Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

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Sören74

Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

happySchland hat geschrieben:(03 Dec 2021, 17:39)

Nur wenn die Impfung immunisiert, ist eine Pflicht auch nur denkbar.
Wenn wir hypothetisch 100% der Deutschen geimpft hätten, würde die Lage kaum anders aussehen, weil die Geimpften dennoch ansteckend und die Risikogruppen weiterhin gefährdet sind, da der Impfschutz seine Wirkung verliert.
Die Risikogruppe wäre allerdings wesentlich kleiner, denn wir hätten nicht mehr die 15% Ungeimpften bei den Ü60 dabei.
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Platon
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

In Bayern: (Zahlen von gestern bzw. heute)
7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner
Geimpft: 103,1
Ungeimpft: 1.616,4

7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz pro 100 Tsd. Einw.
Geimpft 2,6
Ungeimpft 15,5

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/in ... ronavirus/

Also wenn alle geimpft wären, die Inzidenz bei maximal 100 rumdümpelt im Winter, sie wäre ohne die Ungeimpften natürlich derzeit auch deutlich geringer, und kaum einer ins Krankenhaus kommt braucht es auch keinen Lockdown. Daher darf man sich aussuchen ob man jetzt eine Impfpflicht einführt oder jeden Winter den Lockdown macht und da fällt die Wahl eigentlich gar nicht so schwer.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Uffhausen hat geschrieben:(03 Dec 2021, 19:13)

Bezirk Marin County in Kalifornien: 92% vollständig Geimpfte.

Erfolgsgeheimnis:

https://www.tagesschau.de/ausland/ameri ... o-101.html

Nachahmungswürdig?
Ich finde, alles was das Vertrauen in die Impfung erhöht, ist nachahmungswürdig. Dafür muss man dann auch Zeit, Geld und Personal zur Verfügung stellen. Wir haben in Deutschland aber leider viele Bedenkenträger, sobald man viel Geld in die Hand nehmen muss und dann heißt es, hmm, wir werden doch nicht alle überzeugen können und was ist, wenn das doch nichts bringt usw. Statt mal die Chancen zu sehen, dass man auf die Art Impfquoten von 90% und mehr erreichen könnte, ohne das man die Fronten verhärtet.

Im Grunde genommen haben die Behörden in dem Bezirk in Kalifornien klassische Kundenbefragung betrieben, um überhaupt mal festzustellen, warum das Produkt bisher von einer Gruppe nicht angenommen wird. Und was ein Unternehmen dann nie machen würde, diese Gruppe dann zu beschimpfen.
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Andreas62
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Andreas62 »

Diese Impfpflicht ist wirklich politisch herbeigeredeter Quatsch, in unserer Ordnungsverwaltung wo alles mit 5 Durchschlägen abgesichert ist, wird man niemals 20 Millionen Impfmuffel verwaltungstechnisch bearbeiten können.
Besser wäre jetzt die Impfwilligen zu bearbeiten, also genügend Impfstoff und Logistik zu organisieren.
Apropos 5 Durchschläge, für meine 3 Impfungen musste ein kleiner Wald sein Leben lassen wegen auszufüllendem Papier, am Ende natürlich immer der wichtige Haftungsausschluss.
Den wird bei Impfpflicht wohl niemand unterzeichnen, ergo, jemand trägt nachgewiesenermaßen durch die dann Zwangsimpfung einen gesundheitlichen Schaden davon, die Anwälte dürften sich freuen.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Andreas62 »

Noch ein Szenario, ein 10jähriges Kind müssen die Eltern unter Androhung eines Zwangsgeldes der Impfung zuführen.
Das Kind hätte durch den Virus nie und nimmer einen körperlichen Schaden erlitten, durch die Impfung aber schon.
Ich denke der Staat scheut diese Verantwortung die in Haftbarkeitspflichten münden könnten.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

Laut letzter Bund-Länder-Sitzung zu Corona wird über die Impfpflicht in nächster Zukunft, vermutlich zum Jahresbeginn, abgestimmt werden und zahlreiche Politiker haben sich dafür ausgesprochen, eine Mehrheit ist zu erwarten. Laut Umfragen gibt es auch eine Mehrheit in der Bevölkerung, die für die Impfpflicht ist (~70% Zustimmung). Die Impfpflicht wird aller Wahrscheinlichkeit nach kommen, vermutlich ab Februar oder eher März. Das kommt und die Impfgegner werden sich alle impfen lassen müssen, ob sie nun wollen oder nicht.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Andreas62 »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:34)

Die Impfpflicht wird aller Wahrscheinlichkeit nach kommen, vermutlich ab Februar oder eher März. Das kommt und die Impfgegner werden sich alle impfen lassen müssen, ob sie nun wollen oder nicht.
Sind aber nicht alles Impfgegner, vielmals eher Impfskeptiker.
Die Rhetorik hat im Verlauf der Geschichte von Corona schon aggressivere Züge wie anfänglich angenommen.
Das sich da alle impfen lassen werden ob sie denn wollen oder nicht, ist wie geschrieben ein Märchen aus Tausend und einer Nacht.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

Es wird laut Regierungssprecher Seibert eine Abstimmung Anfang Januar und vorher eine Stellungname des Ethikrats geben.
https://www.rnd.de/politik/allgemeine-c ... NSJVY.html

Es ist zu erwarten, dass SPD, Union, Grüne und Teile der FDP dafür stimmen. Die AfD natürlich dagegen, bei den Abgeordneten der Linken weiß ich es gar nicht.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:41)

Sind aber nicht alles Impfgegner, vielmals eher Impfskeptiker.
Die Rhetorik hat im Verlauf der Geschichte von Corona schon aggressivere Züge wie anfänglich angenommen.
Das sich da alle impfen lassen werden ob sie denn wollen oder nicht, ist wie geschrieben ein Märchen aus Tausend und einer Nacht.
Wer sich nicht impfen lässt wird halt nicht mehr arbeiten oder ALG2 beziehen können. Er wird auch Probleme bekommen sich zu versichern und wird auch regelmäßig Bußgeldbescheide bekommen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Zur Schule oder Uni wird man auch nicht können. Es wird nicht alles von heute auf morgen gehen, aber wer bei der Impfpflicht nicht mitmacht und nicht gerade Millionär ist, wird sich fragen müssen, ob seine Überzeugungen zur Impfung es wirklich wert ist all diese Nachteile in Kauf zu nehmen. Es ist Sinn und Zweck einer gesetzlichen Impfpflicht, dass man faktisch keine Wahl mehr hat. Diese Freiheit der Wahl wird einem von Seiten des Staates genommen. Das wird dann auf dem gleichen Wege durchgesetzt wie andere Gesetze. Man kann das dann immer noch schlecht finden und sogar dagegen demonstrieren, aber daran halten wird man sich müssen.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Andreas62 »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:41)

Es wird laut Regierungssprecher Seibert eine Abstimmung Anfang Januar und vorher eine Stellungname des Ethikrats geben.
https://www.rnd.de/politik/allgemeine-c ... NSJVY.html

Es ist zu erwarten, dass SPD, Union, Grüne und Teile der FDP dafür stimmen. Die AfD natürlich dagegen, bei den Abgeordneten der Linken weiß ich es gar nicht.
Teile der FDP können ja als dann Regierungspartei wohl kaum dagegen stimmen.
Die Kommunisten sind für die Impfpflicht, ist aber zur Abstimmung irrelevant.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Andreas62 »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:45)

Wer sich nicht impfen lässt wird halt nicht mehr arbeiten oder ALG2 beziehen können. Er wird auch Probleme bekommen sich zu versichern und wird auch regelmäßig Bußgeldbescheide bekommen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Zur Schule oder Uni wird man auch nicht können. Es wird nicht alles von heute auf morgen gehen, aber wer bei der Impfpflicht nicht mitmacht und nicht gerade Millionär ist, wird sich fragen müssen, ob seine Überzeugungen zur Impfung es wirklich wert ist all diese Nachteile in Kauf zu nehmen. Es ist Sinn und Zweck einer gesetzlichen Impfpflicht, dass man faktisch keine Wahl mehr hat. Diese Freiheit der Wahl wird einem von Seiten des Staates genommen. Das wird dann auf dem gleichen Wege durchgesetzt wie andere Gesetze. Man kann das dann immer noch schlecht finden und sogar dagegen demonstrieren, aber daran halten wird man sich müssen.
Ich bin noch ziemlich neu hier und freue mich immer über demokratisch offenen Austausch.
Solches harsches Diktatursprech irritiert mich schon mit meiner Vita, genau diesen Duktus kenne ich noch aus einer richtigen Diktatur.
Solche Schreibbeiträge lassen mich leicht frösteln.
Zuletzt geändert von Andreas62 am Sa 4. Dez 2021, 00:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:51)

Ich bin noch ziemlich neu hier und freue mich immer über demokratisch offenen Austausch.
Solches harsches Diktatursprech irritiert mich schon mit meiner Vita.
Das ist aber genau das was im Januar beschlossen werden wird. Es ist eine Impfpflicht, die von staatlicher Seite langfristig und mit großer Härte durchgesetzt werden wird.
Man muss schon klar aussprechen, worauf das hinausläuft, auch und gerade wenn man wie ich selbst dafür ist bzw. es für alternativlos hält.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Vongole »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:03)

Noch ein Szenario, ein 10jähriges Kind müssen die Eltern unter Androhung eines Zwangsgeldes der Impfung zuführen.
Das Kind hätte durch den Virus nie und nimmer einen körperlichen Schaden erlitten, durch die Impfung aber schon.
Ich denke der Staat scheut diese Verantwortung die in Haftbarkeitspflichten münden könnten.
Der Staat bei einer Impfpflicht immer in der Haftung, und dass Kinder durch Impfungen Schaden erleiden müssen, durch das Virus aber nicht, ist eine völlig unhaltbare, weil nicht beweisbare Behauptung.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Andreas62 »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:54)

Das ist aber genau das was im Januar beschlossen werden wird. Es ist eine Impfpflicht, die von staatlicher Seite langfristig und mit großer Härte durchgesetzt werden wird.
Man muss schon klar aussprechen, worauf das hinausläuft, auch und gerade wenn man wie ich selbst dafür ist bzw. es für alternativlos hält.
Das ist nichts anderes als "Denen werden wir es zeigen!"
Und das hilft niemanden weiter.
Noch einmal, der Staat der momentan über Impfpflicht sinniert, ist überfordert damit für Impfwillige eine Impfung problemlos zu organisieren.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Andreas62 »

Vongole hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:56)

Der Staat bei einer Impfpflicht immer in der Haftung, und dass Kinder durch Impfungen Schaden erleiden müssen, durch das Virus aber nicht, ist eine völlig unhaltbare, weil nicht beweisbare Behauptung.
Wieso ist das eine unhaltbare Behauptung?
Ich denke wenn man sich die Mühe macht diverse Studien zu studieren ist es schon haltbar.
Hier regiert irgendwie die umgekehrte Beweislast.
Die immer fordern sollen sich doch selbst mal belesen, wäre hilfreich, alles andere ist mit Verlaub recht unintellektes Kindergartenniveau.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Vongole »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 01:03)

Wieso ist das eine unhaltbare Behauptung?
Ich denke wenn man sich die Mühe macht diverse Studien zu studieren ist es schon haltbar
Dann mal her mit einer seriösen Studie, dass Kinder durch die in DE zugelassenen Covid-19-Vakzine Schäden erleiden.
Und natürlich mit einer weiteren, die beweist, dass eine Infektion bei Kindern keine Nachwirkungen, vor allem keine Langzeitfolgen hat.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 01:01)

Das ist nichts anderes als "Denen werden wir es zeigen!"
Und das hilft niemanden weiter.
Noch einmal, der Staat der momentan über Impfpflicht sinniert, ist überfordert damit für Impfwillige eine Impfung problemlos zu organisieren.
Darum wird die Impfpflicht ja auch erst im März kommen, wenn die Booster-Impfungen alle durch sind.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Andreas62 »

Vongole hat geschrieben:(04 Dec 2021, 01:09)

Dann mal her mit einer seriösen Studie, dass Kinder durch die in DE zugelassenen Covid-19-Vakzine Schäden erleiden.
Und natürlich mit einer weiteren, die beweist, dass eine Infektion bei Kindern keine Nachwirkungen, vor allem keine Langzeitfolgen hat.
Bei Moderna hat man vorsichtshalber eine gewisse Altersgruppe vorsorglich schon einmal ausgeschlossen, gab da schon, ich nenne es mal Vorkommnisse.
Man kann das ja auch beim überzeugten Meinungskampf nicht gänzlich wegreden.
" Dann mal her" ist mir in meiner Jugend eher so vom Dorfkneipenstammtisch erinnerlich.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Vongole »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 01:18)

