Iran & USA - Ende der Feindschaft?

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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Fr 26. Jul 2019, 18:26

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 16:48)

Das habe ich bereits getan. Und Du hast sogar schon darauf geantwortet.

Blödsinn!

Du hast hier Klingonen-Weisheiten nach dem Motto "Kein Friede in unserer Zeit" abgesondert, die Gefahr eines drohenden oder gar unmittelbar bevorstehenden (vom Iran erzwungenen) Bodeneinsatzes heraufbeschworen - und all das damit begründet, dass die USA (der Westen) den armen Iran gerade zu Selbstmordaktionen zwingen würde. Wie es dem Iran möglich sein sollte, die USA in einen Landkrieg zu zwingen, hast Du uns dabei immer noch nicht gesagt.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Fr 26. Jul 2019, 18:28

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 17:40)

Wie erbärmlich das saudische Militär trotz modernster Technik agiert kann man ja im Jemen sehen. Wieviel militärische Überlegenheit brauchen die Saudis denn um einen Krieg zu gewinnen und die entsprechende Region nachhaltig zu befrieden? 100-fache Überlegenheit, 1000-fache Überlegenheit, 100.000-fache Überlegenheit?

Was willst Du damit sagen? Dass Iran unbesiegbar ist und dass diese "Unbesiegbarkeit" die aggressive iranische Außenpolitik rechtfertigt?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Jul 2019, 18:37

Cobra9 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 15:58)

Die Hisbollah muss ja schon sparen.

http://english.alarabiya.net/en/News/mi ... eport.html



Die armen Terroristen :( :( :( :(

Terrorismus auf Sparkurs, das ist aber nun wirklich sehr neumodisch.
Die Top 5 der weltweit vermögendsten Terrororganisationen - dazu zählen Hisbollah und Hamas - werden üblicherweise mit Gold zugeschüttet.
Terror und Kriege sind nicht für Gotteslohn zu haben.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Jul 2019, 18:55

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 10:41)

Dann wäre es aber klug, mit der Pax Americana noch ein wenig zu warten und nicht dem erst-besten Caligula hinterher zu schleimen.

War es nicht Caligula, von dem man sich erzählte, er habe im Wahn Neptun den Krieg erklärt, woraufhin Soldaten mit gezogenem Schwert auf das Wasser einschlugen - und als Kriegsbeute sollen sie Muscheln mitgebracht haben, zum Zeichen des Sieges über Neptun?

Das ist ein interessantes Bild, wie ich finde. Der Cäsarismus hat ja wieder Anhänger, man vergleiche den Kult um Putin oder Erdogan.
Und bei den Mullahs samt Oberstem Führer könnte man sich relativ locker an den Cäsarenwahn eines Caligula erinnert fühlen.

Neptun ist auch ein Sinnbild der Atlantischen Allianz (vgl. Op. Neptunes Spear), da die Meere im Bündnis eine tatsächlich große Rolle spielen - was wiederum unweigerlich an den Attischen Seebund der Antike erinnert.
Zugespitzt ließe sich daraus ableiten, zumindest die plumpe Form antiamerikanischer, antibritischer und antiwestlicher Vorstellungen gleiche dem Wahn, auf Gewässer einzuschlagen, um gegenüber Neptun zu triumphieren.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 26. Jul 2019, 19:05

Cobra9 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 18:15)

Im Jemen kämpft Saudi-Arabien doch nicht wirklich. Die Ziele der Intervention sind anders.Als offizielles Ziel der Militäroperation der saudisch-geführten Allianz wurde verkündet, dass die Regierung unter Hadi vor dem vollständigen Zusammenbruch oder der Übernahme des Staates durch die Huthi-Bewegung geschützt werden solle.

Mittlerweile ist das einigermaßen gelungen. Am 21. April 2015 verkündete die saudisch-geführte Militärallianz die Einstellung der Luftangriffe und die Beendigung der Operation Decisive Storm für die Nacht auf den 22. April und gab an, ihre militärischen Ziele seien erreicht worden.
Sieh an, haben die Saudis im April vor 4 Jahren die Luftangriffe beendet weil die militärischen Ziele erreicht wurden.

