Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

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Alexyessin
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Mo 20. Aug 2018, 14:07

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)

Nein. Die CDU betreibt inzwischen die gleiche Politik wie die Grünen ("Refugees welcome"). Daran ist nichts pragmatisch. Es ist eine völlig verrückte Politik, unter deren Folgen noch unsere Enkel werden leiden müssen. Man lässt nicht einfach so Millionen kulturfremder Menschen ins Land, ausgerechnet aus Regionen, in denen Gewalttätigkeit an der Tagesordnung ist und bei viel zu vielen Menschen auch der Hass auf den Westen grassiert. Das kann man mit einiger Berechtigung völlig verrückt und gesellschaftlich suizidal nennen.


Nein, das tut die CDU nicht - Hilfe wer Hilfe benötigt. Nennt sich übrigens Christliches Leitbild.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Selbst, wenn man dieses primäre Handeln akzeptierte, so muss ein Politiker doch auch die indirekten Folgen seines Handelns berücksichtigen. Es war doch vorauszusehen, dass große Teile der Deutschen mit dieser Politik nicht einverstanden sein würden, und dass eine eine kleinere Anzahl tatsächlich in den Rechtsextremismus getrieben würde. Und so blühen nun im Netz der Hass und die Verschwörungstheorien. Einem weisen, vorausdenkenden Politiker wäre so etwas nicht passiert.


Ein weiser und vorausdenknder User würde auch konkrete Zahlen nennen, Julian - und nicht vom "großen Teil der Deutschen" sprechen, wenn es tatsächlich gerade mal 13 % der Wahlberechtigten sind. Ich weiß nämlich nicht, wo du Mengenlehre gehabt hast, aber zumindest in meiner Sozialisation ist ein großer Teil mehr als nur knapp über ein Achtel.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Was soll ich daran überzeichnet haben? Die Zuwanderung von Millionen von Menschen soll keine besondere Sache sein, nicht der Rede wert? Der Kontrollverlust des Staates, und das in einem Staat, der für seine penible Bürokratie bekannt ist, soll nicht berichtenswert sein? Hast du wenigstens die Terroranschläge mitbekommen, die Europa erschüttert haben? Zählst du das auch zu den Ereignissen von 2015, die ich überzeichnet habe?


Du überzeichnest schon wieder. Zuwanderung? Nein, Flüchtlinge. Ich weiß das dir die Genauigkeit nicht wichtig ist. Und ja, der Terroanschlage Breitscheidplatz ist mir in Guter Erinnerung. Begangen von einem Idioten, der nicht mit dem 2015 Schwung kam.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Versetze dich doch einmal zurück ins Jahr 2015: Die Flüchtlingspolitik wurde nicht nur von ihren Gegnern, sondern auch ihren Befürwortern, als etwas Großes empfunden, als eine schicksalhafte Entscheidung. Auch im Ausland wurde das so wahrgenommen. Das jetzt kleinreden zu wollen, wird die Leute nicht überzeugen.


Wo wird denn von meiner Seite was "kleingeredet"?

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Auch die demographischen Auswirkungen der Flüchtlingspolitik sind phänomenal, nicht zuletzt durch die Alters- und Geschlechtsstruktur der Zuwanderer. Irgendwann wird man sich die Frage stellen müssen: Wer soll diesen Staat eigentlich noch tragen? Wie viele junge Männer, die loyal zu Deutschland sind, werden wir noch aufbieten können? Und wie wird ihr Zahlenverhältnis zu jenen sein, die nicht so loyal zu Deutschland sind, sondern beispielsweise den Koran über das Grundgesetz stellen?


Du hast einen großen Brocken an Paranoia und daraus resultierender Überzeichnung. Auf dieser Basis ist eine pragmatische Diskussion mit dir nicht möglich. Komisch, vorher hast du selbige noch angeklagt.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Es wäre Aufgabe der CDU gewesen, das konservative Spektrum in seiner ganzen Breite abzudecken. Das ist aber mit Leuten wie Merkel, Laschet und Günther nicht zu machen. Von daher ist es normal, dass sich rechts der CDU eine neue Partei etabliert. Das wird so lange gutgehen, bis die neue CDU die rechten Stimmen durch linke ersetzen kann. Ich befürchte aber, dass man sich verrechnet hat, denn nun könnte die CDU zwischen AfD auf der rechten und den Grünen auf der linken Seite zerrieben werden.


Bis zu einem gewissen Grade kann eine Demokratische Partei das konservative Spektrum abdecken. Aber es werden sich immer Menschen finden, denen ihre eigene Ideologie wichtiger ist als die Demokratie. Und dort beginnt die AfD.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Von der SPD ist ohnehin nicht mehr viel übrig, denn gestandene Arbeiter dürften eher AfD wählen und Lehrer dürften eher die Grünen cool finden.


