Antisemitismus in der AfD

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Manju

Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon Manju » Fr 3. Jun 2016, 15:46

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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon frems » Fr 3. Jun 2016, 15:50

IndianRunner hat geschrieben:(03 Jun 2016, 15:45)

Genau . Weiterschlafen. Die AfD wird weiter erfolgreich sein, so wie ich es 2013 schon schrieb. So lange man anstatt die wahren Probleme anzugehen , den schwarzen Nazipeter an die Wand malt, wird diese Partei durch die Decke schießen. Flüchtlings- Terror und Eurokrise sind im vollen Gange....und die etablierten Parteien glänzen durch Unfähigkeit.

Der Holocaust als "westliche Zivilreligion" ist natürlich ein wahres Problem in der heutigen Zeit. Die Fähigkeit der AfD hat Daniel Rausch in Magdeburg ja gerade bewiesen, während sich von Storch wieder erfolgreich blamierte und besser die Finger von der Computermaus lassen sollte. ;)
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon pikant » Fr 3. Jun 2016, 15:52



Antisemitismus pur und so einer ist im Landtag fuer die AfD :eek:

aber die Zivilgesellschaft wehrt sich und der Zentralrat der Juden mit sehr klaren Worten die wissen, dass Sie auf die AfD nicht zaehlen koennen wenn mal wieder Juden angegriffen werden oder man auf den Demos ruft: 'Juden ins Gas'

aber der Spitzenmann aus Fulda Hohmann will ja die Gelder fuer die Geschaedigten des Holocaustes und fuer die Zwangsarbeiter kuerzen, wenn die Konjunktur schlechter laueft - auch so ein AfD-Spitzenfunktionaer.
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon Cobra9 » Fr 3. Jun 2016, 15:53

nichtkorrekt hat geschrieben:(03 Jun 2016, 12:28)

Es sind vor allem Rußlanddeutsche die AfD wählen, würde mich aber nicht wundern, wenn auch viele Kroaten, Griechen und Italiener AfD wählen.

PS: Zum Thema Juden in der AfD:

http://www.deutschlandfunk.de/afd-polit ... _id=350918

Viele Juden in Deutschland sind ja aus der ehemaligen UdSSR zugewandert, würde mich nicht wundern, wenn auch in diesem Spektrum viel AfD gewählt würde, ähnlich wie bei den Rußlanddeutschen, die Leute dürften ja ähnlich sozialisiert worden sein in Rußland bzw. der UdSSR.



Ich denke nicht, dass die AfD als Partei für Antisemitismus steht, man muss auch unterscheiden zwischem dem militanten Antisemitismus junger muslimischer Männer und einem eher "revisionistischen" Antisemitismus ewiggestriger alter Männer, ersteres dürfte für Juden in Deutschland weitaus gefährlicher sein, die kruden Thesen alter Männer kann man denke ich ertragen.



Das Problem der Juden ist das die berechtigte Angst haben in zwei Dingen. Wenn die AFD anfängt die Religionsfreiheit einzuschränken ist ihre Religion betroffen als Folge.Duo- Bei der AFD sind mittlerweile alle Formen des Antisemitismus zu finden leider. Ich hab viele Namen gefunden, Beispiele gegeben. Das ist für mich eben nicht tragbar.
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon Manju » Fr 3. Jun 2016, 15:53

IndianRunner hat geschrieben:(03 Jun 2016, 15:45)

Genau . Weiterschlafen. Die AfD wird weiter erfolgreich sein, so wie ich es 2013 schon schrieb. So lange man anstatt die wahren Probleme anzugehen , den schwarzen Nazipeter an die Wand malt, wird diese Partei durch die Decke schießen. Flüchtlings- Terror und Eurokrise sind im vollen Gange....und die etablierten Parteien glänzen durch Unfähigkeit.


