Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

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frems
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon frems » So 4. Aug 2013, 09:17

Agricola » So 4. Aug 2013, 09:00 hat geschrieben:Das bedeutet einerseits die weitere Ignorierung und Tabuisierung der von der AfD thematisierten Probleme

Welche Themen bzw. Probleme sollen das denn sein? :p
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Tantris
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Tantris » So 4. Aug 2013, 09:21

Dampflok » So 4. Aug 2013, 09:06 hat geschrieben:Es fällt doch schon auf, daß sich die Medien nicht mit den inhaltlichen Zielen der AfD auseinandersetzen wollen, außer mit der diffamierenden Aussage "Anti-Euro-Partei".


Das stimmt! Weder in den medien, noch die marionetten hier im forum, geben zu, dass die AfD den euro schon lang nicht mehr abschaffen will.


Vielleicht weil die AfD Volksabstimmungen will? Das wäre nämlich eine durchaus echte Bedrohung für die bürgerfeindliche Praxis der etablierten Parteien, obwohl dem gemeinen Volk dieses Instrument schon 1949 in die Verfassung geschrieben wurde. Wo kämen wir denn da hin, wenn der Bürger, der z.B. Umweltschutz will und dementsprechend Grün zu wählen hat, auch noch Sonderwünsche wie geregelte Zuwanderung äußern darf?




Die parte ist zwar gar nicht gegen den euro, die umfragen waren nichts wert, der normalo hat sie sogar gefunden, obwohl die quelle geschickt weggelassen wurde, ...

das richt mir alles noch nicht Zuwenig lügen!

Ab jetzt behaupten wir auch noch, die AfD hätte was gegen ausländer und sei eine art idiotenpartei ist und grün wird nur gewählt, weil die leute gezwungen werden.

Helau und lassts krachen! Rülps! Hicks!
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Tantris » So 4. Aug 2013, 09:23

frems » So 4. Aug 2013, 09:17 hat geschrieben:Welche Themen bzw. Probleme sollen das denn sein? :p


Rechtsknaller meinen mit "tabu", dass irgendein thema zwar ständig in den medien zerkaut wird, die bevölkerung aber kein besonderes interesse daran hat.

Hier im forum lernt man nazi-sprech und agricola findet immer wieder besonders schöne und typische beispiele. Man könnte ihn fast für echt halten... ;)
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Wähler » So 4. Aug 2013, 09:23

Hier ein interessanter Artikel aus der SZ zum Thread-Thema:

http://www.sueddeutsche.de/politik/neue ... -1.1737923

Zitat:
"Das Twitterbarometer erfasst alle Tweets, die mit einem "+" oder "-" hinter dem Parteinamen Zustimmung oder Ablehnung signalisieren. Nach dieser Zählung liegen die Piraten mit viel Abstand vor der AfD und der SPD. Und keine Partei kommt so schlecht weg wie die Union: CDU und CSU bekommen sehr viel mehr negatives als positives Feedback."
Zuletzt geändert von Wähler am So 4. Aug 2013, 11:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Dampflok » So 4. Aug 2013, 09:27

Wähler » So 4. Aug 2013, 08:23 hat geschrieben:Und keine Partei kommt so schlecht weg wie die Union: CDU und CSU bekommen sehr viel mehr negatives als positives Feedback."


Das mag daran liegen, daß Leute auf der Arbeit weniger Zeit zum Twittern haben als Hartzer, Schüler und Studenten. Irgendwer muß die Kohle ja verdienen. :eek:


Zuletzt geändert von Dampflok am So 4. Aug 2013, 09:27, insgesamt 1-mal geändert.
""Political correctness" sollte das Unwort des Jahrzehnts werden!"
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Tantris » So 4. Aug 2013, 09:29

Dampflok » So 4. Aug 2013, 09:27 hat geschrieben:
Das mag daran liegen, daß Leute auf der Arbeit weniger Zeit zum Twittern haben als Hartzer, Schüler und Studenten. Irgendwer muß die Kohle ja verdienen. :eek:




Sobald das ergbnis nicht gefällt, erwacht der verstand.

Möge gott dich vor umfragen schützen, die dich am denken hindern...
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Agricola » So 4. Aug 2013, 09:30

frems » So 4. Aug 2013, 08:17 hat geschrieben:Welche Themen bzw. Probleme sollen das denn sein? :p



Ach Junge, frag doch nicht so dumm und hinterlistig,

Es geht hier von der "alternativlosen" und parteiübergreifenden Eurorettungspoltik mit Milliardengarantien und -verschuldung, dem Trend zu einem bürokratisch reglementierenden und egalisierenden EU-Superstaat bis zu vielen tabuisierten Fehlentwicklugnen unsere Geselllschaft und demokratische Verfaßtheit betreffend. Es geht um eine ernstzunehmende Opposition in unserer Parteienlandschaft.

Übrigens niemand hindert Dich dämlichen Dösel daran, weiterzudösen und Dein Heíl in einer der etablierten Parteien zu suchen. So viel Freiheit wird es ja auch weiterhin geben. Gell. :x
Zuletzt geändert von Agricola am So 4. Aug 2013, 09:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon frems » So 4. Aug 2013, 09:31

Tantris » So 4. Aug 2013, 09:23 hat geschrieben:
Rechtsknaller meinen mit "tabu", dass irgendein thema zwar ständig in den medien zerkaut wird, die bevölkerung aber kein besonderes interesse daran hat.

Hier im forum lernt man nazi-sprech und agricola findet immer wieder besonders schöne und typische beispiele. Man könnte ihn fast für echt halten... ;)

Vermutlich. Seit Jahren werden die Themen hoch und runter gekaut von Politik und Medien, ob Währungsfragen, ESM, Griechenland, Zypern, ... und anderthalb Monate vor der Bundestagswahl kommen dann welche herbeigestreunert und tun so, als wären diese Bereiche von irgendwem tabuisiert worden. Schon kurios. Entweder liegen Gedächtnisschwächen vor oder man will einfach frustrierte Protestwähler mobilisieren, denen man einredet, mit einer Stimme bei dieser Partei würde man irgendwem "da oben" eine auswischen und dann doch nochmal rebellisch sein dürfen. Daß man so eine Partei kaum noch ernst nehmen kann, die sich z.B. auf dem Papier für mehr demokratische Mitbestimmung ausspricht, aber daran schon in den eigenen Reihen scheitert, verwundert dann eher wenig. Potential hatte die Partei ja durchaus mal, da sie sich gezielt Themen sucht, bei denen bei den anderen Parteien mehr oder weniger Konsens herrscht, z.B. beim Föderalismus. So kann man bequem ein Bild zeichnen, das man vorher schon ausmachte und danach überlegt, wie man es irgendwie untermauern kann. Aber mit so einer Vorstellung wird das wohl nichts mehr. Nun denn.
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon frems » So 4. Aug 2013, 09:35

Dampflok » So 4. Aug 2013, 09:27 hat geschrieben:
Das mag daran liegen, daß Leute auf der Arbeit weniger Zeit zum Twittern haben als Hartzer, Schüler und Studenten. Irgendwer muß die Kohle ja verdienen. :eek:



Dann überleg mal, wieso die AfD dort so stark vertreten ist. :p

Agricola hat geschrieben:

Ach Junge, frag doch nicht so dumm und hinterlistig,

Es geht hier von der "alternativlosen" und parteiübergreifenden Eurrettungspoltik mit Milliardengarantien und -verschuldung, dem Trend zu einem bürokratisch reglementierenden und egalisierenden EU-Superstaat bis zu vielen tabuisierten Fehlentwicklugnen unsere Geselllschaft und demokratische Verfaßtheit betreffend. Es geht um eine ernstzunehmende Opposition in unserer Parteienlandschaft.

Übrigens niemand hindert Dich dämlichen Dösel daran, weiterzudösen und Dein Heíl in einer der etablierten Parteien zu suchen. So viel Freiheit wird es ja auch weiterhin geben. Gell. :x

Oh, die "Etablierten", gegen die ist man ja immer. Und wär die AfD etabliert, sucht man sich halt die nächste "aufmuckende" Partei, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Klasse. Wie kommt es eigentlich, daß man von niemanden so oft von "Alternativlosigkeit" hört, als jene, die sich als "Alternative" inszenieren wollen?

Und tut mir leid, einen egalisierenden EU-Superstaat gibt es nicht und niemand strebt ihn an (von irgendwelche kommunistischen Randgruppen, die Brüssel in seiner jetzigen Form ablehnen, mal abgesehen). Unbegründete Hirngespinste sind relativ schlechte Argumente, genau wie ein herbeiphantasiertes "Die Medien ignorieren die 2%-Partei! Von der hört man viel seltener als von der Bundesregierung! ... Ach, und immer wird schlecht berichtet!", was einfach jede Partei behaupten kann und man nicht weiterkommt.
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon IndianRunner » So 4. Aug 2013, 09:44

Natürlich wählst Du sie. Das war ja schon beim kläglichen Versuch im ersten Beitrag klar.


Ich kann mir nicht helfen, aber du wirkst irgendwie verbittert.

Zwei mal drei macht vier, widdewiddewitt ...

So wie du dich hier in eine Antipropaganda reinsteigerst, trifft dieses Pipi -Zitat wohl eher auf dich zu.... :D

Mal angenommen ( rein theoretisch ) die AfD fährt ein sensationelles Ergebniss ein, sagen wir mal irgendwas zwischen 12 und 20 % ....

....wie wäre dein bildungsstarker Erklärungsansatz ?
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon frems » So 4. Aug 2013, 09:52

IndianRunner » So 4. Aug 2013, 09:44 hat geschrieben:Natürlich wählst Du sie. Das war ja schon beim kläglichen Versuch im ersten Beitrag klar.


Ich kann mir nicht helfen, aber du wirkst irgendwie verbittert.

Zwei mal drei macht vier, widdewiddewitt ...

So wie du dich hier in eine Antipropaganda reinsteigerst, trifft dieses Pipi -Zitat wohl eher auf dich zu.... :D

Das kannst Du sicherlich begründen. Oder soll es tatsächlich nur eine kindische Trotzreaktion sein, weil einem inhaltlich nichts mehr einfällt? Na, das ist aber überraschend. Gut, lassen wir also das Thema Umfragen lieber wieder, wenn es Dir nun unangenehm ist, daß das nicht wie erhofft funktioniert hat.

Mal angenommen ( rein theoretisch ) die AfD fährt ein sensationelles Ergebniss ein, sagen wir mal irgendwas zwischen 12 und 20 % ....

....wie wäre dein bildungsstarker Erklärungsansatz ?

Geht nur ad personam, oder? Darüber, daß die Aussagen der AfD vor allem bildungsferne Schichten anspricht, hatten wir doch noch gar nicht gesprochen. Die Erklärung ist übrigens sehr einfach: Wenn die AfD 20% kriegt, dann ticken 20% der Wähler so, daß sie die AfD wählen wollen. Reinste Magie, hm? Schon ein Teufelszeug dieses Ding namens Demokratie, ich weiß.

Interessant wird ja eher die Frage, wie sich die europafeindlichen Populisten es sich erklären würden, wenn sie an der 5%-Hürde scheitern. Hier im Forum ist man ja schon ganz nervös und wittert eine Verschwörung von sämtlichen anderen Parteien, Medien, Unternehmen und und und. Belegen kann man natürlich nichts, aber irgendwie muß man sich das ja erklären. Den "Der Wähler ist halt dumm"-Hammer packt man natürlich erstmal noch nicht aus, solange die Wahl noch nicht gelaufen ist. Gähn. :|
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Agricola » So 4. Aug 2013, 09:54

frems » So 4. Aug 2013, 08:35 hat geschrieben:

Oh, die "Etablierten", gegen die ist man ja immer. Und wär die AfD etabliert, sucht man sich halt die nächste "aufmuckende" Partei, um seine Bedürfnisse zu befriedigen. Klasse. Wie kommt es eigentlich, daß man von niemanden so oft von "Alternativlosigkeit" hört, als jene, die sich als "Alternative" inszenieren wollen?

.



Absout falsch! Gegen die Etablierten ist man nur dann, wenn man erkennt und sich immer wieder erweist, daß sich unter diesen gar keine grundlegende Opposition mehr befindet.
Und in den meisten Bereichen nur noch lächerliche Profilierungskämpfe stattfinden, und das jämmerliche Abnicken von Vorgaben einer Brüsseler Bürokratie oder internationaler Organisationen durch unsere überforderten und parteihörigen Volksvertreter unsere demokratische Verfasstheit und Unabhängigkeit zunehmend aushöhlt und zerstört. Dann ist der mündige und kritische Bürger aufgefordert, hellwach zu werden, und auch den kleinsten Strohhalm für eine Umkehr zu ergreifen.

Es wäre dagegen begrüßenswert, wenn Leute Deiner einfältigen parteihörigen Couleur wenigstens alles dransetzen würden, damit eben auch jenen die mit dieser Entwicklung nicht zufrieden sind angemessenes Gehör für ihre Position und Lösungsvorschläge verschafft wird.

Wer jedoch Angst um seine Pfründe und Macht hat, wird alles dransetzen den gefürchteten Gegner totzuschweigen oder in niederträchtigster Weise zu diffamieren. :x
Zuletzt geändert von Agricola am So 4. Aug 2013, 10:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon frems » So 4. Aug 2013, 10:03

Agricola » So 4. Aug 2013, 09:54 hat geschrieben:

Absout falsch! Gegen die Etablierten ist man nur dann, wenn sich erweist, daß sich unter diesen gar keine grundlegende Opposition mehr
mehr befindet, in den meisten Bereichen nur noch lächerliche Profilierungskämpfe stattfinden, und das jämmerliche Abnicken von Vorgaben einer Brüsseler Bürokratie oder internationaler Organisationen durch unsere überforderten und parteihörigen Volksvertreter unsere demokratischen Verfasstheit zunehmend zerstört. Dann ist der mündige und kritische Bürger aufgefordert, hellwach zu werden, und auch den kleinsten Strohhalm für eine Umkehr zu ergreifen.

Daß es keine "grundlegende Opposition" gibt, redest Du Dir aber ein, weil Du es so gerne hättest. Das ist bloß immer ein sehr blöder Maßstab. Man erklärt einfach -- für sich und sonst nichts -- alle Differenzen von Parteien als nichtig und klammert sich an Detailfragen fest, weil man eben will, daß es so aussieht, als würde es keine Unterschied gibt. Auch da gilt der Rat, sich erst die Fakten anschauen und danach das Bauchgefühl entscheiden zu lassen; und nicht, sich ein Weltbild herbeizuwünschen und dann zu schauen, wie man es erklären kann. Wenn man nicht weiß, wie Brüssel funktioniert, kann man sich übrigens im Internet etwas hereinlesen. Dann muß man auch nicht mehr verängstigt sein. Kostet nur etwas Zeit. Aber vielleicht will man das ja auch gar nicht wissen. Wie auch immer.

Es wäre begrüßenswert, wenn Leute Deiner einfältigen parteihörigen Couleur wenigstens alles dransetzen würden, damit eben auch jenen die mit dieser Entwicklung nicht zufrieden sind angemessenes Gehör für ihre Position und Lösungsvorschläge verschafft wird.

Wer jedoch Angst um seine Pfründe und Macht hat, wird alles dransetzen den gefürchteten Gegner totzuschweigen oder auf erbärmlichste Art zu diffamieren.

Wer sich selbst zum Affen macht, sollte sich nun nicht beschweren, wenn man ihn irgendwann nicht mehr für voll nimmt. Wen soll es denn jucken, wenn dieser Verein auf 5% kommt? Da können einige stolz auf den Stammtisch hauen und blind ihren Anführern folgen und "Endlich sagt's mal einer!" im Chor nach jedem Satz von sich geben. Aber das war's dann auch.

