Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon relativ » Mo 6. Mai 2019, 16:30

JJazzGold hat geschrieben:(06 May 2019, 16:17)

Kühnert will eine Gerechtigkeitsdebatte führen?
Mit wem?
Na mit der Gesellschaft, mit wem sonst.
Müsste er dazu nicht erst einmal abklären, was jeder seiner gewünschten Gesprächspartner unter “gerecht“ versteht?

Ne wieso sollte er das, er bekommt doch feetback. Ob natürlich eine objektive Debatte wird, häng, wie man erkennen konnte, nicht von ihm ab.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon JJazzGold » Mo 6. Mai 2019, 16:34

relativ hat geschrieben:(06 May 2019, 16:30)

Na mit der Gesellschaft, mit wem sonst.

Ne wieso sollte er das, er bekommt doch feetback. Ob natürlich eine objektive Debatte wird, häng, wie man erkennen konnte, nicht von ihm ab.


Also mich hat Kühnert noch nicht kontaktiert, um mit mir über seine Visionen zu diskutieren.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon relativ » Mo 6. Mai 2019, 16:38

JJazzGold hat geschrieben:(06 May 2019, 16:34)

Also mich hat Kühnert noch nicht kontaktiert, um mit mir über seine Visionen zu diskutieren.

Naja evtl. hat er hier deine Beiträge gelesen und meinte ....lohnt sich nicht.... :D
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon JJazzGold » Mo 6. Mai 2019, 16:43

relativ hat geschrieben:(06 May 2019, 16:38)

Naja evtl. hat er hier deine Beiträge gelesen und meinte ....lohnt sich nicht.... :D


Das glaube ich jetzt wieder weniger; es wohl eher so, dass er einfach mal einen rausgekloppt hat und sich jetzt freut, dass er wieder in den Medien auftaucht.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon relativ » Mo 6. Mai 2019, 17:55

JJazzGold hat geschrieben:(06 May 2019, 16:43)


Das glaube ich jetzt wieder weniger; es wohl eher so, dass er einfach mal einen rausgekloppt hat und sich jetzt freut, dass er wieder in den Medien auftaucht.

Tja, er ist eben auch Politiker, oder ist er selbst unter denen etwas Besonderes?
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon Sanity » Mo 6. Mai 2019, 17:57

JJazzGold hat geschrieben:(06 May 2019, 16:17)

Kühnert will eine Gerechtigkeitsdebatte führen?
Mit wem?
Müsste er dazu nicht erst einmal abklären, was jeder seiner gewünschten Gesprächspartner unter “gerecht“ versteht?


wer Kühnert in verschiedenen TV-Sendungen gesehen hat, der weiß, dass er schlau genug ist, das Thema "Gerechtigkeit" mit seinen vielen individuellen Vorstellungen dazu nicht zur Diskussion zu stellen. Es geht vielmehr darum für die zukünftige Gesellschaft überlebenswichtige Fragen zur Verteilung von gesellschaftlich erarbeiteten Wohlstand zu klären. Nur konsensfähige Antworten auf diese Fragen können den Zusammenhalt der Gesellschaft sichern. Eine Wirtschaftsordnung wird nicht von Naturgesetzen bestimmt, sondern wird sich von den Menschen in der Gesellschaft gegeben.
Zuletzt geändert von Sanity am Mo 6. Mai 2019, 18:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon Sanity » Mo 6. Mai 2019, 18:06

Fliege hat geschrieben:(06 May 2019, 14:12)

Diese Verwendung des Begriffs "Neoliberalismus" möchte ich mir nicht zu eigen machen, zumal m. E. Hayek als Ökonom und Sozialphilosoph sowie Thatcher als Politikerin je auf ihren Gebieten wesentliche Einsichten in gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge beisteuerten.

So stammt von Hayek der Hinweis, dass der Wohlfahrtsstaat als Umverteilungsagentur in die Ellenbogengesellschaft führt: "Der Sozialphilosoph Friedrich August von Hayek (1899–1992) nennt diesen Wohlfahrtsstaat eine 'Schacherdemokratie'. Jeder kämpft so gut er kann für sich oder seine Gruppe um Begünstigungen. Damit bringt der Sozialstaat erst jene Ellenbogengesellschaft hervor, die abzuschaffen er angetreten war. Denn nirgendwo sind Ellenbogen so nützlich wie gerade beim Erringen von Privilegien" (Rainer Hank, Warum der Sozialstaat in die Ellenbogengesellschaft führt; Bundeszentrale für politische Bildung online, 2016).

