CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Moderator: Moderatoren Forum 4

Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 40777
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Tom Bombadil » Mi 25. Sep 2019, 16:19

Es wäre wirklich schön, wenn der Gesetzgeber Dummheit verbieten könnte, leider ist das nicht realistisch, selbst eigentlich intelligente Menschen hängen dummen Ideen nach.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Atue001
Beiträge: 489
Registriert: Fr 2. Aug 2019, 00:00

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Atue001 » Mi 25. Sep 2019, 21:53

Holzheizungen sind für bestimmte Problemstellungen eine ziemlich gute Lösung. Neubauten würde ich eher mit Wärmetauscher oder als Null-Energie-Häuser sehen. Bei Altbauten aber, wenn die Frage ist, dick zu dämmen, oder Holz zum heizen zu nehmen - dann kann Holz eine gute Alternative sein.
Benutzeravatar
MoOderSo
Beiträge: 8098
Registriert: Mo 2. Jun 2008, 23:54
Benutzertitel: (•̀ᴗ•́)و

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon MoOderSo » Mi 25. Sep 2019, 22:12

Da man aber aus Bauscham nicht mehr neu bauen soll, bleibt doch nur noch Altbausanierung.
Oder wir bauen alles aus Holz.
Macht den Druck auf die verbliebenen Wälder nicht kleiner.
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 26504
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon H2O » Mi 25. Sep 2019, 22:35

Atue001 hat geschrieben:(25 Sep 2019, 21:53)

Holzheizungen sind für bestimmte Problemstellungen eine ziemlich gute Lösung. Neubauten würde ich eher mit Wärmetauscher oder als Null-Energie-Häuser sehen. Bei Altbauten aber, wenn die Frage ist, dick zu dämmen, oder Holz zum heizen zu nehmen - dann kann Holz eine gute Alternative sein.


Nein, das ist leider nicht zu Ende überlegt. Auch sehr gutes Brennholz setzt Feinstäube frei, die in Ballungsgebieten besser vermieden werden sollten. Ansonsten haben Sie Recht: Man könnte mit Holz aus heimischer Erzeugung eine Kreislaufwirtschaft aufbauen. Auf dem platten Lande in Alleinlage vielleicht vertretbar; ich habe eine Holzheizung als Energiequelle (Heizung, Warmwasser) im Winter, wenn mit Solarwärme nichts zu machen ist. Die brauche ich in der kalten Jahreszeit systematisch jeden 2. Tag drei bis vier Stunden lang.

Dick dämmen, gute Fenster und Türen: Die beste Energie ist immer die, die man gar nicht erst braucht!
Atue001
Beiträge: 489
Registriert: Fr 2. Aug 2019, 00:00

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Atue001 » Mi 25. Sep 2019, 23:23

H2O hat geschrieben:(25 Sep 2019, 22:35)

Nein, das ist leider nicht zu Ende überlegt. Auch sehr gutes Brennholz setzt Feinstäube frei, die in Ballungsgebieten besser vermieden werden sollten. Ansonsten haben Sie Recht: Man könnte mit Holz aus heimischer Erzeugung eine Kreislaufwirtschaft aufbauen. Auf dem platten Lande in Alleinlage vielleicht vertretbar; ich habe eine Holzheizung als Energiequelle (Heizung, Warmwasser) im Winter, wenn mit Solarwärme nichts zu machen ist. Die brauche ich in der kalten Jahreszeit systematisch jeden 2. Tag drei bis vier Stunden lang.

Dick dämmen, gute Fenster und Türen: Die beste Energie ist immer die, die man gar nicht erst braucht!


Ich habe geschrieben, dass Holz eine Lösung für bestimmte Fragestellungen ist......
Wenn man zu Ende überlegt, wird klar, dass eine gute Dämmung schon bei der Herstellung eine ganze Menge CO2 verbraucht. Weitere Schadstoffe werden dabei auch generiert. Und: Für eine ganze Reihe an Häusern ist eine Dämmung nur schwer herstellbar - und wenn schon gedämmt wird, dann bitte nachhaltig und nicht mit Stoffen, die ihrerseits wieder problematisch sind, und alle 30 Jahre ausgetauscht werden müssen.....