"16. Mai 2019 - Zwei Tage nach dem Drohnenangriff auf eine Ölpipeline in Saudi-Arabien hat die saudische Luftwaffe neun Stellungen der Huthi-Rebellen in Sanaa und der Umgebung bombardiert. Die Hauptstadt Jemens ist unter Kontrolle der Huthi-Rebellen, die den Angriff auf die Pipeline für sich reklamierten." Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... di-arabien

Irgendwie wurden die militärischen Ziele dann doch noch nicht erreicht.

Eigentlich sollte die restliche Drecksarbeit die lokalen Kräfte erledigen. Dann gab es einen Waffenstillstand.
Zu blöd aber auch, ein Waffenstillstand, musste das sein?
Der F15 Pilot der Saudis hat mindestens 30 km mehr Reichweite. Ziel erfassen, Knopf drücken und zu 95% macht es BOOM. Und eine F15 kann einige Mal feuern :)
Das entlockt ihnen immerhin ein Lächeln. Wieviele tote Iraner muß es denn geben damit sie herzhaft lachen können? 100.000, 500.000, 10 Mio?
Es würde ein Tontaubenschießen
Wieso greifen die Saudis dann nicht den Iran an und beenden die Erzfeindschaft auf militärische Weise? Bei so einem einfachen Gegner. Liegt es an dem durch und durch friedliebenden Wesen des Knochenbrecher-Prinzen der es nicht übers Herz bringt einen unterlegenen Gegner plattzumachen?
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 26. Jul 2019, 19:36

Ohne militärische Protektion der USA würde sich das saudische Königshaus nicht in einer Eskalation länger als zwei Wochen halten.

https://www.google.com/amp/s/www.aljaze ... 38418.html

Gut, ob 2 oder 3 Wochen ist jetzt nicht so wichtig. Tatsächlich wären statt US Förderung und Protektion, Sanktionen oder ähnliches schon mehr dramatisch. Ohne pakistanische Söldner oder US Militärs gäbe es praktisch keine saudischen Streitkräfte.

Saudi-Arabien ist mehr als fragil. Lamborghinis und US Waffen sind hübsch. Aber Krieg ist kein Schönheitswettbewerb.
Wenn man zuviel weiß, wird es immer schwieriger, einfache Entscheidungen zu treffen.
Wissen stellt eine Barriere dar, die einen daran hindert, etwas in Erfahrung zu bringen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Fr 26. Jul 2019, 19:59

King Kong 2006 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 19:36)

Saudi-Arabien ist mehr als fragil. Lamborghinis und US Waffen sind hübsch. Aber Krieg ist kein Schönheitswettbewerb.
Wie das beim Krieg im Jemen lief kann man hier nachlesen. "Saudi-Arabiens Krieg mit dem Scheckbuch" https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 62273.html
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Troh.Klaus » Fr 26. Jul 2019, 20:05

Kohlhaas hat geschrieben:(26 Jul 2019, 18:26)
Blödsinn!
Du hast hier Klingonen-Weisheiten nach dem Motto "Kein Friede in unserer Zeit" abgesondert, die Gefahr eines drohenden oder gar unmittelbar bevorstehenden (vom Iran erzwungenen) Bodeneinsatzes heraufbeschworen - und all das damit begründet, dass die USA (der Westen) den armen Iran gerade zu Selbstmordaktionen zwingen würde. Wie es dem Iran möglich sein sollte, die USA in einen Landkrieg zu zwingen, hast Du uns dabei immer noch nicht gesagt.

Dann noch einmal extra für Dich.
Mein Eingangs-Statement. Man beachte die Konjunktivform:
Ich schätze, dass der Iran bald so in der Ecke fest steckt, dass er ein Ende mit Schrecken wählen könnte. Dann wäre Trumps Strategie ja voll aufgegangen

Deine Rückfrage:
Was schwebt Dir da vor?

Mein Versuch, Dir darauf zu antworten.
Ein massiver Luftangriff auf einen amerikanischen Flugzeugträger. Oder ein entsprechender Luftangriff auf zivile Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, etc. Wohl wissend, dass danach eine Militäroperation gegen den Iran folgen wird. In der Erwartung, dass auch Bodentruppen zum Einsatz kommen (müssen), die man dann nach Taliban-Art über Jahre in einen Abnutzungskrieg locken möchte. Ein Mullah-Regime in Teheran ist dazu nicht mehr nötig.

Oder um es mit dem Klingonen-General Chang zu sagen: "Kein Friede in unserer Zeit".

