Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Di 12. Mär 2019, 14:53

Wolverine hat geschrieben:(12 Mar 2019, 14:15)

Von ca. 80 Mio. Menschen haben in ungefähr 60 Mio. Menschen keine AfD gewählt. Es ist die Aufgabe der Politik das Problem im Bundestag und in den Landtagen zu lösen. Ganz einfach, in dem man ihnen das Wasser abgräbt. Dazu müsste man aber erst einmal wieder ein funktionierendes System BRD manifestieren. Seit 2015 hat die Politik der Bundesregierung dafür gesorgt, dass die AfD erst in den Bundestag und jetzt in jeden Landtag reingerutscht ist. Da muss man die Fehler suchen. Den Wähler als einzigen verantwortlich zu machen ist grundfalsch. Dazu sollte man sich erst einmal das Prinzip Ursache und Wirkung verinnerlichen.


Wir haben in der Bundesrepublik ein funktionierendes System.
Und ja, verantwortlich ist natürlich der Wähler. Wer sonst? Das aktive Wahlrecht zieht eine aktive Handlun nach: Das Wählen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Wolverine » Di 12. Mär 2019, 15:03

Alexyessin hat geschrieben:(12 Mar 2019, 14:53)

Wir haben in der Bundesrepublik ein funktionierendes System.
Und ja, verantwortlich ist natürlich der Wähler. Wer sonst? Das aktive Wahlrecht zieht eine aktive Handlun nach: Das Wählen.


Nö. So einfach sehe ich das nicht. Ich mache die Politik der GroKo von 2015 an für die Mobilisierung von Nichtwählern und Wechselwählern für den Erfolg der AfD verantwortlich.

Die Süddeutsche Zeitung bestätigt mich. Möchtest Du die jetzt auch wegen Rechtsruck oder ähnlichem ablehnen?

https://www.sueddeutsche.de/politik/lan ... -1.2906297
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Di 12. Mär 2019, 15:15

Wolverine hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:03)

Nö. So einfach sehe ich das nicht. Ich mache die Politik der GroKo von 2015 an für die Mobilisierung von Nichtwählern und Wechselwählern für den Erfolg der AfD verantwortlich.

Die Süddeutsche Zeitung bestätigt mich. Möchtest Du die jetzt auch wegen Rechtsruck oder ähnlichem ablehnen?

https://www.sueddeutsche.de/politik/lan ... -1.2906297


Was? Die SZ wegen Rechtsruck?
Mit Sicherheit nicht. Es geht um die Verwantwortung und die hat jeder Wähler für seine Stimme.
Das sich Nicht- und Wechselwähler aufgrund der Politik der Gro Ko sich zur AfD entschloßen haben ist wohl unstrittig. Ändert aber nichts an deren Verantwortung die AfD gewählt zu haben. Und nicht irgendeine andere Alternative, deren gerade es in Bayern genug gegeben hätte.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Vongole » Di 12. Mär 2019, 15:19

Wolverine hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:03)

Nö. So einfach sehe ich das nicht. Ich mache die Politik der GroKo von 2015 an für die Mobilisierung von Nichtwählern und Wechselwählern für den Erfolg der AfD verantwortlich.

Die Süddeutsche Zeitung bestätigt mich. Möchtest Du die jetzt auch wegen Rechtsruck oder ähnlichem ablehnen?

https://www.sueddeutsche.de/politik/lan ... -1.2906297


Abgesehen davon, dass ich niemals begreifen werde, warum man aus Protest ausgerechnet rechtsextrem wählt, scheint mir mittlerweile für den Erfolg der AfD überwiegend das hier bestimmend:

"Die AfD ist wohl die am besten in sozialen Medien vernetzte Partei Deutschlands. 240 000 Fans hat sie auf Facebook, doppelt so viele wie die CDU. Die Alternative hat sich dort ein richtiges kleines Paralleluniversum aufgebaut - Sympathisanten tauschen sich aus, teilen politische Beiträge oder lästern einfach nur über "Gesinnungsterror", "Gender-Gaga", "Asylchaos" und was sonst für sie alles verwerflich ist. Der Zeit-Reporter Malte Henk hat sich für dieses lesenswerte Dossier unter falschem Namen tief hineinbegeben in diese Struktur. Sein Artikel zeigt, wie sich AfD-Anhänger eine eigene, abgeschottete Gedankenwelt schaffen - und die nicht gleichgesinnte Umwelt als feindlich empfinden."

