Digital, digitaler, am Digatalsten…

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Raskolnikof
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Beitragvon Raskolnikof » Mi 26. Sep 2018, 15:04

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Überall? Mitnichten! Bei uns ist davon nicht sehr viel zu sehen. In aller Welt steht die Digitalisierung in allen Lebensbereichen der Bürger und des öffentlichen Lebens ganz oben auf der Agenda. Kein Land und keine Regierung will da den Anschluss verpassen und möchte da ganz oben mitmischen und zeigen, zu was es fähig ist. Da machen auch Länder, denen manche Leute nicht einmal eine Steckdose zutrauen engagiert mit. Beispiel Indien: Das Bargeld ist da gerade am Aussterben. Es gibt Städte, da kann man mit Bargeld rein gar nichts mehr anfangen und selbst Banken sind in diesen Regionen immer seltener bereit Bargeld anzunehmen oder auszugeben. Behördengänge werden zunehmend überflüssig. Man geht nicht mehr ins Amt sondern öffnet seine App.

Ein großes jordanisches Flüchtlingscamp ist zum Versuchslabor internationaler Hilfsorganisationen geworden. Da idetifiziert sich und bezahlt der Kunde im Supermarkt per Augenaufschlag = Irisscanner:
https://www.handelsblatt.com/unternehme ... fzAuyx-ap4

Bei der zunehmenden Digitalisierung geht es aber nicht nur um das Bezahlen. Insbesondere öffentliche Einrichtungen sind bemüht, möglichst alle Bürger (=Störenfriede) vom Amt fernzuhalten. Alles soll vom heimatlichen Sessel, wahlweise auch aus dem Strandkorb des FKK-Strandes an der Ostsee oder auch vom Klo aus erledigt werden können. Sei es nun der Antrag auf eine Baugenehmigung, die An- oder Ummeldung im Meldeamt, die Beantragung von Müllmarken oder die Termineinholung für die Trauung beim Standesamt, alles soll online erfolgen. Die skandinavischen Länder sind da bereits sehr weit fortgeschritten und haben den Bürger bereits weitgehend aus den Ämtern verbannt. Der Versuch, in Dänemark eine Steuererklärung abzugeben schlägt im Regelfall fehl und ist auch gar nicht nötig, da jede Öre, den der dänische Bürger irgendwo verdient dem Finanzamt in digitaler Form mitgeteilt wird. Selbst evtl. Krankheitstage bleiben der Finanzbehörde nicht verborgen. Dies gilt auch für Rechnungen von Versicherungen, und anderen „Finanzaktionen“ die bei uns als überaus sensibel gelten.

Dann die elektronische Patientenakte am Beispiel Dänemark: Einfach irre.
Während in Deutschland jeder behandelnde Arzt über seine Patienten eine Patientendatei verfügt, in der er den Krankheitsverlauf, jede einzelne Untersuchung, Überweisung zu Fachärzten, Medikationen, Schutzimpfungen und viele andere Dinge einträgt und diese Datei für sich unter Verschluss hält läuft das in Dänemark vollkommen anders. Dort wird die Patientendatei zentral bei sundhed.dk geführt. Jeder konsultierte Allgemeinmediziner, Facharzt oder Klinik hat Zugriff auf diese Datei und ist verpflichtet, jede Konsultation eines jeden Patienten zusammen mit den veranlassten Maßnahmen dort nach einem standardisierten Verfahren online einzutragen. So hat jeder Arzt eines jeden seiner Patienten sämtliche Arztbefunde mit Röntgenbildern, Diagnosen, Kuren und Therapien per Mausklick auf seinem Bildschirm, beginnend mit dessen Entbindung.
Vorteil für den behandelnden Hausarzt, Facharzt oder Klinik: Es müssen keinerlei Befunde von anderen Ärzten und medizinischen Institutionen angefordert werden. Der Patient ist für jeden Arzt aus medizinischer Sicht absolut gläsern. Zudem entfallen unnötige doppelte und dreifache Untersuchungen.

