Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon zollagent » Mi 9. Mai 2018, 08:15

van Kessel hat geschrieben:(08 May 2018, 23:54)

"DarkLightbringer"
kch kenne das Abkommen nicht in jedem der Paragrafen. Für mich als homo politikus offenbart sich lediglich, dass man ein Abkommen, welches die Welt etwas friedlicher gemacht hat, mutwillig aufgekündigt hat.

Die übrigen Konflikte gab es schon davor und wird es auch danach geben; dies ist sicher!ganz deiner Meinung; dumm nur, dass sich auch Staaten des Terrors bedienen, um Ziele zu erreichen.

Da nehmen sich die USA leider auch nicht zurück, sondern haben seit dem WK2 munter an der Schraube mitgedreht. Es ist ja wohlbekannt, dass Al Kaida mit Bin Laden, eine US-Erfindung war, um den Russen in Afghanistan zu 'schaden'? Bin Laden war in US-Sold und wurde von diesen nach Kapitalistenmanier abserviert; die Rache hieß 9/11 und danach kam die Front der Willigen in den Irak usw. usw.

Wir müssen genau aufpassen, wenn Terroristen mit dem Finger auf andere Terroristen zeigen.

Immer dieselben dummen Märchen von immer wieder sich anders nennenden Protagonisten. :mad2:
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon SirToby » Mi 9. Mai 2018, 08:15

zollagent hat geschrieben:(09 May 2018, 08:12)

Wer den Teufel austreiben will, hat im Beelzbub keinen guten Verbündeten.


Typen wie der General und van Kessel wollen nichts austreiben, sie wollen einfach nur, dass die USA in Schutt und Asche liegen, und wenn der Rest der Welt dadurch auch in Schutt und Asche liegt, war es das wert.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Europa2050 » Mi 9. Mai 2018, 08:18

SirToby hat geschrieben:(09 May 2018, 08:15)

Typen wie der General und van Kessel wollen nichts austreiben, sie wollen einfach nur, dass die USA in Schutt und Asche liegen, und wenn der Rest der Welt dadurch auch in Schutt und Asche liegt, war es das wert.


Da geh ich mit dir ja konform, und könnte noch ein paar Namen hinzufügen - aber:

Die werden das nicht mal ansatzweise schaffen, bei dem Idioten im weißen Haus bin ich mir dagegen nicht so sicher ...
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stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon SirToby » Mi 9. Mai 2018, 08:19

Alexyessin hat geschrieben:(09 May 2018, 08:07)

Du meinst, die hauen sich regelmässig aufs Maul um dann gegen den Westen zusammenzustehen?


Ja, Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

Wenn sie isoliert in einem Gebiet wie dem Jemen arbeiten, bekämpfen sie einander, wenn ein westlicher Akuter dazu kommt, machen sie gemeinsame Sache, siehe Hamas und Iran. Würde der alte Traum Israel ins Meer zu treiben wahr, würden die innerhalb von 2 Wochen wieder miteinander im Clinch liegen.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon JJazzGold » Mi 9. Mai 2018, 09:01

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(09 May 2018, 01:34)

Das 5+1 Atomabkommen mit Iran hatte von Anfang an schwerwiegende Mängel. Vor allem, was die internationale und unabhängige,
tatsächliche Kontrolle der Atomanlagen in Iran angeht. Die Kontrollen bzw. Proben usw. werden nämlich von IRANISCHEN Experten
der intern. Atomenergiebehörde ausgehändigt. Die sonst übliche Praxis, dass die Behörde mit eigenen Experten uneingeschränkten Zugang
erhält, um selbst die notwendigen Untersuchungen, Proben und Verifizierungen durchzuführen, war UND ist damit NICHT gegeben.
Und auch nicht, tatsächlich und wirksam kontrollieren zu können, ob Iran nicht doch weiterhin an einem atomaren Geheimprogramm arbeitet.
Zugang zu militärisch sensiblen Bereichen verweigerte der Iran bereits bei den Verhandlungen zu dem 5+1 - Abkommen kategorisch.