Wer chronisch unglücklich ist, muß dies auch nicht mit einer Verschwörung erklären, wo die Schuld immer andere tragen. Manchmal ist die Problemlösung dafür viel einfacher. Dann mußt Du auch niemanden als "parteihörig" bezeichnen, der noch nicht einmal weiß, wen er bei der kommenden Wahl wählen wird. Und Du magst es sicherlich so sehen -- paßt ja gut zu den anderen Behauptungen -- daß diese Truppe "gefürchtet" sei und man sie totschweigen würde. Andere halten eine so unbedeutende Partei für völlig überbewertet in unserer Gesellschaft. Und nun? Richtig, man kommt nicht weiter. Wer damit leben kann, bitte. :)
Zuletzt geändert von frems am So 4. Aug 2013, 10:06, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Tantris » So 4. Aug 2013, 10:09

IndianRunner » So 4. Aug 2013, 09:44 hat geschrieben:Natürlich wählst Du sie. Das war ja schon beim kläglichen Versuch im ersten Beitrag klar.


Ich kann mir nicht helfen, aber du wirkst irgendwie verbittert.

Zwei mal drei macht vier, widdewiddewitt ...

So wie du dich hier in eine Antipropaganda reinsteigerst, trifft dieses Pipi -Zitat wohl eher auf dich zu.... :D

Mal angenommen ( rein theoretisch ) die AfD fährt ein sensationelles Ergebniss ein, sagen wir mal irgendwas zwischen 12 und 20 % ....

....wie wäre dein bildungsstarker Erklärungsansatz ?


und wenn der hund ned geschissen hätt?
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Dampflok » So 4. Aug 2013, 10:14

frems » So 4. Aug 2013, 08:31 hat geschrieben:Vermutlich. Seit Jahren werden die Themen hoch und runter gekaut von Politik und Medien, ob Währungsfragen, ESM, Griechenland, Zypern, ... und anderthalb Monate vor der Bundestagswahl kommen dann welche herbeigestreunert und tun so, als wären diese Bereiche von irgendwem tabuisiert worden. Schon kurios.



Kurios?
Kurios ist allenfalls das plötzliche mediale Schweigen zu diesem Thema jetzt vor der Wahl. Plötzlich KEIN Griechenland, KEIN Rettungsschrirm, KEIN Zypern. Alles zurückgefahren. Wo sind diese Themen plötzlich hin? Ist alles in Butter?

Das Europa-Thema wird derzeit medial auf kleinster Flamme gekocht. Die Milliarden die es uns kostet sind dadurch nicht "verschwunden", die Probleme nicht in unserem Sinne gelöst.


Entweder liegen Gedächtnisschwächen vor oder man will einfach frustrierte Protestwähler mobilisieren, denen man einredet, mit einer Stimme bei dieser Partei würde man irgendwem "da oben" eine auswischen und dann doch nochmal rebellisch sein dürfen.


Wenn Du die größte Partei, die Partei der Nichtwähler, als "frustrierte Protestwähler" diffamieren willst ist das deine Sache. Aber allein deren Anzahl sollte einen normal denken könnenden Menschen schon mal zu der Überlegung anregen, warum es bei der ach so großen Parteien"vielfalt" so viele Menschen gibt, die sich nicht vertreten fühlen.

Es ist ziemlich daneben, diese Millionen als "politikverdrossen" hinzustellen - sie sind allenfalls Parteiverdrossen, von den Etablierten.

Wenn ich als Bürger z.B. eine etablierte Partei wählen wollte die gegen Quoten und gegen gender-mainstreaming ist, dann habe ich keine "Wahl"! Alle sind dafür bzw. nicht explizit dagegen. Und das, obwohl Quoten und GM niemals vom Volk abgesegnet wurden. Ein Beispiel von Vielen. Oder z.B. viele Verlagerungen von Autonomie an Brüssel wurden vom Volk niemals erlaubt. Muß ich also eine Partei wählen die gegen meinen Willen agiert und soll ich zufrieden sein daß ich überhaupt wählen darf?

