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Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 14:50
von Tom Bombadil
Realist2014 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 14:37)

für ALG II Singles wären auch "Wohnheime" ausreichend....

Nur auf freiwilliger Basis. Wie soll denn so ein "Wohnheim" aussehen?

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 15:01
von Kölner1302
Realist2014 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 14:37)

für ALG II Singles wären auch "Wohnheime" ausreichend....


Nee eben nicht. Ausreichend hört sich so an als könnten sofort die JobCenter aufspringen und sagen dass alles andere zu teuer ist und alle ALG II - Singles am besten sofort in Mikrowohnungen umziehen sollen...

Sofort verfügbare Mikrowohnungen (Wohncontainer) können nur eine Notlösung für Wohnungslose sein.

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 15:03
von jack000
Kölner1302 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 13:48)

Für Obdachlose gut geeignet - gehen Sie doch abends mal bei den Obdachlosen fragen; meine Meinung:

1. Wohnraum sofort verfügbar: gut
2. Einfachsteinrichtungen: o.k. wenn für Einzelpersonen, abschließbar mit Dusche und WC und am besten noch abschließbare Schränke für Geld und Papiere... vielleicht Telefon mit Notruf, z.B. für Sicherheits- oder Gesundheitsprobleme
3. Bezugsdauerbeschränkung: Bezugsdauerbeschränkung geht nur, wenn die Stadt ein vernünftiges Integrationskonzept hat, z.B. ein Erstbelegungsrecht bei Wohnungsbaugenossenschften oder städtischen Wohnungsbauunternehmen. Als Obdachloser findet man nur sehr selten aus eigener Kraft wieder eine Wohnung
4. Wachschutz, Reinigung, Pförtner etc. ist o.K., macht die Sache aber teuer. Könnte eher so organisiert werden wie bei Billighotels, d.h. Reinigungspersonal bei Auszug ja, sonst fast nichts, Zugang mit Code. In der Nähe einer Polizeiwache.
5. Anzahl leicht über Bedarf ist o.k.
6. Preiserhöhungen sinnlos, denn bezahlen muss ohnehin die Stadt, entweder direkt als Ordnungsamt oder indirekt als Sozialamt über den obdachlosen Sozialhilfeempfänger, denn Obdachlose haben in der Regel kein Einommen.

7. Seife und Handtücher (evtl. aus einem Automaten)
8. Getränkeautomat ohne alkoholische Getränke
9. einfacher Fernseher ohne Lautsprecher mit Ohrhöreranschluss

Mein Konzept ist ja nur mal ein Allgemeiner Vorschlag für verschiedene Zielgruppen:
- Studenten, die aus einer anderen Stadt kommen
- Der Mann der wegen Trennung aus der Wohnung geflogen ist
- ggf. Handwerker auf Montage die nur 1-2 Monate eine günstige Bleibe brauchen
- Obdachlose (ggf. ohne Mietpreiserhöhung nach einer bestimmten Zeit, wenn es eh die Stadt zahlt bringt es in der Tat nichts)

Du betrachtest das ganze nur zum Thema Obdachlose und wie man diese vor Gewalt schützen kann (Das andere Thema), daher wäre für die Fälle ggf. eine eigene noch einfacher gestaltete Lösung sinnvoll um erstmal das Ziel zu erreichen das keiner auf der Strasse übernachten muss.

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 15:10
von Kölner1302
jack000 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:03)

Mein Konzept ist ja nur mal ein Allgemeiner Vorschlag für verschiedene Zielgruppen:
- Studenten, die aus einer anderen Stadt kommen
- Der Mann der wegen Trennung aus der Wohnung geflogen ist
- ggf. Handwerker auf Montage die nur 1-2 Monate eine günstige Bleibe brauchen
- Obdachlose (ggf. ohne Mietpreiserhöhung nach einer bestimmten Zeit, wenn es eh die Stadt zahlt bringt es in der Tat nichts)

Du betrachtest das ganze nur zum Thema Obdachlose und wie man diese vor Gewalt schützen kann (Das andere Thema), daher wäre für die Fälle ggf. eine eigene noch einfacher gestaltete Lösung sinnvoll um erstmal das Ziel zu erreichen das keiner auf der Strasse übernachten muss.