Bei Moderna hat man vorsichtshalber eine gewisse Altersgruppe vorsorglich schon einmal ausgeschlossen, gab da schon, ich nenne es mal Vorkommnisse.
Man kann das ja auch beim überzeugten Meinungskampf nicht gänzlich wegreden.
Genau deswegen empfiehlt die Stiko auch Corminaty von Biontech.
Ich will nicht alles wegreden, ich gebe nur zu bedenken, dass Impfungen schützen. Bei Covid-19 nicht unbedingt vor der Infektion, aber vor schwerem Verlauf und Langzeitfolgen.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Andreas62 »

Vongole hat geschrieben:(04 Dec 2021, 01:28)

Genau deswegen empfiehlt die Stiko auch Corminaty von Biontech.
Ich will nicht alles wegreden, ich gebe nur zu bedenken, dass Impfungen schützen. Bei Covid-19 nicht unbedingt vor der Infektion, aber vor schwerem Verlauf und Langzeitfolgen.
Da sind wir vollkommen beieinander.
Der Impfbooster muss kommen, was weiß ich, irgendwelche Zelte wo man problemlos ohne hirnrissige 5 Zettel auszufüllen innerhalb einer viertel Stunde geimpft wird wenn man es will.
So könnte die Anhebung der Impfquote gelingen, aber nicht mit spinnigem Politquatsch von einer Impfpflicht.
Die Zahlen der ohne Impfpflicht zu impfenden lassen einem aber schwindelig werden, von den ehemaligen Skeptikern wollen jetzt bestimmt 10 Millionen, die Boosterer dürften was um die 40 Millionen sein.
Und dann nicht solchen Schwachfug das ein von einem Vollhonk geführtes Ministerium erst gar keinen Impfstoff bestellt hat und dann Millionen Chargen vom falschen.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von MoOderSo »

Platon hat geschrieben:(03 Dec 2021, 23:28)

In Bayern: (Zahlen von gestern bzw. heute)
7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner
Geimpft: 103,1
Ungeimpft: 1.616,4

7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz pro 100 Tsd. Einw.
Geimpft 2,6
Ungeimpft 15,5

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/in ... ronavirus/

Also wenn alle geimpft wären, die Inzidenz bei maximal 100 rumdümpelt im Winter, sie wäre ohne die Ungeimpften natürlich derzeit auch deutlich geringer, und kaum einer ins Krankenhaus kommt braucht es auch keinen Lockdown. Daher darf man sich aussuchen ob man jetzt eine Impfpflicht einführt oder jeden Winter den Lockdown macht und da fällt die Wahl eigentlich gar nicht so schwer.
Tja, wenn man alle, die man nicht nach dem Impfstatus fragt, den Ungeimpften zuschustert, kommt man halt auf so alberne Zahlen.
https://www.focus.de/gesundheit/coronav ... 86500.html
Der Anarchist ist kein Feind der Ordnung. Er liebt die Ordnung so sehr, daß er ihre Karikatur nicht erträgt.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Schnitter »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 01:34)
..., aber nicht mit spinnigem Politquatsch von einer Impfpflicht.
An der Notwendigkeit einer Impfpflicht ist gar nichts "politisch".

Das kannst du ja mal Intensivpflegern erzählen, was das für ein "Quatsch" wäre.

Oder dem Teil der Bevölkerung mit Restgehirn der diese Scheiße die ganze Zeit ertragen muss.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

MoOderSo hat geschrieben:(04 Dec 2021, 02:45)

Tja, wenn man alle, die man nicht nach dem Impfstatus fragt, den Ungeimpften zuschustert, kommt man halt auf so alberne Zahlen.
https://www.focus.de/gesundheit/coronav ... 86500.html
Interessant, dass das so gemacht wurde. Bei den Hospitalisierungen werden die Zahlen dann aber schon eher stimmen, weil ja dort sicherlich gründlicher nachgefragt wird

Beim kritischen Hinterfragen ist es aber schon so, dass die Zahlen in Bayern bezüglich des Verhältnis von Geimpft vs. Ungeimpft 1:15,7 nicht stimmen kann. Weil es demnach anteilig bei den Infektionen weitaus weniger Impfdurchbrüche gäbe als bei den Hospitalisierungen Geimpft vs. Ungeimpft 1:6. Das kann gar nicht sein, weil in der bundesweiten Statistik aller Coronafälle der Anteil der Impfdurchbrüche bei den Infektionen klar höher ist als bei den Hospitalisierungen und es ja auch Allgemeinwissen und mehr als naheliegend ist, dass die Impfung besser vor Hospitalisierung als vor Infektion schützt.

Anteil Impfdurchbrüche bei Infektionen in den letzten 4 Wochen (Anteil von den Fallzahlen):
12-17 Jahre: 7,6%
18-59 Jahre: 50%
60 und älter: 71,3%
Anteil Impfdurchbrüche bei Hospitalisierungen:
12-17 Jahre: 10,7%
18-59 Jahre: 29%
60 und älter: 54,5%
Anteil Impfdurchbrüche auf Intensivstation:
12-17 Jahre: 0%
18-59 Jahre: 15,7%
60 und älter: 48%

Quelle Wochenbericht des RKI vom 2.11.:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... n=13490888

Wenn man dort auf Seite 21 die Tabelle der Inzidenzen von ganz Deutschland pi mal Daumen abliest könnte man dort auf folgende Inzidenzen kommen:
Symptomatische Fälle:
12-17 Jahre: Geimpft: 45 Ungeimpft: 390 = 1:8.7
18-59 Jahre: Geimpft: 100 Ungeimpft: 250 = 1:2,5
60 und älter: Geimpft: 60 Ungeimpft: 130 = 1:2,17
Hospitalisierungen:
12-17 Jahre: Geimpft: 0,5 Ungeimpft: 2,6 = 1:5,2
18-59 Jahre: Geimpft: 1,7 Ungeimpft: 9 = 1:5,3
60 und älter: Geimpft: 7 Ungeimpft: 38 = 1:5,4

Es wurden hier nur die Fälle erfasst, wo ausreichende Infos zum Impfstatus vorliegen und hier auch von Symptomatischen Fällen die Rede ist, daher liegt man hier klar unter der "wahren" Inzidenz von zuletzt über 400 in ganz Deutschland. Anteil Fälle mit Impfstatusinfo wird bei sympt. Fällen mit 86% und Hospitalisierungen mit 69% angegeben, wobei das der Anteil insgesamt ist in der Statistik und nicht für die aktuelle Woche, für die ich die Inzidenzen abgelesen habe. Die wahren Inzidenzen liegen also entsprechend deutlich höher, aber das Verhältnis dürfte aussagekräftig sein.