Aber auch für den Patienten hat die elektronische Gesundheitsakte Vorteile. So hat er selbst online Zugang zu seiner Patientenakte und weiß genau, was, da festgehalten wurde. Er ist praktisch in der Lage, seinem Arzt über die Schulter zu gucken.

Von derartigen digitalen Innovationen sind wir in Deutschland weit entfernt. Die „German Angst“ (s. Wikipedia) scheint allgegenwärtig.

Die Dänen treiben es jetzt auf die Spitze. Erklärtes Ziel der dortigen Regierung ist es das Portemonnaie des Bürgers vollkommen überflüssig zu machen. Auch soll dieses speckige Lederteil nicht mehr irgendwelche Karten beherbergen müssen. Die neueste Erfindung dazu, die diese Entwicklung fördert: Der digitale Führerschein auf dem Handy.
Jetzt bin selbst ich platt!


https://www.nordschleswiger.dk/de/daene ... smartphone

Ich unterhalte mich häufig mit unserem dänischen Nachbarn über diese Entwicklung.
(Zur Erklärung: Wir haben ein Haus im ländlichen Jütland, wo wir uns als jetzt Rentner zunehmend aufhalten)
Wie die meisten Dänen sieht dieser die genannte Entwicklung im digitalen Bereich recht positiv. Die Befürchtung von vielen Deutschen die meinen, dass z.B. die vielen Möglichkeiten der digitalen Kommunikation den Menschen vereinsamen lassen kann er nicht teilen. Ganz im Gegenteil ist er der Meinung, dass ihm die gegebenen technischen Möglichkeiten erlauben, sich viel mehr seiner Familie und Freunden zu widmen. Behördengänge waren immer mit viel Zeit und Umständen verbunden (Terminabsprachen, Wartezeiten, längere Autofahrten) und kosteten Geld.
Probleme mit Persönlichkeitsrechten, Datenschutz und dergl. werden in Dänemark nicht so eng gesehen wie bei uns. Das liegt vielleicht daran, dass die Dänen im Allgemeinen viel mehr als bei uns der Politik vertrauen nach dem Motto „die wissen schon was gut und richtig ist“.

Ob diese Einstellung so verkehrt sein kann? Zumindest sind die Dänen ein überaus zufriedenes Völkchen welches Gelassenheit, Gemütlichkeit und Zufriedenheit , dänisch „Hygge“, über alles stellen, sich nicht über alles und jenes aufregen und erst einmal alles positiv sehen.

Sollten wir uns vielleicht ein Beispiel an Dänemark nehmen, alles nicht so eng sehen und einfach positiver denken? Wie seht ihr diese Entwicklung? Wünscht ihr euch da Dänemark als Vorbild?
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon H2O » Mi 26. Sep 2018, 15:47

Da kann man einmal sehen, wie sehr die Dänen ihren Nachbarn vertrauen, daß die schon nichts Böses mit ihnen im Sinn haben. :)

Wir Deutschen haben in der Hinsicht aber ganz andere Erfahrungen mit uns selbst und mit unseren Nachbarn gemacht. Wenn schon unvermeidlich, dann sollte das Erfassungssystem ganz unbedingt diese Erfahrungen berücksichtigen. :|
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Raskolnikof » Mi 26. Sep 2018, 16:32

Schlechte Erfahrungen können aber auch jede positive Entwicklung bremsen. Aufgrund gemachter schlechter Erfahrungen würde ich neuen Entwicklungen trotzdem zunächst einmal positiv begegnen und nicht gleich schlechtreden. Die Dänen haben mit dieser Einstellung stets gute Erfahrungen gemacht und sind bisher nie zurück gerudert. Die elektronische Gesundheitsakte beispielsweise wurde in Dänemark bereits 2003 eingeführt während hier 15 Jahre später derartiges immer noch als undenkbar betrachtet wird.
Angedacht wurde derartiges in Deutschland auch. Herausgekommen ist dabei allerdings nur eine Sparausführung einzelner Krankenversicherungen wobei der Patient beispielsweise die Möglichkeit hat sich mit einer speziellen App an fällige Vorsorgeuntersuchungen oder Schutzimpfungen erinnern zu lassen.
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Ein Terraner » Mi 26. Sep 2018, 16:38

