Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Moderator: Moderatoren Forum 2

Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 36702
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Sep 2016, 15:27

frems hat geschrieben:(13 Sep 2016, 15:11)

Da gebe ich Dir recht. Aber schon heute ist es so, dass viele Pfleger extrem unter Druck stehen und von einer Person zur nächsten hetzen, sodass keine zwei Minuten für eine kleine Plauderei vorhanden sind. Das ähnelt schon stark der Fließbandarbeit.


Genau an diesem Punkt setzt aber doch der positive Effekt der technologischen Entwicklung an. Pfleger die nicht in der Hauptsache Küchen-, Restaurant- und Putzkraft spielen müssen, weil eine Maschine die Basics übernimmt, haben mehr Zeit für die zu Pflegenden.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
frems
Beiträge: 44815
Registriert: Sa 4. Apr 2009, 14:43
Benutzertitel: Hochenergetisch
Wohnort: Hamburg, Europa

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon frems » Di 13. Sep 2016, 15:32

JJazzGold hat geschrieben:(13 Sep 2016, 15:27)

Genau an diesem Punkt setzt aber doch der positive Effekt der technologischen Entwicklung an. Pfleger die nicht in der Hauptsache Küchen-, Restaurant- und Putzkraft spielen müssen, weil eine Maschine die Basics übernimmt, haben mehr Zeit für die zu Pflegenden.

Mehr Zeit haben sie in der Theorie, ja. Ob das die Betriebsführung auch so sieht, steht dann auf einem anderen Blatt.
Labskaus!

Ob Mailand oder Madrid -- Hauptsache Europa.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 36702
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Sep 2016, 16:06

frems hat geschrieben:(13 Sep 2016, 15:32)

Mehr Zeit haben sie in der Theorie, ja. Ob das die Betriebsführung auch so sieht, steht dann auf einem anderen Blatt.


Richtig, das ist eine Sache von Angebot und Nachfrage. Ein vollautomatisierter Betrieb wird nach meiner Einschätzung weniger Nachfrage erleben, als einer, in dem durch die Automatisierung Zeit für die persönliche Betreuung bleibt un vice versa.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
lili 1
Beiträge: 736
Registriert: Fr 2. Sep 2016, 16:05

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Di 13. Sep 2016, 16:38

Selbst bei einem Data war Empathie nicht programmiert worden. Das meinte ich mit sozialer Kompetenz.
Die Gesellschaft möchte ich sehen, die Robotern die Erziehung von Kindern überlässt.



Naja dafür gibt es zumindest weniger Diskussionen zwischen Eltern und Erziehern.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 36702
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Sep 2016, 18:10

lili 1 hat geschrieben:(13 Sep 2016, 16:38)

Naja dafür gibt es zumindest weniger Diskussionen zwischen Eltern und Erziehern.


Aber so einigen Robotern würden die Schaltkreise durchbrennen. ;)
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
jorikke
Beiträge: 6500
Registriert: Sa 30. Mai 2009, 10:05

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon jorikke » Di 13. Sep 2016, 18:44

JJazzGold hat geschrieben:(13 Sep 2016, 16:06)

Richtig, das ist eine Sache von Angebot und Nachfrage. Ein vollautomatisierter Betrieb wird nach meiner Einschätzung weniger Nachfrage erleben, als einer, in dem durch die Automatisierung Zeit für die persönliche Betreuung bleibt un vice versa.


...allein, mir fehlt der Glaube.
Welches Altenheim ( Pardon, Seniorenresidenz ) gewählt wird entscheidet sich über den Preis. Günstiges Angebot ist immer entscheidender als eine Nanny, die fünf Minuten mehr Zeit zum Quatschen hat.
Also, gesetzliche Vorschriften. In allen s.o. gleiche Pfleger/innen Quote pro Belegzahl.
Benutzeravatar
JJazzGold
Beiträge: 36702
Registriert: Mo 25. Mai 2009, 01:34
Benutzertitel: L'État, c'est moi

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon JJazzGold » Di 13. Sep 2016, 19:46

jorikke hat geschrieben:(13 Sep 2016, 18:44)

...allein, mir fehlt der Glaube.
Welches Altenheim ( Pardon, Seniorenresidenz ) gewählt wird entscheidet sich über den Preis. Günstiges Angebot ist immer entscheidender als eine Nanny, die fünf Minuten mehr Zeit zum Quatschen hat.
Also, gesetzliche Vorschriften. In allen s.o. gleiche Pfleger/innen Quote pro Belegzahl.


Zugestanden, ich habe langfristig aus der Sicht der Betreiber von Seniorenbetreuung gedacht. Wenn ich den Preisverfall bei Computern betrachte, wird sich dieser auch auf spätere automatische Versorgungseinheiten erstrecken, was wiederum monetäre Kapazitäten zur persönlichen Betreuung freisetzt. Damit wird ein erschwingliches Preisangebot ermöglicht. Du und ich werden das nicht mehr erleben, aber kommende Generationen. Für uns wird man eine gesetzliche Regelung benötigen, falls wir das notwendige Kleingeld nicht aufbringen könnten.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
Alexander Freiherr von Humboldt
Benutzeravatar
DarkLightbringer
Beiträge: 40453
Registriert: Mo 19. Dez 2011, 16:49
Benutzertitel: Vive la Liberté !