Die wahren Probleme lassen sich aber durch Nazis auch nicht lösen.
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon nichtkorrekt » Fr 3. Jun 2016, 15:55

pikant hat geschrieben:(03 Jun 2016, 15:52)

Antisemitismus pur und so einer ist im Landtag fuer die AfD :eek:

aber die Zivilgesellschaft wehrt sich und der Zentralrat der Juden mit sehr klaren Worten die wissen, dass Sie auf die AfD nicht zaehlen koennen wenn mal wieder Juden angegriffen werden oder man auf den Demos ruft: 'Juden ins Gas'

aber der Spitzenmann aus Fulda Hohmann will ja die Gelder fuer die Geschaedigten des Holocaustes und fuer die Zwangsarbeiter kuerzen, wenn die Konjunktur schlechter laueft - auch so ein AfD-Spitzenfunktionaer.


Das waren Demos von den Menschengeschenken aus Nahost und die meisten Übergriffe auf Juden gehen auch auf das Konto der Fachkräfte.

http://www.cicero.de/berliner-republik/ ... r-da/57962

Vergiss nicht, diese Leute zahlen deine Rente :p
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon IndianRunner » Fr 3. Jun 2016, 15:55

Manju hat geschrieben:(03 Jun 2016, 15:53)

Die wahren Probleme lassen sich aber durch Nazis auch nicht lösen.


Auch nicht in dem man alle Gegner als Nazis betitelt.
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon pikant » Fr 3. Jun 2016, 15:59

IndianRunner hat geschrieben:(03 Jun 2016, 15:45)

Genau . Weiterschlafen. Die AfD wird weiter erfolgreich sein, so wie ich es 2013 schon schrieb. So lange man anstatt die wahren Probleme anzugehen , den schwarzen Nazipeter an die Wand malt, wird diese Partei durch die Decke schießen. Flüchtlings- Terror und Eurokrise sind im vollen Gange....und die etablierten Parteien glänzen durch Unfähigkeit.


das wahre Problem hat doch Gauland beschrieben,der von Fussball keine Ahnung hat und Boateng nicht kannte

die deutsche Fussballnationalmannschaft ist nicht mehr deutsch, weil dort Multikulti vorherrscht - ist die AfD dafuer wieder deutsch in der Nationalmannschaft spielen zu lassen und nach Hautfarbe und deutscher Abstammung da spielen zu lassen?

Petry muss ihre Fahne einpacken und geht sehr schweren Zeiten entgegen als Fan der deutschen Nationalmannschaft, die laut ihrem Vize nicht mehr deutsch ist und nur multikulti - Pass spielt fuer den Gauland keine Rolle - nein!
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon Cobra9 » Fr 3. Jun 2016, 16:01

IndianRunner hat geschrieben:(03 Jun 2016, 15:29)

....Herrlich :D

Jetzt sind es schon 20 % Rechtsextreme. Was ist wenn die AfD auf 30% zusteuert? Dann haben wir 30 % bildungsferne Naziwähler? Abgesehen davon, ich erwähnte es ein paar mal, die AfD wird von Wählern ALLER Parteien gewählt. Auch von Grünenwähler oder von Wählern der Linken.

....irgendwie stimmen deine Thesen hinten und vorne nicht. Vorsichtig ausgedrückt....


Dein Problem ist die Fixierung auf unwichtige Punkte wohl. Je mehr Rechte in der AFD, desto eher eine rechte Partei. Eigentlich ganz einfach und Antisemitismus wurde durch Beispiele belegt. Immer mehr Anhänger die dem Antisemitismus frönen ist auch für die AFD ein Problem. Gut nicht für die AFD.Die AfD verfolgt ja die Strategie der gezielten Radikalisierung. Kleines Beispiel ?


