Was wollen die Grünen?

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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon odiug » Do 11. Apr 2019, 21:38

H2O hat geschrieben:(11 Apr 2019, 21:02)

Mir greift die Beschränkung auf die derzeitige Bundesregierung nicht weit genug in die Vergangenheit. Die Fehlentwicklung unserer Siedlungsräume ist durch planlosen Wildwuchs möglich geworden.

viewtopic.php?f=67&t=65013&start=1600#p4442927

Der Wildwuchs wird gern als das freie Spiel der Marktkräfte mißverstanden. Dabei hat der Staat durch die Entwicklung der Infrastruktur viele Möglichkeiten, die Marktkräfte in seinem Sinne zu bündeln.

Ja ... Wildwuchs ... heute zB.
B300 Richtung Ingolstadt ... ganz neu ... 4 spurig kurz nach Dasing ... Resultat: Auf der grünen Wiese baut DHL ein neues Logistikzentrum am Arsch der Welt ... die Folge, 10 Km weiter, wo die B300 wieder zweispurig wird, Stau durch LKW verkehr am Arsch der Welt :rolleyes:
Danke Herr Scheuer CSU :mad2:
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon H2O » Fr 12. Apr 2019, 09:24

odiug hat geschrieben:(11 Apr 2019, 21:38)

Ja ... Wildwuchs ... heute zB.
B300 Richtung Ingolstadt ... ganz neu ... 4 spurig kurz nach Dasing ... Resultat: Auf der grünen Wiese baut DHL ein neues Logistikzentrum am Arsch der Welt ... die Folge, 10 Km weiter, wo die B300 wieder zweispurig wird, Stau durch LKW verkehr am Arsch der Welt :rolleyes:
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Der Gute kann ja nichts für seinen Namen; dennoch reizt der Name doch, seine Handlungsweise für bescheuert zu halten.

Aber, odiug, ich bin ein Nordlicht. Für Ihre Ortsbeschreibung brauche ich einen Weltatlas ;) !
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Alpha Centauri » Fr 12. Apr 2019, 09:29

H2O hat geschrieben:(12 Apr 2019, 09:24)

Der Gute kann ja nichts für seinen Namen; dennoch reizt der Name doch, seine Handlungsweise bescheuert zu halten.

Aber, odiug, ich bin ein Nordlicht. Für Ihre Ortsbeschreibung brauche ich einen Weltatlas ;) !



Naja beantwortet nur mal die Frage was die Witzfigur Herr Bescheuert zum Verkehrsminister prädestiniert? Bis auf dicke Hose machen, hohle Sprüche klopfen und den Lobbyisten der Automobilindustrie spielen kommt da nicht viel von bayerischen Provinzler.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon H2O » Fr 12. Apr 2019, 09:37

Alpha Centauri hat geschrieben:(12 Apr 2019, 09:29)

Naja beantwortet nur mal die Frage was die Witzfigur Herr Bescheuert zum Verkehrsminister prädestiniert? Bis auf dicke Hose machen, hohle Sprüche klopfen und den Lobbyisten der Automobilindustrie spielen kommt da nicht viel von bayerischen Provinzler.


Zumindest wirken sich solche Eigenschaften nicht abträglich für einen politischen Aufstieg aus! Nur mit frecher Klappe sind Wähler zu beeindrucken.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon JJazzGold » Fr 12. Apr 2019, 09:46

Weil der offene Brief von Kubicki an Habeck so gut zum Titel passt.


Lieber Robert,

Du hast es im vergangenen Jahr geschafft, die Grünen zu großer Stärke zu führen. Viele Menschen sehen in Dir einen Hoffnungsträger.

Zum Teil wirst Du als potenzieller Kanzlerkandidat genannt. Du bist bereit, die Grünen wieder in Regierungsverantwortung zurück zu bringen. Aus Deiner schleswig-holsteinischen Regierungszeit weißt Du auch, was politische Verantwortung bedeutet und wie man mit ihr vernünftig umgeht.

