Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

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Fadamo
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon Fadamo » Fr 29. Jul 2016, 16:43

DarkLightbringer hat geschrieben:(27 Jul 2016, 21:47)

Dürfen die anderen Mädels und Buben denn nichts mehr sagen, wenn Frau Wagenknecht "Recht" hat? Wer befiehlt das?




Ich glaube da steckt der Lafontaine dahinter.
Er macht alles für seine sahra. :D
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Hyde
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon Hyde » Fr 29. Jul 2016, 16:59

Finde ich etwas komisch, dass jemand gleich zum Rücktritt aufgefordert wird, sobald er mal eine Meinung vertritt, die ideologisch nicht auf "Parteilinie" liegt.
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DarkLightbringer
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 29. Jul 2016, 23:59

Hyde hat geschrieben:(29 Jul 2016, 16:59)

Finde ich etwas komisch, dass jemand gleich zum Rücktritt aufgefordert wird, sobald er mal eine Meinung vertritt, die ideologisch nicht auf "Parteilinie" liegt.

Sie tritt ja nicht zurück als Fraktionschefin, die Parteilinie wird dennoch diskutiert. Wird in der AfD nie etwas diskutiert?

In dem Aufruf von rund 100 Kritikern ("Sahra, es reicht!") heißt es:
Wir sind der festen Überzeugung, dass eine LINKE, die rechts blinkt, nicht mehr auf dem richtigen Kurs ist.
https://sahraesreicht.wordpress.com/

Passieren wird aber wohl nix. Sie ist ja nicht rein zufällig Fraktionschefin, sondern verfügt über eine entsprechende Hausmacht.
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Maltrino
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon Maltrino » Di 2. Aug 2016, 11:12

Solche Auseinandersetzungen wird es in der Linkspartei (und eigentlich auch allen anderen Parteien die scheinbar eine Ideologie vertreten) immer geben. Unter dem Label "links" finden sich teilweise völlig unterschiedliche Herangehensweisen zusammen. Alle sind sich zwar oberflächlich einige, dass man irgendwie "sozial" und "gegen Nazis" ist, bei den Feinheiten oder Komplizierteren Themen hört es dann oft auf. So gibt es meiner Meinung nach bei der Linkspartei Leute die eher in die "linksnationale" Richtung tendieren, also eher gegen EU und internationale Zusammenschlüsse sind um den "nationalen Sozialstaat" zu verteidigen, aber eben auch die andere Richtung die zum Beispiel für ein "solidarisches und demokratisches Europa" eintritt. Dann gibt es einen mehr oder weniger schwelenden verbitterten Kampf zwischen "Antiimperialisten" (gegen EU, gegen Nato, USA- und Israelkritisch...) und wirklichen oder vermeintlichen "Antideutschen" (USA- und Israelfreundlich...). Alle diese Fraktionen bezeichnen sich selber als "links" und die verfeindete Fraktion als "rechts" (oder "imperialistisch" oder "neoliberal" oder "neo-konservativ" oder "antisemitisch" oder oder oder).

Meiner Meinung nach hat eine dieser Fraktionen sogar grundsätzlich recht, aber das spielt jetzt keine Rolle. Auf jeden Fall ist es so, dass es eigentlich mindestens 3 unterschiedliche Parteien bräuchte um jeder dieser "linken" Richtungen eine politische Heimat zu geben. Zum Beispiel eine "sozial national populistische Partei", eine "globalistisch soziale Partei", eine "Wir finden es einfach cool Kleidung zu tragen die links aussieht Partei" und vielleicht noch andere. Das geht natürlich nicht, Es ist unmöglich so viele Kleinstparteien am Leben zu erhalten. Deshalb finden sich diese unterschiedlichen Leute bei den Parteien ein die ihrer Sichtweise am nähesten kommen und versuchen die Deutungshoheit zu erlangen. Siehe auch Richtungskämpfe bei den frühen Grünen, bei der SPD in der Schröderzeit, bei der Union in der Flüchtlingsfrage oder eben jetzt bei der Linken. Ich selber würde es sogar gut finden wenn ich bei Wahlen zum Beispiel zwischen einer "Wagenknecht&Lafontaine Linken" und einer "Kipping Linken" wählen könnte. Aber wie gesagt, das ist schwer vorstellbar.