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon DarkLightbringer » Mi 14. Sep 2016, 01:02

unity in diversity hat geschrieben:(13 Sep 2016, 14:39)

So langsam nehmen die Albernheiten der mittleren Populisten totalitäre Formen an.
Wieviel Pluralismus bleibt übrig, nachdem du alles weggeschnitten hast?
Wie schmalbandig würde sich dein orwellsches Neusprech anhören?

Das war keine Wahlaussage, sondern lediglich die These, dass im Parteienspektrum grundsätzlich noch ein Plätzchen wäre und zwar zwischen Union und SPD. Die Mitte als solche verorte ich breiter, aber jedenfalls zwischen den Rändern. ;)
>>We’ll always have Paris<<
[Humphrey Bogart als Rick Blaine in >Casablanca<, 1942]
Benutzeravatar
unity in diversity
Beiträge: 8651
Registriert: So 21. Dez 2014, 09:18
Benutzertitel: Nachtfalter
Wohnort: Falena

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon unity in diversity » Mi 14. Sep 2016, 01:36

DarkLightbringer hat geschrieben:(14 Sep 2016, 01:02)

Das war keine Wahlaussage, sondern lediglich die These, dass im Parteienspektrum grundsätzlich noch ein Plätzchen wäre und zwar zwischen Union und SPD. Die Mitte als solche verorte ich breiter, aber jedenfalls zwischen den Rändern. ;)

Dann habe ich dich falsch verstanden.
Liberalismus erlaubt ein recht breites Meinungsspektrum, von Linksliberalismus bis Rechtsliberalismus. Was sich davon temporär durchsetzt, hängt vom freien Spiel der Kräfte ab.
Deshalb kann man eine bestimmte Richtung nie als endgültig ansehen.
Sonst würde ja Stillstand herrschen und sowas macht politikverdrossen, wie man verbreitet sehen kann.
Die extremistischen Ränder können auch quer durch die Mitte verlaufen, je nachdem, wer den Laden vereinnahmt.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 12167
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 21:49

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon Cat with a whip » Mi 14. Sep 2016, 02:02

lili 1 hat geschrieben:(12 Sep 2016, 11:18)

Hallo,

Findet ihr auch, dass wir in Deutschland eine neue liberale Partei brauchen? Die nicht Neoliberal ist, sondern sich auch um die Belange aller Menschen kümmert?


Wählen Sie doch die Linke und gut ist.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
lili 1
Beiträge: 736
Registriert: Fr 2. Sep 2016, 16:05

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Mi 14. Sep 2016, 11:01

[color=#0000BF]Aber so einigen Robotern würden die Schaltkreise durchbrennen. ;)


Ich denke einfach, dass die Menschen zuerst gebraucht werden und irgendwann klappt es selbstständig.
lili 1
Beiträge: 736
Registriert: Fr 2. Sep 2016, 16:05

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Mi 14. Sep 2016, 11:03

Wählen Sie doch die Linke und gut ist.


Die Linke ist aber keine vollständige liberale Partei.
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 12167
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 21:49

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon Cat with a whip » Mi 14. Sep 2016, 13:24

lili 1 hat geschrieben:(14 Sep 2016, 11:03)

Die Linke ist aber keine vollständige liberale Partei.


Gewöhhnen Sie sich dran, dass es sowas nicht gibt.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
lili 1
Beiträge: 736
Registriert: Fr 2. Sep 2016, 16:05

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Mi 14. Sep 2016, 14:07

Gewöhhnen Sie sich dran, dass es sowas nicht gibt.


Ich fand die Piraten haben ein guten Anfang gemacht.
Benutzeravatar
harry52
Beiträge: 1524
Registriert: Fr 30. Jan 2015, 09:35

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon harry52 » Mi 14. Sep 2016, 14:33

lili 1 hat geschrieben:Ich fand die Piraten haben ein guten Anfang gemacht.

Die sind wie die Linke aber ganz und gar nicht liberal.
Sie wollen mehr Staat, also somit auch deutlich mehr Vorschriften. Dafür brauchen sie auch mehr Steuern und Abgaben, um das zu bezahlen. Wo bleibt denn die Freiheit, wenn dein verfügbares Einkommen deutlich kleiner wird, um den großen Staat zu finanzieren.

Zitat aus Parteiprogramm der Piraten:
"Schaffung von Arbeitsplätzen ... durch staatlich finanzierte Arbeitsplätze ... verlangen umfangreiche öffentliche Mittel."