Der gestandene Arbeiter wird weniger die AfD wählen als eine andere Partei.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Naja, wer setzt sich denn vehement dagegen ein, dass die Grenzen nicht geschützt und quasi jeder, der will, hierher kommen und Sozialleistungen beanspruchen darf? Das sind nun einmal Linksextreme - auch hier im Forum gibt's davon einige - an denen sich Merkel offenbar ein Vorbild genommen hat.


Lies erstmal nach, was unter Linksextremismus verstanden wird. Dann darfst du dich gerne sachlich und pragmatisch wieder dazu äußern. Okay?

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Einige Linke haben freilich inzwischen erkannt, dass ein Sozialstaat nur mit Grenzen möglich ist, wobei dann einige Linke lieber Grenzen haben wollen (z.B. Wagenknecht & Co.), und einige andere Linke lieber den Sozialstaat zurückstutzen wollen (z.B. der Berufs-Sohn und Multimillionär Augstein).


Ich wußte gar nicht, das Herr Augstein eine Entscheidungsfähigkeit hätte - aber dennoch sind mir dessen politische Vorstellungen zumindest näher als das, was von der AfD kommt.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Dich habe ich im übrigen immer für einen Befürworter offener Grenzen gehalten; du erschienst mir als ein typischer Unterstützer der Merkelschen Hippie-Politik. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege; dann müssten wir aber auch über Zurückweisungen an der Grenze sprechen und über Artikel 16a GG, aus dem hervorgeht, dass schätzungsweise 99% der Flüchtlinge der letzten Jahre keinen Rechtsanspruch auf Asyl in Deutschland hatten.


Erstens kann ich kein Unterstützer einer Politik sein, die es nicht gibt. Würdest du nur so pragmatisch sein, wie du vorhin geschrieben hast und nicht ideologische Schlagwörter benützen, dann könntest du locker feststellen, das es so was wie eine Hippie Politik nicht gibt. Du versuchst hier einen Kulturkampf auszufechten von denen sogar Strauß zurückgeschreckt wäre.
Nebenbei gibt es von mir hier im Forum einen Beitrag bezüglich Auffanglager an der türkischen EU-Außengrenze. Da hatte ich meine Vorstellungen bereits verfasst.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Siehe oben. Vielleicht liest du ausländische Zeitungen, um mal wieder eingenordet zu werden und zu erfahren, was normal ist und was nicht.


Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Was soll denn an der CDU-Politik noch konservativ sein? Ich erkenne daran nichts Konservatives mehr. Viele ehemalige CDU-Wähler werden wohl gar nicht mehr wählen, andere werden Protest wählen, und einige andere werden mit Überzeugung AfD wählen. Eine rechtsextreme Partei (wie die NPD) werden glücklicherweise nur wenige wählen.


Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Was sollen denn daran Fakten sein? Das sind Meinungen! Ich erkenne im AfD-Programm nichts Rechtsextremes. Es gibt einige Personen, die rechtsextrem eingeordnet werden könnten, diese sind aber (bisher?) eine Minderheit. Neonazis habe ich in der AfD bisher nicht gesehen. Ich gestehe aber gerne zu, dass auch ich mir Sorgen über die Entwicklung mache.


Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Wenn es so weiter geht und sich die Grünen auf der einen und die AfD auf der anderen Seite weiter radikalisieren, könnte es aber genau darauf hinauslaufen.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Aber das wusste Merkel ja, oder etwa nicht? Oder könnte es sein, dass diese Frau nicht weiter als um die nächste Straßenecke denkt und viel von Taktik, aber nichts von Strategie weiß? Auch das würde in die deutsche Tradition passen.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)
Tja, hätte man eben Maß gehalten, dann hätte man weder Probleme mit den Flüchtlingen noch mit Rechtsextremismus. Es hätte so einfach sein können.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Mo 20. Aug 2018, 14:08

MäckIntaier hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:47)

Was ist Ihr Punkt in diesem "Streit"? Dass Gesetze keine Bestimmungen enthalten dürfen, die gegen das Grundgesetz verstoßen, ist wohl allen bekannt, ebenso sein Rang über den Rechtsnormen. Es ist also beispielsweise klar, dass im StGB kein Straftatbestand mit der Todesstrafe bedroht werden darf. Aber worauf wollen Sie hinaus?


Verfolge die Diskussion und dann wirst du schon verstehen, was ich gemeint habe.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Katenberg » Mo 20. Aug 2018, 17:13

Nun, die Welt berichtet gerade, mit Verweis auf eine Studie der Uni Leiüzig, was sowieso offensichtlich ist: Die AfD wird sich in der Parteienlandschaft etablieren.
https://www.welt.de/politik/deutschland ... ow_twitter

