Wölfe zum Abschuss freigegeben?

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Heiner Mölenbarg
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Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Heiner Mölenbarg » Mi 22. Mai 2019, 20:11

Ich finde die neue Regelung zum Abschuss von Wölfen in Deutschland richtig.

Hier erst einmal ein paar Hintergrundinformationen: https://www.ndr.de/nachrichten/Bund-erl ... f4022.html

(Da es hier keine Rubrik bzw. kein Unterforum für Themen aus Umwelt und Natur zu geben scheint, habe ich das erstmal hier eingefügt, weil es ja auch Innenpolitik ist.)
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Heiner Mölenbarg » Mi 22. Mai 2019, 20:11

Ich bin ein großer Tierfreund, aber manche Tiere haben in unserer Zivilisation so „mitten unter uns“ einfach keinen Platz mehr. Daran sind irgendwo auch wir Menschen schuld, aber das macht ja die Probleme nicht weg. Wir können ja nun nicht alle aus den Gegenden wegziehen und sie nicht mehr für die Viehhaltung nutzen, in die die Wölfe zurückgekehrt sind. Es ist ja auch nicht so, dass sie immer nur ein Nutztier töten, um es zu fressen, weil sie Hunger haben. Im Rausch töten sie sinnlos jede Menge Nutztiere auf grausame Weise und lassen sie dann manchmal angefressen oder gar achtlos liegen. In dichtbevölkerte und viehbewirtschaftete Regionen gehört der Wolf nicht hinein! Er hat seinen Platz in menschenleeren, mindestens aber menschenarmen Gebieten, die ganz oder teilweise der Natur überlassen sind. Wir sollten ein paar mehr davon schaffen!
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Quatschki » Mi 22. Mai 2019, 21:49

Ich find das bezeichnend.
10 Jahre lang haben die betroffenen Viehhalter aus der Lausitz und Brandenburg in dieser Frage gegen eine Wand gepredigt.
Kaum sind nun ein paar Westschafe gerissen, wird eine Gesetzesänderung initiiert.
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Quatschki » Mi 22. Mai 2019, 21:54

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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Misterfritz » Mi 22. Mai 2019, 22:03

Quatschki hat geschrieben:(22 May 2019, 21:49)

Ich find das bezeichnend.
10 Jahre lang haben die betroffenen Viehhalter aus der Lausitz und Brandenburg in dieser Frage gegen eine Wand gepredigt.
Kaum sind nun ein paar Westschafe gerissen, wird eine Gesetzesänderung initiiert.
Und ich finde bezeichnend, dass wir andere Länder, die ihre heimische Fauna nicht schützen, anklagen, aber mit ein paar Wölfen nicht zurecht kommen.
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Iwan der Liebe » Mi 22. Mai 2019, 22:04

Quatschki hat geschrieben:(22 May 2019, 21:49)

Ich find das bezeichnend.
10 Jahre lang haben die betroffenen Viehhalter aus der Lausitz und Brandenburg in dieser Frage gegen eine Wand gepredigt.
Kaum sind nun ein paar Westschafe gerissen, wird eine Gesetzesänderung initiiert.



Vor allem ist das heuchlerisch. Auf der einen Seite kritisiert man das Artensterben, auf der anderen Seite heult man herum, wenn sich manche Arten nicht so verhalten, wie es Profitmaximierer eben wollen. :rolleyes:

Dann soll man halt die Nutztiere schützen, das wird doch wohl in unserer Zeit möglich sein. :rolleyes: Und wenn doch mal das Schaf eines Profitmaximierers gerissen wird, dann soll man es ihm halt auf Steuerzahlerkosten ersetzen. Etwas Lebensraum sollten wir den Tieren schon gestatten...
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Quatschki » Mi 22. Mai 2019, 22:52

Man muß bedenken, es sind Kommunalwahlen
und die CDU-Kreisverbände haben gemerkt, dass ihnen ihre Schäflein und Mandate auch niemand ersetzt...
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Neandertaler » Do 23. Mai 2019, 07:45

Heiner Mölenbarg hat geschrieben:(22 May 2019, 20:11)
In dichtbevölkerte und viehbewirtschaftete Regionen gehört der Wolf nicht hinein! Er hat seinen Platz in menschenleeren, mindestens aber menschenarmen Gebieten, die ganz oder teilweise der Natur überlassen sind. Wir sollten ein paar mehr davon schaffen!