Das Grundsatzprogramm wurde in Punkten verschärft. Man wollte doch moderat sein, zumal beim Thema Islam. Es schien zunächst, als wolle die AfD die Entstehung eines grundgesetzkonformen Islam in Deutschland unterstützen. Wäre gut gewesen. Ein Punkt dabei war "mame sollen in deutscher Sprache an deutschen Universitäten ausgebildet werden. So war es vpr dem Parteitag im Entwurf des AfD-Bundesvorstands zu esen

Damit stellte sich damals die Parteispitze hinter jene bereits etablierte Praxis vieler Bundesländer, durch eine wissenschaftlich fundierte Imamausbildung im liberalen Klima deutscher Hochschulen die muslimische Verkündigung mit den Werten und Verfassungsprinzipien der Bundesrepublik in Einklang zu bringen. Alles wunderbar eigentlich. Doch davon ist jetzt im offiziellen Programm keine Spur mehr. Dort steht nun sogar das genaue Gegenteil auf den Papieren. Es liest sich so: "Die islamtheologischen Lehrstühle an deutschen Universitäten sind abzuschaffen und die Stellen der bekenntnisneutralen Islamwissenschaft zu übertragen."

Mit dieser Forderung, die im Stuttgarter Parteitags-Chaos weithin unbemerkt geblieben war, stellt sich die AfD kategorisch gegen eine spezifisch religiöse Ausbildung von Imamen. Denn eine solche Ausbildung kann es nur an jenen "islamtheologischen Lehrstühlen" geben, die die AfD aber ablehnt. Huch was für Dummerle oder :rolleyes:
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon Cobra9 » Fr 3. Jun 2016, 16:02

IndianRunner hat geschrieben:(03 Jun 2016, 15:55)

Auch nicht in dem man alle Gegner als Nazis betitelt.


Antisemitismus in der AFD bedeutet auch nicht direkt NAZI.
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon Manju » Fr 3. Jun 2016, 16:06

IndianRunner hat geschrieben:(03 Jun 2016, 15:55)

Auch nicht in dem man alle Gegner als Nazis betitelt.


Du hast von Nazis geschrieben.
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon pikant » Fr 3. Jun 2016, 16:07

Cobra9 hat geschrieben:(03 Jun 2016, 16:01)

Dort steht nun sogar das genaue Gegenteil auf den Papieren. Es liest sich so: "Die islamtheologischen Lehrstühle an deutschen Universitäten sind abzuschaffen und die Stellen der bekenntnisneutralen Islamwissenschaft zu übertragen."



dann lieber den Islam mit den orthodoxen Islamisten aus dem Ausland in auslaendischer Sprache lehren?

oder man schafft die Religionsfreiheit ab, wie es wohl der AfD vorschwebt, wenn man noch nicht mal dafuer ist, dass man die Kraefte mit Islamkunde hier an der Uni ausildet und die Kontrolle hat.

da passt es auch gut dazu, dass man das Schaechten generell ablehnt und fuer Glauebige da keine Ausnahmen mehr will, wie es das Bundesverfassungsgericht wegen der Religionsfreiheit in einem Urteil extra vorgesehen hat.
auch ein Mosaikpunkt, wo die AfD den Juden das Leben in Deutschland immer schwerer machen will....
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon JJazzGold » Fr 3. Jun 2016, 16:17

Julian hat geschrieben:(03 Jun 2016, 15:40)

Man muss auch ein Minimum an Verständnis für das Arbeiter- und Kleinbürgermilieu in Deutschland aufbringen. Es ist ja bezeichnend, wie schnell Sie hier mit dem Vorwurf sind, die Leute seien ja wohl selbst an ihrer misslichen Lage schuld. Das wäre Ihnen bei den Flüchtlingen wohl nicht so leicht über die Lippen gegangen; die sind ja offenbar alle unschuldige Opfer der Verhältnisse, während die deutsche untere Mittelschicht und Unterschicht natürlich selbst schuld ist. Wie könnte es anders sein? Alles andere wäre wohl "Rassismus" oder "Islamophobie".

Es ist gar nicht so leicht, in Deutschland zu halbwegs gesichertem Wohlstand zu kommen, wenn man eben nicht über die nötigen Ressourcen verfügt. Da gibt es auch viele fleißige Leute, die trotzdem nie zu etwas gekommen sind. Und die beobachten eben nun überrascht, wie das Geld, das für sie nie zur Verfügung stand, nun für andere mit beiden Händen ausgegeben wird, wahrscheinlich an die 20, 30 Milliarden im Jahr. Gleichzeitig sehen sie, wie Leute aus eben jenem islamisch-rückständigem Milieu den Terror nach Europa tragen und ihre Töchter begrapschen.-

Diese Leute interessieren sich doch gar nicht für Juden oder Antisemitismus. Die interessieren sich für die Zukunft der kleinen Leute in diesem Land, für die Sicherheit, die sie in ihren prekären Vierteln viel mehr tangiert als die Reichen in Grünwald. Und ja, selbstverständlich: Auch Neid spielt eine Rolle; das Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein.