Und wenn da steht "In der Erwartung", dann ist das nicht meine Erwartung, dass das passiert, sondern ich unterstelle den Machthabern in Teheran, dass sie solche Überlegungen anstellen könnten, einschließlich der Hoffnung, die USA in einen Landkrieg zu locken.

Danach Deine Replik:
Aber viel wichtiger: Willst Du uns hier tatsächlich erzählen, dass ein Amoklauf des Iran gerechtfertigt wäre, weil Trump das Atomabkommen gekündigt hat?

Warum "müssen" denn bei so einer Aktion auch Bodentruppen zum Einsatz kommen? Mag sein, dass die Mullahs das hoffen und dass Du Dir das wünscht. Aber warum sollte das notwendig sein? Es gibt doch inzwischen genug empirisch nachprüfbare Fälle, in denen die US-Truppen ganz viel kaputt gemacht haben, ohne am Boden in den Einsatz gegangen zu sein. Was bringt Dich auf die bescheuerte Idee, dass irgendwelche Mullahs die USA in eine Bodenkrieg "zwingen" könnten?

Und mit dieser Äußerung ist eigentlich schon alles erklärt. Wenn Klingonen-General Chang die Grundlage für Deine Bewertung der politischen Realität am Golf ist, dann sollten wir alle einfach ganz gelassen auf die Ankunft der Klingonen warten. Alternativ könnten wir natürlich auch selbst tätig werden, solange Klingonisch noch nicht Amtssprache am Persischen Golf ist.

Und auch darauf gab es von mir eine Antwort:
Ich rechtfertige mitnichten einen Amoklauf des Iran.
Lass Deine Unterstellungen. Nur weil ich das Vorgehen Trumps als fragwürdig ansehe, bin ich noch lange kein Parteigänger der Mullahs. Und ich habe von "(müssen)" in Klammern geredet.
"Kein Friede in unserer Zeit", das ist mein Eindruck von den Intentionen der maßgeblichen Politiker in dieser Krise, auf beiden Seiten. Ob Du auf die Klingonen wartest, tangiert mich nur peripher.

Und jetzt beginnst Du von vorne:
Du hast angedeutet, dass Iran so sehr in die Enge getrieben werden könnte, dass Iran "ein Ende mit Schrecken" suchen könnte.
Jetzt sag uns doch mal, wie das Deiner MEinung nach aussehen soll

Hast Du Probleme mit Deinem Kurzzeitgedächtnis?
Bleibt gesund!
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Kohlhaas » Fr 26. Jul 2019, 20:25

Troh.Klaus hat geschrieben:(26 Jul 2019, 20:05)

Dann noch einmal extra für Dich.
Mein Eingangs-Statement. Man beachte die Konjunktivform:


Welchen Konjunktiv meinst Du? Den dass Iran ein nur Dir verständliches Ende mit Schrecken wählen "könnte" oder den, dass damit die Strategie der USA aufgegangen "wäre"? Das Problem ist nicht mein Kurzzeitgedächtnis, sondern Deine wirklichkeitsfremde Argumentation. Du unterstellst unausgesetzt, dass die Politik der USA den Iran in ein Irrsinnsunternehmen treiben würde. Dabei fehlt jeder Beleg, dass dies die Absicht der USA wäre und zudem noch jeder Beleg, dass der Iran zu einem solchen von Dir behaupteten Irrsinnsunternehmen überhaupt fähig wäre. Man beachte den Konjunktiv!

Welcher Inhalt bleibt dann von Deinen Aussagen noch übrig? Zum Beispiel auch bezogen auf die Aussage, dass Iran die USA in einen Bodenkrieg zwingen könne/müsse? Man beachte auch hier den Konjuktiv!
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Fr 26. Jul 2019, 21:09

Pompeo wäre sehr erfreut mit Iranern zu sprechen. Die Ankündigung direkt mit iranian people zu sprechen kam nach einem Waffentest Irans. Was genau er mit Menschen dort bezüglich des Abkommens verhandeln will wäre die Frage. Hauptsache er kann überhaupt reden? Und was will er den dort Verantwortlichen sagen?

