Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

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yogi61
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Mi 30. Sep 2015, 13:27

Der Volkswagen-Konzern wird sich nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) durch die Abgasaffäre stark verändern. "VW wird am Ende nicht mehr das sein, was es war", sagte Schäuble am Mittwoch. Strukturell werde sich bei VW "viel ändern". Auch die Gier nach Ruhm und Anerkennung spiele in Affären wie der von VW eine Rolle. "Man steht fassungslos davor und sieht doch immer wieder, wie das endet", sagte Schäuble weiter. Der globale Wettbewerb für Unternehmen, die auf dem Weltmarkt erfolgreich sein wollten, sei "unglaublich brutal". Dies habe auch schon die Finanzkrise gezeigt.

http://www.manager-magazin.de/unternehm ... 55064.html

Das klingt so, als wolle sich die Politik da einigermassen heraushalten.

Herr Schäuble vergisst allerdings zu erwähnen, dass er eine Partei anghört, die ungebremstes Wachstum und Kapitalismus auf der Fahne stehen hat.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Calvin » Mi 30. Sep 2015, 14:16

yogi61 » Mi 30. Sep 2015, 13:27 hat geschrieben:[b]Der Volkswagen-Konzern wird sich nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) durch die Abgasaffäre stark verändern.

ich mal den Teufel an die Wand , nur so als Beispiel:
VW bekommt in den nächsten Jahren massive Problem, der Absatzmarkt bricht ein , Arbeiter müssen entlassen werden, die Arbeitslosenzahl steigt unaufhörlich, was bitte ist denn dann mit all` den Flüchtlingen die dann auch noch nach einer Arbeit suchen und keine bekommen , aus welchem Grunde nun auch immer (Sprachschwierigkeiten usw.) , in Deutschland hängt jeder 6. Arbeitsplatz unmittelbar von der Autoindustrie ab :eek:
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon unity in diversity » Mi 30. Sep 2015, 14:16

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/v ... 32089.html
Das Motorenwerk Salzgitter ist erst der Anfang und am Ende steht die Abwicklung eines europäischen Weltkonzerns.

Weil die notwendigen Veränderungen in den Organisationsstrukturen (->Strukturreform) nie angegangen wurden.
Das wird zur Produktions- und Produktivitätsbremse.
Am Markt behaupten kann man sich unter solchen Umständen nur noch mit Lohn- und Materialdumping.
Das funktioniert aber nicht nachhaltig.
Oder doch controlled demolition?
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Calvin » Mi 30. Sep 2015, 14:17

unity in diversity » Mi 30. Sep 2015, 14:16 hat geschrieben:http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/vw-abgasskandal/abgasskandal-volkswagen-drosselt-motorenproduktion-in-salzgitter-13832089.html
Das Motorenwerk Salzgitter ist erst der Anfang und am Ende steht die Abwicklung eines europäischen Weltkonzerns.

Weil die notwendigen Veränderungen in den Organisationsstrukturen (->Strukturreform) nie angegangen wurden.
Das wird zur Produktions- und Produktivitätsbremse.
Am Markt behaupten kann man sich unter solchen Umständen nur noch mit Lohn- und Materialdumping.
Das funktioniert aber nicht nachhaltig.
Oder doch controlled demolition?

.. meine Gedanken , siehe oben , gehen genau dahin ..
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon HugoBettauer » Mi 30. Sep 2015, 14:30

yogi61 » Mi 30. Sep 2015, 12:04 hat geschrieben:
Das Ärzteblatt hat lediglich auf die Einstufung der WHO hingewiesen. Die Frage ob man einen Motor der potentiell krebserregend ist subventionieren und fördern muss, die muss die Politik beantworten.
Natürlich gilt das auch für Ölheizungen, allerdings hat der Mensch ein Grundrecht auf ein wenig Wärme zu bezahlbaren Preisen im Haus. Eine Subventionierung von Ölheizungen würde ich aber auch für falsch halten.

Ölbrennwertthermen kannst du fördern lassen über KfW und/oder BAFA.
Zuletzt geändert von HugoBettauer am Mi 30. Sep 2015, 14:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Mari » Mi 30. Sep 2015, 16:43

yogi61 » So 27. Sep 2015, 12:52 hat geschrieben:
Was für Beweise möchtest Du denn geliefert haben? Reicht Dir die Einstufung der WHO nicht?


