Drohnenkrieg der Usa

Moderator: Moderatoren Forum 3

Benutzeravatar
Cobra9
Beiträge: 25797
Registriert: Mo 10. Okt 2011, 11:28

Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Cobra9 » Sa 25. Mai 2019, 11:46

Guten Morgen,

mich würde mal eure Meinung zum Drohnenkrieg interessieren. Einige Grundlagen. Basierend auf dee Befragung des US-Drohnenpiloten Brandon Bryant im NSA-Untersuchungsausschuss.


The Intercept hat ein ausführliches Dossier zum US-Drohnenkrieg veröffentlicht. Die Artikelreihe basiert auf geheimen Militärdokumenten aus dem Jahr 2013, die ein Whistleblower der Plattform zugespielt hat.


https://netzpolitik.org/2015/live-blog- ... ner-rocca/


https://theintercept.com/drone-papers/


Hier von Wiki


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Drohnen ... n_Pakistan


Meine persönliche Meinung ist etwas gespalten. Ich verstehe als Ex Soldat die Notwendigkeit zuschlagen zu können bzw. Angriffe auszuführen um. Wenn es keine Möglichkeiten gibt mit Spezialkräften zuzuschlagen ist oder Menschen einem außerordentlich hohen Risiko ausgesetzt wären, dann kann man Drohnen verwenden.

Meine Kritik geht dahin das die Usa zuviel Zvilisten dabei töten. Menungen ?
Politik-Forum wird immer besser und bischen mehr zu Allmystery

User auf Ignore erhalten keine Antwort

Auf meiner Liste : Alter Stubentiger, Alster
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19885
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Teeernte » Sa 25. Mai 2019, 12:32

Leider wird der Krieg schon lange nicht mehr mit genormtem Gerät - bei guter Sicht , am vereinbarten Ort -(begrenzt) nach einer ordentlichen Kriegserklärung ausgefochten.

Die einen meinen, Deutschland//USA wird am Hindukusch verteidigt......und andere meinen der Hindukusch wird in Berlin//Washington "Gewonnen".

Zu viel "Kerben" im Colt ? Es ist IMMER die Zivilbevölkerung, die die meisten Opfer bringt im Krieg...


Es gibt keinen "schönen, sauberen...netten" Krieg.

Die Quote liegt im Durchschnitt bei 1: 9...10 (ein "ZIEL" ....und 10 tote Zivilisten) seit dem 30 jährigen Krieg.

Währ ja auch blöd.....Trump in Goldener Rüstung mit nem Zweihandschwert heute in Afghanistan...morgen in Syrien ....und übermorgen im Iran....
Da muss man viel zu lange über die Farbe des Pferdes nachdenken....

...und Mama Merkel in Rüstung ? :D :D :D
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 26923
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Adam Smith » Sa 25. Mai 2019, 18:52

Die USA sorgen sich seit dem Ende des Vietnamkriegs um ihre Soldaten.

https://de.statista.com/statistik/daten ... und-toten/

Seit dem Jahr 2000 sind etwa 7.000 US-Soldaten im Krieg umgekommen. Im Vietnamkrieg waren es achtmal so viele. Und den Krieg gegen Nordvietnam haben die USA verloren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nordvietnam

Ein Land mit nur 23 Millionen Einwohnern. Im Iran leben 82 Millionen Menschen.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 36982
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon JJazzGold » Sa 25. Mai 2019, 18:59

Cobra9 hat geschrieben:(25 May 2019, 11:46)

Guten Morgen,

mich würde mal eure Meinung zum Drohnenkrieg interessieren. Einige Grundlagen. Basierend auf dee Befragung des US-Drohnenpiloten Brandon Bryant im NSA-Untersuchungsausschuss.