Das größte Problem ist schlicht das in Deutschland keinerlei Vertrauen beim Thema Datenschutz aufgebaut wurde, eher das Gegenteil war der Fall. Aber nach Jahrzehnten gierigen geifern nach Vorratsdaten ist das auch nicht verwunderlich.
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Raskolnikof » Mi 26. Sep 2018, 17:19

Das ist doch aber in Dänemark nicht anders. Die Gier nach (persönlichen) Daten ist dort genau so groß. Die Dänen sind da nur eben nicht so ängstlich. Beispiel Street View, Bestandteil von Google Maps. Während in Deutschland Google die digitale 360 Grad Erfassung der Straßen und Hausansichten deutscher Städte aufgrund massivster Proteste von Bürgern im Jahr 2011 einstellte (mit Österreich das einzige Land weltweit) sind die Bürger in anderen Ländern ganz heiß darauf. Dänemarks Städte werden jetzt bereits teils zum dritten Mal mit den bekannten Google-Autos mit der 360 Grad Kamera auf dem Dach abgefahren. In D. aber wurde Google mit Anträgen auf Verpixelung von Häusern und Grundstücken überschüttet was letztlich zur Aufgabe des Projekts bei uns führte.
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon H2O » Mi 26. Sep 2018, 17:33

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Sep 2018, 17:19)

Das ist doch aber in Dänemark nicht anders. Die Gier nach (persönlichen) Daten ist dort genau so groß. Die Dänen sind da nur eben nicht so ängstlich. Beispiel Street View, Bestandteil von Google Maps. Während in Deutschland Google die digitale 360 Grad Erfassung der Straßen und Hausansichten deutscher Städte aufgrund massivster Proteste von Bürgern im Jahr 2011 einstellte (mit Österreich das einzige Land weltweit) sind die Bürger in anderen Ländern ganz heiß darauf. Dänemarks Städte werden jetzt bereits teils zum dritten Mal mit den bekannten Google-Autos mit der 360 Grad Kamera auf dem Dach abgefahren. In D. aber wurde Google mit Anträgen auf Verpixelung von Häusern und Grundstücken überschüttet was letztlich zur Aufgabe des Projekts bei uns führte.


Vielleicht war das Phänomen "rumänische und bulgarische Einbrecherbanden" in Dänemark nicht so auffällig wie in Deutschland. Die konnten ihre Raubzüge in aller Klarheit vorbereiten mitsamt Fluchtwegen. Zum Verhängnis wurde ihnen dann ihr "generalstabsmäßiges" Vorgehen, das der Polizei den Einsatz von Programmen erlaubte, die die Einbruchswahrscheinlichkeit in bestimmten Stadtteilen aufzeigte. Da legte die Polizei sich dann eben auf die Lauer... mit Erfolg.

Also, so einfältig ist die Verpixelung der Wohngegenden gar nicht. Nebenbei: Ich kann mein Haus von oben recht gut erkennen... aber bei einem armen Rentner ist wirklich nichts zu holen. Zu dumm, wenn es solche Einbrecherbanden dennoch versuchten und meinen Haushalt mit ihrer Schatzsuche verwüsteten!
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Ein Terraner » Mi 26. Sep 2018, 17:46

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Sep 2018, 17:19)

Das ist doch aber in Dänemark nicht anders. Die Gier nach (persönlichen) Daten ist dort genau so groß.


Woher kommt da das Vertrauen ?
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Raskolnikof » Mi 26. Sep 2018, 17:52

H2O hat geschrieben:(26 Sep 2018, 17:33)
Nebenbei: Ich kann mein Haus von oben recht gut erkennen...

