gedenken? feiern?

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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon H2O » So 2. Sep 2018, 16:44

Der Neandertaler hat geschrieben:(02 Sep 2018, 15:11)

Hallo H2O.Wird wohl an meiner rheinländischen Herkunft liegen?!?
    Kölsche Jrundjesetz - §3:
      "Et hät noch immer jot jejange!"
Ein Phänomen unserer heutigen Zeit, alles muß immer schneller sein - nie geht es schnell genug. Alles braucht aber seine Zeit.
    Kölsche Jrundjesetz - §5:
      "Et bliev nix, wie et wor!"
    Kölsche Jrundjesetz - §17:
      "Och dä raderdollste Aasch hät sing Visaasch!"
Übersetzung??


Nein, die Kölner 10 Gebote hingen am Wurststand im Kölner HBF aus. Vor fast 40 Jahren eine kräftigende Zwischenstation auf dem Weg zur RWTH Aachen. In meiner Zeit in Aachen hatte ich mich in die Mundart ganz gut hinein gehört. Der Karneval als alle Anwesenden ergreifende Kraft. Meine Tochter legt im wahren Norden erst gaaanz allmählich diese sprachliche Einfärbung ab.

Die preußische Minderheit brauchte keinen Schutz, aber sie fiel sofort durch fehlenden Singsang auf. An die Zeit erinnere ich mich immer noch... der Preuße, der das Institut in seinem Verantwortungsbereich arbeitsfähig gemacht hat.
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon Tannenberg » So 2. Sep 2018, 22:17

Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:45)
Ich bin ja immer noch dafür, den Sedantag wieder einzuführen :cool: Morgen darf gefeiert werden!


Der Sedantag gehört zu meinen festen Gedenk- und Feiertagen im Jahr. Er wäre auch ein hervorragender offizieller Feiertag.
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon Quatschki » So 2. Sep 2018, 22:25

Tannenberg hat geschrieben:(02 Sep 2018, 22:17)

Der Sedantag gehört zu meinen festen Gedenk- und Feiertagen im Jahr. Er wäre auch ein hervorragender offizieller Feiertag.

Du meinst den Tag, als das Deutsche Reich durch Gefangennahme des Kaisers Napoleon III. den französischen Republikanern die Ausrufung der Dritten Republik ermöglichten?
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon Tannenberg » So 2. Sep 2018, 22:37

Quatschki hat geschrieben:(02 Sep 2018, 22:25)
Du meinst den Tag, als das Deutsche Reich durch Gefangennahme des Kaisers Napoleon III. den französischen Republikanern die Ausrufung der Dritten Republik ermöglichten?


Der Tag, an dem die Koalition deutscher Staaten auf dem Weg zur Reichseinigung den entscheidenden Sieg im Einigungskrieg über Frankreich errungen hat.
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 3. Sep 2018, 13:05

H2O hat geschrieben:(15 Aug 2018, 09:38)

Ich halte nicht so sehr viel von der Schwarz-Weiß Malerei, in die Sie hier verfallen. Wir haben nun einmal Glück, daß wir hier und jetzt in Wohlstand und Freiheit leben können. Wer weiß schon, was wäre, wenn diese Grundlage für den inneren Frieden fehlte? Der Bund der zu kurz Gekommenen nähert sich bedenklich der 20%-Marke, und wo es besonders kurz ist, der 30%-Marke. Wollen Sie nun die restlichen 70% bis 80% für deren Treiben verantwortlich machen?

Na Moment mal. Es ging doch um die Verbrechen während der NAZI-Zeit. Nicht um hier und heute. Und diese Verbrechen wurden nicht "in unserem Namen" - also von irgendwelchen anderen - sondern "von uns" begangen. Wenn man mit "uns" die Menschen meint, die zwischen 33 und 45 auf dem Territorium des damaligen Deutschen Reichs lebten. "Von uns" bedeutet natürlich nicht "jeder einzelne" ...
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 3. Sep 2018, 13:09

schokoschendrezki" (15 Aug 2018 8:18)]
Die NSDAP war eine mehrheitlich gewählte Partei.
[quote="Nomen Nescio hat geschrieben:
(01 Sep 2018, 17:17)
das ist nicht wahr

Naja. Gemeint ist natürlich eine relative Mehrheit. Die allerdings war bei den Reichtagswahlen 1933 edrückend (NSDAP: 43,9%, SPD: 18,3%, alle anderen weniger). Und unter den Wahlbeteiligten war es sogar auch tatsächlich fast eine absolute Mehrheit.
https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstagswahl_M%C3%A4rz_1933
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon H2O » Mo 3. Sep 2018, 13:57

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Sep 2018, 13:05)

Na Moment mal. Es ging doch um die Verbrechen während der NAZI-Zeit. Nicht um hier und heute. Und diese Verbrechen wurden nicht "in unserem Namen" - also von irgendwelchen anderen - sondern "von uns" begangen. Wenn man mit "uns" die Menschen meint, die zwischen 33 und 45 auf dem Territorium des damaligen Deutschen Reichs lebten. "Von uns" bedeutet natürlich nicht "jeder einzelne" ...