Weshalb nun die Aufkündigung dieses Abkommens solches Aufschreien (der damals mitbeteiligten Staaten und Partner der USA) erzeugt, ist
mehr als scheinheilig und ignorant. Man wusste nicht nur in den USA, dass das Abkommen unübersehbare Mängel im Kern hat, sprich,
tatsächlich sicher zu stellen, dass Iran nicht weiter an einer Atombombe schrauben kann. Dass dies nie gegeben war, und nicht nur Präsident Trump diesen Atomdeal mit Iran für fragwürdig und schlecht hält, sondern auch schon damals, in 2015
viele republikanische Politiker die Schwächen bzw. die Nichtwirksamkeit einer tatsächlichen Kontrolle sahen, nicht nur Israel, ist Fakt.

Insofern scheinen die Europäer eher an ihren geschäftlichen Interessen orientiert zu sein, und die tatsächliche Gefahr, die von Iran, vor allem einem atomar aufgerüsteten, ausgeht,
sehr naiv und profitorientiert, zu ignorieren. Bezüglich der Sicherheitsinteressen Israels pelzt man sich ohnehin.
Zur Erinnerung: Ali Chamenei hatte noch vor dem Abschluß des Abkommens öffentlich erklärt, dass Israel die nächsten 25 Jahre nicht überleben werde.

Man sollte auch registrieren, dass Iran nicht bereit war und weiterhin ist, über Nachbesserungen oder Änderung (gerade hinsichtlich tatsächlich wirksamer Kontrollmöglichkeiten)
zu verhandeln. Warum wohl…?

Es ist auch festzuhalten, dass dieses Atomabkommen die Welt nicht sicherer gemacht hat, oder friedlicher, gerade in Bezug auf Iran und dessen aggressive, terror- und unruhestiftende
Machtpolitik im Nahen und mittleren Osten.

In Europa, speziell Deutschland, sollte man sich auch die Frage stellen, wer im Falle eines atomar aufgerüsteten und aggressiven Iran diese Region schützt oder potentielle
Aggressoren abschrecken soll? - Doch nicht etwa Herr Putin? *3x kurz gelacht. - Es wäre fatal, wenn sich Europa, besonders unter der nassforschen Führung
des sicherheitspolitischen Jungspunds an der Spitze Frankreichs, auf die Seite des Iran und gegen die USA schlägt. Dass Frankreich als ehemalige politische Herberge
des Ajatollah Khomeini besondere Bande und Gefühle für Iran hat, ist ja nichts Neues.

Aber sicherheitspolitisch ist es haarig. Man sollte nicht nur fette Profite mit Irangeschäften im Blick haben.


Alles richtig konstatiert.

1.) Der Iran hat seit 1968 seine Unterschrift unter den Atomwaffensperrvertrag gesetzt. Die Notwendigkeit eines erneuten, zusätzlichen Abkommens hat sich mir noch nie erschlossen. Wenn der Iran meint gegen den Vertrag verstossen zu wollen, dann waren die Sanktionen gerechtfertigt und die Androhung Nuklearwaffen produzieren zu können und zu wollen ein Akt der Erpressung. Ganz zu schweigen von der absurden vertraglich zugesicherten Selbstkontrolle.

2.) Will der Iran ausländische Investitionen, dann lässt sich das nicht über den Bruch des Atomwaffensperrvertrags erpressen, sondern erfordert Angebote und Aktionen, angefangen von der Beseitigung der exzessiven behördlichen Korruption und den restriktiven behördlichen Auflagen.

3.) Zudem gebe ich zu bedenken, dass die extern angeregte wirtschaftliche Stabilisierung des Iran einer Unterstützung des militärischen Vorgehens im Nahen Osten Vorschub leistet und nicht nur unter dem wirtschaftlich profitablen Aspekt für z.B. die EU Staaten zu betrachten ist. “Das Volk“ im Iran wird davon nur marginal profitieren, da die Profite in der Regel ohnehin nur in die bereits gut gefüllten Taschen der iranischen Oligarchen fließen werden.

4.) Rohani, die instabile Hoffnung des Westens auf eine Lockerung politischer Gegebenheiten des Gottesstaates und dementsprechender gesellschaftlicher Auswirkungen, wird ohne Frage weiter geschwächt werden durch Trumps willkürliche Aktion. Da hilft auch der Trump' sche Notausgang des Angebots, den Vertrag erneut zu verhandeln nichts mehr. Rohani wird zum Hardliner, oder durch Restriktionen bis zum Absägen durch die Mullahs bewegungslos.