Gerade im Bereich der Bestandsbauten haben wir viele, die nicht nur gebaut, sondern darüber hinaus noch zu einem späteren Zeitpunkt auch nochmals erweitert wurden. Solche Gebäude sind in der Dämmung schwierig. Schimmelbildung ist eine beständige Gefahr. Sofern die Fassade noch gut in Schuss ist, ist eine Dämmung auch teuer und wenig effektiv. Ein guter Putz hält auch schon mal 70 Jahre - warum soll ich den austauschen, bevor der sein Lebensende erreicht hat? Eine gute Heizung hält vielleicht 30-40 Jahre.....das wären schon gute Werte. Wenn ich da eine Bestandsölheizung durch eine Pelletsheizung ersetze, bevor ich 30 Jahre später tatsächlich in die Fassadenerneuerung mit Dämmung einsteige, dann ist das äußerst effektiv.

Feinstaub ist ein Thema, aber kein Problem. Heute verkauft man moderne Pelletheizungen mit Feinstaubfiltern.

Ich gehe nicht davon aus, dass es sinnvoll ist, 100% mit Holz zu heizen......aber es gibt eine Reihe an Themenstellungen, da ist eine moderne Pelletheizung auf jedem Fall eine sehr gute Wahl und in jedem Fall besser, als eine zu frühe Fassadendämmung dann noch mit schwierigen Dämmstoffen in kritischen Gemäuern. Die Gesamtökobilanz spricht dann häufig genug für moderne Pelletheizungen - dazu kommt, dass derzeit der deutsche Wald weitaus mehr Pellettaugliches Holz liefert, als tatsächlich abgenommen wird. Und zwar um Faktoren - da kann man noch so manche alte Ölheizung effektiv durch Pellets ersetzen!
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 26504
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon H2O » Mi 25. Sep 2019, 23:58

Sie haben sich mit dem Thema offensichtlich auseinander gesetzt. Pelletheizungen hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Da läuft ja auch etwas geregelt und gesteuert ab; da kann man sich Feinstaubfilter vorstellen, klare Sache.

Für wasserführende Kaminöfen sind mir Feinstaubfilter bisher nicht aufgefallen. Ich kann mir die auch nicht so einfach vorstellen bei den Temperaturen, die ein Hackschnitzelfeuer entwickelt. Aber wenn man gezielt sucht...

Bei den Dämmstoffen habe ich gute Erfahrungen mit Zellulose-Mehl gemacht, das in Hohlräume der Außenwände/der Decke/des Fußbodens eingeblasen wird. Natürlich ist die Zellulose schädlingssicher mit bestimmten Salzen angefertigt... aber ansonsten ist das wohl ein ganz naturnaher Dämmstoff. Bei ~20 cm Dämmschicht bleiben keine Wünsche offen.

Altbauten könnte man kapseln mit 2 Schichten außen, wobei die Innere Schicht mit dem alten Mauerwerk einen 20 cm-Hohlraum für die Zellulose bildet, die äußere Schicht einen durchlüfteten Hohlraum für die Trocknung der ausdringenden Feuchte darstellt. Billig ist das sicher nicht, aber sehr wirksam!
Atue001
Beiträge: 489
Registriert: Fr 2. Aug 2019, 00:00

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Atue001 » Do 26. Sep 2019, 23:48

H2O hat geschrieben:(25 Sep 2019, 23:58)

Sie haben sich mit dem Thema offensichtlich auseinander gesetzt. Pelletheizungen hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Da läuft ja auch etwas geregelt und gesteuert ab; da kann man sich Feinstaubfilter vorstellen, klare Sache.

Für wasserführende Kaminöfen sind mir Feinstaubfilter bisher nicht aufgefallen. Ich kann mir die auch nicht so einfach vorstellen bei den Temperaturen, die ein Hackschnitzelfeuer entwickelt. Aber wenn man gezielt sucht...

Bei den Dämmstoffen habe ich gute Erfahrungen mit Zellulose-Mehl gemacht, das in Hohlräume der Außenwände/der Decke/des Fußbodens eingeblasen wird. Natürlich ist die Zellulose schädlingssicher mit bestimmten Salzen angefertigt... aber ansonsten ist das wohl ein ganz naturnaher Dämmstoff. Bei ~20 cm Dämmschicht bleiben keine Wünsche offen.

Altbauten könnte man kapseln mit 2 Schichten außen, wobei die Innere Schicht mit dem alten Mauerwerk einen 20 cm-Hohlraum für die Zellulose bildet, die äußere Schicht einen durchlüfteten Hohlraum für die Trocknung der ausdringenden Feuchte darstellt. Billig ist das sicher nicht, aber sehr wirksam!