Ich glaube, dass man mit Antisemitismus in Deutschland nicht mehr punkten kann, ausgenommen bei einem sehr kleinen, letztlich für Wahlerfolge unbedeutenden Milieu. Von daher erwarte ich, dass sich in Deutschland das Modell Wilders durchsetzen wird. Das ist in Frankreich ähnlich, wo Marine Le Pen den Antisemitismus ihres Vaters eben nicht gutheißt.


Ist Ihnen schon mal selbst aufgefallen, dass Sie hochspekulativ anprangernd versuchen zu argumentieren, dies umgekehrt aber beklagen, wenn wenn es angeblich Sie betrifft?

Wenn Sie nachfragen, welche Partei dem kleinen Mann Ihrer Schilderung außer der AfD zu seiner Interessenvertretung zur Verfügung stehen würde, dann unterschlagen Sie, nachdem das AfD Parteiprogramm veröffentlicht ist, bewusst, dass es explizit der kleine Mann ist, der von der AfD gesellschaftlich und wirtschaftlich geschädigt wird. Sie dienen ergo dem kleinen Mann bewusst an, eine Partei mit antisemitischen Tendenzen zu wählen, obwohl Sie wissen, dass ausreichend Parteien in Deutschlands Parteienlandschaft existieren, die sich der existenziellen Nöte des kleinen Mannes annehmen, soweit das nicht massive Eingriffe in die Marktwirtschaft betrifft, ohne diese antisemitischen Tendenzen aufzuweisen.

Desweiteren sind Sie es der dem kleinen Mann Bildungsmangel und fehlende Empathie bescheinigt, indem Sie ihm, wie Gauland den Grünwalder Nachbarn Boatengs, pauschal unterstellen, er interessiere sich nicht für antisemitische Strömungen in Deutschland, sondern wieder einmal nur für seine eigene Sicherheit. Die ihm im Übrigen auch eine AfD nicht garantiert, gar nicht garantieren kann, es sei denn, diese plane einen Polizei- und Überwachungsstaat, in dem auch der kleine Mann zu den Opfern zählen wird.

Letztendlich mündet Ihr Auffahren des kleinen Mannes und seiner Bedürfnisse ergo in die Empfehlung eine Partei mit antisemitischen Tendenzen zu wählen, weil diese angeblich die Probleme des kleinen Mannes lösen würde und weil den kleinen Mann deren antisemitische Strömungen nicht zu interessieren hätten. Obwohl Sie wissen, dass Sie nicht nur dem kleinen Mann hier faustdicke Lügen auftischen?


Glauben Sie tatsächlich, man unterstelle Ihnen nur den AfD Fanstatus?

Zu gegebenem Zeitpunkt, wenn sich der Sündenbock Muslim als nicht mehr als ausreichend ergiebig erweist, wird Ihre AfD anfangen mit dem bereits verdeckt existierenden Antisemitismus zu punkten. Ich bin dann weg, aber Ihr kleiner Mann, dessen sozialen Nöte Sie angeblich mit einer AfD lindern können, der ist dann noch hier und er wird von dem politisch-wirtschaftlich-gesellschaftlichen System pulverisiert, was man, respektive Sie, ihm andiente zu wählen.
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon frems » Fr 3. Jun 2016, 16:20

Cobra9 hat geschrieben:(03 Jun 2016, 15:53)

Das Problem der Juden ist das die berechtigte Angst haben in zwei Dingen. Wenn die AFD anfängt die Religionsfreiheit einzuschränken ist ihre Religion betroffen als Folge.Duo- Bei der AFD sind mittlerweile alle Formen des Antisemitismus zu finden leider. Ich hab viele Namen gefunden, Beispiele gegeben. Das ist für mich eben nicht tragbar.