Also faktisch sogut wie nirgendwo, vor allem nicht in Deutschland?
Indien ist nebenbei Doppelt so dicht Bevölkert wie Deutschland, wie gut für die dortigen Wölfe, Leoparden, Löwen, Tiger und Elefanten das denn Indern noch niemand erzähl hat das diese Tiere gefälligst in imaginäre menschenleere Gebiete umziehen sollen.

Es hat schon ein gewisse Ironie das man sich ausgerechnet im reichen Deutschland, wo man immer ganz vorne dabei ist wenn es darum geht weltweit Arten, Tier und Umweltschutz zu fordern, sich teilweise von ein paar Wölfen überfordert fühlt. :rolleyes:

@Heiner soll kein persönlicher Angriff sein, kann auch sein das ich dicht etwas missverstehe.
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon firlefanz11 » Do 23. Mai 2019, 16:12

In Nigeria o. Südafrika würde niemand auf die Idee kommen rum zu heulen nur weil ein Rudel Löwen ein paar Ziegen gerissen hat... :rolleyes:
Vor nicht allzulanger Zeit gabs dazu eine interessante Diskussionsrunde, in der postuliert wurde die pösen Wölfe würde auch zur Gefahr für unbeaufsichtigte Kinder im Wald (Rotkäppchen lässt grüßen...).
Raubtiere sind wichtig für das natürliche Gleichgewicht. Allerdings haben die Jäger hierzulande was dagegen, dass ihnen jemand ihren Sonntagsbraten wegfrisst...
"Wer hier ist, weil er Hilfe beansprucht, hat eine besondere moralische Verpflichtung, den Helfern nicht das Leben zu zerstören."
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon unity in diversity » Do 23. Mai 2019, 16:28

In den mitteleuropäischen Wäldern und Graslandschaften fehlen Gazellen, Antilopen, Gnus, Wisente, Büffel und andere jagdbare große Pflanzenfresser.
Darum kann man in Europa keine Großkatzen ansiedeln.
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
Den Falschen und den Unsrigen.
Aus den USA.
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Heiner Mölenbarg » Do 23. Mai 2019, 19:32

Quatschki hat geschrieben:(22 May 2019, 21:54)

Hier ist übrigens unser Wolfsstrang:
viewtopic.php?f=19&t=65803&hilit=r%C3%BCckkehr+w%C3%B6lfe


Ah, ok, danke für den Hinweis. Dann kann das gerne dahin verschoben werden.

Ich hatte mit dem Suchwort "Wölfe" seltsamerweise nichts gefunden.
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Heiner Mölenbarg » Do 23. Mai 2019, 19:38

Neandertaler hat geschrieben:(23 May 2019, 07:45)

Also faktisch sogut wie nirgendwo, vor allem nicht in Deutschland?
Indien ist nebenbei Doppelt so dicht Bevölkert wie Deutschland, wie gut für die dortigen Wölfe, Leoparden, Löwen, Tiger und Elefanten das denn Indern noch niemand erzähl hat das diese Tiere gefälligst in imaginäre menschenleere Gebiete umziehen sollen.

Es hat schon ein gewisse Ironie das man sich ausgerechnet im reichen Deutschland, wo man immer ganz vorne dabei ist wenn es darum geht weltweit Arten, Tier und Umweltschutz zu fordern, sich teilweise von ein paar Wölfen überfordert fühlt. :rolleyes:

@Heiner soll kein persönlicher Angriff sein, kann auch sein das ich dicht etwas missverstehe.


Da du es sachlich formulierst, ist es schon ok. Du darfst selbstverständlich ganz anderer Meinung sein als ich. Es ist aber nicht so, dass Tiger und andere Raubtiere in dichtbevölkerten Gebieten Indiens kein Problem darstellen - allerdings debattiert man dort wahrscheinlich weniger über einen Umzug in Reservate, sondern lediglich übers Abschießen.