Es spricht nichts gegen Dämmen - vor allem nicht, wenn es gut gemacht wird, also beispielsweise nicht mit Kunststoffen, sondern mit nachhaltigen Naturstoffen (wie sie ja beispielhaft aufgeführt haben)
Für eine ganzheitliche Betrachtung muss man dennoch jedes einzelne Objekt individuell unter die Lupe nehmen. Pauschale Lösungen, die alle Objekte gleich behandeln, sind deshalb in aller Regel wenig geeignet.
Ein guter Anlass für eine Dämmung ist beispielsweise, dass die Fassade (der Putz) erneuert werden muss, weil er nicht mehr dicht ist. Diesen Zeitpunkt sollte man in jedem Fall nutzen, um dann gleichzeitig auch über eine Dämmung möglichst mit Naturstoffen nachzudenken. Ist der Putz aber noch in Ordnung, wird eine Vorschnelle Erneuerung des Putzes dazu führen, dass sich die CO2-Bilanz verschlechtert. Dann ist der Umstieg auf Pellets, eine moderne Hackschnitzelheizung oder auch eine moderen Wärmetauscherheizung die bessere Wahl. Was genau richtig ist, muss von Objekt zu Objekt entschieden werden - aber Pelletheizungen und für größere Objekte Hackschnitzelheizungen sind durchaus attraktiv und mit Feinstaubfilter auch eine echte Alternative.

Insbesondere dann, wenn eine Ölheizung oder eine Kohleheizung ersetzt wird - denn dann kann man die Lagerfläche für Öl oder Kohle für den Pellte/Hackschnitzelspeicher nutzen.

Ist kein Speicherraum vorhanden, ist eine moderne Gasheizung eine gute Alternative. Diese ist extrem preiswert - und man kann ja dann ggf. einen Vertrag mit einem Biogasanbieter abschließen....kostet derzeit relativ wenig mehr, ist dann aber halbwegs nachhaltig. Speicherräume können aber durchaus sowohl feuchte (und verschimmelte) Kellerräume sein, als auch nicht ausgebaute Dachgeschosse - was genau geht oder auch nicht, hängt wirklich individuell vom einzelnen Gebäude ab.

In jedem Fall empfehle ich vor jeder geplanten Maßnahme die Abstimmung mit einem Architekten oder Energieexperten, der sich das konkrete Objekt anschaut und die geplante Maßnahme bewertet. Oft wissen diese Experten auch, wie die aktuelle Fördersituation für einzelne Maßnahmen durch den Bund und die Länder ist. Viele Maßnahmen werden beispielsweise über günstige KFW-Kredite oder KFW-Förderprogramme gesponsort - auch das kann maßgeblich die individuelle Entscheidung für die ein oder andere Maßnahme beeinflussen.

Pauschal jedes Bauobjekt in Deutschland mit einer dicken Dämmung zu versorgen wäre genauso kontraproduktiv wie die Heizungen einfach weiter wie bisher zu betreiben.
100% Pelletheizungen wäre aber auch nicht zu empfehlen......
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 26504
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon H2O » Fr 27. Sep 2019, 00:34

Pauschal jedes Bauobjekt in Deutschland mit einer dicken Dämmung zu versorgen wäre genauso kontraproduktiv wie die Heizungen einfach weiter wie bisher zu betreiben.
100% Pelletheizungen wäre aber auch nicht zu empfehlen......


Das ist doch klar; man muß an jedes Objekt mit einer gründlichen Vorstudie heran gehen, um die bestmögliche Energiesparmaßnahme zu finden. Vielleicht ist ein Faustwert praktisch, daß die Investition sich in 10 Jahren durch die Einsparung vollständig bezahlt gemacht hat. So rechnen ja auch etliche Photovoltaikanbieter.

Mich beeindruckt die "diffusionsoffene" Bauweise bei Energiesparhäusern. Ein Anbieter bietet an, eine Scheune als tragfähiges Bauwerk in ein solches Haus zu verwandeln. Das wäre praktisch ein Neubau. Man müßte für Altbauten auch den umgekehrten Weg verfolgen, und dort, wo das möglich ist, um ein bestehendes Haus herum eine Dämmschicht aufbauen, die von Luft aus einem Wintergarten außen umströmt wird.

