CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

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Schlettow
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Schlettow » Sa 17. Aug 2019, 00:12

3x schwarzer Kater hat geschrieben:(16 Aug 2019, 22:23)
Na diejenigen, die das als Beruf attraktiv finden.


Wer soll das in Zukunft sein, wenn keine Kinder mehr geboren werden?
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Schlettow » Sa 17. Aug 2019, 00:14

Liegestuhl hat geschrieben:(16 Aug 2019, 22:26)
Es wird auch im Alter genügend Menschen auf der Welt geben, die pflegen können.


Aber nur, wenn Menschen heute Kinder bekommen. Was Du aber ablehnst. Irgendwie paradox.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Atue001 » Sa 17. Aug 2019, 00:16

Schlettow hat geschrieben:(17 Aug 2019, 00:14)

Aber nur, wenn Menschen heute Kinder bekommen. Was Du aber ablehnst. Irgendwie paradox.


Wie viele Pflegekräfte braucht es denn? Und warum?
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon jack000 » Sa 17. Aug 2019, 00:48

Diese ganze "Kinder oder nicht"-Diskussion ist sicherlich ein Teil des Themas, aber nicht der eigentliche Gegenstand der Diskussion zum Thema ....
DU30:
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Gruwe » So 18. Aug 2019, 12:57

jack000 hat geschrieben:(17 Aug 2019, 00:48)

Diese ganze "Kinder oder nicht"-Diskussion ist sicherlich ein Teil des Themas, aber nicht der eigentliche Gegenstand der Diskussion zum Thema ....


Absolut richtig!
Daher hier mal die Maßnahmen, die ich selbst privat umsetze (wobei ich vieles davon schon immer mache):

- Möglichst alternative Verkehrsmittel statt das Privat-Kfz nutzen: Wir haben mit 3 Personen (2 Erwachsene, 1 Kleinkind) nur 1 Auto. Fahre in der Regel mit dem ÖPNV bzw. dem Fahrrad
- Lebensmittel effizienter nutzen
- Strom sparen bzw. alte Geräte durch neuere, effizientere Geräte ersetzen
- Konsum überdenken (man kauft viel aus einer Laune heraus, Imitationseffekt minimalisieren)
- Fernreisen habe ich eh nie gemacht, mir ist wichtig, dass ich meine eigene Heimat besser kenne als Mallorca (ganz plakativ ausgedrückt)
- Effizienter Heizen (Programmierbare Heizungsthermostate, etc.)
- Habe meinen Fleischkonsum deutlich reduziert (hat auch gesundheitlich was gebracht) und bevorzuge regionale, saisonale Lebensmittel. Generell finde ich, dass hochwertige Lebensmittel an Wertschätzung verloren haben, auch wenn ich meine, in den letzten Jahren einen Gegentrend zu erkennen ( auch wenn man dieses hybride Kaufverhalten ja sehr gut beobachten kann). Würden Dritte besser beobachten können, dass man sich hochwertige Lebensmittel gönnt, sähe das meines Erachtens anders aus. So bleibt es etwa aus Prestigegründen eben lieber bei der chicen Uhr oder dem dicken Auto.
- Kinder nachhaltig erziehen (ist aus meiner Sicht die deutlich sinnvollere Methode)

Gibt sicherlich viele Dinge, die man machen kann. Häufig wird es aber nicht gemacht, weil man den Aufwand zu hoch einschätzt, was ich sehr gut bei mir selbst beobachten konnte. Letzten Endes war die Umstellung aber doch nicht mit hohem Aufwand verbunden und hatten letzten Endes doch eher was Positives an sich!
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon imp » Mo 19. Aug 2019, 21:46

Der vorzeitige Ersatz von Altgeraeten ist in vielen Faellen oekologisch nicht foerderlich. Das gilt auch dann, wenn neuere Geraete sparsamer funktionieren.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Liegestuhl » Mo 19. Aug 2019, 21:53

Schlettow hat geschrieben:(17 Aug 2019, 00:14)

Aber nur, wenn Menschen heute Kinder bekommen. Was Du aber ablehnst. Irgendwie paradox.


Ich lehne es nicht ab, dass Menschen Kinder bekommen.

Ich sage nur, dass Menschen etwas gegen den CO2-Ausstoß tun können, wenn sie keine Kinder mehr bekommen. Das bedeutet ja nicht, dass plötzlich alle mit dem Kinderkriegen aufhören. So wichtig ist das Klima nun auch wieder nicht.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon imp » Mo 19. Aug 2019, 21:54

Gruwe hat geschrieben:(18 Aug 2019, 12:57)

Absolut richtig!
Daher hier mal die Maßnahmen, die ich selbst privat umsetze (wobei ich vieles davon schon immer mache):

- Möglichst alternative Verkehrsmittel statt das Privat-Kfz nutzen: Wir haben mit 3 Personen (2 Erwachsene, 1 Kleinkind) nur 1 Auto. Fahre in der Regel mit dem ÖPNV bzw. dem Fahrrad
- Lebensmittel effizienter nutzen
- Strom sparen bzw. alte Geräte durch neuere, effizientere Geräte ersetzen
- Konsum überdenken (man kauft viel aus einer Laune heraus, Imitationseffekt minimalisieren)
- Fernreisen habe ich eh nie gemacht, mir ist wichtig, dass ich meine eigene Heimat besser kenne als Mallorca (ganz plakativ ausgedrückt)
- Effizienter Heizen (Programmierbare Heizungsthermostate, etc.)
- Habe meinen Fleischkonsum deutlich reduziert (hat auch gesundheitlich was gebracht) und bevorzuge regionale, saisonale Lebensmittel. Generell finde ich, dass hochwertige Lebensmittel an Wertschätzung verloren haben, auch wenn ich meine, in den letzten Jahren einen Gegentrend zu erkennen ( auch wenn man dieses hybride Kaufverhalten ja sehr gut beobachten kann). Würden Dritte besser beobachten können, dass man sich hochwertige Lebensmittel gönnt, sähe das meines Erachtens anders aus. So bleibt es etwa aus Prestigegründen eben lieber bei der chicen Uhr oder dem dicken Auto.
- Kinder nachhaltig erziehen (ist aus meiner Sicht die deutlich sinnvollere Methode)

Gibt sicherlich viele Dinge, die man machen kann. Häufig wird es aber nicht gemacht, weil man den Aufwand zu hoch einschätzt, was ich sehr gut bei mir selbst beobachten konnte. Letzten Endes war die Umstellung aber doch nicht mit hohem Aufwand verbunden und hatten letzten Endes doch eher was Positives an sich!

Wenn Putz oder Fenster am Haus das Renovierungsalter erreichen, hochwertige Fenster oder Dämmung nachruesten. Keller kann man bei geeigneter Bauhoehe mit wenig Aufwand und geringen kosten zum Erdgeschoss hin nachdaemmen, das erfordert handwerklich kein grosses Koennen. Erhoeht vor allem die gefuehlte Raumtemperatur und senkt die Heizneigung.

Was im Bestand bisher schwer nachzuruesten geht sind energiesparende Lufttausch-Konzepte statt Dauerlueften.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Kamikaze » Fr 20. Sep 2019, 10:51

Was ich persönlich tue, um meinen Umwelt-Fußabdruck zu verringern:

> wenig Fleisch und Soja essen
> Gemüse möglichst aus der Region, und saisonal einkaufen (klappt leider nicht immer)
> eigenes Gemüsebeet und Obstbäume
> kleines Auto und Anhänger (bei Bedarf), statt dauerhaft Riesenkutsche
> im Sommer Roller und Fahrrad statt Auto (ÖPNV gibt es bei mir leider nicht)
> kurze Strecken zu Fuß oder mit dem Fahrrad (Ausnahme: Feuerwehr-Einsätze - da spare ich lieber motorisiert wertvolle Minuten)
> Geräte möglichst lange nutzen
> reparieren (so weit ich es kann) statt wegwerfen
> Im Garten: Holz und Metall statt Plastik (wo es sinnvoll substituierbar ist)
> PV und Thermosolar auf dem Dach
> Ecosia statt Google
> Stofftaschen und Körbe statt Plastiktüten (und alles so lange verwenden, wie es geht)
> Wärmepumpe statt Ölheizung
> regelmäßiges nachpflanzen von Bäumen (die Keimlinge wachsen hier im Garten ohnehin wie verrückt)
> Eco-Programme an Wasch- und Spülmaschine
> Wäscheleine statt Trockner (wenn möglich)
> Kompost statt Mülltonne (für entsprechend geeignetes Material)

das ist zumindest das, was mir so auf die Schnelle einfällt.

Ein großes Ärgernis ist für mich übrigens die Plastik-Flut. Seit etlichen Jahren wird der Plastikabfall, der in meinem Haushalt anfällt beständig mehr, und das obwohl ich inzwischen versuche Mehrfach- und Tresorverpackungen zu vermeiden. Leider sind bei vielen Paketen enorme Mengen von Plastik als Polstermaterial verwendet (oft anstelle eines Kartons in passender Größe zu verwenden).
Wer viel kluges sagt ist klug,
wer zuhört ist weise.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon John Galt » Sa 21. Sep 2019, 05:17

imp hat geschrieben:(19 Aug 2019, 21:54)

Wenn Putz oder Fenster am Haus das Renovierungsalter erreichen, hochwertige Fenster oder Dämmung nachruesten. Keller kann man bei geeigneter Bauhoehe mit wenig Aufwand und geringen kosten zum Erdgeschoss hin nachdaemmen, das erfordert handwerklich kein grosses Koennen. Erhoeht vor allem die gefuehlte Raumtemperatur und senkt die Heizneigung.


Neue Fenster ohne Dämmung ist eine sehr schlechte Idee, da holt man sich nur den Schimmel ins Mauerwerk. Oftmals reicht es einfach die Fenster neu zu lackieren.

Neue Dämmung ist man schnell bei mehreren Zehntausend Euro, dafür dass man ein paar läppische Hundert Euro an Heizkosten spart. Das rechnet sich im Leben nicht, leider fallen immer wieder Leute auf den Öko-Blödsinn rein und zerstören aus Langeweile ihre Häuser mit Wärmebrücken.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon imp » Sa 21. Sep 2019, 07:31

John Galt hat geschrieben:(21 Sep 2019, 05:17)

Neue Fenster ohne Dämmung ist eine sehr schlechte Idee, da holt man sich nur den Schimmel ins Mauerwerk. Oftmals reicht es einfach die Fenster neu zu lackieren.

Kombiniert ist besser. In jedem Fall braucht ein gut gedaemmtes Haus ordentliche, regelmaessige Lueftung.

Neue Dämmung ist man schnell bei mehreren Zehntausend Euro, dafür dass man ein paar läppische Hundert Euro an Heizkosten spart. Das rechnet sich im Leben nicht, leider fallen immer wieder Leute auf den Öko-Blödsinn rein und zerstören aus Langeweile ihre Häuser mit Wärmebrücken.

Insbesondere die Dachdaemmung stabilisiert die Temperaturen im Haus im Sommer und Winter. Das erhoeht die Haktbarkeit der Baumateriale. Mal abgesehen von Lebensqualitaet, die man da erzielt.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Atue001 » Sa 21. Sep 2019, 23:36

imp hat geschrieben:(21 Sep 2019, 07:31)
Insbesondere die Dachdaemmung stabilisiert die Temperaturen im Haus im Sommer und Winter. Das erhoeht die Haktbarkeit der Baumateriale. Mal abgesehen von Lebensqualitaet, die man da erzielt.


Eine Dämmung der Kellerdecke kostet relativ wenig und kann auch in Selbstmontage gut gemacht werden. Sie bringt zwar "nur" ca. 5% Einsparungen bei den Heizkosten, aber wesentlicher ist, dass sie den Fußboden wärmer erscheinen lässt, was einen Wohlfühlfaktor bringt. Je nach Bauweise des Hauses kann man danach auch mit 1-2 Grad weniger in den Räumen im Erdgeschoss auskommen - das spart dann nochmals Heizkosten extra.

Trotzdem - für ältere Häuser ist Dämmung nicht immer eine gute Lösung. Die kostet schnell mal 70.000€ aufwärts. Geschickter ist es, die alte Ölheizunug durch eine moderne Pelletheizung zu ersetzen. Die ist Klimaneutral, und kann bei hohem Heizbedarf sogar noch mit einem Stromgenerator kombiniert werden. Das Öllager wird durch ein Pelletlager ersetzt - da ist ungefähr der gleiche Größenbedarf da. Ergänzen kann man die Pelletheizung noch mit Solarwärme - so bekommt man unterm Strich für ca. 20-25T€ eine kostengünstigere Lösung, die sogar die gefürchteten Wärmebrücken vermeidet und damit auch gut für Altbauten geeignet ist.

Moderne Pelletheizungen gibt es auch mit Feinstaubfiltern.

Wer noch mehr machen möchte, kann sogar noch eine Photovoltaik aufs Dach bringen, und den überschüssigen Strom im Sommer für eine Klimaanlage verwenden, die auch in den Übergangsphasen alternativ zum Anheizen verwendet werden kann, bevor der Pelletofen anspringt.
Überschüssiges warmes Wasser aus der Solarthermie kann im Sommer gut genutzt werden, wenn man die Waschmaschine und die Spülmaschine an den Warmwasserkreislauf anschließt - das spart wiederum Strom.

Die Kellerdeckendämmung lohnt im Übrigen auch im Altbau - sie ist wenig Schimmelrelevant, wenn der Keller prinzipiell trocken ist.

Für manche ältere Häuser ist auch ein Wintergarten durchaus eine Investition, die zu weniger Heizkosten führen KANN. (Das hängt vom Einzelfall ab.....)
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon imp » So 22. Sep 2019, 09:15

Atue001 hat geschrieben:(21 Sep 2019, 23:36)

Eine Dämmung der Kellerdecke kostet relativ wenig und kann auch in Selbstmontage gut gemacht werden. Sie bringt zwar "nur" ca. 5% Einsparungen bei den Heizkosten, aber wesentlicher ist, dass sie den Fußboden wärmer erscheinen lässt, was einen Wohlfühlfaktor bringt. Je nach Bauweise des Hauses kann man danach auch mit 1-2 Grad weniger in den Räumen im Erdgeschoss auskommen - das spart dann nochmals Heizkosten extra.

Sollte man tun, hilft aber primaer dem EG. Vorsicht bei niedrigen Deckenhoehen im Altkeller, da ggf duennere Kompromissvariante waehlen.

Trotzdem - für ältere Häuser ist Dämmung nicht immer eine gute Lösung. Die kostet schnell mal 70.000€ aufwärts.

Kommt auf die Bausubstanz an. Einmal komplett einruesten und neu verputzen, anmalen ist auch ne Nummer. Da Daemmung mit dran ist kein Problem, geht auch erstmal nur fuer die Wetterseite (besonders groszer Teileffekt).



Geschickter ist es, die alte Ölheizunug durch eine moderne Pelletheizung zu ersetzen. Die ist Klimaneutral, und kann bei hohem Heizbedarf sogar noch mit einem Stromgenerator kombiniert werden. Das Öllager wird durch ein Pelletlager ersetzt - da ist ungefähr der gleiche Größenbedarf da.

Noch geschickter ist, insbesondere wenn man kein eigenes Holz hat, Gas. Weniger Wartung, kaum Platzverbrauch, Aussicht auf zunehmende Biokomponente, langlebig und beliebig kombinierbar mit Waermepumpe, Solarthermie, elektrischer Heizung (Reststrom).