Nein, aus Deinem Link war nicht keine Einstufung für PKW-Dieselmotoren mit Abgastechnologie erkennbar und auch nicht welche Abgase in welcher Höhe anfallen. Es konnten nicht einmal Schlussfolgerungen zu dem Thema hier hergestellt werden.
LG Mari
Man kann ein ganzes Volk eine Zeit lang belügen, Teile eines Volkes dauernd betrügen, aber nicht das ganze Volk dauernd belügen und betrügen. (Abraham Lincoln)
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Cat with a whip » Mi 30. Sep 2015, 17:17

yogi61 » Mi 30. Sep 2015, 12:27 hat geschrieben:

Das klingt so, als wolle sich die Politik da einigermassen heraushalten.

Herr Schäuble vergisst allerdings zu erwähnen, dass er eine Partei anghört, die ungebremstes Wachstum und Kapitalismus auf der Fahne stehen hat.

Merkels Umweltministerin Hendricks von der SPD hat schulterzuckend auf Anfrage geantwortet, dass die Diskrepanz zwischen Tests unter Laborbedingungen und "Real drive"-Bedingungen bekannt sind. Im Klartext, die wussten lange was los ist aber sind nicht eingeschritten.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Calvin » Fr 2. Okt 2015, 10:40


hast du gestern auch den Fernsehbericht gesehen :thumbup: da kann man über so viel Dummheit bei den Vorständen im VW-Werk nur den Kopf schütteln
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Fr 2. Okt 2015, 11:00

Mari » Mi 30. Sep 2015, 16:43 hat geschrieben:
Nein, aus Deinem Link war nicht keine Einstufung für PKW-Dieselmotoren mit Abgastechnologie erkennbar und auch nicht welche Abgase in welcher Höhe anfallen. Es konnten nicht einmal Schlussfolgerungen zu dem Thema hier hergestellt werden.


Das ist doch nicht so schwer. Die WHO hat Dieselabgase auf eine Stufe mit Arsen und Asbest gesetzt und deswegen sind Betrügereien mit dem Dieselausstoss kein Kavaliersdelikt, sondern Körperverletzung und man darf auch gerne über die Subventionierung dieser Kanzerogene mal nachdenken.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Fr 2. Okt 2015, 11:03

HugoBettauer » Mi 30. Sep 2015, 14:30 hat geschrieben:Ölbrennwertthermen kannst du fördern lassen über KfW und/oder BAFA.


Ist mit bekannt. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass Du einem Raucher ja auch nicht empfiehlst auch noch möglichst fett zu essen, damit es mit dem Krebs auch wirklich klappt.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Calvin » Fr 2. Okt 2015, 15:16

oh oh oh man das gibt Ärger im Hause Volkswagen , die ersten deutschen Aktienanleger klagen nun :(
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Fr 2. Okt 2015, 15:20

Calvin » Fr 2. Okt 2015, 15:16 hat geschrieben:oh oh oh man das gibt Ärger im Hause Volkswagen , die ersten deutschen Aktienanleger klagen nun :(


Das dürfte noch nicht einmal zu den ganz grossen Problemen gehören.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Calvin » Fr 2. Okt 2015, 15:32

yogi61 » Fr 2. Okt 2015, 15:20 hat geschrieben:
Das dürfte noch nicht einmal zu den ganz grossen Problemen gehören.

mit Sicherheit nicht , gestern gab es einen tollen Bericht im TV über das Problem der Schummelei , ist schon erschütternd wie sich der Vorstand als Gott der Götter verhalten hat
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Fr 2. Okt 2015, 15:35

Calvin » Fr 2. Okt 2015, 15:32 hat geschrieben:mit Sicherheit nicht , gestern gab es einen tollen Bericht im TV über das Problem der Schummelei , ist schon erschütternd wie sich der Vorstand als Gott der Götter verhalten hat


Ja, hat mich auch schockiert. Offensichtlich hatte es alles weniger mit Dämlichkeit als mit Größenwahn und dem Gefühl überhaupt nicht mehr angreifbar zu sein zu tun. Eigentlich unglaublich.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon yogi61 » Fr 2. Okt 2015, 16:01

Vielleicht müssen wir den Strang eines Tages erweitern und auch grundsätzlich über die Dieseltechnologie sprechen.
Nur eine Meinung.

Was Diesel und Kernkraft gemeinsam haben
Wirtschaftlich geht es hier um weit mehr als das Schicksal eines Unternehmens. Es geht auch um die wichtigste Technologie, in die deutsche Autofirmen in den letzten Jahrzehnten investiert haben. Wenn der Diesel tatsächlich so umweltschonend wäre, wie seine Fürsprecher behaupten, wie kommt es dann, dass ein bis dahin respektables Unternehmen die Technologie mit krimineller Energie verteidigt? Diese Frage wird zu klären sein. Meine Vermutung ist, dass es nicht anders ging. Die Technologie ist nur mit kriminellen Mitteln am Markt zu halten.