5.) Trumps Aufkündigung des Vertrags rein wirtschaftlich zu begründen halte ich für falsch. Die beinhaltet meiner Meinung auch die Verstärkung der zementierten Saudia vs Iran Front im Nahen Osten, einschließlich aller Front orientierten Beteiligten.

6.) Der EU kann man nur raten, hilf dir selbst, vorzugsweise ohne sich von Trump oder Putin oder Netanjahu oder die Sauds in diesen Zweifrontenkrieg hineinziehen zu lassen. Das läuft am besten über stabile Verträge und nicht über politisch angeregte, zweifelhafte Verträge. Das mag kurzfristig auf wirtschaftliche Einbußen hinauslaufen, wird sich aber langfristig bewähren, weitaus stabiler und profitabler als Epressungsversuchen, egal von welcher Seite, kurzfristig nachzugeben und dann Milliarden abzuschreiben.
Zuletzt geändert von JJazzGold am Mi 9. Mai 2018, 09:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Liegestuhl » Mi 9. Mai 2018, 09:37

Vermutlich wird Trump den Nahen Osten genauso erschüttern, wie beim Umzug der US-amerikanischen Botschaft nach Jerusalem.
Ich schulde dem Leben das Leuchten in meinen Augen.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon SirToby » Mi 9. Mai 2018, 09:40

JJazzGold hat geschrieben:(09 May 2018, 09:01)

Alles richtig konstatiert.

1.) Der Iran hat seit 1968 seine Unterschrift unter den Atomwaffensperrvertrag gesetzt. Die Notwendigkeit eines erneuten, zusätzlichen Abkommens hat sich mir noch nie erschlossen. Wenn der Iran meint gegen den Vertrag verstossen zu wollen, dann waren die Sanktionen gerechtfertigt und die Androhung Nuklearwaffen produzieren zu können und zu wollen ein Akt der Erpressung. Ganz zu schweigen von der absurden vertraglich zugesicherten Selbstkontrolle.

2.) Will der Iran ausländische Investitionen, dann lässt sich das nicht über den Bruch des Atomwaffensperrvertrags erpressen, sondern erfordert Angebote und Aktionen, angefangen von der Beseitigung der exzessiven behördlichen Korruption und den restriktiven behördlichen Auflagen.

3.) Zudem gebe ich zu bedenken, dass die extern angeregte wirtschaftliche Stabilisierung des Iran eine Unterstützung des militärischen Vorgehens im Nahen Osten Vorschub leistet und nicht nur unter dem wirtschaftlich profitablen Aspekt für z.B. die EU Staaten zu betrachten ist. “Das Volk“ im Iran wird davon nur marginal profitieren, da die Profite in der Regel ohnehin nur in die bereits gut gefüllten Taschen der iranischen Oligarchen fließen werden.

4.) Rohani, die instabile Hoffnung des Westens auf eine Lockerung politischer Gegebenheiten des Gottesstaates und dementsprechender gesellschaftlicher Auswirkungen, wird ohne Frage weiter geschwächt werden durch Trumps willkürliche Aktion. Da hilft auch der Trump' sche Notausgang des Angebots, den Vertrag erneut zu verhandeln nichts mehr. Rohani wird zum Hardminer, oder Restriktionen bis zum Absägen durch die Mullahs bewegungslos.

5.) Trumps Aufkündigung des Vertrags rein wirtschaftlich zu begründen halte ich für falsch. Die beinhaltet meiner Meinung auch die Verstärkung der zementierten Saudia vs Iran Front im Nahen Osten, einschließlich aller Front orientierten Beteiligten.

6.) Der EU kann man nur raten, hilf dir selbst, vorzugsweise ohne sich von Trump oder Putin oder Netanjahu oder die Sauds in diesen Zweifrontenkrieg hineinziehen zu lassen. Das läuft am besten über stabile Verträge und nicht über politisch angeregte, zweifelhafte Verträge. Das mag kurzfristig auf wirtschaftliche Einbußen hinauslaufen, wird sich aber langfristig bewähren, weitaus stabiler und profitabler als Epressungsversuchen, egal von welcher Seite, kurzfristig nachzugeben und dann Milliarden abzuschreiben.