Gerade die Haeuser der Nachkriegszeit bis fruehe 80er schreien nach Daemmung, da hier besonders wenig Ruecksicht auf Wärmeabgabe bestand. Die Oelkrisen Ende der 70er haben das geheilt.

Wer noch mehr machen möchte, kann sogar noch eine Photovoltaik aufs Dach bringen, und den überschüssigen Strom im Sommer für eine Klimaanlage verwenden, die auch in den Übergangsphasen alternativ zum Anheizen verwendet werden kann, bevor der Pelletofen anspringt.
Überschüssiges warmes Wasser aus der Solarthermie kann im Sommer gut genutzt werden, wenn man die Waschmaschine und die Spülmaschine an den Warmwasserkreislauf anschließt - das spart wiederum Strom.

Ausdruecklich nein. Die meisten modernen Spuelmaschinen nehmen Schaden, wenn wirklich Warmwasser rein kommt. Die Wasserleitungen im Altbau haben aber recht viel Vorlauf, sodass du andere Probleme bekommst: lauwarmes oder kaltes Wasser aus dem Rohr stroemt in den Geschirrspueler, heisses Wasser kommt ins Rohr nach und bleibt stehen, kühlt ab zugunsten der Waerme im Montageschacht oder Keller. Toll. Es gibt kaum noch Spuelmaschinen, die ausdruecklich fuer Warmwasser ausgelegt sind. Wer am Fernwaermenetz haengt, sollte keinesfalls die Waschmaschine da anhaengen. Grosse Temperatur, schlecht fuer die Waesche und die Maschinenteile.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Kölner1302 » So 22. Sep 2019, 09:49

Es gibt so Internetseiten auf denen man seinen Co2 Footprint messen kann. Da kann man auch einiges ausprobieren:
im wesentlichen gibt es folgende CO2 Quellen im Alltag:

das Wohnen: d.h. Heizung, Warmwasser, Geräte.
Dabei hat nicht jeder vollen Zugriff auf die CO2 Emissionen. Die Dämmung, die Art des Gebäudes etc. kann ein Mieter nicht beeinflussen. Es bleibt das Duschen und die Geräte. Alte Geräte austauschen bringt schon auch was. Die größten Verbraucher sind die Trockner. Braucht man den wirklich? Oder kann man die Klamotten auch auf den Balkon hängen?
Eigentümer können die Wohnung dämmen und können dann mit weniger Heizung auskommen. Auf lange Sicht gibt s vielleicht Wasserstoff/Saustoffbrenner für die Heizung.

die Ernährung:
Fleischproduktion verbraucht sehr viel CO2. Für die Ernährung eher überflüssig. Man kann sich orientieren an thailändischem oder italienischem Essen. Es gibt auch viele andere Landesküchen, die sehr gesund sind und mit wenig Fleisch auskommen. In Italien z.B. leben die ältesten Menschen.

die Mobilität

in der Stadt kann man gut auf das Auto verzichten und wird die dadurch gewonnene Mobilität genießen.
Mit S- und U-Bahn geht das viel schneller. Einzelne Transportfahrten und Fahrten in die grüne Umgebung können mit einem Car-Sharing Akkubatteriefahrzeug geleistet werden. Das wird nach der Nutzung einfach wieder auf dem Stammparkplatz an die Ladesäule gestellt.
Langstrecken können sehr günstig auch mit der ganzen Familie per ICE bewältigt werden - (Supersparpreis- kaum ein Inlands- Ticket muss mehr als 25 Euro kosten)

Auf dem Land gibt es leider keine Alternative zum Verbrennungsmotorauto.
Hier muss sich erst die Struktur ändern: Schnellladesäulen und Eisenbahnanschluss bis in die Kleinstädte + mehr und größere Fahrradwege würden das ändern.
Aber die Fahrten zum Arbeitsplatz kann man oft durch ein HomeOffice reduzieren und zuhause arbeiten