Ein solches Haus kann man im Winter bei -15 °C mit 3 kW Heizleistung auf 20 °C halten, Warmwasser für 2 Personen eingeschlossen. Aber man muß sehr auf vernünftiges Lüftungsverhalten achten!
Atue001
Beiträge: 489
Registriert: Fr 2. Aug 2019, 00:00

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Atue001 » Sa 28. Sep 2019, 00:33

H2O hat geschrieben:(27 Sep 2019, 00:34)

Das ist doch klar; man muß an jedes Objekt mit einer gründlichen Vorstudie heran gehen, um die bestmögliche Energiesparmaßnahme zu finden. Vielleicht ist ein Faustwert praktisch, daß die Investition sich in 10 Jahren durch die Einsparung vollständig bezahlt gemacht hat. So rechnen ja auch etliche Photovoltaikanbieter.

Mich beeindruckt die "diffusionsoffene" Bauweise bei Energiesparhäusern. Ein Anbieter bietet an, eine Scheune als tragfähiges Bauwerk in ein solches Haus zu verwandeln. Das wäre praktisch ein Neubau. Man müßte für Altbauten auch den umgekehrten Weg verfolgen, und dort, wo das möglich ist, um ein bestehendes Haus herum eine Dämmschicht aufbauen, die von Luft aus einem Wintergarten außen umströmt wird.

Ein solches Haus kann man im Winter bei -15 °C mit 3 kW Heizleistung auf 20 °C halten, Warmwasser für 2 Personen eingeschlossen. Aber man muß sehr auf vernünftiges Lüftungsverhalten achten!


Ja - mich fasziniert so etwas auch. Allerdings funktioniert auch das nur, wenn der "Umbau" nicht mehr kostet, als die Dämmung oder gar der Neubau.
Solange man bereit ist, individualisierte optimierte Lösungen zu finden, wird sich diese auch finden.
Leider sind zu wenige Menschen bereit, mal in dieser Breite zu denken.....
Benutzeravatar
H2O
Moderator
Beiträge: 26504
Registriert: So 13. Sep 2015, 13:49

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon H2O » Sa 28. Sep 2019, 08:12

Atue001 hat geschrieben:(28 Sep 2019, 00:33)

Ja - mich fasziniert so etwas auch. Allerdings funktioniert auch das nur, wenn der "Umbau" nicht mehr kostet, als die Dämmung oder gar der Neubau.
Solange man bereit ist, individualisierte optimierte Lösungen zu finden, wird sich diese auch finden.
Leider sind zu wenige Menschen bereit, mal in dieser Breite zu denken.....


Leider muß ich gestehen, daß "mein" Konzept teurer ist als eine der üblichen Dämmungsmaßnahmen. Immerhin muß man zwei Schalen und einen Wintergarten vorsehen, wenn man die volle Wirkung erzielen will: Eine erste Schale muß im Abstand 20 cm vor die Altbausubstanz gesetzt werden, und eine zweite Schale noch einmal 15 cm davor. Zwischen Altbauwand und 1. Schale wird Zellulosemehl eingeblasen, zwischen der äußeren Schale und inneren Schale mit der Dämmschicht muß Luft strömen können. Man muß also sorgfältig auf die Strömungswege achten, mit dem Wintergarten als "Antrieb". Dann kann Feuchtigkeit aus dem Inneren des Hauses durch die Dämmschicht bis in die Luftschicht vordringen, wo sie dann fortgetragen wird. Fenster und Türen und Dachüberstand müssen angepaßt werden, damit der Eindruck einer Ritterburg vermieden wird. Aber man spart systematische Entlüftung des Innenhauses; in der Küche eines Normalhaushalts ist so etwas ja kaum zu vermeiden.

In meinem Haus öffne ich die Tür zum Wintergarten, um Kochdünste rasch los zu werden. Aber das war auch von vornherein so geplant worden. Im Bereich der Bäder habe ich große Fenster eingesetzt, um Toilettengerüche und Wasserdampf rasch ins Freie leiten zu können. Nur dann stimmt die Geschichte mit den 3 kW maximaler Heizleistung.
Audi
Beiträge: 6476
Registriert: Di 22. Mär 2016, 11:57

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Audi » Mo 30. Sep 2019, 08:18

Es gibt eine Petition

ABLEHNUNG DER CO2-STEUER/BEPREISUNG

Begründung
Eine Steuer darf laut Gesetzgebung grundsätzlich nicht zweckgebunden sein. Daher ist fest davon auszugehen, dass eine CO2-Steuer/Bepreisung weder für den Klima- noch den Umweltschutz verwendet wird, wie der Name es impliziert. Eine solche Steuer wird zudem generell von Unternehmen an ihre Kunden weitergereicht, so dass am Ende dennoch Bürger/innen die Mehrkosten trägt und nicht etwa das klimaschädlich produzierende/agierende Unternehmen selbst. Zudem haben wir mit der EEG-Umlage längst eine Steuer, die effektiv für den gleichen Zweck eingeführt und dann zweckentfremdet wurde und wird.