The Intercept hat ein ausführliches Dossier zum US-Drohnenkrieg veröffentlicht. Die Artikelreihe basiert auf geheimen Militärdokumenten aus dem Jahr 2013, die ein Whistleblower der Plattform zugespielt hat.


https://netzpolitik.org/2015/live-blog- ... ner-rocca/


https://theintercept.com/drone-papers/


Hier von Wiki


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Drohnen ... n_Pakistan


Meine persönliche Meinung ist etwas gespalten. Ich verstehe als Ex Soldat die Notwendigkeit zuschlagen zu können bzw. Angriffe auszuführen um. Wenn es keine Möglichkeiten gibt mit Spezialkräften zuzuschlagen ist oder Menschen einem außerordentlich hohen Risiko ausgesetzt wären, dann kann man Drohnen verwenden.

Meine Kritik geht dahin das die Usa zuviel Zvilisten dabei töten. Menungen ?


Drohne gegen Drohne könnte ich nachvollziehen, aber Drohne gegen Zivilisten nicht.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
Tom Bombadil
Beiträge: 41395
Registriert: Sa 31. Mai 2008, 16:27
Benutzertitel: Non Soli Cedit

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 25. Mai 2019, 19:22

Die Gefahr, Unschuldige zu erwischen, ist groß, daher ist diese Art der Kriegführung schon kritisch zu sehen.
The tree of liberty must be refreshed from time to time with the blood of patriots and tyrants. It is its natural manure.
Thomas Jefferson
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 26923
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Adam Smith » Sa 25. Mai 2019, 19:26

Tom Bombadil hat geschrieben:(25 May 2019, 19:22)

Die Gefahr, Unschuldige zu erwischen, ist groß, daher ist diese Art der Kriegführung schon kritisch zu sehen.


Die Gefahr Unschuldige zu erwischen ist kleiner als bei einem Bomberangriff.
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Benutzeravatar
imp
Beiträge: 13261
Registriert: Fr 14. Jul 2017, 20:37
Benutzertitel: Es ist Zeit fuer eine Pause.

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon imp » Sa 25. Mai 2019, 19:37

Cobra9 hat geschrieben:(25 May 2019, 11:46)

Guten Morgen,

mich würde mal eure Meinung zum Drohnenkrieg interessieren. Einige Grundlagen. Basierend auf dee Befragung des US-Drohnenpiloten Brandon Bryant im NSA-Untersuchungsausschuss.


The Intercept hat ein ausführliches Dossier zum US-Drohnenkrieg veröffentlicht. Die Artikelreihe basiert auf geheimen Militärdokumenten aus dem Jahr 2013, die ein Whistleblower der Plattform zugespielt hat.


https://netzpolitik.org/2015/live-blog- ... ner-rocca/


https://theintercept.com/drone-papers/


Hier von Wiki


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Drohnen ... n_Pakistan


Meine persönliche Meinung ist etwas gespalten. Ich verstehe als Ex Soldat die Notwendigkeit zuschlagen zu können bzw. Angriffe auszuführen um. Wenn es keine Möglichkeiten gibt mit Spezialkräften zuzuschlagen ist oder Menschen einem außerordentlich hohen Risiko ausgesetzt wären, dann kann man Drohnen verwenden.

Meine Kritik geht dahin das die Usa zuviel Zvilisten dabei töten. Menungen ?


Ich würde das Thema nicht auf USA verengen wollen. Diese Waffen, wo letztlich Menschen an entfernten Bildschirmen oder autonome Automaten die Tötung veranlassen, sind in näherer Zukunft ein Thema für viele Länder. Trennen würde ich das von den "gezielten Tötungen" im Ausland, ohne Gerichtsbeschluss, ohne konkrete militärische Handlungen, ohne Kriegszustand und in der Regel im Geheimen. Ob diese durch Killergruppen oder durch automatische Waffen geschehen, erscheint mir nachrangig. Die ACLU schaut sich das alles sehr genau und kritisch an. Die automatische Waffe ist nicht so sehr das Problem, sondern ihr inflationärer Auftrag.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
Benutzeravatar
Adam Smith
Beiträge: 26923
Registriert: Mi 18. Jan 2012, 21:57

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Adam Smith » Sa 25. Mai 2019, 19:41

Führend sollen bei den Drohnen die Chinesen sein. Doch die setzen leider keine ein.

https://smopo.ch/china-1000-drohnen-fue ... ss-rekord/
Das ist Kapitalismus:

Die ständige Wahl der Bürger bestimmt das Angebot.
Benutzeravatar
Gutmensch1
Beiträge: 253
Registriert: Mi 30. Mär 2016, 10:29

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Gutmensch1 » Mo 27. Mai 2019, 09:57

Cobra9 hat geschrieben:(25 May 2019, 11:46)

Guten Morgen,

mich würde mal eure Meinung zum Drohnenkrieg interessieren. Einige Grundlagen. Basierend auf dee Befragung des US-Drohnenpiloten Brandon Bryant im NSA-Untersuchungsausschuss.


