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Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 14:13
von Letzter-Mohikaner
Ich finde es interessant, wie immer andere "klassische" Einwanderungsländer als Beispiel herangezogen werden. Nur wird dabei vergessen, das Deutschland es mit einer ganz anderen "Qualität" von Zuwanderern zu tun hat. USA und Kanada sowie Australien filtern aus. Wir nehmen alles was kommt.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 14:28
von Cloudfox
Dampflok » Mo 20. Jul 2015, 12:53 hat geschrieben:
Sowas wird hier im Forum geduldet, aber der Hinweis auf die tägliche (natürlich völlig friedliche...) Praxis im Islam als "Hetze" sanktioniert?





Welche Praxis im Islam, bei wem...möchtest du verallgemeinern und alle die dem islamischen Glauben angehören als *Terroristen* (auch potentielle) darstellen..dann träfe es dich doch zurecht...kann ja auch nicht sagen alle Deutschen sind so ein *Prachtexemplar*, wie du, oder?

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 14:31
von schokoschendrezki
Demolit » Mo 20. Jul 2015, 14:12 hat geschrieben:Das Problem liegt in dem, was vermittelt wird, damit im privaten, im gemeinschalichen Leben von Individuen ein wir ausmacht. Verständnis untereinander braucht aber etwas, was mehr ist als Gesetzestreue und Selbstverwirklichung.

Da wird das Verbindende täglich weniger.............


Das mag schon sein. Hier ist aber wohl mehr Kunst und Kultur als Politik gefragt.

Es kann nur Unfug herauskommen, wenn sich Politik in irgendeiner lenkenden Art an kultureller Gestaltung versucht, wie sie es etwa mit dem Leitkultur-Begriff versuchte. Derselbe Unfug wie etwa der Versuch der DDR-SED in den 50er, 60er Jahren, Blue Jeans, Petticoats oder lange Haare zu verbieten. Sollte man in Europa in 50 Jahren nur noch Englisch (oder Chinesisch oder was auch immer) sprechen, dann ist das eben so. Es ist jedem freigestellt, sich privat nicht daran zu halten. Die Existenz der deutschen Sprache oder sonst irgendeines vermeintlich unverzichtbaren Kulturmerkmals ist eben kein Wert an sich.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 14:48
von Demolit
schokoschendrezki » Mo 20. Jul 2015, 13:31 hat geschrieben:
Das mag schon sein. Hier ist aber wohl mehr Kunst und Kultur als Politik gefragt.

Es kann nur Unfug herauskommen, wenn sich Politik in irgendeiner lenkenden Art an kultureller Gestaltung versucht, wie sie es etwa mit dem Leitkultur-Begriff versuchte. Derselbe Unfug wie etwa der Versuch der DDR-SED in den 50er, 60er Jahren, Blue Jeans, Petticoats oder lange Haare zu verbieten. Sollte man in Europa in 50 Jahren nur noch Englisch (oder Chinesisch oder was auch immer) sprechen, dann ist das eben so. Es ist jedem freigestellt, sich privat nicht daran zu halten. Die Existenz der deutschen Sprache oder sonst irgendeines vermeintlich unverzichtbaren Kulturmerkmals ist eben kein Wert an sich.


Nun was ist denn Leitkultur anderes als das, was Kultur in ihrer Vielfalt erst ermöglicht, die du selber als "Wir-stiftend" ansiehst. Als politisvher Kampfbegriff taugt der Begriff doch nicht, fast doch das alles nicht in toto , was politisch von Bedeutung ist.

Leitkultur deshalb, weil kulturelle Standards zur Persönlichkeitsbildung einfach dazugehören........oder ist jetzt z. B die Harmonielehre abzulehnen, weil Geräusche auch schon als Musik betrachtet werden?

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 15:54
von Wasteland
Letzter-Mohikaner » Mo 20. Jul 2015, 14:13 hat geschrieben:Ich finde es interessant, wie immer andere "klassische" Einwanderungsländer als Beispiel herangezogen werden. Nur wird dabei vergessen, das Deutschland es mit einer ganz anderen "Qualität" von Zuwanderern zu tun hat. USA und Kanada sowie Australien filtern aus. Wir nehmen alles was kommt.