Dabei ist es egal, welche Entwicklungen eintreten, diese Flanke ist geöffnet und kann durch das bestehende Parteienangebot nicht erfüllt werden - es ist auch gar nicht gewollt. Wenn dies auf linker Seite zu Schnappatmung führt sei an diese entwarnt: Es kann auch ein normales Resultat der eigenen geschafften Tatsachen sein. Mit der Transformation Deutschlands zu einem multiethnischen und multikulturellen Staat (O-Ton tagesschau) ist es völlig normal, dass die deutsche Bevölkerungsgruppe eine eigenständige Vertretung bekommt, wenn es nunmal der ehemals deutsche Staat nicht ist. Das tägliche Neuaushandeln des Konsens des Zusammenlebens ist nur auf dieser Basis möglich, denn wer soll den sonst handeln. Was vorweggenommen wird, sind Vorkommnisse, die wir auch in anderen Vorbildnationen finden können: Eine ethnische Parteienzuordnung. Ich verweise hier explizit auf das amerikanische Parteiensystem, in welchem, durch das Zwi Parteiensystem, nicht jede Ethnie ihre eigene Partei hat, sich Ethnien jedoch Parteien zuordnen, was ich innerhalb der letzten Wahlkämpfe nochmal auf die Trennlinien Weiß/Schwarz/Asiatisch/Latino weiter herunterbricht.
Gewiss ist die AfD nicht in der Position, als Interessenvertretung der deutschen Ethnie aufzutreten, jetzt jedenfalls, jedoch mit Blick auf die Zukunft, sehen die Entwicklung anders aus. Die daraus resultierende neue politische Achse verläuft zwischen Grünen als Interessenvertretung der arabischen und afrikanischen Minderheiten und der AfD mit dem oben erläuterten Anspruch, die zu vertreten "die schon länger hier leben". Dass die ethnische Komponente eine Rolle spielt, können wir recht gut am Verhalten der SPD bzgl möglicher Türkeihilfen sehen. Die türkischen Wähler stellen eine der klassischen und bisher wenig angetasteten Hochburgend er Sozialdemokraten dar und müssen bei Laune gehalten werden, wenn nicht diese auch abwandern sollen.

Das Erstarken der AfD ist demnach ebenso ein Symptom der Transformation zur multiethnischen Demokratie und damit zu einem bunten System des Ausgleichs der verschiedenen Gruppen, in der nicht mehr, wie jetzt, eine das Staatswesen dominiert.
There was blood upon t risers
there were brains upon t chute
Intestines were a-dangling from his paratroopers suit
He was a mess, they picked him up
and poured him from his boots
And he ain't gonna jump no more
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon jack000 » Mo 20. Aug 2018, 17:18

Alexyessin hat geschrieben:(20 Aug 2018, 14:07)
Du überzeichnest schon wieder. Zuwanderung? Nein, Flüchtlinge. Ich weiß das dir die Genauigkeit nicht wichtig ist. Und ja, der Terroanschlage Breitscheidplatz ist mir in Guter Erinnerung. Begangen von einem Idioten, der nicht mit dem 2015 Schwung kam.

Aus Wikipedia:
Amri reiste mit dem Beginn der Flüchtlingskrise am 6. Juli 2015 illegal nach Deutschland ein. Er meldete sich auf dem Polizeirevier Freiburg-Nord, gab an, er komme aus Tunesien und wolle Asyl beantragen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Anis_Amri
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"Wer die Sicherheit für Toleranz austauscht, der wird beides verlieren" (Dushan Wegner)
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon imp » Di 21. Aug 2018, 08:20

Die Schutzpartei aller Lesben, Schwulen, Transgender usw, solange sie nur im Bundesvorstand sind, fährt mal wieder eine Kampagne gegen eine Soldatin.
https://www.queer.de/detail.php?article_id=31770

Trollitiker der AfD haben am Wochenende mit weiterer Hetze und uninformiert-desinformierenden sowie diskriminierenden Stellungnahmen auf die Kritik reagiert, sich über eine transsexuelle Soldatin der Bundeswehr lustig zu machen und diese öffentlich vorzuführen.

Am Freitag hatte queer.de berichtet und kritisiert, wie sich die Bundestagsabgeordneten Jan Nolte und Corinna Miazga sowie der thüringische Landtagsabgeordnete Thomas Rudy an der Soldatin und der Bundeswehr abarbeiteten, weil diese in Frauenuniform ihren Arbeitgeber bei einem Stand der Verbrauchermesse "Ostbayernschau" in Straubing vertrat. Bei der tagelangen Kampagne arbeiteten einige AfDler auch mit dem Hetzportal "PI News" zusammen.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Polibu » Di 21. Aug 2018, 10:12

Nicht jeder ist so linksverdreht, dass er diesen Transfenderschwachsinn normal findet. Und noch befinden wir uns in einem Land mit freier Meinungsäußerung. Dieser Typ ist ein Mann und keine Frau. Sich über diesen dekadenten Wahnsinn lustig zu machen ist völlig angebracht. :)

Wäre natürlich gut, wenn dabei keine Namen genannt werden würden. Das war nicht Okay von den AfD-Leuten. Aber ansonsten habe ich mit dieser Meinung kein Problem.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Di 21. Aug 2018, 10:38



Die Flüchtlingskrise begann später.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Di 21. Aug 2018, 10:39

Polibu hat geschrieben:(21 Aug 2018, 10:12)

Nicht jeder ist so linksverdreht, dass er diesen Transfenderschwachsinn normal findet. Und noch befinden wir uns in einem Land mit freier Meinungsäußerung. Dieser Typ ist ein Mann und keine Frau. Sich über diesen dekadenten Wahnsinn lustig zu machen ist völlig angebracht. :)

Wäre natürlich gut, wenn dabei keine Namen genannt werden würden. Das war nicht Okay von den AfD-Leuten. Aber ansonsten habe ich mit dieser Meinung kein Problem.


