Trumps Wiederwahl 2020

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Adam Smith
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Adam Smith » Sa 4. Mai 2019, 22:44

Alter Stubentiger hat geschrieben:(04 May 2019, 18:36)

Ihr "Hoch" erlebten die Briten durch den Thatcherismus und bezahlen heute dafür. Es ist nämlich nicht die EU die daran schuld ist dass es so vielen Briten schlecht geht und das Gesundheitssystem an Krücken geht. Es ist der durch Thatcher forcierte Neoliberalismus.


In den USA müsste das ja jetzt Reagan sein und in Deutschland ku­ri­o­ser­wei­ser Schröder.
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Nomen Nescio
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 4. Mai 2019, 23:25

Adam Smith hat geschrieben:(04 May 2019, 22:44)

In den USA müsste das ja jetzt Reagan sein

das ist doch so. unter ihn wurde manches privatisiert. schlimmer ist aber die steuersenkun g von ihm und das ankurbeln der (militärische) ausgaben. nixon verließ nicht umsonst den goldenen standard.
als es eisenhower gab, betrug die steuer um die 90%. ich meine daß bei reagan noch immer 70-75% galt. er hat bereits die steuer erheblich gesenkt. und das wurde noch schlimmer unter anderen republikanischen prasidenten. das resultat? NEGATIV.
die USA lebt auf pump. hat kaum in schwere industrie investiert, was noch zur elend beiträgt.
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Adam Smith
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Adam Smith » Sa 4. Mai 2019, 23:31

Nomen Nescio hat geschrieben:(04 May 2019, 23:25)
hat kaum in schwere industrie investiert, was noch zur elend beiträgt.


Stalin hat in schwere Industrie investiert und war damit erfolgreich. Diese Zeit ist aber vorbei.
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Nomen Nescio
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 4. Mai 2019, 23:35

Adam Smith hat geschrieben:(04 May 2019, 23:31)

Stalin hat in schwere Industrie investiert und war damit erfolgreich. Diese Zeit ist aber vorbei.

kaum mehr schiffsbau konkurrierend; wagen idem.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Liberty » So 5. Mai 2019, 02:27

Nomen Nescio hat geschrieben:(04 May 2019, 06:58)
die abrechnung muß noch kommen. er hat vieles auf pump getan. das wird sich rächen.
eine versprechung von ihm war doch daß die staatsschulden vermindert würden ? sie sind noch nie so hoch gewesen.


Seitdem Trump Präsident ist sinken die Staatsschulden erstmals seit vielen Jahren wieder.

https://de.statista.com/statistik/daten ... odukt-bip/
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Orbiter1
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Orbiter1 » So 5. Mai 2019, 08:01

Liberty hat geschrieben:(05 May 2019, 02:27)

Seitdem Trump Präsident ist sinken die Staatsschulden erstmals seit vielen Jahren wieder.

https://de.statista.com/statistik/daten ... odukt-bip/
Ja, aber die sinken nur deshalb im Verhältnis zum BIP weil er bei eigentlich gut laufender Konjunktur nochmal 1.000 Mrd $ pro Jahr zusätzliche Schulden aufnimmt damit sie sehr gut läuft. So etwas nennt man Strohfeuer. Sinnvoll wäre es in konjunkturell guten Zeiten die Schuldenneuaufnahme zu senken und in konjunkturell schlechten Zeiten zu steigern. Er macht das Gegenteil davon. Ausbaden muß das sein Nachfolger.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon peterkneter » So 5. Mai 2019, 11:29

Nomen Nescio hat geschrieben:(04 May 2019, 18:21)

bist du prophet?

primair entscheidet die wirtschaft. sekundär die aversion gegen trump.


Das ist doch genau das, was ich meinte. Solange die wirtschaft brumt und die Arbeitslosenzahlen niedrig sind wird nicht auf ein anderes Pferd gesetzt.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Cobra9 » So 5. Mai 2019, 12:20

Liberty hat geschrieben:(05 May 2019, 02:27)

Seitdem Trump Präsident ist sinken die Staatsschulden erstmals seit vielen Jahren wieder.

https://de.statista.com/statistik/daten ... odukt-bip/


Der Effekt ist temporär.

