst: Do 2. Aug 2018, 08:47
von holymoly
Jekyll hat geschrieben:(01 Aug 2018, 22:21)

Wie sehen denn Ihre Wünsche in dieser Hinsicht aus, Herr Gastgeber?

Ich bin nicht der Gastgeber.