Was ist denn bitte linksverdreht, wenn man liberal ist?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Tomaner » Di 21. Aug 2018, 11:33

Immer mehr Geflüchtete fassen auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß. Vor allem für junge Asylbewerber sieht BA-Chef Detlef Scheele gute Job-Aussichten. Der wichtigste Erfolgsfaktor seien immer noch die Sprachkenntnisse.



Vor allem junge Asylbewerber haben gute Chancen, in Deutschland Arbeit zu finden. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Geflüchteten gezogen.

Jüngsten Zahlen aus dem Mai zufolge fanden mehr als 300.000 Menschen aus den acht Haupt-Asylländern einen Job - und damit 88.000 mehr als im Jahr davor.

Damit seien die Erwartungen der BA leicht übertroffen worden, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur.

https://web.de/magazine/wirtschaft/ba-c ... t-33125254

Die Fakten holen die AfD ein. Deutsche Untergänge sehen eben anders aus.
Polibu

Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Polibu » Di 21. Aug 2018, 12:17

Alexyessin hat geschrieben:(21 Aug 2018, 10:39)

Was ist denn bitte linksverdreht, wenn man liberal ist?


Auch Liberale übertreiben hin und wieder mal.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Alexyessin » Di 21. Aug 2018, 12:19

Polibu hat geschrieben:(21 Aug 2018, 12:17)

Auch Liberale übertreiben hin und wieder mal.


Leben und leben lassen. Wo ist das Problem bei dir?
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Polibu » Di 21. Aug 2018, 12:20

Tomaner hat geschrieben:(21 Aug 2018, 11:33)

Immer mehr Geflüchtete fassen auf dem deutschen Arbeitsmarkt Fuß. Vor allem für junge Asylbewerber sieht BA-Chef Detlef Scheele gute Job-Aussichten. Der wichtigste Erfolgsfaktor seien immer noch die Sprachkenntnisse.



Vor allem junge Asylbewerber haben gute Chancen, in Deutschland Arbeit zu finden. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Geflüchteten gezogen.

Jüngsten Zahlen aus dem Mai zufolge fanden mehr als 300.000 Menschen aus den acht Haupt-Asylländern einen Job - und damit 88.000 mehr als im Jahr davor.

Damit seien die Erwartungen der BA leicht übertroffen worden, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur.

https://web.de/magazine/wirtschaft/ba-c ... t-33125254

Die Fakten holen die AfD ein. Deutsche Untergänge sehen eben anders aus.


Wie viele Fachkräfte sind denn dabei? Uns wurden Fachkräfte versprochen und keine Minijobber. Wie viele von denen versorgen sich denn komplett selber und sind nicht abhängig von Sozialleistungen? Das sind die interessanten Fragen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon sünnerklaas » Di 21. Aug 2018, 14:41

Polibu hat geschrieben:(21 Aug 2018, 12:20)

Wie viele Fachkräfte sind denn dabei? Uns wurden Fachkräfte versprochen und keine Minijobber. Wie viele von denen versorgen sich denn komplett selber und sind nicht abhängig von Sozialleistungen? Das sind die interessanten Fragen.


238.000 davon sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
sünnerklaas
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon sünnerklaas » Di 21. Aug 2018, 14:44

Tomaner hat geschrieben:(21 Aug 2018, 11:33)

Vor allem junge Asylbewerber haben gute Chancen, in Deutschland Arbeit zu finden. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat eine positive Zwischenbilanz bei der Integration von Geflüchteten gezogen.

Jüngsten Zahlen aus dem Mai zufolge fanden mehr als 300.000 Menschen aus den acht Haupt-Asylländern einen Job - und damit 88.000 mehr als im Jahr davor.

Damit seien die Erwartungen der BA leicht übertroffen worden, sagte BA-Vorstandschef Detlef Scheele der Deutschen Presse-Agentur.

https://web.de/magazine/wirtschaft/ba-c ... t-33125254


Wenn man pünktlich zur Arbeit erscheint, zuverlässig seine Arbeit macht und vielleicht sogar noch selbständig arbeiten kann, dann hat man keine Probleme auf dem Arbeitsmarkt.


Tomaner hat geschrieben:(21 Aug 2018, 11:33)
Die Fakten holen die AfD ein. Deutsche Untergänge sehen eben anders aus.