Ja das ist richtig. Studenten, Obdachlose, Asylbewerber und Handwerker haben verschiedene Bedürfnisse, und um das ganze billiger (Massenproduktion) zu machen, sollte es leicht abweichende Mikrowohnungstypen geben, vielleicht Standard- und Zusatzleistungen.

Studenten brauchen Computeranschlüsse, evtl. Gemeinschaftsräume, eine erholsame oder wenigstens in der Freizeit interessante Umgebung und nicht so sehr Sicherheitseinrichtungen

Für Studenten git es so was aber schon: Z.B. im Studentendorf Hürth-Efferen die Norwegerhäuser. Für Montagearbeiter gibt Hotels von Etap, B&B etc. also der Markt für sowas ist schon angeknabbert...

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 15:11
von Tom Bombadil
Wurde denn schonmal der bedarf an solchen Mikrowohnungen ermittelt? Irgendwas um die 6m² inkl. Küche und Bad ist schon sehr klein, das relativiert dann auch den vermeintlich günstigen Mietpreis von 100,- €, pro m² sind das über 16 €.

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 15:21
von Kölner1302
Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:11)

Wurde denn schonmal der bedarf an solchen Mikrowohnungen ermittelt? Irgendwas um die 6m² inkl. Küche und Bad ist schon sehr klein, das relativiert dann auch den vermeintlich günstigen Mietpreis von 100,- €, pro m² sind das über 16 €.


Für Studentenwohnungen und überhaupt für Wohnungen gibt gesetzliche Mindestgrößen.
Im Wohnheim haben die Zimmer meist 10 oder 12 Qm. Darin sind mindstens ein Schreibtisch ein Kleiderschrank ein Bett ein Waschbecken. Gemeinschaftsküche und Gemeinschaftswaschräume (Duschen, WC s) sind problematisch wegen der Hygiene. Benötigt werden bei allen Mikrowohnungen auch Waschmaschinen und Trocknungsmöglichkeiten, sofern nicht irgendwo ein Waschsalon in der Nähe ist..

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 15:25
von Tom Bombadil
Man könnte die Dinger ja auch mobil machen, ähnlich wie ein Wohnwagen, da bekommt man auf 10m² schon sehr viel unter. In die Höhe bauen geht dann aber nicht.

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 15:28
von Kölner1302
Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:25)

Man könnte die Dinger ja auch mobil machen, ähnlich wie ein Wohnwagen, da bekommt man auf 10m² schon sehr viel unter. In die Höhe bauen geht dann aber nicht.


Die Wohncontainer sind an sich gewöhnliche Container, die auf Lastwagen und Güterwaggons gesetzt werden können. Und in der USA gibt s ja die Mobile Homes...

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 15:35
von Odin1506
Realist2014 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 14:37)

für ALG II Singles wären auch "Wohnheime" ausreichend....


Ja ja, am besten ein Lager, in einer leerstehenden Kaserne mit Wachtürme und ein großes schmiedeeisernes Tor und einem Zaun der unter Hochspannung steht. Hatten wir alles schon mal und wollen es nicht wieder haben.

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 15:39
von jack000
Kölner1302 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:10)

Ja das ist richtig. Studenten, Obdachlose, Asylbewerber und Handwerker haben verschiedene Bedürfnisse, und um das ganze billiger (Massenproduktion) zu machen, sollte es leicht abweichende Mikrowohnungstypen geben, vielleicht Standard- und Zusatzleistungen.