Ist leider kein neues Phänomen in der AfD. Eine kleine Auswahl:

2014: Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist besorgt über antisemitische Vorfälle bei der AfD. Präsident Dieter Graumann fordert die Parteispitze auf, Judenhass klar zu ächten. (http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 94223.html)

2014: AfD-Vortrag: "Alliierte bauten die Gaskammern von Dachau" (http://www.ln-online.de/Lokales/Bad-Sch ... von-Dachau)

2015: Jan-Ulrich Weiß, Kreischef der AfD in der Uckermark, postete bei Facebook eine antisemitische Karikatur. Nun beantragte die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung einen Strafbefehl. (http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/949160/)

2015: Einen Rechtsruck ihrer Partei hat AfD-Chefin Petry immer wieder verneint. Nun steht gegen ein Parteimitglied der Vorwurf der Holocaust-Leugnung im Raum. Doch Petry schweigt. [...] Baumgart kommentierte das Posting mit den Worten: „Jeder, der den Leuchter Report gelesen hat, jeder, der Ernst Zündel und seine Aussagen kennt und jeder, der mit offenen Augen Auschwitz besucht hat, jeder, der das Unrecht, welches Germar Rudolph und vielen anderen widerfahren ist, weiß es!!! Wenn ich Kinder hätte, würden sie den Geschichtsunterricht in Deutschland nicht besuchen.“ (http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 91980.html)

2016: AfD darf Judenhetze vorgeworfen werden. Im Zweifel für die Meinungsfreiheit: Das Landgericht Mainz weist eine Unterlassungsforderung der AfD zurück. In dem Streit ging es um den Vorwurf des Antisemitismus und der Holocaust-Leugnung. (http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 89381.html)
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon Alexyessin » Fr 3. Jun 2016, 16:36

frems hat geschrieben:(03 Jun 2016, 16:20)


2014: AfD-Vortrag: "Alliierte bauten die Gaskammern von Dachau" (http://www.ln-online.de/Lokales/Bad-Sch ... von-Dachau)


Da werden gleich wieder die Wellen hochschlagen:

Ja, es ist richtig. Die Gaskammer in der Gedenkstätte Konzerntrationslager in Dachau wurden nachträglich eingebaut. Grund hierfür ist hinlänglich bekannt - innerhalb der US-Besetzten Zonen gab es kein anschauliches Vernichtungslager wie in der SBZ oder in Polen.
Um aber auch die Bevölkerung der US-Besetzten Zonen und später ganz Westdeutschlands auf die Greueltaten der Nazis in den jeweiligen Vernichtungslager hinzuweisen wurden diese nachträglich errichtet.
Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin kein Nazi, aber...
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon Julian » Fr 3. Jun 2016, 16:58

frems hat geschrieben:(03 Jun 2016, 16:20)

Ist leider kein neues Phänomen in der AfD. Eine kleine Auswahl:

2014: Der Zentralrat der Juden in Deutschland ist besorgt über antisemitische Vorfälle bei der AfD. Präsident Dieter Graumann fordert die Parteispitze auf, Judenhass klar zu ächten. (http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 94223.html)

2014: AfD-Vortrag: "Alliierte bauten die Gaskammern von Dachau" (http://www.ln-online.de/Lokales/Bad-Sch ... von-Dachau)

2015: Jan-Ulrich Weiß, Kreischef der AfD in der Uckermark, postete bei Facebook eine antisemitische Karikatur. Nun beantragte die Staatsanwaltschaft wegen Volksverhetzung einen Strafbefehl. (http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/949160/)

2015: Einen Rechtsruck ihrer Partei hat AfD-Chefin Petry immer wieder verneint. Nun steht gegen ein Parteimitglied der Vorwurf der Holocaust-Leugnung im Raum. Doch Petry schweigt. [...] Baumgart kommentierte das Posting mit den Worten: „Jeder, der den Leuchter Report gelesen hat, jeder, der Ernst Zündel und seine Aussagen kennt und jeder, der mit offenen Augen Auschwitz besucht hat, jeder, der das Unrecht, welches Germar Rudolph und vielen anderen widerfahren ist, weiß es!!! Wenn ich Kinder hätte, würden sie den Geschichtsunterricht in Deutschland nicht besuchen.“ (http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 91980.html)