Sehr schön gesagt... :thumbup:
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon SirToby » Mi 9. Mai 2018, 09:45

Europa2050 hat geschrieben:(09 May 2018, 08:18)

Da geh ich mit dir ja konform, und könnte noch ein paar Namen hinzufügen - aber:

Die werden das nicht mal ansatzweise schaffen, bei dem Idioten im weißen Haus bin ich mir dagegen nicht so sicher ...


Das ist die Frage: Ich muss zugeben, ich war entsetzt, als Trump im November 16 gewählt wurde. Ich würde mir auch lieber Clinton wünschen. Aber gewählt ist gewählt, er ist erstmal bs 2020 Präsident

Mittlerweile habe ich auch meine Position revidiert: Ich sehe Trump mittlerweile eher als Ventil, denn als Akteur. Und ehrlicherweise muss ich halt auch sagen: So sehr mich sein Stil und Amtsführung ankotzt, hat er doch Akzente gesetzt, die ich generell als richtig erachte.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon zollagent » Mi 9. Mai 2018, 09:48

SirToby hat geschrieben:(09 May 2018, 09:45)

Das ist die Frage: Ich muss zugeben, ich war entsetzt, als Trump im November 16 gewählt wurde. Ich würde mir auch lieber Clinton wünschen. Aber gewählt ist gewählt, er ist erstmal bs 2020 Präsident

Mittlerweile habe ich auch meine Position revidiert: Ich sehe Trump mittlerweile eher als Ventil, denn als Akteur. Und ehrlicherweise muss ich halt auch sagen: So sehr mich sein Stil und Amtsführung ankotzt, hat er doch Akzente gesetzt, die ich generell als richtig erachte.

Die wären?
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon SirToby » Mi 9. Mai 2018, 09:53

zollagent hat geschrieben:(09 May 2018, 09:48)

Die wären?


Verlegung der Botschaft, die Mahnung an die Europäer endlich mal wieder den Wehretat aufzustocken, den Kampf mit China gegen Schutzzölle und die fragwürdige Praxis der Chinesen, Firmen nur ins Land zu lassen, wenn diese sich an Joint Venturas unter chinesischer Führung beteiligen, den Umgang der Chinese mit ausländischen Rech-Firmen und Firewalls und eben jetzt die Aufkündigung eines Abkommens, das laut Atomwaffensperrvertrag eh keine Berechtigung hätte haben dürfen.

Ich finde es einfach schade, dass es offensichtlich eines Egomanen wie Trump bedarf um solche, aus meiner Sicht, selbstverständlichen Dinge anzustossen.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon zollagent » Mi 9. Mai 2018, 10:24

SirToby hat geschrieben:(09 May 2018, 09:53)

Verlegung der Botschaft, die Mahnung an die Europäer endlich mal wieder den Wehretat aufzustocken, den Kampf mit China gegen Schutzzölle und die fragwürdige Praxis der Chinesen, Firmen nur ins Land zu lassen, wenn diese sich an Joint Venturas unter chinesischer Führung beteiligen, den Umgang der Chinese mit ausländischen Rech-Firmen und Firewalls und eben jetzt die Aufkündigung eines Abkommens, das laut Atomwaffensperrvertrag eh keine Berechtigung hätte haben dürfen.

Ich finde es einfach schade, dass es offensichtlich eines Egomanen wie Trump bedarf um solche, aus meiner Sicht, selbstverständlichen Dinge anzustossen.

Das ist durchaus strittig. Und ebenso ist es strittig, daß es "eines Egomanen Bedarf". Wobei den das, was du hier ausführst, wahrscheinlich ungefähr so interessiert wie die Seriennummer des berühmten Reissacks. Den interessiert nur seine Gedankenwelt. Und die macht schon mal Sprünge.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 9. Mai 2018, 11:31

Der General hat geschrieben:(09 May 2018, 01:56)

Das bleibt abzuwarten und ist eher unwahrscheinlich.