Das das Verhältnis bei den symptomatischen Fälle der Kinder so krass "zugunsten" der Ungeimpften ausfällt mag damit zusammenhängen, dass die Impfungen wenn dann nicht weit zurückliegen. Die nachlassende Impfwirkung mit der Zeit zeigt sich im geringer werdenden Unterschied zwischen Geimpften und Ungeimpften bei den Infektionen mit zunehmenden Alter, weil die Älteren zuerst geimpft wurden. Bei den Hospitalisierungen scheint die Wirkung offenbar weniger nachzulassen. Wenn man mit den Booster-Impfungen durch ist, sollte sich das Verhältnis zugunsten der Geimpften ändern.

Fazit: Die von mir zitierten Zahlen in Bayern über das Verhältnis von 1:16 Geimpft-Ungeimpft bei den Infektionen können nicht stimmen. Ein Verhältnis etwa bei 1:3 oder etwas niedriger wäre realistischer. Man darf ja eigentlich davon ausgehen, dass Geimpfte ihren Impfstatus bei positivem Testergebnis eher von sich geben als Ungeimpfte. Daher dürfte das Verhältnis bei den Infektionen schon so in Richtung 1:3 gehen. Das 1:6-Verhältnis bei der Hospitalisierungen scheint mir doch sehr realistisch zu sein. Der von dir zitierte Focus-Artikel erläutert die Gründe, woran es liegen dürfte.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Papaloooo »

Liberty hat geschrieben:(03 Dec 2021, 18:22)

Michael Kretschmer, Ministerpräsident Sachsen, am 05.05.2020
Gutes Zitat, Danke Liberty.
Stimmt vollkommen,
die wollen das einfach nur nicht kapieren:

Eine Impfplicht ist eben kein Impfzwang.
Man wird ja nicht festgeschnallt und gegen den Willen geimpft.
Die Unwilligen zahlen dann eine Strafe.

Und nein, es besteht eine Pandemie und wir kommen auf die Triage zu.
Und selbst ohne Triage muss man es denjenigen erschweren,
die Pandemie zu verschlimmern, die bewusst sich gefährden,
um das überlastete Gesundheitssystem zu entlasten.

Es geht ja dabei nicht nur um Covid-19-Patienten,
auch andere Patienten haben das Nachsehen,
wenn das Personal sich immer mehr um die (im Wesentlichen) Ungeimpften kümmern muss.
Wir sind doch hier nicht im Trollhouse!
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Ebiker »

Impfpflicht ist nur sinnvoll wenn es einen wirksamen Impfstoff gibt. Das ist nicht der Fall, die Zahlen belegen es.
Folgen sie den Anweisungen
Uffhausen
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Uffhausen »

Sören74 hat geschrieben:(03 Dec 2021, 23:34)
Im Grunde genommen haben die Behörden in dem Bezirk in Kalifornien klassische Kundenbefragung betrieben, um überhaupt mal festzustellen, warum das Produkt bisher von einer Gruppe nicht angenommen wird. Und was ein Unternehmen dann nie machen würde, diese Gruppe dann zu beschimpfen.
Ja.

Habe mich vorgestern mit ungeimpften Kollegen unterhalten - gäbe es einen Totimpfstoff gegen Corona, würden sie sich sofort impfen lassen. Aber dieses - Zitat - "notdürftige Zeugs" lehnen sie halt ab. Sie wollen bestmöglichste Sicherheit und eben keine Quasi-Sicherheit, die permanent davon abhängig gemacht wird, wie sich das Virus oder das Infektionsgeschehen entwickelt. Und schon gar nicht, wenn sich die Politik ständig über die Wissenschaft erhebt um ihre Machtlosigkeit zu überspielen (bspw. via solch hetzerischen, politischen Aussagen wie "Pandemie der Ungeimpften"). Kann ich alles sehr gut nachvollziehen. Im Prinzip sehe ich es nicht anders.

Ich habe mich nicht deshalb dreimal impfen lassen, weil ich vorrangig an andere dachte = ganz ehrlich, ich dachte dabei nur an mich. Mir war von Anbeginn der Impfkampagne klar, dass das generelle Infektions- und Erkrankungsgeschehen nicht allein durch die Impferei in den Griff zu bekommen ist. Die AHA-L-Regeln, Kontakreduzierungen und das Testen ist mindestens genauso wichtig, wenn nicht sogar noch wichtiger. Leider hat das die Politik - und anteilig auch die Wissenschaft - spätestens im Sommer diesen Jahres, aufgrund der niedrigen Werte, nicht mehr so gesehen. Dass sie jetzt ihre Fehler wieder ausbügeln wollen, in dem sie die Gesellschaft radikal in Geimpfte und Ungeimpfte spalten, widert mich einfach nur an. Zumal wenn man bedenkt, dass Impfwillige, aber nicht Geboosterte, nunmehr ebenfalls zur Gruppe der bösen Ungeimpften gerechnet werden.

Eine weitere Kollegin hat sich letztes Jahr in der 1. Welle mit Corona infiziert; nach der 3. Welle, also in diesem Sommer, dachte sie darüber nach, sich impfen zu lassen. Sie wollte aber Sicherheit über die entsprechende Notwendigkeit haben - nahm Geld in die Hand und ließ sich auf Antikörper testen. Das Labor bestätigte, dass sie ausreichend genügend Antikörper habe und sich demnach nicht impfen lassen müsse. Ihr Genesenennachweis gilt somit bis nächstes Jahr Sommer. Und nun kommen Politiker an und wollen diese wissenschaftliche Entscheidung nach eigenen Gutdünken kappen. Meine Kollegin wird sich erst impfen lassen, wenn ihr jemand einen wissenschaftlichen Nachweis erbringt, dass ihre Antikörper nicht mehr ausreichend sind, aber ganz bestimmt nicht, weil u. a. Politiker ihr andersfalls mit Sanktionen drohen.
Zuletzt geändert von Uffhausen am Sa 4. Dez 2021, 10:06, insgesamt 1-mal geändert.
"Man kann auf seinem Standpunkt stehen, aber man sollte nicht darauf sitzen." Erich Kästner
Sören74

Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:03)

Das Kind hätte durch den Virus nie und nimmer einen körperlichen Schaden erlitten
Diese 100%ige Garantie kann man bei so einem Virus nicht geben.
Sören74

Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:34)

Laut letzter Bund-Länder-Sitzung zu Corona wird über die Impfpflicht in nächster Zukunft, vermutlich zum Jahresbeginn, abgestimmt werden und zahlreiche Politiker haben sich dafür ausgesprochen, eine Mehrheit ist zu erwarten. Laut Umfragen gibt es auch eine Mehrheit in der Bevölkerung, die für die Impfpflicht ist (~70% Zustimmung). Die Impfpflicht wird aller Wahrscheinlichkeit nach kommen, vermutlich ab Februar oder eher März. Das kommt und die Impfgegner werden sich alle impfen lassen müssen, ob sie nun wollen oder nicht.
Es mag eine allgemeine Zustimmung in der Bevölkerung geben. Allerdings was die konkrete Ausgestaltung angeht, besteht überhaupt noch keine Einigkeit. Ich glaube, dass werden noch sehr spannende fraktionsübergreifende Gespräche werden, ehe mal ein gemeinsamer Gesetzesentwurf steht, plus die Reaktionen der Bevölkerung darauf.
Sören74

Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:41)

bei den Abgeordneten der Linken weiß ich es gar nicht.
Die Linken haben sich schon vorher für eine Impfpflicht ausgesprochen.
Sören74

Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:45)

Wer sich nicht impfen lässt wird halt nicht mehr arbeiten oder ALG2 beziehen können.
Das wird ganz auf die Ausgestaltung eines zukünftigen Impfpflicht-Gesetzes ankommen. Ein generelles Berufsverbot wegen einer fehlenden Impfung lehne ich beispielsweise strikt ab und eine Komplettstreichung der ALG2, egal aus welchen Gründen ist verfassungswidrig, das haben Gerichte schon vorher entschieden.
Platon hat geschrieben: Er wird auch Probleme bekommen sich zu versichern
Welche Versicherungen? Und welche Versicherungen sollten ein Anrecht haben, über den Impfstatus Bescheid zu wissen?
Platon hat geschrieben: Zur Schule oder Uni wird man auch nicht können.
Sorry, das ist Unsinn. Wir haben schon eine Masernimpfpflicht für Kinder in Deutschland, aber auch da haben Gerichte längst entschieden, dass die Schulpflicht wichtiger ist als die Einhaltung dieser Impfpflicht. Bitte vorher mal informieren, ehe man solche Behauptungen in die Welt setzt. :x
Platon hat geschrieben:Es ist Sinn und Zweck einer gesetzlichen Impfpflicht, dass man faktisch keine Wahl mehr hat.
Diese Behauptung widerspricht dem Praxiswissen, wie Pflichtverstöße geahndet werden. Natürlich hat man in den meisten Fällen die Wahl, eine Pflicht nicht zu erfüllen. Nimm nur all die Pflichten, die in der StVO aufgestellt sind. Die kannst Du fast alle verletzen, und entsprechend gibt es Punkte in Flensburg und Bußgelder. Aber wenn man unangeschnallt Auto fährt, bekommt man deshalb kein generelles Berufsverbot oder darf keine Uni mehr betreten.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:46)

Teile der FDP können ja als dann Regierungspartei wohl kaum dagegen stimmen.
Natürlich können sie. Das diese Möglichkeit besteht, darauf hat sich die Ampel schon geeinigt.
Sören74

Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 01:03)

Wieso ist das eine unhaltbare Behauptung?
Ich denke wenn man sich die Mühe macht diverse Studien zu studieren ist es schon haltbar.
Jedes schwer an Covid-19 erkrankte Kind widerlegt schon Deine Behauptung "Das Kind hätte durch den Virus nie und nimmer einen körperlichen Schaden erlitten" Die Bezeichnung "nie und nimmer" ist absolut und schon seit dem Winter 2020 falsifiziert.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Misterfritz »

Ebiker hat geschrieben:(04 Dec 2021, 09:57)

Impfpflicht ist nur sinnvoll wenn es einen wirksamen Impfstoff gibt. Das ist nicht der Fall, die Zahlen belegen es.
Welche Zahlen belegen das? Bitte eine Quelle angeben.
Das Salz in der Suppe des Lebens ist nicht Selbstdisziplin, sondern kontrollierte Unvernunft ;)
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Skull »

Sören74 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 10:23)

Natürlich können sie. Das diese Möglichkeit besteht, darauf hat sich die Ampel schon geeinigt.
Korrekt.

Da die zukünftige Regierung ja weiss, dass die zukünftige Opposition ja überwiegend dafür ist,
stimmt man einfach in offener fraktionsunabhängiger Abstimmung ab.

Und schwupps, sind alle zufrieden, können Ihr „Gesicht“ wahren und eine Parlamentsmehrheit beschliesst es. :D

mfg
Zuletzt geändert von Skull am Sa 4. Dez 2021, 10:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Schnitter hat geschrieben:(04 Dec 2021, 02:57)

An der Notwendigkeit einer Impfpflicht ist gar nichts "politisch".
Die Einführung einer Impfpflicht ist eine politische Entscheidung.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von JJazzGold »

Andreas62 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 00:46)

Teile der FDP können ja als dann Regierungspartei wohl kaum dagegen stimmen.
Die Kommunisten sind für die Impfpflicht, ist aber zur Abstimmung irrelevant.
Doch, das können Sie ohne den Fraktionszwang und das werden Teile der FDP auch tun.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Uffhausen hat geschrieben:(04 Dec 2021, 10:03)

Ja.