Und von Thatcher stammt das gut sitzende Bonmot: Das Problem mit dem Sozialismus ist, dass einem irgendwann das Geld anderer Leute ausgeht.


Ist es nicht die deutsche Bahn als Staatsunternehmen, die infolge Staatsdirigismus an "Verelendung" "wegen zu wenig Investitionen" leidet? Andererseits kann es eine schlechte Idee sein, kommunale Wasserwerke zu privatisieren, weil Monopole und Marktwirtschaft nicht gut zusammen passen.


wen willst du denn mit deinen ständig geposteten Zitaten beeindrucken?! Zu Hayek, Thatcher, Smith und wie sie alle heißen, gibt es doch genügend Kritik in der "wirtschaftswissenschaftlichen" Literatur ;) z.B.: "Jeffrey Sachs kommt zu dem Ergebnis, dass Hayeks Behauptung, hohe Steuern und ein umfangreicher Sozialstaat stünden einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung entgegen, empirisch unhaltbar ist. So hatten die skandinavischen Staaten trotz hoher Steuern und Sozialausgaben in den meisten Indikatoren einschließlich des Pro-Kopf-Einkommens eine bessere Performance als Staaten mit eher niedrigen Steuern und Sozialausgaben."
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon JJazzGold » Mo 6. Mai 2019, 18:20

relativ hat geschrieben:(06 May 2019, 17:55)

Tja, er ist eben auch Politiker, oder ist er selbst unter denen etwas Besonderes?


Für mich nicht, für Andere vielleicht.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon JJazzGold » Mo 6. Mai 2019, 18:27

Sanity hat geschrieben:(06 May 2019, 17:57)

wer Kühnert in verschiedenen TV-Sendungen gesehen hat, der weiß, dass er schlau genug ist, das Thema "Gerechtigkeit" mit seinen vielen individuellen Vorstellungen dazu nicht zur Diskussion zu stellen. Es geht vielmehr darum für die zukünftige Gesellschaft überlebenswichtige Fragen zur Verteilung von gesellschaftlich erarbeiteten Wohlstand zu klären. Nur konsensfähige Antworten auf diese Fragen können den Zusammenhalt der Gesellschaft sichern. Eine Wirtschaftsordnung wird nicht von Naturgesetzen bestimmt, sondern wird sich von den Menschen in der Gesellschaft gegeben.



Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Verursacher der sozialen Marktwirtschaft Böses im Schilde führten. Und bisher hat sie mit einigen notwendigen Korrekturen ausgezeichnet funktioniert. Ergo ist es allenfalls notwendig über zukünftig weitere anfallende Korrekturen zu diskutieren, aber unsinnig über einen Systemwandel. Vor allem, wenn man nicht weiß, wie dieser aussehen und bewerkstelligt werden soll. Wir leben nämlich im bis dato best möglichen Wohlstand.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon Iwan der Liebe » Mo 6. Mai 2019, 18:32

JJazzGold hat geschrieben:(06 May 2019, 18:27)

Ich kann mir schlecht vorstellen, dass die Verursacher der sozialen Marktwirtschaft Böses im Schilde führten. Und bisher hat sie mit einigen notwendigen Korrekturen ausgezeichnet funktioniert. Ergo ist es allenfalls notwendig über zukünftig weitere anfallende Korrekturen zu diskutieren, aber unsinnig über einen Systemwandel. Vor allem, wenn man nicht weiß, wie dieser aussehen und bewerkstelligt werden soll. Wir leben nämlich im bis dato best möglichen Wohlstand.



Den letzten Satz haben die Sklavenhalter in der Sklaverei, die Adeligen im Feudalismus und die Profitmaximierer im Kapitalismus auch gesagt. :rolleyes:

Hätten immer nur Konservative das Sagen gehabt, würden wir heute noch in der Urgesellschaft leben, jeglicher Fortschritt wäre unterbunden worden. Vielleicht wäre es besser, aber normale Menschen sind grundsätzlich immer der Meinung, dass alles verbessert werden kann. Das liegt an der Intelligenz, und die kann auch von Konservativen nicht dauerhaft verboten bzw. in deren bevorzugte Richtung gelenkt werden.