The Intercept hat ein ausführliches Dossier zum US-Drohnenkrieg veröffentlicht. Die Artikelreihe basiert auf geheimen Militärdokumenten aus dem Jahr 2013, die ein Whistleblower der Plattform zugespielt hat.


https://netzpolitik.org/2015/live-blog- ... ner-rocca/


https://theintercept.com/drone-papers/


Hier von Wiki


https://de.m.wikipedia.org/wiki/Drohnen ... n_Pakistan


Meine persönliche Meinung ist etwas gespalten. Ich verstehe als Ex Soldat die Notwendigkeit zuschlagen zu können bzw. Angriffe auszuführen um. Wenn es keine Möglichkeiten gibt mit Spezialkräften zuzuschlagen ist oder Menschen einem außerordentlich hohen Risiko ausgesetzt wären, dann kann man Drohnen verwenden.

Meine Kritik geht dahin das die Usa zuviel Zvilisten dabei töten. Menungen ?



Die Drohnen sind sehr nützlich, man kann sie einsetzen, um Terroristen zu bekämpfen und um gefährliche Regionen im Blickfeld zu behalten. Die Kollateralschäden sollten natürlich minimiert bzw. im Optimalfall bei Null liegen. Mit Drohnen besteht die Möglichkeit einen Einsatz mit Waffensystemen mit kühlem Kopf zu erwägen und ggf. nicht durchzuführen, wenn Zivilisten zu Schaden kommen könnten.
Benutzeravatar
Cobra9
Beiträge: 25797
Registriert: Mo 10. Okt 2011, 11:28

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Cobra9 » Mo 27. Mai 2019, 13:49

Hmmmm interessant die Meinungen. Imp muss ich zustimmen in vielen Punkten. Ergänzend würde ich noch die Ethik einbringen. Ob irgendwann der Zeitpunkt kommt wo die Maschine entscheidet ob ein Angriff erfolgt, nicht mehr der Mensch.

Rechtlich fragwürdig sind Einsätze von Drohnen in fremden Ländern. Eigentlich ist das nicht legitimiert.
Ob auch die umfangreiche Tötung so wie momentan immer nötig ist muss man hinterfragen.

Ganz klar die Drohne kann eigene Verluste vermeiden und dort aktiv werden wo Kampfjets es nicht können
Politik-Forum wird immer besser und bischen mehr zu Allmystery

User auf Ignore erhalten keine Antwort

Auf meiner Liste : Alter Stubentiger, Alster
Benutzeravatar
Wolverine
Beiträge: 11655
Registriert: So 7. Jul 2013, 20:19
Benutzertitel: Scouts

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Wolverine » Mo 27. Mai 2019, 14:52

Cobra9 hat geschrieben:(27 May 2019, 13:49)

Hmmmm interessant die Meinungen. Imp muss ich zustimmen in vielen Punkten. Ergänzend würde ich noch die Ethik einbringen. Ob irgendwann der Zeitpunkt kommt wo die Maschine entscheidet ob ein Angriff erfolgt, nicht mehr der Mensch.

Rechtlich fragwürdig sind Einsätze von Drohnen in fremden Ländern. Eigentlich ist das nicht legitimiert.
Ob auch die umfangreiche Tötung so wie momentan immer nötig ist muss man hinterfragen.

