Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

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Ger9374

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Ger9374 » Mo 12. Aug 2019, 15:46

Keoma hat geschrieben:(12 Aug 2019, 15:37)

Ich denke da immer an unsere Slowenen und Kroaten.



Ja ein gutes Beispiel von gelungener freiwilliger Integration. :thumbup:
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schokoschendrezki
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 12. Aug 2019, 16:11

Rio hat geschrieben:(12 Aug 2019, 11:51)

Indem man die Leute die sich zu Deutschland bekannt haben und ihre kulturellen Eigenheiten nicht zur Schaustellen noch mehr und intensiver fördert und denen die Möglichkeit einräumt zu asslimieren,quasi Deutsche Namen bekommen. Heutzutage ist es doch so das ein gebildeter Bürger türkischer Herkunft mit türkischem Namen deutlich schwerer hat überall bei der Wohnungssuche,Arbeitsplätzen und so weiter. Und das obwohl er perfekt deutsch spricht, nicht fromm und teilweise sich gegen seine eigenen Bedürfnisse anpasst z.B. keinen Bart wachsen lässt oder irgendwelche Nerdbrillen aufsetzt.


So wie man in Frankreich, Österreich, Deutschland um 1800 herum die Juden zur Annahme eines (in der Regel meist frei wählbaren) Nachnamens zwang? Kirschbaum, Goldmann, Weinreb?
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Vongole » Mo 12. Aug 2019, 16:37

schokoschendrezki hat geschrieben:(12 Aug 2019, 16:11)

So wie man in Frankreich, Österreich, Deutschland um 1800 herum die Juden zur Annahme eines (in der Regel meist frei wählbaren) Nachnamens zwang? Kirschbaum, Goldmann, Weinreb?


Dieser Vergleich hinkt auf gleich zwei Beinen. Juden wurden gezungen, diese Nachnamen anzunehmen, um u.a. die Führung der Konskriptionslisten zu erleichtern, eine Auflage aus Napoleons Infame Decret,
und diente dazu, die Unabhängigkeit der Juden einzuschränken.
Mit Schutz oder Erleichterung für jüdische bürgerliche Existenz hatte das also überhaupt nichts zu tun, und dient daher nicht als Antwort auf Rios abstruse Ideen.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Billie Holiday » Mo 12. Aug 2019, 16:41

Ger9374 hat geschrieben:(12 Aug 2019, 15:17)

Die vollständige Integration heisst keine auflösung von Tradition, Sprache ect .
Es kann eine Identifizierung mit der Gesellschaft und dem Nationalstaat beinhalten ohne die Elemente die ich oben anführte vollständig aufzugeben.
Assimilation hat was von feindlicher Übernahme.Integration von freiwilliger eingliederung in Mehrheitssysteme unter Bewahrung von kulturellen Traditionen.


Absolut.
Im Ausland würde ich mich integrieren, jedoch immer die Deutsche bleiben.
Wer mich beleidigt, bestimme ich.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Bremer » Mo 12. Aug 2019, 17:37

Billie Holiday hat geschrieben:(12 Aug 2019, 16:41)

Absolut.
Im Ausland würde ich mich integrieren, jedoch immer die Deutsche bleiben.

Deutschtürken leben allerdings nicht im Ausland, sondern Deutschland ist Ihre Heimat. Von Deutschen Integration zu fordern, ist müssig.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Keoma » Mo 12. Aug 2019, 18:30

Bremer hat geschrieben:(12 Aug 2019, 17:37)

Deutschtürken leben allerdings nicht im Ausland, sondern Deutschland ist Ihre Heimat. Von Deutschen Integration zu fordern, ist müssig.

Umso schlimmer.
Jeder hat das Grundrecht auf eine eigene Meinung. Aber nicht auf eigene Fakten.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Trifels » Mo 12. Aug 2019, 18:45

Bremer hat geschrieben:(12 Aug 2019, 17:37)

Deutschtürken leben allerdings nicht im Ausland, sondern Deutschland ist Ihre Heimat. Von Deutschen Integration zu fordern, ist müssig.


Total in sich unlogisch

Integration =

Wertgemeinsamkeit mit einem Einbezug von Gruppierungen, die zunächst oder neuerdings andere Werthaltungen vertreten


Info 1
https://de.wikipedia.org/wiki/Integration_(Soziologie)

Deutsche = Deutsche ( wären/sind) Deshalb -> dein Post auf einem Oxymoron gegründet. Deutsche brauchen/bräuchten sich nicht MEHR in sich selbst integrieren -> egal wie deutsch sie sind.

Was soll also dein Post ?
Denkanstoß. Gesicherte Quelle/Info -> take it or leave it.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon JFK » Mo 12. Aug 2019, 20:48

Trifels hat geschrieben:(12 Aug 2019, 18:45)

Total in sich unlogisch

Integration =



Info 1
https://de.wikipedia.org/wiki/Integration_(Soziologie)

Deutsche = Deutsche ( wären/sind) Deshalb -> dein Post auf einem Oxymoron gegründet. Deutsche brauchen/bräuchten sich nicht MEHR in sich selbst integrieren -> egal wie deutsch sie sind.

Was soll also dein Post ?


