Fridays for future, Durchbruch möglich

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Schwalm
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Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Schwalm » Sa 20. Apr 2019, 00:48

In einem Thread wird über die Wirksamkeit der Schulstreiks diskutiert.

Bis jetzt konnten sie nicht viel bewirken, da viele sagen: Das Geld für so teure Klimawenden ist nicht da.

Jetzt hat der Weltrat der Weisen 900 Milliarden aus seinen Reformen für die Finanzierung angeboten. Die Aktivisten müssten jetzt nur die Reformen in die öffentliche Diskussion werfen, und der Weltrat würde sich dann verpflichten, dass die eingesparten Gelder auch tatsächlich in eine superschnelle Klimawende gelenkt werden. https://www.ratderweisen.net/
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon imp » Sa 20. Apr 2019, 13:03

Schwalm hat geschrieben:(20 Apr 2019, 00:48)

In einem Thread wird über die Wirksamkeit der Schulstreiks diskutiert.

Bis jetzt konnten sie nicht viel bewirken, da viele sagen: Das Geld für so teure Klimawenden ist nicht da.

Jetzt hat der Weltrat der Weisen 900 Milliarden aus seinen Reformen für die Finanzierung angeboten. Die Aktivisten müssten jetzt nur die Reformen in die öffentliche Diskussion werfen, und der Weltrat würde sich dann verpflichten, dass die eingesparten Gelder auch tatsächlich in eine superschnelle Klimawende gelenkt werden. https://www.ratderweisen.net/

Hallo Schwarm,

der Erfahrung nach haben Demonstrationen zwei typische Richtungen der Ansprache:
- die öffentliche Meinung, Vertreter von Gegenpositionen, bisher nicht näher informierte Kreise
- Berufene Akteure (Regierung, Verwaltung, Parlamentsmehrheit, Konzernvorstände).

Die Schülerdemos sind gerade erfolgreich, da der deutsche Nachwuchs legitim Sorgen um die Zukunft mit fehlenden "Ideallösungen" vortragen kann. Den Schülern kann man nur schwer ein "wie" abfordern. Der Appell richtet sich also an die Regierung, einen Weg zu finden. Es würde nur schaden, hier einen bestimmten Plan vorzugeben.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Schwalm » Sa 20. Apr 2019, 13:24

imp hat geschrieben:(20 Apr 2019, 13:03)

Hallo Schwarm,

der Erfahrung nach haben Demonstrationen zwei typische Richtungen der Ansprache:
- die öffentliche Meinung, Vertreter von Gegenpositionen, bisher nicht näher informierte Kreise
- Berufene Akteure (Regierung, Verwaltung, Parlamentsmehrheit, Konzernvorstände).

Die Schülerdemos sind gerade erfolgreich, da der deutsche Nachwuchs legitim Sorgen um die Zukunft mit fehlenden "Ideallösungen" vortragen kann. Den Schülern kann man nur schwer ein "wie" abfordern. Der Appell richtet sich also an die Regierung, einen Weg zu finden. Es würde nur schaden, hier einen bestimmten Plan vorzugeben.



Alles richtig, wenn, ja wenn die Regierung einen Weg finden könnte. Das ist unmöglich, da die Analyse ergab, dass kompetente intelligente Ideen-Entwickler null Chancen haben, in die Spitze der Politik zu gelangen.

Aber die intelligentesten der Schülerdemos könnten die Reformen des Weltrates der Weisen ansatzweise verstehen, sie zumindest für diskussionswürdig halten, in gemeinsamen Pressekonferenzen der öffentlichen Diskussion zum Frasse vorwerfen, und wenn dann ein Ja für die Reformen kommt, kann Politik dem dann folgen. Und bald stehen 900 Milliarden für die Klimaziele der Schüler zur Verfügung.

Das kann funktionieren. Politik alleine, kann nicht funktionieren.
Zuletzt geändert von Schwalm am Sa 20. Apr 2019, 13:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon imp » Sa 20. Apr 2019, 13:28

Schwalm hat geschrieben:(20 Apr 2019, 13:24)

Alles richtig, wenn, ja wenn die Regierung einen Weg finden könnte. Das ist unmöglich, da die Analyse ergab, dass kompetente intelligente Ideen-Entwickler null Chancen haben, in die Spitze der Politik zu gelangen.