Du hast die „Fridays for Future“-Bewegung ausdrücklich gelobt. Der radikal-ökologische Ansatz der Schülerinnen und Schüler sei richtig, deshalb sei auch der erwartbare Eintrag ins Klassenbuch als Auszeichnung zu verstehen. Deine Parteifreundin Sylvia Löhrmann zeigte im Jahre 2011 als Bildungsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen für Schulstreiks weniger Verständnis und erklärte, Demonstrationen seien in der unterrichtsfreien Zeit durchzuführen. Dort protestierten die Schülerinnen und Schüler nicht für, sondern gegen grüne Politik. Das ist wohl etwas anderes.

"Freundliches Schulterklopfen löst leider noch kein Problem"
Nun hat „Fridays for Future“ einen Forderungskatalog aufgestellt und sich damit mutig positioniert. Da Du den streikenden Schülerinnen und Schülern Deine volle Solidarität ausgesprochen hast, erwarten sie auch von Dir zu Recht, dass aus Deiner erklärten Solidarität konkrete Taten erwachsen. Denn freundliches Schulterklopfen – selbst von einem designierten Kanzlerkandidaten – löst leider noch kein Problem. Es hat ja sogar bei der Kanzlerin nicht geholfen.

Für die im Bundestag vertretenen demokratischen Parteien steht fest: Die Klimaziele von Paris sind einzuhalten, dazu haben wir uns verpflichtet. Und ich würde mich freuen, wenn nicht nur in Deutschland und einigen anderen Staaten, sondern überall auf der Welt eine ernsthafte Diskussion über das „Wie“ geführt wird.

An den mächtigen grünen Ko-Parteivorsitzenden, der die politischen Linien dieses Landes bestimmen will, werden Fragen gestellt. Wie sieht Dein „Wie“ aus? Wie willst Du es rechtlich sauber und sozial abgefedert schaffen, bis zum Ende dieses Jahres ein Viertel der Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen, wie es „Fridays for Future“ fordert? Wie ist Deine Idee, den Ausstieg aus der Kohle bis 2030 zu bewerkstelligen, nachdem wir 2022 das letzte Kernkraftwerk abgeschaltet haben?

"Woher nehmen wir ab 2030 den Strom?"
Wir wollen nicht von französischem Atom- oder polnischem Kohlestrom abhängig sein. Daher müssen wir schnellstmöglich Trassen von Nord nach Süd bauen, um Bayern und Baden-Württemberg verlässlich mit Windenergie aus Schleswig-Holstein oder Niedersachsen beliefern zu können. Du weißt aus Deiner schleswig-holsteinischen Erfahrung auch, wie schwierig es ist, vor Ort die Akzeptanz für solche Leitungen herzustellen. Es gibt nicht viele Menschen, die der Vorstellung von einem Erdkabel unter dem Gemüsebeet oder einer Hochspannungsleitung in Sichtweite vorm Küchenfenster mit Freude entgegensehen. In Thüringen zum Beispiel gehen hiergegen schon Menschen auf die Barrikaden. Sollte das große Infrastrukturprojekt Suedlink nicht rechtzeitig fertig sein, weil der Trassenverlauf vielfach beklagt wird: Woher nehmen wir ab 2030 dann den Strom?

Als Realpolitiker weißt Du auch, dass radikale politische Veränderungen die Menschen überfordern können. Die Gelbwestenproteste in Frankreich sind ein Ausdruck dieser Überforderung. Deshalb ist es ein politisches Gebot, die Umsetzung der Klimaziele sozial verträglich zu gestalten. Schalten wir binnen kurzer Frist Kohlekraftwerke ab, fallen Tausende in die Arbeitslosigkeit. Wenn wir die Entfernungspauschale streichen, wie von den Schülerinnen und Schülern gefordert, stellt sich die Frage, wie Pendler-Familien auf dem Land dies kompensieren sollen.