Ganz klar die Drohne kann eigene Verluste vermeiden und dort aktiv werden wo Kampfjets es nicht können

Drohnenangriffe sind immer ein zweischneidiges Schwert. Abgesehen davon, dass es eigentlich ein Verstoß gegen die Souveränität eines Staates darstellt. Auf der anderen Seite sehe ich die Staaten in der Verantwortung die Terroristen Unterschlupf gewähren. In Gaza ist es so, dass die Israelis die Angreifer ausschalten können, aber leider immer noch Zivilisten zu Tode kommen, weil Terroristen bevorzugt aus Wohngebieten oder neben Moscheen oder Kindergärten angreifen. Völkerrechtlich ist Israel klar gedeckt auch wenn Zivilisten zu Tode kommen. Ein Angriff ist auch erlaubt, wenn Zivilisten in der Nähe sind sonst hätten die Terroristen immer einen beachtlichen Vorteil.

Die USA feuern mir zu sehr einfach rein. Da gibt es definitiv zu viele zivile Opfer.
If Israel were to put down its arms there would be no more Israel.
If the Arabs were to put down their arms there would be no more war.
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 12172
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 21:49

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Cat with a whip » Di 28. Mai 2019, 14:56

Cobra9 hat geschrieben:(25 May 2019, 11:46)


Meine Kritik geht dahin das die Usa zuviel Zvilisten dabei töten. Menungen ?


Schon einer ist zuviel, und nun?
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
Benutzeravatar
Arcturus
Beiträge: 1743
Registriert: Mi 14. Feb 2018, 12:15
Benutzertitel: Schiffbrüchiger Grenzpionier
Wohnort: NRW

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Arcturus » Di 28. Mai 2019, 15:22

Es ist wirklich erstaunlich, dass wir in unserem Rechtsstaat einem fremden Staat Standorte zur Verfügung stellen, um weltweit Mordanschläge ausüben zu können. Da wird einem einfach nur speiübel.
Audi
Beiträge: 6514
Registriert: Di 22. Mär 2016, 11:57

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Audi » Di 28. Mai 2019, 15:26

Es ist interessant was sich die stärkeren Nationen so alles rausnehmen und auf das internationale Recht pfeifen. Entweder ist es illegal und hat aufzuhören oder das Recht ist dermaßen erodiert. Die USA bzw Russland holen das internationale Recht heraus wenn es einem passt.
Passt es nicht, will keiner mehr vom Recht wissen.
Benutzeravatar
Alexyessin
Ehrenpräsident
Beiträge: 78013
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Phönix
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Alexyessin » Do 30. Mai 2019, 01:36

Arcturus hat geschrieben:(28 May 2019, 15:22)

Es ist wirklich erstaunlich, dass wir in unserem Rechtsstaat einem fremden Staat Standorte zur Verfügung stellen, um weltweit Mordanschläge ausüben zu können. Da wird einem einfach nur speiübel.


Mord? Und eine Ramstein Diskussion?
Komisch.

Ich kann ja das durchaus verstehen. Dem Angegriffenen wird nicht die Möglichkeit sich zu verteidigen oder eventuell zurückzuschießen. Das macht diese Art der Kriegsführung moralisch auf den ersten Blick anrüchig. Aber was ist mit der Granate, die die Stellung trifft? Die Mine die ein Schiff sprengt ( oder schlimmer noch auf Land ) Leider sind Moral und Krieg immer per se schon schlecht vereinbar. Es gibt ihn nicht, den guten Krieg. Aber es gibt ihn halt. Mir persönlich wäre es doch auch viel lieber, das die Menschheit sich gegenseitig schätzen könnte und wirklich Friede auf der Welt einkehrt. Aber den gibt es nicht. Ganz abgesehen von der Schuldfrage ist aber diese Erkenntnis das es nunmal Krieg gibt ein momentan existierendes Faktum. Und dann geht Krieg mit Strategie Hand in Hand - und dahingehend, also aus militärischer Betrachtung - sind Drohnen per se nicht schlecht. Sie schwächen den Feind mit möglichst viel Schutz für die eigenen Truppen.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Benutzeravatar
Arcturus
Beiträge: 1743
Registriert: Mi 14. Feb 2018, 12:15
Benutzertitel: Schiffbrüchiger Grenzpionier
Wohnort: NRW

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Arcturus » Do 30. Mai 2019, 07:38

Alexyessin hat geschrieben:(30 May 2019, 01:36)

Mord? Und eine Ramstein Diskussion?
Komisch.