Aber die intelligentesten der Schülerdemos könnten die Reformen des Weltrates der Weisen ansatzweise verstehen, sie zumindest für diskussionswürdig halten, in gemeinsamen Pressekonferenzen der öffentlichen Diskussion zum Frasse vorwerfen, und wenn dann ein Ja für die Reformen kommt, kann Politik dem dann folgen. Und bald stehen 900 Milliarden für die Klimaziele der Schüler zur Verfügung.

Die Regierung ist ziemlich erfolgreich in vielen Fragen des Volkswohls und der internationalen Zersammenoabeit. Ich bin sicher, die Regierung musd nicht selbst Experte sein, um machbare Teile von Lösungen auszuhandeln und durchzuführen.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Schwalm » Sa 20. Apr 2019, 13:37

imp hat geschrieben:(20 Apr 2019, 13:28)

Die Regierung ist ziemlich erfolgreich in vielen Fragen des Volkswohls und der internationalen Zersammenoabeit. Ich bin sicher, die Regierung musd nicht selbst Experte sein, um machbare Teile von Lösungen auszuhandeln und durchzuführen.


Da ist mein persönliches Erleben ein völlig anderes als Ihres.

Da mein ganzes Leben aus Wissenschaft bestand, empfinde ich es so, dass die Regierung mir tagtäglich 90 Prozent meiner möglichen Lebens-Qualität zerstört und 50 % meiner möglichen Kern-Gesundheit.

Für mich ist die Regierung ein Zerstörer von allem aufgrund zu geringer Intelligenz.

Und die zu geringe Intelligenz folgt zwangsläufig aus unserer unglücklichen Variante unseres Demokratie-Systems, das ein Irrweg ist.

Ich durfte ansatzweise wahres Glücklichsein auf meinen Reisen durch die Welt mit natürlicheren Menschen spüren. Deutschland ist ein emotional total verarmtes Land für mein Gefühl.

Was Sie als ausreichendes Volkswohl empfinden, reicht meinem Empfinden leider nicht. Ich möchte Besseres durch die Reformen des Rates
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon imp » Sa 20. Apr 2019, 13:55

Schwalm hat geschrieben:(20 Apr 2019, 13:37)

Da ist mein persönliches Erleben ein völlig anderes als Ihres.

Da mein ganzes Leben aus Wissenschaft bestand, empfinde ich es so, dass die Regierung mir tagtäglich 90 Prozent meiner möglichen Lebens-Qualität zerstört und 50 % meiner möglichen Kern-Gesundheit.

Sie sind also ein Mahn der Wissenschaft.
In welcher Wissenschaft haben Sie parveniert?

Für mich ist die Regierung ein Zerstörer von allem aufgrund zu geringer Intelligenz.

Und die zu geringe Intelligenz folgt zwangsläufig aus unserer unglücklichen Variante unseres Demokratie-Systems, das ein Irrweg ist.

Ich bin mit unserer Demokratie und den Demonstrationen sehr zufrieden.

Ich durfte ansatzweise wahres Glücklichsein auf meinen Reisen durch die Welt mit natürlicheren Menschen spüren. Deutschland ist ein emotional total verarmtes Land für mein Gefühl.

Was Sie als ausreichendes Volkswohl empfinden, reicht meinem Empfinden leider nicht. Ich möchte Besseres durch die Reformen des Rates

Da möchte ich dann lieber nichts von wissen. Von mir aus kann die Demokratie so bleiben.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 20. Apr 2019, 14:13

imp hat geschrieben:(20 Apr 2019, 13:03)

Den Schülern kann man nur schwer ein "wie" abfordern.

Warum kann man das nicht? Die Antwort ist doch ganz einfach: Verzicht und zwar weltweit, auf Wachstum, auf wirtschaftliche Entwicklung und privat Verzicht auf Dinge wie das neueste Smartphone, das eigene Auto oder die nächste Flugreise.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Schwalm » Sa 20. Apr 2019, 14:22

imp hat geschrieben:(20 Apr 2019, 13:55)

Sie sind also ein Mahn der Wissenschaft.
In welcher Wissenschaft haben Sie parveniert?


Ich bin mit unserer Demokratie und den Demonstrationen sehr zufrieden.


Da möchte ich dann lieber nichts von wissen. Von mir aus kann die Demokratie so bleiben.