Wer wirklich Einwanderung regulieren will muss eben auch was bieten.
Hochgebildete Einwanderer kommen eben nicht wenn man von ihnen auch noch die Assimilation erwartet.
Die gehen dahin wo sie sie selbst bleiben können.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 15:56
von Wasteland
Zvi Back » Mo 20. Jul 2015, 12:42 hat geschrieben:
Für mich nicht nachzuvollziehen sich in Bayern einen "Berliner Stammtisch"
zu suchen. Für mich eher ein Zeichen mangelnder Toleranz, weil du glaubst
bei einem einheimischen Stammtisch würde etwas fehlen.


Sowar gibt es doch überall. Man sucht sich halt Gleichgesinnte.
Bayern machen das ja auch in Berlin.
http://www.verein-der-bayern-in-berlin.de/web/index.php

Und je weiter man wegzieht, desto stärker ist das ausgeprägt.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:01
von Liegestuhl
Zvi Back » Mo 20. Jul 2015, 12:42 hat geschrieben:Für mich nicht nachzuvollziehen sich in Bayern einen "Berliner Stammtisch"
zu suchen. Für mich eher ein Zeichen mangelnder Toleranz, weil du glaubst
bei einem einheimischen Stammtisch würde etwas fehlen.


Mein Onkel ist der Liebe wegen von Norddeutschland in ein badisches Bergdorf gezogen. Um dort am einheimischen Stammtisch ("im Ochsen") teilnehmen zu können, hat man ihm zur Auflage gemacht, sein Auto ummelden, das noch ein Ammerländer Nummernschild (Zweitwohnsitz seit Jahrzehnten) hatte.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:05
von odiug
Letzter-Mohikaner » Mo 20. Jul 2015, 13:13 hat geschrieben:Ich finde es interessant, wie immer andere "klassische" Einwanderungsländer als Beispiel herangezogen werden. Nur wird dabei vergessen, das Deutschland es mit einer ganz anderen "Qualität" von Zuwanderern zu tun hat. USA und Kanada sowie Australien filtern aus. Wir nehmen alles was kommt.

Na ja ... was bei und der Doener, ist in den USA der Burrito ...
Bei uns kommen sie aus dem nahen Osten und Nord Afrika, in den USA aus Latein Amerika ... die Gemeinsamkeit in beiden Faellen, bei aller Unterschiedlichkeit der Herkunftslaender der Migranten ist aber das Gesocks, das glaubt es koenne Menschen nach Qualitaetmassgaben bewerten, als ob man Fleisch fuer den Markt beurteilt :dead:
Dieses Geschwerl ist in den USA vom gleichen Schlag wie hier.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:08
von Dingo
Wasteland » Mo 20. Jul 2015, 15:56 hat geschrieben:
Sowar gibt es doch überall. Man sucht sich halt Gleichgesinnte.
Bayern machen das ja auch in Berlin.
http://www.verein-der-bayern-in-berlin.de/web/index.php

Und je weiter man wegzieht, desto stärker ist das ausgeprägt.

Korrekt. In Adelaide gibt's einen "German Club", auf Tasmanien ebenso, und in vielen Gegenden, in die Deutsche auswandern/ausgewandert sind, ebenso.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:10
von Cloudfox
Dingo » Mo 20. Jul 2015, 16:08 hat geschrieben:Korrekt. In Adelaide gibt's einen "German Club", auf Tasmanien ebenso, und in vielen Gegenden, in die Deutsche auswandern/ausgewandert sind, ebenso.



Und in Herzogenaurach (Internationale Konzerne Deutschlands angesiedelt) vielerlei *groups* in denen sich die Nationalitäten (Amerikas, Englands...der Niederlande) regelmäßig treffen und Feste feiern....

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:17
von Dingo
Ich halte das für normal. Wenn man fremd ist, sucht man automatisch Kontakt zu Vertrautem, sei es die Sprache, seien es ähnliche Gewohnheiten. Und ich meine damit nicht einen relativ kurzen Aufenthalt im Urlaub.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:23
von Billie Holiday
Es spricht überhaupt nichts dagegen, seine Wurzeln zu kennen, seine Muttersprache zu sprechen, sich mit anderen Zugewanderten zusammenzutun, wenn man im Alltag klarkommt.
Ich wäre immer und überall Deutsche, würde zuhause Deutsch sprechen, aber außerhalb meiner vier Wände die Landessprache. Ich hätte wohl sowohl deutsche als auch einheimische Freunde.