Mike Pompeo offers to travel to Iran to hold direct talks after 'missile launch'

"Sure. If that's the call, I'd happily go there... I would welcome the chance to speak directly to the Iranian people," the top US diplomat told Bloomberg TV.

https://news.sky.com/story/mike-pompeo- ... h-11770798


Interessanterweise, wie bereits erwähnt, nimmt jetzt der Schwerwasserreaktor Arak wieder Fahrt auf. Briten und China dabei. Dort wurde "pausiert"... Teheran ließ verlauten, daß wenn die Briten nicht ihren Verpflichtungen nachkämen man das eben wieder selber machen würde. Leistungsstärker - im Rahmen des NPT.

Großbritannien baut wieder am iranischen Atomprogramm mit.

Head of the Atomic Energy Organization of Iran (AEOI) Ali Akbar Salehi says work on the reconstruction of the Arak heavy water reactor — a project jointly undertaken by China, Britain and Iran — has “picked up pace” following a pause.

https://www.presstv.com/Detail/2019/07/ ... itain-Arak
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon DarkLightbringer » Fr 26. Jul 2019, 21:33

Chamberlain sagte, "Frieden in unserer Zeit", und das war Appeasement.
Es war die Idee, ein Krokodil in der Hoffnung zu füttern, als letztes gefressen zu werden.

"Klingonen" sind da viel direkter - Michael Lüders beispielsweise, er leugnet die zahllosen Metastasen des iranischen Terrors in der Region gar nicht. Er nennt es aber "Vorne-Verteidigung".
Mit Appeasement hat das dann eher wenig zu tun.

Man könnte vielleicht sagen, das ist die aus der Äquidistanz zu erfolgende Betrachtung des Schlachtenglücks.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 27. Jul 2019, 08:16

Oman möchte gerne als Mediator auftreten.

Oman may mediate between Iran and UK over tanker crisis

https://www.dw.com/en/oman-may-mediate- ... a-49761892


Oman bietet sich durchaus an. Durch die brit. Kolonialgeschichte hat man Erfahrung mit GB und man ist seit vielen Jahren Sicherheitspartner Irans. Beide Staaten führen regelmäßig militärische Manöver durch. Während der Dhofar Rebllion hat der Iran an der Spitze mit Soldaten und viel Hardware zusammen mit GB u.a. Aufständische im Oman langjährig niedergekämpft. Was im Gegensatz zu heute im Kampf Irans gegen den IS sehr gut im Westen ankam. Ist eben eine Frage des Blickwinkels, wo man gerade steht. ;)
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Sa 27. Jul 2019, 11:53

Wie schon reichlich vermutet ist die Bundesregierung bereit sich an einem Einsatz zur Schutzmission zu beteiligen. Es ist sogar wahrscheinlich das der Bundestag nochmal seinen Urlaub unterbrechen muss.

https://m.spiegel.de/politik/ausland/ir ... 78630.html

Ich gehe schwer davon aus das der Mission zugestimmt wird. Die Bundesmarine trifft jedenfalls Vorbereitungen.

In anderen Staaten sieht es auch gut aus mit der Unterstützung. Ich glaube der Iran wird wohl damit sich abfinden müssen das Handelsschiffe bald eskortiert werden.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon imp » Sa 27. Jul 2019, 12:01

King Kong 2006 hat geschrieben:(27 Jul 2019, 08:16)

Oman möchte gerne als Mediator auftreten.



Oman bietet sich durchaus an. Durch die brit. Kolonialgeschichte hat man Erfahrung mit GB und man ist seit vielen Jahren Sicherheitspartner Irans. Beide Staaten führen regelmäßig militärische Manöver durch. Während der Dhofar Rebllion hat der Iran an der Spitze mit Soldaten und viel Hardware zusammen mit GB u.a. Aufständische im Oman langjährig niedergekämpft. Was im Gegensatz zu heute im Kampf Irans gegen den IS sehr gut im Westen ankam. Ist eben eine Frage des Blickwinkels, wo man gerade steht. ;)

Eine gute Initiative. Ist nur die Frage, ob der blonde Taugenichts an einer Lösung überhaupt interessiert ist.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon King Kong 2006 » Sa 27. Jul 2019, 12:14

imp hat geschrieben:(27 Jul 2019, 12:01)

Eine gute Initiative. Ist nur die Frage, ob der blonde Taugenichts an einer Lösung überhaupt interessiert ist.



Nein, ist er nicht.