Habe mich vorgestern mit ungeimpften Kollegen unterhalten - gäbe es einen Totimpfstoff gegen Corona, würden sie sich sofort impfen lassen. Aber dieses - Zitat - "notdürftige Zeugs" lehnen sie halt ab. Sie wollen bestmöglichste Sicherheit und eben keine Quasi-Sicherheit, die permanent davon abhängig gemacht wird, wie sich das Virus oder das Infektionsgeschehen entwickelt. Und schon gar nicht, wenn sich die Politik ständig über die Wissenschaft erhebt um ihre Machtlosigkeit zu überspielen (bspw. via solch hetzerischen, politischen Aussagen wie "Pandemie der Ungeimpften"). Kann ich alles sehr gut nachvollziehen. Im Prinzip sehe ich es nicht anders.
Da muss man diesen Ungeimpften in einem Beratungsgespräch sagen, dass es nie absolute Sicherheit für ein Medikament oder Impfung gibt und entsprechend auch die Nebenwirkungen und Impfreaktionen bekannt sind und genannt werden können. Das gehört auch zur Aufklärung dazu, zu sagen, dass der Anspruch auf eine bestmögliche Sicherheit in der Medizin nicht gibt. Man muss immer wieder Risiken abwägen, wie auch vor jeder OP, die einem der Arzt rät. Aber das alles ausführlich zu erklären kostet eben Zeit und damit auch Geld und dazu muss ein Staat auch bereit sein, das auszugeben.
Uffhausen hat geschrieben:Eine weitere Kollegin hat sich letztes Jahr in der 1. Welle mit Corona infiziert; nach der 3. Welle, also in diesem Sommer, dachte sie darüber nach, sich impfen zu lassen. Sie wollte aber Sicherheit über die entsprechende Notwendigkeit haben - nahm Geld in die Hand und ließ sich auf Antikörper testen. Das Labor bestätigte, dass sie ausreichend genügend Antikörper habe und sich demnach nicht impfen lassen müsse. Ihr Genesenennachweis gilt somit bis nächstes Jahr Sommer.
Das Problem ist eigentlich, so wie ich das mitbekommen habe, dass man aus wissenschaftlicher Seite gar nicht sagen kann, welche Menge an Antikörpern noch ausreichend ist. Ja, man findet im Bluttest Antikörper und man kann deren Menge bestimmen. Aber ob diese Menge genauso gut wie eine Impfung schützen und wie lange diese noch ausreichen, das kann niemand seriös sagen. Die Politik hat aber das Problem, sie muss gesetzliche Grenzen festlegen, ab welchen Wert man den Übergang von Genesen zu Nicht-Genesen durchschreitet. Ja mach das mal, wenn selbst die Wissenschaft nicht diese Grenzwerte sagen kann. Ich kenne auch Wissenschaftler, die diese Bluttests überhaupt nicht empfehlen.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

Sören74 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 10:21)[...]Aber wenn man unangeschnallt Auto fährt, bekommt man deshalb kein generelles Berufsverbot oder darf keine Uni mehr betreten.
In Bayern gilt bereits heute de facto 2G an der Uni und 3G auf der Arbeit.
Die Situation heute ist gar nicht so weit weg von dem was ich als Situation einer Impfpflicht beschreibe.
Eine Impfpflicht wäre nichts anderes als 2G immer und überall. Und davon ist man aktuell gar nicht so weit entfernt...

Eine Impfpflicht wäre das ganze nochmal verschärft und unabhängig von der Inzidenz etc.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 10:57)

In Bayern gilt bereits heute de facto 2G an der Uni und 3G auf der Arbeit.
Also was die Unis in Bayern angeht, da scheint gerade einiges Chaos zu herrschen und es ist fraglich, ob man 2G an den Hochschulen in Bayern a) entsprechend kontrolliert und b) durchhalten kann.

"Seit Mittwoch, 24. November, gilt an den Unis die 2-G-Regelung. Die Entscheidung, ob eine Lehrveranstaltung online, in Präsenz oder hybrid stattfindet, liegt bei den Lehrenden. Auch vor Einführung der 2-G-Regel an den Unis sagten viele Dozierende bereits Präsenz-Veranstaltungen ab. Die Unis haben zwar keine genauen Zahlen, aber sie gehen davon aus, dass der Großteil der Lehrveranstaltungen mittlerweile wieder online stattfindet."

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/un ... -1.5476074

Eine 2G-Regelung, die dazu führt, dass die meisten Vorlesungen wieder online stattfinden. Das ist dann das 4.Semester in Folge, wo Studierende kaum direkten Kontakten mit Professoren und Studenten haben. Die Folgen daraus wird in der Öffentlichkeit sehr stark unterschätzt.

Und 3G erlaubt natürlich den Ungeimpften weiterhin zur Arbeit zu gehen. Wenn sich die Infektionslage dann wieder entsprechend entspannt, dann wird man natürlich all die 2G- und 3G-Regelungen wieder Stück für Stück abbauen. Sie sind ja das Ergebnis einer akuten Bedrohungslage.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

Sören74 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 11:08)Also was die Unis in Bayern angeht, da scheint gerade einiges Chaos zu herrschen und es ist fraglich, ob man 2G an den Hochschulen in Bayern a) entsprechend kontrolliert und b) durchhalten kann.
[...]
Ich bin ja an einer Uni in Bayern angestellt und bekomme die entsprechenden Mails von der Uni-Leitung. Größere Veranstaltungen finden nicht mehr in Präsenz statt und wo es stattfindet muss der Dozent den Impfstatus kontrollieren. (Was von Seiten der Lehrenden nicht gerade Begeisterung auslöst, dass man den medizinischen Status von Studierenden kontrollieren soll.) Es ist da für kleinere Veranstaltungen bis zu einer Inzidenz von 1000 noch ein gewisser Spielraum. Ab 1000 ist alles dicht.

Grundsätzlich gilt aber 2G. Wobei Geimpft nur der ist, der einen in der EU zugelassenen Impfstoff hat. Wer Sputnik oder Sinopharm bekommen hat gilt also an deutschen Unis nicht als geimpft, so weit ich weiß. Zugang zu Bibliotheken nur mit 2G. Man kann ohne Impfung also de facto keine Bücher mehr ausleihen, weil man zur Ausleihe das Gebäude betreten muss. Bei Prüfungen gilt 3G+. Ungeimpfte sind also nicht von Prüfungen ausgeschlossen. Für Angestellte gilt grundsätlich 2G, wobei man das Uni-Gelände betreten darf, wenn man 2mal die Woche einen PCR-Test vorlegt, Schnelltest reicht nicht.
Und 3G erlaubt natürlich den Ungeimpften weiterhin zur Arbeit zu gehen. Wenn sich die Infektionslage dann wieder entsprechend entspannt, dann wird man natürlich all die 2G- und 3G-Regelungen wieder Stück für Stück abbauen. Sie sind ja das Ergebnis einer akuten Bedrohungslage.
Ich würde die Impfpflicht in der Hinsicht verstehen, dass diese Regeln wegen einer akuten Bedrohungslage zu einer dauerhaften Sache werden und faktisch für das ganze Land 2G auch immer Sommer gilt. Man muss ja in weiten Teilen im Grunde nur das fortführen was im Winter ohnehin schon gilt. Der Schritt von 3G zu 2G auf Arbeit ist gar nicht so groß. Man muss heute den Test vorlegen und ab nächsten Frühjahr muss es dann halt ein entsprechender Impfnachweis sein.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von discipula »