ZUSATZ: Hinzu kommt die Ökosteuer, die Bürger/innen ebenfalls seit Jahren bezahlen. Der CO2-Ausstoß eines KFZ wird ebenfalls bereits seit 07/2009 über die KFZ-Steuer bepreist. Das alles ist mehr als genug finanzieller Beitrag, den die Bürger/innen leisten.

Problematisch wird es bei solchen zusätzlichen Belastungen vor allem, wenn dadurch essenzielle Lebenserhaltungskosten z. B. für Benzin/Diesel/Gas/Strom steigen. Die Bürger/innen können in den meisten Fällen schlichtweg nicht weniger Auto fahren oder Heizen, da sie ihren Verbrauch schon lange durch die generell ständig steigenden Kosten maximal optimiert haben. Weitere Steigerungen werden den Verbrauch daher nur bei wenigen Bürger/innen mindern, bei allen anderen wird es effektiv nur zu noch weniger Kaufkraft oder Schlimmerem führen.

Da das Volk zwangsweise die Kosten tragen muss, hierzu aber nicht befragt wurde, soll hiermit die Einführung einer CO2-Steuer/Bepreisung als Teil des Klimapaketes abgelehnt werden.

Ein Klimapaket sollte dem Klima direkt zugute kommen, Umweltverschmutzung mindern und Umweltsünder konkret bestrafen. Hierzu zählt jedoch nicht, die Bürger/innen abermals mit zusätzlichen Steuern/Abgaben zu belasten, ohne dass diese Mehrkosten ausschließlich und verpflichtend für echten Umweltschutz genutzt werden. Deutsche Bürger/innen zahlen bereits mehr als genug Steuern, Abgaben und Sozialbeiträge, die schlichtweg intransparent verpuffen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung
https://www.openpetition.de/petition/on ... g?direct=1

Ich habe da unterschrieben und finde die Begründung treffend. Die 50 tausender Marke ist fast geknackt.
Ich bin gespannt welche Richtung diese Hysterie nimmt
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 40777
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Tom Bombadil » Mo 30. Sep 2019, 08:22

Audi hat geschrieben:(30 Sep 2019, 08:18)

Das alles ist mehr als genug finanzieller Beitrag, den die Bürger/innen leisten.

Ich verweise in dem Zusammenhang auf diesen Strang: viewtopic.php?f=70&t=69000 Es wird von den Menschen so viel wie nie einkassiert, aber der Ausbau der EE ist rückläufig.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19272
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Teeernte » Mo 30. Sep 2019, 10:54

Audi hat geschrieben:(30 Sep 2019, 08:18)

Es gibt eine Petition

ABLEHNUNG DER CO2-STEUER/BEPREISUNG

Begründung
Eine Steuer darf laut Gesetzgebung grundsätzlich nicht zweckgebunden sein.


(Eine Tür ist grundsätzlich geschlossen.....trotzdem kommt man durch.)

Ich persönlich befürworte eine CO2 Steuer.

ob Du nun 20 Cent für den Liter Sprit mehr zahlst - für die neuen "Fummel" 7 Euro....für das schnelle Internet /Funktelefon je 1 Euro am Tag .... das Fernsehen 10 Cent am Tag...die Kilowattstunde 4 Cent..... und die KUGEL EIS dann noch mal 50 Cent....

Es sollen doch DIE bluten - die hier wirklich UMWELT verbrauchen.

ModeFREAKS, Schuhkäufer...Smoothietrinker....


Wie oft muss ein MANN® wirklich Wäsche waschen...Heizung anmachen....oder duschen ... wenn es teuer wird .... (oder neue Sachen kaufen ?)

Wenn "Chemie" ihren Umweltbeitrag kostet... Verpackung, Transport.... es muss keine Heidelbeeren aus Peru im NP geben.

Wenn TIEFKÜHLWARE je Kilo dann einen Drittel von Spritaufschlag hat - wird man BEMERKEN dass die Energie eigentlich im WOHLSTAND steckt !

Die Deppen wissen doch garnicht - wo WIRKLICH die Energie verpulvert wird ! (Das was heute TEUER ist - wird dann das Doppelte kosten.)
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

Zurück zu „42. Energie - Umweltschutz“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast