amerikanische demokratie

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Cobra9
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Cobra9 » Sa 12. Nov 2016, 08:55

MOD

-- Geputzt

Aber wenn das Thema so nochmal abgleitet mach Ich mindestens 2 Tage dicht

MOD
Das Böse hat einen Namen. Schokolade !

User auf Ignore erhalten keine Antwort

Auf meiner Liste : Alter Stubentiger
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King Kong 2006
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon King Kong 2006 » Mo 14. Nov 2016, 20:31

Chance in der Krise?

Jüdisch-muslimische Allianz? Bringt der vermeintliche Hasadeur Trump die Menschen zusammen? Nachdem Trump Steve Bannon in sein Kern-Kompetenzteam geholt hat, wird vielen flau. Nicht nur wurde er wegen häuslicher Gewalt in den Medien bekannt, er gilt auch als Betreiber eine rechten Seite.

Trump Effect: Jewish and Muslim Organizations Form New Alliance

A new Muslim-Jewish Advisory Council will work to protect religious minorities' rights as well as other 'issues of common concern.'

The American Jewish Committee and the Islamic Society of North America have teamed up to form a new national group of leading Jewish and Muslim Americans: The Muslim-Jewish Advisory Council.
In a press release, the AJC said that the new group “brings together recognized business, political and religious leaders in the Jewish and Muslim American communities to jointly advocate on issues of common concern.”

read more: http://www.haaretz.com/world-news/u-s-e ... 6/1.753161


Nach Trumps jüngster Benennung des Hardcore-Konservativen Stephen Bannon als Top-Berater im Weißen Haus schrillen bei vielen die Alarmsirenen noch lauter. Israelische Politiker haben sich noch nicht dazu geäußert, doch die Anti-Defamation League ließ bereits scharfe Kritik vernehmen. Bannon ist berüchtigt, antisemitische und White-Supremacist-Ansichten zu hegen. Seine Ex-Frau hatte vor Kurzem zugegeben, dass Bannon seine Töchter nicht auf eine Elite-Bildungseinrichtung in Los Angeles schicken wolle, »damit sie nicht mit Juden zusammen zur Schule gehen«.

http://www.juedische-allgemeine.de/arti ... w/id/26964


Trump ernennt Chefstrategen

Rassismus zieht ins Weiße Haus ein

http://www.deutschlandfunk.de/trump-ern ... _id=371387


Tja, nicht mit Juden in eine Schule und keine Einreisegenehmigung mehr für Muslime (was natürlich nicht funktioniert hat... eines seiner vielen Wahlversprechen...).
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 16. Nov 2016, 08:11

Schwierigkeiten beim Kompetenzteam?

Im Trump-Team bricht Chaos aus

Donald Trump sorgt mit seinen Personalentscheidungen für Verwirrung - auch in der eigenen Partei. Jetzt haben sich zwei seiner wichtigen Berater zurückgezogen. Die Rede ist gar von "stalinistischen Säuberungen".


"Es wird hässlich"

Nach Rogers' Rücktritt meldete sich Eliot Cohen zu Wort - einer der größten Gegner Trumps innerhalb der Republikanischen Partei. Kurz nach der Wahl hatte er noch versöhnliche Töne angeschlagen. Republikanern, die sich mit der Frage konfrontiert sähen, ob sie in einer Regierung Trumps arbeiten sollten, hatte er geraten, es zu tun - unter zwei Bedingungen. Sie mögen eine undatierte Rücktrittserklärung griffbereit haben und kein Wort von dem, was sie früher gesagt haben, zurücknehmen. Es sei eine Frage der Pflicht, dem Land zu dienen. Und vielleicht sei Trump ja auch gar nicht so schlimm.

Doch jetzt hat Cohen seine Meinung revidiert und das mit deutlichen Worten via Twitter kundgetan: "Nach einem Austausch mit Trumps Übergangsteam, ändere ich meinen Ratschlag: Bleibt ihnen fern. Sie sind wütend, arrogant und sie schreien 'Du hast verloren'. Es wird hässlich."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 21461.html


Derweil hat er andere Probleme, wie nutze ich mein Amt?

Beispielloser Interessenkonflikt

Donald Trumps Milliardenimperium umfasst 515 Unternehmen. Sie dürften enorm profitieren, wenn er US-Präsident ist - zumal er keine Anstalten macht, sein Amt von seiner Familie zu trennen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... 21287.html


Nieder mit dem Establishment, es lebe das Establishment! Oder, der König ist Tod, lang lebe der König. Oder, gesagt, getrumped. Demokratie at work.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon King Kong 2006 » Di 22. Nov 2016, 21:20

Private Geschäfte

Trump lässt sich die Präsidentschaft vergolden

Donald Trump stellt seine Regierung zusammen - und trifft sich nebenbei weiter mit Geschäftspartnern. Mehrere Beispiele machen deutlich, wie die Grenzen zwischen Politik und Profit bedenklich verwischen.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/d ... m-outbrain


Was passiert eigentlich, wenn ein nach Profit strebender Geschäftsmann theoretisch gedacht die Macht und die Möglichkeiten eines US-Präsidenten in die Hände bekommen würde? :thumbup:
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Di 22. Nov 2016, 22:41

King Kong 2006 hat geschrieben:(14 Nov 2016, 20:31)

Tja, nicht mit Juden in eine Schule und keine Einreisegenehmigung mehr für Muslime (was natürlich nicht funktioniert hat... eines seiner vielen Wahlversprechen...).

aber clinton wird nicht verfolgt, hörte ich. das sollte er feierlich gestern/heute gesagt haben.
was hat er doch bezüglich clinton gesagt ?? wieder n versprechen gebrochen ?
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Di 22. Nov 2016, 22:43

King Kong 2006 hat geschrieben:(22 Nov 2016, 21:20)

Was passiert eigentlich, wenn ein nach Profit strebender Geschäftsmann theoretisch gedacht die Macht und die Möglichkeiten eines US-Präsidenten in die Hände bekommen würde? :thumbup:

mit diesen korrupten US-politiker? vllt ein lobdudelei??
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon King Kong 2006 » Mi 23. Nov 2016, 19:04

Nomen Nescio hat geschrieben:(22 Nov 2016, 22:43)

mit diesen korrupten US-politiker? vllt ein lobdudelei??


Er holt ja auch Leute von der Wallstreet rein. Was hat er eigentlich kritisiert? Er macht genau das, was er anderen vorwirft. Und nebenbei distanziert er sich von seinen Wahlversprechen.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Cat with a whip » Do 24. Nov 2016, 17:28

Eine Kalifornische Senatorin möchte das antiquierte Wahrecht zu dem Präsidentschaftswahlen reformieren. Die traditionelle Ausgestaltung des bisherigen Wahlverfahrens waren insgesamt einmal dem Stand der organisatorisch-technischen Möglichkeiten vor Jahrhunderten geschuldet. Heute gibt es dafür kaum noch rationale Argumente.

http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl ... 30326.html

Zu den großen Schwächen des Wahlmännersystems mit Mehrheitswahlrecht zählt die Tatsache, dass die Wahlen letztendlich nur in wenigen Staaten, den sog. Swing-States entschieden werden und in Staaten in denen eine Partei traditionell stärker ist millionenfach Stimmen verfallen. Das hat zur Folge dass die Kandidaten dazu tendieren ihren Wahlkampf auf die Bedürfnisse dieser wenigen Staaten zuzuschneiden und dass die allgemeine Wahlbeteiligung mit 50% nicht besonders hoch ist, bzw. viele Menschen schon gar nicht mehr wählen gehen weil ihre Stimme ohne Gewicht ist. Insbesondere in den Staaten mit ohnehin klaren Wahlausgang.

Antiquiert ist auch der Wahltermin an einem Arbeitstag, dem Dienstag, der heute eher als Wahlhindernis gesehen wird. Dazu fallen heute die historischen Gründe weg (Samstag/Sonntag religiöse Gebote, mehrtägige Anfahrszeit der entlegenen Farmer mit Pferdekutschen zur nächsten Town Hall mit geschäftlicher Verbindung der Reise zum Markbesuch/Handel am folgenden Mittwoch).

Auch können bei knappen Wahlausgang in einem Staat Unregelmässigkeiten enorme Verschiebungen im Wahlresultat erzeugen (the winner takes it all). So kann schon eine in Pennsylvania falsch gezählte Stimme in Zweifelsfall Millionen anderer Stimmen in anderen Staaten überstimmen. Das würde die Bilanz mit +20/-20 also total 40 Wahlmännerstimmen umkehren. Diser theoretische Extremfall macht bei der derzetigen Wahlbeteiligung bundesweit ein Stimmgewicht von 7 Millionen Wähler. Daher sind auch immer gerne Leute mit Verdacht auf Wahlbetrug recht schnell bei knappen Wahlausgang.

Der weitere Kritikpunkt ist das ungleiche Stimmgewicht zwischen den Wählern unterschiedlicher Staaten, da die Wahlmännerzahl nach einem Schlüssel vergeben werden, der nicht so ganz die Proportionalität der Wahlberechtigten abbildet. Die aktuelle verlorene Wahl der Demokratin Clinton ist natürlich auch deswegen der Grund für die erneute Initiative für eine Verfassungsänderung. Obwohl eigentlich 2/3 des House für eine Änderung des Wahlmännersystems zugunsten der Direktwahl sind, bleiben die Hürden hoch. Denn in House und Senate müssen jeweils 2/3 für die Verfassungsänderung stimmen und dann müssen noch 3/4 der Bundesstaaten das ratifizieren. Es gab schon viele Initiativen, die alle an den Hürden gescheitert sind.

Aktuell dürfte zudem seitens der Republikaner das wenigste Bedürfnis bestehen am derzeitigen System etwas zu ändern, waren und sind es doch gerade sie, die vom antiquierten und durchaus problematischen Wahlverfahren im Zweifelsfall profitieren.
Bisher gelang es in der Geschichte noch keinem Demokraten mit einer Minderheit in der Popular Vote Präsident zu werden, den Republikanern aber schon vier mal die Mehrheit der Electoral Vote zu erreichen. Und sogar zweimal in Folge einen Change mit den Kandidaten Bush und Trump. Der Grund warum die GOP hier im Vorteil ist, liegt darin, dass es zum einen mehr kleine Staaten gibt die Red-States sind als klassische Blue-States. In kleinen Staaten ist das Stimmgewicht tendenziell größer als in Staaten wie California und Texas. Das hat zur Folge, dass bei einer Überrepräsentation der GOP in der kleinen Staaten sie mit weniger Stimmen mehr Wahlmänner erhält. Und das ist auch in der Realität so, dass in den ländlich geprägten und bervölkerungsarmen Staaten die Leute eher GOP wählen. Das ist aktuell so günstig für die GOP dass sie das traditionelle Wahlverfahren verteidigen werden.

Ordnet man alle Bundesstaaten nach dem Gewicht der jeweiligen Wählerstimme, so liegt Tennessee mit dem durchschnittlichsten Stimmgewicht von 100% im unteren Feld der Liste. Bei den Staaten mit einem Stimmgewicht über 100% sind die klassischen Red-States deutlich häufiger vertreten.
Daher ist es kein Wunder, dass bei knappen Wahlausgang der Popular Vote die GOP regelmässig klar im Vorteil ist.

Hier ein interessanter Staaten-Vergleich zum jewligen Stimmgewicht:
https://d3n8a8pro7vhmx.cloudfront.net/f ... lector.pdf
https://wallethub.com/edu/how-much-is-y ... orth/7932/

Auch lesenswert:
https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_U ... pular_vote
https://en.wikipedia.org/wiki/National_ ... te_Compact
https://www.washingtonpost.com/politics ... story.html
http://www.consultantsmind.com/2012/08/ ... l-college/


Hier blogt jemand eine Gegenmeinung, warum eine Direktwahl nicht gut wäre, nur scheint mir der gute Mann ziemlich verwirrt. Er befürchtet Folgen, die doch genau das aktuelle Wahlverfahren erzeugen. :D
http://www.huffingtonpost.com/curtis-ga ... 89390.html
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nosony » Fr 25. Nov 2016, 15:18

King Kong 2006 hat geschrieben:(22 Nov 2016, 21:20)

Was passiert eigentlich, wenn ein nach Profit strebender Geschäftsmann theoretisch gedacht die Macht und die Möglichkeiten eines US-Präsidenten in die Hände bekommen würde? :thumbup:


Der Trend geht vielleicht Richtung Oligarchie (ala Poroschenko & Co)?
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 25. Nov 2016, 22:04

Nosony hat geschrieben:(25 Nov 2016, 15:18)

Der Trend geht vielleicht Richtung Oligarchie (ala Poroschenko & Co)?


Auf jedenfall wäre der Geschäftsmann Trump gut beraten sich einen anderen PR-Gag einfallen zu lassen, als auf ein fürstliches Präsidentengehalt zu verzichten. Denn so ein Gehalt ist gegen die Möglichkeiten, die er hat und haben wird Peanuts.

Daran wird auch Trump gedacht haben, als er am Wochenende verkündete, er wolle als US-Präsident das für diesen Job übliche Gehalt nicht in Anspruch nehmen. Dass der Mann nach seinen rassistischen und sexistischen Einlassungen im Wahlkampf nicht das beste Image genießt, dürfte wohl selbst er nicht abstreiten.

Und so verkündete Trump in einem Interview mit dem Sender CBS, er werde als Gehalt bloß einen Dollar pro Jahr akzeptieren. Dem Sender zufolge steht einem US-Präsidenten normalerweise ein jährliches Saläre von umgerechnet rund 370.000 Euro zur Verfügung.

Quasi wie in einer Blaupause von Elon Musk und Co. will Trump dieses Geld nun nicht annehmen. Doch eines ist klar. Weder die Konzernchefs noch Trump müssen durch den Gehaltverzicht am Hungertuch nagen. Denn andere ungleich größere Zahlungsströme speisen kontinuierlich ihren Reichtum.

http://www.manager-magazin.de/koepfe/do ... 21124.html
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon King Kong 2006 » Do 1. Dez 2016, 13:31

Das Establishment ist tot! Lang lebe das neue Establishment!

Künftiges US-Kabinett

Trumps Klub der Milliardäre

Donald Trumps Regierungsmannschaft nimmt Gestalt an und sie sieht ganz anders aus, als im Wahlkampf versprochen. Es ist eine exklusive Gruppe aus Milliardären und Millionären, die bisher meist für den eigenen Gewinn arbeiteten.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 23873.html


Ist doch absolut folgerichtig, daß ein Geschäftsmann mit der einmaligen Chance diese Macht nutzen zu können für sich und die Seinen sorgt. Oder?

Trump sagte selbst, daß seine Marken jetzt an Wert gewinnen. Das war doch ein guter Schritt für einen schwerreichen Geschäftsmann.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Cat with a whip » Sa 10. Dez 2016, 01:03

Ein wichtiger Punkt bei der Kritik an der derzeitigen Umsetzung des Wahlrechts ist die undemokratische "Voter Supression". Hierzu wird versucht unterschwellig mit organisatorischen Kniffen Einfluss auf die Zusammensetzung der tatsächlichen Urnengänger aus dem Pool der Wahberechtigten zu nehmen.

Tatsächlich gelingt das auch wenn z.b. die Wählerzusammensetzung aus verschiedenen Gründen örtlich nicht gleichmässig verteilt ist. Ist dann der Zugang zum Urnengang mit örtlich unterschiedlichen Hürden behaftet, stellt dies bereits eine Beeinflussung dar. Methoden wären etwa in bestimmten Communities die Büros für Wählerregistrierung zu schliessen.

Die NAACP behauptet bei deser Wahl sei dies Wahlentscheidend gewesen. Liegt immer eine systematische Wahlbeeinflussung vor, wirkt diese kleine Verschiebung selbsterklärend nur bei knappen Wahlentscheidungen.

http://edition.cnn.com/2016/11/10/polit ... ppression/
http://edition.cnn.com/2016/11/13/polit ... ppression/
http://edition.cnn.com/2016/11/05/polit ... ter-rolls/
http://edition.cnn.com/2016/04/05/polit ... n-arizona/
http://www.rawstory.com/2016/11/angela- ... ck-people/
https://www.thenation.com/article/voter ... ter-fraud/
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 14. Dez 2016, 07:25

dies habe ich nicht gewußt. es gibt ein »office of government ethics«.
laut der nachrichten hat es ein schreiben an trump geschickt, worin steht das er seine belange verkaufen muß. er darf es aber nicht an seinen kindern verschenken/verkaufen, weil dann noch immer persönliche interessen einfluß ausüben können bei der politik der USA.

da bin ich neugierig.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Mi 14. Dez 2016, 20:07

was stellt demokratie noch vor, wenn es dauernd skandale gibt ?
So it’s clear the Comey Letter was more than enough—as a matter of math—to put Trump in the White House.


das fremde ist, daß genau wie damals bei watergate, wieder republicans die vermutliche täter sind. sind sie denn soo machtbesessen und machtgeil ?
ich erinnere mich noch f.j. strauß, der damals bei dem spiegel eine untersuchung befahl. mit viel klimbim wurden redaktionsbescheiden beschlagnahmt.
und vergiß nicht frankreich. was dort alles passierte... je höher, je korrupter scheint es.
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Cat with a whip » Fr 16. Dez 2016, 22:21

Das defizitäre Demokratiebewusstsein in den USA ist wie solls auch anders sein besonders bei der GOP zu finden. Kulisse ist gerade in North Carolina. Dort zeichnet sich ein Machtwechsel zugunsten der Demokraten ab.

Solange sie noch können bauen die Republikaner vorsorglich die Machtbefugnisse des Gouverneur-Amts ab um verbrannte Erde für die Demokraten zu hinterlassen.
Beispielhaft und eben keine Erfindung sind mustergültige Wahlbetrugsversuche durch Republikaner, die mehrheitlich von der weissen wohlhabenderen Bevölkerung gewählt werden:

A federal court recently struck down North Carolina’s state legislative maps for illegally packing black voters into a few legislative districts. The court has ordered new elections in November 2017, and Democrats hope they can punish GOP lawmakers at the ballot back then.


https://www.washingtonpost.com/blogs/pl ... verywhere/
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Cat with a whip » Mo 19. Dez 2016, 23:54

Hier nochnmal eine Geschmacksprobe von Demokratie ala GOP in NC, die NZZ hat einen schönen Artikel gemacht:
http://www.nzz.ch/international/amerika ... -ld.135472
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 4. Feb 2017, 07:19

jetzt wird es erst wirklich spannend.
ein federaler richter in seattle hat den »muslim bann« fürs ganze land mit direkter eingang vorläufig aufgehoben. zwei staaten hatten darum gebeten. der ichter denkt daß in berufung ein selbes urteil kommt.
die dienste bekamen sofort auftrag menschen mit visum nicht mehr zu sperren. das weiße haus reagierte zwei mal zuerst kam eine reaktion worin das word »outrageous« (schändlich) denn daß einfache bürger gefährdet werden.
die zweite reaktion war eigentlich dieselbe, sagte der korrespondent. nur fehlte das wort »outrageous«. es gibt ja noch immer eine trennung der mächte.
Federal judge temporarily blocks Trump’s entry order nationwide
At the same time, though, the White House said in a statement that the Justice Department would “at the earliest possible time” file for an emergency stay of the “outrageous” ruling from the judge. Minutes later, it issued a similar statement omitting the word “outrageous.”
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon odiug » Sa 4. Feb 2017, 07:43

Das interessante an Trump ist tatsaechlich, dass wir nun erster Hand beobachten koennen, ob die amerikanische Demokratie wirklich widerstandsfaehiger gegen nationalistisch-faschistoide Anfeindungen ist, als zB Russland, dieTuerkei, die Philippinen,Ungarn oder Rumaenien.
Das ist ein "Testlauf" amlebenden Objekt.
Das kann gut gehen,oder auch nicht ...wie in Tschernobyl :eek:
Auf jeden Fall ist es ein Experiment, auf das ich gerne verzichtet haette.
Moderatoren sind die Herren des Forums :x
Aber wir sind edel und gut, gerecht und unbestechlich und sorgen uns innig um das Wohlergehen unsrer Foristen.
Ich habe nun eine deutsche Tastatur ... äöüß :cool:
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 4. Feb 2017, 07:54

hier liest man die neueste nachrichten. u.a. über die reaktion vom weißen haus. selbstverständlich kommt berufung.


wir müssen eine sache nicht vergessen. trump ernennt einen neuen richter für den high court. dieser mann ist konservativ im günstigsten fall. oder es ist schlimmer, denn konservativ^2.
schließlich kommt es dort. wie wird dann das urteil lauten?
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Re: amerikanische demokratie

Beitragvon Nomen Nescio » Sa 4. Feb 2017, 22:09

seit trump tweetete »that so-called judge« regnet es kommentare mit »so-called«. logisch ist daß die meisten gehen über trump, the so-called« präsidenten.
eines fand ich aber sehr lustig
Trump: That so-called WA judge? Fire him.
Staff: Sir, judges can't be fired.
Trump: Says who?
Staff: The Constitution.
Trump: Never read it.
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