Paralleluniversum ist das Schlüsselwort, rund um diese Partei hat sich eine ganze VT-Industrie etabliert, auch sehr gut zu beobachten hier im Forum. Egal, wie krude eine These ist, es findet sich garantiert ein Blog im WWW,
diese zu "untermauern". Das Ganze beginnt sehr nach Breitbart-System zu riechen, und das macht mir langsam Sorgen. Eine persönliche Drecksgesinnung ist das Eine, eine Drecksgesinnung, die von Unterstützern jenseits jeder Realität
weiteres ausdauerndes Futter erhält, könnte sich auch für eine stabile Demokratie als gefährlich erweisen. Bester Beispiel dafür ist die USA.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Wolverine » Di 12. Mär 2019, 15:20

Alexyessin hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:15)

Was? Die SZ wegen Rechtsruck?
Mit Sicherheit nicht. Es geht um die Verwantwortung und die hat jeder Wähler für seine Stimme.
Das sich Nicht- und Wechselwähler aufgrund der Politik der Gro Ko sich zur AfD entschloßen haben ist wohl unstrittig. Ändert aber nichts an deren Verantwortung die AfD gewählt zu haben. Und nicht irgendeine andere Alternative, deren gerade es in Bayern genug gegeben hätte.


Nun, was ich zum Ausdruck bringen wollte war die Tatsache, dass auch Nichtwähler bereit waren die AfD zu wählen - aufgrund der Politik der Groko. Ursache und Wirkung. Politik der Groko als Ursache und ehemalige Nichtwähler und Wechselwähler als Wirkung darauf. Die Verantwortung des Wählers selbst streite ich ja gar nicht ab. Mir geht es darum aufzuzeigen, dass ein Ereignis dazu führen kann, dass so etwas passiert.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Wolverine » Di 12. Mär 2019, 15:25

Vongole hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:19)

Abgesehen davon, dass ich niemals begreifen werde, warum man aus Protest ausgerechnet rechtsextrem wählt, scheint mir mittlerweile für den Erfolg der AfD überwiegend das hier bestimmend:

"Die AfD ist wohl die am besten in sozialen Medien vernetzte Partei Deutschlands. 240 000 Fans hat sie auf Facebook, doppelt so viele wie die CDU. Die Alternative hat sich dort ein richtiges kleines Paralleluniversum aufgebaut - Sympathisanten tauschen sich aus, teilen politische Beiträge oder lästern einfach nur über "Gesinnungsterror", "Gender-Gaga", "Asylchaos" und was sonst für sie alles verwerflich ist. Der Zeit-Reporter Malte Henk hat sich für dieses lesenswerte Dossier unter falschem Namen tief hineinbegeben in diese Struktur. Sein Artikel zeigt, wie sich AfD-Anhänger eine eigene, abgeschottete Gedankenwelt schaffen - und die nicht gleichgesinnte Umwelt als feindlich empfinden."

Paralleluniversum ist das Schlüsselwort, rund um diese Partei hat sich eine ganze VT-Industrie etabliert, auch sehr gut zu beobachten hier im Forum. Egal, wie krude eine These ist, es findet sich garantiert ein Blog im WWW,
diese zu "untermauern". Das Ganze beginnt sehr nach Breitbart-System zu riechen, und das macht mir langsam Sorgen. Eine persönliche Drecksgesinnung ist das Eine, eine Drecksgesinnung, die von Unterstützern jenseits jeder Realität
weiteres ausdauerndes Futter erhält, könnte sich auch für eine stabile Demokratie als gefährlich erweisen. Bester Beispiel dafür ist die USA.


Ich werde das auch nie begreifen, dass man aus Protest die Nazis wählt, aber ich respektiere diese Entscheidung. D.h. nicht, dass ich es gut heiße. Es ist die freie Wahl des Wählers. In Bezug auf die social media ist die AfD weit vorne. Stand auch in der SZ. Die Wahrheiten sind relativ leicht herauszufinden, wenn man Höcke und Konsorten widerlegen will, aber offensichtlich scheint es eine Menge von Leuten nicht zu interessieren. Mich schon immer, deshalb lehne ich die extremistischen Flügel von Parteien grundsätzlich ab.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Di 12. Mär 2019, 15:36

Wolverine hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:20)

Nun, was ich zum Ausdruck bringen wollte war die Tatsache, dass auch Nichtwähler bereit waren die AfD zu wählen - aufgrund der Politik der Groko. Ursache und Wirkung.


Ist denn der Nichtwähler ungebildet?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon becksham » Di 12. Mär 2019, 15:39

Vongole hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:19)

Abgesehen davon, dass ich niemals begreifen werde, warum man aus Protest ausgerechnet rechtsextrem wählt, scheint mir mittlerweile für den Erfolg der AfD überwiegend das hier bestimmend:

"Die AfD ist wohl die am besten in sozialen Medien vernetzte Partei Deutschlands. 240 000 Fans hat sie auf Facebook, doppelt so viele wie die CDU. Die Alternative hat sich dort ein richtiges kleines Paralleluniversum aufgebaut - Sympathisanten tauschen sich aus, teilen politische Beiträge oder lästern einfach nur über "Gesinnungsterror", "Gender-Gaga", "Asylchaos" und was sonst für sie alles verwerflich ist. Der Zeit-Reporter Malte Henk hat sich für dieses lesenswerte Dossier unter falschem Namen tief hineinbegeben in diese Struktur. Sein Artikel zeigt, wie sich AfD-Anhänger eine eigene, abgeschottete Gedankenwelt schaffen - und die nicht gleichgesinnte Umwelt als feindlich empfinden."

Paralleluniversum ist das Schlüsselwort, rund um diese Partei hat sich eine ganze VT-Industrie etabliert, auch sehr gut zu beobachten hier im Forum. Egal, wie krude eine These ist, es findet sich garantiert ein Blog im WWW,
diese zu "untermauern". Das Ganze beginnt sehr nach Breitbart-System zu riechen, und das macht mir langsam Sorgen. Eine persönliche Drecksgesinnung ist das Eine, eine Drecksgesinnung, die von Unterstützern jenseits jeder Realität
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Und das ist das Gefährliche an diesen sozialen Medien. Die bewegen sich dort in ihrer Filterblase, bekommen ausgesuchte Seiten angeboten und lesen somit nur noch, was sie eh bestätigt.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Wolverine » Di 12. Mär 2019, 15:55

Alexyessin hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:36)

Ist denn der Nichtwähler ungebildet?


Nun, in dem von mir eingestellten Artikel bezieht der Autor Stellung dazu. Ich würde die ehemaligen Nichtwähler nicht unbedingt als ungebildet bezeichnen. Vielleicht sehen sie in einer "Protestpartei" keine Gefahr? Ich kann nur vermuten.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Vongole » Di 12. Mär 2019, 15:58

becksham hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:39)

Und das ist das Gefährliche an diesen sozialen Medien. Die bewegen sich dort in ihrer Filterblase, bekommen ausgesuchte Seiten angeboten und lesen somit nur noch, was sie eh bestätigt.


Es sind ja nicht mal "soziale" Medien, in denen es auch mal Widerworte gibt, es ist vorgekauter, aufbereiteter, teils gefährlicher Schwachsinn, der da untermauert und transportiert wird.
So hält man die AfD-Klientel nicht nur bei der Stange, man gewöhnt ihnen langsam aber sicher das eigene Denken ab, denn wirklich denken könnte sich als gefährlich für die Partei erweisen.
Ich habe dieser Tage mal einer dieser Seiten gegoogelt und kam nahtlos von Blog zu Blog, einer schlimmer, hetzerischer und verlogener als der andere.
Derart wird ein Weltbild produziert, dass sich für jede Demokratie als zersetzerisch erweisen könnte und damit effizienter als ein paar durchgeknallte Politiker.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Di 12. Mär 2019, 15:59

Wolverine hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:55)

Nun, in dem von mir eingestellten Artikel bezieht der Autor Stellung dazu. Ich würde die ehemaligen Nichtwähler nicht unbedingt als ungebildet bezeichnen. Vielleicht sehen sie in einer "Protestpartei" keine Gefahr? Ich kann nur vermuten.


Ich frage mich das wirklich, denn es gab ja durchasu andere Protestparteien, die nicht gleich ein paar Rechtsextreme Ausleger aufweisen können.
Grad in Bayern, worauf sich der Artikel bezog. Ich kann natürlich nur von mir ausgehen, der sich halt auch die Parteiprogramme anschaut und vergleicht - an Stände geht und die Kandidaten nervt. Kurzum das, was Demokratie eben auch mit ausmacht.
Dazu kommt mir halt auch wieder der flappsige Satz in den Sinn:
Wer AfD wählt, weil ihm die Regierung nicht passt säuft auch Wasser aus dem Scheißhaus einer Kneipe, weil ihm das Bier nicht schmeckt.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Di 12. Mär 2019, 16:01

Vongole hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:58)

Es sind ja nicht mal "soziale" Medien, in denen es auch mal Widerworte gibt, es ist vorgekauter, aufbereiteter, teils gefährlicher Schwachsinn, der da untermauert und transportiert wird.
So hält man die AfD-Klientel nicht nur bei der Stange, man gewöhnt ihnen langsam aber sicher das eigene Denken ab, denn wirklich denken könnte sich als gefährlich für die Partei erweisen.
Ich habe dieser Tage mal einer dieser Seiten gegoogelt und kam nahtlos von Blog zu Blog, einer schlimmer, hetzerischer und verlogener als der andere.
Derart wird ein Weltbild produziert, dass sich für jede Demokratie als zersetzerisch erweisen könnte und damit effizienter als ein paar durchgeknallte Politiker.


Das erinnert mich an die VTler, die sich immer gegenseitig belegen ( van Helsing ist da ein Meister seines Fachs ). Schön mit Quellenangabe usw. - auf sein nächstes Buch und dann über vier Bücher wieder zurück. Und genau so läuft es halt jetzt mit den Blogs. Und in den Fakkebukkengruppen ist halt kritisches Nachfragen nicht wirklich gerne gesehen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Wolverine » Di 12. Mär 2019, 16:03

Vongole hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:58)

Es sind ja nicht mal "soziale" Medien, in denen es auch mal Widerworte gibt, es ist vorgekauter, aufbereiteter, teils gefährlicher Schwachsinn, der da untermauert und transportiert wird.
So hält man die AfD-Klientel nicht nur bei der Stange, man gewöhnt ihnen langsam aber sicher das eigene Denken ab, denn wirklich denken könnte sich als gefährlich für die Partei erweisen.
Ich habe dieser Tage mal einer dieser Seiten gegoogelt und kam nahtlos von Blog zu Blog, einer schlimmer, hetzerischer und verlogener als der andere.
Derart wird ein Weltbild produziert, dass sich für jede Demokratie als zersetzerisch erweisen könnte und damit effizienter als ein paar durchgeknallte Politiker.


Und da fängt mein Vertrauen in unseren Staat an. Wenn Du auf diese Blogs gelangen kannst, können die Dienste es auch. Ich verlasse mich in dem Fall auf den Staat. Mit deiner Einschätzung zum Social-Media liegst du vollkommen richtig und auch ich sehe darin eine Gefahr, in dieser Welt voller Halbwahrheiten, Lügen, Märchen und historischen Verzerrungen. Aber meiner Ansicht ist das nur eine bestimmte Gruppe innerhalb der AfD. Nicht alle Wähler sind nazi-verseucht.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Wolverine » Di 12. Mär 2019, 16:05

Alexyessin hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:59)

Ich frage mich das wirklich, denn es gab ja durchasu andere Protestparteien, die nicht gleich ein paar Rechtsextreme Ausleger aufweisen können.
Grad in Bayern, worauf sich der Artikel bezog. Ich kann natürlich nur von mir ausgehen, der sich halt auch die Parteiprogramme anschaut und vergleicht - an Stände geht und die Kandidaten nervt. Kurzum das, was Demokratie eben auch mit ausmacht.
Dazu kommt mir halt auch wieder der flappsige Satz in den Sinn:
Wer AfD wählt, weil ihm die Regierung nicht passt säuft auch Wasser aus dem Scheißhaus einer Kneipe, weil ihm das Bier nicht schmeckt.