Verwechselst du da jetzt nicht die Satellitenansicht von Google Maps mit Street View?
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon JJazzGold » Mi 26. Sep 2018, 17:53

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Sep 2018, 15:04)

Die Digitalisierung schreitet immer weiter voran. Überall? Mitnichten! Bei uns ist davon nicht sehr viel zu sehen. In aller Welt steht die Digitalisierung in allen Lebensbereichen der Bürger und des öffentlichen Lebens ganz oben auf der Agenda. Kein Land und keine Regierung will da den Anschluss verpassen und möchte da ganz oben mitmischen und zeigen, zu was es fähig ist. Da machen auch Länder, denen manche Leute nicht einmal eine Steckdose zutrauen engagiert mit. Beispiel Indien: Das Bargeld ist da gerade am Aussterben. Es gibt Städte, da kann man mit Bargeld rein gar nichts mehr anfangen und selbst Banken sind in diesen Regionen immer seltener bereit Bargeld anzunehmen oder auszugeben. Behördengänge werden zunehmend überflüssig. Man geht nicht mehr ins Amt sondern öffnet seine App.

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Bei der zunehmenden Digitalisierung geht es aber nicht nur um das Bezahlen. Insbesondere öffentliche Einrichtungen sind bemüht, möglichst alle Bürger (=Störenfriede) vom Amt fernzuhalten. Alles soll vom heimatlichen Sessel, wahlweise auch aus dem Strandkorb des FKK-Strandes an der Ostsee oder auch vom Klo aus erledigt werden können. Sei es nun der Antrag auf eine Baugenehmigung, die An- oder Ummeldung im Meldeamt, die Beantragung von Müllmarken oder die Termineinholung für die Trauung beim Standesamt, alles soll online erfolgen. Die skandinavischen Länder sind da bereits sehr weit fortgeschritten und haben den Bürger bereits weitgehend aus den Ämtern verbannt. Der Versuch, in Dänemark eine Steuererklärung abzugeben schlägt im Regelfall fehl und ist auch gar nicht nötig, da jede Öre, den der dänische Bürger irgendwo verdient dem Finanzamt in digitaler Form mitgeteilt wird. Selbst evtl. Krankheitstage bleiben der Finanzbehörde nicht verborgen. Dies gilt auch für Rechnungen von Versicherungen, und anderen „Finanzaktionen“ die bei uns als überaus sensibel gelten.

Dann die elektronische Patientenakte am Beispiel Dänemark: Einfach irre.
Während in Deutschland jeder behandelnde Arzt über seine Patienten eine Patientendatei verfügt, in der er den Krankheitsverlauf, jede einzelne Untersuchung, Überweisung zu Fachärzten, Medikationen, Schutzimpfungen und viele andere Dinge einträgt und diese Datei für sich unter Verschluss hält läuft das in Dänemark vollkommen anders. Dort wird die Patientendatei zentral bei sundhed.dk geführt. Jeder konsultierte Allgemeinmediziner, Facharzt oder Klinik hat Zugriff auf diese Datei und ist verpflichtet, jede Konsultation eines jeden Patienten zusammen mit den veranlassten Maßnahmen dort nach einem standardisierten Verfahren online einzutragen. So hat jeder Arzt eines jeden seiner Patienten sämtliche Arztbefunde mit Röntgenbildern, Diagnosen, Kuren und Therapien per Mausklick auf seinem Bildschirm, beginnend mit dessen Entbindung.
Vorteil für den behandelnden Hausarzt, Facharzt oder Klinik: Es müssen keinerlei Befunde von anderen Ärzten und medizinischen Institutionen angefordert werden. Der Patient ist für jeden Arzt aus medizinischer Sicht absolut gläsern. Zudem entfallen unnötige doppelte und dreifache Untersuchungen.

Aber auch für den Patienten hat die elektronische Gesundheitsakte Vorteile. So hat er selbst online Zugang zu seiner Patientenakte und weiß genau, was, da festgehalten wurde. Er ist praktisch in der Lage, seinem Arzt über die Schulter zu gucken.

Von derartigen digitalen Innovationen sind wir in Deutschland weit entfernt. Die „German Angst“ (s. Wikipedia) scheint allgegenwärtig.