"Von uns" ist viel zu schwammig; das geht doch nicht. In "von uns" wären die Menschen inbegriffen, die in Yad Vashem zu den Gerechten unter den Völkern zählen, durch Autorität Erwachsener verführte Heranwachsende, Verfolgte des Naziregimes... das geht doch nicht. Tatsächlich muß man differenzieren, wie ansonsten die intellektuelle Elite zu sagen pflegt.
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 3. Sep 2018, 14:51

H2O hat geschrieben:(03 Sep 2018, 13:57)

"Von uns" ist viel zu schwammig; das geht doch nicht. In "von uns" wären die Menschen inbegriffen, die in Yad Vashem zu den Gerechten unter den Völkern zählen, durch Autorität Erwachsener verführte Heranwachsende, Verfolgte des Naziregimes... das geht doch nicht. Tatsächlich muß man differenzieren, wie ansonsten die intellektuelle Elite zu sagen pflegt.

Das ist im Prinzip schon richtig und wichtig. Ich bin der letzte, der dieser "Wir"-Subsummierung nicht widersprechen würde. Aber wenn ich es recht erinnere, haben ja Sie mit der Formulierung "in unserem Namen" dieses "wir" ins Spiel gebracht. Wer ist dann das "wir", in dessen Namen irgendetwas verübt wurde. Man kann solche Spitzfindigkeiten auch beiseite und einfach die Tatsache sprechen lassen, dass Verbrechen von einem Regime begangen wurde, das mit einer deutlichen (relativen) Mehrheit gewählt und gewollt wurde.
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon H2O » Di 4. Sep 2018, 08:03

schokoschendrezki hat geschrieben:(03 Sep 2018, 14:51)

Das ist im Prinzip schon richtig und wichtig. Ich bin der letzte, der dieser "Wir"-Subsummierung nicht widersprechen würde. Aber wenn ich es recht erinnere, haben ja Sie mit der Formulierung "in unserem Namen" dieses "wir" ins Spiel gebracht. Wer ist dann das "wir", in dessen Namen irgendetwas verübt wurde. Man kann solche Spitzfindigkeiten auch beiseite und einfach die Tatsache sprechen lassen, dass Verbrechen von einem Regime begangen wurde, das mit einer deutlichen (relativen) Mehrheit gewählt und gewollt wurde.


Damit kann ich mich natürlich anfreunden; nur war "in unserem Namen" sicher nicht so gemeint, daß jeder von uns dem zugestimmt hätte. Eigentlich so, wie "im Namen des Volkes"...
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon Tannenberg » Mi 12. Sep 2018, 14:28

Heute gedenken wir der siegreichen Schlacht am Kahlenberg.

Am 12. September 1683 besiegte eine christliche Allianz aus Deutschen und Polen das Heer der Osmanen vor den Toren Wiens. Deutschland und Europa wurden gerettet und vor der Islamisierung bewahrt. Die Türken wurden aus Europa vertrieben und hinter den Bosporus zurückgedrängt.

Ein Tag des Gedenkens, des Feierns, der Dankbarkeit und der Mahnung für die Gegenwart zugleich.
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon H2O » Do 13. Sep 2018, 08:54

Tannenberg hat geschrieben:(12 Sep 2018, 14:28)

Heute gedenken wir der siegreichen Schlacht am Kahlenberg.

Am 12. September 1683 besiegte eine christliche Allianz aus Deutschen und Polen das Heer der Osmanen vor den Toren Wiens. Deutschland und Europa wurden gerettet und vor der Islamisierung bewahrt. Die Türken wurden aus Europa vertrieben und hinter den Bosporus zurückgedrängt.

Ein Tag des Gedenkens, des Feierns, der Dankbarkeit und der Mahnung für die Gegenwart zugleich.


Bitte bei der Wahrheit bleiben: Die Osmanen beherrschten noch lang Zeit danach den Balkan und die Länder um das Schwarze Meer herum. Kemal Attatürk wurde noch im osmanischen Thessaloniki geboren.

