Die Zukunft der SPD

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Wähler
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Wähler » Do 21. Jan 2021, 17:16

Welt 4. Juni 2016 Ist die SPD noch zu retten?
https://www.welt.de/print/die_welt/deba ... etten.html
"Überzeugende Antworten auf die Megatrends Globalisierung, Migration und Digitalisierung fehlen. Das zeigt sich vor allem beim Thema Sicherheit. Die Bürger definieren Sicherheit heute umfassender als früher: ökonomisch, sozial und innen- und außenpolitisch...
Die besseren Kümmerer sind die Kommunen. Ihre Eigenverantwortung durch eine Politik der intelligenten Subsidiarität und Dezentralität zu stärken, ist moderne Heimatpolitik. Ziel sind gleichartige, nicht gleiche Lebensverhältnisse."

Denke europäisch, vergleiche national, handle regional und lokal. Vielleicht hilft der SPD eine Nachdenkpause in der Opposition.
Zeitungstexte bei Genios mit Bibliotheksausweis kostenlos: https://www.wiso-net.de/login?targetUrl=%2Fdosearch (Zugang auch bundesweit)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Kohlhaas » Do 21. Jan 2021, 17:52

Wähler hat geschrieben:(21 Jan 2021, 17:16)

Welt 4. Juni 2016 Ist die SPD noch zu retten?
https://www.welt.de/print/die_welt/deba ... etten.html
"Überzeugende Antworten auf die Megatrends Globalisierung, Migration und Digitalisierung fehlen. Das zeigt sich vor allem beim Thema Sicherheit. Die Bürger definieren Sicherheit heute umfassender als früher: ökonomisch, sozial und innen- und außenpolitisch...
Die besseren Kümmerer sind die Kommunen. Ihre Eigenverantwortung durch eine Politik der intelligenten Subsidiarität und Dezentralität zu stärken, ist moderne Heimatpolitik. Ziel sind gleichartige, nicht gleiche Lebensverhältnisse."

Denke europäisch, vergleiche national, handle regional und lokal. Vielleicht hilft der SPD eine Nachdenkpause in der Opposition.

Puhhhh....

Ich mag ja eigentlich die "Welt". Aber dieser Essay ist definitiv kein Glanzstück. Wenn man nicht mal eine Überschrift, die aus nur sechs Worten besteht, fehlerfrei hinkriegt, dann lässt das für den folgenden Text nichts Gutes hoffen. So kam es dann auch....

Lauter in sich widersprüchliche Aussagen. Und dann so Plattheiten wie "Die besseren Kümmerer sind die Kommunen". Sehr erhellend. Auf der Ebene der Kommunen hat die SPD doch gar kein Problem. Sie ist auf der Ebene der Bundespolitik ins Bodenlose abgerutscht. Was soll da der Hinweis auf angeblich mangelnde Rücksicht auf "lokale Fragen"? Und das auch noch garniert mit der Vorbemerkung, dass die Bürger auch AUßENPOLITISCH überzeugendere Antworten wollen???

Recht hat der Autor insofern, dass die Partei innerlich zerrissen ist, sich jetzt in der Opposition regenerieren sollte und ganz dringend nach Personen/Charakteren suchen sollte, die einigermaßen kompetent und glaubwürdig sind. Mir fällt an der Stelle immer wieder unser Außenminister ein. Der Posten des Außenministers war in der Vergangenheit immer so eine Art "Freibrief", ganz abgehoben von innerdeutschem Gezänkt "glänzen" zu können. Und was macht Maas? Glänzt der etwa? Mein Gott, der ist fast so schlimm wie Scheuer. Auch das sagt einiges über den heutigen Zustand der SPD aus.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Cobra9 » Do 21. Jan 2021, 18:25

Kohlhaas hat geschrieben:(21 Jan 2021, 17:52)

Puhhhh....

Ich mag ja eigentlich die "Welt". Aber dieser Essay ist definitiv kein Glanzstück. Wenn man nicht mal eine Überschrift, die aus nur sechs Worten besteht, fehlerfrei hinkriegt, dann lässt das für den folgenden Text nichts Gutes hoffen. So kam es dann auch....