Studenten brauchen Computeranschlüsse, evtl. Gemeinschaftsräume, eine erholsame oder wenigstens in der Freizeit interessante Umgebung und nicht so sehr Sicherheitseinrichtungen

Für Studenten git es so was aber schon: Z.B. im Studentendorf Hürth-Efferen die Norwegerhäuser. Für Montagearbeiter gibt Hotels von Etap, B&B etc. also der Markt für sowas ist schon angeknabbert...

Ja, unterschiedliche Kategorien sind da natürlich auch sinnvoll, da die Bedürfnisse unterschiedlich sind.
Insgesamt bin ich auf die Idee gekommen als ich in Göttingen eine Wohnung suchte (Als Student) und da gibt es ein "Gästehaus" wo es Wohnungen (nur für Studenten) gibt. Ich war überrascht, dass die aber sehr sehr teuer waren (frei war aber trotzdem keine) aber auch da ging es darum Wohnraum zu schaffen für diejenigen die erstmal nichts anderes finden.
=> Deswegen sollen beim Konzept Mikrowohnungen ja auch jederzeit ein Leerstand vorhanden und für jeden zugänglich sein.
=> Was ich mit den Mieterhöhungen vermeiden will ist, dass z.B. Studenten mit einer sehr bescheidenen Lebensweise sich da für die komplette Zeit des Studiums einnisten weil denen das, was da geboten wird, schlichtweg ausreicht.
=> Das Konzept sieht eine temporären Aufenthalt vor, Obdachlose ggf. länger
=> Eine Kündigungsfrist sollte ebenfalls nicht vorhanden sein, so dass wenn man was neues gefunden hat sofort die Wohnung verlassen kann und nicht dann noch wie jetzt bis zu 3 Monatsmieten zahlen muss für eine Wohnung in der man nicht mehr wohnt

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 17:22
von jack000
Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:11)
Wurde denn schonmal der bedarf an solchen Mikrowohnungen ermittelt? Irgendwas um die 6m² inkl. Küche und Bad ist schon sehr klein, das relativiert dann auch den vermeintlich günstigen Mietpreis von 100,- €, pro m² sind das über 16 €.

Mir stand im Sinn so um die 12 qm (Für alles) und ein Preis um die 150-200€ (Je nach dem welche Features man dazu bucht (z.B. Internet).
=> Ja, das ist dann immer noch ein hoher qm-Preis, aber:
- Es müssen ja auch die Leerstände finanziert werden
- Es muss das drumherum der Features finanziert werden
- Es ist nicht die Philosophie einen günstigen qm-Preis zu haben, sondern: "Günstig Wohnung für jeden, sofort"

Auch Familien sind da in dem Konzept gar nicht vorgesehen, dafür müssen andere Konzepte vorgesehen werden.

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 20:53
von Misterfritz
IKEA hat jedenfalls diesen Trend schon gesehen und im neuen Katalog geht es darum, auf kleinstem Raum genügend unterbringen zu können :D

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 22:01
von KarlRanseier
Brimborium hat geschrieben:(15 Aug 2015, 20:44)

Ich habe mal anderthalb Jahre auf 6 qm gelebt.



Warste im Knast? Ich wusste gar nicht, dass das Schreiben merkwürdiger Kommentare derart hart bestraft wird!

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: So 2. Sep 2018, 00:16
von Kölner1302
jack000 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:39)

Ja, unterschiedliche Kategorien sind da natürlich auch sinnvoll, da die Bedürfnisse unterschiedlich sind.
Insgesamt bin ich auf die Idee gekommen als ich in Göttingen eine Wohnung suchte (Als Student) und da gibt es ein "Gästehaus" wo es Wohnungen (nur für Studenten) gibt. Ich war überrascht, dass die aber sehr sehr teuer waren (frei war aber trotzdem keine) aber auch da ging es darum Wohnraum zu schaffen für diejenigen die erstmal nichts anderes finden.
=> Deswegen sollen beim Konzept Mikrowohnungen ja auch jederzeit ein Leerstand vorhanden und für jeden zugänglich sein.
=> Was ich mit den Mieterhöhungen vermeiden will ist, dass z.B. Studenten mit einer sehr bescheidenen Lebensweise sich da für die komplette Zeit des Studiums einnisten weil denen das, was da geboten wird, schlichtweg ausreicht.
=> Das Konzept sieht eine temporären Aufenthalt vor, Obdachlose ggf. länger
=> Eine Kündigungsfrist sollte ebenfalls nicht vorhanden sein, so dass wenn man was neues gefunden hat sofort die Wohnung verlassen kann und nicht dann noch wie jetzt bis zu 3 Monatsmieten zahlen muss für eine Wohnung in der man nicht mehr wohnt