Kann sein, daß der Wirrkopf Erdogan den Rest verspielt, den der klare Kopf Atatürk für die Türken gerettet hat.
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 4. Mai 2019, 00:18

es ist den 4. mai. damals, 1945, kapitulierte das deutsche heer in NW-europa. unterzeichnet wurde durch admiral von friedenburg.

bei uns, NL, ehrt man am 4. mai die toten und wird am 5. mai die befreiung gefeiert.
wirklich erstaunt bin ich - und nicht nur ich - daß die übergroße mehrheit der schüler und studenten findet, daß dieses gedenken fortgeführt werden soll. ich begrüße das.
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 4. Mai 2019, 01:30

Nomen Nescio hat geschrieben:(04 May 2018, 21:05)

so weit ich weiß wird nur in NL WK II auf zwei weisen »gefeiert«.
am 5.5.1945 kapitulierten die deutschen in NW-europa. NL gehörte auch dazu, und so können wir sagen »am 5.5. wurde NL befreit vom nazijoch«. darum ist der 5. mai in meinem land ein festtag.
am 4.5. gedenken wir aber die damals gestorben einwöhner. die juden, die sinti, die roma, die jehovazeugen,... und natürlich auch die gefallenen soldaten, die menschen die widerstand leisteten und dabei umkamen. die ermordeten geiseln, usw. usw.
zwei minuten (von 20.00-20.02) schweigt alles; fahren bussen usw nicht.

wir können sagen »viele haben ihre kräfte, ja ihr leben gegeben damit wir wieder freiheit haben«. was muß man aber bei euch sagen?
sie sind opfer von teufeln gewesen. ausländer erlösten euch jedenfalls von diesen schreckensherrschern. habt ihr aber freiheit bekommen? ich weiß es nicht. materiell, ja. aber geistig?

Lieber Nomen Nescio,
danke für Ihr Schreiben in 2018.
Und es fällt mir als Deutscher schwer zu antworten.
Und nein, ich wusste nicht, das in Holland am 4.5 den damals Gestorbenen in der Zeit von 20.00 bis 20.02 gedacht wird.
Und es erschüttert mich festzustellen,
das meine Generation von Deutschen, jeder Einzellne, als Enkel der Tätergeneration,
nicht in der Lage ist, nur einmal zum Gedenken an die Opfer innezuhalten.
Das wäre ja immerhin ein Zeichen von geistiger Freiheit gewesen.
Darf ich versuchen, das Schweigen, das innehalten, das Gedenken weiterzugeben?
Ich würde mich sehr freuen.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 4. Mai 2019, 06:51

Bielefeld09 hat geschrieben:(04 May 2019, 01:30)

Lieber Nomen Nescio,
danke für Ihr Schreiben in 2018.
Und es fällt mir als Deutscher schwer zu antworten.
Und nein, ich wusste nicht, das in Holland am 4.5 den damals Gestorbenen in der Zeit von 20.00 bis 20.02 gedacht wird.
Und es erschüttert mich festzustellen,
das meine Generation von Deutschen, jeder Einzellne, als Enkel der Tätergeneration,
nicht in der Lage ist, nur einmal zum Gedenken an die Opfer innezuhalten.
Das wäre ja immerhin ein Zeichen von geistiger Freiheit gewesen.
Darf ich versuchen, das Schweigen, das innehalten, das Gedenken weiterzugeben?
Ich würde mich sehr freuen.

natürlich darfst du das. ich würde es sogar empfehlen und danke dir.
ihr feiert doch am 8.5. das ende des krieges? und also auch, die BEFREIUNG von den nazibehörden und ihre kumpane?
sei froh daß du jetzt sagen kannst »ich bin frei/wir sind frei«. für 2 minuten stille muß einer das ganz bewußt tun. wenn nicht, dann ist es wie in der kirche. man ist da, aber mehrere leute finden es zeitverschwendung. sie tun es, weil es sich paßt. sonst munkeln z.b. die nachbarn.
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon H2O » Sa 4. Mai 2019, 08:05

Nein, in Deutschland feiert meines Wissens kaum jemand den 8. Mai als Tag der Befreiung; Opfer der Naziherrschaft werden das bedauern. Deutschland hat für ein Verbrechen ein zu stehen, hat eine gerechte Strafe verbüßt. Aber warum sollte man jährlich wiederholt feiern, weil damals der eine Gefängniswärter durch den nächsten abgelöst wurde? Wir Deutschen sollten unsere Wiedervereinigung feiern, die formal am 3. Oktober 1990 vollzogen wurde. Das Ereignis löst jedenfalls aufrichtige Freude aus; für verkniffene Anhänger der kommunistischen Diktatur ist das der Verlust aller Vorzugsbehandlungen.