Klar ist, dass es Anpassungsprozesse geben wird. Je radikaler dieser Prozess vorangetrieben wird, umso größer droht der Widerstand zu werden. Es wäre schlimm, wenn die bundesdeutsche Klimapolitik deshalb auf Ablehnung stößt, weil die Bürgerinnen und Bürger Angst um ihre finanzielle und berufliche Zukunft haben.

Die „Fridays for Future“-Aktivisten sagen, wir müssen nicht mehr reden, wir müssen handeln. Du weißt, dass man in einem demokratischen Gemeinwesen sich aber auf einen Weg verständigen muss und nicht nur anordnen kann.

Wer regieren will, muss konkrete Antworten geben. Die Menschen können erwarten, dass Du erklärst, wie sich Deine Solidarität mit „Fridays for Future“ konkret politisch umsetzen lässt – sozial verträglich, in einem demokratischen Gemeinwesen, in einem Rechtsstaat.

Herzliche Grüße

Dein Wolfgang

https://amp.focus.de/politik/deutschlan ... 78679.html
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon relativ » Fr 12. Apr 2019, 09:52

bluetie hat geschrieben:(11 Apr 2019, 20:52)

auch dieses Forum würde dann verboten werden.

Ach, die Grünen sind viel pragmatischer als man zuerst immer denkt.
Als erstes würden sie wohl, 1. Beiträge, die inhaltlich nix zum Thema beitragen, löschen. :thumbup:
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon JJazzGold » Fr 12. Apr 2019, 10:15

odiug hat geschrieben:(11 Apr 2019, 20:09)

So mal von bayrisch Schwaben zu Ober-Bayern:
Mir geht das berliner Gewuisel furchtbar auf den Nerv.
Erst wollen sie Hauptstadt sein, dann sich mit Paris, London, Tokio und New York messen, aber wenn die Rechnung dafür kommt, sollen die anderen zahlen :rolleyes:
Und natürlich misst sich die Mietpreiskrise an Berlin ... das ich nicht lache ... :rolleyes:
Selbst in Augsburg liegt der Mietspiegel mit 12,32 pro qm über dem von Berlin mit 11,72 Euro.



Fiel mir gerade so ein, als ich den Hefeteig beim Aufgehen betrachtete.
Wenn der Berliner Senat konsequent unterhalb des Marktwertes Wohneigentum enteignet und nach einem Zeitraum x die Wohnungen zum Marktwert verkauft und nach ein paar Jahren wieder unter Marktwert enteignet und dann wieder zum Marktwert verkauft...,
könnte er damit die konstant klammen Kassen sukzessive sanieren. ;)
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon relativ » Fr 12. Apr 2019, 10:30

JJazzGold hat geschrieben:(12 Apr 2019, 10:15)

Fiel mir gerade so ein, als ich den Hefeteig beim Aufgehen betrachtete.
Wenn der Berliner Senat konsequent unterhalb des Marktwertes Wohneigentum enteignet und nach einem Zeitraum x die Wohnungen zum Marktwert verkauft und nach ein paar Jahren wieder unter Marktwert enteignet und dann wieder zum Marktwert verkauft...,
könnte er damit die konstant klammen Kassen sukzessive sanieren. ;)


Wenn die Gerichte mitmachen und die möglichen Investoren den Braten nicht nach dem 1 mal riechen, wäre dies eine realistische Maßnahme. :thumbup:
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon odiug » Fr 12. Apr 2019, 13:11

H2O hat geschrieben:(12 Apr 2019, 09:24)

Der Gute kann ja nichts für seinen Namen; dennoch reizt der Name doch, seine Handlungsweise für bescheuert zu halten.

Aber, odiug, ich bin ein Nordlicht. Für Ihre Ortsbeschreibung brauche ich einen Weltatlas ;) !