Deswegen ist Integration auch der falsche Begriff

-> Inklusion
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Trifels » Di 13. Aug 2019, 06:53

JFK hat geschrieben:(12 Aug 2019, 20:48)

Deswegen ist Integration auch der falsche Begriff

-> Inklusion


Nö = Kurzschluss

-> wer sich integriert , wird inkludiert = gesellschaftspolitisch nur so Ziel fördernd -> staatstragend.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 13. Aug 2019, 08:14

Vongole hat geschrieben:(12 Aug 2019, 16:37)

Dieser Vergleich hinkt auf gleich zwei Beinen. Juden wurden gezungen, diese Nachnamen anzunehmen, um u.a. die Führung der Konskriptionslisten zu erleichtern, eine Auflage aus Napoleons Infame Decret,
und diente dazu, die Unabhängigkeit der Juden einzuschränken.
Mit Schutz oder Erleichterung für jüdische bürgerliche Existenz hatte das also überhaupt nichts zu tun, und dient daher nicht als Antwort auf Rios abstruse Ideen.

Das war auch eher ironisch gemeint. Meine eigene Familie wurde - allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang und schon vor einiger Zeit - mal dazu gezwungen, ihren Nachnamen den nationalen Gegebenheiten anzupassen. Immer steht eine Interessensverfolgung hinter solchen Aktionen.

Im Großen und Ganzen sind die heutigen westlichen Gesellschaften eigentlich eher auf Individualisierung aus. Von einer "Gesellschaft der Singularitäten" spricht der bekannte Soziologe und Kulturwissenschaftler Andreas Reckwitz. Von daher ist ein ungewöhnlicher, fremd klingender Nachname für mich eher so etwas wie ein leistungslos erworbener Distinktionsgewinn. Das sieht man eben nur im Verlierer-Kreis von Heimat- und Vaterlandsversessenen etwas anders.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Ger9374 » Di 13. Aug 2019, 08:47

schokoschendrezki hat geschrieben:(13 Aug 2019, 08:14)

Das war auch eher ironisch gemeint. Meine eigene Familie wurde - allerdings in einem ganz anderen Zusammenhang und schon vor einiger Zeit - mal dazu gezwungen, ihren Nachnamen den nationalen Gegebenheiten anzupassen. Immer steht eine Interessensverfolgung hinter solchen Aktionen.

Im Großen und Ganzen sind die heutigen westlichen Gesellschaften eigentlich eher auf Individualisierung aus. Von einer "Gesellschaft der Singularitäten" spricht der bekannte Soziologe und Kulturwissenschaftler Andreas Reckwitz. Von daher ist ein ungewöhnlicher, fremd klingender Nachname für mich eher so etwas wie ein leistungslos erworbener Distinktionsgewinn. Das sieht man eben nur im Verlierer-Kreis von Heimat- und Vaterlandsversessenen etwas anders.




Habe mich schon gewundert;-))
Schokoschendrezki ist ja nicht gerade Müller ;-))
Aber als echter Name wäre das schon witzig.Dauert halt beim unterschreiben etwas!
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Keoma » Di 13. Aug 2019, 08:52

Ger9374 hat geschrieben:(13 Aug 2019, 08:47)

Habe mich schon gewundert;-))
Schokoschendrezki ist ja nicht gerade Müller ;-))
Aber als echter Name wäre das schon witzig.Dauert halt beim unterschreiben etwas!


In der Schule erst - "zur Strafe schreibst du hundert Mal deinen Namen!".
Oder gibt's das eh nicht mehr?
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon schokoschendrezki » Di 13. Aug 2019, 10:43

Ger9374 hat geschrieben:(13 Aug 2019, 08:47)

Habe mich schon gewundert;-))
Schokoschendrezki ist ja nicht gerade Müller ;-))
Aber als echter Name wäre das schon witzig.Dauert halt beim unterschreiben etwas!

Glaubst DU wirklich, mein Forenusername hätte irgendwas mit meinem realen Nachnamen zu tun? :p
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon JFK » Di 13. Aug 2019, 10:57

Trifels hat geschrieben:(13 Aug 2019, 06:53)

Nö = Kurzschluss

-> wer sich integriert , wird inkludiert = gesellschaftspolitisch nur so Ziel fördernd -> staatstragend.


Integration setzt eine Segregation voraus, das ist der Unterschied zu Inklusion.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Trifels » Di 13. Aug 2019, 11:08

JFK hat geschrieben:(13 Aug 2019, 10:57)

Integration setzt eine Segregation voraus, das ist der Unterschied zu Inklusion.


In der Migrationskiste -> nur bei denen, die Leistungslosigkeit befürworten und mangelnde Eigeninitiative bevorzugen.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon JFK » Di 13. Aug 2019, 11:32

Trifels hat geschrieben:(13 Aug 2019, 11:08)

In der Migrationskiste -> nur bei denen, die Leistungslosigkeit befürworten und mangelnde Eigeninitiative bevorzugen.


Was ist eine Migrationskiste?

Und nein, wo denkst du schon wieder hin, das die Leistungsfähig erst gegeben ist, wenn sich diese Menschen dem Mainstream eingliedern, das ist eine altbackene Denkweise und längst überholt.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Trifels » Di 13. Aug 2019, 16:56

Nein..total en vogue.
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Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Fuerst_48 » Di 13. Aug 2019, 17:25

schokoschendrezki hat geschrieben:(13 Aug 2019, 10:43)

Glaubst DU wirklich, mein Forenusername hätte irgendwas mit meinem realen Nachnamen zu tun? :p

Wär allerdings echt amüsant... :thumbup:
Ger9374

Re: Deutschtürken - Minderheit oder Migrantengruppe?

Beitragvon Ger9374 » Di 13. Aug 2019, 17:42

:D
schokoschendrezki hat geschrieben:(13 Aug 2019, 10:43)

Glaubst DU wirklich, mein Forenusername hätte irgendwas mit meinem realen Nachnamen zu tun? :p



Nein, aber das fand ich einfach lustig :D
Zu dir würde doch der Untertitel von Cobra9 super passen!

Das Böse hat einen Namen! Schokolade!

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