Die Dänen treiben es jetzt auf die Spitze. Erklärtes Ziel der dortigen Regierung ist es das Portemonnaie des Bürgers vollkommen überflüssig zu machen. Auch soll dieses speckige Lederteil nicht mehr irgendwelche Karten beherbergen müssen. Die neueste Erfindung dazu, die diese Entwicklung fördert: Der digitale Führerschein auf dem Handy.
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Ich unterhalte mich häufig mit unserem dänischen Nachbarn über diese Entwicklung.
(Zur Erklärung: Wir haben ein Haus im ländlichen Jütland, wo wir uns als jetzt Rentner zunehmend aufhalten)
Wie die meisten Dänen sieht dieser die genannte Entwicklung im digitalen Bereich recht positiv. Die Befürchtung von vielen Deutschen die meinen, dass z.B. die vielen Möglichkeiten der digitalen Kommunikation den Menschen vereinsamen lassen kann er nicht teilen. Ganz im Gegenteil ist er der Meinung, dass ihm die gegebenen technischen Möglichkeiten erlauben, sich viel mehr seiner Familie und Freunden zu widmen. Behördengänge waren immer mit viel Zeit und Umständen verbunden (Terminabsprachen, Wartezeiten, längere Autofahrten) und kosteten Geld.
Probleme mit Persönlichkeitsrechten, Datenschutz und dergl. werden in Dänemark nicht so eng gesehen wie bei uns. Das liegt vielleicht daran, dass die Dänen im Allgemeinen viel mehr als bei uns der Politik vertrauen nach dem Motto „die wissen schon was gut und richtig ist“.

Ob diese Einstellung so verkehrt sein kann? Zumindest sind die Dänen ein überaus zufriedenes Völkchen welches Gelassenheit, Gemütlichkeit und Zufriedenheit , dänisch „Hygge“, über alles stellen, sich nicht über alles und jenes aufregen und erst einmal alles positiv sehen.

Sollten wir uns vielleicht ein Beispiel an Dänemark nehmen, alles nicht so eng sehen und einfach positiver denken? Wie seht ihr diese Entwicklung? Wünscht ihr euch da Dänemark als Vorbild?


Und was machen die Leute, die kein Handy haben, oder ein so altes, dass sich keine App darauf installieren lässt?

Was ich mir wünsche, ist ein Weg in die Digitalisierung, die im Schulalter beginnt und von dort bis ins hohe Alter von einer Gesetzgebung und Regelung begleitet wird, die auch dem Misstrauischsten Sicherheit vermittelt. Nicht irgendein Hype, dem unüberlegt Folge geleistet wird, oder dem Folge zu leisten ist, ob man es will, oder nicht.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon MoOderSo » Mi 26. Sep 2018, 18:00

Ein Terraner hat geschrieben:(26 Sep 2018, 17:46)

Woher kommt da das Vertrauen ?

Die Dänen haben keine Gestapo oder Stasi erfunden.
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Raskolnikof » Mi 26. Sep 2018, 18:03

Ein Terraner hat geschrieben:(26 Sep 2018, 17:46)

Woher kommt da das Vertrauen ?

Das weiß ich (noch) nicht. Da werde ich bei meinem nächsten Schachabend mit meinem Nachbarn Jacob und einem (oder zwei oder...) alten Aquavit mal nachhaken (wenn ich wieder hochfahre so in zwei Wochen). Was ich weiß ist, dass die Dänen einfach ein größeres (Ur)Vertrauen in ihre gewählten Volksvertreter haben und die ihre Bürger nicht so häufig enttäuschen wie das bei uns der Fall ist. Die Dänen halten ihr Versprechen. Du weißt doch, Dänen lügen nicht. :)
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon H2O » Mi 26. Sep 2018, 18:06

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Sep 2018, 17:52)

Verwechselst du da jetzt nicht die Satellitenansicht von Google Maps mit Street View?


Ja, aber mit voller Absicht; denn auch diese hochauflösenden Luftaufnahmen haben einen hohen Informationswert... immerhin unterlegt mit Straßenkarten... und Hausnummern, wenn man das so will. Dafür führt die Luftwaffe in Syrien/Irak Aufklärungsflüge zur Zielaufklärung gegen den IS durch... nur 'mal so.
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon H2O » Mi 26. Sep 2018, 18:08

MoOderSo hat geschrieben:(26 Sep 2018, 18:00)

Die Dänen haben keine Gestapo oder Stasi erfunden.


