Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

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imp
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon imp » So 4. Mär 2018, 21:38

grün hat geschrieben:(13 Feb 2018, 15:53)

Hängt davon ab, ob Julia Reda bleibt oder zu den Grünen geht, nehme ich an. Die Piraten haben ihre Liste aber auch noch nicht vorbereitet. Niemals vergessen, dass es noch ein paar Vernünftige in der Partei gibt.

Es gibt viele vernünftige Menschen bei den Piraten. Ich möchte da jetzt niemanden hervorheben.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon grün » So 4. Mär 2018, 21:42

Schade - ich wüsste nämlich gern, wer das sein soll.
Die Ideen der Linken sind vor allem langweilig.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon grün » Di 15. Mai 2018, 21:09

FYI:
Zum nächsten Bundesparteitag der Piratenpartei gibt es zwei Anträge, die Forderung nach dem weltfremden BGE zu streichen.

Ich bin gespannt.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon grün » Do 28. Mär 2019, 11:57

Es ist Wahlkampf, die Massenmedien lügen wieder, um die Piratenpartei und damit lästigen politischen Widerstand klein zu halten.
https://piratensumpf.blogspot.com/2019/ ... rrten.html
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon Cat with a whip » Do 28. Mär 2019, 12:20

Die Piraten sind am Ende. Eine deutsche Piratin im EU-Parlament, die sich gerade noch nit den Verfechtern der Urheberrechtsreform anlegte ruft dazu auf die Partei nicht zu wählen und tritt aus.
Es geht um Vorwürfe der sex. Belästigung und einen Büroleiter der mit seiner erneuten Kandidatur seine Partei täuscht und das Engagement der Partei gegen die Urheberrechtsreform hintertrieben hatte.

https://www.tagesspiegel.de/politik/bel ... 53596.html
Zuletzt geändert von Cat with a whip am Do 28. Mär 2019, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon Ein Terraner » Do 28. Mär 2019, 12:28

grün hat geschrieben:(28 Mar 2019, 11:57)

Es ist Wahlkampf, die Massenmedien lügen wieder, um die Piratenpartei und damit lästigen politischen Widerstand klein zu halten.
https://piratensumpf.blogspot.com/2019/ ... rrten.html


Wer lügt da?

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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon imp » Fr 29. Mär 2019, 06:17

grün hat geschrieben:(28 Mar 2019, 11:57)

Es ist Wahlkampf, die Massenmedien lügen wieder, um die Piratenpartei und damit lästigen politischen Widerstand klein zu halten.
https://piratensumpf.blogspot.com/2019/ ... rrten.html

Die haben durchaus Aussicht auf 1-2 Sitze, wenn das Urheberthema warm bleibt.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon grün » Fr 29. Mär 2019, 10:16

Hoffen wir es. Die mediale Stimmung ist doch leider von nachhaltiger Auswirkung auf Wahlergebnisse.
Und Gegendarstellungen interessieren halt niemanden.
https://www.gillesbordelais.eu/2019/03/ ... ner-sache/
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon grün » Di 16. Apr 2019, 12:41

Julia Reda hat den französischen Piraten übrigens erst letzte Woche viel Erfolg gewünscht. Davon war in deutschen Medien nichts zu lesen.
Traut dieser Frau keinen Meter weit.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon Gen_Y » Di 23. Apr 2019, 15:18

Ich vermisse Faxe.
Seit er das Abgeordnetenhaus von Berlin verlassen hat, ist mit der Bundeshauptstadt und mit den Piraten nichts mehr los.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon John Galt » Di 23. Apr 2019, 15:41

Mittlerweile redet jeder Bauer von Digitalisierung, 5G und KI und die Piratenpartei ist am Ende.

Eine Digitalpartei hätte eine gute Chance. Die politische Korrektheit, Genderwahnsinn und fehlende Macher bei Liquid Democracy, dazu die Träumerei vom Kommunismus haben die Partei futsch gemacht.