Der Ausbau von Fern-Straßen wie zB Bundesstraßen löst keine Verkehrsprobleme, sondern schafft neue, wenn nicht eine Raumplanung dem Einhalt gebietet.
Jede ausgebaute Autobahn oder Bundesstraße zieht neuen Verkehr an und ist nach ein paar Jahren wieder obsolet, weil zu klein.
Also macht man aus vierspurigen Bundesstraßen sechsspurige, was wieder neue Betriebe anlockt, was zu mehr Verkehr führt usw, usw, usw.
Gleichzeitig veröden die Innenstädte, weil der Am Arsch der Welt Gemeinderat beschließt, die Gewerbesteuer so weit zu senken, dass keine Stadt mehr damit mithalten kann.
Das Landei fährt aber immer in die Stadt, um ins hoch subventionierte Stadttheater zu gehen, ins hochsubventioniert Stadium, oder sich mal einen Lenz zu machen im hochsubventionierten Stadtbad ... mal abgesehen davon, dass die Stadt für die Infrastruktur wie Behörden, Kreiskrankenhäuser und vieles mehr aufkommen muss.
Vom Landdschaftsfraß der neuen Gewerbegebiete gar nicht zu reden ... und die gleichen Landeier regen sich im gleichen Atemzug über ein Windrad auf und reden von "Verspargelung" der Landschaft.
Das regt mich auf ... :dead:
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Europa2050 » Fr 12. Apr 2019, 13:29

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2019, 13:11)

Der Ausbau von Fern-Straßen wie zB Bundesstraßen löst keine Verkehrsprobleme, sondern schafft neue, wenn nicht eine Raumplanung dem Einhalt gebietet.
Jede ausgebaute Autobahn oder Bundesstraße zieht neuen Verkehr an und ist nach ein paar Jahren wieder obsolet, weil zu klein.
Also macht man aus vierspurigen Bundesstraßen sechsspurige, was wieder neue Betriebe anlockt, was zu mehr Verkehr führt usw, usw, usw.
Gleichzeitig veröden die Innenstädte, weil der Am Arsch der Welt Gemeinderat beschließt, die Gewerbesteuer so weit zu senken, dass keine Stadt mehr damit mithalten kann.
Das Landei fährt aber immer in die Stadt, um ins hoch subventionierte Stadttheater zu gehen, ins hochsubventioniert Stadium, oder sich mal einen Lenz zu machen im hochsubventionierten Stadtbad ... mal abgesehen davon, dass die Stadt für die Infrastruktur wie Behörden, Kreiskrankenhäuser und vieles mehr aufkommen muss.
Vom Landdschaftsfraß der neuen Gewerbegebiete gar nicht zu reden ... und die gleichen Landeier regen sich im gleichen Atemzug über ein Windrad auf und reden von "Verspargelung" der Landschaft.
Das regt mich auf ... :dead:


Wie passt das dann aber zu der Parallel laufenden Diskussion um städtische Mieten und Wohnen im Allgemeinen?
Ist nicht eine Stärkung des ländlichen Raumes - auch mit Infrastruktur - ein Teil der Lösung?
Ich denke, dass die Zugewanderten Oberfranken in München mehr Wohnraum belegen, als die oft kolportierten Flüchtlinge.

Kann natürlich auch sein, dass das in Oberfranken - ex. Zonenrandgebiet - anders gesehen wird als in dem auch am Land prosperierenden Schwaben.
Nationalismus lehrt Dich,
stolz auf Dinge zu sein, die Du nie getan hast und
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon odiug » Fr 12. Apr 2019, 13:42

Europa2050 hat geschrieben:(12 Apr 2019, 13:29)

Wie passt das dann aber zu der Parallel laufenden Diskussion um städtische Mieten und Wohnen im Allgemeinen?
Ist nicht eine Stärkung des ländlichen Raumes - auch mit Infrastruktur - ein Teil der Lösung?
Ich denke, dass die Zugewanderten Oberfranken in München mehr Wohnraum belegen, als die oft kolportierten Flüchtlinge.

Kann natürlich auch sein, dass das in Oberfranken - ex. Zonenrandgebiet - anders gesehen wird als in dem auch am Land prosperierenden Schwaben.