Also deutlich mehr Staatsdiener, die uns irgendwas vorschreiben, verordnen oder vorsetzen. Also auch keine Wahl, ob RTL, Pro Sieben, oder ARD und ZDF. Nur noch vom Staat. Also beim Fernsehen nur noch ARD und ZDF. Das ist langweilig und teuer und somit habenwir dann alle weniger Geld, womit man sich frei selber was kaufen kann, was man möchte.

Zum anderen fordern sie mehr direkte Demokratie wie die AfD.
Das würde uns auch sehr viel Geld (und Zeit) kosten und ständig Abstimmungen über Ausländer und Minderheiten einbringen. Wie in der Schweiz hätten wir dann sehr schnell ganz viele Verbote wie Minarettverbot, (Burkini Verbot) ... und das ist auch ganz gar nicht liberal.
"Gut gemeint" ist nicht das Gleiche wie "gut gemacht".
lili 1
Beiträge: 736
Registriert: Fr 2. Sep 2016, 16:05

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Mi 14. Sep 2016, 15:27

[
b]Die sind wie die Linke aber ganz und gar nicht liberal. [/b]
Sie wollen mehr Staat, also somit auch deutlich mehr Vorschriften. Dafür brauchen sie auch mehr Steuern und Abgaben, um das zu bezahlen. Wo bleibt denn die Freiheit, wenn dein verfügbares Einkommen deutlich kleiner wird, um den großen Staat zu finanzieren.


Als eine Mitglieder(in) der Piraten in einer Sendung eingeladen wurde, meinte sie, das sie die Steuern nicht erhöhen wollten.

[
b]Zitat aus Parteiprogramm der Piraten:[/b]
"Schaffung von Arbeitsplätzen ... durch staatlich finanzierte Arbeitsplätze ... verlangen umfangreiche öffentliche Mittel."

Also deutlich mehr Staatsdiener, die uns irgendwas vorschreiben, verordnen oder vorsetzen. Also auch keine Wahl, ob RTL, Pro Sieben, oder ARD und ZDF. Nur noch vom Staat. Also beim Fernsehen nur noch ARD und ZDF. Das ist langweilig und teuer und somit habenwir dann alle weniger Geld, womit man sich frei selber was kaufen kann, was man möchte.


Sie sind aber auch für dass bedingungslose Grundeinkommen und der Mensch würde sich frei einteilen, welche Arbeit er haben möchte und wie viel Stunden. Außerdem sind die dagegen, dass der Staat entscheidet, welche Arbeit für jemand zumutbar oder nicht zumutbar. Der Mensch ist selber dafür Verantwortlich.

Zum anderen fordern sie mehr direkte Demokratie wie die AfD.
Das würde uns auch sehr viel Geld (und Zeit) kosten und ständig Abstimmungen über Ausländer und Minderheiten einbringen. Wie in der Schweiz hätten wir dann sehr schnell ganz viele Verbote wie Minarettverbot, (Burkini Verbot) ... und das ist auch ganz gar nicht liberal.



Die direkte Demokratie wäre aber ein Zeichen, dass die Bürgerrechte wahrgenommen werden. Das mit den Verboten würde eher der AFD gefallen und nicht unbedingt der Piraten.

Außerdem heißt liberal nicht, dass man gegen den Staat ist, sondern, dass der Staat die Freiheit ermöglicht. Ich spreche für die normale Liberalität und Wirtschaftsliberal reicht nicht aus.
Benutzeravatar
Cat with a whip
Beiträge: 12167
Registriert: Fr 4. Jul 2008, 21:49

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon Cat with a whip » Mi 14. Sep 2016, 16:46

lili 1 hat geschrieben:(14 Sep 2016, 14:07)

Ich fand die Piraten haben ein guten Anfang gemacht.

Das Wetter ist sehr schön.
"Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen." Joseph Weizenbaum
lili 1
Beiträge: 736
Registriert: Fr 2. Sep 2016, 16:05

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon lili 1 » Mi 14. Sep 2016, 18:25

Das Wetter ist sehr schön.


:?: :?: :?:
Benutzeravatar
firlefanz11
Beiträge: 7524
Registriert: Mo 10. Sep 2012, 13:18

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon firlefanz11 » Fr 23. Sep 2016, 09:40

Cat with a whip hat geschrieben:(14 Sep 2016, 02:02)

Wählen Sie doch die Linke und gut ist.

:D :D :D Ich glaub ich hab mich grad vor lachen bepinkelt...! :thumbup: :D
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
CaptainJack

Re: Brauchen wir eine neue liberale Partei?

Beitragvon CaptainJack » Fr 23. Sep 2016, 21:36

Cat with a whip hat geschrieben:(14 Sep 2016, 02:02)

Wählen Sie doch die Linke und gut ist.

Die geht deutschlandweit den Bach runter und zwar zurecht! Wenn sie so weiter macht, muss sie schauen, dass sie bei der BuTaWa die 5% Hürde überwindet. Sie ist gerade dabei, ihre Sympathien in Ostdeutschland zu verspielen.

Zurück zu „22. Parteien“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Politics und 1 Gast