Kirchensubventionen stoppen

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Ein Terraner
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » So 4. Jun 2017, 15:39

Kritikaster hat geschrieben:(04 Jun 2017, 15:27)

Ah, okay, das meinst Du.

Wesentlicher ist aus meiner Sicht zwar das Lob für omgs Bereitschaft, etwas zu ändern, aber ja, grundsätzlich kann niemand, der mit bestehenden Zuständen unzufrieden ist, darauf hoffen, dass andere das in ihrem Sinne "richten".
Dies gesagt, ist es natürlich ein Trugschluß, meinen Aufruf zu Eigeninitiative damit gleichzusetzen, dass ich "diese Art der Diskriminierung (Deine Wertung) also für in Ordnung" hielte.


Ich finde das in Deutschland vom staatlichen Schulsystem zu erwarten wäre das bei diesem Thema niemand benachteiligt wird, wenn dann würde ich es eher anders herum erwarten. Staatlich organisierter allgemeiner Ethik unterricht als Plicht für alle und ein Privatvergnügen wie Religion als optionaler Zusatzunterricht(Kirchlich finanziert, mit Raummiete ;) ). Sich etwas im Grunde selbstverständliches zu erkämpfen sollte eigentlich nicht Aufgabe von einzelnen Bürgern sein.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » So 4. Jun 2017, 15:48

Ein Terraner hat geschrieben:(04 Jun 2017, 15:39)

Ich finde das in Deutschland vom staatlichen Schulsystem zu erwarten wäre das bei diesem Thema niemand benachteiligt wird, wenn dann würde ich es eher anders herum erwarten. Staatlich organisierter allgemeiner Ethik unterricht als Plicht für alle und ein Privatvergnügen wie Religion als optionaler Zusatzunterricht(Kirchlich finanziert, mit Raummiete ;) ). Sich etwas im Grunde selbstverständliches zu erkämpfen sollte eigentlich nicht Aufgabe von einzelnen Bürgern sein.

Kann man aus guten Gründen so sehen.
Nur bleibt es dabei, dass sich das kaum ändern wird, wenn Eltern wie omg, die ja sehr respektable Gründe für ihre Position ins Feld führen können, in der konkreten Situation die Konfrontation scheuen. Man sollte doch bei den zurückgehenden Zahlen an Kirchenmitgliedern davon ausgehen können, dass auch er im Kreis der Eltern mit seiner Ansicht nicht allein steht. Da sollten sich schon mal im näheren Umfeld Verbündete finden lassen.

Also, frisch ans Werk gemäß dem Motto: "Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt!"
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon gödelchen » So 4. Jun 2017, 15:49

That's me hat geschrieben:(04 Jun 2017, 15:33)

Wie denn, es kommen doch nur Allgemeinplätzchen ohne Substanz und Äpfel-Birnen-Vergleiche.


Aus deine Post entnehme ich, dass du nur subaltern mit den Dingen beschäftigt warst. Deine Provokationen aus dem Staus eines, der wenig weiß, darf ich vernachlässigen. Mache dich schlau. der Staat verdient !! ein großen Batzen daran ( wesentlich mehr Einnahmen nur für ihn!, als für die Kosten der Erhebung der KiSt ausgeben muss) an dem Konstrukt KiSt.

Nur noch als letzte Randbemerkung zu deiner schmalbrüstigen Aufstellung. Die Verfassung der BRD hat mit der Trennung von Staat und Religion nichts am Hut. Sie gibt dem Staat die strikte Religionsneutralität vor. Diese muss sie aktiv aufrechterhalten. Das macht unsere Betrachtung der / in der Frage Religion so toll geschmeidig. Besonders dahin zu dem, was die Institutionen Kirchen in der gesellschaftlichen Gestaltung der BRD so veranstalten auch unter den Begriff Kultur (als staatlich zu fördernde Aufgabe) fällt (dies zu deiner völlig falschen und verkrampften Aufstellung in der Sache und deinem unzutreffenden Argument in Sachen Sonderausgaben-Abzug).

Mehr ist hier nicht zu sagen.

Danke nochmal für die Unterhaltung.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » So 4. Jun 2017, 15:56

gödelchen hat geschrieben:(04 Jun 2017, 15:49)

Aus deine Post entnehme ich, dass du nur subaltern mit den Dingen beschäftigt warst. Deine Provokationen aus dem Staus eines, der wenig weiß, darf ich vernachlässigen. Mache dich schlau. der Staat verdient !! ein großen Batzen daran ( wesentlich mehr Einnahmen nur für ihn!, als für die Kosten der Erhebung der KiSt ausgeben muss) an dem Konstrukt KiSt.



Quellen, Nachweise?
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon That's me » So 4. Jun 2017, 15:59

gödelchen hat geschrieben:(04 Jun 2017, 15:49)

Mache dich schlau. der Staat verdient !! ein großen Batzen daran ( wesentlich mehr Einnahmen nur für ihn!, als für die Kosten der Erhebung der KiSt ausgeben muss) an dem Konstrukt KiSt.


Du behauptest, also bist auch du den Beweis schuldig. Du wurdest auch von einem anderen User bereits danach gefragt.
Gekommen ist da bisher nichts, als eine reine Behauptung, die du nicht durch Fakten belegt hast.

Also was willst du eigentlich?

Liefere mal etwas, außer Meinung, dann kann auch ein Gespräch beginnen.

Ein Terraner hat geschrieben:(04 Jun 2017, 15:39)

Staatlich organisierter allgemeiner Ethik unterricht als Plicht für alle und ein Privatvergnügen wie Religion als optionaler Zusatzunterricht(Kirchlich finanziert, mit Raummiete ;) ). Sich etwas im Grunde selbstverständliches zu erkämpfen sollte eigentlich nicht Aufgabe von einzelnen Bürgern sein.


Das sehe ich auch so. Das wäre ok. Ist ja gut, wenn die Kids über alle Religionen und Weltanschauungen und Ethik etwas lernen.
Da sollte dann aber auch Umgang miteinander hinein. Fremdenfeindlichkeit, Xenophobie, Kommunikationslehre etc.
Warum töten wir Menschen die Menschen töten, um den Menschen zu zeigen, dass Töten falsch ist?
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Progressiver » So 4. Jun 2017, 18:07

Kleiner Tipp: Der Staat verliert durch die Privilegierung der Kirchen einige Milliarden Euros. Wenn es diese aber nicht gäbe, müsste die Öffentliche Hand die ganzen sozialen Aufgaben selbst übernehmen, die die Kirchen da für ihn machen. Eigentlich ist er ja auch dazu verpflichtet. Indem er aber bestimmte Dinge an die Kirchen outsorced, spart er viel Geld. Diese haben ihr eigenes Arbeitsrecht und dürfen wie ein Staat im Staate agieren. Und die Bezahlung der Angestellten ist wirklich ein "Gotteslohn". Oder für Atheisten: Ein Hungerlohn! Gäbe es die Kirchen nicht, müsste der Staat also nicht nur die Sozialaufgaben übernehmen, sondern auch den Angestellten einen anständigen Lohn zahlen. Da er aber diese Dinge an die Kirchen ausgelagert hat, verdient er im Endeffekt auch noch an der Ausbeutung der kirchlichen Lohnsklaven. Hier herrscht also wirklich ein "Geben und Nehmen" zwischen Staat und Kirche. Bzw. gegenüber den Kirchenmitgliedern ein "Teile und Herrsche".

Was die Kirchensteuer betrifft: Ich bin circa 1995/96 ausgetreten. Das war noch vor meinem Abitur. Ich musste damals 20 oder 25 Mark zahlen. Aber kirchensteuermäßig bin ich noch nie belästigt worden. Ethikunterricht hatte ich ab Klasse 11. Auch das stellte kein Problem dar. Die Inhalte überschneiden sich natürlich dann immer noch mit dem Religionsunterricht. Die Begründungen für ethische Normen sind aber nachvollziehbarer. Auf Ethik würde ich, wenn ich noch einmal zur Schule gehen müsste, nicht verzichten wollen. Ebenso nicht auf den Philosophieunterricht in Klassenstufe zwölf. Lächerlich fand ich dagegen, dass der Rektor eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern wollte, wenn man zu Ethik wechseln wollte. Gewisse Schikanen gab es also auch bei uns. Wie das heute ist, weiß ich aber nicht.

Und für den Fall, dass die Kirche irgendwie Geld von einem verlangen will, empfehle ich, das Dokument aufzubewahren, auf dem steht, dass man ausgetreten ist.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Misterfritz » So 4. Jun 2017, 20:26

Progressiver hat geschrieben:(04 Jun 2017, 18:07)

Kleiner Tipp: Der Staat verliert durch die Privilegierung der Kirchen einige Milliarden Euros. Wenn es diese aber nicht gäbe, müsste die Öffentliche Hand die ganzen sozialen Aufgaben selbst übernehmen, die die Kirchen da für ihn machen. Eigentlich ist er ja auch dazu verpflichtet. Indem er aber bestimmte Dinge an die Kirchen outsorced, spart er viel Geld.
Das ist Blödsinn!
Nenne mir bitte eine soziale Leistung, die sich die Kirchen nicht von Staat oder Krankenkassen zahlen lassen.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Progressiver » So 4. Jun 2017, 20:43

Misterfritz hat geschrieben:(04 Jun 2017, 20:26)

Das ist Blödsinn!
Nenne mir bitte eine soziale Leistung, die sich die Kirchen nicht von Staat oder Krankenkassen zahlen lassen.


Natürlich verdienen auch die Kirchen gut an dieser Sache mit.

Meine Behauptung war, kurz gesagt: Beschäftigte im Öffentlichen Dienst kommen den Staat teurer als die Kirchenbedienstete mit Niedriglohn. Letztere haben zudem meines Wissens nicht einmal ein richtiges Streikrecht!
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » So 4. Jun 2017, 21:14

gödelchen hat geschrieben:(04 Jun 2017, 20:35)

Spinner !!!!!!

Nur für dich als Einstieg.

Wie hoch sind gleich nochmal die Einnahmen durch die Verwaltungsgebühr 2-4% ?

Die gezahlte Kirchensteuer ist gemäß § 10 Abs. 1 Nr. 4 EStG als Sonderausgabe vom Gesamtbetrag der Einkünfte abziehbar. Das Bundesministerium der Finanzen hat die dadurch verursachten Steuermindereinnahmen für das Jahr 2014 mit 3,38 Mrd. Euro prognostiziert (24. Subventionsbericht, August 2013).[31]

https://de.wikipedia.org/wiki/Kirchensteuer_(Deutschland)#Kirchensteuer_als_Sonderausgabe


und jetzt verpiss dich...!



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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 5. Jun 2017, 09:55

Geht es hier noch um das Stoppen von Kirchensubventionen :?:

Eher nein. Hier wird besonders durch die nicht ungeschickte Lenkung der Diskussion versucht zu bekräftigen, Religion ist gut, keineswegs Privatsache und wichtiger Bestandteil dieses Staates.

Sämtliche Staatskirchenverträge sind ein unwiderlegbarer Beweis dafür ja, der Staat ist insofern getrennt von der Religion, "man" hat - im Prinzip hat die Demokratie entschieden - den hier historisch verankerten Religionen einen eigene Staat im Staat dauerhaft zu "gestatten".

Alle finanziellen Verknüpfungen sind die Folge einer nun zweitausendjährigen "christlichen Tradition". Die einzige Veränderung (welche Basis für all diese Zusammenhänge ist), kam politisch und faktisch von Napoléon Bonaparte. Eine besondere Form der Annektion mit Opfern und Gewinnern.

Dabei ging es ausschließlich um das Aneignen weltlicher Güter, welche hauptsächlich die katholischen Kirche über die Jahrhunderte zusammengerafft hatte. Gleichzeitig fielen sog. "geistliche Fürstentümer - kirchliche Herrschaftsgebiete" den damaligen Siegern zu.

Was die "geistige Säkularisation" angeht, die hat sich entgegen der Behauptung, es habe eine breit angelegte "Säkularisierung" auch auf dieser Ebene stattgefunden, inzwischen längst als "unwahr" herausgestellt. Die christliche Konditionierung weitester Bevölkerungsteile, bis in unsere Tage, war zu kostbar für den Machterhalt, um diesen Teil ernsthaft in Frage zu stellen.

Seit dem 8. Mai 1646 war die Teilung in die beiden Varianten christlicher Religion durch den " Westfälischen Frieden in Münster" festgeschrieben worden. Hier fand die erste Säkularisierungswelle statt. "Anerkannt protestantische Gebiete (den Machthabern dort selbstverständlich), übernahmen, "säkularisierten", die noch vorhandene Bevölkerung nebst den vormals katholischen weltlichen Gütern. Damals, war Bevölkerung mindest so wertvoll, wie das "feste Inventar".

Daran hat sich bis Heute wenig geändert, ein "Gläubiger" ist auf neuere Art, eine "Einkommensquelle". Betrachtet man diese Aufteilung nach dem sog. "30jährigen Krieg" und die spätere zu Beginn des 19. Jahrhunderts (Linksrheinische Départements Deutschlands 1802, folgend 1803. der Rechtsrheinische Gebiete) oder all die anderen, weniger bekannten Säkularisierungen in ganz Europa zuvor, geht es allenfalls ganz unbedeutend um eine quasi "geistige Säkularisierung" der Menschen in diesen Gebieten.

Nun sind die und waren "Kirchen" nicht machtlos - auch wenn, definitiv, die katholische Kirche die größten Einbusen hinnehmen musste.

Was immer noch seit den Ereignissen 1802 / 1803 - das sind nun ~215 Jahre - danach fort wirkt, sind die "berechtigten Forderungen" hauptsächlich der katholischen Kirche, welche ihre teilweise reichen Klöster, ihre fürstbischöflichen Residenzen und all die Arbeitskräfte, die steuerzahlenden Begüterten in den annektieren Gebieten verloren.

Unabhängig der sozialen Folgen für die Menschen, welche damit gleich auch ihre Religion "zwangsgetauscht" vorfanden, der schwerwiegende Teil, war immer der finanzielle Verlust, der sich daraus ergab. Das wurde (schließlich ist der "Heilige Stuhl" nicht irgendwer) bereits in den Jahren nach diesen Ereignissen in sog. "Staatsleistungen" - auf Dauer angelegten Leistungsverpflichtungen der Länder an die Glaubensgemeinschaften gewandelt und wie viel des historischen "Mülls" in die sog. "Weimarer Verfassung" weitergereicht und wen wundert das, dieser Teil der Verpflichtungen wurde in das GG der Bundesrepublik Deutschland ohne Veränderungen übertragen.

Was hier und in anderen Foren von den allermeisten Usern meist nicht verstanden wird, in der Geschichte gibt es kein "Tabula Rasa". Kultur ist eine niemals endende Folge der Geschichte. Alles ist da mit allem verwoben. Wie Politik (im Prinzip nichts anders wie Geschichte), ist "Geschichte Chaos 2. Ordnung" Ein "nichtlineares, dynamisches System" - unvorhersagbar - aber "abhängig deterministisch". Meint, alles wirkt sich weiter und unvorhersehbar aus. Im Rückblick, den muss man dann allerdings ohne vorgefasste Meinung betreiben, wird klar, warum die letzten Ereignisse die bekannt sind, so und nicht anders verlaufen sind.

Um all das zu verändern (was hier im Mittelpunkt steht), müsste man viele Ereignisse der Vergangenheit verändern. Das dies bislang unmöglich ist, dürfte selbst den größten Ignoranten inzwischen dämmern. Derzeit ist mir keine Ereigniskette ("ein" Ereignis ist viel zu wenig !) bekannt, welche zunächst Religion komplett aus ALLEN Köpfen verschwinden ließe. Daraus folgt durchaus chaotisch, aber deterministisch, nichts wesentliches wird sich an dem Stand deutscher "Kirchenfinanzierung" ändern.

Mit einer Ausnahme, es ist zu befürchten, das nach all dem Geschwätz wie sehr doch der Islam inzwischen "zu Deutschland gehöre", diese "dritte abrahamsche Religion" den beiden ersten gleich gestellt wird und eine weitere Religion nicht nur "toleriert", sondern integraler Bestandteil unseres Gemeinwesens wird - mit all den Privilegien, welche die bislang vier "anerkannten" Religionen genießen.

Womit der erste Schritt - hin zum Gottesstaat - durch die Instanzen vollzogen wäre. Weil alle Nichtreligiösen (entgegen der ständigen Versuche (auch) hier, ihnen diesen Status von hinten durchs Knie zu geben), um sie quasi als "Glaubensgemeinschaft" zu deklarieren, was sie auf Grund des Fehlens jegliche den "Religionen" vergleichbaren Apparats (Priester, allseitig anerkannte Glaubenslehre und Ziel), niemals waren und sein werden. Der einzige Ausweg, "Religion zweiter Klasse" eine "gottlose Ideologie" scheidet aus, es sei denn, jemand hätte da eine neue noch unverbrauchte Idee.

Ob es sich lohnt, gegen diese nun wirklich fest verankerte "religiöse Komponente" unserer Kultur aufzubegehren, muss jeder selbst entscheiden.

Was sich allerdings noch "lohnen" könnte, ist die Abwehr gegen das Eindringen einer weitere Religion, des Islam in unsere Kultur. Doch zu viele toleranzvernebelte sind jetzt schon bereit die ersten Schritte dieser gewaltbereiten Religion aus der selbstgewählten Diaspora nicht nur zu erlauben, nein nachhaltig zu fördern - Religionsunterricht ("selbstverständlich" unter staatliche Aufsicht) sind die ersten Schritte.

So als würde man es erlauben - wahlweise den Faschismus, Kommunismus und den Nationalsozialismus, als tolerable Weltanschauung "seinen Platz in einer Demokratie" einräumen wollen. "Selbstverständlich" unter staatliche Aufsicht, wobei die Dozenten an den Hochschulen allein durch die jeweilige Gemeinschaft bestimmt werden. Wer glaubt, das wäre unmöglich, sollte sich mal das "Reichskonkordat von 1933" näher ansehen. Dort wurde genau dies für die Katholen festgeschrieben. :dead:

Unterm Strich, die finanziellen Folgen aus der nur vermeintlichen Säkularisation, sind im Vergleich zu der eben nicht stattgefunden geistigen Säkularisation wohl eine unausweichliche Folgeerscheinung - deterministisch sehr ordentlich begründet. Wie mag wohl die weitere Geschichte verlaufen ?
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Mo 5. Jun 2017, 10:38

gödelchen hat geschrieben:(05 Jun 2017, 06:39)

Wie albern ist das denn ?


Wenn dir deine eigenen Zahlen nicht zusagen kann ich dir auch nicht helfen.


gödelchen hat geschrieben:(05 Jun 2017, 06:39)

an Greenpeace hat den selben Stellenwert in der Sache,


Greenpeace wird mit 3,5 Milliarden Subventioniert und der Staat verwaltet für Greenpeace auch noch die Mitgliedsgebühr? Krasse Sache das.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Mo 5. Jun 2017, 11:01

immernoch_ratlos hat geschrieben:(05 Jun 2017, 09:55)

Was sich allerdings noch "lohnen" könnte, ist die Abwehr gegen das Eindringen einer weitere Religion, des Islam in unsere Kultur.


Ist doch alles die selbe Scheiße, mal von den Geschichtlichen Verwicklungen abgesehen ist doch der einzige Unterschied das hier das Christentum so gut wie keiner mehr tot ernst nimmt und immer weniger daran Glauben. Aber so lange ist das noch nicht her das auch in Europa Menschen im Namen Gotten getötet wurden. Alleine wenn man bedenkt was das Christentum eine Zeit lang den Weibchen unserer Species angetan hat, dagegen ist ein Burka was richtig nettes. Aber nochmal ein Mittelalter brauchen wir hier wirklich nicht, egal mit welcher Religion.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Mo 5. Jun 2017, 12:39

@kritikaster: Als ich damals in der Berufsschule war und mit denselben Schikanen zu tun hatte, war mir das Thema noch relativ egal. Da hatte ich andere Interessen. Jetzt ist meine Tochter betroffen und da ich kein religiöser Fanatiker bin, muss ich den Wunsch meiner Tochter respektieren und eben keinen Aufstand machen (zumindest nicht bei ihr in der Schule). Den einzigen Weg den ich sehe, ist eben, mich in der einzigen Partei, die für dieses Thema eintritt, zu engagieren. Werbung für Unterschriften oder neue Mitglieder zu machen. Je mehr Leute dabei mitmachen, desto höher die Chance etwas zu bewirken. Wenn man nichts tut wird sich garantiert nichts verändern, wenn man was versucht hat man zumindest eine Chance etwas zu verändern.
Frauenwahlrecht (u.a.) wurde doch auch gegen die Kirchen durchgesetzt. Da haben bestimmt auch einige gesagt, dass das unmöglich sei. Klar die Motivation war damals wahrscheinlich größer, weil die Ungerechtigkeit deutlich sichtbar war. Jetzt wird uns ja quasi heimlich, dass Geld aus der Tasche gezogen. Kaum einer bekommt es mit. Das muss eben öffentlich gemacht werden, um mehr motivierte Anhänger zu gewinnen und das kann jeder leisten.

@immernoch_ratlos:
immernoch_ratlos hat geschrieben:Der einzige Ausweg, "Religion zweiter Klasse" eine "gottlose Ideologie" scheidet aus, es sei denn, jemand hätte da eine neue noch unverbrauchte Idee.

Da gibt es zum Bespiel die "Kirche des fliegenden Spaghettimonster".
https://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster

immernoch_ratlos hat geschrieben:Ob es sich lohnt, gegen diese nun wirklich fest verankerte "religiöse Komponente" unserer Kultur aufzubegehren, muss jeder selbst entscheiden.

Wie oben schon geschrieben klar lohnt es sich! Im schlimmsten Fall, kann es passieren das der Status Quo bestehen bleibt. Aber man hat die Chance, dass ein oder andere durchzusetzen.
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Kritikaster » Mo 5. Jun 2017, 13:56

omg hat geschrieben:(05 Jun 2017, 12:39)

Den einzigen Weg den ich sehe, ist eben, mich in der einzigen Partei, die für dieses Thema eintritt, zu engagieren. Werbung für Unterschriften oder neue Mitglieder zu machen. Je mehr Leute dabei mitmachen, desto höher die Chance etwas zu bewirken. Wenn man nichts tut wird sich garantiert nichts verändern, wenn man was versucht hat man zumindest eine Chance etwas zu verändern.
Frauenwahlrecht (u.a.) wurde doch auch gegen die Kirchen durchgesetzt. Da haben bestimmt auch einige gesagt, dass das unmöglich sei. Klar die Motivation war damals wahrscheinlich größer, weil die Ungerechtigkeit deutlich sichtbar war. Jetzt wird uns ja quasi heimlich, dass Geld aus der Tasche gezogen. Kaum einer bekommt es mit. Das muss eben öffentlich gemacht werden, um mehr motivierte Anhänger zu gewinnen und das kann jeder leisten.

Wie oben schon geschrieben klar lohnt es sich! Im schlimmsten Fall, kann es passieren das der Status Quo bestehen bleibt. Aber man hat die Chance, dass ein oder andere durchzusetzen.

Da sprichst Du mir 100%ig aus der Seele!

Ich teile zwar in der Sache nicht Deine Sichtweise, aber Du hast meine Anerkennung für Deinen Einsatz. Liegt auch daran, dass ich selbst schon einmal an einer Parteigründung und deren Aufbau beteiligt war und also einschätzen kann, welche Arbeit damit verbunden ist. ;)
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon immernoch_ratlos » Mo 5. Jun 2017, 18:40

Es ist schön da ab und an jemand versucht etwas zu verändern. Die Kirche des "Fliegendes Spaghettimonster" ist ein relativ alter Hut und bis vor einiger Zeit hatte ich das "FSM" Logo als zeitweiligen Avatar gewählt :D

Mit Parodien erreichst Du nur Leute die sowieso ungefähr ähnlich ticken. Ein netter Ansatz, der allerdings für viele bereits ein Verständnis einfordert, welches "in der Breite" schlicht nicht vorhanden ist.

Auch nicht für die Forderungen welch Deine Partei da aufstellt. Wie wenig Interesse außerhalb Deiner Partei und den der Idee positiv eingestellten kleinen Kreis, tatsächlich besteht, sollten die kurzen Perioden, wo solche Meldungen wie der Bischof Tebartz-van Eltz für etwas Aufregung sorgen bei all den sonst völlig Uninteressierten, jedem zu Nachdenken Anlass geben. Selbst, wenn man versucht die lieben Zeitgenossen "zu Jagd zutragen" kommt wenig bis nichts dabei heraus.

Es gibt eine Menge anderer Probleme, für die es sich lohnt Einsatz zu zeigen. Doch auch dort, im ureigensten Eigeninteresse von nicht weniger als der gesamten Menschheit, ist bis die Katastrophen sich nach und nach einstellen, eher mit wenig Interesse zu rechnen. Schlicht was Religion - Kirchen und Kosten aus diesem Feld angeht. Die allermeisten interessiert das nicht oder die Kosten sind als unabänderliches "Schicksal" bei vielen längst eingepreist. Nur zwei weitere Links zu Meldungen, welche niemanden so recht "hinterm Ofen hervorlocken" : Quelle : StN.de "Kirchen-Blog: Was Kirchen wert sind - 1 Euro und kein Cent mehr" Tendenz "Harmlos mit Spuren leichter Kritik versetzt". Auch das interessiert nicht wirklich : "Grundbesitz und Gebäude der Kirchen in Deutschland" Ohne Haftung - schon lange sind die beiden Kirchen mit Abstand die größten Immobilieneigentümer in D. Oder diese Zusammenfassung : Quelle : SDZ "Steuern, Spenden, Staatszuschüsse - So finanziert sich die katholische Kirche" Ein Jahr zuvor : Quelle : SDZ "Finanzierung der Kirchen - Sponsored by Steuerzahler
SDZ hat geschrieben:Geheuchelte Gesprächsbereitschaft

Natürlich, die Kirche verbittet sich Einmischung von außen. So macht sie das immer. Sie betreibt Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser. Fast alles dort wird aus Steuermitteln oder aus den Kassen der Sozialversicherungen bezahlt, zum Teil bis zu 100 Prozent. Das ist auch zunächst völlig in Ordnung so.

Das Problem ist: Die Kirchen verwenden für ihre sozialen Dienste zwar kaum eigene Mittel. Aber wie ihre Mitarbeiter bezahlt werden, ob sie streiken dürfen, welche Rechte sie haben - das bestimmen die Kirchen selbst. Nein, da darf ihnen niemand reinreden. Den Gläubigen ist das schon schwer zu vermitteln. Eine konfessionslose Erzieherin findet in manchen ländlichen Gebieten allein deshalb keinen Job, weil es dort ausschließlich konfessionsgebundene Kindergärten gibt.

Wer die Musik bezahlt, der sagt auch, was gespielt wird?[b] Geht es um Kirchenbelange, dann gilt dieser Satz nicht.[/b] :mad2:

Ja, die Kirche darf, soll, sie muss sich sozial engagieren. Aber glaube doch bitte keiner, dass die Caritas auch nur ein Krankenhaus betreibt, das sich wirtschaftlich nicht rechnet. Caritas und Diakonie haben längst konzernähnliche Strukturen ausgebildet. Selbst die Sachbearbeiterin für das Freiwillige Soziale Jahr bekommt ihr Geld letztlich vom Staat, weil der das FSJ finanziert. Das ist kein Verbrechen. Auch freie Wohlfahrtsträger arbeiten so. Aber die greifen auch nicht tief in das Privatleben ihrer Mitarbeiter ein, wie es die Kirchen als der nach dem Staat größte Arbeitgeber in diesem Land tun.

Unübersehbare Kosten

Kirchen sollen Krankenhäuser, Kindergärten und Schulen betreiben. Dann kann dort gerne in jedem Zimmer ein Kreuz hängen und Nonnen sollen ihren Dienst tun. Aber der immer wieder vollzogene Rausschmiss von geschiedenen, wiederverheirateten Krankenschwestern, Ärzten, Kindergärtnerinnen und Lehrern bleibt ein alltäglicher Skandal.

So wie die anhaltenden Entschädigungszahlungen ein Skandal sind. Die Kirchen sind juristisch im Recht. Warum sollten sie auch freiwillig auf die Milliarden verzichten, die ihnen Muslime, Juden und Atheisten über ihre Steuerschuld eher unfreiwillig zukommen lassen? Die Antwort wäre einfach: Weil es ihre moralische Pflicht wäre.

Nach 200 Jahren dürften die Enteignungen mehr als kompensiert sein. Das Grundgesetz sieht ausdrücklich vor, dass die Zahlungen nicht ewig weitergehen können. 2010 gab es zwischen Kirchen und Ländern erste Gespräche in diese Richtung, sie scheiterten.

Die Kirchen heucheln ihre Gesprächsbereitschaft bisher nur vor. In Wahrheit wollen sie nur noch mehr Geld. Eine Abfindung für die entgangenen Einnahmen, wenn sie einer Aufhebung des Reichsdeputationshauptschlusses zustimmen. Das Geld für 25 Jahre auf einen Schlag, das war die Forderung. Macht zwölf Milliarden Euro. Unbezahlbar.
Wer angesichts der immer gleichen kurzen "Aufmerksamkeit" und Entrüstung, glaubt, irgend etwas könne da eine Änderung bewirken, ist einer der wahren aber sehr naiven Gläubigen. "Das Volk" hat sich längst mit diesen Verhältnissen abgefunden. Sollte es tatsächlich zu Veränderungen Anlass geben, wird die Kirchenlobby alles daran setzen diese "Revolution" mit Weihwasser und Weihrauch zu ersticken.

Da keiner eine einigermaßen klare Vorstellung davon hat, was nach dem Tode tatsächlich zu erwarten ist, werden viele schon deswegen kneifen. Wer sich schon durch die geringe Kriminalität in D weitaus mehr bedroht sieht, als durchaus reale Krankenhauskeime und andere "Einwirkungen", der wird auch dem "lieben Gott" keinesfalls auf die Füße treten wollen :?

Was mich selbst angeht, ich habe bereits ein "Betätigungsfeld" das mir für unser irdisches Dasein höchst notwendig erscheint und meine Hirn gebe ich für kein Parteibuch dieser Welt ab :p Unterstützen kann man auch ohne Parteimitglied zu sein...
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Di 6. Jun 2017, 11:24

@immernoch_ratlos: Bis vor ein paar Monaten dachte ich noch, die Kirchen bekommen lediglich die Kirchensteuer. Da dachte ich "ok bezahlen ja eh nur die Gläubigen, was solls". Einziger Dorn im Auge, war das mit dem Religionsunterricht. Dann habe ich mich näher mit dem Thema beschäftigt und festgestellt wie tief der Sumpf ist. Wie viel ich, als Konfessionsfreier, über meinen Steuern den Kirchen zukommen lasse, wie die Kirchenlobby im Bundestag mit entscheidet, obwohl die in keinster Weise gewählt wurden, wie die Kirchen in Gremien der ÖR sitzen und über das Fernsehprogramm mit entscheiden usw.
Das sind für mich inakzeptable Zustände. Wenn ich dann im Bekanntenkreis darüber diskutiere, werde ich immer ungläubig angeschaut und fast schon als Verschwörungstheoretiker abgestempelt, weil sich keiner vorstellen kann, dass das tatsächlich so ist. Damit will ich sagen, nur wenigen ist bewusst wie tief der Sumpf ist. Es geht also darum, die Leute aufzuklären.

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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon Ein Terraner » Di 6. Jun 2017, 11:50

omg hat geschrieben:(06 Jun 2017, 11:24)

Es geht also darum, die Leute aufzuklären.


Aufklärung, der natürliche Feind von Kirche und Religion. :cool:
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon That's me » Fr 9. Jun 2017, 09:42

immernoch_ratlos hat geschrieben:(05 Jun 2017, 09:55)

Derzeit ist mir keine Ereigniskette ("ein" Ereignis ist viel zu wenig !) bekannt, welche zunächst Religion komplett aus ALLEN Köpfen verschwinden ließe.

Leider nicht, aber man könnte und sollte sie deshalb komplett aus den Gesetzen und dem GG herausnehmen, die Anerkennung als Körperschaften des öff. Rechtes abschaffen.

immernoch_ratlos hat geschrieben:Daraus folgt durchaus chaotisch, aber deterministisch, nichts wesentliches wird sich an dem Stand deutscher "Kirchenfinanzierung" ändern.

Wären die Konkordate nicht, wäre es einfacher. Auch steht das Eigentum der Kirchen unter dem Schutz des GG und es darf nicht enteignet werden. Die Perversion daran ist, dass es leider völlig egal ist, dass das Kircheneigentum selbst durch Enteignung, Raub und Unterdrückung angeeignet wurde. :mad2:
immernoch_ratlos hat geschrieben:Mit einer Ausnahme, es ist zu befürchten, das nach all dem Geschwätz wie sehr doch der Islam inzwischen "zu Deutschland gehöre", diese "dritte abrahamsche Religion" den beiden ersten gleich gestellt wird und eine weitere Religion nicht nur "toleriert", sondern integraler Bestandteil unseres Gemeinwesens wird - mit all den Privilegien, welche die bislang vier "anerkannten" Religionen genießen.
Der einzige Ausweg, "Religion zweiter Klasse" eine "gottlose Ideologie" scheidet aus, es sei denn, jemand hätte da eine neue noch unverbrauchte Idee.
Ob es sich lohnt, gegen diese nun wirklich fest verankerte "religiöse Komponente" unserer Kultur aufzubegehren, muss jeder selbst entscheiden.

Klar würde sich das lohnen, aber wie du selbst festgestellt hast, geht dies nur, wenn man sämtlichen Religionsgemeinschaften staatliche Privilegien entzieht.
Und warum dies nicht gemacht wird? Geld, und weil der Staat vermutlich meint, er wäre von den "Dienstleistungen" der Kirche abhängig.
Ist er aber nicht. Entzieht man den Kirchen die Geldeinnahmequellen durch KH, KiGas, "Beschäftigungseinrichtigungen" für 1 € Jobber etc. im Bereich "Sozialindustrie", die den 1. Arbeitsmarkt kaputt machen und sogar Festangestellte entlassen werden, dann verkrümeln sich die Kirchl. Institutionen auf Dauer auch wieder. Zudem gibt es noch genug andere Wohlfahrtsverbände, die staatliche, soziale Aufgaben übernehmen.

Vor ein paar Monaten wurden 15 Leute entlassen (weiß nicht mehr bei welcher "Kirche") durch Maßnahmen 1 € Jobber u.ä.
Was sich allerdings noch "lohnen" könnte, ist die Abwehr gegen das Eindringen einer weitere Religion, des Islam in unsere Kultur.

Du hast doch festgestellt, dass dies nicht geht.
Religionsunterricht ("selbstverständlich" unter staatliche Aufsicht) sind die ersten Schritte.

Schon, eigentlich müssten dann auch Zeugen Jehovas und wie sie alle heißen das gleiche Recht haben. Ich weiß eh nicht, warum die noch keinen eigenen Unterricht an Schulen bekommen oder fordern?

Ich schlug schon vor, dass die Predigten in den Moscheen überwacht werden müssten. Wenn Linke Abgeordnete vom VVS unter Beobachtung gestellt werden dürfen, warum nicht auch Prediger?

"Selbstverständlich" unter staatliche Aufsicht, wobei die Dozenten an den Hochschulen allein durch die jeweilige Gemeinschaft bestimmt werden. Wer glaubt, das wäre unmöglich, sollte sich mal das "Reichskonkordat von 1933" näher ansehen Dort wurde genau dies für die Katholen festgeschrieben.

Bestimmen die nicht selbst, wer in den Schuldienst darf? Und selbst wenn das auch für den Islam funktionieren/festgeschrieben würde, kostet es den Staat dennoch massig Kohle.