2016: AfD darf Judenhetze vorgeworfen werden. Im Zweifel für die Meinungsfreiheit: Das Landgericht Mainz weist eine Unterlassungsforderung der AfD zurück. In dem Streit ging es um den Vorwurf des Antisemitismus und der Holocaust-Leugnung. (http://www.faz.net/aktuell/politik/inla ... 89381.html)


Du hast natürlich vergessen zu posten, dass diese Leute durch die Partei alle sanktioniert wurden; soweit ich das überblicke, durch Fraktions- und Parteiausschluss. Parteineugründungen ziehen eben alle möglichen Leute an; das war bei den Grünen Anfang der Achtzigerjahre und vor wenigen Jahren bei den Linken im Westen und bei den Piraten auch nicht anders. Es geht letztlich darum, wie eine Partei damit umgeht.
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon frems » Fr 3. Jun 2016, 17:08

Julian hat geschrieben:(03 Jun 2016, 16:58)

Du hast natürlich vergessen zu posten, dass diese Leute durch die Partei alle sanktioniert wurden; soweit ich das überblicke, durch Fraktions- und Parteiausschluss. Parteineugründungen ziehen eben alle möglichen Leute an; das war bei den Grünen Anfang der Achtzigerjahre und vor wenigen Jahren bei den Linken im Westen und bei den Piraten auch nicht anders. Es geht letztlich darum, wie eine Partei damit umgeht.

Und wieder diese "Aber in anderen Parteien..."-Leier, herje. Wird selbst Dir das nicht irgendwann zu blöd? Baumgart ist aus der Partei ausgetreten, während Hohmann (https://de.wikipedia.org/wiki/Hohmann-Aff%C3%A4re) seit letzten Mai dem Kreistag vorsteht. Selbiges für Gläser:

Ronald Gläser, führender Kopf der AfD in Berlin und ehemaliger Funktionär in der Berliner FDP, organisierte 2003, unmittelbar nach dem Tod Jürgen Möllemanns, eine Mahnwache vor der FDP-Zentrale. Haupttenor der Mahnwache war, Möllemann habe kein Selbstmord begangen, sondern sei vom israelischen Geheimdienst Mossad umgebracht worden. Auch Gläser sah das als wahrscheinlich an. Gegenüber Spiegel-Online erklärte er: "Es kann doch auch sein, dass ihn jemand ausgeknipst hat […]. Das könnte ein Geheimdienst eines kleinen Landes im Nahen Osten gewesen sein." Den Grund für den Mord lieferte Gläser gleich mit. Möllemann habe eine neue Partei gründen wollen. Dies hätte, so Gläser, die deutsche Außenpolitik wahrscheinlich geändert. Dann wäre Kritik an Israel nicht mehr aus übertriebener Political Correctness unterlassen worden, spekulierte er damals. Vielleicht sieht Gläser in der AfD nun diese neue Partei. In der Berliner AfD hat er es zumindest schon in den Vorstand geschafft.

Auch ein weitaus prominenterer Protagonist einer anderen Antisemitismus-Diskussion hat in der AfD eine neue Heimat gefunden: Martin Hohmann. Mit seiner als antisemitisch kritisierten Rede zum 3. Oktober 2003 löste der damalige Bundestagsabgeordnete der CDU eine Antisemitismusdiskussion aus (vgl. mut). Der damalige Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, kritisierte die Rede als einen „Griff in die unterste Schublade des widerlichen Antisemitismus“. Die CDU schloss ihn aufgrund dieser Rede aus Fraktion und Partei aus. Jetzt hat Hohmann wieder ein Parteiamt inne. Bei den Kommunalwahlen in Hessen im März zog Hohmann auf Listenplatz 1 der AfD in den Fuldaer Kreistag ein.