Das ist Ihr gutes Recht, auf eine bessere Demokratieform, die Erste Echte Demokratie verzichten zu wollen.

Ich suche hier ja ausschließlich das Gespräch mit Menschen, die wie ich massiv unzufrieden sind.

Menschen, die zufrieden sind, wünsche ich einen schönen Tag, aber ich bitte darum, mich nicht weiter von meiner Weltverbesserungs-Tätigkeit abzuhalten. Herzlichen Dank.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon imp » Sa 20. Apr 2019, 14:25

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Apr 2019, 14:13)

Warum kann man das nicht? Die Antwort ist doch ganz einfach: Verzicht und zwar weltweit, auf Wachstum, auf wirtschaftliche Entwicklung und privat Verzicht auf Dinge wie das neueste Smartphone, das eigene Auto oder die nächste Flugreise.

Die wenigsten Schüler haben ein eigenes Auto. In größeren Städten liegt das Durchschnittsalter von Führerschein-Anwärtern Klasse B in den oberen 20ern. Beim Motorrad ist es teilweise noch später. Seit 2006 stagniert die Zahl der Führerscheinprüfungen pro Jahr, zwischendurch war sie sogar rückläufig.

Es ist völlig OK, mit 16 grundlegende Probleme zu erkennen, ohne gleich alle Lösungen anzubieten.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Schwalm » Sa 20. Apr 2019, 14:29

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Apr 2019, 14:13)

Warum kann man das nicht? Die Antwort ist doch ganz einfach: Verzicht und zwar weltweit, auf Wachstum, auf wirtschaftliche Entwicklung und privat Verzicht auf Dinge wie das neueste Smartphone, das eigene Auto oder die nächste Flugreise.



Die neue Formel des Rates lautet:

Nach den Reformen mit weniger Konsum glücklicher leben ohne Verzichts-Empfinden
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Vongole » Sa 20. Apr 2019, 14:36

Schwalm hat geschrieben:(20 Apr 2019, 14:29)

Die neue Formel des Rates lautet:

Nach den Reformen mit weniger Konsum glücklicher leben ohne Verzichts-Empfinden


Guter Rat vom Finanzberater Dieter Graumann, was? :D
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Schwalm » Sa 20. Apr 2019, 14:39

Vongole hat geschrieben:(20 Apr 2019, 14:36)

Guter Rat vom Finanzberater Dieter Graumann, was? :D


Herr Graumann soll nur so nett gewesen sein, fürs Impressum zur Verfügung zu stehen. Mit den Professoren hat er nichts zu tun. Aber ich finde es toll, dass Sie gegoogelt haben.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon JJazzGold » Sa 20. Apr 2019, 14:45

Schwalm hat geschrieben:(20 Apr 2019, 14:22)

Das ist Ihr gutes Recht, auf eine bessere Demokratieform, die Erste Echte Demokratie verzichten zu wollen.

Ich suche hier ja ausschließlich das Gespräch mit Menschen, die wie ich massiv unzufrieden sind.

Menschen, die zufrieden sind, wünsche ich einen schönen Tag, aber ich bitte darum, mich nicht weiter von meiner Weltverbesserungs-Tätigkeit abzuhalten. Herzlichen Dank.


Lobenswert, dass Sie auf Missionieren verzichten und ihre Vorstellung ausschließlich innerhalb einer Minderheit kommunizieren. Ich wünsche Ihnen auch einen schönen Tag. :)
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 20. Apr 2019, 15:11

imp hat geschrieben:(20 Apr 2019, 14:25)

Die wenigsten Schüler haben ein eigenes Auto.

Das sieht in meinem Familien- und Bekanntenkreis ganz anders aus, da hat jede/r mit 18 den FS und auch sehr bald ein eigenes Auto.

Es ist völlig OK, mit 16 grundlegende Probleme zu erkennen, ohne gleich alle Lösungen anzubieten.

Die Lösung hatte ich schon genannt, aber die ist ja unbequem.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon imp » Sa 20. Apr 2019, 15:28

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Apr 2019, 15:11)

Das sieht in meinem Familien- und Bekanntenkreis ganz anders aus, da hat jede/r mit 18 den FS und auch sehr bald ein eigenes Auto.