Und das war in der Industrie weitgehend bekannt. Die Ingenieure bei VW und die Vorstände der anderen Autofirmen wussten natürlich, was in ihren Autos drinsteckte. Das ist anders als damals im Jahre 2008, als die Bankvorstände keine Ahnung von den komplizierten Finanzprodukten hatten, die ihre Händler auf den Markt geschmissen haben. Wer in der Autoindustrie arbeitet, war oft in seiner Jugend ein Garagenmurkser. Die kennen jede Schraube. Das heißt aber auch, dass sie wussten, was sie taten.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/muench ... 55849.html
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon jack000 » Fr 2. Okt 2015, 16:26

yogi61 » Fr 2. Okt 2015, 15:35 hat geschrieben:
Ja, hat mich auch schockiert. Offensichtlich hatte es alles weniger mit Dämlichkeit als mit Größenwahn und dem Gefühl überhaupt nicht mehr angreifbar zu sein zu tun. Eigentlich unglaublich.

Beides, denn es war dämlich anzunehmen das das nicht rauskommt.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Kibuka » Fr 2. Okt 2015, 20:13

yogi61 hat geschrieben:Vielleicht müssen wir den Strang eines Tages erweitern und auch grundsätzlich über die Dieseltechnologie sprechen.
Nur eine Meinung.

Was Diesel und Kernkraft gemeinsam haben
Wirtschaftlich geht es hier um weit mehr als das Schicksal eines Unternehmens. Es geht auch um die wichtigste Technologie, in die deutsche Autofirmen in den letzten Jahrzehnten investiert haben. Wenn der Diesel tatsächlich so umweltschonend wäre, wie seine Fürsprecher behaupten, wie kommt es dann, dass ein bis dahin respektables Unternehmen die Technologie mit krimineller Energie verteidigt? Diese Frage wird zu klären sein. Meine Vermutung ist, dass es nicht anders ging. Die Technologie ist nur mit kriminellen Mitteln am Markt zu halten.

Und das war in der Industrie weitgehend bekannt. Die Ingenieure bei VW und die Vorstände der anderen Autofirmen wussten natürlich, was in ihren Autos drinsteckte. Das ist anders als damals im Jahre 2008, als die Bankvorstände keine Ahnung von den komplizierten Finanzprodukten hatten, die ihre Händler auf den Markt geschmissen haben. Wer in der Autoindustrie arbeitet, war oft in seiner Jugend ein Garagenmurkser. Die kennen jede Schraube. Das heißt aber auch, dass sie wussten, was sie taten.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/muench ... 55849.html


Beide Aussagen in dem Artikel sind falsch. Der Diesel ist umwelttechnisch beherrschbar. Nur hat VW damals mit der Pumpe-Düse-Technologie lange auf den falschen Dieselmotor gesetzt. Die eigentliche Abgasreinigung ist auch beherrschbar, wurde aber aus Kostengründen vernachlässigt.

Weiterhin wußten die Finanzvorstände 2008 durchaus um ihre riskanten Geschäfte. Nirgendwo wird mehr betrogen, als in der Finanzindustrie. Nur verstehen die meisten Menschen nicht, was dort abläuft. Wer kennt den Zweck des Libor-Zinssatzes?
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Calvin » Fr 2. Okt 2015, 21:48

jack000 » Fr 2. Okt 2015, 16:26 hat geschrieben:Beides, denn es war dämlich anzunehmen das das nicht rauskommt.

sogar saudämlich , vor allen Dingen wenn von diesem Institut aus den USA die Anfrage an Volkswagen USA kam , man möchte ihnen doch mal einige Volkswagen-Diesel zur Verfügung stellen um diese zu testen , da hätten alle Warnleuchten aufgehen müssen
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Jekyll&Hyde
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Jekyll&Hyde » Sa 3. Okt 2015, 09:54

Der eigentliche Skandal kommt erst noch. Denn jetzt hat Deutschland ein Problem. VW ist "too big, to fail". Und wäre das Problem mit einem einfachen Software-Update oder einer kleinen Umrüstung zu beheben, hätte man das sicher längst getan. Die kennen das Problem seit mindestens 8 Jahren und wussen auch längst, dass man ihnen auf die Schliche gekommen ist. Die haben ja auch nur beschissen, weil sie genau wissen, dass diese Technologie nur kurz und unter bestimmten Bedingungen funktioniert. Es kann sich dabei deshalb nicht nur um eine kleine Leistungsminderung handeln (wie man uns das bereits weisgemacht hat) weil man dieses Manko leicht hätte kompensieren können.