Was soll daran komisch sein? Deutschland macht sich bei völkerrechtswidrigen Tötungen mitverantwortlich.

Ich kann ja das durchaus verstehen. Dem Angegriffenen wird nicht die Möglichkeit sich zu verteidigen oder eventuell zurückzuschießen. Das macht diese Art der Kriegsführung moralisch auf den ersten Blick anrüchig. Aber was ist mit der Granate, die die Stellung trifft? Die Mine die ein Schiff sprengt ( oder schlimmer noch auf Land ) Leider sind Moral und Krieg immer per se schon schlecht vereinbar. Es gibt ihn nicht, den guten Krieg. Aber es gibt ihn halt. Mir persönlich wäre es doch auch viel lieber, das die Menschheit sich gegenseitig schätzen könnte und wirklich Friede auf der Welt einkehrt. Aber den gibt es nicht. Ganz abgesehen von der Schuldfrage ist aber diese Erkenntnis das es nunmal Krieg gibt ein momentan existierendes Faktum. Und dann geht Krieg mit Strategie Hand in Hand - und dahingehend, also aus militärischer Betrachtung - sind Drohnen per se nicht schlecht. Sie schwächen den Feind mit möglichst viel Schutz für die eigenen Truppen.

Welchen Krieg meinst du denn? Die USA sind nicht im Krieg mit dem Jemen, Somalia oder Pakistan. Man muss sich da mal überlegen: Es werden Menschen umgebracht ohne den Opfern die Möglichkeit zu geben, ihre Unschuld zu beweisen. Drohnenangriffe sind nichts anderes als Attentate und gehören absolut verächtet.

https://www.infosperber.ch/Artikel/Frei ... dvermutung

Als problematisch erweisen sich die Fehlschläge. Auf 27 Drohnenmissionen in Afghanistan von Mai bis September 2012 kamen 19 getötete Terroristen. Diese werden im Jargon als «Jackpot» (JP) gehandelt. Auf 19 getötete Terroristen oder «Jackpots» kamen allerdings weitere 155 Männer.
Diese 155 als «EKIA» bezeichneten Toten fielen den Drohnenangriffen unbeabsichtigt zum Opfer und gelten perfiderweise gerade deshalb als feindliche Kämpfer, bis bewiesen ist, dass sie Unbeteiligte waren. Mit anderen Worten: Bei der stillen, leisen, überraschenden Tötung einer einwandfrei identifizierten Zielperson durch eine US-Drohne kamen im Durchschnitt jeweils unbeabsichtigt rund weitere 8 Personen ums Leben.


Da fehlen einem echt die Worte.
Benutzeravatar
Teeernte
Beiträge: 19885
Registriert: Do 11. Sep 2014, 18:55

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Teeernte » Do 30. Mai 2019, 08:04

Arcturus hat geschrieben:(30 May 2019, 07:38)

Was soll daran komisch sein? Deutschland macht sich bei völkerrechtswidrigen Tötungen mitverantwortlich.


Welchen Krieg meinst du denn? Die USA sind nicht im Krieg mit dem Jemen, Somalia oder Pakistan. Man muss sich da mal überlegen: Es werden Menschen umgebracht ohne den Opfern die Möglichkeit zu geben, ihre Unschuld zu beweisen. Drohnenangriffe sind nichts anderes als Attentate und gehören absolut verächtet.

https://www.infosperber.ch/Artikel/Frei ... dvermutung



Da fehlen einem echt die Worte.


Nun Deutschland "tut" mit - man sollte da schon dahinter stehen , da alle ehemaligen Regierungsparteien daran mit beteiligt waren.

Vom "Stehenden HEER" ....in die WELTWEIT operierende Bundeswehr...