Das wundert mich nun weniger. Das Problem mit Bekanntenkreisen ist, dass sie zur Hochrechnung nur bedingt taugen, weil jeder anders ist. Genauso ist es mit regionalen Berichten, die ich aber zur Bebilderung trotzdem gern hernehme.

https://m.augsburger-allgemeine.de/kult ... 85536.html
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 20. Apr 2019, 15:34

Aus deinem Artikel:
Nicht zutreffend dagegen die Antwort: Aus Umweltschutzgründen wird verzichtet. „Das ist für die Jugendlichen eher nachrangig, meist zählen pragmatische Gründe,“ sagt Weert Canzler. Und noch immer gilt im Autoland Deutschland: 80 Prozent haben zwar nicht mehr mit 17 oder 18, dann aber doch mit spätestens Mitte 20 ihren Führerschein in der Tasche.

Wann man den FS macht und sich ein Auto kauft ist ja auch eine Frage des Geldes, der FS ist ja auch abartig teuer geworden, und ein Auto zu unterhalten ist für die Generation Praktikum auch auch oft nicht drin. Umweltschutz spielt dabei laut deinem Artikel keine Rolle, aber danke für die Bestätigung :cool:
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Ebiker » Sa 20. Apr 2019, 15:44

imp hat geschrieben:(20 Apr 2019, 15:28)

Das wundert mich nun weniger. Das Problem mit Bekanntenkreisen ist, dass sie zur Hochrechnung nur bedingt taugen, weil jeder anders ist. Genauso ist es mit regionalen Berichten, die ich aber zur Bebilderung trotzdem gern hernehme.

https://m.augsburger-allgemeine.de/kult ... 85536.html


Brauch mir nur die Azubis bei uns anschaun, sobald die alt genug sind haben die FS und Auto. 100%.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon imp » Sa 20. Apr 2019, 15:58

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Apr 2019, 15:34)

Aus deinem Artikel:
Nicht zutreffend dagegen die Antwort: Aus Umweltschutzgründen wird verzichtet. „Das ist für die Jugendlichen eher nachrangig, meist zählen pragmatische Gründe,“ sagt Weert Canzler. Und noch immer gilt im Autoland Deutschland: 80 Prozent haben zwar nicht mehr mit 17 oder 18, dann aber doch mit spätestens Mitte 20 ihren Führerschein in der Tasche.

20 Prozent haben auch mit Mitte 20 keinen Lappen, geschweige denn ein eigenes Auto. Das ist schon eine Hausnummer. Gleichzeitig werden jetzt die geburtenschwachen Jahrgänge erwachsen. Beides zusammen hat Auswirkungen.

Wann man den FS macht und sich ein Auto kauft ist ja auch eine Frage des Geldes, der FS ist ja auch abartig teuer geworden

Für 1500 bis 2000 kriegst du fast überall die B-Klasse, wenn du zügig lernst und die Prüfungen gleich bestehst. Das ist viel Geld, aber im Vergleich zu anderen Anschaffungen, die sich junge Leute leisten, nicht exorbitant. Ist eben die Frage, ob man's überhaupt in dieser Lebensphase braucht. Das ist in Kleinkleckersdorf sicher anders als in Berlin oder Hamburg, zumal wenn man nur selten aus der Stadt raus will, keine Kinder zu versorgen hat, usw - was eben den modernen Lifestyle ausmacht. Da gehören wir alle nicht mehr zu.

, und ein Auto zu unterhalten ist für die Generation Praktikum auch auch oft nicht drin.

Generation Praktikum ist doch eher die Beschreibung einer relativ eng definierten Gruppe, die vor zehn Jahren mal durch die Irgendwas-mit-Medien-Kreise geisterte. Heute liegt bezahlte Arbeit für fast jeden Gesunden auf der Straße. Evtl passen nicht bei jedem die Ansprüche zum Erreichbaren, das ist etwas anderes. Aber warum ein Auto unterhalten, wenn man es gar nicht braucht und auch nicht spannend findet?