Lies mal Folgendes. Deine These, in Indien sei das Zusammenleben mit Raubtieren so ganz unproblematisch, warum also nicht auch hier, stimmt nicht.

Die Geschichte von T-1, die nun ihr Ende genommen hat, ist symptomatisch für die die Probleme im Zusammenleben zwischen Tigern und Menschen in Indien.

Als die Nachricht von der erlegten Tigerin in den Dörfern die Runde machte, war die Erleichterung groß. Bauern und Hirten fühlten sich seit Monaten durch das Tier terrorisiert, jeder Weg aufs Feld schien ihnen lebensgefährlich. Am Samstag zündeten Bewohner nun Kracher und Feuerwerk in den Straßen, andere verteilten Bonbons zur Feier des Tages.

https://www.sueddeutsche.de/panorama/in ... -1.4195781

Auf dem Land wird die unbestreitbare Zunahme der Tigerpopulation mit gemischten Gefühlen gesehen. Manche Dorfbewohner in den Tigergebieten tragen Gesichtsmasken mit stechendem Blick auf dem Hinterkopf – Tiger greifen immer von hinten an. Das klappt bisher ganz gut, sagt Nepal Sardar, der im Tigerreservat des östlichen Sundarban lebt.
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Seine Nachbarin Anita Mondol dagegen hat ziemlich viel Angst vor den gelb-schwarzen Räubern: Sie befürchtet, dass irgendwann ein Tiger durch das gewebte Dach ihrer Hütte durchbricht und Beute macht. Das sei schon früher passiert. Aber sie weiß auch: „Wenn es die Tiger nicht gäbe, gäbe es auch keinen Wald.“ Und von dem Wald lebt sie.

https://www.welt.de/wissenschaft/articl ... klich.html
Zuletzt geändert von Heiner Mölenbarg am Do 23. Mai 2019, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Heiner Mölenbarg » Do 23. Mai 2019, 19:44

firlefanz11 hat geschrieben:(23 May 2019, 16:12)

In Nigeria o. Südafrika würde niemand auf die Idee kommen rum zu heulen nur weil ein Rudel Löwen ein paar Ziegen gerissen hat... :rolleyes:
Vor nicht allzulanger Zeit gabs dazu eine interessante Diskussionsrunde, in der postuliert wurde die pösen Wölfe würde auch zur Gefahr für unbeaufsichtigte Kinder im Wald (Rotkäppchen lässt grüßen...).
Raubtiere sind wichtig für das natürliche Gleichgewicht. Allerdings haben die Jäger hierzulande was dagegen, dass ihnen jemand ihren Sonntagsbraten wegfrisst...


Wie im Falle von Indien stimmt auch im Falle von Nigeria oder Südafrika deine Grundannahme nicht. In dichtbevölkerten Gebieten dieser Länder ist das Zusammenleben mit den Raubtieren genauso problematisch.

Löwen sind, aus der Ferne betrachtet, majestätische Tiere. Doch für die Menschen ländlicher Gebiete in Afrika sind sie eine ständige Gefahr. Löwen sind die Herren der Savanne, aber Feinde der Viehzüchter. Absolut unvereinbar sind die Interessen von Löwen mit denen von Bauern, die ihre Felder bestellen wollen.

https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt ... nnten.html

Auch deine Verniedlichung (siehe Rotkäppchen) hält historischen Fakten nicht stand. Lies mal:

„Man findet von den Unglücklichen nur noch die Stiefel“
Über die Wolfs-Euphorie unserer Tage wird leicht übersehen, dass die Raubtiere bis Ende des 19. Jahrhunderts in Europa eine gefährliche Landplage waren. Regelmäßig kam es zu Angriffen auf Menschen.