Flugzeuge
sind extreme Co2 Emittenten. Auf Inlandsstrecken sollte man kein Flugzeug nutzen. Der ICE ist nur wenig langsamer, wenn man alles zusammenrechnet, und sehr bequem. Sind Fernreisen wirklich notwendig?
Auf innereuropäischen Strecken könnte in Zukunft wieder ein schnelles Luftschiff weiterhelfen, evtl. mit Wasserstoff oder E-Motor-Antrieb.
Interkontinental könnten in Zukunft Wasserstoff/Sauerstofftriebwerke enorme Leistung und Geschwindigkeit generieren. Von Roll Royce gibt es schon ein Triebwerk mit bis zu 40 - facher Schallgeschwindigkeit, und extremer Flughöhe (kein Luftwiderstand)
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon unity in diversity » So 22. Sep 2019, 10:03

Man hat den Boom bei Lithium Ionen Akkus erkannt und will darauf einer Steuer/Versicherung erheben, die offiziell als Pfand bezeichnet wird:
https://www.swr.de/swraktuell/Entsorger ... d-100.html
Angeblich, weil zu viele Mülltransporter jeden Tag abbrennen.
Ihr könnt es machen, wie ihr wollt, es ist immer falsch.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon jack000 » So 22. Sep 2019, 16:08

unity in diversity hat geschrieben:(22 Sep 2019, 10:03)

Man hat den Boom bei Lithium Ionen Akkus erkannt und will darauf einer Steuer/Versicherung erheben, die offiziell als Pfand bezeichnet wird:
https://www.swr.de/swraktuell/Entsorger ... d-100.html
Angeblich, weil zu viele Mülltransporter jeden Tag abbrennen.
Ihr könnt es machen, wie ihr wollt, es ist immer falsch.

Wieso? Das ist doch ausnahmsweise mal eine gute Idee. Gleiches sollte man mit den Energiesparbirnen machen!
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon fresh_ » So 22. Sep 2019, 17:23

Ich mach garnix. Wieso auch? Während unsere Politiker innerhalb einer halber Stunde mit 2 Fliegern in die USA fliegen soll ich was für die Umwelt tun, irgendwelche Co2 Steuern zahlen und und und. Wieso soll ich auf Fleisch, Auto, Reisen ect. verzichten wenn unsere tolle Politik das gegenteil macht? Hauptsache wir zahlen dafür ;)
Macht ruhig , helfen tuts nix auf irgendwas zu verzichten wegen des Klimas. Weltweit hauen Länder Schadstoffe raus und und und aber Deutschland rettet die Welt. Wir verblöden hier volkommen , dass ist das Problem.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon fresh_ » So 22. Sep 2019, 17:24

jack000 hat geschrieben:(22 Sep 2019, 16:08)

Wieso? Das ist doch ausnahmsweise mal eine gute Idee. Gleiches sollte man mit den Energiesparbirnen machen!


Und das Lithium das abgeholt wird , wird dann in einer Verbennungsanlage "recycelt". Jetzt scheffeln die da auch noch Kohle damit.
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Nightrain » Mo 23. Sep 2019, 18:56

John Galt hat geschrieben:(21 Sep 2019, 05:17)
Neue Dämmung ist man schnell bei mehreren Zehntausend Euro, dafür dass man ein paar läppische Hundert Euro an Heizkosten spart. Das rechnet sich im Leben nicht, leider fallen immer wieder Leute auf den Öko-Blödsinn rein und zerstören aus Langeweile ihre Häuser mit Wärmebrücken.


Das muss man in wenigen Jahren neu rechnen, wenn Öl-, Gas- und Holzheizungen komplett verboten sind und man mit Strom heizt. Dann sind die Heizkosten mehr als drei bis fünffache der heutigen Kosten.
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: CO2 Ausstoß - welche Möglichkeiten hat man privat diesen zu verringern?

Beitragvon Ein Terraner » Mo 23. Sep 2019, 20:28

Tolle Aktion, München halbiert die S-Bahn Taktung. :thumbup: :rolleyes: :mad2: :dead:


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