Sie müssen auch bedenken, daß ringsum um Deutschland viele Völker bitterstes Leid erfahren haben von einem Herrschaftssystem, das entscheiden konnte, ob jemand Mensch oder Untermensch oder lebensunwert sein konnte... verbunden mit anderen Jahrestagen. Diese Tage nun alle andächtig zu feiern, das halte ich für gut geschauspielert, wenn das in Deutschland jemand tut. Im Ausland wird unsereiner nicht allein pflichtschuldig Schmerz und Trauer für Verbrechen in der Nazizeit bekunden, wenn er als Deutscher in eine solche Andacht hinein gerät. Das halte ich für selbstverständlich. Meine Verantwortung sehe ich darin, einen Beitrag dazu zu leisten, daß in Europa nach so viel Blutvergießen um Vorherrschaft endlich ein Bund aller Demokratien entsteht, die eine gemeinsame Zukunft gestalten wollen.

Wir müssen nach vorn sehen und unsere Zukunft gestalten. Nicht altes Leid wieder und wieder zutiefst betroffen beklagen. Dann sind regelmäßig wir Deutschen die Bösen und alle anderen sind die Guten. So etwas geht auch in die Hose, wie die polnische Regierung in einem bitteren Streit mit den USA und Israel lernen mußte.
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon McKnee » Sa 4. Mai 2019, 08:11

H2O hat geschrieben:(04 May 2019, 08:05)

Wir müssen nach vorn sehen und unsere Zukunft gestalten. Nicht altes Leid wieder und wieder zutiefst betroffen beklagen. Dann sind regelmäßig wir Deutschen die Bösen und alle anderen sind die Guten. So etwas geht auch in die Hose, wie die polnische Regierung in einem bitteren Streit mit den USA und Israel lernen mußte.


Man könnte den 25. Mai als Gedenk-/Mahn- und Feiertag begehen.

Das Grundgesetz/Verfassung ist die Grundlage der Aufarbeitung und die Grundlage einer freien Zukunft mit der Verpflichtung zum Widerstand gegen jede Form des Unrechts und der Unrechtssysteme. So kann man eine positive und zukunftsorientierte Gesellschaft feiern und damit der Opfer gedenken und vor Unrecht mahnen.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten.

Es ist mir egal, ob es ein Albert-Einstein-Zitat oder ein Fake ist, er könnte es gesagt und wird es gedacht haben...das reicht :D
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon odiug » Sa 4. Mai 2019, 08:16

Nomen Nescio hat geschrieben:(05 May 2018, 13:09)

eigentlich verstehe ich nicht daß die AfD dies nicht ausbeutet.
...

https://de.wikipedia.org/wiki/Volkstrauertag
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon Bielefeld09 » Sa 4. Mai 2019, 09:50


Auch wir hätten anhalten können.
Was ist so schlimm daran, im Gedenken einfach nur zu schweigen?
Zwei Minuten,
und alle würden verstehen.
Sorry Mods, es ist nie persönlich gemeint. Ihr habt immer recht. Sorry :( :p
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 4. Mai 2019, 10:05

H2O hat geschrieben:(04 May 2019, 08:05)

Sie müssen auch bedenken, daß ringsum um Deutschland viele Völker bitterstes Leid erfahren haben von einem Herrschaftssystem, das entscheiden konnte, ob jemand Mensch oder Untermensch oder lebensunwert sein konnte... verbunden mit anderen Jahrestagen. Diese Tage nun alle andächtig zu feiern, das halte ich für gut geschauspielert, wenn das in Deutschland jemand tut.

erstens fände ich persönlich es besser wann der 8. mai bei euch zugleich ein gedenktag wird. wo man die gefallenen würdigt. ungeachtet ob »gut« oder »schlecht«. sie taten, was die meisten von ihnen ihre pflicht fanden.

andere jahrestage?? welche denn?
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Re: gedenken? feiern?

Beitragvon H2O » Sa 4. Mai 2019, 11:25

Man muß sich entscheiden können, wann und wessen man national gedenkt. Dem Tag, an dem unser Deutsches Grundgesetz in Kraft trat, könnte ich einigen Geschmack abgewinnen. Aber besser ist schon der 3. Oktober, also der Tag, als unsere Wiedervereinigung vollendet wurde. Den Tag können alle Deutschen frohen Herzens mitfeiern. Für mich als Deutschen hat der 8. Mai auch den Ruch einer "Sedanfeier" der Sieger, mit der Vertreibung von 13 Millionen Landsleuten von Haus und Hof. Das soll feiern, wem danach zumute ist. Die gute Seite dieses Tages werden Naziopfer hervorheben, deren Empfindungen Richard von Weizsäcker in seiner Rede zum 50. Jahrestag des Kriegsendes ja auch gebührend gewürdigt hatte.

Ich finde es gut, daß wir uns einen Deutschen Nationalfeiertag ausgesucht haben, über den ein Deutscher sich zu Recht und ohne Vorbehalte freuen kann, der von unseren Nachbarn nicht mit dem Schmerz eines furchtbaren Krieges, mit Niederlage und Sieg, verbunden wird.

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