Fast 200 Tote Jahr für Jahr, und das über viele Jahrzehnte hinweg: im Frieden ein hoher Blutzoll. Russland hatte ihn im 19. Jahrhundert zu leisten. Fast 200 Menschen fielen jährlich dem gefährlichsten Raubtier zum Opfer, das Europa kannte: dem Wolf (Canis lupus).

https://www.welt.de/geschichte/article1 ... kfnXjx3Lyo
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Heiner Mölenbarg » Do 23. Mai 2019, 19:50

Iwan der Liebe hat geschrieben:(22 May 2019, 22:04)

Vor allem ist das heuchlerisch. Auf der einen Seite kritisiert man das Artensterben, auf der anderen Seite heult man herum, wenn sich manche Arten nicht so verhalten, wie es Profitmaximierer eben wollen. :rolleyes:

Dann soll man halt die Nutztiere schützen, das wird doch wohl in unserer Zeit möglich sein. :rolleyes: Und wenn doch mal das Schaf eines Profitmaximierers gerissen wird, dann soll man es ihm halt auf Steuerzahlerkosten ersetzen. Etwas Lebensraum sollten wir den Tieren schon gestatten...


Nein, das ist nicht heuchlerisch. Das ist die Reaktion auf ein reales Problem.

Nebenbei: Sind Haustiere nicht schützenswert? Wenn nicht, warum sind dann Wölfe schützenswert? Was unterscheidet die einen Tiere von den anderen hinsichtlich ihrer "Schutzwürdigkeit" und wenn halt der Stärkere nunmal siegt in der Natur, ja, dann kann ja der Stärke eben auch der Mensch sein?!?
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon unity in diversity » Do 23. Mai 2019, 20:09

Heiner Mölenbarg hat geschrieben:(23 May 2019, 19:50)

Nein, das ist nicht heuchlerisch. Das ist die Reaktion auf ein reales Problem.

Nebenbei: Sind Haustiere nicht schützenswert? Wenn nicht, warum sind dann Wölfe schützenswert? Was unterscheidet die einen Tiere von den anderen hinsichtlich ihrer "Schutzwürdigkeit" und wenn halt der Stärkere nunmal siegt in der Natur, ja, dann kann ja der Stärke eben auch der Mensch sein?!?

Wie wäre es mit etwas mehr tatkräftiger Willkommenskultur?
Für jedes Problem gibt es 2 Lösungsansätze:
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Aus den USA.
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Neandertaler » Do 23. Mai 2019, 21:16

Heiner Mölenbarg hat geschrieben:(23 May 2019, 19:50)

Nein, das ist nicht heuchlerisch. Das ist die Reaktion auf ein reales Problem.

Nebenbei: Sind Haustiere nicht schützenswert? Wenn nicht, warum sind dann Wölfe schützenswert?
Na, da wird aber dann wirklich etwas heuchlerisch wenn Man Krokodilstränen um das arme Schaf vergießt, nur weil der Wolf sich auch Mal ein Lammrücken gönnt, es sei denn natürlich bei Veganern.


Was unterscheidet die einen Tiere von den anderen hinsichtlich ihrer "Schutzwürdigkeit" und wenn halt der Stärkere nunmal siegt in der Natur, ja, dann kann ja der Stärke eben auch der Mensch sein?!?

Da gibt es mehrere Unterschiede, sicher auch emotionaler Natur. Es gibt nunmal kein Thunfisch freundlich gefangenes Delphinfleisch in Dosen.
Aber eigentlich ist die Frage falsch gestellt, es werden ja keine Tiere für die Wölfe getötet weil diese bevorzugt werden. Mann räumt den Wolf nur auch ein Lebensrecht ein.

Klar sind die Menschen die Stärkeren darum haben die Wölfe in der Debatte auch keine (direkte) Stimme. Aber manche, wie ich, sind halt der Meinung daß der Stärkere nicht gnadenlos seine Macht gegenüber den Schwächeren ausspielen sollte sondern diesen auch einem Platz einräumen sollte.
Nebenbei sind auch grade die Positionen der Wolfsfeinde rein emotional, ein realer Wirtschaftlicher Schäden oder ein Risiko ist wohl statistisch nicht nachweisbar
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Heiner Mölenbarg » Do 23. Mai 2019, 22:13

Neandertaler hat geschrieben:(23 May 2019, 21:16)

Na, da wird aber dann wirklich etwas heuchlerisch wenn Man Krokodilstränen um das arme Schaf vergießt, nur weil der Wolf sich auch Mal ein Lammrücken gönnt, es sei denn natürlich bei Veganern.