Das ist das Problem. Er ist an gefährlicher Eskalation interessiert. Von Annäherung zwischen den USA und Iran hat er durch gezielte Eskalation (Handelskrieg, GB Tankerkrise usw.) eine hochgefährliche Konfliktsituation geschaffen. Davor wurde ja in der USA und ausserhalb gewarnt.

Man kann ihm nur eine Exit-Strategie anbieten. Oder warten, bis er in Rente geht. Das ist ja absehbar. Den Iran wird's ja länger geben. Mit den Folgen muss man erstmal leben. Und hinter ihm aufräumen.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon imp » Sa 27. Jul 2019, 12:18

Entfallen.
Zuletzt geändert von imp am Sa 27. Jul 2019, 12:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon imp » Sa 27. Jul 2019, 12:20

King Kong 2006 hat geschrieben:(27 Jul 2019, 12:14)

Nein, ist er nicht.

Das ist das Problem. Er ist an gefährlicher Eskalation interessiert. Von Annäherung zwischen den USA und Iran hat er durch gezielte Eskalation (Handelskrieg, GB Tankerkrise usw.) eine hochgefährliche Konfliktsituation geschaffen. Davor wurde ja in der USA und ausserhalb gewarnt.

Man kann ihm nur eine Exit-Strategie anbieten. Oder warten, bis er in Rente geht. Das ist ja absehbar. Den Iran wird's ja länger geben. Mit den Folgen muss man erstmal leben. Und hinter ihm aufräumen.

Wenn Boom Boom Boris die Irankrise mit seinem Theater versemmelt, gebe ich ihm keine drei Monate bis zur Rente.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Sa 27. Jul 2019, 12:25

Orbiter1 hat geschrieben:(26 Jul 2019, 19:05)

Sieh an, haben die Saudis im April vor 4 Jahren die Luftangriffe beendet weil die militärischen Ziele erreicht wurden.

"16. Mai 2019 - Zwei Tage nach dem Drohnenangriff auf eine Ölpipeline in Saudi-Arabien hat die saudische Luftwaffe neun Stellungen der Huthi-Rebellen in Sanaa und der Umgebung bombardiert. Die Hauptstadt Jemens ist unter Kontrolle der Huthi-Rebellen, die den Angriff auf die Pipeline für sich reklamierten." Quelle: https://www.zeit.de/politik/ausland/201 ... di-arabien

Irgendwie wurden die militärischen Ziele dann doch noch nicht erreicht.

Zu blöd aber auch, ein Waffenstillstand, musste das sein?
Das entlockt ihnen immerhin ein Lächeln. Wieviele tote Iraner muß es denn geben damit sie herzhaft lachen können? 100.000, 500.000, 10 Mio?
Wieso greifen die Saudis dann nicht den Iran an und beenden die Erzfeindschaft auf militärische Weise? Bei so einem einfachen Gegner. Liegt es an dem durch und durch friedliebenden Wesen des Knochenbrecher-Prinzen der es nicht übers Herz bringt einen unterlegenen Gegner plattzumachen?



Lies doch einfach mal was man Dir schreibt ganz. Die großen Operationen sind eingestellt. Es ging darum dss die Huthi nicht fen ganzen Jemen übernehmen und die verbündeten Kräfte eine eigene Region haben.Auch wegen des komischen Waffenstillstand ist Zurückhaltung angesagt. Das Saudi-Arabien oder andere Akteure noch einzelne Aktionen durchführen hab Ich nicht abgestritten.

Aber die Drecksarbeit, also Kämpfe am Boden usw. sollen die lokalen Kräfte erledigen. Hab ich auch geschrieben. Den Waffenstillstand im Jemen begrüß Ich eigentlich. Aber es sichert lediglich den Status Quo. Es gibt keine positive Entwicklung, wirkliche Verhandlungen, keinen Aufbau. Tut mir leid aber eigentlich sollte man versuchen genau das zu erreichen.

Das Lächeln war und ist darauf bezogen das jemand glaubt das die iranische Luftwaffe eine Chance hätte gegen Luftstreitkräfte die grundsätzlich überlegen sind.
Der einzige Jet der Iraner wo eventuell überhaupt ernstzunehmend wäre ist die Mig29. Aber Mirage, Phantom und allen Ernstes noch F5 ,Tiger sollen gehen Eurofighter, F15 antreten ?

Schon das wäre idiotisch. Dann kommen Waffenreichweiten ins Spiel. Saudi-Arabien und andere Streitkräfte am Golf sind da haushoch überlegen. Kommen wir noch zum EKOLA, ECM. Keine Chance auch. Dazu hätten die Gegner des Iran AWACS usw.

Ja ich lächle darüber wenn Mir da einer erzählen will die iranische Luftwaffe wäre eine Bedrohung für Saudi-Arabien oder die Usa. Mir würden die Piloten leid tun die der Iran opfert. Ich bin auch nicht dafür das Saudi-Arabien oder die Usa den Iran aktuell angreifen.

Dafür gibt's keine Notwendigkeit. Aber die Streitkräfte von Saudi-Arabien zu bewerten , ohne sie wirklich im Einsatz erlebt zu haben oder sonstige Grundlagen zu einer Bewertung zu haben finde ich fragwürdig. Ich vertrete die Meinung das iranische Streitkräfte bei einem Angriff auf Saudi-Arabien eine bitterböse Überraschung erleben würden was die Kampfkraft der Saudis angeht.

Aber die Verantwortlichen im Iran wissen das, deshalb wirds keine offene Konflikte geben. Das eine der jeweiligen Führungen der Länder friedfertig, humanitär freundlich ist wage Ich zu bezweifeln.


Ich behaupte mal schwer jeder Führung in den jeweiligen Ländern geht's um Machterhalt. Zimperlich ist niemand. Ob man nun jemand köppft oder am Baukran hängt....
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Orbiter1 » Sa 27. Jul 2019, 12:49

Cobra9 hat geschrieben:(27 Jul 2019, 11:53)

Wie schon reichlich vermutet ist die Bundesregierung bereit sich an einem Einsatz zur Schutzmission zu beteiligen.
Was für eine Schutzmission? Zitat aus dem von ihnen verlinkten Artikel:

"Zwar legte der Außenminister Wert darauf, dass es um Aufklärung im Rahmen einer Koalition der Willigen gehe und nicht um eine robuste Schutzmission, wie sie von den USA mit der "Operation Sentinel" unlängst ins Spiel gebracht worden war. Auch Kramp-Karrenbauer schließt einen Hormus-Einsatz nicht grundsätzlich aus. Gleichwohl ist für einen Bundeswehreinsatz die Zustimmung des Bundestags notwendig."

Da geht es nach Maas um Aufklärung nicht um robuste Schutzmaßnahmen. Da wird die Marine keinen Schuss abfeuern, es sei denn zur Selbstverteidigung.
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Re: Iran & USA - Ende der Feindschaft?

Beitragvon Cobra9 » Sa 27. Jul 2019, 13:05

Orbiter1 hat geschrieben:(27 Jul 2019, 12:49)

Was für eine Schutzmission? Zitat aus dem von ihnen verlinkten Artikel:

"Zwar legte der Außenminister Wert darauf, dass es um Aufklärung im Rahmen einer Koalition der Willigen gehe und nicht um eine robuste Schutzmission, wie sie von den USA mit der "Operation Sentinel" unlängst ins Spiel gebracht worden war. Auch Kramp-Karrenbauer schließt einen Hormus-Einsatz nicht grundsätzlich aus. Gleichwohl ist für einen Bundeswehreinsatz die Zustimmung des Bundestags notwendig."

Da geht es nach Maas um Aufklärung nicht um robuste Schutzmaßnahmen. Da wird die Marine keinen Schuss abfeuern, es sei denn zur Selbstverteidigung.



Lies den Artikel mal in Ruhe. Sogar im Artikel ist direkt hinterlegt zu welcher Schutzmission die Bundesregierung bereit ist.

Link dazu :

https://m.spiegel.de/politik/ausland/pe ... 78691.html


Genau zu jener Mission ist die Bundesregierung bereit eine Beteiligung positiv zu bewerten. Streitest Du ab das auch im ursprünglichen Artikel direkt verlinkt wurde ?

Also stell Dich nicht blöde um was es wirklich geht. Natürlich ist die vorgesehene Schutzmission nicht mit Sentinel der Usa vergleichbar. Die gehen viel weiter.

Ich hoffe doch sogar sehr das keine Eskorte der Europäischen Mission einen Schuss abfeuern muss. Wenn niemand versucht die eskortierten Handelsschiffe zu stören, anzugreifen oder sonstige Aktionen wird es nicht notwendig was zu tun.

Wäre auch der bestmögliche Verlauf :)
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