Iran & USA - Ende der Feindschaft?

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Di 13. Aug 2019, 14:50

Audi hat geschrieben:(13 Aug 2019, 11:19)

Und Iran verstärkt dort seine Aktivitäten wegen Saudi Arabien. Der Sturz Assads ging von den golf Staaten aus und von Erdogan. Iran hat sich dagegen gestemmt was die Saudis veranlasst hat mehr Einsatz zu erbringen.
Ich sehe im Syrien alle Seiten aktiv und da ist Saudi Arabien kein Sonnenschein welche Hardcore Islamisten ausrüstet. Iran will sein Einfluss in Syrien behalten und intensiviert seine Anstrengungen militärisch.



In der frühen Phase des Aufstand gegen Assad war Saudi-Arabien nicht unterstützend aktiv. Was derzeit belegbar ist das eine Unterstützung erst ab November 2012 erfolgte


Der Iran war die erste ausländische Macht im Feld



Iran war die erste ausländische Macht, die in Syrien eingriff: Während der anfänglichen Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad im Frühjahr 2011 sandte Teheran Berater, die ihre Erfahrungen bei der Niederschlagung der Grünen Revolution an den syrischen Sicherheitsapparat weitergaben. Syrien war damals der einzige strategische Verbündete der schiitischen Iraner in der sunnitisch geprägten arabischen Welt, die sich weitgehend an Washington anlehnte.

https://www.sueddeutsche.de/politik/kri ... .3880873-6
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Di 13. Aug 2019, 14:59

Orbiter1 hat geschrieben:(13 Aug 2019, 12:12)

Wäre keine allzu große Überraschung wenn der festgehaltene iranische und britische Tanker demnächst wieder freikommen.

"An official of the Iranian Ports and Shipping Organization says Iran and the United Kingdom have exchanged documents in a bid to release an Iranian oil tanker detained in Gibraltar. ... Iranian official news agency IRNA on Tuesday August 13 expressed hope that Grace-1 would be released soon. Tanker Trackers, a company that monitors ship movements, said Grace-1 was sending signals on Monday that indicate it will leave Gibraltar toward a destination in Morocco, although the vessel is still in Gibraltar. The news about Grace-1 has given rise to hopes about the imminent release of British vessel Stena Impero which was detained by Iran's revolutionary guards about two weeks after the Iranian oil tanker was seized." Quelle: https://en.radiofarda.com/a/iran-uk-exc ... 07391.html

Da kann man nur hoffen dass die Kriegstreiber auch im großen Konflikt als Verlierer vom Platz gehen und die Diplomatie siegt.


Wenn die Tankerfrage diplomatisch geklärt wird in dem Fall ist das zu begrüßen. Aber bevor der Iran nicht dauerhaft auf Atomwaffen usw. verzichtet wird es keine Lösung geben. Aber um neuen militärischen Abenteuern des Iran vorzubeugen gibt's ja jetzt Schutzmaßnahmen.
England schickt nochmal Verstärkung.

https://en.radiofarda.com/a/britain-sen ... 07329.html


Us Schiffe, Israel, Südkorea, England. Genügt völlig um den Iran von Dummheiten weitgehend abzuhalten denk ich mal. Das ist ein Beitrag zur Sicherung der freien Schifffahrt.

Kriegstreiber ist auch der Iran :) Er reichert erneut an nach Berichten.

https://www.t-online.de/nachrichten/aus ... aende.html

Washington berät. Wahrscheinlich gibt's bald noch schärfere Sanktionen und Ausnahmen werden gestrichen. Mal schauen was kommt. Der Handel jedenfalls bricht immer weiter zusammen

https://en.radiofarda.com/a/german-expo ... 05901.html


Mehr Geld für Terroristen und Waffen als für die eigene Bevölkerung. Mhmm ja das ist wohl eine Seite des Iran.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Audi » Di 13. Aug 2019, 15:51

Cobra9 hat geschrieben:(13 Aug 2019, 14:50)

In der frühen Phase des Aufstand gegen Assad war Saudi-Arabien nicht unterstützend aktiv. Was derzeit belegbar ist das eine Unterstützung erst ab November 2012 erfolgte


Der Iran war die erste ausländische Macht im Feld



Iran war die erste ausländische Macht, die in Syrien eingriff: Während der anfänglichen Proteste gegen Präsident Baschar al-Assad im Frühjahr 2011 sandte Teheran Berater, die ihre Erfahrungen bei der Niederschlagung der Grünen Revolution an den syrischen Sicherheitsapparat weitergaben. Syrien war damals der einzige strategische Verbündete der schiitischen Iraner in der sunnitisch geprägten arabischen Welt, die sich weitgehend an Washington anlehnte.

https://www.sueddeutsche.de/politik/kri ... .3880873-6

Achso und weil es nicht in den Nachrichten steht hab es keine einmischen seitens den saudis? Die haben von Anfang an den Sturz Assads gefordert und gefördert
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Vongole » Di 13. Aug 2019, 16:14

Audi hat geschrieben:(13 Aug 2019, 15:51)

Achso und weil es nicht in den Nachrichten steht hab es keine einmischen seitens den saudis? Die haben von Anfang an den Sturz Assads gefordert und gefördert


Gefordert und das berechtigt ja, gefördert erst, als sich der Iran in Syrien so richtig breit machte.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Di 13. Aug 2019, 17:47

Vongole hat geschrieben:(13 Aug 2019, 16:14)

Gefordert und das berechtigt ja, gefördert erst, als sich der Iran in Syrien so richtig breit machte.

So richtig breit hat sich der Iran in Syrien nun auch wieder nicht. Das hatte allerdings der IS der erst den Iran und Russland auf den Plan rief. Der IS allerdings beruft sich direkt auf einen Islam den die Saudis in aller Welt fördern und fordern. Alles nicht so einfach was?

Die Saudis als Speerspitze gegen den Terror? Lächerlich. Die sind Teil des Problems. Und Israelis sollten sich da auch nichts vormachen. Die Saudis sind nur solange die neuen Freunde Israels wie es ihnen opportun erscheint. Sie sind es nicht aus Überzeugung!
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon zollagent » Di 13. Aug 2019, 18:17

Audi hat geschrieben:(13 Aug 2019, 15:51)

Achso und weil es nicht in den Nachrichten steht hab es keine einmischen seitens den saudis? Die haben von Anfang an den Sturz Assads gefordert und gefördert

Der Assad-Clan ist ein Verbrecherclan, der ohnehin nicht an der Spitze eines Staates stehen sollte. Sicher, es gibt auch andere Staaten, wo das ähnlich ist. Aber hier ist es DER FALL. Eine echte Legitimation hat kein Mitglied der Assad-Familie vorzuweisen, die erwächst aus den Gewehrläufen ihrer Polizei und ihres Militärs. Ob andere Undemokraten das nun fordern oder nicht, das hat nun wenig zur Berechtigung beizutragen. Allein ihre Methoden und ihre Herrschaftssicherung machen sie zu Personen, die eher Kriminelle als seriöse Politiker sind und daher kein politisches Amt bekleiden sollten. Und ja, es gibt da noch andere Staaten, in denen das so ist. U.A. auch das Land, für das du hier eine Lanze nach der Anderen brichst. ;)
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Di 13. Aug 2019, 18:20

Audi hat geschrieben:(13 Aug 2019, 15:51)

Achso und weil es nicht in den Nachrichten steht hab es keine einmischen seitens den saudis? Die haben von Anfang an den Sturz Assads gefordert und gefördert


Wir drehen uns im Kreis. Der Iran war belegbar die erste ausländische Macht die in den Syrien Konflikt sich eingeschaltet hat. Eine Quelle dazu hab Ich geliefert.

Das der Iran schon ab Beginn der Proteste usw. aktiv war nochmal belegt

https://web.archive.org/web/20120320184 ... -in-syria/


Saudi-Arabien war erst wesentlich später aktiv. Ist nachlesbar

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Saudi_A ... _Civil_War


Ich hab nicht nur meine Meinung dazu gebracht sondern etwas nachvollziehbares. Sorry es bleibt dabei der Iran hat mit dem Theater angefangen.

Deswegen gab es Reaktionen die dazu führten das Saudi-Arabien massiv einstieg. Assad würde Ich persönlich keine Träne nachweinen. Das der Konflikt tausende Menschen das Leben gekostet hat ist natürlich nicht schön oder gut.

Aber die syrische Bevölkerung wollte nicht länger mit Assad leben in größerer Zahl
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Di 13. Aug 2019, 18:49

Cobra9 hat geschrieben:(13 Aug 2019, 18:20)

Wir drehen uns im Kreis. Der Iran war belegbar die erste ausländische Macht die in den Syrien Konflikt sich eingeschaltet hat. Eine Quelle dazu hab Ich geliefert.

Das der Iran schon ab Beginn der Proteste usw. aktiv war nochmal belegt

https://web.archive.org/web/20120320184 ... -in-syria/


Saudi-Arabien war erst wesentlich später aktiv. Ist nachlesbar

https://en.m.wikipedia.org/wiki/Saudi_A ... _Civil_War


Ich hab nicht nur meine Meinung dazu gebracht sondern etwas nachvollziehbares. Sorry es bleibt dabei der Iran hat mit dem Theater angefangen.
Ja, der Iran war die erste ausländische Regierung die sich in Syrien eingebracht hat, aber doch nicht gegen den Willen Assads. Im Gegenteil, der hat den Iran und später auch Russland um Hilfe gerufen sonst wäre er militärisch untergegangen. Assad ist ein Despot und Kriegsverbrecher übelster Sorte, trotzdem macht es völkerrechtlich einen Unterschied ob ausländische Streitkräfte oder vom Ausland bezahlte Milizen mit oder gegen den Willen der völkerrechtlich anerkannten Regierung im Land sind.
Deswegen gab es Reaktionen die dazu führten das Saudi-Arabien massiv einstieg. Assad würde Ich persönlich keine Träne nachweinen. Das der Konflikt tausende Menschen das Leben gekostet hat ist natürlich nicht schön oder gut.

Aber die syrische Bevölkerung wollte nicht länger mit Assad leben in größerer Zahl
Ob die Mehrheit des Landes gegen Assad war darf man bezweifeln. Die religiösen Minderheiten, wie z. B. die Christen, standen jedenfalls immer hinter ihm.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Di 13. Aug 2019, 20:19

Orbiter1 hat geschrieben:(13 Aug 2019, 18:49)

Ja, der Iran war die erste ausländische Regierung die sich in Syrien eingebracht hat, aber doch nicht gegen den Willen Assads. Im Gegenteil, der hat den Iran und später auch Russland um Hilfe gerufen sonst wäre er militärisch untergegangen. Assad ist ein Despot und Kriegsverbrecher übelster Sorte, trotzdem macht es völkerrechtlich einen Unterschied ob ausländische Streitkräfte oder vom Ausland bezahlte Milizen mit oder gegen den Willen der völkerrechtlich anerkannten Regierung im Land sind.
Ob die Mehrheit des Landes gegen Assad war darf man bezweifeln. Die religiösen Minderheiten, wie z. B. die Christen, standen jedenfalls immer hinter ihm.




Ich schrieb das die syrische Bevölkerung in größerer Zahl was gegen Assad hatte. Das war eventuell etwas unverständlich. Ich wollte zum Ausdruck bringen das ein große Anzahl in der Bevölkerung sich gegen Assad erhoben hat.

Was ja dann in den Bürgerkrieg mündete. Witzig das Du das Völkerrecht ansprichst. Dann müsste der Iran sofort seine Unterstützung im Jemen einstellen. Ägypten in Ruhe lassen.

Assad festgenommen werden und und.....

In Konflikten stirbt das Recht mittlerweile immer mehr. Wie gesagt ich wäre für Un Einsätze gewesen. Aber so wirds eben weiterhin Konflikte geben.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Mi 14. Aug 2019, 00:03

Also scheinbar weiß man in Großbritannien nicht so viel davon das die Grace1 freigegeben wurde.
https://www.aljazeera.com/news/2019/08/ ... 13160.html
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Mi 14. Aug 2019, 10:26

Die Haltung des Irak dürfte interessant werden.

Neutral bleiben war das Motto des Irak. Doch die jüngsten israelischen Luftangriffe auf iranische Stützpunkte im Irak offenbaren eine bittere Wahrheit für den Iran.

Auf die Neutralität des Irak ist wohl nicht mehr zu vertrauen weil der Irak sich wahrscheinlich gefährdet sieht durch iranische Aktionen. Iran sagte mal nie werde man gegen die Interessen des Irak was tun.

Die Realität sieht anders aus. Der Iran versucht mit seinen Aktionen sich zu einem neuen Deep State zu entwickeln. Ähnlich wie im Libanon.

In der irakischen Regierung gibt's schon länger Streit was man tun soll. Jetzt hat Israel dem Iran eine deutliche Reaktion grundsätzlich gezeigt sehr wahrscheinlich.

Die Karten werden neu gemischt, bisherige Kalkulationen gelten nicht mehr.


In arabischen Zeitungen und Webseiten wurde berichtet und nannten Details zu den Zielen der nächtlichen Luftoperationen Israels.

Da ging es um iranische Berater, die auf auf diesen Stützpunkten arbeiteten, und große Lager ballistischer Raketen, die kurz zuvor aus dem Iran eingetroffen seien. Auch die Israel Times und andere israelische Webseiten veröffentlichte dies, fügten allerdings hinzu, offizielle Bestätigungen gebe es – wie immer – nicht. Von 40 getöteten iranischen Militärexperten und Dutzenden libanesischen Hisbollah-Kämpfern war ebenso die Rede wie von der Zerstörung zahlreicher Raketen.

Scheinbar war das ein kleiner Schock für den Iran. Den erstmal war Sprachlosigkeit die Realität. Dann versuchte der Iran seine PR Nummer.

Warum keine Antwort, will der Irak sein Versprechen brechen. Die Frage kam von Mussawi Khalkhali, einem iranischen Reporter.

Es gab eine einfache Antwort und sehr kurz. Dem Irak wurde vom Iran versprochen niemals Milizen usw. im Land zu fördern.......usw. usw.

Seither ist Stille. Ich behaupte der Irak hat Israel gewähren lassen um dem Iran eine deutliche Botschaft zu vermitteln. Es reicht langsam.

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 14. Aug 2019, 15:33

Cobra9 hat geschrieben:(13 Aug 2019, 20:19)

Ich schrieb das die syrische Bevölkerung in größerer Zahl was gegen Assad hatte. Das war eventuell etwas unverständlich. Ich wollte zum Ausdruck bringen das ein große Anzahl in der Bevölkerung sich gegen Assad erhoben hat.

Was ja dann in den Bürgerkrieg mündete. Witzig das Du das Völkerrecht ansprichst. Dann müsste der Iran sofort seine Unterstützung im Jemen einstellen. Ägypten in Ruhe lassen.

Assad festgenommen werden und und.....

In Konflikten stirbt das Recht mittlerweile immer mehr. Wie gesagt ich wäre für Un Einsätze gewesen. Aber so wirds eben weiterhin Konflikte geben.


Im Jemen ist ein größerer Teil der Bevölkerung auch gegen die "Legitime Regierung". Dort war es für dich aber wohl kein Problem wenn die ausländische Macht Saudi-Arabien Partei ergriff .....was dann erst den Iran auf den Plan rief und den Bürgerkrieg erst so richtig entfachte.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Alter Stubentiger » Mi 14. Aug 2019, 15:38

Cobra9 hat geschrieben:(14 Aug 2019, 10:26)

Die Haltung des Irak dürfte interessant werden.

Neutral bleiben war das Motto des Irak. Doch die jüngsten israelischen Luftangriffe auf iranische Stützpunkte im Irak offenbaren eine bittere Wahrheit für den Iran.

Auf die Neutralität des Irak ist wohl nicht mehr zu vertrauen weil der Irak sich wahrscheinlich gefährdet sieht durch iranische Aktionen. Iran sagte mal nie werde man gegen die Interessen des Irak was tun.

Die Realität sieht anders aus. Der Iran versucht mit seinen Aktionen sich zu einem neuen Deep State zu entwickeln. Ähnlich wie im Libanon.

In der irakischen Regierung gibt's schon länger Streit was man tun soll. Jetzt hat Israel dem Iran eine deutliche Reaktion grundsätzlich gezeigt sehr wahrscheinlich.

Die Karten werden neu gemischt, bisherige Kalkulationen gelten nicht mehr.


In arabischen Zeitungen und Webseiten wurde berichtet und nannten Details zu den Zielen der nächtlichen Luftoperationen Israels.

Da ging es um iranische Berater, die auf auf diesen Stützpunkten arbeiteten, und große Lager ballistischer Raketen, die kurz zuvor aus dem Iran eingetroffen seien. Auch die Israel Times und andere israelische Webseiten veröffentlichte dies, fügten allerdings hinzu, offizielle Bestätigungen gebe es – wie immer – nicht. Von 40 getöteten iranischen Militärexperten und Dutzenden libanesischen Hisbollah-Kämpfern war ebenso die Rede wie von der Zerstörung zahlreicher Raketen.

Scheinbar war das ein kleiner Schock für den Iran. Den erstmal war Sprachlosigkeit die Realität. Dann versuchte der Iran seine PR Nummer.

Warum keine Antwort, will der Irak sein Versprechen brechen. Die Frage kam von Mussawi Khalkhali, einem iranischen Reporter.

Es gab eine einfache Antwort und sehr kurz. Dem Irak wurde vom Iran versprochen niemals Milizen usw. im Land zu fördern.......usw. usw.

Seither ist Stille. Ich behaupte der Irak hat Israel gewähren lassen um dem Iran eine deutliche Botschaft zu vermitteln. Es reicht langsam.

Ist meine persönliche Meinung.



Die völlig aus der Luft gegriffen ist. Dieser völkerrechtswidrige Angriff verstärkt nur das Band zwischen dem Irak und Iran der ja schon beim Kampf gegen den IS auf Seiten der Kurden und der irakischen Regierung stand. Israel schadet sich mit solchen Aktionen vor allem selber.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Mi 14. Aug 2019, 17:18

Cobra9 hat geschrieben:(14 Aug 2019, 10:26)

Die Haltung des Irak dürfte interessant werden.

Neutral bleiben war das Motto des Irak. Doch die jüngsten israelischen Luftangriffe auf iranische Stützpunkte im Irak offenbaren eine bittere Wahrheit für den Iran.

Ich vermute, Du beziehst Dich auf die beiden Luftangriffe Mitte und Ende Juli. Oder gab es in jüngerer Zeit weitere Aktionen?

Über die Bombardierungen im Juli hat unter anderem Anfang August der Spiegel berichtet (https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 79968.html). Dort wurde angedeutet, dass es für den Iran schon unter jetzigen Bedingungen schwierig ist, Personal und Material durch den Irak hindurch nach Syrien zu befördern, und dass es offenbar Bestrebungen gab, diese Landverbindung zu öffnen. Unter diesem Aspekt ist es durchaus plausibel, dass die Verantwortlichen im Irak "stillhalten", weil sie nicht begeistert darüber sind, durch die Aktivitäten der iranischen Milizen jetzt wieder ins Visier der israelischen Luftwaffe zu geraten. Wenn es sich um israelische Angriffe gehandelt hat, muss auch Jordanien informiert gewesen sein und den Überflug geduldet haben. Auch von dort kam keine Stellungnahme zu den Aktionen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Mi 14. Aug 2019, 17:39

Kohlhaas hat geschrieben:(14 Aug 2019, 17:18)

Ich vermute, Du beziehst Dich auf die beiden Luftangriffe Mitte und Ende Juli. Oder gab es in jüngerer Zeit weitere Aktionen?

Über die Bombardierungen im Juli hat unter anderem Anfang August der Spiegel berichtet (https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 79968.html). Dort wurde angedeutet, dass es für den Iran schon unter jetzigen Bedingungen schwierig ist, Personal und Material durch den Irak hindurch nach Syrien zu befördern, und dass es offenbar Bestrebungen gab, diese Landverbindung zu öffnen. Unter diesem Aspekt ist es durchaus plausibel, dass die Verantwortlichen im Irak "stillhalten", weil sie nicht begeistert darüber sind, durch die Aktivitäten der iranischen Milizen jetzt wieder ins Visier der israelischen Luftwaffe zu geraten. Wenn es sich um israelische Angriffe gehandelt hat, muss auch Jordanien informiert gewesen sein und den Überflug geduldet haben. Auch von dort kam keine Stellungnahme zu den Aktionen.



Auf die genannten Angriffe beziehe Ich mich. Ich hab heute mal einen sprachkundigen gebeten etwas zu übersetzen was in arabischen Medien so steht.

Es ist eigentlich völlig klar das es Israel war mit den Luftangriffen. Auch sehr deutlich ist das Jordanien und der Irak stillschweigend wegschauen immer mehr bei solchen Aktionen.

Der Iran versaut es sich immer mehr mit einigen Staaten. Jordanien versucht mittlerweile den Nachschub über sein Gebiet komplett zu unterbinden. Der Irak ergreift langsam erste Schritte das gleiche zu tun und einige andere Maßnahmen. Hast Du ja bereits erwähnt.

Aber mittlerweile macht auch Ägypten dicht. Irgendwie scheinen es diese Staaten nicht mehr lustig zu finden das der Iran versucht in ihrem Staatsgebiet sich einzuzecken wie Krebs oder irgendwie Einfluss zu nehmen. Mittlerweile werden dagegen auch Maßnahmen ergriffen. In Jordanien und Ägypten gingen viele Menschen für den Iran ins Gefängnis oder schlimmer.

Im Irak ist die Regierung mittlerweile auch gezwungen dagegen vorzugehen. Jeder dieser Staaten hat freundlich gebeten das der Iran das lässt. Dann gabs nicht so tolle Worte und von Jordanien sowie Ägypten deutliche Warnungen. Der Irak hat vor den israelischen Angriffen den Iran gewarnt es nicht zu übertreiben.

Eventuell waren Raketen des Iran im Irak die rote Linie. Und für alle die nach Völkerrecht kreischen. Der Irak hat dem Iran sowas formal untersagt weiter seine Aktivitäten zu betreiben. Wer sagt das der Irak den israelischen Angriffen nicht stillschweigend zugestimmt hat ?

Es wäre an der irakischen Regierung zu protestieren. Den Iran geht es nichts an was der Irak zu tun oder zu lassen hat. Eventuell hat der Irak so mal ein deutliches Zeichen gesetzt ohne sich selbst die Hände schmutzig machen zu müssen. Proteste wegen der Luftangriffe hat der Irak unterlassen. Das die größeren schiitischen Milizen mittlerweile von iranischen Sicherheitskräften überwacht werden dürfte auch für Unmut sorgen.



Wie ist es eigentlich rechtlich wenn der Iran mit seinen Hilfs Terroristen und Aktivisten versucht sich in anderen Ländern auszubreiten ?

Bestimmt legal mhmm
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Mi 14. Aug 2019, 17:48

Cobra9 hat geschrieben:(14 Aug 2019, 00:03)

Also scheinbar weiß man in Großbritannien nicht so viel davon das die Grace1 freigegeben wurde.
https://www.aljazeera.com/news/2019/08/ ... 13160.html




Bisher immer noch keine Freigabe. Mhmm läuft wohl nicht wie der Iran sich dat dachte
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Rio » Mi 14. Aug 2019, 18:33

zollagent hat geschrieben:(13 Aug 2019, 18:17)

Der Assad-Clan ist ein Verbrecherclan, der ohnehin nicht an der Spitze eines Staates stehen sollte. Sicher, es gibt auch andere Staaten, wo das ähnlich ist. Aber hier ist es DER FALL. Eine echte Legitimation hat kein Mitglied der Assad-Familie vorzuweisen, die erwächst aus den Gewehrläufen ihrer Polizei und ihres Militärs. Ob andere Undemokraten das nun fordern oder nicht, das hat nun wenig zur Berechtigung beizutragen. Allein ihre Methoden und ihre Herrschaftssicherung machen sie zu Personen, die eher Kriminelle als seriöse Politiker sind und daher kein politisches Amt bekleiden sollten. Und ja, es gibt da noch andere Staaten, in denen das so ist. U.A. auch das Land, für das du hier eine Lanze nach der Anderen brichst. ;)


Gerade DER FALL ist es nicht.

Natürlich hat Assad,als religiöse Minderheit, nie eine demokratische Legitimation bekommen und würde auch keine bekommen.

Sie sehen Syrer als Syrer stecken alle in einen Topf. Gerade Assad mit einem mächtigen Sicherheitsapparat hat dafür gesorgt das die vielen ethnischen,religiösen Minderheiten (35-40% stets geschützt wurden und im Interesse aller Syrer gehandelt.

Hätte ja gerne mal dein Gesicht gesehen wenn man die Regierungsgewalt die demokratische Mehrheit überlassen hatte,die die anderen hasst und töten will.

Assad wurde erst zum Terrorist ,als er glaubte mit Terroristen verhandeln zu können.

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Do 15. Aug 2019, 08:46

Alter Stubentiger hat geschrieben:(14 Aug 2019, 15:38)

Die völlig aus der Luft gegriffen ist. Dieser völkerrechtswidrige Angriff verstärkt nur das Band zwischen dem Irak und Iran der ja schon beim Kampf gegen den IS auf Seiten der Kurden und der irakischen Regierung stand. Israel schadet sich mit solchen Aktionen vor allem selber.
Der Irak versucht aktuell die Milizen im Land, darunter auch einige schiitische Milizen die dem Iran nahestehen, in die Streitkräfte des Irak einzugliedern und hat ein entsprechendes Dekret erlassen. Mit dem Angriff Israels auf diese Milizen (davon 1 Angriff nur 80 km von der iranischen Grenze entfernt) und den ausgesprochenen US-Sanktionen gegen die Milizenführer werden die Bande zwischen den Milizen und dem Iran jedenfalls gestärkt. Aus Sicht der Milizen ist der Irak nicht in der Lage sie gegen die Attacken aus Israel und den USA zu schützen. Damit handeln Israel und die USA gegen irakische Interessen. Und was das Agieren Israels betrifft gibt es vom Irak zumindest zur geplanten Teilnahme Israels an der US-Schutzmission im Persischen Golf eine klare Position.

"Iraq’s Foreign Minister Mohammad Ali al-Hakim has said Israel’s participation in a U.S.-led coalition to protect shipping in the region is “unacceptable”. Quelle: https://en.radiofarda.com/amp/iraq-reje ... 06376.html
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon zollagent » Do 15. Aug 2019, 08:51

Rio hat geschrieben:(14 Aug 2019, 18:33)

Gerade DER FALL ist es nicht.

Natürlich hat Assad,als religiöse Minderheit, nie eine demokratische Legitimation bekommen und würde auch keine bekommen.

Sie sehen Syrer als Syrer stecken alle in einen Topf. Gerade Assad mit einem mächtigen Sicherheitsapparat hat dafür gesorgt das die vielen ethnischen,religiösen Minderheiten (35-40% stets geschützt wurden und im Interesse aller Syrer gehandelt.

Hätte ja gerne mal dein Gesicht gesehen wenn man die Regierungsgewalt die demokratische Mehrheit überlassen hatte,die die anderen hasst und töten will.

Assad wurde erst zum Terrorist ,als er glaubte mit Terroristen verhandeln zu können.

Verbreiten sie weiter ihre kranke Idee,des europäischen Demokratismus, die für mich eher eine Ideologie ist überall außerhalb Europas in der Realität Krieg bedeutet. Aber die Folgen dieser Ideologie tragen ja nie die sie verbreiten sondern die Menschen die dort leben.

Unterdrückung ist kein Schutz, sondern immer Unterdrückung. Und genau diesem Zweck diente der "Sicherheitsapparat", und nicht dem Schutz irgendwelcher Gruppen. Und Demokratie ist nicht "krank". Etwas muß an dem "Demokratieding" doch dran sein, wenn selbst die größten Verbrecher sich immer wieder so ein Mäntelchen umhängen wollen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Do 15. Aug 2019, 10:30

Orbiter1 hat geschrieben:(15 Aug 2019, 08:46)

Der Irak versucht aktuell die Milizen im Land, darunter auch einige schiitische Milizen die dem Iran nahestehen, in die Streitkräfte des Irak einzugliedern und hat ein entsprechendes Dekret erlassen. Mit dem Angriff Israels auf diese Milizen (davon 1 Angriff nur 80 km von der iranischen Grenze entfernt) und den ausgesprochenen US-Sanktionen gegen die Milizenführer werden die Bande zwischen den Milizen und dem Iran jedenfalls gestärkt. Aus Sicht der Milizen ist der Irak nicht in der Lage sie gegen die Attacken aus Israel und den USA zu schützen. Damit handeln Israel und die USA gegen irakische Interessen. Und was das Agieren Israels betrifft gibt es vom Irak zumindest zur geplanten Teilnahme Israels an der US-Schutzmission im Persischen Golf eine klare Position.

"Iraq’s Foreign Minister Mohammad Ali al-Hakim has said Israel’s participation in a U.S.-led coalition to protect shipping in the region is “unacceptable”. Quelle: https://en.radiofarda.com/amp/iraq-reje ... 06376.html



Der Irak lässt schon vier Jahre die Eingliederung von schiitischen Milizen laufen. Aber nicht nur denen.

Allerdings weigern sich gerade vom Iran kontrollierte Milizen dem nachzukommen. Andere schiitische Milizen tun das.

https://www.middleeastmonitor.com/20190 ... tate-army/


Aber es könnte zu erheblichen Problemen kommen
https://m.dw.com/en/iraq-caught-between ... a-49912478


@all


Im Iran protestieren ist unklug

https://en.radiofarda.com/a/workers-pro ... 10024.html


In einem fernen Planeten

https://en.radiofarda.com/a/european-mi ... 10027.html
Das Böse hat einen Namen. Schokolade !

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