Da gibt es mehrere Unterschiede, sicher auch emotionaler Natur. Es gibt nunmal kein Thunfisch freundlich gefangenes Delphinfleisch in Dosen.
Aber eigentlich ist die Frage falsch gestellt, es werden ja keine Tiere für die Wölfe getötet weil diese bevorzugt werden. Mann räumt den Wolf nur auch ein Lebensrecht ein.

Klar sind die Menschen die Stärkeren darum haben die Wölfe in der Debatte auch keine (direkte) Stimme. Aber manche, wie ich, sind halt der Meinung daß der Stärkere nicht gnadenlos seine Macht gegenüber den Schwächeren ausspielen sollte sondern diesen auch einem Platz einräumen sollte.
Nebenbei sind auch grade die Positionen der Wolfsfeinde rein emotional, ein realer Wirtschaftlicher Schäden oder ein Risiko ist wohl statistisch nicht nachweisbar


Hm, auf meine Richtigstellung, dass große Raubtiere auch in Indien ein Problem im Zusammenleben mit den Menschen sind, gehst du nicht ein. Du hattest behauptet, das sei in Indien nicht so und deshalb (deine Schlussfolgerung) sollte das in Deutschland auch nicht "zum Problem gemacht" werden. Nun stimmt aber deine Annahme für Indien nicht. Was leitest du daraus ab? Wie begründest du nun, dass man einer Ausbreitung der Wölfe weiterhin tatenlos zusehen sollte?

Statt einer Antwort suchst du etwas Neues, was du angreifen und ins Lächerliche ziehen kannst. Ich sagte ja nicht, dass Wölfe sich nichts zu fressen suchen dürfen. Ich sagte, dass sie nicht mehr überall leben können, vor allem nicht in dichtbesiedelten und viehbewirtschafteten Gebieten. Jenen, die so generell gegen das Töten von Wölfen sind, weil es Tiere sind und der Mensch Tiere/Wildtiere nicht einfach so töten solle, hielt ich lediglich entgegen, dass doch die anderen Tiere auch ein Lebensrecht haben, oder nicht? Wenn sie es aber nicht haben (weil Nahrung für den Wolf), warum hat es dann der Wolf (Gefahr und Konkurrent für den Menschen)? Wieso wiegt das eine "Lebensrecht" mehr als das andere?

Es würde ja auch niemand Löwen im Stadtpark auswildern, wo Menschen spazieren gehen und wenn sie sich dann einen schnappen, sagen, das sei nun mal ihre Art, denn sie sind Fleischfresser. Ich finde nicht gut, dass den Tieren immer weniger Platz bleibt, aber das reale Problem, dass bestimmte Raubtiere nicht mit Menschen "Haus an Haus" zusammen leben können, weil sie nunmal Raubtiere sind, wird ja nicht gelöst, wenn man sie einfach weiter gewähren lässt - egal, ob nun Wolf in Deutschland oder Tiger in Indien oder Löwe in Afrika.

Ja, das Problem sind ursächlich die Menschen. Das sehe ich genauso. Dass wir immer mehr werden, ist eins der Probleme dabei. Wir könnten natürlich auch die Zahl der Menschen reduzieren wollen, damit den Tieren mehr Platz bleibt, aber wie machen wir das? China war mit seiner Ein-Kind-Politik auch nicht besonders erfolgreich. Sie sind nun trotzdem über 1 Milliarde Menschen, aber ok, vielleicht wären sie anderenfalls bereits 1,5 Milliarden ...
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Nightrain » Fr 24. Mai 2019, 19:56

In Deutschland gibt es praktisch keine nicht genutzte Landfläche mehr. Da ist es völlig sinnfrei größere Raubtiere ansiedeln zu wollen.
"Gleiches gilt in Deutschland für AfD und Pegida. Der gewalttätige Antisemitismus kommt heute nicht von rechts, auch wenn die irreführenden Statistiken etwas anderes sagen." (Michael Wolffsohn)
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon imp » Fr 24. Mai 2019, 20:34

Wer auf Wölfe schießt, schießt irgendwann auch auf Bambi.
"Don't say words you gonna regret" - Eric Woolfson
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Re: Wölfe zum Abschuss freigegeben?