Volle Zustimmung. Der flapsige Satz gefällt mir auch und er passt. :D
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Di 12. Mär 2019, 16:05

https://www.tagesschau.de/inland/afd-sp ... 8UcO3EjOmk

Also Meuthen sagt, nix illegales, der parlamentarische Geschäftsführer meint Anfangsfehler.
Ja wie jetzt?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Skeptiker » Di 12. Mär 2019, 16:07

Alexyessin hat geschrieben:(12 Mar 2019, 15:36)
Ist denn der Nichtwähler ungebildet?

Es gibt Gemeinsamkeiten zwischen den Nichtwählern, sowie den Wählern der AfD und der Linken:
AfD: Zwei Gruppen finden sich
Die Besorgten, so das Fazit von Kritikos und Brenke, zieht es dagegen vor allem zur AfD. Sie ist ein Männerpartei (mit zwei Dritteln der Anhänger der weitaus höchste Anteil) und am stärksten dörflich-kleinstädtisch geprägt, hier leicht vor der Union. Sie hat mit 34 Prozent den klar größten Arbeiter- und mit 18 Prozent den geringsten Akademikeranteil. Gewerkschaftsmitglieder sind stärker vertreten als bei Union, SPD und Grünen, Menschen aus dem öffentlichen Dienst dagegen sind unterrepräsentiert. Die Hälfte der AfD-Anhänger arbeitet Vollzeit (der höchste Wert in allen Parteien), aber das durchschnittliche Nettoeinkommen je Arbeitsstunde ist das geringste aller Parteien. Die Einkommensspreizung ist die höchste in allen Parteien, auch wenn die AfD-Anhängerschaft bei den Gutverdienern nicht ganz so hoch ist. Vielleicht deuten die Zahlen darauf hin, dass die AfD eine gespaltene Partei ist: Ökonomisch Unzufriedene im Osten mischen sich mit ideologisch Unzufriedenen im Westen. Sie finden zusammen über gemeinsame Themen: Kriminalität, Zuwanderung, geringe Öko-Sensibilität. Viele AfD-Anhänger haben offenbar Probleme mit ihrer Altersversorgung (40 Prozent, deutlich mehr als bei den anderen Parteien). Und sie haben den höchsten Anteil (48 Prozent) derjenigen, der sich größere Sorgen um gesellschaftlichen Zusammenhalt macht.

Linke: Großstadtpartei der Geringverdiener
Bei den Linken-Wählern tun das allerdings auch 43 Prozent. Die Linke konkurriert gewissermaßen mit den Grünen (als Partei für Junge) und mit der AfD (als Protestpartei von wirtschaftlich „Abgehängten“) – ersteres eher im Westen, letzteres eher im Osten. Sowohl bei Akademikern als auch Arbeitern hat sie überdurchschnittliche Werte. Die Partei ist zudem deutlich stärker von Großstadteinwohnern geprägt als alle anderen (Berlin dürfte da die entscheidende Rolle spielen). Im Durchschnitt aller Parteien haben Linken-Wähler die niedrigsten Haushaltseinkommen, sie reichen auch nicht so weit nach oben wie die in anderen Parteien. Die Einkommensspreizung in der Anhängerschaft ist die kleinste.

Nichtwähler: Einkommen halten nicht mit
Eine Gruppe ist im Schnitt aber noch weniger betucht: die Nichtwähler. Ihr durchschnittliches Haushaltseinkommen war mit netto 2400 Euro geringer als das jeder Partei-Anhängerschaft. Das obere Viertel der Nichtwähler verdient im Schnitt deutlich weniger als die Vergleichsgruppen. Brenke und Kritikos haben festgestellt, dass Nichtwähler kaum vom Einkommenswachstum der letzten 15 Jahre profitiert haben. Wie bei Anhängern von AfD und Linken schätzt die Hälfte der Nichtwähler ihre persönliche wirtschaftliche Lage als schlecht oder „teil-teils“ ein. Und ein ähnlicher hoher Prozentsatz (in allen drei Gruppen) glaubt, keinen gerechten Anteil am allgemeinen Lebensstandard zu haben. Zwar haben demnach alle Parteien beiden Nichtwählern ein Potenzial (nicht alle Wahlabstinenzler stufen sich als wirtschaftliche Verlierer ein), aber das größere Potenzial in diese Gruppe haben wohl AfD und Linkspartei.