Papaloooo hat geschrieben:(04 Dec 2021, 06:03)
Eine Impfplicht ist eben kein Impfzwang.
Dann ist eine "Pflicht" also nur so etwas wie eine unverbindliche Empfehlung? kann man machen, aber muss man nicht?

Pflicht bedeutet in aller Regel: wer sich nicht daran hält, wird gezwungen, oder ansonsten massiv eingeschränkt (zB durch Gefängnisaufenthalte)
Man wird ja nicht festgeschnallt und gegen den Willen geimpft.
Falls eine Person zufälligerweise gerade hilflos ist und sich in einer medizinischen Institution befindet, würde ich da keineswegs drauf wetten, dass da nicht womöglich einfach mal gemacht wird.
Und selbst ohne Triage muss man es denjenigen erschweren,
die Pandemie zu verschlimmern, die bewusst sich gefährden,
um das überlastete Gesundheitssystem zu entlasten.
Einfach nochmals zum Mitschreiben:

Bis Mitte September war ich, ungeimpft, komplett symptomfrei, eine enorme Gefahr für die Welt.

Nach der Impfung zu diesem Datum bin ich, obwohl inzwischen mit permanentem Impfhusten gesegnet, der sich am liebsten im voll besetzten öffenlichen Verkehr manifestiert mit kräftigen Hustenanfällen, viel weniger gefährlich geworden.

hmmmm :?:

auch andere Patienten haben das Nachsehen,
wenn das Personal sich immer mehr um die (im Wesentlichen) Ungeimpften kümmern muss.
Wie wäre es, endlich mal das Gesundheitswesen korrekt auszurüsten und mittel- bis langfristige Pläne in Bewegung zu setzen?

Statt sich immer nur von einer gefühlten Krise zur nächsten zu hangeln mit kurzfristigen Massnahmen?

jetzt sind wir schon fast zwei Jahre in Corona - in zwei Jahren hätte man schon eine Menge bewegen können.
Sören74

Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 11:26)

Ich würde die Impfpflicht in der Hinsicht verstehen, dass diese Regeln wegen einer akuten Bedrohungslage zu einer dauerhaften Sache werden und faktisch für das ganze Land 2G auch immer Sommer gilt.
Wie schon geschrieben, das kommt ganz auf die gesetzliche Ausformulierung an. Und über die besteht in der Politik überhaupt noch keine Einigkeit.
Platon hat geschrieben:Man muss ja in weiten Teilen im Grunde nur das fortführen was im Winter ohnehin schon gilt.
Das was jetzt im Winter gilt, gilt ja nur deshalb, weil wir eine epidemische Notlage haben und wir akut handeln müssen. Sobald durch höhere Impfquoten oder allein durch den Frühling sich die Infektionslage wesentlich verbessert und die Intensivstationen wieder aufatmen können, müssen diese Maßnahmen auch wieder abgebaut werden, sonst werden sich die Gerichte einschalten. Das IfSG regelt das ja alles.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von discipula »

Sören74 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 10:40)

Da muss man diesen Ungeimpften in einem Beratungsgespräch sagen, dass es nie absolute Sicherheit für ein Medikament oder Impfung gibt und entsprechend auch die Nebenwirkungen und Impfreaktionen bekannt sind und genannt werden können.
Genau.

Und da dir keiner im Voraus sagen kann, ob nicht vielleicht ausgerechnet du einen schwere Impfnebenwirkung hast - sollte man das den Leuten selbstüberlassen zu entscheiden, welches Risiko sie eingehen wollen. sei es das Risiko der Infektion, oder das Risiko der Impfung.

Da ja nichts ohne Risiko ist.

Aber das alles ausführlich zu erklären kostet eben Zeit und damit auch Geld und dazu muss ein Staat auch bereit sein, das auszugeben.
Wir sehen ja, wenn der politische Wille es will, ist Geld nie das Problem... :cool:

Aber ob diese Menge genauso gut wie eine Impfung schützen und wie lange diese noch ausreichen, das kann niemand seriös sagen.
Der Normalfall ist, dass eine durchgemachte Infektion BESSER schützt als eine Impfung.

Solange es keinen Beweis fürs Gegenteil gibt, ist es vernünftig, davon auszugehen, dass ein Virus sich so verhält, wie Viren das typischerweise eben tun.

Ja mach das mal, wenn selbst die Wissenschaft nicht diese Grenzwerte sagen kann.
in den letzten Jahren hatte die Politik ja nicht die geringsten Hemmungen, Wissenschaft zu ignorieren, warum sollte es hier auf einmal zum Problem werden?
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

discipula hat geschrieben:(04 Dec 2021, 11:41)[...]
Nach der Impfung zu diesem Datum bin ich, obwohl inzwischen mit permanentem Impfhusten gesegnet, der sich am liebsten im voll besetzten öffenlichen Verkehr manifestiert mit kräftigen Hustenanfällen, viel weniger gefährlich geworden.[...]
Es ist nicht ein einziger Fall bekannt, wo jemand durch die Impfung Husten bekommen hat. Das wäre auch völlig unlogisch.
Du hast eine Impfung in den Arm bekommen und daher kann davon dann auch keine Atemwegerkrankung ausgelöst werden, weil dir wurde der Impfstoff ja nicht als Gas verabreicht.

Hier sind die Nebenwirkungen und Impfreaktionen aufgelistet:
https://www.infektionsschutz.de/coronav ... eaktionen/
Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Einstichstelle, allergische Reaktionen und in sehr seltenen Fällen Gefäßerkrankungen. Der Impfstoff geht in den Arm und dort in den Kreislauf und daher kann da was passieren. Man atmet den Impfstoff nicht ein...