Wenn Du also Probleme damit hast, daß das Volk der Souverän ist und nicht "die Partei", dann solltest Du dich noch ein wenig politisch bilden. Aber nicht unbedingt in diesem Forum, wo schon mal ganze Thermen verschwinden wenn der Moderator behauptet die Beiträge wären nicht gut genug, wie neulich als hier diskutiuerte wurde daß Muslime eine Kirche im Garbsen abgefackelt haben.

Daß man so eine Partei kaum noch ernst nehmen kann, die sich z.B. auf dem Papier für mehr demokratische Mitbestimmung ausspricht, aber daran schon in den eigenen Reihen scheitert, verwundert dann eher wenig.


Es mag dich sehr ärgern, daß die AfD in ihrer Entstehensphase nicht so blöde ist wie die Piraten, die sich ganz einfach "kapern" ließen. Auch vor den Piraten gab es schon Kaperungen anderer kleiner parteien durch Leute die den Parteizielen diametral entgegenstanden, um die Partei damit von innen zu schädigen.

Tja Pech. Klappt diesmal nicht. Müssen die Demokratie"freunde" und die eingeschleusten "Rechten" draußen bleiben. :)


Zuletzt geändert von Dampflok am So 4. Aug 2013, 10:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon nichtkorrekt » So 4. Aug 2013, 10:15

Ich denke nicht, dass die AfD in den Bundestag kommt. Die meisten Leute scheinen mit Merkels Europolitik zufrieden zu sein, die Eurokrise ist momentan kein Thema. Ich weiß auch nicht, ob ein Euroaustritt tatsächlich die Lösung die wäre, deswegen würde ich die AfD auch nicht wählen, ich würds ihr aber gönnen in den Bundestag zu kommen. Ich hab das Gefühl, dass man anfangs versucht hat, sie in die rechte Ecke zu stellen, als klar wurde, dass das nicht funktioniert, hat man sie einfach weitestgehend totgeschwiegen, hätte man so einen medialen Rummel um sie gemacht wie damals mit den Piraten könnte es vielleicht anders aussehen.

Mein Tipp für die Bundestagswahl wäre in etwa:

CDU 42 %
SPD 25 %
Grüne 12 %
Linke 7 %
FDP 5 %
AfD 3 %
Piraten 2 %
Zuletzt geändert von nichtkorrekt am So 4. Aug 2013, 10:16, insgesamt 1-mal geändert.
Wer nicht AfD wählt, wählt Merkel.
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Blickwinkel » So 4. Aug 2013, 10:17

IndianRunner » Sa 3. Aug 2013, 23:15 hat geschrieben:Was schätzt ihr, wie schneidet die AfD ab?


Die AfD kommt nicht in den Bundestag, die Partei ist einfach nur etwas für Eurokritiker, es ist wie mit den Piraten, die ihre "Netzthemen" haben. Da fehlen einfach wesentliche Dinge um eine gute Politik zu machen. Merkel ist momentan die Person in der Politik, viele Deutsche sind mit der wirtschaftlichen Lage sehr zufrieden, Merkel genießt beste Umfragewerte, von ganz unterschiedlichen Forschungsinstituten.

Das ist natürlich für die Eurokritiker schwer zu glauben, die uns jeden Tag etwas vom Untergang Europas durch den Euro erzählen. Fakt ist aber, dass seit 2007 die EU weiterbesteht und es Deutschland wirtschaftlich blendend geht, wie schon seit Jahren nicht mehr.

So und jetzt kannst du wieder anfangen mich als Propagandaverseucht o.ä. darzustellen. Schau dir einfach mal den Deutschland-Trend an, dann weisst du, wer die nächste Wahl gewinnt. Da nützt es auch nichts, wenn über jede neue Partei (Piraten oder AfD), selbst im Spiegel sehr oft berichtet wird.
Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken läßt. (Ludwig Erhard)
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Agricola » So 4. Aug 2013, 10:18