Unterbricht Donald Trump die Schuldensause, droht der US-Wirtschaft ein ordentlicher Kater. Immer noch boomt die Volkswirtschaft, allerdings deutet viel darauf hin, dass die Feier nur mit Drogen künstlich verlängert wird.



Aufgeputscht wird die US-Wirtschaft mit Schulden, die der US-Präsident bereitwillig aufnimmt. Washington hat zwar schon lange ein Problem mit den Staatsfinanzen, doch das Tempo des Schuldenanstiegs,noch dazu in einer Hochkonjunkturphaseist neu.



Seit 2017 ist die Verschuldung der USA um zwei Billionen auf 22 Billionen Dollar gestiegen. Der Zuwachs entspricht mehr als der fünffachen Wirtschaftsleistung Österreichs. Das Haushaltsloch machte selbst im Boomjahr 2018 mehr als vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus und werde laut der Publikation Fiscal Monitor des Internationalen Währungsfonds bis 2023 über der Marke liegen. Zum Vergleich mal. Die Eurozone verzeichnete im Vorjahr eine Neuverschuldung von 0,6 Prozent des BIP.



Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält in seiner Untersuchung fest, dass trotz tendenzieller Reduktion der Staatsschulden in den Industriestaaten die Verbindlichkeiten der USA weiter steigen würden: auf 110 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024. Zum Vergleich: Die beinahe ständig von Schuldenkrisen geplagte Eurozone kommt in fünf Jahren laut "Fiscal Monitor" auf einen Wert von 75 Prozent.

Trotz künstlich nach unten gedrückter Zinsen, die zu massiven Vermögensverlusten der Sparer führen, wächst die Belastung der hoch verschuldeten Länder aus dem Schuldendienst. Zinszahlungen, neue Schulden sowie die Refinanzierung auslaufender Staatsanleihen durch Ausgabe neuer Schuldentitel wachsen in den USA massiv. Das Finanzministerium muss sich aktuellr um die Aufnahme von Mitteln in Höhe von fast 30 Prozent des BIP kümmern, um allen Verpflichtungen nachkommen zu können. Das deutlich höher verschuldete Italien kommt auf knapp 24 Prozent, Deutschland auf 3,5 Prozent.


Immer mehr Ökonomen machen darauf aufmerksam, dass der Absturz umso tiefer ausfallen wird, je mehr gepumptes Geld den Boom angeheizt hat.

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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Cat with a whip » So 5. Mai 2019, 13:35

Das kümmert den Kriminellen nicht, denn wenn die Schuldenkrise durchschlägt ist er nicht mehr Präsident. Das sagte er laut Augenzeugen sogar selbst als ihm seine Berater die Schuldenentwicklung auf dem Papier zeigten. Es kümmert ihn also nur sofern es ihm in der Amtszeit kurzfristig nützt. In der Öffentlichkeit will Trump davon nichts wissen und lügt stattdessen über die Staatsschulden, siehe:

President Donald Trump misleadingly claimed that “deficits seem to be coming down,” when in fact deficits are rising, largely because of the tax cuts he enacted.
In fact, the deficit in the first three months of fiscal year 2019 was 42 percent higher than it was for the same period last year.


https://www.factcheck.org/2019/02/trump ... -deficits/

Oder

Trump vowed to eliminate the debt in 8 years. He’s on track to leave it at least 50 percent higher.


https://www.washingtonpost.com/business ... 519b947153

Die Wirtschaft hat Trump ja in einem formidablen Zustand (entgegen des Desinformations-Trommelfeuers der Rechten in den USA und der Trump-Kampanie 2016) übernommen, moderates Wachstum und Inflation und nahezu Vollbeschäftigung, Stichwort "Goldilocks Zone". Der postive Trend der langjährigen Erholung geht nur weiter wie schon unter Obama.