Lauter in sich widersprüchliche Aussagen. Und dann so Plattheiten wie "Die besseren Kümmerer sind die Kommunen". Sehr erhellend. Auf der Ebene der Kommunen hat die SPD doch gar kein Problem. Sie ist auf der Ebene der Bundespolitik ins Bodenlose abgerutscht. Was soll da der Hinweis auf angeblich mangelnde Rücksicht auf "lokale Fragen"? Und das auch noch garniert mit der Vorbemerkung, dass die Bürger auch AUßENPOLITISCH überzeugendere Antworten wollen???

Recht hat der Autor insofern, dass die Partei innerlich zerrissen ist, sich jetzt in der Opposition regenerieren sollte und ganz dringend nach Personen/Charakteren suchen sollte, die einigermaßen kompetent und glaubwürdig sind. Mir fällt an der Stelle immer wieder unser Außenminister ein. Der Posten des Außenministers war in der Vergangenheit immer so eine Art "Freibrief", ganz abgehoben von innerdeutschem Gezänkt "glänzen" zu können. Und was macht Maas? Glänzt der etwa? Mein Gott, der ist fast so schlimm wie Scheuer. Auch das sagt einiges über den heutigen Zustand der SPD aus.



Leider korrekt. Ich finde einfach die SPD müsste grundsätzlich sich neu aufstellen
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Kohlhaas » Do 21. Jan 2021, 19:26

Cobra9 hat geschrieben:(21 Jan 2021, 18:25)

Leider korrekt. Ich finde einfach die SPD müsste grundsätzlich sich neu aufstellen

Genau. Und sie müsste das insbesondere im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik tun. Welchen Bedarf es dafür gibt, hat seinerzeit die Kandidatur von Martin Schulz gezeigt. Auf einmal war die SPD fast gleichauf mit der CDU. Da ging es nicht um lokale Themen. Da ging es um Europa. Mit dem gleichen "Thema" ist Macron Präsident in Frankreich geworden.

Auf kommunaler, lokaler Ebene hat die SPD überhaupt kein Defizit. Da kennt jeder Wähler jeden Wählbaren persönlich. Da geht es dann auch nur grenzweise um das "Parteibuch". Da hat man bestenfalls Voreingenommenheiten, aber keine Parteibuchwahl. Jedenfalls nicht in der SPD. Auf Bundesebene habe ich nie CDU gewählt, auf lokaler Ebene aber schon. Das ist einfach was anderes.

Ja, ich stimme Dir zu. Die SPD muss sich neu aufstellen. Dazu muss sie erstmal aus der GroKo raus. Das beseitigt dann zumindest schonmal die innerparteilichen Streitigkeiten zwischen Befürwortern und Gegnern der GroKo. Dann muss aus der Opposition heraus sowas wie eine "innere Nabelschau" erfolgen. Zur Ruhe kommen, den eigenen Weg wiederfinden. Ich denke, dass die SPD das auch schaffen wird. Jedenfalls wäre es mehr als tragisch, wenn so eine traditionsreiche Partei, die so viel erreicht hat, auf das Niveau z.B. der FDP verkommen würde. FDP. Die Abkürzung für "Fast Drei Prozent"
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Cobra9 » Do 21. Jan 2021, 19:36

Kohlhaas hat geschrieben:(21 Jan 2021, 19:26)

Genau. Und sie müsste das insbesondere im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik tun. Welchen Bedarf es dafür gibt, hat seinerzeit die Kandidatur von Martin Schulz gezeigt. Auf einmal war die SPD fast gleichauf mit der CDU. Da ging es nicht um lokale Themen. Da ging es um Europa. Mit dem gleichen "Thema" ist Macron Präsident in Frankreich geworden.

Auf kommunaler, lokaler Ebene hat die SPD überhaupt kein Defizit. Da kennt jeder Wähler jeden Wählbaren persönlich. Da geht es dann auch nur grenzweise um das "Parteibuch". Da hat man bestenfalls Voreingenommenheiten, aber keine Parteibuchwahl. Jedenfalls nicht in der SPD. Auf Bundesebene habe ich nie CDU gewählt, auf lokaler Ebene aber schon. Das ist einfach was anderes.

Ja, ich stimme Dir zu. Die SPD muss sich neu aufstellen. Dazu muss sie erstmal aus der GroKo raus. Das beseitigt dann zumindest schonmal die innerparteilichen Streitigkeiten zwischen Befürwortern und Gegnern der GroKo. Dann muss aus der Opposition heraus sowas wie eine "innere Nabelschau" erfolgen. Zur Ruhe kommen, den eigenen Weg wiederfinden. Ich denke, dass die SPD das auch schaffen wird. Jedenfalls wäre es mehr als tragisch, wenn so eine traditionsreiche Partei, die so viel erreicht hat, auf das Niveau z.B. der FDP verkommen würde. FDP. Die Abkürzung für "Fast Drei Prozent"


Ich finde die SPD bzw ihre ursprüngliche Richtung /Idee gar nicht schlecht. Aber ich hab nicht deinen Optimismus generell.

Ich muss aber tatsächlich auch erwähnen das es tatsächlich gute SPD Politiker noch gibt.



Siemtje Möller hebe Ich heraus. Sie hat sich Zeit genommen, zugehört und war informiert über die Bundeswehr ect.

Natürlich ergaben sich auch Standpunkte die nicht kompatibel waren. Trotzdem es war ein respektvoller, guter Austausch.

Damit habe Ich dann auch keine Probleme das man teilweise unterschiedliche Meinungen hat. Weil diese Frau bemüht sich tatsächlich ihren Job zu machen.

Ich bin überzeugt es gibt mehr als nur so Eine :)

Davon braucht die Partei mehr.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon olli » Do 21. Jan 2021, 19:44

Kohlhaas hat geschrieben:Ja, ich stimme Dir zu. Die SPD muss sich neu aufstellen.


Seit wieviel Jahren wird das nun beschwört ? Seit wieviel Jahren wird angemahnt das die SPD zu ihrer linken Basis zurückfinden muss ? Und seit wieviel Jahren ignoriert das Präsidium die Forderungen, stellt immer wieder neoliberale Schröder-Jünger als Kanzlerkandidat auf ? Nahles hat doch nicht umsonst die Fleppen hingeschmissen. Die Zukunft der SPD liegt bei weniger als 5% und das ist berechtigt. Ich kann es nicht mehr ertragen wenn SPD-Anhänger immer noch von einer Volkspartei fabulieren. Das sind sie schon lange nicht mehr und ich hoffe das bei der nächsten Wahl das reinigende Gewitter über die SPD hereinbricht. Diese Pöstchenlecker denen es reicht das sie mit Pfründen versorgt werden und denen es nur um ihren eigenen Vorteil geht kann ich nicht mehr ausstehen. Keine 5%, das ist das einzige was dieses tote Pferd verdient.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Teeernte » Do 21. Jan 2021, 19:56

Kohlhaas hat geschrieben:(21 Jan 2021, 19:26)

Genau. Und sie müsste das insbesondere im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik tun. Welchen Bedarf es dafür gibt, hat seinerzeit die Kandidatur von Martin Schulz gezeigt. Auf einmal war die SPD fast gleichauf mit der CDU. Da ging es nicht um lokale Themen. Da ging es um Europa. Mit dem gleichen "Thema" ist Macron Präsident in Frankreich geworden.

Auf kommunaler, lokaler Ebene hat die SPD überhaupt kein Defizit. Da kennt jeder Wähler jeden Wählbaren persönlich. Da geht es dann auch nur grenzweise um das "Parteibuch". Da hat man bestenfalls Voreingenommenheiten, aber keine Parteibuchwahl. Jedenfalls nicht in der SPD. Auf Bundesebene habe ich nie CDU gewählt, auf lokaler Ebene aber schon. Das ist einfach was anderes.

Ja, ich stimme Dir zu. Die SPD muss sich neu aufstellen. Dazu muss sie erstmal aus der GroKo raus. Das beseitigt dann zumindest schonmal die innerparteilichen Streitigkeiten zwischen Befürwortern und Gegnern der GroKo. Dann muss aus der Opposition heraus sowas wie eine "innere Nabelschau" erfolgen. Zur Ruhe kommen, den eigenen Weg wiederfinden. Ich denke, dass die SPD das auch schaffen wird. Jedenfalls wäre es mehr als tragisch, wenn so eine traditionsreiche Partei, die so viel erreicht hat, auf das Niveau z.B. der FDP verkommen würde. FDP. Die Abkürzung für "Fast Drei Prozent"



Mir fällt dazu immer :



ein.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Realist2014 » Do 21. Jan 2021, 20:03

olli hat geschrieben:(21 Jan 2021, 19:44)

Seit wieviel Jahren wird das nun beschwört ? Seit wieviel Jahren wird angemahnt das die SPD zu ihrer linken Basis zurückfinden muss ? nt.



Links gibt es schon die SED-Nachfolger.

Die zukunft ist nicht links
Laut Aussage der linken Ideologen sind alle ökonomisch erfolgreichen dumm, und die wahre Intelligenz tritt sich in der untersten ökonomischen Etage auf die Füße.....daher muss diese Etage ausgebaut werden
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Teeernte » Do 21. Jan 2021, 20:19

Realist2014 hat geschrieben:(21 Jan 2021, 20:03)

Links gibt es schon die SED-Nachfolger.

Die zukunft ist nicht links


SPD - war mal die Partei der Werktätigen....früher ...wo man die noch wählen konnte.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Kohlhaas » Do 21. Jan 2021, 20:39

olli hat geschrieben:(21 Jan 2021, 19:44)

Seit wieviel Jahren wird das nun beschwört ? Seit wieviel Jahren wird angemahnt das die SPD zu ihrer linken Basis zurückfinden muss ? Und seit wieviel Jahren ignoriert das Präsidium die Forderungen, stellt immer wieder neoliberale Schröder-Jünger als Kanzlerkandidat auf ? Nahles hat doch nicht umsonst die Fleppen hingeschmissen. Die Zukunft der SPD liegt bei weniger als 5% und das ist berechtigt. Ich kann es nicht mehr ertragen wenn SPD-Anhänger immer noch von einer Volkspartei fabulieren. Das sind sie schon lange nicht mehr und ich hoffe das bei der nächsten Wahl das reinigende Gewitter über die SPD hereinbricht. Diese Pöstchenlecker denen es reicht das sie mit Pfründen versorgt werden und denen es nur um ihren eigenen Vorteil geht kann ich nicht mehr ausstehen. Keine 5%, das ist das einzige was dieses tote Pferd verdient.

Da wurde nichts "beschwört". Da ist vielleicht dann und wann mal was "beschworen" worden.

Ich habe kein Problem damit, wenn jemand die SPD für überflüssig hält. Ich denke nur nach wie vor, dass es die traditionsreichste Partei in Deutschland ist. Darüber hinaus die einzige, die in unmenschlichen Zeiten ihre Ehre bewahrt hat. Und schließlich die Partei, die sichergestellt hat, dass die meisten Menschen in Deutschland heute in Würde leben können. Ja, sie hätte mehr tun können, die alte SPD. Aber es gibt sonst niemanden, der auch nur annhähernd so viel getan hätte. Ohne diese Partei würde es uns heute vermutlich ziemlich dreckig gehen in diesem Land.

Wie auch immer: Die heutige SPD mag ich gar nicht. Die muss sich ganz dringend ändern.
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Cobra9 » Fr 22. Jan 2021, 05:39

Die SPD kann sich auch umtaufen in Russland Zäpfchen 2.0


https://www.rnd.de/politik/spd-politike ... ZDXHA.html

Eventuell hat man dann sugar mehr Wähler. Putin gefällt doch einigen Menschen.
Immer wieder grüßt das Murmeltier

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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 22. Jan 2021, 07:47

Cobra9 hat geschrieben:(22 Jan 2021, 05:39)

Die SPD kann sich auch umtaufen in Russland Zäpfchen 2.0


https://www.rnd.de/politik/spd-politike ... ZDXHA.html

Eventuell hat man dann sugar mehr Wähler. Putin gefällt doch einigen Menschen.

Matthias Platzek ist nicht die SPD. Er war mal kurz Vorsitzender der Partei und strich dann schnell die Segel. Persönlich und politisch überfordert.

Seinen Irrweg einer völlig abstrusen EU-Sicherheitsarchitektur mit Rußland als Sicherheitspartner und -garanten kann man genauso einordnen wie die Rolle des SPD-Mitglieds Gas-Gerd, der Putin nachwievor als lupenreinen Demokraten ansieht oder zumindest als solchen hierzulande notorisch-verharmlosend verkaufen will.

Die persönlichen Motive der beiden mögen unterschiedlich sein, dafür in der politischen Konsequenz umso realitätsverdrängender und wirrer. Wie auch immer man diese beiden
Putinisten in ihren fragwürdigen politischen Positionen bewerten will.

Sie sind aber nicht die SPD.

Die Partei ist meiner Meinung nach - besonders an der Basis - tief gespalten in ihrer Haltung und Position gegenüber Putin und der Kremlmafia.