Man wird jetzt die Autos in die Werkstatt holen und so tun, als ob. Die werden bei den Motoren nichts ändern können und auch die Software nicht großartig ändern können, weil die Autos dann durch die Prüfungen rasseln und stillgelegt werden müssen. Die wissen ja auch, dass die Prüfer nicht jedes Auto im Livebetrieb testen können. Einfach, weil es keine Prüfgeräte gibt, die die Stickoxyde im Fahrbetrieb messen können. Das ist ja eben erst den Amerikanern gelungen. Nur deshalb, weil es diese Technologie bisher nicht gab, ist VW überhaupt so sicher gewesen, mit der Schummelei durch zu kommen.

Es wird also so laufen, dass VW so tut, als ob man was verändert. Und unsere Regierung und das Kraftfahrtbundesamt wird so tun, als ob das funktioniert. Und in zehn Jahren, wenn dann die Geräte entwickelt sind, dass man diesen Schadstoff leicht auch im Fahrbetrieb messen kann, wird man überrascht tun und behaupten, dass das dem Alter des Motors, dem Verschleiß, der Umstände geschuldet ist. Die werden uns also weiter belügen.

Die werden sogar noch weiter gehen und jedem, der diese fortgesetzte Scharade gefährdet, indem er mit der Presse redet und Testergebnisse vorlegt, die diesen fortgesetzen Betrug beweisen, das Maul stopfen, ihn entlassen und als Nestbeschmutzer bezeichnen. Bis man dann in der Zukunft eine andere Lösung präsentiert. Ich glaube zu wissen, wie die aussieht. VW wird vom Diesel abrücken. Weil das eben Dreckschleudern sind. So einfach ist das. Die Technologie, das zu ändern, ist nämlich längst erfunden. Man muss aus Erdöl einfach mehr Leichtbenzin gewinnen. Die Technologie dafür ist weit billiger, als jedes Auto mit teuren Filtersystemen auszustatten. Außerdem ist das in der Praxis untauglich, weil sie einen deutlich höheren Verbrauch bedeuten (die Stickoxide müssen ja verbrannt werden) und vemutlich so viel künstlichen Harnstoff benötigen, dass man das zusätzlich teuer tanken müsste. Das sind vermutlich die Gründe, warum diese Technik nur auf dem Prüfstand, nur kurz und nur in bestimmten Fahrsituationen funktioniert.

VW ist mAn erledigt. Die müssen jetzt irre Summen zahlen, die Scharade weiterspielen, völlig neue Motoren entwickeln und das alles unter den Augen der Öffentlichkeit.

Und die Ankündigung der Besserwisser, dass es weitere Marken betrifft, wird nicht aufgehen. Die Amerikaner haben viele andere Marken bereits getestet. Aber nur VW ist am Pranger. Und das bedeutet, dass man bisher keinen anderen Betrüger gefunden hat.
Zuletzt geändert von Jekyll&Hyde am Sa 3. Okt 2015, 10:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Volkswagen gibt Abgas-Manipulationen in den USA zu

Beitragvon Calvin » So 4. Okt 2015, 12:07

Calvin » Mi 30. Sep 2015, 14:16 hat geschrieben:ich mal den Teufel an die Wand , nur so als Beispiel:
VW bekommt in den nächsten Jahren massive Problem, der Absatzmarkt bricht ein , Arbeiter müssen entlassen werden, die Arbeitslosenzahl steigt unaufhörlich, was bitte ist denn dann mit all` den Flüchtlingen die dann auch noch nach einer Arbeit suchen und keine bekommen , aus welchem Grunde nun auch immer (Sprachschwierigkeiten usw.) , in Deutschland hängt jeder 6. Arbeitsplatz unmittelbar von der Autoindustrie ab :eek:

nur mal so zur Kenntnisnahme :
EU-Parlamentschef Schulz greift VW an ... Neuer VW-Aufsichtsratschef sieht Existenz von Autokonzern bedroht ..
„Das war ein Anschlag auf den Standort Deutschland, auf viele Tausend Kunden und Arbeitnehmer ... es ist kaum zu fassen, was da mit Fahrlässigkeit und möglicherweise sogar krimineller Energie gemacht wurde.“

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