Wenn du also tatsächlich nachweisen kannst, dass du von der Impfung Husten bekommen hast, dann würde ich dir empfehlen zum Arzt zu gehen, weil das eine medizinische Neuheit wäre.
Zuletzt geändert von Platon am Sa 4. Dez 2021, 11:54, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

discipula hat geschrieben:(04 Dec 2021, 11:41)

Dann ist eine "Pflicht" also nur so etwas wie eine unverbindliche Empfehlung? kann man machen, aber muss man nicht?
Eine unverbindliche Empfehlung ist es sicher nicht. Denn man muss ja mit Bußgeldern rechnen, wenn man erwischt wird.
discipula hat geschrieben:Pflicht bedeutet in aller Regel: wer sich nicht daran hält, wird gezwungen, oder ansonsten massiv eingeschränkt (zB durch Gefängnisaufenthalte)
Wirst Du beispielsweise in der Schweiz ins Gefängnis gesteckt, wenn man sich im Auto nicht anschnallt? Oder das Rücklicht nicht funktioniert? Trotzdem sind diese Dinge vorgeschrieben.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Papaloooo »

discipula hat geschrieben:(04 Dec 2021, 11:41)

Dann ist eine "Pflicht" also nur so etwas wie eine unverbindliche Empfehlung? kann man machen, aber muss man nicht?

Pflicht bedeutet in aller Regel: wer sich nicht daran hält, wird gezwungen, oder ansonsten massiv eingeschränkt (zB durch Gefängnisaufenthalte)
Ja richtig, und das unterscheidet ist auch von einem Zwang.
Es gibt Beugungsmittel, aber eben keine Zwangsimpfung.
Auf den Rest antworte ich bei Gelegenheit.
Wir sind doch hier nicht im Trollhouse!
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Sören74 »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 11:50)

Es ist nicht ein einziger Fall bekannt, wo jemand durch die Impfung Husten bekommen hat. Das wäre auch völlig unlogisch.
Du hast eine Impfung in den Arm bekommen und daher kann davon dann auch keine Atemwegerkrankung ausgelöst werden, weil dir wurde der Impfstoff ja nicht als Gas verabreicht.
Ohne jetzt konkrete Fälle zu benennen, würde ich den Husten nicht kategorisch als Impffolge ausschließen. Denn was bei Impfungen immer auftreten kann, sind allergische Reaktionen, die sich durch alles mögliche zeigen kann, eben auch durch Husten. Ein Husten muss nicht durch eine Atemwegerkrankung kommen. Aber wenn nun dieser Husten auftritt, so what? Eine harmlose Reaktion.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von Platon »

Sören74 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 11:57)

Ohne jetzt konkrete Fälle zu benennen, würde ich den Husten nicht kategorisch als Impffolge ausschließen. Denn was bei Impfungen immer auftreten kann, sind allergische Reaktionen, die sich durch alles mögliche zeigen kann, eben auch durch Husten. Ein Husten muss nicht durch eine Atemwegerkrankung kommen. Aber wenn nun dieser Husten auftritt, so what? Eine harmlose Reaktion.
Der User behauptet seit September einen "permanenten Impfhusten" zu haben und das wäre wie gesagt eine medizinische Sensation und etwas was bisher noch unbekannt wäre laut der von mir verlinkten Website wo die bekannten Nebenwirkungen alle aufgelistet sind. Es ist ihm also zu raten einen Arzt aufzusuchen, damit dieser seinen Fall den Behörden melden kann, weil er hier von einer Impfnebenwirkung berichtet, die der wissenschaftlichen Öffenlichkeit noch unbekannt ist.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von discipula »

Platon hat geschrieben:(04 Dec 2021, 11:50)

Es ist nicht ein einziger Fall bekannt, wo jemand durch die Impfung Husten bekommen hat. Das wäre auch völlig unlogisch.
Du hast eine Impfung in den Arm bekommen und daher kann davon dann auch keine Atemwegerkrankung ausgelöst werden, weil dir wurde der Impfstoff ja nicht als Gas verabreicht.
Der Impfstoff gibt den Zellen (wohl grösstenteils denen in der Nähe der Einstichstelle) die Anweisung, diese Spikes zu produzieren.... und wie wollen die eigentlich einen Schutz herstellen gegen ein Virus, das bei natürlicher Infektion typischerweise über die Atemwege in den Körper eintritt, wenn offenbar alles im Arm drin bleibt?


Nebenwirkungen sind Schmerzen an der Einstichstelle, allergische Reaktionen und in sehr seltenen Fällen Gefäßerkrankungen. Der Impfstoff geht in den Arm und dort in den Kreislauf und daher kann da was passieren.
Zumindest im anatomischen Modell versorgt der Kreislauf ALLE Organe inklusive der Lunge. Irgendwie muss ja der aufgenommene Sauerstoff zu den Organen gebracht werden. Und was im Kreislauf drin ist - kommt eben überall hin.

Man atmet den Impfstoff nicht ein...
Schade, ein Impfstoff als Aerosol oder Tröpfchen wäre realitätsnäher und würde besser dem Vorgang bei natürlicher Infektion entsprechen.
Wenn du also tatsächlich nachweisen kannst, dass du von der Impfung Husten bekommen hast, dann würde ich dir empfehlen zum Arzt zu gehen, weil das eine medizinische Neuheit wäre.
Neuheit? Ich hab in meinem Umfeld schon Leute gesehen, die nach dem Impfen Probleme mit der Atmung hatten. Ich glaube nicht, dass das selten ist.
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Re: Unterschied Impfdruck zu Impfpflicht

Beitrag von discipula »

Sören74 hat geschrieben:(04 Dec 2021, 11:51)

Eine unverbindliche Empfehlung ist es sicher nicht. Denn man muss ja mit Bußgeldern rechnen, wenn man erwischt wird.
Dann ist es also doch ein Zwang.
Der Unterschied von Zwang und Pflicht ist doch rein semantisch. Pflicht klingt ein wenig netter, bedeutet aber genau dasselbe wie Zwang.
Wirst Du beispielsweise in der Schweiz ins Gefängnis gesteckt, wenn man sich im Auto nicht anschnallt? Oder das Rücklicht nicht funktioniert? Trotzdem sind diese Dinge vorgeschrieben.
ja, kann vorkommen. Ich kannte einen, der musste ins Gefängnis, weil er Parkbussen nicht bezahlte.
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