Es gibt wenige Politikbereiche, in denen es nach der Bundestagswahl 1998 tatsächlich substantielle Änderungen zur Vorgängerregierung gegeben hat. Insbesondere im Bereich der Außenpolitik war „eskalierende Kontinuität“ angesagt. In einem Politikbereich, bei der Bundeswehr, hat Rot-Grün ganze Arbeit geleistet und aufbauend auf ersten Weichenstellungen der alten Regierung neue Grundlagen geschaffen. Rudolf Scharping spielte dabei – bis zu seinem Rausschmiß – so etwas wie die Rolle des gefährlichen Hofnarren, über den alle lachten, der gut ablenkte vom eigentlichen Geschehen, der aber im Grunde genommen, zusammen mit seinen obersten Militärs und mit Schröder und Fischer, entscheidender Antreiber für die rot-grüne Kriegspolitik war.

Bundeswehr auf neuem Weg

Die Veränderung der Bundeswehr geschah in drei Bereichen: erstens in Qualität und Quantität der Auslandseinsätze, zweitens bei der Struktur der Bundeswehr, drittens bei der Bewaffnung.

https://www.imi-online.de/2002/08/23/rot-gruen-war-voraus/

Die Umgestaltung der Verteidigungspolitik von DIREKTER Landesverteidigung im LAND - auf >> Jugoslawien-Krieg als Einstiegsdroge ..

Mitverantwortlich für die mit Lügen begründete Kriegspolitik waren und sind damals wie heute Gerhard Schröder (SPD) und Joschka Fischer (Grüne). Scharping ging erwartungsgemäß nie gegen Medienberichte juristisch vor, die beschrieben haben, mit welchen Lügen er den NATO-Angriffskrieg gegen Jugoslawien zu legitimieren versuchte.

Vom Balkan bis zum Hindukusch

„Zugegeben, man verliert schon ein bißchen den Überblick, wo deutsche Soldaten im Kampf gegen den Terrorismus überall im Einsatz sind,“ so Andreas Cichowitz in den ARD-Tagesthemen. Deutsche Soldaten befinden sich derzeit in Georgien, Bosnien, Jugoslawien (Kosovo), Mazedonien, Usbekistan, in der Türkei, am Horn von Afrika (vor Somalia), in der arabischen See, im Mittelmeer, in Kuwait, in Bahrein, in Djibouti, in Kenia und in den USA (Florida) und nicht zu vergessen in Afghanistan im Rahmen von ISAF und in Kampfeinsätzen (Stichwort: Kommando Spezialkräfte).



Hach wir sind verurteilt.... das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit dem Urteil BVwerG 2WD 12.04 vom 21.06.05.Pressemitteilung Nr. 38/2005 des Gerichtes >>
„6. Gegen den am 20. März 2003 von den USA und vom Vereinigten Königreich (UK) be- gonnenen Krieg gegen den Irak bestanden und bestehen gravierende rechtliche Beden- ken im Hinblick auf das Gewaltverbot der UN-Charta und das sonstige geltende Völker- recht. Für den Krieg konnten sich die Regierenden der USA und des UK weder auf sie er- mächtigende Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates noch auf das in Art. 51 UN-Charta ge- währleistete Selbstverteidigungsrecht stützen.“
„7. Weder der NATO-Vertrag, das NATO-Truppenstatut, das Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut noch der Aufenthaltsvertrag sehen eine Verpflichtung der Bun- desrepublik Deutschland vor, entgegen der UN-Charta und dem geltenden Völker- recht völkerrechtswidrige Handlungen von NATO-Partnern zu unterstützen.“
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-arch ... 150106.pdf

(in dieser Quelle steht auch der Kündigungszeitraum von 2 Jahren - wenn mann denn wollte.

Also >> jede Regierung stand hinter den USA - und "tat" mit. (Je nach ANsicht - MITTÄTER) . Warum soll sich das plötzlich ändern ?

Im Endeffekt - Drohnenkrieg (Krieg überhaupt) ist nicht schön - im Moment aber unvermeidlich - für die entwickelten Staaten.

Es sei denn - du Bringst Mama Merkel und Katrin Göring-Eckardt den Kampf mit einem genormten Zweihandschwert bei - damit dann die Auseinandersetzung mit ein paar Knappen und die FÜHRUNG in der Ersten Reihe auf weissem Pferd ....im Frühtau zu Berge ausgefochten wird.