Der Schlüsselbegriff ist : Raumplanung.
Ich verstehe ja, dass man strukturschwache Regionen aufpeppen muss.
Südlich von Hof, östlich von Deggendorf.
Aber in den Speckgürteln der Großstädte nimmt das überhand.
Die Speckgürtel von München und Augsburg wuchern in die Landschaft und treffen sich fast schon.
Am Schluss sieht die Region aus wie der Ruhrpott :eek:
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon H2O » Fr 12. Apr 2019, 17:39

odiug hat geschrieben:(12 Apr 2019, 13:42)

Der Schlüsselbegriff ist : Raumplanung.
Ich verstehe ja, dass man strukturschwache Regionen aufpeppen muss.
Südlich von Hof, östlich von Deggendorf.
Aber in den Speckgürteln der Großstädte nimmt das überhand.
Die Speckgürtel von München und Augsburg wuchern in die Landschaft und treffen sich fast schon.
Am Schluss sieht die Region aus wie der Ruhrpott :eek:


Ja, das fällt einem Nordlicht sofort auf. In meinen italienischen Jahren hatte ich bei Spätflügen gen Norden immer das Lichtermeer bis etwas nördlich von Frankfurt. Danach leuchteten nur große Lichtflecke über den Städte im Norden... "Dunkeldeutschland". Das war nach dem Geflimmer zuvor fast unheimlich. Raumplanung kann nicht sein, den Speckgürtel an zu fetten. Ich erinnere mich an Münchner Kollegen in der IABG, die mit Ach und Krach ein Häuschen in "Irgend"-kirchen kaufen konnten... damals schon im Bereich 700.000 DM und Verschuldung bis in die nächste Steinzeit. Da kann die Sache mit den Mieten nicht besser sein.

Unser deutscher Flächennutzungsplan ist hirnrissig... der Osten entleert sich, Polen kaufen im Einzugsbereich von Breslau und Stettin die leeren Häuser. Und 70 km weiter schreien die Berliner sich heiser wegen Wuchermieten.

Der Tiefwasserhafen Wilhelmshaven bekommt keinen richtigen Bahnanschluß und Autobahn ist auch sehr mäßig. Dafür baggert Hamburg die Elbe aus bis die Ufersiedlungen in die Elbe rutschen... ;)
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tom Bombadil » Fr 12. Apr 2019, 22:51

Willkommen im Deutschland des 21. Jahrhunderts, wo anscheinend die Schildbürger die Macht übernommen haben.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Fliege » Fr 12. Apr 2019, 22:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(12 Apr 2019, 22:51)
Willkommen im Deutschland des 21. Jahrhunderts, wo anscheinend die Schildbürger die Macht übernommen haben.

Und so bringen die grünen Schildbürger Licht in einen dunklen Raum.
Schnittblumen verhalten sich zahm, sind aber nicht immer stubenrein; Migrationsdesaster: "wie ein Hippie-Staat"; Klimahysterie: "weltweit dümmste Energiepolitik".
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon firlefanz11 » Do 18. Apr 2019, 14:04

JJazzGold hat geschrieben:(12 Apr 2019, 09:46)

Weil der offene Brief von Kubicki an Habeck so gut zum Titel passt.

Wie willst Du es rechtlich sauber und sozial abgefedert schaffen, bis zum Ende dieses Jahres ein Viertel der Kohlekraftwerke vom Netz zu nehmen, wie es „Fridays for Future“ fordert? Wie ist Deine Idee, den Ausstieg aus der Kohle bis 2030 zu bewerkstelligen, nachdem wir 2022 das letzte Kernkraftwerk abgeschaltet haben?

Was die Abschaltung der Kohle KW angeht gehe ich mit den Schulschwänzern 100% konform denn das wäre der beste Schritt für eine deutliche Verringerung des CO2 Ausstoßes.
Wie das sozialverträglich etc. zu bewerkstelligen ist, ist jedoch nicht allein von Habeck o. den Grünen als Ganzes zu beantworten, vielmehr müssten ALLE Parteien sich hierfür mit Experten zusammen setzen u. ein Konzept erarbeiten...