Das Studentenwerk in Köln bgrenzte früher die Verträge auf 3 Jahre. Das ist ziemlich lang, so dass man auf jeden Fall einen normale Wohnung finden kann und das ist aber auch für die nur vorübergehend in Köln studierenden lang genug, um z.B. das Grundstudum zuende bringen zu können - und in dieser Zeit auf ein Studentenwohnheimzimmer in einem andern Ort zu warten. Nach den 3 Jahren ist der Mietvertrag abgelaufen und vernünftige Leute sind dann auch raus. Es gibt ein paar Leute die sich an gar nichts halten und einfach nicht ausziehen. Die zahlen die Miete, Schaden entsteht dem Studentenwerk zwar nicht, aber dem Studnten, der die Studentenbude nicht nutzen kann. Da wäre dann eine Räumung vonnöten. Klar, wenn eine hohe Fehlbelegungsabgabe gefordert würde, würden ein paar von denen freiwillig ausziehen.

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: So 2. Sep 2018, 00:23
von Kölner1302
jack000 hat geschrieben:(01 Sep 2018, 17:22)

Mir stand im Sinn so um die 12 qm (Für alles) und ein Preis um die 150-200€ (Je nach dem welche Features man dazu bucht (z.B. Internet).
=> Ja, das ist dann immer noch ein hoher qm-Preis, aber:
- Es müssen ja auch die Leerstände finanziert werden
- Es muss das drumherum der Features finanziert werden
- Es ist nicht die Philosophie einen günstigen qm-Preis zu haben, sondern: "Günstig Wohnung für jeden, sofort"

Auch Familien sind da in dem Konzept gar nicht vorgesehen, dafür müssen andere Konzepte vorgesehen werden.


Ja so ein Preis geht aber in einer Großstadt in Köln schon voll in Ordnung. Kleinwohnungen sind immer etwas teurer / Qm. Normal sind hier in Köln inzwischen 12 €/ Qm bei 50 QM-Zweizimmerwohnungen

Bieten Sie s doch mal beim Studentenwerk oder bei der Stadt Köln Dezernat für Soziales an.. auf die Reaktion wär ich gespannt..

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: So 2. Sep 2018, 00:30
von Kölner1302
Tom Bombadil hat geschrieben:(01 Sep 2018, 15:25)

Man könnte die Dinger ja auch mobil machen, ähnlich wie ein Wohnwagen, da bekommt man auf 10m² schon sehr viel unter. In die Höhe bauen geht dann aber nicht.


Ich hab mal mit einer Freundin auf 10 Qm gewohnt. Da war ein Bett, das gleichzeitig Sofa war, ein Fernseher an der Wand über dem Schreibtisch. Die Schränke waren alle bis zur Decke hochgezogen, Neben dem Bett war eine Holzwand, und dahinter ein 1 Qm Badezimmer, teilweise zum klappen. Sogar eine Kochnische gabs.