Wenn man sich anschaut, wie heute das Vermögen verteilt ist, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass das gewaltig zum Himmel stinkt. Das haben auch die meisten Systemprofiteure erkannt.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon Tomaner » Mo 6. Mai 2019, 18:34

Fliege hat geschrieben:(06 May 2019, 14:12)

Diese Verwendung des Begriffs "Neoliberalismus" möchte ich mir nicht zu eigen machen, zumal m. E. Hayek als Ökonom und Sozialphilosoph sowie Thatcher als Politikerin je auf ihren Gebieten wesentliche Einsichten in gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenhänge beisteuerten.

So stammt von Hayek der Hinweis, dass der Wohlfahrtsstaat als Umverteilungsagentur in die Ellenbogengesellschaft führt: "Der Sozialphilosoph Friedrich August von Hayek (1899–1992) nennt diesen Wohlfahrtsstaat eine 'Schacherdemokratie'. Jeder kämpft so gut er kann für sich oder seine Gruppe um Begünstigungen. Damit bringt der Sozialstaat erst jene Ellenbogengesellschaft hervor, die abzuschaffen er angetreten war. Denn nirgendwo sind Ellenbogen so nützlich wie gerade beim Erringen von Privilegien" (Rainer Hank, Warum der Sozialstaat in die Ellenbogengesellschaft führt; Bundeszentrale für politische Bildung online, 2016).

Und von Thatcher stammt das gut sitzende Bonmot: Das Problem mit dem Sozialismus ist, dass einem irgendwann das Geld anderer Leute ausgeht.


Ist es nicht die deutsche Bahn als Staatsunternehmen, die infolge Staatsdirigismus an "Verelendung" "wegen zu wenig Investitionen" leidet? Andererseits kann es eine schlechte Idee sein, kommunale Wasserwerke zu privatisieren, weil Monopole und Marktwirtschaft nicht gut zusammen passen.

Die Bahn hat diese Probleme, weil sie eben privatisiert werden sollte.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon BlueMonday » Mo 6. Mai 2019, 18:36

Tomaner hat geschrieben:(06 May 2019, 05:27)

In den 1970er Jahren wurde der Ausdruck Neoliberalismus wieder aufgegriffen und erfuhr einen Bedeutungswandel. Oppositionelle Wissenschaftler in Chile benutzten ihn mit negativer Konnotation und kritisierten damit die von Ideen der Chicagoer Schule sowie Friedrich August von Hayek beeinflussten radikalen Reformen durch die Chicago Boys. Heute wird der Begriff vorwiegend abwertend für „Marktfundamentalismus“ verwendet, nicht selten im Zusammenhang mit der New Right und der damit verbundenen Wirtschaftspolitik Ronald Reagans und Margaret Thatchers. https://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus


Eben ein blödsinniger Bedeutungswandel, den man nicht mitmachen sollte. Wofür sollte dann noch der klassische Liberalismus stehen? Wovon grenzt das "Neo" noch ab? Ebenso war die "Old Right" weitaus weniger staatsgläubig als irgendeine "New Right". Der klassische Liberalismus stand für den minimalen Staat, für Staatsskepsis, für eine "laissez faire" Haltung usw. Der Neoliberalismus ist und bleibt hingegen ein aufgeweichter und zunehmend staatsgläubiger Liberalismus, bei dem der Liberalismus immer kleiner geschrieben wird. Bei der FDP taucht der Liberalismus nicht mal mehr im Namen auf. Bei Reagan und Thatcher lässt sich abseits vielleicht von ein paar Reden kein "Marktfundamentalismus" im Handeln entdecken. Weder in den USA noch in GB wurde während ihrer Amtszeiten der damals schon ausgeuferte Staat nennenswert abgebaut. Heutzutage haben wir mehr Staat und Staatsgläubigkeit denn je. Kurioserweise sind also gerade jene neoliberal, die den Neoliberalismus als Kampfbegriff gegen vermeintlichen "Marktfundamentalismus" verwenden.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon Fliege » Mo 6. Mai 2019, 18:36