Ja, die hatten ihre raubautzige Zeit vor ~1200 Jahren, und seitdem haben sie doch stark abgebaut! :D
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Teeernte » Mi 26. Sep 2018, 18:09

Schweiz ist da auch weit....und Du kannst schauen wieviel der Nachbar an Steuern zahlt....

Liegt aber am Regierungssystem .... ob die "Oberen" 10.000 noch ein Handy bedienen können.

Das Klientel sieht man bei Mäckes am Bestellautomaten..... dann aber doch herkömmlich bestellen... und für DEN Automaten sollte IQ 50 Diggethal reichen.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon H2O » Mi 26. Sep 2018, 18:10

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Sep 2018, 18:03)

...

... Du weißt doch, Dänen lügen nicht. :)


So geht das schon einmal los! :D
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Raskolnikof » Mo 7. Jan 2019, 15:27

Hier mal eine Aufzählung, wie weit es z.B. die Dänen mit der Digitalisierung gebracht haben und dabei nicht das Gefühl haben ausgespäht zu werden (Aufzählung sicher nicht vollständig):

Elektronische Gesundheitskarte
In DK gibt es keine Sozialversicherungen wie bei uns in D. Jeder Bürger ist da über den Staat krankenversichert. Die Beiträge für Arzt- und Krankenhausbehandlung sowie stationäre und ambulante Pflege werden über Steuern finanziert.
Jeder Arztbesuch von der Wiege bis zur Bahre wird zentral digital gespeichert. Egal ob Geburtsverlauf, spätere ambulante oder stationäre Behandlungen, OP-Berichte, Röntgenbilder, Kurmaßnahmen, Therapien, Verordnung von Medikamenten, Krankschreibungen und alles, was der Arzt so üblicherweise bei uns in die Karteikarte kritzelt geht unmittelbar noch während der Arztkonsultation in die Cloud. Aktenschränke mit Patientendaten (doppelte Aktenführung) sind Passé oder die Ausnahme.
Die Vorteile für behandelnde Ärzte oder Kliniken: Jeder behandelnde Arzt hat Zugang zu diesen Patientendaten sofern der Patient diesem nicht ausdrücklich widerspricht. Der Vorteil: Es müssen nicht erst Befundberichte von anderen Ärzten oder Kliniken angefordert werden. Der Arzt hat den gesamten Krankheitsverlauf, Behandlungs- und Therapieverlauf auf dem Schirm.
Der Vorteil für den Patienten: Auch er hat online den vollen Zugang zu seiner Patientenakte. Nichts wird vor ihm verborgen. Das wäre illegal.

Steuererfassung
Sämtliche steuerrelevanten Daten werden regelmäßig und nicht erst Ende des Jahres vom Arbeitgeber an die Finanzbehörde übermittelt. Dies gilt auch für steuerentlastende Beiträge für die Pflege von Angehörigen, Versicherungsbeiträgen, steuerentlastende Hilfen beim Hausbau oder Renovierung, bestimmten Anschaffungen etc. All diese Dinge bedürfen keiner Dokumentation oder Nachweises durch den Steuerpflichtigen.
Das macht die Steuererklärung für den Bürger äußerst einfach. Mehr als ein Online-ok ist da nicht erforderlich.

Führerschein
Dänemark führt den digitalen ID-Nachweis ein. Zunächst betrifft das den Führerschein. Da zückt dann zukünftig der Autofahrer bei einer Verkehrskontrolle nicht den „Lappen“ sondern das Smartphone.
Kommunikation mit Behörden
Sofern nicht ausdrücklich anders gewünscht erfolgt die grundsätzlich online. Der Empfang von wichtiger Post oder Bescheide müssen digital bestätigt werden.