Umweltschutz spielt dabei laut deinem Artikel keine Rolle

Das ist logisch. Niemand fängt mit Umweltschutz an, wenn vorrangige Gründe sein Handeln bereits entscheiden. Wenn der Brennstoff ausgeht, werden die Alleebäume gefällt, das war schon immer so. Wie ich schon sagte, den Friday-Kindern das Auto als Sparmaßnahme vorzuschlagen, ist in vielen Fällen sinnlos, weil sie gar keines haben.
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Re: Fridays for future, Durchbruch möglich

Beitragvon Tom Bombadil » Sa 20. Apr 2019, 16:26

imp hat geschrieben:(20 Apr 2019, 15:58)

20 Prozent haben auch mit Mitte 20 keinen Lappen, geschweige denn ein eigenes Auto.

Das hat ja auch Gründe, zB Studium oder Armut, natürlich gibt es auch einige junge Leute, die wegen der Umwelt auf ein Auto verzichten oder die das Geld lieber für andere Sache raushauen und solche, die in der Stadt leben und mit den Öffis zufrieden sind. Der mit 80% weit überwiegende Teil hat mit Mitte 20 dann aber doch den FS und oft auch ein eigenes Auto.

Da gehören wir alle nicht mehr zu.

80% der jungen Menschen gehören dann wohl auch nicht dazu.

Aber warum ein Auto unterhalten, wenn man es gar nicht braucht und auch nicht spannend findet?

Wer kein Auto braucht und es nicht spannend findet, der braucht weder Auto noch FS, aber 80% der jungen Leute machen dann doch den FS, irgendeinen Sinn müssen sie ja darin sehen.

Wie ich schon sagte, den Friday-Kindern das Auto als Sparmaßnahme vorzuschlagen, ist in vielen Fällen sinnlos, weil sie gar keines haben.

Ich hatte ja nicht nur das Auto genannt, trotzdem sollten sie das im Hinterkopf haben, wenn sie dann in 10 Jahren selber Mitte 20 sind und ein Auto haben möchten.
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Beitragvon imp » Sa 20. Apr 2019, 16:39

Tom Bombadil hat geschrieben:(20 Apr 2019, 16:26)

Das hat ja auch Gründe, zB Studium oder Armut,

Genau - Ein Auto ist teuer und wenn man's nicht so sehr braucht oder will, dann hat man eben keins.

Der mit 80% weit überwiegende Teil hat mit Mitte 20 dann aber doch den FS und oft auch ein eigenes Auto.

Manche haben auch zwei. Für viele ist ein Leben ohne eigenes, selbst gelenktes Auto heute noch nicht so praktisch.

Wer kein Auto braucht und es nicht spannend findet, der braucht weder Auto noch FS, aber 80% der jungen Leute machen dann doch den FS, irgendeinen Sinn müssen sie ja darin sehen.

Oft drängeln die Eltern, der Arbeitgeber usw.


Ich hatte ja nicht nur das Auto genannt, trotzdem sollten sie das im Hinterkopf haben, wenn sie dann in 10 Jahren selber Mitte 20 sind und ein Auto haben möchten.

Welche Teile der Bevölkerung in zehn Jahren überhaupt noch ein eigenes, selbst zu fahrendes Auto möchten, ist die Frage. Verschärft für Städter ohne großen Mobilitätsdruck.

Wichtige Faktoren:
- Selbstfahrer-Autos
- Veränderte Mobilitätskonzepte: Autos werden verstärkt fallweise nach Bedarf vergeben.
- Lieferdienste für alles und jedes
- Immer mehr immaterielle Waren
- Immer mehr Jobs, die nicht an jedem Wochentag eine Anreise erfordern.
- Stärkere Konzentration der Bevölkerung auf größere Städte
- Ablaufende Führerscheine
- Internationale Mobilität

Wenn heute schon ein urbanes Leben ohne dauerhaftes eigenes Auto für viele greifbar ist, sehe ich wenige Gründe, warum ausgerechnet umweltbewusste junge Städter in zehn Jahren es nicht schaffen sollten. Es geht um einen weltweiten Trend: https://www.macleans.ca/economy/busines ... d-carless/

For the Baby Boomers, who account for nearly 40 per cent of car sales, a set of wheels was a way to connect with friends and define one’s personality. But, these days, teens can just send text messages or update their Facebook profiles. “If you look at a car as a means of establishing one’s freedom, the competition has gotten much stiffer,” says Ken Wong, a marketing professor at Queen’s University.


Spannend wird eher: Wie sehr sind junge, gut gebildete und oft aus materiell gut aufgestellten Elternhäusern kommende Menschen bereit, auf unnötige Kurzstrecken-Flüge zu verzichten? Im Geschäft kann nicht jeder, wie er will. In der Freizeit schon.
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