Sanity hat geschrieben:(06 May 2019, 18:06)
wen willst du denn mit deinen ständig geposteten Zitaten beeindrucken?! Zu Hayek, Thatcher, Smith und wie sie alle heißen, gibt es doch genügend Kritik in der "wirtschaftswissenschaftlichen" Literatur ;) z.B.: "Jeffrey Sachs kommt zu dem Ergebnis, dass Hayeks Behauptung, hohe Steuern und ein umfangreicher Sozialstaat stünden einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung entgegen, empirisch unhaltbar ist. So hatten die skandinavischen Staaten trotz hoher Steuern und Sozialausgaben in den meisten Indikatoren einschließlich des Pro-Kopf-Einkommens eine bessere Performance als Staaten mit eher niedrigen Steuern und Sozialausgaben."

Danke für deinen Hinweis auf Jeffrey Sachs.

Als Befürworter von Enteignung, Kollektivierung und sozialistischer Planwirtschaft ist er nicht bekannt geworden - und darum dürfte es hier im Thread am Anschluss an Kühnert gehen. So höre ich: "In 1989 Sachs advised Poland's anticommunist Solidarity movement and the government of Prime Minister Tadeusz Mazowiecki. He wrote a comprehensive plan for the transition from central planning to a market economy [...]."
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon Iwan der Liebe » Mo 6. Mai 2019, 18:43

Fliege hat geschrieben:(06 May 2019, 18:36)

Danke für deinen Hinweis auf Jeffrey Sachs.

Als Befürworter von Enteignung, Kollektivierung und sozialistischer Planwirtschaft ist er nicht bekannt geworden - und darum dürfte es hier im Thread am Anschluss an Kühnert gehen. So höre ich: "In 1989 Sachs advised Poland's anticommunist Solidarity movement and the government of Prime Minister Tadeusz Mazowiecki. He wrote a comprehensive plan for the transition from central planning to a market economy [...]."



So gut wie jeder Mensch ist ein Befürworter von Enteignung. Ohne Enteignungen gäbe es bei uns keine Fernstraßen und keine Eisenbahnlinie.

Kühnert ist kein Befürworter sozialistischer Planwirtschaft, und, nur für unsere Foreneindimensionalen, er ist auch nicht Stalin und Pol Pot in Personalunion.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon BlueMonday » Mo 6. Mai 2019, 18:51

In Schweden ging es jedenfalls durch "big government" ... abwärts.

https://www.youtube.com/watch?v=697y-R26Shk
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon Fliege » Mo 6. Mai 2019, 18:54

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 May 2019, 18:43)
Kühnert ist kein Befürworter sozialistischer Planwirtschaft [...].

Er ist kein Befürworter sozialistischer Planwirtschaft? In der aktuellen Juso-Selbstbeschreibung heißt es: "Wir wollen den Kapitalismus überwinden und treten für eine andere Gesellschaftsordnung, den Sozialismus, ein."

Was befürwortet Kühnert stattdessen?
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon JJazzGold » Mo 6. Mai 2019, 19:03

Iwan der Liebe hat geschrieben:(06 May 2019, 18:32)

Den letzten Satz haben die Sklavenhalter in der Sklaverei, die Adeligen im Feudalismus und die Profitmaximierer im Kapitalismus auch gesagt. :rolleyes:

Hätten immer nur Konservative das Sagen gehabt, würden wir heute noch in der Urgesellschaft leben, jeglicher Fortschritt wäre unterbunden worden. Vielleicht wäre es besser, aber normale Menschen sind grundsätzlich immer der Meinung, dass alles verbessert werden kann. Das liegt an der Intelligenz, und die kann auch von Konservativen nicht dauerhaft verboten bzw. in deren bevorzugte Richtung gelenkt werden.

Wenn man sich anschaut, wie heute das Vermögen verteilt ist, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass das gewaltig zum Himmel stinkt. Das haben auch die meisten Systemprofiteure erkannt.