Auch wenn eine Pro-Putin Apologetin Schwesig derzeit den öffentlichen Kurs der SPD mit ihrer scheinheiligen Nordstream2-Befürwortung eher in Richtung Platzek befeuert, ist das nicht die SPD. Sondern allenfalls Ausdruck jenes Teils der Partei, der schon immer rußlandaffin war.

Sprich, dem kleinen Irrsinn anhängt, mit den jeweiligen Regimen dieses Landes könne es nach WWII eine bessere, europäische, sicherheitspolitische Antwort geben als innerhalb der Nato und unserem nachwievor unumstittenen Sicherheits- und Friedensgaranten USA.

Diese persönliche Platzek-Sondermeinung und die aktuelle, scheinheiige Schwesig'sche (wirtschaftspolitische) Appeasementpolitik gegenüber der Kremlmafia wird nur noch von den Nato-Austrittsforderungen der notorischen Iwanpartei "Die Linke" übertroffen. Allerdigs mit dem Unterschied, daß Letztere einen parteipolitischen, antiamerikanischen und prorussischen Gesamtkurs repräsentiert, den auch die Basis in großer Mehrheit gouttiert und präferiert.
Etwaige Restbedenken werden dann vom advocato diavolo Gysi rhetorisch-lustig weggekaspert.

Und das ist in der SPD nicht so. Die Partei als Ganzes ist sicher nicht das "Rußlandzäpfchen 2.0".
Senexx

Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Fr 22. Jan 2021, 08:21

Welche Stimmen in der SPD widersprechen den denn hier von Ihnen namentlich erwähnten Putinfreunden und -appeasern, so dass Sie mit Fug und Recht behaupten können, die SPD sei in dieser Frage gespalten?
Eulenwoelfchen

Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 22. Jan 2021, 08:29

Senexx hat geschrieben:(22 Jan 2021, 08:21)

Welche Stimmen in der SPD widersprechen den denn hier von Ihnen namentlich erwähnten Putinfreunden und -appeasern, so dass Sie mit Fug und Recht behaupten können, die SPD sei in dieser Frage gespalten?

Wieso sollte ich ausgerechnet Ihnen antworten? - Da kann ich ja gleich eine Betonwand anbellen. ;)
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Teeernte » Fr 22. Jan 2021, 08:30

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(22 Jan 2021, 07:47)

Matthias Platzek ist nicht die SPD. Er war mal kurz Vorsitzender der Partei und strich dann schnell die Segel. Persönlich und politisch überfordert.

.


Das ewige Schauspiel : Don Camillo und Peppone ...

Liegt nur daran - dass die SPD immer noch einer "Art" Fernziel des Sozialismus // Kommunismus hinterherhinkt - und nicht bemerkt hat- das es für solch Art Gesellschaft NIE die Menschen geschweige eine Mehrheit geben wird.

Das Märchen ist in alten Liedern gut besungen. Wenn Du Siegmar auch singen hören willst ??

Solange die Partei es nicht schafft Nah - und Fernziel und den Personenkreis , für den Sie eintritt zu benennen -----

..bleibt es beim Märchen von Lenin....dargestellt im Film als Peppone - die SPD in Realität - macht daraus als Selbstdarsteller ein Trauerspiel.
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D
Senexx

Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Fr 22. Jan 2021, 08:38

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(22 Jan 2021, 08:29)

Wieso sollte ich ausgerechnet Ihnen antworten? - Da kann ich ja gleich eine Betonwand anbellen. ;)

Weil ich höflich gefragt habe.

Ich wäre erleichtert, wenn ich annehmen könnte, die SPD sei noch nicht ganz im Putin-Lager.

Der Mensch braucht auf Hoffnung.
Eulenwoelfchen

Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 22. Jan 2021, 08:49

Senexx hat geschrieben:(22 Jan 2021, 08:38)

Weil ich höflich gefragt habe.

Ich wäre erleichtert, wenn ich annehmen könnte, die SPD sei noch nicht ganz im Putin-Lager.

Der Mensch braucht auf Hoffnung.


Auch wenn Löwe in Schafffell kleidet, man erkennt an Beinen. ;)
Eulenwoelfchen

Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Eulenwoelfchen » Fr 22. Jan 2021, 08:51

Teeernte hat geschrieben:(22 Jan 2021, 08:30)

Das ewige Schauspiel : Don Camillo und Peppone ...

Liegt nur daran - dass die SPD immer noch einer "Art" Fernziel des Sozialismus // Kommunismus hinterherhinkt - und nicht bemerkt hat- das es für solch Art Gesellschaft NIE die Menschen geschweige eine Mehrheit geben wird.