Seinen Kindern sollte man seine Muttersprache beibringen.
Ich kenne Türken, die perfekt Deutsch und Türkisch können. Das ist besser, als beide Sprachen nur rudimentär zu können. Damit kommt man nicht weit.
Also ich verlange von niemandem, plötzlich ein Deutscher sein zu müssen. Gute Sprachkenntnisse und das Akzeptieren unserer Gebräuche und Gepflogenheiten und die Anerkennung der Gleichberechtigung von Mann und Frau. :cool:
Wenn das klappt, sollen die sprechen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. :x

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:24
von odiug
Wasteland » Mo 20. Jul 2015, 14:56 hat geschrieben:
Sowar gibt es doch überall. Man sucht sich halt Gleichgesinnte.
Bayern machen das ja auch in Berlin.
http://www.verein-der-bayern-in-berlin.de/web/index.php

Und je weiter man wegzieht, desto stärker ist das ausgeprägt.

Das stimmt nicht.
Ich hielt mich von den Deutschen in New York so fern, als haetten die alle Genital-Herpes und ich war in all den Jahren, als ich dort lebte kein einziges mal auf der Steuben-Parade.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:24
von Cloudfox
Dingo » Mo 20. Jul 2015, 16:17 hat geschrieben:Ich halte das für normal. Wenn man fremd ist, sucht man automatisch Kontakt zu Vertrautem, sei es die Sprache, seien es ähnliche Gewohnheiten. Und ich meine damit nicht einen relativ kurzen Aufenthalt im Urlaub.



Das ist selbstverständlich und wird überall bei Menschen beobachtet, die sich für eine Auswanderung entschieden haben.

hier ein ganz aufschlussreicher Artikel ...

https://www.uni-muenster.de/Niederlande ... ation.html

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:25
von Cloudfox
odiug » Mo 20. Jul 2015, 16:24 hat geschrieben:Das stimmt nicht.
Ich hielt mich von den Deutschen in New York so fern, als haetten die alle Genital-Herpes und ich war in all den Jahren, als ich dort lebte kein einziges mal auf der Steuben-Parade.



Wie heißt es so schön:

Ausnahmen bestätigen die Regel...

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:25
von Charles Chi Minh
Also ich verlange von niemandem, plötzlich ein Deutscher sein zu müssen.


Solange man hier in Urlaub ist oder anderweitig sicher wieder ausreist, muss man nicht wie ein Deutscher sein.
Will man aber die Staatsbürgerschaft, sollte man sich assimilieren, so wie es die Vietnamesen beispielsweise tun.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:28
von Wasteland
odiug » Mo 20. Jul 2015, 16:24 hat geschrieben:Das stimmt nicht.
Ich hielt mich von den Deutschen in New York so fern, als haetten die alle Genital-Herpes und ich war in all den Jahren, als ich dort lebte kein einziges mal auf der Steuben-Parade.


Tja und trotzdem gibt es die Steuben-Parade. Scheint also doch was dran zu sein.

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:31
von 3x schwarzer Kater
Charles Chi Minh » Mo 20. Jul 2015, 16:25 hat geschrieben:
, sollte man sich assimilieren, so wie es die Vietnamesen beispielsweise tun.


Schon mal auf einem Vietnamesenmarkt gewesen?

:-)))

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:32
von Cloudfox
Charles Chi Minh » Mo 20. Jul 2015, 16:25 hat geschrieben:
Solange man hier in Urlaub ist oder anderweitig sicher wieder ausreist, muss man nicht wie ein Deutscher sein.
Will man aber die Staatsbürgerschaft, sollte man sich assimilieren, so wie es die Vietnamesen beispielsweise tun.



Ja, die sind nur noch unter Deutschen, sprechen alle perfekt deutsch...sehen fast schon so aus...und essen nur noch deutsche Gerichte... :rolleyes: DIE VIETNAMESEN ...

Re: Sammelstrang Willkommenskultur

Verfasst: Mo 20. Jul 2015, 16:32
von Billie Holiday
Charles Chi Minh » Mo 20. Jul 2015, 16:25 hat geschrieben:
Solange man hier in Urlaub ist oder anderweitig sicher wieder ausreist, muss man nicht wie ein Deutscher sein.
Will man aber die Staatsbürgerschaft, sollte man sich assimilieren, so wie es die Vietnamesen beispielsweise tun.


Die sollen in ihren eigenen vier Wänden reden wie sie wollen und ihre Feste feiern und das pflegen, was für sie erhaltenswert ist.
Außerhalb ihres Hauses ist Deutsch die Amtssprache und unser Gesetz das gültige.

Ich könnte woanders heimisch werden, würde aber nie meine Wurzeln verdrängen.