http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/ ... -afd-11021

Und was den Abgeordneten aus dem Südwesten angeht, bleibt nun abzuwarten. Vermutlich wieder die übliche Taktik: Provozieren, relativieren, dementieren (http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... ern-hoecke)
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon Julian » Fr 3. Jun 2016, 17:24

frems hat geschrieben:(03 Jun 2016, 17:08)

Und wieder diese "Aber in anderen Parteien..."-Leier, herje. Wird selbst Dir das nicht irgendwann zu blöd? Baumgart ist aus der Partei ausgetreten, während Hohmann (https://de.wikipedia.org/wiki/Hohmann-Aff%C3%A4re) seit letzten Mai dem Kreistag vorsteht. Selbiges für Gläser:


http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/ ... -afd-11021

Und was den Abgeordneten aus dem Südwesten angeht, bleibt nun abzuwarten. Vermutlich wieder die übliche Taktik: Provozieren, relativieren, dementieren (http://www.zeit.de/politik/deutschland/ ... ern-hoecke)


Es ist halt nun einmal Tatsache, dass sich bei Parteineugründungen allerlei Leute ansammeln, die erst später wieder aussortiert werden müssen. Es muss ja erst einmal eine bestimmte Linie festgelegt, ein Programm entwickelt werden. Dass bei der AfD allerlei Irrlichter unterwegs sind, weiß ich schon lange, in etwa, seit es die Partei gibt.

Das heißt doch nicht, dass ich das gutheiße oder entschuldige. Du verwechselst auch permanent meine Motivation, indem du "Erklären" mit "Rechtfertigen" gleichsetzt. Mich interessiert zum Beispiel, warum Bürger AfD wählen; ich suche also nach Erklärungen. Das heißt doch nicht automatisch, dass ich mir das zu eigen machen würde.
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon pikant » Fr 3. Jun 2016, 17:29

Julian hat geschrieben:(03 Jun 2016, 17:24)

Es ist halt nun einmal Tatsache, dass sich bei Parteineugründungen allerlei Leute ansammeln, die erst später wieder aussortiert werden müssen. Es muss ja erst einmal eine bestimmte Linie festgelegt, ein Programm entwickelt werden. Dass bei der AfD allerlei Irrlichter unterwegs sind, weiß ich schon lange, in etwa, seit es die Partei gibt.

Das heißt doch nicht, dass ich das gutheiße oder entschuldige. Du verwechselst auch permanent meine Motivation, indem du "Erklären" mit "Rechtfertigen" gleichsetzt. Mich interessiert zum Beispiel, warum Bürger AfD wählen; ich suche also nach Erklärungen. Das heißt doch nicht automatisch, dass ich mir das zu eigen machen würde.


warum die AfD waehlen?

gegen Auslaender, gegen den Islam aus Protest gegen die etablierten Parteien, weil man gegen die EU und weil man gegen den Euro ist und man wieder mehr deutsch sein moechte mit einer richtigen deutschen Fussballnationalmannschaft wo keine Deutsche mit Migrationshintergrund spielen und wo der Nachbar weiss ist

das sind die Hauptgruende und Gauland bedient seine Klientel heute wieder perfekt.
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Re: Antisemitismus in der AfD

Beitragvon Julian » Fr 3. Jun 2016, 17:36

JJazzGold hat geschrieben:(03 Jun 2016, 16:17)

Ist Ihnen schon mal selbst aufgefallen, dass Sie hochspekulativ anprangernd versuchen zu argumentieren, dies umgekehrt aber beklagen, wenn wenn es angeblich Sie betrifft?

Wenn Sie nachfragen, welche Partei dem kleinen Mann Ihrer Schilderung außer der AfD zu seiner Interessenvertretung zur Verfügung stehen würde, dann unterschlagen Sie, nachdem das AfD Parteiprogramm veröffentlicht ist, bewusst, dass es explizit der kleine Mann ist, der von der AfD gesellschaftlich und wirtschaftlich geschädigt wird. Sie dienen ergo dem kleinen Mann bewusst an, eine Partei mit antisemitischen Tendenzen zu wählen, obwohl Sie wissen, dass ausreichend Parteien in Deutschlands Parteienlandschaft existieren, die sich der existenziellen Nöte des kleinen Mannes annehmen, soweit das nicht massive Eingriffe in die Marktwirtschaft betrifft, ohne diese antisemitischen Tendenzen aufzuweisen.