Das ganze ist fast schon ein Schwachpunkt (vielleicht auch nicht) unseres politischen Systems. Man wählt zwischen Parteien, mit dem Zweck, dass im Bundestag die unterschiedlichen Strömungen in der Gesellschaft vertreten sind. Das führt aber dazu, dass jede Partei (durchaus zu recht) eine klare politische Richtung vertreten will. Das ist aber schwer, da diese Partei jeweils aus unterschiedlichen Individuen besteht. Deshalb wird es immer wieder solche Streitereien geben so unterschiedliche Lager sich vorwerfen "nicht zur Partei zu gehören".

Eine mögliche Lösung, die hier vermutlich kaum jemandem gefallen würde, wäre übrigens wenn man sich am System der USA orientiert, welches offenbar dazu führt, dass es nur zwei große Parteien gibt. Diese großen Parteien unterscheiden sich zwar leicht, aber sind so offen, dass völlig unterschiedliche Kandidaten für die selbe Partei sich aufstellen wollen. Wenn es in Deutschland neben einer großen konservativen Partei eine große "irgendwie sozial und liberal" Partei gäbe, und Personen statt Parteien gewählt würden, dann würden sich die Kippings und Wagenknechts dieser Welt halt in dieser "irgendwie sozial und liberal" Partei wiederfinden und gegeneinander Kandidieren, aber der Streit wäre etwas konstruktiver, da ein Streit der wirklich zwischen demokratischen Kandidaten stattfindet. Stattdessen haben wir halt in Deutschland dieses "innerparteiliche Hickhack und Intrigen". Wie gesagt, hat beides seine Vorteile...

Und zu der eigentlichen Frage, ob Wagenknecht zurücktreten soll: Eigentlich nein, auch wenn ich (wenn ich bei den Linken wäre) sie wohl auch kritisieren würde. Beide Seiten, sowohl die eher "linksnationale" (Wagenknecht) als auch die "linksglobalistische" (Wagenknecht Gegner) haben im gewissen Maße ihre "Existenzberechtigung" und beide Seiten vertreten Leute die sich bei der Linken zu Hause fühlen. Das Problem entsteht, wie oben beschrieben, nur weil unser politisches System von den Parteien eine "innerparteiliche Meinungsbildung" erwartet. Innerparteiliche Wahlen müssen also das Problem mit einer "Richtungsentscheidung" lösen. Und die Verlierer müssten eigentlich austreten und eine eigene Partei gründen. Da dies (siehe Alpha) aber wenig erfolgversprechend ist und fast niemand (verständlicherweise) Bock auf Vereinmeierei (Aufbau einer neuen Partei) hat, wird es immer wieder solche Streitereien geben.
Wie ihr seht, habe ich jetzt auch ein Profilbild wo das Portrait eines großen politischen Denkers aus der Vergangenheit abgebildet ist. Damit ist jetzt jede meiner Aussagen wahr und absolut seriös.
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon yogi61 » Di 2. Aug 2016, 12:21

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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon DarkLightbringer » Di 2. Aug 2016, 12:39

Natürlich wird vorerst nichts weiteres geschehen, weil in der Tat Wagenknecht und Kipping die Klammer der Gegensätze darstellen, das Gleichgewicht des Schreckens sozusagen. Die Richtungsentscheidung bedeutet hier, zwei Richtungen zu haben.