frems » So 4. Aug 2013, 09:03 hat geschrieben:Das es keine "grundlegende Opposition" gibt, redest Du Dir aber ein, weil Du es so gerne hättest. Das ist bloß immer ein sehr blöder Maßstab. Man erklärt einfach -- für sich und sonst nichts -- alle Differenzen von Parteien als nichtig und klammert sich an Detailfragen fest, weil man eben will, daß es so aussieht, als würde es keine Unterschied gibt. Auch da gilt der Rat, sich erst die Fakten anschauen und danach das Bauchgefühl entscheiden zu lassen; und nicht, sich ein Weltbild herbeizuwünschen und dann zu schauen, wie man es erklären kann. Wenn man nicht weiß, wie Brüssel funktioniert, kann man sich übrigens im Internet etwas hereinlesen. Dann muß man auch nicht mehr verängstigt sein. Kostet nur etwas Zeit. Aber vielleicht will man das ja auch gar nicht wissen. Wie auch immer.


Wer sich selbst zum Affen macht, sollte sich nun nicht beschweren, wenn man ihn irgendwann nicht mehr für voll nimmt. Wen soll es denn jucken, wenn dieser Verein auf 5% kommt? Da können einige stolz auf den Stammtisch hauen und blind ihren Anführern folgen und "Endlich sagt's mal einer!" im Chor nach jedem Satz von sich geben. Aber das war's dann auch.

Wer chronisch unglücklich ist, muß dies auch nicht mit einer Verschwörung erklären, wo die Schuld immer andere tragen. Manchmal ist die Problemlösung dafür viel einfacher. Dann mußt Du auch niemanden als "parteihörig" bezeichnen, der noch nicht einmal weiß, wen er bei der kommenden Wahl wählen wird. Und Du magst es sicherlich so sehen -- paßt ja gut zu den anderen Behauptungen -- daß diese Truppe "gefürchtet" sei und man sie totschweigen würde. Andere halten eine so unbedeutende Partei für völlig überbewertet in unserer Gesellschaft. Und nun? Richtig, man kommt nicht weiter. Wer damit leben kann, bitte. :)


Aus Deiner Richtung war eigentlich nichts anderes als das schon häufig an anderer Stelle ausgesunderte substanzlose Diffamierungsgeschwätz zu entnehmen, weshalb ich mir erlaube an dieser Stelle den direkten Dialog zu beenden.

Man darf eine andere Sichtweise und Problemlösung , auch dann noch, wenn sie sachlich und fundiert dargelegt wird gerne sachlich kritisieren - aber man sollte sie, weil unbequem und als gefährlich angesehen, nicht mit allen Mittel ignorieren, totschweigen oder gar als absurd und sonstwie anstößig hinzustellen versuchen.

Dass dies von politisch korrekten Affen Deiner Denkweise nicht akzeptiert wird, wäre in diesem Zusammenhang absolut nichts neues. :x

Im übrigen sei Dir hier gerne noch das letzte Wort gegönnt.
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon Dampflok » So 4. Aug 2013, 10:23

nichtkorrekt » So 4. Aug 2013, 09:15 hat geschrieben:Ich denke nicht, dass die AfD in den Bundestag kommt. Die meisten Leute scheinen mit Merkels Europolitik zufrieden zu sein, die Eurokrise ist momentan kein Thema.


Ja - merkste was?

Passend vor der Wahl wird der gemeinsame Schwachpunkt der Systemparteien, also die offenbar bedingungslose EU-Hörigkeit bezüglich deutscher Zahlpflichten, medial ausgeblendet. Sogar Schäuble hat neulich in Griechenland Appeasement betrieben, damit bis zur Wahl bloß kein EU-Faß aufgemacht wird.

Und die medial überproportional unterstützen Grünen wollen zwar der CDU nicht helfen, wollen aber auch keine neue Partei die womöglich Volksabstimmungen einführt. Wie bei den Grünen "Demokratie" abläuft, hat man neulich bei deren interner Wahl gesehen wo Frauen Sonderrechte bekamen.


Zuletzt geändert von Dampflok am So 4. Aug 2013, 10:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: (AfD) bei "erstaunlichen" acht Prozent

Beitragvon IndianRunner » So 4. Aug 2013, 10:29

und wenn der hund ned geschissen hätt?

...hätten wir einen Hasen.

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