Kann schon sein, dass das zuvor auch schon einmal Jemand gesagt hat, was nichts daran ändert, dass diese Aussage heutzutage in Deutschland zutrifft.
Ihre vermeintlichen Probleme mit den Konservativen klären Sie bitte mit diesen, dafür bin ich nicht zuständig. Es interessiert mich auch nicht.
Ich warte in Ruhe ab, wann Kevin Kühnert mit wem aus "der Gesellschaft" in Diskussion geht. Vielleicht wird dann klar, wie er sich die Umsetzung seiner Visionen vorstellt.
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon Iwan der Liebe » Mo 6. Mai 2019, 19:07

Fliege hat geschrieben:(06 May 2019, 18:54)

Er ist kein Befürworter sozialistischer Planwirtschaft? In der aktuellen Juso-Selbstbeschreibung heißt es: "Wir wollen den Kapitalismus überwinden und treten für eine andere Gesellschaftsordnung, den Sozialismus, ein."

Was befürwortet Kühnert stattdessen?



Wenn ich Deine Kommentare so lese, kommt mir der leise Verdacht, dass die AfD in einem Punkt eben doch recht hat: Es gibt bei uns Denkverbote. Zwar kann man hier hemmungslos rumpöbeln, egal ob gegen Muslime, sozial Schwache, Frauen oder Kinder. Aber das bestehende Wirtschaftssystem zu hinterfragen scheint dann doch politisch nicht korrekt zu sein.

Es ist doch offensichtlich, dass innerhalb des Kapitalismus die Probleme nicht zu lösen sind, im Gegenteil, sie vergrößern sich kontinuierlich. Die "Digitalisierung" ist übrigens der letzte Sargnagel des Systems, und es ist ziemlich witzig, dass ausgerechnet die größten Betonköpfe "mehr Digitalisierung" fordern, vermutlich ohne überhaupt zu wissen, was das bedeutet. :D
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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon JJazzGold » Mo 6. Mai 2019, 19:08

BlueMonday hat geschrieben:(06 May 2019, 18:36)

Eben ein blödsinniger Bedeutungswandel, den man nicht mitmachen sollte. Wofür sollte dann noch der klassische Liberalismus stehen? Wovon grenzt das "Neo" noch ab? Ebenso war die "Old Right" weitaus weniger staatsgläubig als irgendeine "New Right". Der klassische Liberalismus stand für den minimalen Staat, für Staatsskepsis, für eine "laissez faire" Haltung usw. Der Neoliberalismus ist und bleibt hingegen ein aufgeweichter und zunehmend staatsgläubiger Liberalismus, bei dem der Liberalismus immer kleiner geschrieben wird. Bei der FDP taucht der Liberalismus nicht mal mehr im Namen auf. Bei Reagan und Thatcher lässt sich abseits vielleicht von ein paar Reden kein "Marktfundamentalismus" im Handeln entdecken. Weder in den USA noch in GB wurde während ihrer Amtszeiten der damals schon ausgeuferte Staat nennenswert abgebaut. Heutzutage haben wir mehr Staat und Staatsgläubigkeit denn je. Kurioserweise sind also gerade jene neoliberal, die den Neoliberalismus als Kampfbegriff gegen vermeintlichen "Marktfundamentalismus" verwenden.



Synonyme zu liberal
aufgeklärt, freidenkerisch, freigeistig, freiheitlich, tolerant, vorurteilsfrei, vorurteilslos, zwanglos; (bildungssprachlich) repressionsfrei; (veraltet) freisinnig
Herkunft INFO

französisch libéral < lateinisch liberalis = freiheitlich; freigebig; edel, zu: liber = frei

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Re: Kühnert möchte Firmen wie BMW verstaatlichen

Beitragvon Iwan der Liebe » Mo 6. Mai 2019, 19:11

JJazzGold hat geschrieben:(06 May 2019, 19:08)

Synonyme zu liberal
aufgeklärt, freidenkerisch, freigeistig, freiheitlich, tolerant, vorurteilsfrei, vorurteilslos, zwanglos; (bildungssprachlich) repressionsfrei; (veraltet) freisinnig
Herkunft INFO

französisch libéral < lateinisch liberalis = freiheitlich; freigebig; edel, zu: liber = frei

FDP - Freie Demokratische Partei



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