Ob der Wähler das honoriert, ist eine völlig andere Frage. Meiner Einschätzung nach, in aller Bescheidenheit, birgt diese Klammerung erhebliches Konfliktpotential - innerparteilich ohnehin, aber das könnte man mit Ruhe- und Basta-Politik unterm Tisch halten. Das Problem ist eher der Wähler. Der Sozialnationale tendiert zur AFD - einfach, weil es trendiger, aufmüpfiger, origineller erscheint. Und die übrigen müssen sich von den Grünen jagen und treiben lassen, etwa in der Friedens- und Menschenrechtspolitik.
In diesem Zangendruck verwässert die Linke zu einem richtungslosen Etwas, was nur noch von Stammwählern und Traditionalisten gewählt wird. Verluste sind so vorprogrammiert.
Zum andern haut die SPD-Führung auf den Tisch und will eine "progressive" Mehrheit links der CDU zum Sturm veranlassen. Kann man dazu Nein sagen, aus Sicht der Linken?

Alles in allem ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Wagenknecht rechtzeitig vor der Bundestagswahl kaltgestellt wird. Bis dahin allerdings heißt es der Harmonie wegen, es sei vom Tisch und Basta.
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon yogi61 » Di 2. Aug 2016, 12:48

Was der Wähler honoriert, werden wir noch sehen. Es wird sehr viel von der Flüchtlingsfrage abhängen und ob sie in einem Jahr noch das Thema sein wird. Baustellen hätten wir ja genug. Rentenpolitik, Probleme aussitzen wie in der Pflege und Gesunheit,oder etwa die desaströse Infrastruktur in diesem Land, Bildung und das soziale Ungleichgewicht.
Das wäre Themen genug, bei den sich alle Parteien positionieren könnten, aber wie gesagt, alles wird von der Flüchtlingspolitik abhängen, weil sich ein Teil des Stimmviehs plötzlich so etwas wie politisiert hat und nach 25 Jahren entpolitisierung ist so etwas natürlich nicht so einfach und da kommen dann schon krude Sachen dabei heraus.
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon Maltrino » Di 2. Aug 2016, 14:09

DarkLightbringer hat geschrieben:(02 Aug 2016, 12:39)

...

Ob der Wähler das honoriert, ist eine völlig andere Frage. ...


Erstaunlicherweise ist die Linke ja in den bundesweiten Umfragen weiter zweistellig, wobei ich jetzt nicht weiß was das für Wähler sind... Ich kann nur subjektiv von mir sagen, ich würde halt nicht die Partei wählen weil ich nicht den von mir ungeliebten Flügel stärken will. Anders sieht es vielleicht aus wenn man selber in der Partei oder der "linken Szene" eingebunden ist und subjektiv das Gefühl hat, dass das eigene Lager "der wahre Kern" der Partei ist. Vielleicht hat das ganze auf breite Wählerschichten auch den berühmten "Good cop, bad cop" Effekt. Wagenknecht bindet eine gewisse Wählerschicht, Kipping eine andere. Wenn beide weg wären würde vielleicht gar keine Wählerschaft gebunden? Vielleicht sind solche innerparteilichen Streits also sogar gut, solange die Partei an sich als handlungsfähig wahrgenommen wird. Wenn Wagenknecht sich nur mit den Grünen streiten würde, dann würden die jeweiligen Sympatisanten sich auf beide Parteien verteilen. Wenn Wagenknecht sich aber mit anderen Linken streitet... Bleiben im Idealfall die Sympatisanten beider Lager der Partei erhalten. Die Frage ist nur was passiert wenn ein Lager gewinnt. Der AfD hat der Richtungsentscheid trotz Spaltung allerdings "gut" getan (Zumindest was Anzahl der Wähler angeht...). Und auch der "Realo" Kretschmann zieht in seinem Bundesland ja Wähler an, obwohl das "Fundi" Lager dort bestimmt kalt gestellt ist.