Aber ok, wäre eine Alternative, um den ganzen Sumpf zumindest offiziell unter Kontrolle zu haben. Der Rest verzieht sich dann in den Untergrund und Hinterhöfe, wo die "durch den Schulunterricht weichgespülten" Kids der Hardcorer, dann wieder auf Linie gebracht werden.
Unterm Strich, die finanziellen Folgen aus der nur vermeintlichen Säkularisation, sind im Vergleich zu der eben nicht stattgefunden geistigen Säkularisation wohl eine unausweichliche Folgeerscheinung

Ich wäre die erste, die es befürwortet, die Religionen auch in den Köpfen abzuschaffen. Da sehe ich aber no way :( :(

EDIT: Verwerflich finde ich auch, dass der Staat sogar die Innen-, und Außenrenovierung und Instandhaltung der Kirchen mit finanziert.
Da würde sich manch Rentnerehepaar mit hart erarbeitetem eigenen Häuschen auch darüber freuen.
Die Kirch hat genug Geld ihr "Eigentum" selbst Instandzuhalten!! Wozu denn sonst Kirchensteuer?
Andere müssen das auch tun.
Warum töten wir Menschen die Menschen töten, um den Menschen zu zeigen, dass Töten falsch ist?
Amnesty International.
omg
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Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon omg » Fr 9. Jun 2017, 11:18

Thats me: Also ich bin gegen jeglichen Religionsunterricht in Schulen. Diese Märchenstunden sind Privatsache. Aber ich gebe dir recht, dass man eventl. Predigten in "Hinterhöfen" durch den VVS überwachen sollte, um Radikalisierungen gleich im Vorfeld zu bekämpfen. In den Schulen sollte man eher auf eine "Entreligiösierung" hinarbeiten, um das Übel bei der Wurzel zu packen. Ruhig auch mal im Geschichtsunterricht die Verbrechen der Kirche behandeln.

mfg omg
gödelchen
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Registriert: Mi 21. Dez 2016, 20:05

Re: Kirchensubventionen stoppen

Beitragvon gödelchen » Fr 9. Jun 2017, 12:07

That's me hat geschrieben:(09 Jun 2017, 09:42)

Leider nicht, aber man könnte und sollte sie deshalb komplett aus den Gesetzen und dem GG herausnehmen, die Anerkennung als Körperschaften des öff. Rechtes abschaffen.


Wären die Konkordate nicht, wäre es einfacher. Auch steht das Eigentum der Kirchen unter dem Schutz des GG und es darf nicht enteignet werden. Die Perversion daran ist, dass es leider völlig egal ist, dass das Kircheneigentum selbst durch Enteignung, Raub und Unterdrückung angeeignet wurde. :mad2:

Klar würde sich das lohnen, aber wie du selbst festgestellt hast, geht dies nur, wenn man sämtlichen Religionsgemeinschaften staatliche Privilegien entzieht.
Und warum dies nicht gemacht wird? Geld, und weil der Staat vermutlich meint, er wäre von den "Dienstleistungen" der Kirche abhängig.
Ist er aber nicht. Entzieht man den Kirchen die Geldeinnahmequellen durch KH, KiGas, "Beschäftigungseinrichtigungen" für 1 € Jobber etc. im Bereich "Sozialindustrie", die den 1. Arbeitsmarkt kaputt machen und sogar Festangestellte entlassen werden, dann verkrümeln sich die Kirchl. Institutionen auf Dauer auch wieder. Zudem gibt es noch genug andere Wohlfahrtsverbände, die staatliche, soziale Aufgaben übernehmen.

Vor ein paar Monaten wurden 15 Leute entlassen (weiß nicht mehr bei welcher "Kirche") durch Maßnahmen 1 € Jobber u.ä.

Du hast doch festgestellt, dass dies nicht geht.

Schon, eigentlich müssten dann auch Zeugen Jehovas und wie sie alle heißen das gleiche Recht haben. Ich weiß eh nicht, warum die noch keinen eigenen Unterricht an Schulen bekommen oder fordern?

Ich schlug schon vor, dass die Predigten in den Moscheen überwacht werden müssten. Wenn Linke Abgeordnete vom VVS unter Beobachtung gestellt werden dürfen, warum nicht auch Prediger?


Bestimmen die nicht selbst, wer in den Schuldienst darf? Und selbst wenn das auch für den Islam funktionieren/festgeschrieben würde, kostet es den Staat dennoch massig Kohle.

Aber ok, wäre eine Alternative, um den ganzen Sumpf zumindest offiziell unter Kontrolle zu haben. Der Rest verzieht sich dann in den Untergrund und Hinterhöfe, wo die "durch den Schulunterricht weichgespülten" Kids der Hardcorer, dann wieder auf Linie gebracht werden.

Ich wäre die erste, die es befürwortet, die Religionen auch in den Köpfen abzuschaffen. Da sehe ich aber no way :( :(

EDIT: Verwerflich finde ich auch, dass der Staat sogar die Innen-, und Außenrenovierung und Instandhaltung der Kirchen mit finanziert.
Da würde sich manch Rentnerehepaar mit hart erarbeitetem eigenen Häuschen auch darüber freuen.
Die Kirch hat genug Geld ihr "Eigentum" selbst Instandzuhalten!! Wozu denn sonst Kirchensteuer?
Andere müssen das auch tun.


Nu ja, hast du schön raugehauen. Nur leider in den meisten Bereich falsch. Nicht verwunderlich, wenn man sich mit Denkmalschutzbestimmungen, historischen Gegebenheiten nicht so auskennt.

Also schön immer weiter tönen, macht en jutes Geföhl ..nur nix besser.

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