Die meisten der ehemaligen Abgeordenten sind zur Linkspartei gegangen.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon grün » Di 23. Apr 2019, 16:18

John Galt hat geschrieben:(23 Apr 2019, 15:41)

fehlende Macher bei Liquid Democracy


Der Landesverband Niedersachsen setzt mit Erfolg eine lokale Version des "BEO" ein.

John Galt hat geschrieben:Die meisten der ehemaligen Abgeordenten sind zur Linkspartei gegangen.


Die meisten von denen hatten mit den Zielen der Piratenpartei so viele Übereinstimmungen wie Oracle mit guter Software.
Die Ideen der Linken sind vor allem langweilig.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon jack000 » Di 23. Apr 2019, 19:45

Brainiac hat geschrieben:(17 Sep 2017, 18:56)

Ich habe damals die Piraten gewählt. Das werde ich nicht wieder tun, denn die Stimme wäre leider verloren.

Eine "Piratin" äußerte sich mal zu dem Thema:
- Wir haben Geld wie eine 0,2 % Partei
- Wir haben ein Programm wie eine 2 % Partei
- Wir haben ein Wählerpotential wie eine 20 % Partei
=> Nun, die haben es selbst vermasselt, aber letztendlich sehe ich da schon Potential für eine eigene (überarbeitete) Partei und nicht für irgendwelche Erben ...
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon Brainiac » Di 23. Apr 2019, 20:30

jack000 hat geschrieben:(23 Apr 2019, 19:45)

Eine "Piratin" äußerte sich mal zu dem Thema:
- Wir haben Geld wie eine 0,2 % Partei
- Wir haben ein Programm wie eine 2 % Partei
- Wir haben ein Wählerpotential wie eine 20 % Partei
=> Nun, die haben es selbst vermasselt, aber letztendlich sehe ich da schon Potential für eine eigene (überarbeitete) Partei und nicht für irgendwelche Erben ...

Ich habe mal im internen Forum ein wenig mitgelesen. Ich komme mehr und mehr zu dem Schluß, dass das Ziel der maximalen Transparenz die Wurzel des Niedergangs ist, da es zwangsläufig zur Selbstzerfleischung führt. Menschen sind anscheinend so. :| ME. müssten sie mindestens von diesem Prinzip Abstand nehmen. Diskussionen über die grundsätzliche Ausrichtung, gemachte Fehler, problematische Personen o.ä. können nicht immer alle öffentlich sein. Die Leute schreiben halt anders, "politischer", demagogischer und weniger konstruktiv, wenn sie dies vor der gesamten Parteiöffentlickeit tun.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon Brainiac » Di 23. Apr 2019, 20:57

grün hat geschrieben:(23 Apr 2019, 16:18)

Die meisten von denen hatten mit den Zielen der Piratenpartei so viele Übereinstimmungen wie Oracle mit guter Software.

Ich bin nicht von dieser Firma, aber es gibt nun schlechtere DBMS.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon John Galt » Di 23. Apr 2019, 20:59

Brainiac hat geschrieben:(23 Apr 2019, 20:30)

Ich habe mal im internen Forum ein wenig mitgelesen. Ich komme mehr und mehr zu dem Schluß, dass das Ziel der maximalen Transparenz die Wurzel des Niedergangs ist, da es zwangsläufig zur Selbstzerfleischung führt. Menschen sind anscheinend so. :| ME. müssten sie mindestens von diesem Prinzip Abstand nehmen. Diskussionen über die grundsätzliche Ausrichtung, gemachte Fehler, problematische Personen o.ä. können nicht immer alle öffentlich sein. Die Leute schreiben halt anders, "politischer", demagogischer und weniger konstruktiv, wenn sie dies vor der gesamten Parteiöffentlickeit tun.


Wäre ein kleineres Problem gewesen, wenn ihre Software funktioniert hätte. War halt auch ein heterogener Haufen, der abseits vom Internet wenig Gemeinsamkeiten hatte.

Die innerparteiiliche Demokratie lebt noch im vorletzten Jahrhundert. Da könnte man sehr leicht punkten als Digitalpartei 2.0.