PS: Und natürlich gibt es bestimmt auch Wähler die die Partei einfach nur wählen weil halt draufsteht, dass sie "links" ist... ^^
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon Svi Back » Di 2. Aug 2016, 14:34

yogi61 hat geschrieben:(02 Aug 2016, 12:48)

Was der Wähler honoriert, werden wir noch sehen. Es wird sehr viel von der Flüchtlingsfrage abhängen und ob sie in einem Jahr noch das Thema sein wird. Baustellen hätten wir ja genug. Rentenpolitik, Probleme aussitzen wie in der Pflege und Gesunheit,oder etwa die desaströse Infrastruktur in diesem Land, Bildung und das soziale Ungleichgewicht.
Das wäre Themen genug, bei den sich alle Parteien positionieren könnten, aber wie gesagt, alles wird von der Flüchtlingspolitik abhängen, weil sich ein Teil des Stimmviehs plötzlich so etwas wie politisiert hat und nach 25 Jahren entpolitisierung ist so etwas natürlich nicht so einfach und da kommen dann schon krude Sachen dabei heraus.


Die Renten werden zukünftig von jeder Menge junger Fachkräfte gesichert, die zu uns gekommen sind.
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon DarkLightbringer » Di 2. Aug 2016, 14:36

Um sich positionieren zu können braucht es eine Position.
Dass es an sich Themen gibt, darunter solche, die wenig interessieren, steht außer Frage. Eben so wenig stellt sich die Frage, ob der Wähler bereit sein könnte, Angebote zu konsumieren. Auch im Juli stehen Linke und AFD in den Umfragen Kopf an Kopf, aktuell könnten die Nationalalternativen vom Thema Terrorismus profitieren, wohl aber nicht auf Dauer. Die Grünen sind seit März eher abgesetzt darüber, mit mal 12, mal 13 Prozent.

Man wird ggf. im August sehen, ob das Erkennungssignal der SPD bereits greift und ob sich der Wagenknecht-Diffusor negativ auf die Linke auswirkt. Bis zur Bundestagswahl ist es allerdings noch ein gutes Stück. Fast noch Zeit genug, um die sog. Erkennbarkeit herauszuarbeiten.
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon Nele28 » Di 2. Aug 2016, 15:06

firlefanz11 hat geschrieben:(27 Jul 2016, 16:12)

Ja, schlimm genug das...


Ja, auch das war/ist schon schlimm genug. Da muss man nicht noch die SED mit an die Regierung lassen...


Da gebe ich Dir vollumfänglich Recht, und das ist genau der Grund warum generell die Politikverdrossenheit immer größer wird, die SPD immer mehr Wähler verliert, und aus lauter Protest so eine Bande von Vollhonks wie die AfD so großen Zuspruch bei den Wählern bekommt...


Das heisst Wolkenkucksheim... ;)


Was ist ein ""Wolkenkucksheim""? Du meinst wohl Wolkenkuckucksheim.

Soll man es den Menschen verdenken?
Es liegt nicht nur daran, ob man in einer Demokratie das Recht hat, zur Wahl gehen zu können, sondern ob der Wähler substanziell eine Wahl hat.
Die größte Partei, die ““Partei der Nichtwähler““und „“Ungültig-Wähler““ warten offenbar darauf, dass es wieder um Substanzielles und um klare Alternativen geht. Die zur Wahl stehenden Politiker klopfen doch im Wahlkampf fast identische populistische Phrasen auf Allgemeinplätzen und betreiben Aktionismus pur..
Und dann gibts ja noch die Protestwähler.....Und das Sammelbecken für den Protest ist nunmal die AFD.
Die Seilschaften in der Politik sind schon längst zu einer verbandelten, vernetzten, verquickten Gesellschaft verkommen. Korrupt eben befördert durch eine Politik ohne Verantwortung. Und weil das so ist, machen die doch, was sie wollen und decken sich auch noch untereinande. Auch bei den Grünen ist das so. Diehaben ihre Unschuld längst verloren und sind ebenfalls korrumpierbar geworden.
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon Nele28 » Di 2. Aug 2016, 15:09

Svi Back hat geschrieben:(02 Aug 2016, 14:34)

Die Renten werden zukünftig von jeder Menge junger Fachkräfte gesichert, die zu uns gekommen sind.


Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen suchen händeringend nach Facharbeitskräften.
Die Gründe?
Svi Back

Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon Svi Back » Di 2. Aug 2016, 15:21

Nele28 hat geschrieben:(02 Aug 2016, 15:09)

Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen suchen händeringend nach Facharbeitskräften.
Die Gründe?


das ist richtig. Hauptgrund dürfte sein, dass heute die Neigung, sich die Hände während der Arbeit schmutzig zu machen, nicht sonderlich ausgeprägt ist. Der Öffentliche Dienst ist für viele halt attraktiver.
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon firlefanz11 » Di 2. Aug 2016, 15:26

Nele28 hat geschrieben:(02 Aug 2016, 15:06)

Was ist ein ""Wolkenkucksheim""? Du meinst wohl Wolkenkuckucksheim.

Hehe, OK hab mich verschrieben... Erwischt...!

Es liegt nicht nur daran, ob man in einer Demokratie das Recht hat, zur Wahl gehen zu können, sondern ob der Wähler substanziell eine Wahl hat.
Die größte Partei, die ““Partei der Nichtwähler““und „“Ungültig-Wähler““ warten offenbar darauf, dass es wieder um Substanzielles und um klare Alternativen geht. Die zur Wahl stehenden Politiker klopfen doch im Wahlkampf fast identische populistische Phrasen auf Allgemeinplätzen und betreiben Aktionismus pur..
Und dann gibts ja noch die Protestwähler.....Und das Sammelbecken für den Protest ist nunmal die AFD.
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100% d'accord...
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon Fadamo » Di 2. Aug 2016, 15:26

Svi Back hat geschrieben:(02 Aug 2016, 14:34)

Die Renten werden zukünftig von jeder Menge junger Fachkräfte gesichert, die zu uns gekommen sind.


hoffentlich sind unter den fachkräfte auch politiker . :D
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon firlefanz11 » Di 2. Aug 2016, 15:33

Nele28 hat geschrieben:(02 Aug 2016, 15:09)
Handwerksbetriebe und mittelständische Unternehmen suchen händeringend nach Facharbeitskräften.
Die Gründe?

Junge Leute merken, dass Studierte mit deutlich höheren Einstiegsgehältern im Job loslegen. Was glaubst Du warum die Hörsäle überall überfüllt sind? Wissensdurst? Also machen sie lieber Abi u. studieren als ne Ausbildung zu machen.
Und dann gibts noch die Endlosstudenten die im 30sten Semester Mineralogie o. Pädagogik studieren damit sie sich so lange wie möglich an den Studivergünstigungen erfreuen können...
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon HugoBettauer » Di 2. Aug 2016, 16:48

Wahra Sagenknecht wird für ihre Leistungen als Demokratie-Darstellerin irgendwann noch den Oskar bekommen. Sie ist, zumindest soweit man das nachvollziehen kann, heute da, wo rechte Sozialdemokraten in den 50ern waren: Nämlich in der Opposition zur CDU und in Liebe zu Wirtschaftspolitik nach Ludwig Erhardt.
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon HugoBettauer » Di 2. Aug 2016, 16:50

firlefanz11 hat geschrieben:(02 Aug 2016, 15:33)

Junge Leute merken, dass Studierte mit deutlich höheren Einstiegsgehältern im Job loslegen.

Was verdient denn so ein studierter Taxifahrer?
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon Dampflok94 » Mi 3. Aug 2016, 11:33

Jetzt kommt die Retourkutsche

War klar, nicht alle Linken sind sauer auf die Ros.. ähh Sahra.
Leute kauft mehr Dampflokomotiven!!!
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Re: Linke - Ruecktritt von Wagenknecht gefordert

Beitragvon pikant » Mi 3. Aug 2016, 11:37

yogi61 hat geschrieben:(02 Aug 2016, 12:21)

Ein Sturm im Wasserglas, die Sache ist vom Tisch.


die Befuerworter von Sahra machen nun mobil - linke AfD sozusagen oder Vernunft?

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