Das Märchen ist in alten Liedern gut besungen. Wenn Du Siegmar auch singen hören willst ??

Solange die Partei es nicht schafft Nah - und Fernziel und den Personenkreis , für den Sie eintritt zu benennen -----

..bleibt es beim Märchen von Lenin....dargestellt im Film als Peppone - die SPD in Realität - macht daraus als Selbstdarsteller ein Trauerspiel.


Kann man so sehen. :D
Zusammengefasst: Dafür wird die Gesamtpartei SPD aber auch massiv abgestraft. Ja, auch zurecht. ;) - Das Dilemma ist halt, dass die Alternativen - für mich zumindest - durchgängig (in deutlichen Ablehnungsstufen bis zum braunen AfD-Ende hin) nicht gerade prickelnd sind. Mild formuliert in ziemlich üblen Krötenschluckversuchen enden.

Das werfe ich der SPD - was mich angeht - vor: Sie verdammt mich schon länger zum Nichtwählen. Interessiert zwar niemanden>>>eidruff. Gell. ;)
Senexx

Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Senexx » Fr 22. Jan 2021, 08:53

Vor einer Woche hat die SPD-Bundestagsfraktion wohl eine Erklärung zur Verteidigung von Nordstream 2 veröffentlicht

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/ ... 45492.html
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Re: Die Zukunft der SPD

Beitragvon Cobra9 » Fr 22. Jan 2021, 09:59

Eulenwoelfchen hat geschrieben:(22 Jan 2021, 07:47)

Matthias Platzek ist nicht die SPD. Er war mal kurz Vorsitzender der Partei und strich dann schnell die Segel. Persönlich und politisch überfordert.

Seinen Irrweg einer völlig abstrusen EU-Sicherheitsarchitektur mit Rußland als Sicherheitspartner und -garanten kann man genauso einordnen wie die Rolle des SPD-Mitglieds Gas-Gerd, der Putin nachwievor als lupenreinen Demokraten ansieht oder zumindest als solchen hierzulande notorisch-verharmlosend verkaufen will.

Die persönlichen Motive der beiden mögen unterschiedlich sein, dafür in der politischen Konsequenz umso realitätsverdrängender und wirrer. Wie auch immer man diese beiden
Putinisten in ihren fragwürdigen politischen Positionen bewerten will.

Sie sind aber nicht die SPD.

Die Partei ist meiner Meinung nach - besonders an der Basis - tief gespalten in ihrer Haltung und Position gegenüber Putin und der Kremlmafia.

Auch wenn eine Pro-Putin Apologetin Schwesig derzeit den öffentlichen Kurs der SPD mit ihrer scheinheiligen Nordstream2-Befürwortung eher in Richtung Platzek befeuert, ist das nicht die SPD. Sondern allenfalls Ausdruck jenes Teils der Partei, der schon immer rußlandaffin war.

Sprich, dem kleinen Irrsinn anhängt, mit den jeweiligen Regimen dieses Landes könne es nach WWII eine bessere, europäische, sicherheitspolitische Antwort geben als innerhalb der Nato und unserem nachwievor unumstittenen Sicherheits- und Friedensgaranten USA.

Diese persönliche Platzek-Sondermeinung und die aktuelle, scheinheiige Schwesig'sche (wirtschaftspolitische) Appeasementpolitik gegenüber der Kremlmafia wird nur noch von den Nato-Austrittsforderungen der notorischen Iwanpartei "Die Linke" übertroffen. Allerdigs mit dem Unterschied, daß Letztere einen parteipolitischen, antiamerikanischen und prorussischen Gesamtkurs repräsentiert, den auch die Basis in großer Mehrheit gouttiert und präferiert.
Etwaige Restbedenken werden dann vom advocato diavolo Gysi rhetorisch-lustig weggekaspert.

Und das ist in der SPD nicht so. Die Partei als Ganzes ist sicher nicht das "Rußlandzäpfchen 2.0".


Rund 50 der Mitglieder wo höhere Politik machen agieren ähnlich wie Platzeck. Ich habe davon die Nase voll.

Ich habe ein Beispiel genannt.
Diese Dame ist für Mich was die SPD braucht obwohl Ich ihre Meinung nicht immer teilen möchte. Auch im Russland Fragen. Tut mir leid aber gewisse Struktur muss wieder anders werden.
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