https://www.tagesspiegel.de/politik/stu ... 81042.html

Vielleicht kann man es auf einen Punkt bringen: Die Nichtwähler und die politischen Rändern sind eher die Domäne der gesellschaftlichen Verlierer oder Unzufriedenen. Die beiden Parteien an den Rändern haben aber jeweils auch gebildete oder gutverdienende Anteile.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Di 12. Mär 2019, 16:08

Wolverine hat geschrieben:(12 Mar 2019, 09:38)



!2,5 Prozent bedeutet man wird von mindestens soviel Prozent beschissen vertreten.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Di 12. Mär 2019, 16:09

Wolverine hat geschrieben:(12 Mar 2019, 16:03)

Und da fängt mein Vertrauen in unseren Staat an. Wenn Du auf diese Blogs gelangen kannst, können die Dienste es auch. Ich verlasse mich in dem Fall auf den Staat. Mit deiner Einschätzung zum Social-Media liegst du vollkommen richtig und auch ich sehe darin eine Gefahr, in dieser Welt voller Halbwahrheiten, Lügen, Märchen und historischen Verzerrungen. Aber meiner Ansicht ist das nur eine bestimmte Gruppe innerhalb der AfD. Nicht alle Wähler sind nazi-verseucht.


Die Übergänge sind da sehr fliessend. Ich hab einen alten Arbeitskollegen, der sich da auch auf keine Diskussion mehr einlässt. Da kommt das mit "Grenze in Afghanistan, Iran und Nordkorea" - wennst ihm dann schreibst, das das grad nicht die Aushängeschilder der Staaten sind, in dem die Menschen gerne leben..........................kommt nix. Und am nächsten Tag kommt wieder die Schleife.

Aber zu den Diensten. Die haben doch gar nicht die Manpower und vor allem nicht das Recht dort wirklich einzuwirken. Die Kameraden wissen genau, was sie wie schreiben dürfen bzw. können.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Wolverine » Di 12. Mär 2019, 16:11

Tomaner hat geschrieben:(12 Mar 2019, 16:08)

!2,5 Prozent bedeutet man wird von mindestens soviel Prozent beschissen vertreten.


Mich hat noch nie jemand vertreten. Ich bin Gast in diesem Land, meine Versorgung ist gesichert und ich koste den deutschen Staat nicht das Geringste.

Ich denke, dass viele Wechselwähler sich beschissen vertreten fühlen von ihrer eigentlichen "Mutterpartei."
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Wolverine » Di 12. Mär 2019, 16:14

Alexyessin hat geschrieben:(12 Mar 2019, 16:09)

Die Übergänge sind da sehr fliessend. Ich hab einen alten Arbeitskollegen, der sich da auch auf keine Diskussion mehr einlässt. Da kommt das mit "Grenze in Afghanistan, Iran und Nordkorea" - wennst ihm dann schreibst, das das grad nicht die Aushängeschilder der Staaten sind, in dem die Menschen gerne leben..........................kommt nix. Und am nächsten Tag kommt wieder die Schleife.

Aber zu den Diensten. Die haben doch gar nicht die Manpower und vor allem nicht das Recht dort wirklich einzuwirken. Die Kameraden wissen genau, was sie wie schreiben dürfen bzw. können.


Auf die Dienste bezogen, das ist richtig. Aber die können beobachten und berichten. Dann kann die Justiz handeln. Dass die Führungsriegen der AfD keine Dummbeutel sind sollte kein Geheimnis sein. Die waten gekonnt durch die Minenfelder des StGB.. Deshalb bin ich absolut für eine Beobachtung der AfD durch den VS. Das engt ein.
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