Dein "Busenfreund" Maas hat schon mehr ausgeplaudert als er durfte ;)

Wie schon geschrieben, bleibt der IRAN sehr gelassen und besonnen, nun wollen wir doch mal sehen, was sich die "Allianz der Kriegstreiber" als nächstes einfallen lassen nicht wahr ? :rolleyes:

Wenn der Iran weiterhin seine Terror-Tentakeln auf sehr hohem Niveau finanzieren will, braucht er viel Gold. Und dieses fällt - trotz der exklusiven Beziehungen zu Allah - nicht vom Himmel.
Die Europäer werden tief in die Tasche greifen müssen, um die Schwarzröcke bei Laune zu halten.
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon van Kessel » Mi 9. Mai 2018, 11:50

"zollagent"
Immer dieselben dummen Märchen von immer wieder sich anders nennenden Protagonisten. :mad2:
seit 2013 nenn ich mir hier nur mit einem Usernamen.

Dass du die Weltgeschichte nicht auf die Reihe bekommst, ist ja nun nicht mein Verschulden. Empfehle dringend sich der Lektüren anzunehmen, welche die Afghanistan-Kriege und der daran beteiligten Mächte und Personen, aufzeigen.

Dass du im Übrigen einer Mobbing-Ideologie anhängig bist, macht deine Argumente nicht 'schlagkräftiger'.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DerFlamingo » Mi 9. Mai 2018, 12:02

@JJazzGold:
Deine Auflistung würde ich so unterschreiben, ansich müsste der Vertrag von 1968 völlig ausreichen und es bräuchte keinen Atomdeal.
Aber:
Seit 1968 ist viel passiert, die US-Politik in der Region hat sich von bloßer Aufrüstung seiner Verbündeten (SA, Israel, der "alte" Iran) zu einem agressiven Interventionismus gewandelt. (Irak, Lybien, Syrien)
Dabei schert man sich auch nicht sondelich um geltendes Recht oder geschlossene Verträge.
Man sollte dem Regime in Teheran schon den Drang zur selbsterhaltung zugestehen.
Ist es aus dieser Warte verwundelich wenn man also versucht sich gegen eine drohende US geführte Intervention zu versichern?
Dafür gibt es im grunde nur ein Mittel, ich nenne es mal den "Kim-Joker" ;)
van Kessel

Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon van Kessel » Mi 9. Mai 2018, 12:04

"Europa2050"
Da geh ich mit dir ja konform, und könnte noch ein paar Namen hinzufügen - aber:
Die werden das nicht mal ansatzweise schaffen, bei dem Idioten im weißen Haus bin ich mir dagegen nicht so sicher ...
tut es eigentlich weh, keinen eigenen Standpunkt zu haben? :(
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 9. Mai 2018, 12:06

Troh.Klaus hat geschrieben:(09 May 2018, 01:27)

Tja, man kann es drehen und wenden, wie man will. Es läuft darauf hinaus, dass die USA mit ihrem Präsidenten Trump Europa in eine Zwickmühle gebracht haben. Das eigentliche Ziel des Rückzugs aus dem Atomabkommen scheint also weniger der Iran als vielmehr Europa zu sein.

Die USA zeigen damit mehr als deutlich, dass sie die Europäer nicht mehr als Partner sehen.

Was wollen die USA denn ernsthaft tun, wenn der Iran sich jetzt wieder - frei von den Abkommensbeschränkungen - dem Aufbau eines nukleares Arsenals widmet? In Teheran ein marschieren? Viel Spass! Ob Rußland dann still halten wird wie weiland beim Irak?

Der Verzicht auf Gemeinsamkeit ist in einer sich zuspitzenden Lage fraglos ein Luxus. Man hätte schon 2013 erkennen können, dass Appeasement nichts bringt, sondern lediglich den Schwierigkeitsgrad erhöhen würde. Die Region steht jetzt vor dem Abgrund eines großen Krieges. Fährt man das Programm der letzten Jahre weiter, steht man vor dem Abgrund eines noch größeren Krieges.

Was wollen die Europäer denn ernsthaft tun ? Risiko-Kapital durch Bürgschaften absichern? Stillhalten, während sich der Terrorismus im nördlichen Bogen vom Mittelmeer bis zum Jemen erstreckt ? Syrien als Abschußrampe für ballistische Raketen akzeptieren, die sowohl Israel, Saudi-Arabien wie auch Europa erreichen können ?