Beitragvon Teeernte » Fr 24. Mai 2019, 20:37

imp hat geschrieben:(24 May 2019, 20:34)

Wer auf Wölfe schießt, schießt irgendwann auch auf Bambi.


Rehrücken...

Portionen Umrechnen
1/2 Rehrücken, ausgelöst (ca. 600 g reines Fleisch)
1 Möhre(n), gewürfelt
1 Zweig/e Staudensellerie, gewürfelt
1 Stange/n Lauch, das Weiße, in Streifen geschnitten
1 Schalotte(n), gewürfelt
1 Knoblauchzehe(n), klein gewürfelt
1 Glas Rotwein
1 Zweig/e Rosmarin, feinst geschnitten
1 Zweig/e Thymian, feinst geschnitten
5 Wacholderbeere(n)
3 Körner Piment
Salz und Pfeffer
2 EL Öl
2 EL Olivenöl
80 g Butter, sehr kalt, in kleinen Würfeln im Kühlschrank bereithalten
n. B. Wasser
Z
Arbeitszeit: ca. 30 Min. Ruhezeit: ca. 2 Tage / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.: keine Angabe

Den Rücken...selbst auslösen. So bekommt man 2 hoffentlich gleichmäßig dicke Fleischteile in Wurstform. Das Fleisch von allen Häuten und Sehnen befreien. Mit einem Beil den Knochen in mehrere Teile zerhacken lassen und unbedingt mitnehmen.

Wacholder und Piment im Mörser sehr fein zerstoßen, mit den Kräutern und der Hälfte des Öls mischen und die beiden Fleischteile damit einreiben. Auf keinen Fall das Fleisch mit Speck spicken. Dazu ist es viel zu fein und es soll auch nicht bei zu langer Garzeit trocken gebraten werden. Es wird einem Rinderfilet ähnlich behandelt, nur noch vorsichtiger.

Das Fleisch dann in Alufolie packen und 1 - 2 Tage in den Kühlschrank legen. 2 Std. vor dem Garen herausholen, damit es Zimmertemperatur bekommt, dabei alle Gewürze entfernen, aber aufbewahren, sie werden noch benötigt.

Vorher die Sauce herstellen. Die Knochenteile mit dem Gemüse in Öl kräftig anbraten, mit Wein ablöschen und mit Wasser soweit auffüllen, bis alles bedeckt ist. Für 4 Std. sanft köcheln lassen. Nach 2 Std. die entfernten Gewürze vom Fleisch hinzugeben, nach weiteren 2 Std. die Flüssigkeit passieren, abkühlen lassen, um so die Fettschicht besser zu entfernen.

Dann die Flüssigkeit auf höchstens 100 ml einkochen lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren nicht mehr kochend mit der kalten Butter Stück für Stück binden.

Die beiden Fleischstücke inzwischen rundum in dem verbliebenen Olivenöl bei höchstens mittlerer Hitze in ca. 2 - 3 Minuten anbraten, nur ganz wenig bräunen. Salzen, pfeffern und für 10 Minuten in den auf 140°C vorgeheizten Ofen legen. Dort mindestens einmal wenden, und dabei die Festigkeit mit Fingerdruck prüfen. Das Fleisch sollte etwas nachgeben.

Danach in Alufolie packen, den Ofen abstellen. Mit geöffneter Tür noch 5 - 10 Minuten, je nach Dicke, ruhen lassen, damit sich im Fleisch die Säfte gut verteilen. Die Folie entfernen, den wahrscheinlich ausgetretenen Saft zur Sauce geben, das Fleisch in 3 - 4 cm dicke Scheiben schneiden und mit der Sauce nappieren. Es sollte innen eine schöne rosa Farbe haben.

Beilagen nach Belieben reichen. Ein Kartoffel-Selleriepüree harmoniert sehr gut, auch Spätzle oder Gnocchi sind eine gute Beilage, genauso glasierte Möhren.

https://www.chefkoch.de/rezepte/1772411 ... e-Art.html
Obs zu kalt, zu warm, zu trocken oder zu nass ist:.... Es immer der >>menschgemachte<< Klimawandel. :D

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