Segler kennen bestimmt auch noch praktische Tricks um den Salon als Wohnung zu nutzen. Ein 12 Meter Schiff hat in der Mitte eine Art Wohnküche, keine 2 m breit, aber wir haben da schon mit 10 Leuten gekocht und gespeist... Man schläft seitlich in den Kojen...
Es gibt Leute, die wohnen jahrelang darin und findens gemütlich

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: So 2. Sep 2018, 01:22
von jack000
Kölner1302 hat geschrieben:(02 Sep 2018, 00:16)

Das Studentenwerk in Köln bgrenzte früher die Verträge auf 3 Jahre. Das ist ziemlich lang, so dass man auf jeden Fall einen normale Wohnung finden kann und das ist aber auch für die nur vorübergehend in Köln studierenden lang genug, um z.B. das Grundstudum zuende bringen zu können - und in dieser Zeit auf ein Studentenwohnheimzimmer in einem andern Ort zu warten. Nach den 3 Jahren ist der Mietvertrag abgelaufen und vernünftige Leute sind dann auch raus. Es gibt ein paar Leute die sich an gar nichts halten und einfach nicht ausziehen. Die zahlen die Miete, Schaden entsteht dem Studentenwerk zwar nicht, aber dem Studnten, der die Studentenbude nicht nutzen kann. Da wäre dann eine Räumung vonnöten. Klar, wenn eine hohe Fehlbelegungsabgabe gefordert würde, würden ein paar von denen freiwillig ausziehen.

Das Thema "Räumung" würde ich da ganz hinten ansetzen, sondern eher die Verteuerung nach Ablauf der Konzeptgrenze für diejenigen die eigentlich keinen Anspruch mehr darauf haben. Auch die Einnahmen durch diejenigen die dann mehr zahlen müssen ist ja auch ein Teil davon das Konzept zu finanzieren.

Worum es hier nicht geht ist:
- Sozialwohnungen
- Asylbewerberheime
- Studentenwohnheime
- Obdachlosenheime
=> Das sind andere Konzepte und nicht Bestandteil der Diskussion hier!

Was mich aber erfreut ist, dass hier inzwischen eine Diskussion zum Thema stattfindet die mit dem Eingangsthema übereinstimmt und nicht auf dem Niveau von:"Ach, ihr wollt ja Obdachlose an den Stadtrand vertreiben und insgesamt loswerden" ...

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: So 2. Sep 2018, 06:52
von Kölner1302
Ohne Studentenwerk oder städtischen Träger brauchen Sie noch ein Grundstück, auf dem Sie zumindest ein Wohnmobil parken dürfen.
Wird die Mikrowohnung fest mit dem Boden verankert, brauchen Sie auch eine Baugenehmigung. Die bekommen Sie im sog. "Außenbereich" mit großer Wahrscheinlichkeit nicht und im Bereich des Bebauungsplanes ist es entweder sehr teuer oder es gibt einfach gar nichts.
Das ist bei einem Container aber nicht nötig. Man stellt ihn ja nur ab ...

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: So 4. Aug 2019, 19:56
von streicher
Kleinhäuser (Tiny-Houses) boomen in Deutschland gerade. Ganze Siedlungen gehen wohl in Planung und Umsetzung... Hersteller kommen kaum hinterher: Riesen-Andrang auf Tiny Houses in Deutschland.

Re: Mikrowohnungen

Verfasst: So 4. Aug 2019, 21:09
von H2O
streicher hat geschrieben:(04 Aug 2019, 19:56)

Kleinhäuser (Tiny-Houses) boomen in Deutschland gerade. Ganze Siedlungen gehen wohl in Planung und Umsetzung... Hersteller kommen kaum hinterher: Riesen-Andrang auf Tiny Houses in Deutschland.


Im Grunde sind diese Kleinhäuser doch Wohnwagen, mit denen man nicht gut in Urlaub fahren kann... zu groß und zu schwer, aber immerhin die meisten doch auf einem Fahrgestell. Solche Konzepte gab es doch schon vor Jahrzehnten für US-Wanderarbeiter. Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren die Wohnhäuser auf speziell vorbereiteten Parkplätzen ab zu stellen. Mit Wasser, Abwasser und Strom.

Wenn die Leute dort heute noch so wohnen, dann hat das Konzept auch hier eine Zukunft. Wäre also lehrreich zu erfahren.