Aber anstatt die aufgeschobenen Probleme der maroden Infrastruktur allenortens, Finanzierung des Gesundheitssystems aufzustocken und Schulden abzubauen (was die Republikaner schon unter Obama verhinderten), kommt zur Ablenkung das Potemkinsche Dorf der albernen Mauer, Nationaler Notstand zu Mexiko samt fremdenfeindliche Hetze, die keine Probleme lösen, kamen ohne Not Aufblähung der Staatsschulden zugunsten Steuersenkung für die Reichsten, Umverteilung von Haushaltsgelder aus dem sozialen und zivilen Sektor in den Militärsektor und das Vabanque Spiel eines Handelkriegs.

Die Zeche zahlt in 10 Jahren massiv die Mittelschicht, die spüren gerade nur noch nicht wie ihnen aktuell das Fell von den Konservativen und Rechten über die Ohren gezogen wird.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Nomen Nescio » So 5. Mai 2019, 15:30

peterkneter hat geschrieben:(05 May 2019, 11:29)

Das ist doch genau das, was ich meinte. Solange die wirtschaft brumt und die Arbeitslosenzahlen niedrig sind wird nicht auf ein anderes Pferd gesetzt.
"Never change a winning team" ist das Motto.

dann soltest du die konditionen deutlich machen. denn es ist eine frage ob die wirtschaft noch so lange wächst. es gibt deutliche zeichen daß das nicht so ist.
was zu denken von den großfirmen die fabriken im ausland bauen?
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Nomen Nescio » So 5. Mai 2019, 15:41

Liberty hat geschrieben:(05 May 2019, 02:27)

Seitdem Trump Präsident ist sinken die Staatsschulden erstmals seit vielen Jahren wieder.

President Donald Trump misleadingly claimed that “deficits seem to be coming down,” when in fact deficits are rising, largely because of the tax cuts he enacted.

In fact, the deficit in the first three months of fiscal year 2019 was 42 percent higher than it was for the same period last year.

Trump’s comment came as the president boasted about the country’s strong economy during a signing ceremony for a space policy directive.

https://www.factcheck.org/2019/02/trump-disinformation-on-deficits/

wer hat nun recht ?? factcheck oder du ?
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Nomen Nescio » So 5. Mai 2019, 15:51

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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Alter Stubentiger » So 5. Mai 2019, 16:19

Adam Smith hat geschrieben:(04 May 2019, 22:44)

In den USA müsste das ja jetzt Reagan sein und in Deutschland ku­ri­o­ser­wei­ser Schröder.

Ja richtig. Wobei Schröder nur die Liberalisierung der Finanzmärkte vorzuwerfen ist. Wenn überhaupt. Man stand da unter Zugzwang. Und damals sah es ja auch so toll aus in den USA und GB. Die Nachteile waren da nicht zu erkennen. Und die allermeisten Wirtschaftswissenschaftler haben auch nicht kapiert welches Monster da entfesselt wurde. Die haben so gut wie alle Beifall geklatscht.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Alter Stubentiger » So 5. Mai 2019, 16:24

Adam Smith hat geschrieben:(04 May 2019, 23:31)

Stalin hat in schwere Industrie investiert und war damit erfolgreich. Diese Zeit ist aber vorbei.

Er war nicht erfolgreich damit. Die stalinistische Wirtschaft stand und fiel mit der Vernichtung von Menschen durch Arbeit. Nicht unbedingt in den normalen Fabriken aber bei der Zulieferung von Holz, Kohle, Eisenerz und sonstiger Rohstoffe oder beim Bau der notwendigen Infrastruktur. Das lief zu großen Teilen über das GULAG-System.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Alter Stubentiger » So 5. Mai 2019, 16:29

Cobra9 hat geschrieben:(05 May 2019, 12:20)

Der Effekt ist temporär.

Unterbricht Donald Trump die Schuldensause, droht der US-Wirtschaft ein ordentlicher Kater. Immer noch boomt die Volkswirtschaft, allerdings deutet viel darauf hin, dass die Feier nur mit Drogen künstlich verlängert wird.



Aufgeputscht wird die US-Wirtschaft mit Schulden, die der US-Präsident bereitwillig aufnimmt. Washington hat zwar schon lange ein Problem mit den Staatsfinanzen, doch das Tempo des Schuldenanstiegs,noch dazu in einer Hochkonjunkturphaseist neu.