Jetzt wird bestimmt geklagt, Rico, Ronny, Kevin und Chantal hätten immer noch keine Arbeit und müssten "betteln" gehen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Polibu » Di 21. Aug 2018, 14:55

Edit:
Zuletzt geändert von Polibu am Di 21. Aug 2018, 19:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » Di 21. Aug 2018, 15:47

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)

Nein. Die CDU betreibt inzwischen die gleiche Politik wie die Grünen ("Refugees welcome"). Daran ist nichts pragmatisch. Es ist eine völlig verrückte Politik, unter deren Folgen noch unsere Enkel werden leiden müssen. Man lässt nicht einfach so Millionen kulturfremder Menschen ins Land, ausgerechnet aus Regionen, in denen Gewalttätigkeit an der Tagesordnung ist und bei viel zu vielen Menschen auch der Hass auf den Westen grassiert. Das kann man mit einiger Berechtigung völlig verrückt und gesellschaftlich suizidal nennen.


Wieder mal eine (fast) komplette Ansammlung der Klischees, die von Rechten gerne kolportiert werden, genau von den Rechten, die mit der Kultur, die sie angeblich bewahren möchten, eigentlich nichts zu tun haben. Eine der Grundlagen unserer Kultur ist nämlich die Humanität, die mit genau solchen Angstnachrichten verweigert werden soll. Der Grund für die Aufnahme ist die Flucht vor Krieg und Gewalt. Der wirklich große Hass, über den hier gesprochen werden könnte, ist aber der, der aus solchen Beiträgen geradezu quillt. Kulturfremd sind hier nur die Brunnenvergifter, die Angst sähen wollen. Nicht einer dieser "Helden" hat wirklich mit Flüchtlingen Kontakt gehabt, sie sprechen aus eigenen Ängsten heraus, damit kommt der Hass auf unsere Gesellschaft, die eben Herrenmenschentum NICHT gewährt, zum Ausdruck. Der Ärger, nicht den Status eines Bevorrechtigten zu haben. Und sie bringen zum Ausdruck, was sie selber täten, wären sie in dieser Lage. Statt durch Integration eine Anpassung und Anerkennung zu erreichen, einfach die eigenen Vorstellungen mit Gewalt durchsetzen wollen.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Selbst, wenn man dieses primäre Handeln akzeptierte, so muss ein Politiker doch auch die indirekten Folgen seines Handelns berücksichtigen. Es war doch vorauszusehen, dass große Teile der Deutschen mit dieser Politik nicht einverstanden sein würden, und dass eine eine kleinere Anzahl tatsächlich in den Rechtsextremismus getrieben würde. Und so blühen nun im Netz der Hass und die Verschwörungstheorien. Einem weisen, vorausdenkenden Politiker wäre so etwas nicht passiert.


"Große Teile der Deutschen" sind 15 %? Ehrlich, Julian, neben deinem aussichtslosen Streit mit der edlen Dame Mathematik sei dir gesagt: diese 15 % Brunnenvergifter können dahin gehen, wo der Pfeffer wächst. Vielleicht erleben sie dann sogar, warum all die Flüchtlinge zu uns kommen. Eine heilsame Lehre wäre das allemal.


Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Was soll ich daran überzeichnet haben? Die Zuwanderung von Millionen von Menschen soll keine besondere Sache sein, nicht der Rede wert? Der Kontrollverlust des Staates, und das in einem Staat, der für seine penible Bürokratie bekannt ist, soll nicht berichtenswert sein? Hast du wenigstens die Terroranschläge mitbekommen, die Europa erschüttert haben? Zählst du das auch zu den Ereignissen von 2015, die ich überzeichnet habe?


In deiner Fremdenhysterie überzeichnest du so gut wie alles, was du prophezeihst. Man braucht gar nicht ins Einzelne zu gehen, angesichts der Zahl von ca. 1.2 Mio. Flüchtlingen behaupten zu wollen, diese würden "unsere Kultur" gefährden, bei einer Einwohnerzahl von 82 Mio. in unserem Land, das zeigt schon die Verzerrtheit der Wahrnehmung, die du offensichtlich hast. Ebenso deine pauschale Behauptung von "Hass auf unsere Kultur". Dieser Hass ist bei Leuten wie dir offenbar wesentlich stärker ausgeprägt. Von einer "Kulturverteidigung" jedenfalls kann keine Rede sein. Genauso überzeichnest du eine angebliche Kriminalität von Migranten, wobei auch du hier bewußt Flüchtlinge und Zuwanderer aus wirtschaftlichen Gründen vermischst. Für die Bekämpfung solcher Kriminalität braucht Deutschland keine selbsternannten Hilfssheriffs wie dich oder noch Schlimmere aus der tiefbraunen Ecke. Du hat mit Migranten, welcher Art auch immer, keinen regelmäßigen Umgang, du kennst diese Menschen nur aus den Hetzschilderungen aus eben der braunen Ecke. Natürlich gibt es auch unter ihnen Menschen, die sich nicht an unsere Rechtsordnung halten wollen. Das müßte in der Tat schon wesentlich früher unterbunden werden und diejenigen, die unsere Gastfreundschaft mißbrauchen, brauchen wir in unserem Land nicht. Da muß auch nicht wirklich die große Rücksicht geübt werden, die z.B. im Falle Sami A. an den Tag gelegt wurde, über die Konsequenzen von Straftaten muß jeder sich im Klaren sein, und das verträgt sich auch nicht mit unseren humanitären Gedanken. Du aber überträgst diese Dinge auf ALLE, die hier um Asyl nachfragen. Und das ist eine Pauschalisierung, die weder unwidersprochen bleiben kann, noch akzeptabel ist. Für kriminelle Handlungen haben wir eine handlungsfähige Polizei und eine Justiz. Die ist dafür zuständig. Für pauschale Hetzereien ist das ungeeignet.


Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Versetze dich doch einmal zurück ins Jahr 2015: Die Flüchtlingspolitik wurde nicht nur von ihren Gegnern, sondern auch ihren Befürwortern, als etwas Großes empfunden, als eine schicksalhafte Entscheidung. Auch im Ausland wurde das so wahrgenommen. Das jetzt kleinreden zu wollen, wird die Leute nicht überzeugen.


Welche "die Leute" denn? Diejenigen, die von vornherein humanitäre Hilfe abgelehnt haben? Die braucht man nicht zu überzeugen. Die haben schon gehetzt nach dem Krieg über die Vertriebenen, ich selbst als Kind Vertriebener habe das "live" erleben dürfen, obwohl ich hier im Lande von einer deutschen Mutter geboren wurde, dann über die Gast- oder in der DDR die Vertragsarbeiter, ihre Söhne und Töchter haben dann über die Russlanddeutschen ("bekommen Hauser und Firmen vom Staat bezahlt, die nie existiert haben"), danach über die Kriegsflüchtlinge vom Balkan und jetzt die Hysterie bezüglich der Kriegsflüchtlinge aus dem nahen und mittleren Osten. Daß hierbei die Migranten aus Nordafrika stillschweigend eingemischt werden, zeugt eigentlich nur von der Verlogenheit deiner Aussagen, denn die gab es schon wesentlich länger, aber das Flüchtlingsgekreische ging doch erst 2015 los. Bis dahin haben Leute wie dich die Migranten aus dem Magrebh offenbar nicht gestört. Erst mit dem Anschwellen der Flüchtlingsströme ging es los. Wie glaubhaft kann so eine "Empörung" unter diesem Blickwinkel dann noch sein, Julian?


Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Auch die demographischen Auswirkungen der Flüchtlingspolitik sind phänomenal, nicht zuletzt durch die Alters- und Geschlechtsstruktur der Zuwanderer. Irgendwann wird man sich die Frage stellen müssen: Wer soll diesen Staat eigentlich noch tragen? Wie viele junge Männer, die loyal zu Deutschland sind, werden wir noch aufbieten können? Und wie wird ihr Zahlenverhältnis zu jenen sein, die nicht so loyal zu Deutschland sind, sondern beispielsweise den Koran über das Grundgesetz stellen?


Niemand stellt solche hirnrissigen Forderungen, das ist nur Polemik. Aber einem unbeeinflußten Dritten dürfte logisch erscheinen, daß vornehmlich "wehrfähige" junge Männer flüchten. Genau sie wären die Zielgruppe der Schergen der Despoten oder auch der Islamisten. Opas und kleine Kinder kann von denen Keiner brauchen. Aber, was man nicht erkennen will, wird man nicht erkennen, selbst, wenn man mit der Nase darauf gestoßen würde.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Es wäre Aufgabe der CDU gewesen, das konservative Spektrum in seiner ganzen Breite abzudecken. Das ist aber mit Leuten wie Merkel, Laschet und Günther nicht zu machen.


Es gibt keine "Aufgabe" irgendeiner Partei, extremistische Meinungen "abzudecken". Mit Konservativismus hat die Menschenhasserei aus der rechten Ecke eh nichts zu tun.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43) Von daher ist es normal, dass sich rechts der CDU eine neue Partei etabliert. Das wird so lange gutgehen, bis die neue CDU die rechten Stimmen durch linke ersetzen kann. Ich befürchte aber, dass man sich verrechnet hat, denn nun könnte die CDU zwischen AfD auf der rechten und den Grünen auf der linken Seite zerrieben werden.


Das würde voraussetzen, daß das rechtsradikale Potential in Deutschland wachsen würde. Beobachtet man aber die Entwicklung der verschiedenen Zustimmungsraten, dann fällt ins Auge, daß trotz aller Verlagerungen gerade die rechtsradikalen Gruppen nicht profitieren. Von daher sehe ich die AfD, selbst, wenn sie sich dauerhaft etablieren würde, als einfache Fortschreibung von NPD, DVU, Republikanern und ähnlichen Gruppierungen. Und Aufgrund der diversen "Vogelschiss-Behauptungen" und der Anleihen gerade der AfD-Führung bei Nazi-Reden und -Verhaltensweisen, ist es geradezu lächerlich hier etwas Anderes als eine (noch) kreidefressende Nazi-Vereinigung im Frühstadium zu sehen. Das wiederum wird gestützt durch Zusammenarbeit und Kontakte der AfD mit Identitären, die ohne Zweifel dem rechtsextremen Spektrum angehören.


Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Von der SPD ist ohnehin nicht mehr viel übrig, denn gestandene Arbeiter dürften eher AfD wählen und Lehrer dürften eher die Grünen cool finden.


Auch hierbei wäre anzumerken, daß die SPD NOCH IMMER mehr Zustimmung hat als die AfD. Und ob Letztere angesichts ihrer neoliberalen Ausrichtung eine adäquate Vertretung für die Interessen "gestandener Arbeiter" sein kann, darauf hat Tomaner schon die passende Antwort gegeben. Und die Lehrer, die ich so kannte, waren eher konservative Persönlichkeiten und neigten eher der CDU zu. Das ist aber eine individuelle Sicht. Ob Lehrer pauschal eher Grünen-Anhänger wären, wage ich erst mal in Zweifel zu ziehen. Nach meiner Erfahrung setzt sich die Anhängerschaft der AfD in erster Linie aus Menschen zusammen, die sich als benachteiligt ansehen. Und ebenso ist das nach dem, was ich so sehe, einfach nur eingebildeter Humbug, denn, wenn jemand anders die gleichen Leistungen, wie man selbst bekommt, ist das KEINE Benachteiligung, auch wenn dieser Dritte "nie was eingezahlt hat". Neid und Mißgunst sind keine guten Ratgeber.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Wer setzt sich denn vehement dafür ein, dass die Grenzen nicht geschützt und quasi jeder, der will, hierher kommen und Sozialleistungen beanspruchen darf? Das sind nun einmal Linksextreme - auch hier im Forum gibt's davon einige - an denen sich Merkel offenbar ein Vorbild genommen hat.


Die Einbildung, "geschützte Grenzen" seien geschlossene Grenzen, ist in rechten Kreisen weit verbreitet. Wer weit genug nach rechts gerückt ist, dessen Blickwinkel ist nun mal verzerrt "Wir und die anderen, wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Und da Linke gegen uns sind, muß jeder, der nicht mit uns in ein Horn blasen will, linksradikal sein". Das ist kurz und knapp das Weltbild, das dir hier die "Linksradikalität" liefert. :D

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Einige Linke haben freilich inzwischen erkannt, dass ein Sozialstaat nur mit Grenzen möglich ist, wobei dann einige Linke lieber Grenzen haben wollen (z.B. Wagenknecht & Co.), und einige andere Linke lieber den Sozialstaat zurückstutzen wollen (z.B. der Berufs-Sohn und Multimillionär Augstein).


Auch dir sei auf die Stirn geschrieben, daß z.B. Jordanien oder der Libanon von "an Grenzen stoßen" reden könnten, angesichts der Belastungen durch Flüchtlinge. Was du hier auftischst, ist einfach nur Geheule auf allerhöchstem Niveau. Verwöhnte Wohlstandskinder, die den Untergang des Abendlandes wittern, weil ihnen das Ladekabel ihres Smartphones abhanden kam. Mehr Substanz ist da nicht.

Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Dich habe ich im übrigen immer für einen Befürworter offener Grenzen gehalten; du erschienst mir als ein typischer Unterstützer der Merkelschen Hippie-Politik. Korrigiere mich, wenn ich falsch liege; dann müssten wir aber auch über Zurückweisungen an der Grenze sprechen und über Artikel 16a GG, aus dem hervorgeht, dass schätzungsweise 99% der Flüchtlinge der letzten Jahre keinen Rechtsanspruch auf Asyl in Deutschland hatten.


Und immer noch nicht geschnallt, daß es das sog. "Selbsteintrittsrecht" von EU-Staaten gibt? Kannst du oder willst du das nicht verstehen?



Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Siehe oben. Vielleicht liest du ausländische Zeitungen, um mal wieder eingenordet zu werden und zu erfahren, was normal ist und was nicht.



Was soll denn an der CDU-Politik noch konservativ sein? Ich erkenne daran nichts Konservatives mehr.


Konservativismus ist auch etwas Anderes als die Flüchtlingsbauchschmerzen, die dich offenbar plagen. :D



Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Viele ehemalige CDU-Wähler werden wohl gar nicht mehr wählen, andere werden Protest wählen, und einige andere werden mit Überzeugung AfD wählen. Eine rechtsextreme Partei (wie die NPD) werden glücklicherweise nur wenige wählen.


Die CDU hat eine treuere Stammwählerschaft als Ein-Themen-Protestparteien wie die AfD.


Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Was sollen denn daran Fakten sein? Das sind Meinungen! Ich erkenne im AfD-Programm nichts Rechtsextremes. Es gibt einige Personen, die rechtsextrem eingeordnet werden könnten, diese sind aber (bisher?) eine Minderheit. Neonazis habe ich in der AfD bisher nicht gesehen. Ich gestehe aber gerne zu, dass auch ich mir Sorgen über die Entwicklung mache.


Was man nicht sehen will, wird man nicht sehen. Das habe ich dir bereits schon einmal geschrieben. Es scheint inzwischen auch so, daß eben die Nazis und der Parteiflügel um Höcke der bestimmende Teil der AfD werden.


Julian hat geschrieben:(20 Aug 2018, 13:43)Wenn es so weiter geht und sich die Grünen auf der einen und die AfD auf der anderen Seite weiter radikalisieren, könnte es aber genau darauf hinauslaufen.

Aber das wusste Merkel ja, oder etwa nicht? Oder könnte es sein, dass diese Frau nicht weiter als um die nächste Straßenecke denkt und viel von Taktik, aber nichts von Strategie weiß? Auch das würde in die deutsche Tradition passen.

Tja, hätte man eben Maß gehalten, dann hätte man weder Probleme mit den Flüchtlingen noch mit Rechtsextremismus. Es hätte so einfach sein können.


...in der Parallelwelt der Rechtsextremen. Einfach den Rechten nachgeben und alles wäre gut. Nun, wie gut sie würden, zeigt unsere Geschichte. Und deshalb ist es nur gut, daß hier bereits den Anfängen Halt geboten wird. Das Gekreische, es sei undemokratisch, den Mißbrauch der Demokratie durch die Demagogen zu verhindern, wird einfach im Wald verhallen.
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon zollagent » Di 21. Aug 2018, 16:09

Polibu hat geschrieben:(21 Aug 2018, 12:20)

Wie viele Fachkräfte sind denn dabei? Uns wurden Fachkräfte versprochen und keine Minijobber. Wie viele von denen versorgen sich denn komplett selber und sind nicht abhängig von Sozialleistungen? Das sind die interessanten Fragen.

"Versprochen" wurden doch eher die Ansprüche von Rechtsdraußen, wer alles kommen dürfe. Was an Versprechungen eingelöst wurde, ist die Gewährung humanitärer Hilfe für Menschen, die vor Krieg und Verfolgung flohen. Auch, wenn unsere Rechtsdraußen gerne etwas Anderes daraus machen möchten, DAS hatte Vorrang, und nicht irgendwelche zweifelhaften Selbstversprechungen von rechter Seite, die eher an eine Aussage Himmlers erinnern.
Auszug:
Ob die anderen Völker in Wohlstand leben oder ob sie verrecken vor Hunger, das interessiert mich nur soweit, als wir sie als Sklaven für unsere Kultur brauchen, anders interessiert mich das nicht.


Diese Zeiten sind vorbei, und ich werde einer derjenigen sein, der mithilft, dafür zu sorgen, daß sie auch Vergangenheit bleiben!
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Paperbackwriter » Di 21. Aug 2018, 16:39

[quote="Katenberg"](20 Aug 2018, 17:13)

Nun, die Welt berichtet gerade, mit Verweis auf eine Studie der Uni Leiüzig, was sowieso offensichtlich ist: Die AfD wird sich in der Parteienlandschaft etablieren.

Sehe ich auch so. Deine Einschätzung, wie sich die BRD transformieren wird, teile ich zu 100 %
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Katenberg » Di 21. Aug 2018, 18:14

Paperbackwriter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 16:39)


Nun, das ist keine Vorhersage, es ist viel mehr ein mögliches Szenario. Es kann durchaus anders kommen.
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and poured him from his boots
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Re: Sammelstrang: Alternative für Deutschland (AfD)

Beitragvon Selina » Di 21. Aug 2018, 18:25

Paperbackwriter hat geschrieben:(21 Aug 2018, 16:39)



Ja sicher, das hat sie ja bereits getan (das bezieht sich auf deinen Satz "Nun, die Welt berichtet gerade, mit Verweis auf eine Studie der Uni Leiüzig, was sowieso offensichtlich ist: Die AfD wird sich in der Parteienlandschaft etablieren", den man leider nicht sieht, wenn man hier auf die Zitierfunktion geht). Allerdings wird sie sich immer unter 20 Prozent bewegen. Eher Richtung 15 Prozent. Mehr ist nicht drin. Das deckt sich auch mit den allgemeinen Erkenntnissen über die immer schon vorhandenen etwa 10 bis 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, die rechtsradikalen Auffassungen zu bestimmten Themenkreisen anhängen. Diese Leute gab es immer schon. Das Neue ist nur: Sie äußern sich wegen der Anwesenheit der Neuen Rechten in den Parlamenten neuerdings etwas frecher und lauter. Ich glaube, dass die "Volksvertreter" sich nun so öffentlich präsentieren (müssen), hat auch was Gutes. So bleiben die Neurechten gewissermaßen unter gesellschaftlicher Kontrolle.

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