Desweiteren sind Sie es der dem kleinen Mann Bildungsmangel und fehlende Empathie bescheinigt, indem Sie ihm, wie Gauland den Grünwalder Nachbarn Boatengs, pauschal unterstellen, er interessiere sich nicht für antisemitische Strömungen in Deutschland, sondern wieder einmal nur für seine eigene Sicherheit. Die ihm im Übrigen auch eine AfD nicht garantiert, gar nicht garantieren kann, es sei denn, diese plane einen Polizei- und Überwachungsstaat, in dem auch der kleine Mann zu den Opfern zählen wird.

Letztendlich mündet Ihr Auffahren des kleinen Mannes und seiner Bedürfnisse ergo in die Empfehlung eine Partei mit antisemitischen Tendenzen zu wählen, weil diese angeblich die Probleme des kleinen Mannes lösen würde und weil den kleinen Mann deren antisemitische Strömungen nicht zu interessieren hätten. Obwohl Sie wissen, dass Sie nicht nur dem kleinen Mann hier faustdicke Lügen auftischen?


Glauben Sie tatsächlich, man unterstelle Ihnen nur den AfD Fanstatus?

Zu gegebenem Zeitpunkt, wenn sich der Sündenbock Muslim als nicht mehr als ausreichend ergiebig erweist, wird Ihre AfD anfangen mit dem bereits verdeckt existierenden Antisemitismus zu punkten. Ich bin dann weg, aber Ihr kleiner Mann, dessen sozialen Nöte Sie angeblich mit einer AfD lindern können, der ist dann noch hier und er wird von dem politisch-wirtschaftlich-gesellschaftlichen System pulverisiert, was man, respektive Sie, ihm andiente zu wählen.


Wie ich gerade eben schon dargelegt habe, geht es mir darum, politisches Verhalten zu erklären. Dazu muss ich die Motivation der Leute, die die AfD (oder auch andere Parteien) wählen, verstehen. Das heißt noch lange nicht, dass ich mir all dies zu eigen machen würde, und meine Erklärung einer Rechtfertigung und Empfehlung gleichkommen würde.

Und in der Tat kann ich sehr gut erklären, warum die Leute AfD wählen. Vielleicht sollten die anderen Parteien, die daran interessiert sind, Wähler zurückzugewinnen, darüber mal nachdenken. Die Gründe sind im wesentlichen darin zu finden, dass die regierenden Parteien in der Frage der Eurokrise und der Flüchtlingskrise in großem Konsens, aber gegen die Meinung weiter Teile der Bevölkerung gearbeitet haben; schlimmer noch, dass alle, die nicht auf Regierungslinie waren, diffamiert wurden. An Peinlichkeit nicht zu überbieten ist die Tatsache, dass auch große Teile der Medien dieses hysterische Verständnis von Politik unterstützt haben.

Bei der Wirtschaftspolitik gibt es in der Tat eine große Spannung zwischen den wirtschaftsliberalen Strömungen in der AfD und den Gründen, warum Wähler die Partei gewählt haben. Da stoßen Sie bei mir nicht auf Widerspruch.

Dass die Leute AfD aufgrund antisemitischer Aussagen einzelner Mitglieder wählen, sehe ich dagegen nicht. Im Gegenteil, wenn Antisemitismus, Rassismus, politischer Radikalismus etc. zum Kennzeichnen der AfD werden sollten, wird die Partei massiv an Wählern verlieren. Und, um nun doch noch eine Bewertung einfließen zu lassen: Das ist für diesen Fall dann ja auch wünschenswert.
Zuletzt geändert von Julian am Fr 3. Jun 2016, 17:38, insgesamt 1-mal geändert.
Victrix causa deis placuit, sed victa Catoni

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