Seit 2017 ist die Verschuldung der USA um zwei Billionen auf 22 Billionen Dollar gestiegen. Der Zuwachs entspricht mehr als der fünffachen Wirtschaftsleistung Österreichs. Das Haushaltsloch machte selbst im Boomjahr 2018 mehr als vier Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus und werde laut der Publikation Fiscal Monitor des Internationalen Währungsfonds bis 2023 über der Marke liegen. Zum Vergleich mal. Die Eurozone verzeichnete im Vorjahr eine Neuverschuldung von 0,6 Prozent des BIP.



Der Internationale Währungsfonds (IWF) hält in seiner Untersuchung fest, dass trotz tendenzieller Reduktion der Staatsschulden in den Industriestaaten die Verbindlichkeiten der USA weiter steigen würden: auf 110 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2024. Zum Vergleich: Die beinahe ständig von Schuldenkrisen geplagte Eurozone kommt in fünf Jahren laut "Fiscal Monitor" auf einen Wert von 75 Prozent.

Trotz künstlich nach unten gedrückter Zinsen, die zu massiven Vermögensverlusten der Sparer führen, wächst die Belastung der hoch verschuldeten Länder aus dem Schuldendienst. Zinszahlungen, neue Schulden sowie die Refinanzierung auslaufender Staatsanleihen durch Ausgabe neuer Schuldentitel wachsen in den USA massiv. Das Finanzministerium muss sich aktuellr um die Aufnahme von Mitteln in Höhe von fast 30 Prozent des BIP kümmern, um allen Verpflichtungen nachkommen zu können. Das deutlich höher verschuldete Italien kommt auf knapp 24 Prozent, Deutschland auf 3,5 Prozent.


Immer mehr Ökonomen machen darauf aufmerksam, dass der Absturz umso tiefer ausfallen wird, je mehr gepumptes Geld den Boom angeheizt hat.

Super erfolgreich ist Trump :rolleyes:


Putin kann zufrieden sein. Ich denke sein Plan geht auf.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Cobra9 » So 5. Mai 2019, 17:04

Alter Stubentiger hat geschrieben:(05 May 2019, 16:29)

Putin kann zufrieden sein. Ich denke sein Plan geht auf.


So seh Ich das auch. Trump ist entweder zu sehr von sich eingenommen oder total verblödet. Putin ist Er jedenfalls nicht gewachsen. Oder tatsächlich eine Marionette. Bleibt offen.Aber so wie Er seine Geschäfte geführt hat, so führt er sein Amt. Tricksen, Manipulation, PR
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Liberty » So 5. Mai 2019, 17:28

Trump bzw. den Republikanern allgemein wird von linker Seite immer vorgeworfen, sie würden eine Politik für "die Reichen" machen. Wie erklärt man sich dann eigentlich die Wählerverteilung in den USA?

Bei Weissen ohne Collegeabschluss ist Trump am stärksten. Und das sind ja eher nicht "die Reichen", sondern eher die breite Mittelschicht/untere Mittelschicht/Working class.

Auch wenn man sich die geographische Verteilung ansieht. Die Hochburgen der Republikaner sind die armen Südstaaten und das ganze "fly over country", wo die ganz normalen Leute leben, die sich von der Politik vergessen fühlen. Ansonsten überall im Land in den ländlichen Gebieten. Farmer, Rancher, einfache Leute vom Land und auch middle class in den suburbs.

Wenn man sich dagegen die Hochburgen der Demokraten ansieht: Grosse Metropolen, besonders an der West- und Ostküste. Also genau dort wo in den USA das grosse Geld gemacht wird, wo die grossen Medienkonzerte sitzen, die Unterhaltungs- und Finanzindustrie, wo die Reichen und Schönen leben.

Passt doch irgendwie nicht zu der Einschätzung Republikaner = Klientelpartei für Reiche, Demokraten = Partei für das einfache Volk.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon zollagent » So 5. Mai 2019, 18:00

Liberty hat geschrieben:(05 May 2019, 17:28)

Trump bzw. den Republikanern allgemein wird von linker Seite immer vorgeworfen, sie würden eine Politik für "die Reichen" machen. Wie erklärt man sich dann eigentlich die Wählerverteilung in den USA?