"Woher nehmen wir ab 2030 den Strom?"

Gute Frage, insbesondere wenn bis 2030 nach dem Willen der Grünen auch noch 100% der neu zu verkaufenden Autos Stromer sein sollen...
Umso mehr zeigt sich: Es ist völlig hirnverbrannt das tote Pferd reiner E-Autos weiter zu reiten. Nicht nur aus Verstandes- sondern allen möglichen Aspekten heraus zeichnet sich ab, dass die einzig wahre Zukunftsperspektive das H2 Auto ist...

Schalten wir binnen kurzer Frist Kohlekraftwerke ab, fallen Tausende in die Arbeitslosigkeit.

Besser ein paar tausend Arbeitslose als hunderttausende Ersoffene...
Ausserdem müssen dann halt schnellstmöglich Auffangprogramme erarbeitet werden. Die Umqualifizierung der in der Kohleindustrie Beschäftigten dürfte weniger ein Problem des "wie" sein als eines des Unwillens der dort Beschäftigten selbst umzusatteln...

Wenn wir die Entfernungspauschale streichen, wie von den Schülerinnen und Schülern gefordert, stellt sich die Frage, wie Pendler-Familien auf dem Land dies kompensieren sollen.

Insbesondere vor dem Hintergrund der Landflucht u. den damit verbundenen Problemen des Wohnraummangels u. der Wuchermieten in den Städten. Menschen, die gezwungen sind auf dem Land zu wohnen wären dann doppelt bestraft...

..., weil die Bürgerinnen und Bürger Angst um ihre finanzielle und berufliche Zukunft haben.

Nur, wenn nicht bald gehandelt wird müssen sie u. vier alle womöglich eher Angst um die Zukunft insgesamt haben...
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 18. Apr 2019, 14:12

firlefanz11 hat geschrieben:(18 Apr 2019, 14:04)

Besser ein paar tausend Arbeitslose als hunderttausende Ersoffene...

Jawoll! Deutschland wird mit Verzicht auf ca. 2% des weltweiten CO2-Ausstoßes das Klima und die Menschheit retten. Das Ausatmen ist daher mit sofortiger Wirkung einzustellen.

Kann Spuren von Sarkasmua enthalten.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon firlefanz11 » Do 18. Apr 2019, 14:21

Tom Bombadil hat geschrieben:(18 Apr 2019, 14:12)

Jawoll! Deutschland wird mit Verzicht auf ca. 2% des weltweiten CO2-Ausstoßes das Klima und die Menschheit retten. Das Ausatmen ist daher mit sofortiger Wirkung einzustellen.

Kann Spuren von Sarkasmua enthalten.

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt...
Selbstverständlich müssen alle anderen Länder mitziehen dabei... Dann kömmer auch auf ewig weiter mit Spritschleudern rumfahren anstatt einen auf Duracell Hase zu machen... ;)
Ich bin wahrlich kein Ökofreak (frag Alex :D ) aber mit einer "Auf und nieder, immer wieder - so ham mer's früher g'macht, so mach mer's heut!" Haltung verlieren nicht nur die paar Arbeiter...
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Tom Bombadil » Do 18. Apr 2019, 15:10

Auf dem Weg ins Irrenhaus liegt Deutschland uneinholbar vorne.
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon firlefanz11 » Do 18. Apr 2019, 17:00

Tom Bombadil hat geschrieben:(18 Apr 2019, 15:10)

Auf dem Weg ins Irrenhaus liegt Deutschland uneinholbar vorne.

Einer muss ja den Vortänzer machen...
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Re: Was wollen die Grünen?

Beitragvon Vongole » Do 18. Apr 2019, 17:05

Tom Bombadil hat geschrieben:(18 Apr 2019, 15:10)

Auf dem Weg ins Irrenhaus liegt Deutschland uneinholbar vorne.


Es könnte bei der Entwicklung klimaschonender Technik uneinholbar vorne liegen, wenn nicht so viel gebremst würde. :(

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