Unterdessen wird aktuell von Explosionen südlich von Damaskus berichtet. Waffendepots und Raketenwerfer seien getroffen worden, die mutmaßlich den "Revolutionsgarden" in al-Kiswah gehörten.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Alexyessin » Mi 9. Mai 2018, 12:17

DarkLightbringer hat geschrieben:(09 May 2018, 11:31)

Wenn der Iran weiterhin seine Terror-Tentakeln auf sehr hohem Niveau finanzieren will, braucht er viel Gold. Und dieses fällt - trotz der exklusiven Beziehungen zu Allah - nicht vom Himmel.
Die Europäer werden tief in die Tasche greifen müssen, um die Schwarzröcke bei Laune zu halten.


Was ist mit dem Geld, das SA gegeben wird? Nicht das ich eine Antwort von dir erwarte....
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon ThorsHamar » Mi 9. Mai 2018, 12:20

DerFlamingo hat geschrieben:(09 May 2018, 12:02)

@JJazzGold:
Deine Auflistung würde ich so unterschreiben, ansich müsste der Vertrag von 1968 völlig ausreichen und es bräuchte keinen Atomdeal.
Aber:
Seit 1968 ist viel passiert, die US-Politik in der Region hat sich von bloßer Aufrüstung seiner Verbündeten (SA, Israel, der "alte" Iran) zu einem agressiven Interventionismus gewandelt. (Irak, Lybien, Syrien)
Dabei schert man sich auch nicht sondelich um geltendes Recht oder geschlossene Verträge.
Man sollte dem Regime in Teheran schon den Drang zur selbsterhaltung zugestehen.
Ist es aus dieser Warte verwundelich wenn man also versucht sich gegen eine drohende US geführte Intervention zu versichern?
Dafür gibt es im grunde nur ein Mittel, ich nenne es mal den "Kim-Joker" ;)


Wieso KIm-Joker und nicht Mabowitsch-Joker?
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/is ... n-100.html
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon Der General » Mi 9. Mai 2018, 12:21

DarkLightbringer hat geschrieben:(09 May 2018, 11:31)

Wenn der Iran weiterhin seine Terror-Tentakeln auf sehr hohem Niveau finanzieren will, braucht er viel Gold. Und dieses fällt - trotz der exklusiven Beziehungen zu Allah - nicht vom Himmel.
Die Europäer werden tief in die Tasche greifen müssen, um die Schwarzröcke bei Laune zu halten.


Der Krieg in Syrien befindet sich im Endstadium, von daher kann die Finanzielle Unterstützung an Syrien herunter geschraubt werden.

Wie die Europäer sich verhalten werden ist noch etwas Unklar. Da jedoch schon viel in Teheran und anderswo im Iran investiert wurde, glaube ich das Trump isoliert wird und allein mit seinen Sanktionen dar steht.

Grundsätzlich geht es aber immer noch darum spätestens "ab 2019 auf den Straßen von Teheran zu feiern", Quelle in Bild und Ton des Sicherheitsberater Trump´s hatte ich ja bereits verlinkt. Die Kündigung des Abkommens ist nur ein Schritt in dessen Richtung. Wir werden sehr sicher noch andere Amtshandlungen des Blonden Cowboy in Sachen Iran, erleben ?!? Dabei kann Natürlich auch Israel eine nützliche Rolle übernehmen.
Zuletzt geändert von Der General am Mi 9. Mai 2018, 12:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trumps Rückzug aus dem Atomabkommen

Beitragvon zollagent » Mi 9. Mai 2018, 12:21

van Kessel hat geschrieben:(09 May 2018, 11:50)

"zollagent"
seit 2013 nenn ich mir hier nur mit einem Usernamen.

Dass du die Weltgeschichte nicht auf die Reihe bekommst, ist ja nun nicht mein Verschulden. Empfehle dringend sich der Lektüren anzunehmen, welche die Afghanistan-Kriege und der daran beteiligten Mächte und Personen, aufzeigen.

Dass du im Übrigen einer Mobbing-Ideologie anhängig bist, macht deine Argumente nicht 'schlagkräftiger'.

Märchen von Usern habe ich hier schon zu viele gelesen, um jede Story für bare Münze zu nehmen. Heul leiser.
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