Bei Weissen ohne Collegeabschluss ist Trump am stärksten. Und das sind ja eher nicht "die Reichen", sondern eher die breite Mittelschicht/untere Mittelschicht/Working class.

Auch wenn man sich die geographische Verteilung ansieht. Die Hochburgen der Republikaner sind die armen Südstaaten und das ganze "fly over country", wo die ganz normalen Leute leben, die sich von der Politik vergessen fühlen. Ansonsten überall im Land in den ländlichen Gebieten. Farmer, Rancher, einfache Leute vom Land und auch middle class in den suburbs.

Wenn man sich dagegen die Hochburgen der Demokraten ansieht: Grosse Metropolen, besonders an der West- und Ostküste. Also genau dort wo in den USA das grosse Geld gemacht wird, wo die grossen Medienkonzerte sitzen, die Unterhaltungs- und Finanzindustrie, wo die Reichen und Schönen leben.

Passt doch irgendwie nicht zu der Einschätzung Republikaner = Klientelpartei für Reiche, Demokraten = Partei für das einfache Volk.

Zwischen realer Zugehörigkeit und gefühlter können durchaus Welten liegen.
Wer an Absurditäten glaubt, wird Abscheulichkeiten begehen. (Voltaire)
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Alter Stubentiger » So 5. Mai 2019, 18:22

Liberty hat geschrieben:(05 May 2019, 17:28)

Trump bzw. den Republikanern allgemein wird von linker Seite immer vorgeworfen, sie würden eine Politik für "die Reichen" machen. Wie erklärt man sich dann eigentlich die Wählerverteilung in den USA?

Bei Weissen ohne Collegeabschluss ist Trump am stärksten. Und das sind ja eher nicht "die Reichen", sondern eher die breite Mittelschicht/untere Mittelschicht/Working class.

Auch wenn man sich die geographische Verteilung ansieht. Die Hochburgen der Republikaner sind die armen Südstaaten und das ganze "fly over country", wo die ganz normalen Leute leben, die sich von der Politik vergessen fühlen. Ansonsten überall im Land in den ländlichen Gebieten. Farmer, Rancher, einfache Leute vom Land und auch middle class in den suburbs.

Wenn man sich dagegen die Hochburgen der Demokraten ansieht: Grosse Metropolen, besonders an der West- und Ostküste. Also genau dort wo in den USA das grosse Geld gemacht wird, wo die grossen Medienkonzerte sitzen, die Unterhaltungs- und Finanzindustrie, wo die Reichen und Schönen leben.

Passt doch irgendwie nicht zu der Einschätzung Republikaner = Klientelpartei für Reiche, Demokraten = Partei für das einfache Volk.


Der Trick ist ja dass Trump nicht mit Fakten punktet sondern mit Emotionen. Er bedient den "white trash" auf emotionaler Ebene und er hat die ärmeren Leute temporär entlastet mit seiner Steuerpolitik. Da fällt dann nicht so sehr auf dass er die Reichen permanent und viel stärker entlastet hat. Die Rechnung für das ärmere Amerika kommt nach der nächsten Wahl.

Man darf auch nicht vergessen dass die Oberschicht die demokratisch wählt Steuererleichterungen weder wollte noch brauchte. Die Teile der Oberschicht die Trump wählte sind dagegen die Gierigen. Die Wallstreet die die Regeln die Obama ihnen auferlegte wieder los werden wollte. Und Milliardäre wie die Koch-Brüder oder die Wal-Mart-Waltons die den Hals einfach nicht voll kriegen.
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Re: Trumps Wiederwahl 2020

Beitragvon Cat with a whip » So 5. Mai 2019, 18:35

Cobra9 hat geschrieben:(05 May 2019, 17:04)

So seh Ich das auch. Trump ist entweder zu sehr von sich eingenommen oder total verblödet. Putin ist Er jedenfalls nicht gewachsen. Oder tatsächlich eine Marionette. Bleibt offen.Aber so wie Er seine Geschäfte geführt hat, so führt er sein Amt. Tricksen, Manipulation, PR


Einschüchtern und Mobben.
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