Wer Fleisch essen will - muss auch das Fell abziehen.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Benutzeravatar
Alexyessin
Ehrenpräsident
Beiträge: 78013
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Phönix
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Alexyessin » Do 30. Mai 2019, 10:27

Arcturus hat geschrieben:(30 May 2019, 07:38)

Was soll daran komisch sein? Deutschland macht sich bei völkerrechtswidrigen Tötungen mitverantwortlich.


Nur, wenn du diese Definition gebrauchen musst.

Arcturus hat geschrieben:(30 May 2019, 07:38)

Welchen Krieg meinst du denn? Die USA sind nicht im Krieg mit dem Jemen, Somalia oder Pakistan. Man muss sich da mal überlegen: Es werden Menschen umgebracht ohne den Opfern die Möglichkeit zu geben, ihre Unschuld zu beweisen. Drohnenangriffe sind nichts anderes als Attentate und gehören absolut verächtet.

https://www.infosperber.ch/Artikel/Frei ... dvermutung


Es ist eine kriegerische Handlung. Ob es dir jetzt passt oder nicht. Es ist halt kein Mord. Du verrennst dich da.
Pakistan Nordosten, die sog. Tribal Areas und Wazaristan sind nun mal de facto kein Staat, selbst die pakistanische Regierung lässt ihre Empörung in Maßen, da sie wohl ganz froh sein dürften, das dieses Gebiet von jemanden anderen beackert wird.
Somalia existiert schon seit Ende des kalten Krieges nicht mehr. Soweit ich jetzt informiert bin, gibt es auf diesem Gebiet, dessen Name auf Atlanten mit Somalia bezeichnet ist, mindestens drei Gebiete, die sich als eigenständige Staaten sehen. Aber leider unterstützt der Teil, der weiterhin den Namen trägt - die Region südlich des Horns von Afrika und um die "Hauptstadt" Mogadisho nun mal die Piraterie.
Bei Jemen handelt die US-Airforce als Gehilfe der von der Regierung gegen die Rebellen.

Arcturus hat geschrieben:(30 May 2019, 07:38)

Da fehlen einem echt die Worte.


Führe das doch mal ein wenig genauer aus.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat
Mendoza
Beiträge: 311
Registriert: Sa 14. Jul 2018, 06:28

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Mendoza » Do 30. Mai 2019, 11:35

Alexyessin hat geschrieben:(30 May 2019, 10:27)

Es ist eine kriegerische Handlung. Ob es dir jetzt passt oder nicht. Es ist halt kein Mord. Du verrennst dich da.


Ist ja schön einfach. Man pappt irgendwo das Etikett "Krieg" oder "kriegerische Handlung" an etwas. Dann bringt man einfach irgendwo auf der Welt Menschen um, ohne das die sich verteidigen können (juristisch oder mit Waffen) und alles ist ok :thumbup:
Churchill "Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die ungleichmäßige Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.
Benutzeravatar
Alexyessin
Ehrenpräsident
Beiträge: 78013
Registriert: Do 17. Nov 2011, 22:16
Benutzertitel: Phönix
Wohnort: wo´s Herzal is

Re: Drohnenkrieg der Usa

Beitragvon Alexyessin » Do 30. Mai 2019, 12:48

Mendoza hat geschrieben:(30 May 2019, 11:35)

Ist ja schön einfach. Man pappt irgendwo das Etikett "Krieg" oder "kriegerische Handlung" an etwas. Dann bringt man einfach irgendwo auf der Welt Menschen um, ohne das die sich verteidigen können (juristisch oder mit Waffen) und alles ist ok :thumbup:


Das gilt für jeden kriegerischen Akt. Das wirklichen Mann gegen Mann Gefechte sind selten.
Aber du weißt schon, welche Menschen da angegriffen werden, oder?
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
Baier is ma ned so - Baier sei is a Lebenseinstellung
Mia glangt das i woas das i kennt wenn i woin dadat

Zurück zu „30. Nordamerika“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Ebiker und 1 Gast