Anmeldung im Kindergarten oder Schule
Grundsätzlich online

Einschreibung bei der Uni
Nichts einfacher als das: Es gibt ein Onlineformular für sämtliche Universitäten im Land. Ausnahmen bilden da nur einige private Institutionen. Nachdem der Bewerber seine CPR-Nr. (Sozialversicherungsnummer) eingegeben hat stehen da schon mal sämtliche persönliche Daten. Dann muss der Bewerber nur noch ein paar Häkchen setzen (für gewünschten Studienort, Studiengang, Zustimmung für eine begrenzte Einsicht in die elektronische Patientenakte, automatische Übermittlung von Zeugnissen (Abi). Ja, auch Schulzeugnisse werden in DK zentral erfasst.
Kurzum: Die Bewerbung bzw. Einschreibung erfordert für den dänischen Abiturienten nur wenige Minuten. Natürlich alles von zuhause aus und ohne irgendwelche Unterlagen, womöglich amtlich beglaubigt, einreichen zu müssen.

Bewerbungen
online

Bezahlen
Ein ganz heißes Eisen, welches bereits im Bargeldthread für Zündstoff sorgte.
Die Dänen scheinen kein gutes Verhältnis mehr zum Bargeld zu haben. Es wird überwiegend unbar bezahlt und zwar mit dem Smartphone. Mit dem Smartphone deshalb, weil das kontaktlose Bezahlen mit Karte ohne PIN-Eingabe nur bis 350 DKK ~ 47 Euro möglich ist.
Ein Bund Möhren auf dem Wochenmarkt mit dem Smartphone bezahlen? Kein Problem und völlig normal.
Diese digitale Bezahlwut geht so weit, dass die dänische Regierung es einigen ersten Geschäftsbereichen erlaubte, Bargeld als Zahlungsmittel abzulehnen. Bereits seit einigen Jahren verlangen einige Tankstellen, dass am Zapfsäulenautomaten unbar bezahlt wird. Kommt der Kunde in den Kiosk zum Bezahlen wird eine zusätzliche „Servicegebühr“ verlangt (Shell Viborg). Im örtlichen Baustoffhandel gibts bei unbarer Zahlung 3 Prozent Rabatt.
Die Urlauber in den Ferienorten an der Nord- und Ostsee bekommen von dieser Entwicklung nur wenig mit. Die Geschäftsleute wollen sich ja nicht den Ast absägen, auf dem sie sitzen und machen daher gute Mine zu deutschen Gewohnheiten.

“Online-Offenbarung“ am Beispiel Google Street View
Aufgrund geballter Kritik von offiziellen und selbst ernannten Datenschützern und tausenden Bürgeranträgen auf Verpixelung von Häusern, Wohnungen und sogar einzelnen Bäumen hat Google bereits 2011 weitere Aufnahmen deutscher Städte und Ortschaften mit ihren auf PKWs gepflanzten 360 Grad-Kameras eingestellt. Die bis dahin veröffentlichten Aufnahmen von einigen Städten sind veraltet und unvollständig. Somit sind Deutschland und Österreich die einzigen Staaten weltweit, die von der Möglichkeit, Städte und Ortschaften aus der Straßenperspektive online zu erfahren ausgeschlossen.
Die Dänen sind da äußerst gelassen und freuen sich jedesmal, wenn sie einen Google-Kamerawagen auf der Straße sehen und winken dem vielleicht noch zu während ein Deutscher sich wahrscheinlich hinter der nächsten Eiche oder Hausecke verkriechen würde.

All dieser geschilderte lockere Umgang mit der digitalen (Online)Technik scheint allen „Nordstaatlern“ völlig natürlich zu sein. In Finnland, Norwegen und Schweden sieht das kaum anders aus. Im Gegensatz zu uns sehen sie all die genannten Möglichkeiten im digitalen (Online)Bereich als Vorteile, die das Leben einfacher und unkomplizierter machen. Jeder Gang oder Fahrt zum Amt oder irgendeiner Institution die ihnen die Technik abnimmt und online erledigt werden kann sehen sie als Fortschritt. In Dänemark gibt es für diese Gelassenheit und Zufriedenheit der Bürger mit sich und der Welt sogar einen Namen: „Hygge“.

Vielleicht sollten die oder sagen wir mal viele Deutsche auch ein wenig hyggelig werden und nicht immer nur das Böse hinter jeder Ecke lauern sehen? Die Zeiten von Gestapo und Stasi sind doch vorbei verdammt noch mal! Kommt endlich rüber ins 21. Jahrhundert!