Aber wie man bei Julia Reda sieht, geht es wieder nur um Metoo und ähnliches Zeugs.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon Brainiac » Di 23. Apr 2019, 21:03

John Galt hat geschrieben:(23 Apr 2019, 20:59)

Wäre ein kleineres Problem gewesen, wenn ihre Software funktioniert hätte. War halt auch ein heterogener Haufen, der abseits vom Internet wenig Gemeinsamkeiten hatte.

Die innerparteiiliche Demokratie lebt noch im vorletzten Jahrhundert. Da könnte man sehr leicht punkten als Digitalpartei 2.0.

Aber wie man bei Julia Reda sieht, geht es wieder nur um Metoo und ähnliches Zeugs.

Ja, der Fall Reda ist ein gutes Beispiel dafür, dass das von mir angesprochene Problem so rein gar nichts mit "nicht funktionierender Software" zuntun hat. Nicht funktionierende (Forums-) Software würde man sich sogar manchmal fast wünschen.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon John Galt » Di 23. Apr 2019, 21:09

Brainiac hat geschrieben:(23 Apr 2019, 21:03)

Ja, der Fall Reda ist ein gutes Beispiel dafür, dass das von mir angesprochene Problem so rein gar nichts mit "nicht funktionierender Software" zuntun hat. Nicht funktionierende (Forums-) Software würde man sich sogar manchmal fast wünschen.


1 ist jetzt auch nicht gerade so ne große sample size.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon Brainiac » Di 23. Apr 2019, 21:11

Gibt genügend andere Beispiele. ZB ist gerade Europawahlkampf, und.. naja das kann ja jeder selbst nachlesen, wenn es ihn interessiert, einfach registrieren.
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Re: Das Erbe der Piraten - wer tritt es an?

Beitragvon watisdatdenn? » Di 23. Apr 2019, 22:44

Brainiac hat geschrieben:(23 Apr 2019, 20:30)
Ich habe mal im internen Forum ein wenig mitgelesen. Ich komme mehr und mehr zu dem Schluß, dass das Ziel der maximalen Transparenz die Wurzel des Niedergangs ist, da es zwangsläufig zur Selbstzerfleischung führt. Menschen sind anscheinend so. :|

Interessante These.
Ich war da auch dabei und es stimmt, der Ton wurde durch enttäuschte Mitglieder schon sehr rauh und selbstzerfleischend im Niedergang.

Das war für mich aber nicht die Ursache, sondern schon das Resultat des Niedergangs..

Die Ursache des Niedergangs lag meiner Ansicht nach in dem Brechen des zentralen Wahlversprechens: Der direkten digitalen Mitbestimmung.

Auch wenn hier wirklich äußerst digital avantgardistisch gearbeitet wurde! Was mit Office 365 mit dem gleichzeitigen Bearbeiten von Dokumenten jetzt endlich kommerziell angekommen ist, war bei internen Piratentreffen mit dem Piratenpad schon vor 10 Jahren der Standard!
Die "Antragsfabrik" war aber z.B. für mich (trotz unglaublicher Transparenz und Mitbestimmungsmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Parteien) aber immer nur ein digitales Provisorium, welches nie z.B. über das Liquid Feedback professionalisiert wurde..

Die Fokussierung auf klassisch linke Themen wie dem bedingungslosen Grundeinkommen hat viele freiheitliche Piraten (wie mich) dann schon verschreckt.
Da wurde leider der Fokus falsch gesetzt und die Themen welche die Piratenpartei unabhängig von links oder rechts stark gemacht haben (digitale Demokratie und Datenrechte) gerieten zu stark in den Hintergrund, zugunsten klassisch linker Umverteilungsthemen..
Für mich war der Bruch dann mit der konsequenten "Open boarder" Politik der Piraten, die auch intern zu wenig abgestimmt war!


Bisher sehe ich niemanden der das Erbe der Piraten antreten will/kann, auch wenn sich die FDP teilweise Mühe gibt.
Vielleicht gibt es irgendwann ein Revival mit den Themen die die Piratenpartei als erstes stark gemacht hatten, denn dort ist immer noch großes Potential!

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