… oder versauert innerhalb der EU zum Entwicklungsland. Eine meiner Töchter lebt (der Liebe wegen) in Neuseeland und ist dort als Lehrerin glücklich. Sie beobachtet die Entwicklung hier in Deutschland und Europa aus der Ferne. Für kein Geld in der Welt würde sie in dieses Land, in dem sich jeder selbst ein Bein stellt zurückkehren wollen und versucht uns zum Nachkommen zu überreden, was durchaus möglich wäre.
Wenn wir hier nur nicht noch andere Bindungen hätten...
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon schokoschendrezki » Mo 7. Jan 2019, 15:55

Dänemark 5,77 Mio Ew.
Norwegen 5,31 Mio Ew.
Schweden 10,21 Mio Ew.
Finnland 5,50 Mio Ew.
Estland 1,32 Mio Ew.
Lettland 1,95 Mio Ew.
Litauen 2,85 Mio Ew.

Deutschland 82,79 Mio Ew.

Das ist schon mal ein Unterschied.

Es ist auch die Frage, ob "Akzeptanz" oder "Readiness" gemeint ist. In zumindest einem "Network Readiness Index" liegt Deutschland noch vor Dänemark (http://reports.weforum.org/global-information-technology-report-2015/network-readiness-index/). Die Akzeptanz dagegen ist wahrscheinlich geringer ausgeprägt.
"Ich kann keine Nation lieben, ich kann keinen Staat lieben, ich kann nur meine Freunde lieben." Hannah Arendt
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Quatschki » Mo 7. Jan 2019, 17:56

Raskolnikof hat geschrieben:(26 Sep 2018, 15:04)
Beispiel Indien: Das Bargeld ist da gerade am Aussterben. Es gibt Städte, da kann man mit Bargeld rein gar nichts mehr anfangen und selbst Banken sind in diesen Regionen immer seltener bereit Bargeld anzunehmen oder auszugeben. Behördengänge werden zunehmend überflüssig. Man geht nicht mehr ins Amt sondern öffnet seine App.

Wie verträgt sich das mit Meldungen, wonach hunderte Millionen Inder gar keinen Zugang zu Elektrizität haben? Und selbst da, wo Stromleitungen liegen, überall stinkende Dieselgeneratoren bereitstehen, um die häufigen Netzausfälle zu überbrücken?
Ich nehme mal an, dass man da zu einer Premium-Kaste gehören muß, um in einer durchdigitalisierten NobelNeighborhood performen zu dürfen?
Da wäre mir das chinesische Punktesystem noch lieber, wo jeder ein Account kriegt und entsprechend leveln kann
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Quatschki » Mo 7. Jan 2019, 18:02

In Deutschland werden übrigens immer noch Autos ohne Sprachsteuerung in Verkehr gebracht.
So ein schnödes "K.I.T.T., Starte Scheibenwischer!" sollte eigentlich mittlerweile jeder Dacia draufhaben!
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Re: Digital, digitaler, am Digatalsten…

Beitragvon Alter Stubentiger » Mo 7. Jan 2019, 18:03

Quatschki hat geschrieben:(07 Jan 2019, 17:56)

Wie verträgt sich das mit Meldungen, wonach hunderte Millionen Inder gar keinen Zugang zu Elektrizität haben? Und selbst da, wo Stromleitungen liegen, überall stinkende Dieselgeneratoren bereitstehen, um die häufigen Netzausfälle zu überbrücken?
Ich nehme mal an, dass man da zu einer Premium-Kaste gehören muß, um in einer durchdigitalisierten NobelNeighborhood performen zu dürfen?
Da wäre mir das chinesische Punktesystem noch lieber, wo jeder ein Account kriegt und entsprechend leveln kann


Aber auch in China gibt es noch Hunderte von Millionen die froh wären wenn sie sauberes Wasser und etwas zu essen haben. Man sollte sich nichts vormachen. In diesen Ländern ist Digitalisierung etwas für die Oberschicht und den gehobenen Mittelstand.
Niemand hat vor eine Mauer zu errichten (Walter Ulbricht)
...und die Mauer wird noch in 50 oder 100 Jahren stehen (Erich Honecker)

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